Monika Scheweck verabschiedet sich

März 15th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV, Religion

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Radio Burgenland:
7.3.2016 | (on demand)

Monika Scheweck und Manuela Horvath (Foto: Mike Rodach, via volksgruppen.orf.at)„Die Begeisterung, für Men­schen da zu sein, dort, wo Unrecht pas­siert, auf­zu­zeigen und Soli­da­ri­tät zu zeigen, im­mer ge­mein­sam mit den betrof­fe­nen Men­schen“, wie sie es selbst be­zeich­net, hat Monika Sche­weck auch wäh­rend ihrer Ar­beit in der Roma-Seel­sorge stets bei sich ge­tra­gen. Die Seelsorge ver­ab­schie­det sich nun von ihrer lang­jäh­rigen Refe­ren­tin Scheweck.

1992 wurde zum ersten Mal in der Öster­rei­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz ein Ver­tre­ter mit der Auf­gabe der Roma-Pasto­ral be­auf­tragt. 1996 wurde das Re­fe­rat für eth­ni­sche Grup­pen in der Diözese Eisenstadt ein­ge­rich­tet.

Neuer beruflicher Weg

Monika Scheweck, langjährige Referentin der Roma­pas­to­ral der Diö­zese Eisen­stadt (Refe­rat für An­gehö­rige eth­ni­scher Grup­pen – Roma und Sinti), geht nach zwei Jahr­zehn­ten einen neuen be­ruf­li­chen Weg. Über die er­leb­ten Stun­den mit ihren „Schütz­lin­gen“ erzählt sie im er­grei­fen­den Inter­view für Roma sam: „Für mich war sehr wich­tig, dass ich den Kon­takt zu den ein­zelnen Ort­schaf­ten pfle­ge, in denen Roma leben, dass ich die Fa­mi­lien be­suche. So haben sich auch klei­nere Pro­jekte er­ge­ben, wie z.B. dass ich einem Buben Nach­hil­fe ge­ge­ben habe, damit er die Schule schafft, oder Kran­ken­be­su­che ge­macht habe. Wenn je­mand im Ster­ben ge­le­gen ist, habe ich ver­sucht, die Fa­mi­lie zu stützen.“ Die seel­sor­ger­li­che Be­glei­tung und die För­de­rung der kul­tu­rel­len Iden­ti­tät der Roma ge­hör­ten eben­so zu ihren Haupt­auf­gaben wie die Ver­anstal­tung von Gedenk­feiern und die Or­ga­ni­sa­tion der all­jähr­li­chen Roma-Wallfahrt nach Maria­zell. „Es hat sich eigent­lich immer et­was ge­tan und es war eine lus­tige Zeit, sehr dyna­misch. Es sind im­mer viele Roma-Ju­gend­li­che ge­kom­men (Anm.: ge­mein­sam mit dem Verein Roma orga­ni­sier­te Monika Sche­weck 1996 erst­mals einen „Offe­nen Jugend­treff“) und ich bin drauf­ge­kom­men, sie zei­gen eigent­lich fast mehr Inter­es­se als die Mehr­heits­bevöl­ke­rung, und ich fand leich­ter einen Zu­gang zur Volks­gruppe als zur Mehr­heits­bevöl­ke­rung“.

Nun übernimmt Manuela Horvath die Agen­den der Roma-Pastoral. Mehr über die zwan­zig­jäh­ri­ge Tä­tig­keit von Mo­ni­ka Sche­weck hören Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

Link: Referat für Angehörige ethnischer Gruppen – Roma und Sinti

(volksgruppen.orf.at)

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