„Romni“: Fotoausstellung in Dortmund
März 9th, 2016 | Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
„Romni“: Zwei Fotokünstlerinnen aus Dortmund haben sich mit Romafrauen in der Dortmunder Nordstadt in einem Foto- und Interviewprojekt auseinandergesetzt.
Die Bilder und Assoziationen, die viele Menschen mit dem Volk der Roma verbinden, sind überwiegend negativ geprägt. Oder ihre Lebensweise wird stark romantisiert: Begriffe wie ,Nomadentum‘ und Beschreibungen wie ,fahrendes Volk‘ reduzieren das Volk der Roma auf fälschliche Weise.
Die beiden Fotografinnen Tabea Hahn und Anna Merten haben mit rumänischen Roma-Frauen Interviews über Tradition, Kultur und Familienleben geführt. Das Thema „Frausein“ wurde unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Der Fokus lag dabei auf Identität, Integration und sozialer Stellung der Frau in der Gesellschaft – sowohl im Heimatland als auch in Deutschland.
ROMNI – unter diesem Titel präsentieren die Künstlerinnen die fotografischen und textlichen Ergebnisse ihres Projektes, das sie im letzten Jahr mit Unterstützung des Planerladen e.V. durchgeführt haben.
Die Arbeit zeigt Romafrauen aus der Dortmunder Nordtstadt. Das Tragen von langen Röcken und einem Tuch in den Haaren ist eine wichtige Tradtion bei den Frauen der Roma. Dadurch tragen sie ihre Herkunft und Zugehörigkeit öffentlich zur Schau und riskieren mit Vorurteilen und Diskriminierung konfrontiert zu werden. Ihre traditionelle Lebensweise und Kleidung führt aber bei den Frauen zu einer Zugehörigkeit innerhalb der eigenen Gruppe, zu einem Gefühl von Identität und einer Idee von Heimat fernab ihres Heimatlandes.
Ausstellungsdauer: 8. März bis 30. März 2016
Öffnungszeiten: Di. bis Sa. von 11 bis 17 Uhr
Ort: caféplus, Gnadenort 3-5, 44135 Dortmund
(Text: Ankündigung des Projektverbunds Nordstadt)