März 11th, 2016 |
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Film & Theater
Dokumentarfilm, AT 2016, 88 min, OmdU
Buch & Regie: Patric Chiha
Wenn es dunkel wird über der Donau: eine Welt des Scheins, der Künstlichkeit, der Illusionen. Heruntergekommene Bars verwandeln sich in surreal stilisierte Bühnenräume, in denen junge Männer ihre schönen, fragilen Körper ausstellen. Sie lungern herum, posen, rauchen, trinken, reden, tanzen. Und sie verkaufen ihre Körper – an andere Männer. Die Szenerie ist ebenso theatralisch wie die dargebotenen Verkörperungen homoerotischer Phantasmagorien und Ikonografien: Der rebellische Wilde in schwarzer Lederjacke, die erotische Lichtgestalt des Matrosen, der Transvestit – Posen, Eleganz, Glanz. Patric Chihas schonungsloser, träumerischer und ästhetisierter Dokumentarfilm taucht in die Lebensrealität bulgarischer Roma ein, die sich in Wien als Stricher verdingen. Kein Film, der soziale Verhältnisse erklären will oder gar einen mitleidigen Blick auf das Milieu wirft – „Brüder der Nacht“ feiert seine Protagonisten in all ihrer Schönheit und Größe. Read the rest of this entry »
März 11th, 2016 |
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Rassismus & Menschenrechte
Alle schauen auf Sachsen. Doch auch im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt gab es im vergangenen Jahr so viele rechte Gewalttaten wie nie zuvor.
ZEIT.de, 7.3.2016: Die Mobile Opferberatung registrierte 217 rechtsmotivierte Angriffe, das waren mehr als doppelt so viele wie 2014. (…) „Seit der Gründung unserer Beratungsstelle vor fast 15 Jahren haben wir noch nie so viele Fälle rechter und rassistischer Gewalt registriert wie 2015“, sagt die Sprecherin der Opferberatung, Zissi Sauermann. (…) Besonders eklatant war die Entwicklung in Halle. Allein dort ereigneten sich demnach 68 Angriffe – mehr als dreimal so viele wie im Jahr zuvor. Ein erheblicher Teil davon habe sich gegen Roma-Familien aus Rumänien im Stadtteil Halle-Silberhöhe gerichtet. Die Beratungsstelle führt den Anstieg auch auf eine Hetzkampagne der rechtsextremen Brigade Halle im Internet und bei Kundgebungen zurück. (…) Die Beratungsstelle kritisiert, dass das Innenministerium Sachsen-Anhalt viele der Fälle in der offiziellen Statistik nicht als rechtsmotiviert einstuft. (…) Das gelte auch für die Angriffe auf Roma in Halle, die bisher ebenfalls in der offiziellen Statistik rechter Gewalt fehlten. „Es gab aber gar keinen anderen Grund, diese Menschen anzugreifen“, sagt Sauermann.
Zit. aus: Rechte Gewalt auf Rekordniveau, ZEIT.de, 7.3.2016
Bitte lesen Sie den hier nur in einem Auszug wiedergegebenen Artikel von Astrid Geisler in voller Länge auf ZEIT.de.
ZDF: Hass in Halle (29.6.2015)
Zwei Meldungen aus Halle-Silberhöhe (15.5.2015)
Halle: „Bürgerwehr“ gegen Roma-Nachbarn? (12.9.2014)