Archive for April, 2016

FIFA pomoschinel Romane tschavenge

April 30th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Sport

Fifa2016 pomoschinel i FIFA 139 orga­ni­sa­ci­jenge ande 58 vilagi cilon USD 4,3 mi­li­jo­nenca. Ofto orga­ni­sa­ciji use pele, sa­ven­ge ada bersch po­mo­schim ol, telen­de te o pro­jek­to andar i Ru­me­ni­ja o „Policy Center for Roma and Minorities“. But ischo­lasch­tscha odoj i isch­kola tel pha­gen taj ande igen soralo tscho­ripe iste dschin. La FIFAkere po­mo­scha­goha oda akan pal dschu­mim te ol.

„O Football for Hope-Programo pomoschinel 52 Roma- taj avre tscha­ven­ge ande Ferentari, jek igen tscho­ro fo­ros­ke­ro fa­lato ande Bukarest“, phe­nel i Raluca Negulescu, ekse­ku­tiv­di­rek­tor­ki­ja le „Policy Center for Roma and Minorities“. „Lob­da te khe­lel le tscha­venge taj tscha­jenge, save usi risiko­ja­keri grupn le isch­ko­la­kere tel pha­gen­der genen, o vudar uso tra­di­ci­jo­neli sika­dipe prado ol. O progra­mo del le tscha­venge o scha­jipe, puma­ro sora­lipe te lakel taj pu­maro po­ten­ci­jal latsche ar te schejpfi­nel. Va­scho ‚Football for Hope‘ schaj imar o ersch­ti tscha­ja­keri lob­da­kero team kerdo ulo taj schaj afka o tel­di­pe pri­kal o po­ten­ci­jal taj o talen­to le Ro­men­dar- taj avre tscha­jen­dar andar tscho­re khe­ta­niptscha upre bau­nim ol.“

(de.fifa.com |Prik bescharipe: Josef Schmidt)

Interview zu The Érpatak Model

April 30th, 2016  |  Published in Film & Theater, Interview, Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio FROInterview mit Regisseur Benny Brenner (engl.)

Kino für die Ohren – Crossing Europe 2016 | Radio FRO 105,0
Sendung vom 22. April 2016 | Redaktion: Julia Krikler

Ungarn: Der Regisseur Benny Brunner hat einen Film über ein unga­ri­sches Dorf ge­dreht, des­sen Bürgermeister vor Ort ein fa­schis­ti­sches Re­gime etabliert hat. Die Men­schen in Érpatak müs­sen sich seiner dik­ta­to­ri­schen Ord­nung beu­gen, wenn sie nicht Gefahr lau­fen wol­len, empfind­lich sanktio­niert zu wer­den. Der Bür­ger­meis­ter und seine An­hän­ger feiern die Waf­fen-SS, ver­brei­ten Un­wahr­hei­ten über den 2. Welt­krieg, unter­drücken die eige­ne Be­völ­ke­rung und viel mehr noch die an­säs­si­gen Roma-Fa­mi­lien, de­nen schon mal ein­fach die Kinder weg­ge­nom­men wer­den. Das al­les pas­siert vor den Augen des un­ga­ri­schen Staates, der die­ses Vor­ge­hen gut­zu­heißen scheint. Ein Doku­men­tar­film, der Angst vor dem zu­künf­ti­gen Euro­pa macht!

(Text: cba.fro.at)

Crossing Europe: The Érpatak Model

April 29th, 2016  |  Published in Film & Theater, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Dokumentarfilm von Benny Brunner (hier ein Interview)
Mitabeit: Keno Verseck; NL, 2014, 76 min.

Érpatak, ein Dorf im Nordosten Ungarns, war bis 2005 ziemlich be­deu­tungs­los – bis Mihály Zoltán Orosz zum Bürgermeister ge­wählt wur­de. Als be­ken­nen­der Antisemit und Roma-Hasser, der Nazi-Lieder sin­gen lässt, ent­wirft er ein auto­ri­tä­res Regel­werk zur Dis­zipli­nie­rung der Be­völ­ke­rung. Die­je­ni­gen, die seine Ver­haltens­vor­schrif­ten nicht ein­hal­ten, gel­ten als „Zer­störer“, ihnen droht Aus­gren­zung, so­gar Ver­trei­bung aus dem Dorf. Oroszs repres­si­ven po­li­ti­schen Ideen, die vom Sys­tem eines Victor Orbán ge­stützt wer­den, ha­ben vor al­lem für die dort an­säs­si­ge Roma-Be­völ­ke­rung, die den täg­li­chen Schi­kanen des Dorf­dik­ta­tors und sei­ner Scher­gen zum Opfer fällt, ein­schnei­den­de Fol­gen. Read the rest of this entry »

Polen: Roma-Gedenkstätte geschändet

April 29th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

MahnmalIm südpolnischen Borzęcin Dolny unweit von Krakau wurde eine Holocaust­gedenk­stätte von un­be­kann­ten Tä­tern ge­schän­det. Ent­deckt wur­de die Zer­stö­rung des hölzer­nen Denk­mals am ver­gan­ge­nen Frei­tag. Das Mahnmal er­in­nert an den natio­nal­sozia­lis­ti­schen Genozid an den Roma. Die Poli­zei er­mit­telt.

Das Denkmal war – offenbar mit einer Axt – von sei­nem Beton­sockel ge­schlagen und zer­stört wor­den. Eine Gedenktafel, die an dem Denk­mal be­fes­tigt war, wur­de eben­falls herun­ter­geschla­gen. Die Inschrift, die auch eini­ge Verse der Roma-Dich­te­rin Papusza (Bronisława Wajs) ent­hielt, ver­wies auf die Mas­sen­er­schießung von Roma durch die deut­schen Be­satzer wäh­rend des Zwei­ten Weltkriegs. Das Monument wurde an genau der Stelle in einem Wald­stück er­rich­tet, wo im Juli 1943 29 pol­ni­sche Roma er­mor­det wor­den wa­ren: 3 Männer, 5 Frauen und 21 Kinder aus den Fa­mi­lien Majewski, Kwiatkowski, Chmielewski und Cioroń. Die Überreste der am Ort des Massakers ver­scharr­ten Opfer wa­ren be­reits 1959 exhumiert und in einem ge­mein­sa­men Grab am Fried­hof in Bor­zęcin Dol­ny be­stat­tet wor­den.

„Mir fehlen die Worte, um zu beschrei­ben, was ich jetzt füh­le“, er­klärt die pol­ni­sche Künstle­rin Małgorzata Mirga-Tas, die, selbst Romni, das Mahn­mal ge­stal­tet hatte. „So etwas kann nur je­mand tun, der je­den Respekt ge­gen­über ande­ren, ge­gen­über der Ge­schich­te, dem Ge­den­ken und uns Roma ver­lo­ren hat. Je­mand will uns wohl zu ver­stehen ge­ben, dass wir nicht zäh­len.“

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Facts & Figures (134)

April 28th, 2016  |  Published in Facts & Figures

1499 verbot ein Dekret den Ro­ma (Gi­ta­nos) in Spa­ni­en die Ver­wen­dung ih­rer Spra­che und ih­rer Tracht.

(Quelle)

Loyko (Jazzit, Salzburg)

April 27th, 2016  |  Published in Musik

Loyko ist ein Roma-Ensemble aus St. Petersburg in Russ­land. Die For­ma­tion wurde 1990 vom Vio­li­nis­ten Sergey Erdenko ur­sprüng­lich als Duo zu­sam­men mit Igor Staroselzev ge­grün­det. Vor­bild und Namens­geber für die Grup­pe war Loyko Sobar, ein le­gen­dä­rer Geigen­vir­tuo­se aus dem Russland des 19. Jahr­hun­derts, wel­cher auch zur Volks­grup­pe der Roma ge­hörte. Ser­gey Er­den­ko kam 1958 in Kha­ba­rovsk in Ost­sibi­rien zur Welt und ge­hört der Unter­grup­pe der so­ge­nann­ten Servitka-Roma an.

Weiterlesen auf gypsy-music.jimdo.com

Hier zu sehen ein Konzertmitschnitt vom 15.11.2015 im Jazzit in Salzburg.

Polen: Roma und Araber am unbeliebtesten

April 24th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Kundgebung polnischer Nationalisten (Foto: news.pn)Sympathiebarometer: Zwei von drei Polen lehnen Roma ab. Seit dem Vor­jahr ha­ben sich die Daten wei­ter ver­schlech­tert.

Eine aktuelle Umfrage des staat­lich finan­zier­ten Mei­nungs­for­schungs­instituts CBOS (Public Opinion Research Center) frag­te nach den Sym­pathie­wer­ten von 27 Nationen und eth­ni­schen Grup­pen (Report 53/2016, noch nicht online). Auf die größte Sym­pathie der Polen sto­ßen dem­nach die benach­bar­ten Tschechen (50%), knapp ge­folgt von Italienern (49%) und Slowaken (48%). Am an­de­ren Ende der Skala: Araber und Roma. Zwei Drit­tel (67%) der be­frag­ten Per­so­nen drück­ten ihre Ab­leh­nung gegen­über diesen beiden Grup­pen aus. Eben­falls be­son­ders un­be­liebt: Russen (50%), Rumänen (47%), Türken (45%) und Juden (37%). CBOS unterstreicht, dass sich die Ein­stel­lung gegen­über einer Reihe von Nationen und Ethnien seit Jahres­beginn 2015 ver­schlech­tert habe – was laut Studien­auto­ren ver­mut­lich auf das durch Flüchtlings­krise und Terror­an­schlä­ge ver­än­derte Meinungs­klima zurück­zu­führen sei.

Bezüglich der Reihung ergab die im Vorjahr durch­ge­führ­te Er­he­bung jedoch ein durchaus ähn­li­ches Bild: Auf dem aller­letzten Platz der 32 ab­gefrag­ten Natio­nen und Eth­nien fand sich – weit ab­geschla­gen – die Minder­heit der Roma. Noch vor einem Jahr bekun­de­ten aller­dings mit 58% deut­lich weni­ger Polen, der Volks­gruppe gegen­über negativ ein­gestellt zu sein. Dieser ableh­nen­den Mehr­heit stan­den nur 18% gegen­über, die an­gaben, für Roma Sym­pathie zu em­pfin­den. Die dama­lige Umfrage ergab für Roma einen Durch­schnitts­wert von -0,93 (auf einer Skala von -3 bis +3). Auf dem vor­letzten Platz landeten die Russen (-0,60); nach Arabern wurde damals noch nicht ge­fragt. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (133)

April 21st, 2016  |  Published in Facts & Figures

Johann Wolfgang von Goethe äu­ßer­te sich an insg. 28 Stel­len sei­ner Wer­ke, Schrif­ten und Brie­fe über „Zi­geu­ner“.

(Quelle)

Hohes Haus & Heimat Fremde Heimat

April 16th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV

Hohes HausDas ORF-Parlamentsmagazin „Hohes Haus“ bringt am Sonntag, dem 17. April 2016, um 10.30 Uhr in ORF 2 u.a. fol­gen­den Beitrag:

Lebenswelt der Roma — Dass die Volksgruppe der Roma 1993 in Österreich an­er­kannt wurde, ist nicht zu­letzt einem Mann zu ver­dan­ken: Prof. Rudolf Sarközi. Durch sei­nen poli­ti­schen Ein­satz hat sich die Situa­tion für Roma in Öster­reich deut­lich ver­bes­sert. An­fang März ist Sarközi ver­storben, Kathrin Pollak hat mit seinen Nach­fol­gern darü­ber gespro­chen, wie es den Roma in Öster­reich heute geht und wel­che Pro­jekte für die Zu­kunft ge­plant sind.

Heimat Fremde HeimatUnd um 13.30 startet, ebenfalls am Sonntag, auf ORF2 das Magazin „Heimat Fremde Heimat“ mit einem Beitrag über die Gewalt­serie ge­gen Bett­ler in Linz:

Brandanschlag auf das Roma-Zeltlager – was ist ge­sche­hen? Seit Februar dieses Jahres meh­ren sich die Brand­an­schläge auf die Zelte von Roma aus Rumä­nien in Linz. Der Linzer Bürger­meister Klaus Luger (SPÖ) gab sich in Folge ent­setzt, da er, wie er meint, von der Polizei über die An­schläge nicht infor­miert wurde. Laut Polizei und Ver­fas­sungs­schutz wird seit Februar in alle Rich­tun­gen er­mit­telt. Sabina Zwitter fuhr zwei Monate nach den An­schlä­gen zu den Tat­orten, inter­viewte die er­mit­teln­den Beamten der Exe­ku­tive und den Linzer Bürger­meister und be­glei­tete den Linzer Roma-Ver­treter Balog Radul nach Maribor zu einer Sitzung der Romani Union. Dort sorg­te die Nach­richt von den Linzer An­schlä­gen bei den inter­natio­na­len Roma-Ver­tretern für Ent­setzen.

Beide Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abruf­bar und wer­den auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek an­ge­boten.

(Text: ORF-Programmankündigung hier und hier)

Crossing Europe: Cambridge

April 12th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung

CambridgeDokumentarfilm, BG 2015, 64 min.
Regie: Eldora Traykova, Buch: Assen Vladimirov

Zu sehen in Linz am 20.4. und 22.4.2016.

Die Gegend ist idyllisch und länd­lich, das Bildungs­niveau der Be­völ­ke­rung, die zu 99 Pro­zent aus Roma be­steht, ver­gleichs­weise hoch: „Roma-Cambridge“ – so wird Dolni Tsibar in einer der ärmsten Ge­gen­den Bul­ga­riens auch ge­nannt. Die Schule dort ist in El­do­ra Tray­ko­vas Do­ku­men­tar­film Aus­gangs­punkt, um die Schüler, Lehrer, Eltern und Be­woh­nerin­nen und Be­wohner des Ortes ken­nen­zu­lernen. Sie er­zäh­len von ihrem Leben, ihren Zielen und ihren Sor­gen. Viele der El­tern ar­bei­ten im Aus­land, um für die Fa­mi­lie sor­gen zu kön­nen, wäh­rend die Kinder davon träu­men, eines Tages in Harvard zu stu­die­ren. Die enga­gier­ten Leh­rerin­nen und Lehrer sind be­müht, mit den vor­han­de­nen beschei­de­nen Mit­teln die best­mög­liche Aus­bildung zu bie­ten. Denn diese ist für Roma, die europa­weit immer noch unter Stig­ma­ti­sie­rung und Diskri­mi­nie­rung leiden, be­sonders wich­tig, um auf eine bes­sere Zu­kunft hof­fen zu kön­nen. (Katharina Riedler)

(Text: Crossing Europe)

Romaday 2016: Kundgebung in Berlin

April 10th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Romaday-Kundgebung in Deutschland (Foto: Romaday)Berlin: Kundgebung für Solidarität mit den Sin­ti und Ro­ma Eu­ro­pas

Anlässlich des ROMADAY fand am Freitag eine Kund­ge­bung nahe dem Brandenburger Tor statt. Zu der Ver­an­stal­tung hat­te das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas ein­ge­la­den, das damit auf die an­hal­ten­de Diskri­mi­nie­rung der größten euro­päi­schen Minder­heit auf­merk­sam mach­te. Un­ter den meh­re­ren Hundert Teil­neh­mern waren auch Bundes­präsi­dent Joachim Gauck, die Bundes­tags­vize­präsi­dentin­nen Petra Pau und Claudia Roth sowie Christine Lüders, Lei­te­rin der Anti­diskri­mi­nierungs­stelle des Bundes.

Zum Auftakt der Kundgebung sprach Staatsministerin Aydan Özoğuz, Be­auf­tragte der Bun­des­regie­rung für Migra­tion, Flücht­linge und Integra­tion. Sie for­derte: »Wann immer Sinti und Roma dis­kri­mi­niert, dif­fa­miert oder an­ge­grif­fen wer­den, müs­sen wir Po­li­ti­kerin­nen und Po­li­ti­ker deut­lich ma­chen, dass es in un­se­rer Ge­sell­schaft kei­nen Zenti­meter Platz für Anti­ziga­nis­mus geben darf.«

Hauptredner war der niederländische Sinto und Holocaust­über­lebende Zoni Weisz, der for­derte: »Wir sind Euro­päer und müs­sen die­sel­ben Rechte wie jeder an­de­re Ein­woh­ner ha­ben, die glei­chen Chan­cen, wie sie für jeden Euro­päer gelten.«

Als Höhepunkt der Veranstaltung ver­lasen der Regis­seur Rosa von Praunheim, die MTV-Mo­de­ra­to­rin Wana Limar und der ehe­ma­lige Fußball­natio­nal­spie­ler Arne Friedrich den Auf­ruf zur Soli­da­ri­tät mit den Sinti und Roma Euro­pas. Der Aufruf ist unter www.romaday.org ver­füg­bar. Read the rest of this entry »

„Djelem, Djelem“ (Šaban Bajramović)

April 8th, 2016  |  Published in Musik

„Djelem, Djelem“ („Gelem, gelem“) ist die Hymne der Roma-Bewegung, die – wie die blau-grüne Flagge und die Dach­be­zeich­nung Roma – beim ers­ten Roma-Welt­kongress am 8. April 1971 in London fest­gelegt wur­de. Der Lied­text, ver­fasst von Jarko Jovanović nach einer tra­d­itio­nel­len Me­lo­die, er­zählt von der Ver­folgung der euro­päi­schen Roma wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs. (Mehr dazu auf: Rombase)

Zum heutigen Internationalen Roma-Tag hier der große ser­bi­sche Roma-Sänger Šaban Bajramović (1936-2008) mit sei­ner Ver­sion der Hymne aus dem Jahr 2006. Opre Roma!

FIFA: Football for Hope

April 7th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Sport

FifaFIFA dehnt ihr globales sozia­les En­gage­ment aus – und för­­dert nun auch Ro­ma-Kin­­der in Bu­­ka­rest

2016 unterstützt die FIFA 139 Organisa­tio­nen in 58 Ländern mit ins­gesamt USD 4,3 Mil­lio­nen. Acht Orga­ni­sa­tio­nen wer­den in diesem Jahr neu unter­stützt, darun­ter das Policy Center for Roma and Minorities, das in Rumänien die Quote der Schul­ab­bre­cher un­ter Roma- und ande­ren Kindern, die in extre­mer Armut leben, sen­ken will.

„Das Football-for-Hope-Programm hilft 52 Roma- und ande­ren Kin­dern in Ferentari, einem der ärmsten und mar­gi­na­li­sier­tes­ten Tei­le Bukarests“, er­klärt Raluca Negulescu, Exe­ku­tiv­direk­to­rin des Policy Center for Roma and Mi­no­ri­ties. „Der Fußball ist für Jun­gen und Mädchen, die zur Ri­si­ko­gruppe der Schul­ab­bre­cher ge­hö­ren, das Tor zur tra­di­tio­nel­len Bildung. Das Programm bie­tet den Kindern die Mög­lich­keit, ihre Stär­ken zu ent­decken und ihr Poten­zial mög­lichst aus­zu­schöp­fen. Dank Football for Hope konn­ten wir hier das erste Mädchen­fußball­team grün­den und kön­nen so Vor­urteile gegen­über dem Po­ten­zial und dem Ta­lent von Roma- und an­de­ren Mädchen aus ar­men Ge­mein­schaf­ten ab­bauen.“

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Vorarlberg: Diskusija vascho Roma

April 6th, 2016  |  Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

marieVorarlberg: Diskusija va­scho Ro­ma ojs bik­nasch­tscha pap­ru­schen­gere nevipestar

Thaneskero rot Johannes Rauch taj i birovkija andar Dornbirn Andrea Kaufmann kritisi­ri­nen, kaj o dro­mes­­kero pap­ru­schen­gero nevi­­pe „marie“ te Ro­men­­dar bik­nim ol. O ardi­jasch­tscha i kriti­ka pal dschu­mi­nen. Credo le pap­ru­schen­gere nev­ipes­tar hi, hot nisaj flo­gos­keri grupn artscha­pim te ol.

O thaneskero rot Johannes Rauch (Selene) taj i birovkija andar Dornbirn Andrea Kaufmann (ÖVP) phentscha use jek pre­se­ja­keri kon­fe­renca pa­raschtun, hot o pap­ru­schen­gero nevi­pes­kero projekto igen latscho hi ham kaj, Roma la schaj bik­nen na latscho godschi­kano gon­do sina. O projekto „marie“ igen latscho hi – ham o aro­di­pe le dsche­nen­dar sa hi, ham na bas­talo, phe­nel i birov­ki­ja andar Dornbirn. I „marie“ na le Ro­men­dar bik­nim te ov­lahi oj le dsche­nen­dar an­dar Vorarlberg bik­nim te ov­lahi, save imar but berscha dur buti na laken vaj naschi­pa­schen­dar. O Roma tschak hasna pu­men­ge afka keren, kaj schaj use gudu­linen. Ada o tscha­tschip­tscha an­de Dornbirn na use mu­ken adaj lila tu­ke pekan.

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Slowakei: Roma-Beauftragter tritt zurück

April 5th, 2016  |  Published in Politik

Peter Pollak (Foto: Romea.cz)„Man­geln­de poli­ti­sche Unter­stützung“: Roma-Be­auf­trag­ter Pollák wirft das Hand­tuch

Der Regierungsbeauftragte für die Roma-Minderheit der Slowakei, Peter Pollák, tritt mit Monats­ende zurück. Dieser Schritt erfolge auf­grund man­geln­der poli­ti­scher Unter­stützung sei­tens der Re­gie­­rung. Bereits unter der frü­heren sozial­demokra­ti­schen Regierung Robert Ficos habe Pollák kaum Unter­stützung ver­spürt, jetzt sei sein Schreiben, das er als Roma-Be­auf­trag­ter nach den Wahlen vom 5. März an die Partei­vor­sitzen­den der neuen Vierer­koalition ge­rich­tet hatte, ein­fach un­beant­wor­tet ge­blie­ben. Pollák, der im Früh­jahr 2012 als erster Rom ins slowa­ki­sche Par­la­ment ge­wählt wurde, warnte davor, dass das Des­inter­es­se der Re­gie­rung für die Volks­gruppe den Trend zur poli­ti­schen Radi­ka­li­sie­rung der slowa­kischen Gesell­schaft noch weiter zu­spitzen werde. Zudem warn­te er, das Amt des Re­gie­rungs­beauf­trag­ten für die Roma auf­zu­lösen oder mit dem für natio­nale Minder­heiten zu fusio­nieren. Medien­berichten zufolge dürfte jetzt die mit­regierende Ungarn­partei Most-Hid Pollas Nach­folger nomi­nie­ren. Die Tiroler Tages­zeitung schreibt zum Rücktritt Polláks:

Der Hoch­schul­professor Pollak, selbst Ange­höriger der Roma-Minder­heit, wurde im Okto­ber 2012 in den Posten des Roma-Beauf­trag­ten er­nannt, kurz nach­dem er für die oppo­si­tio­nelle Protest­partei Gewöhn­liche Menschen auch ins Par­la­ment ge­wählt wurde. Sehr bald geriet er aber unter hef­tige Kritik, da eine von ihm groß an­ge­kün­digte Roma-Reform kaum voran­kam und schließ­lich nie um­ge­setzt wurde. Zudem hatte gerade Pollak ein Gesetz ini­tiiert, mit dem die Aus­zah­lung von Sozial­geldern an die Leistung gemein­nützi­ger Arbei­ten ge­knüpft wurde. (…) Read the rest of this entry »

Linz: Mann verprügelt Bettler

April 3rd, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Verhaftung in Linz (Foto: via Heute)Am Taubenmarkt in der Linzer Innen­stadt spiel­ten sich Presse­mel­dun­gen zu­folge am Nach­mit­tag des 23. März wüste Sze­nen ab. Augenzeugen berichten, dass ein jun­ger Mann einen Bettler verprügelte und beschimpfte, nach­dem ihn dieser an­gespro­chen und um Geld ge­be­ten hatte. Pas­san­ten, die den plötz­li­chen Gewalt­ausbruch be­obach­te­ten, riefen die Polizei. Der junge Mann wurde daraufhin vor zahl­rei­chen Schau­lus­ti­gen fest­ge­nom­men. Der ver­letz­te Bettler wurde von den Ret­tungs­kräf­ten ver­sorgt und dann ins Kranken­haus ver­bracht.

Nach Gewaltserie: „Aktion scharf“ und „Schulterschluss“

In Linz wurden in den letzten Wochen drei Brand­anschläge auf Zelte von Roma-Fa­milien, die in der Innen­­stadt bet­teln, verübt (wir be­rich­te­ten: Brandanschläge auf Roma-Zelte in Linz und Neuerlicher Brandanschlag in Linz). „Die Grenzen der Zumut­bar­keit sind über­schritten“, ließ SPÖ-Bürgemeister Klaus Luger daraufhin verlauten. Und er meinte nicht die Gewalt­serie. Die Linzer Stadt­regie­rung rea­gierte auf die An­schläge, in­dem sie eine „Aktion scharf“ ausrief – aller­dings nicht gegen die Atten­tä­ter, son­dern gegen deren Opfer. Auch ÖVP-Vize­bür­ger­meis­ter Bernhard Baier will nach den Ereig­nis­sen endlich einen „Schulter­schluss ge­gen kri­mi­nelle Ban­den“. Und auch er hat dabei nicht ein ener­gi­sches Vor­gehen gegen die Ur­heber der Brand­anschläge im Sinn. Er for­dert viel­mehr das, worauf auch die Gewalt­tä­ter aus sind: die raschest­mög­li­che Ver­trei­bung der Bettler. Nicht an­ders viele Me­dien: Die „Die Presse“ bei­spiels­weise erblickt an­ge­sichts der jüngs­ten An­griffe auf Bettler in Linz, Salzburg und Vorarlberg nicht Rassismus und Gewalt, son­dern das Bet­teln als das „Problem, das eskaliert“. Read the rest of this entry »

Es gibt kein unschuldiges Foto

April 2nd, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Deri MiklosBereits zum 34. Mal findet in die­sem Jahr die Unga­ri­sche Pres­se­foto­aus­stel­lung statt. Ge­zeigt wer­den die bes­ten Bil­der des Jah­res. Erst­ma­lig wur­den auch Bilder in der Son­der­ka­te­go­rie Flücht­lings­krise aus­ge­zeich­net. Die Aus­stel­lung wur­de be­reits am 25. März er­öf­fnet und ist noch bis zum 14. Mai im Ro­bert-Capa-Zen­trum für Zeit­ge­nös­si­sche Foto­gra­fie zu be­sich­ti­gen.

Die Politik des Roma-Körpers

Besonders sehenswert sind die eher kon­zep­tio­nel­len Ar­bei­ten des un­ab­hän­gi­gen Foto­künst­lers Miklós Déri, der für seine Portrait­serie über die Stereo­ty­pi­sie­rung der un­ga­ri­schen Roma­be­völ­ke­rung den re­nom­mier­ten André-Kertész-Preis er­hielt. Déri ließ Intel­lek­tuel­le, Wis­sen­schaft­ler und an­dere pro­mi­nente Mit­glie­der der Roma­minder­heit in Kos­tüme und Posen schlüp­fen, die dem bis heute exis­ten­ten Klischee der Roma als Musiker, Gauner und Jahr­markts­wahrsager ent­spre­chen. Dem stellt er Bilder der Per­so­nen in ihren Alltags­outfits gegen­über. „Wenn wir ein Bild eines Rom sehen, setzt sich in un­se­rem Kopf auto­ma­tisch ein auf der ,Rasse‘ des Foto­gra­fier­ten be­ru­hen­der Wertungs­prozess in Gang. Mit mei­nen Bildern woll­te ich den laten­ten Rassismus sicht­bar ma­chen, mit dem Roma bei­nahe täg­lich in der Gesell­schaft kon­fron­tiert wer­den“, erklärt Déri das Konzept sei­ner Foto­reihe.

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Facts & Figures (132)

April 1st, 2016  |  Published in Facts & Figures

Nach Ras­sis­mus­vor­wür­fen war „gi­ta­no“ („Zi­geu­ner“) 2015 das zweit­meist­ge­suchte Wort des span. Stan­dard­wör­ter­buchs DRAE.

(Quelle)