Archive for Januar, 2016

Trapped by Law (Teaser)

Januar 31st, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Trapped by Law
Dokumentarfilm von Sami Mustafa

Kosovo, D 2015 / 90 Min. (romanes, alban., deutsch, engl., serb.)
Regie & Produktion: Sami Mustafa | Kamera: Sami Mustafa, Faton Mustafa, Janis Matzuch | Schnitt: Carina Mergens, Nicole Kartlüke

Mehr hier.
Die engl. Untertitel können in der unteren Bild­leiste des Video­fens­ters ak­ti­viert wer­den.

Trapped by Law von Sami Mustafa

Januar 31st, 2016  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Trapped by Law (Screenshot)Dokumentarfilm, Kosovo, D 2015 / 90 Min.
romanes, alban., deutsch, engl., serb.
Regie & Produktion: Sami Mustafa
Kamera: Sami Mustafa, Faton Mustafa, Janis Matzuch
Schnitt: Carina Mergens, Nicole Kartlüke

TRAPPED BY LAW erzählt die Geschichte von Kefaet und Selami. Die Brüder und Rap-Künstler sind in Essen als Asyl­bewerber mit stetig un­siche­rem Auf­ent­halts­status auf­ge­wach­sen. Kefaet wurde in Prizren im Kosovo ge­boren. Im Alter von vier Jahren flie­hen seine Eltern mit ihm aus dem vom Krieg ge­beu­tel­ten und ins­beson­dere für Roma gefähr­li­chen Gebiet. Selami ist in Essen ge­bo­ren und zuvor nie im Ko­so­vo ge­wesen. Im März 2010 wer­den die in­zwi­schen erwach­se­nen Brüder aus Deutschland in den Ko­sovo abgescho­ben. In ein Land, das ihnen voll­kom­men un­bekannt ist, getrennt von ihren Eltern, ihrem älte­ren Bruder und von Kefaets Kindern Djelan und Djihan, die alle wei­ter­hin in Deutsch­land le­ben.

Im Kosovo sind die smarten jungen Männer zu­nächst wie Touristen im „eige­nen“ Land unter­wegs. Sie hängen mit einem neuen Freund ab, der eben­falls aus Deutsch­land ab­ge­scho­ben wurde, unter­neh­men auch einen Kurz­trip in das Heimat­dorf ihrer Eltern. Alles ganz in­teres­sant, aber auch so fremd hier. Die Be­mü­hun­gen um eine Ausreise­geneh­mi­gung nach Deutsch­land prä­gen den Alltag – erst recht als nach den ersten Mona­ten staat­licher Hilfe aus Deutsch­land das Geld aus­geht. Arbeit ist nicht zu fin­den. Die Ver­stän­di­gung teil­weise schwie­rig. Ihre Rhymes und Texte schrei­ben sie nach wie vor auf Deutsch – in ihrer Alltags­spra­che, in der sie sich am besten aus­drücken kön­nen.

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ZORROM – Projekt für Roma

Januar 30th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
11.1.2016 | (on demand)

Michael "Zorro" Teichmann, Leiter des neuen Roma-Projektes in der Steiermark (Foto: Caritas)In Graz ist ein neues Roma-Projekt angelaufen: ZORROM-Leiter und dROMa-Redakteur Michael Teichmann im Gespräch mit Roma sam.

Das Projekt, das die Caritas der Diözese Graz Seckau schon im Novem­ber 2015 gestartet hat, trägt den Titel „ZORROM“. „ZORROM“ be­glei­tet Roma und Romnja in Arbeits- und Bildungs­fragen und will durch Qua­li­fi­zie­rung Chancen für die Integra­tion in den Arbeitsmarkt er­hö­hen. In­vol­viert in das Projekt ist auch die Vinzenz­gemeinschaft aus Graz Eggenberg. Von der Vin­zenz­ge­mein­schaft wer­den am Projekt „ZORROM“ 50 bis 60 Roma aus den neuen EU-Staa­ten Ru­mänien, Bul­garien und der Slowakei teil­nehmen. Die Tätig­keiten des Projektes gehen auch über die Stadt­grenze hinaus. So werden auch für die in der Obersteiermark le­ben­den Roma vor Ort Bera­tung und Kurse an­ge­bo­ten. Mehr über das Projekt „ZORROM“ in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

ZORROM – Projekto le Romenge

Januar 30th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
11.1.2016 | (on demand)

Zorrom: neues Roma-Projekt in GrazO Michael Teichmann ando vakeripe

O projekto, savo i Caritas la diö­cesja­tar Gereci Seckau imar ando novem­beri dujeseri taj deschu­pantsch kes­dintscha, o anav „ZORROM“ ledschel. „ZORROM“ le Romen taj Rom­njen ando but­ja­kere- taj sika­di­peskere phutscha­jip­tscha vo­di­nel taj le kva­li­fi­ci­ri­ni­pes­kere scha­ji­penca i in­tegra­cija ando but­ja­kero foro utsche­der te ke­rel kamla. Ande phand­lo ando pro­jek­to te i Vinzenz­gemein­schaft andar Gereci Eggenberg hi. Andar i Vin­zenz­ge­mein­schaft uso pro­jekto „ZORROM“ epa­schel dschi scho­var­desch Roma andar o neve EU-ja­kere vilagi Rume­nija, Bulga­rija taj Slo­va­kija use ovna. O butja le pro­jek­tos­tar te pe­dar i foros­keri grani­ca ari dschan. Afka te andi regi­jona le uprutne Schtackos­tar, le odoj dschiv­de Ro­men­ge, bero­ti­nipe taj kurstscha dela. Bute­der pedar o pro­jek­to „ZOR­ROM“, schu­­nen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

TC Roma: Der Einfluss der Geschichte

Januar 30th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

IG Kultur

TC Roma: Der Einfluss der Geschichte auf das all­täg­li­che Le­ben von Ro­ma-Frau­en in der Ge­gen­wart


Bewegungsmelder Kultur | Orange 94.0, 22.11.2015
Redakteur: Patrick Kwaśniewski

TC Roma steht für „Today’s Challenges for Roma Women influenced by historical Development“. Der Diskurs um die Rolle der Frau aus der Roma- und Sinti-Com­mu­nity in der euro­päi­schen Gesell­schaft hat ver­schie­dene Aspek­te. Die Situa­tion unter­schei­det sich in den euro­päi­schen Län­dern und eben­so ihre histo­ri­sche Grund­lage, gleich­zeitig gibt es auch Ein­flüsse aus einem gemein­sa­men euro­päi­schen Erbe. Das Pro­jekt ver­sucht diese Fragen auf­zu­neh­men und ihre Auf­berei­tung in die Initia­tion eines Netz­werkes münden zu lassen, dass die Hand­lungs­macht der Betrof­fe­nen in Gegen­wart und Zu­kunft stär­ken soll.

Was hat Geschichte mit meinem Leben zu tun? Wie be­ein­flus­sen poli­tische Struk­turen meine per­sön­lichen Chancen? Was sind gemein­same Werte in der EU und wo fin­den Roma und Sinti ihren Platz?

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Muguli o mulo Auschwitzatar daral

Januar 29th, 2016  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

"Sie kamen nie wieder", Ceija Stojka (Foto: Horst Horvath)Ceija Stojka: Artschijipeskero pradi­pe an­do Pra­di­mo Kher Erba an­do 4. feberi 2016, 19:00 oren­ge.

O artschijipe pativ del le barikane verkenge la kinstler­ki­ja­tar Ceija Stojka, savi dschi use lake­ro muli­pe ando je­neri 2013 gejng o pobis­te­ripe le geno­ci­distar le Ro­men­ge taj Sinti­jenge taj gejng i diskri­mi­na­cija pe ande be­schar­tscha.

I Ceija Stojka 1933 ojs jek le schov tschavendar jeka Lovara fami­li­jatar ando Schtacko upro them ali. Telal o NS-re­schim, na dur angle lakero desch­to bersch, kada upro them ali, ando loge­ri Auschwitz ledschim li uli, akor ando lo­geri Ravensbrück taj pa­loda Bergen-Belsen, kaj oj pra daja­ha taj pra phe­njaha retim uli. Ando masch­ka­ripe le 80te berschen­dar i Ceija Stojka khetan pre phra­leha ojs erschti dsche­ne andi Austrija, o na phu­kajipe pedar o tra­dipe le Romen­dar taj Sinti­jen­dar ando nacijo­nal­soci­ja­lis­mus taj i diskri­mi­na­cija andi dujti republika, phagle. Oj le ter­dschivde ko­jenge alava taj te feschti­ni­pes­kere ardschu­mi­pes­kere koji lakla. I kinstler­kija lakeri bibas­tali cajt, savi oj ter­dschiv­tscha, ande feschtime kipi fa­butscha­lin­tscha, save ham mindig meg o bibas­talo tra­dipe sikan.

Ande vodinipeskere alava: Erich Schneller
Pradipe: BR Inge Posch-Gruska

Pradimo Kher Erba (OHO), Lisztgasse 12, 7400 Erba. Pradipeskere cajtscha: he. – parasch. 8:00 – 14:00 orenge vaj pal harangoskero arkeripe telal 03352/38555 OHO. Link: http://www.vhs-roma.eu

(volksgruppen.orf.at)

Senkrechtstarter Norbert Balogh

Januar 28th, 2016  |  Published in Sport

Senkrechtstarter Norbert Balogh, die neue Nr. 22 in Palermo (Foto: US Palermo)Ungarns bestbezahlter Fußballer ist ein Rom: Norbert Balogh wurde von US Palermo unter Vertrag ge­nom­men und wechselt von seinem unga­ri­schen Heimat­verein VSC Debrecen nach Italien. Der italienische Serie-A-Verein hat für Balogh eine Ablöse­summe von 2,2 Millionen sprin­gen lassen. Der 19-Jährige hat sich für vier­einhalb Jahre ver­pflich­tet – und wird dafür die stolze Summe von ins­gesamt 2,8 Millio­nen einstreichen. Norbert Balogh hat die Fußball­aka­de­mie in Debrecen ab­sol­viert und begann seine Lauf­bahn in Hajdúböszörmény. Er zählt auch zum Stamm­kader des ungarischen U21-Nationalteams. Über seine Herkunft erzählte Balogh in einem Inter­view einmal selbst (zit. n. Romea.cz):

Ich bin in einer Roma-Siedlung in Hajdúböszörményi aufgewachsen. Meine Eltern hatten sehr wenig Geld und es kam mehr als einmal vor, dass wir ohne Abendessen ins Bett mussten. Diese Armut hat mir viel Kummer bereitet und ich habe mich geschämt, weil die anderen Kinder in der Schule modische Schuhe trugen, während ich nur welche aus dem Secondhandladen hatte. Ich kann mich erinnern, wie betrübt ich einmal wegen einer Markenschuhe-Reklame war, in der David Beckham zu sehen war, weil es mir damals ganz klar war, dass so etwas für mich nicht in Frage kam. Wenn ich daran zurückdenke, bin ich für meine Kindheit, natürlich, auch dankbar: Sie hat mir beigebracht, das, was ich habe, umso mehr zu schätzen. Selbst wenn meine Erfolge weiter andauern, selbst wenn ich nie wieder finanzielle Entbehrungen erdulden muss, werde ich nie vergessen, woher ich komme. Ich pflege noch immer meine Freundschaften und Beziehungen mit den Leuten aus der Siedlung und ich möchte, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Read the rest of this entry »

RomArchive: Ein Projekt sucht sein Logo

Januar 28th, 2016  |  Published in Einrichtungen

RomArchiveDas 2015 angelaufene RomArchive sucht noch sein Logo – oder genauer: das Key Visual. Die Ent­würfe sol­len den Cha­rak­ter als „pan­euro­päi­sche Kultur­projekt“ er­ken­nen las­sen und alle drei Unter­titel in­tegrie­ren:

RomArchive – Digital Archive of the Roma
Digitales Archiv der Sinti und Roma
Romano Digitalno Archivo

Das RomArchive bittet um die Einsendung von maxi­mal zwei Entwürfen (per Email an keyvisual@romarchive.eu). Aller­dings drängt be­reits die Zeit: Die Frist für die Ein­rei­chung von Bei­trä­gen läuft nur noch bis 31. Jänner 2016. Die Ent­schei­dung über den Sieger­ent­wurf trifft der RomArchive-Bei­rat am 15. Febru­ar 2016 auf Basis der ein­ge­reich­ten Ent­würfe. Von einer Prä­sen­ta­tion wird ab­ge­sehen. Der Sie­ger/Die Sie­ge­rin wird nach der Ent­schei­dung des Beirats be­auf­tragt und er­hält einen Ver­trag mit finan­ziel­ler Ver­gütung (die bloße Teil­nah­me wird nicht ver­gütet). An­sprech­part­ner ist Armin Ulm: +49/(0)30/69598034 oder +49/(0)30/61201673.

Die Ausschreibung im vollen Wortlaut (und inklusive Projekt­vor­stel­lung) finden Sie hier. Im Folgen­den einige Aus­füh­run­gen über die grafi­schen Vor­gaben:

Zu den Anders als in „hegemonialen“ Archiven, in denen Sinti und Roma meist ausschließlich stereotyp dargestellt werden, steht bei RomArchive ihre Selbstrepräsentation im Mittelpunkt: Es entstehen Erzählungen, die gerade auch die Heterogenität ihrer unterschiedlichen nationalen und kulturellen Identitäten widerspiegeln; der Reichtum einer jahrhundertealten und bis in die Gegenwart überaus lebendigen wie vielseitigen künstlerischen und kulturellen Produktion, die eng mit der europäischen verwoben ist, wird öffentlich sichtbar und zugänglich. Auf diese Weise will das Projekt auch den hartnäckig bestehenden Vorurteilen und Fremdbildern entgegentreten. Somit richtet sich RomArchive nicht nur an Europas größte Minderheit, sondern auch an Europas Mehrheitsgesellschaften.

Die Herausforderung bei der Entwicklung des grafischen Konzepts besteht also darin, gängige Stereotypen und Klischees nicht zu reproduzieren und nicht folkloristisch zu werden. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Wort-Bild-Marke. Bitte verwenden Sie keine Räder, Wohnwagen oder ähnliche Klischees, auch nicht um sie ironisch zu brechen. Read the rest of this entry »

Forschinipe usi muschika

Januar 25th, 2016  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
4.1.2016 | (on demand)

ursula_hemetek_und_ruza_nikolic-lakatosI Ursula Hemetek muschikakeri visen­schoft upro instituto la muschika­kera visen­schofta­tar upri univer­siteta Betschi schtu­die­rintscha, kaj oj 1987 promo­virintscha. Ando glajchi bersch, le Walter Deutschistar ojs projektos­keri butscha­schi­kija upro instituto le flogos­kere muschi­ka­kere for­schi­nipeske akardi li uli. 2001 lakeri habi­lita­ci­jona andi etno muschi­ka­keri logija upri uni­ver­si­teta Betschi usi muschika le etni­schi taj religi­jona­kere tschu­li­pen­dar andi Austrija uschti­dija.

La Hemetekakero centrali forschinipeskero than i muschika le tschuli­pen­dar hi. Oj igen sora­le le terdscho­ji­peske la fochis­kera riktscha­tar ando inter­na­cijo­nali etno muschi­ka­kero diskurs, ande pe beschar­tscha. I Ursula He­me­tek usi muschi­ka le tschu­lipen­dar andi Austrija forschi­nen, butvar i mu­schika le Romendar, le bur­gen­landi­tike horvacken­dar taj le bosni­ti­ken­dar ande Betschi. Ada dikipe te ande pri sikli­pes­keri buti ande bescha­rel. Oj o tschu­lipen­gero phari­pes­kero gendo upro insti­tuto le flogos­kere muschi­kakere forschi­ni­pestar taj la etno muschi­kakera logi­jatar kertscha taj upre bu­teder austri­tike uni­ver­si­tetscha use lakeri tema, sikal. Read the rest of this entry »

Forschung zur Musik von Minderheiten

Januar 25th, 2016  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
4.1.2016 | (on demand)

Ursula Hemetek, 2014 (Foto: Stocicev/Wikipedia, CC BY-SA 3.0)Ursula Hemetek studierte vergleichende Musikwissenschaft am Institut für Musik­wissen­schaft an der Universität Wien, wo sie 1987 pro­mo­vierte. Im selben Jahr wurde sie von Walter Deutsch als Projekt­mit­arbei­terin ans Institut für Volks­musik­for­schung ge­holt. 2001 er­folg­te ihre Habi­li­ta­tion in Ethno­musiko­logie an der Uni­ver­si­tät Wien zur Musik der ethni­schen und religiö­sen Minder­heiten in Österreich.

Hemeteks zentrales Forschungsgebiet ist die Musik von Minder­heiten. Sie ist maß­geb­lich an der Etablie­rung der Fach­rich­tung im inter­natio­na­len ethno­musiko­lo­gi­schen Diskurs betei­ligt. Ursula He­me­tek forscht zur Musik von Min­der­heiten in Österreich, ins­be­son­dere der Roma, der burgen­län­di­schen Kroaten und der Bosnier in Wien. Diesen Fokus setzt sie auch in ihrer Lehr­tätig­keit. Sie schuf den Min­der­heiten­schwer­punkt am Institut für Volks­musik­for­schung und Ethno­musi­ko­logie und unter­rich­tet an meh­re­ren öster­rei­chi­schen Uni­ver­si­tä­ten zu ihrem Thema. Seit 2011 ist Ursula Hemetek Leiterin des Instituts für Volks­musik­for­schung und Ethno­musi­ko­lo­gie an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­lende Kunst Wien. Sie gibt uns Ein­blicke in die Schwer­punkte ihrer For­schungs­tätig­keit. Mehr darü­ber in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Facts & Figures (127)

Januar 25th, 2016  |  Published in Facts & Figures

2011 wollten 28% der Deut­schen Sin­ti und Ro­ma aus den In­nen­städ­ten ver­ban­nen, 2014 wa­ren es be­reits 48%.

(Quelle)

I OSZE taj lakere butja

Januar 23rd, 2016  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
28.12.2015 | (on demand)

OSZEDie OSZE und ihre Aufgaben

I politologkija Mirjam Karoly, dscheno le flogos­kere grupna­kere bajro­tistar le Ro­menge taj Sinti­jenge andi Austri­ja taj o schero le kon­taktos­kere thanistar le Romen­gere- taj Sinti­jengere-phutscha­ji­pendar uso OSZE birov­tschago le demokra­ti­schi insti­tuci­jonen­dar taj manu­schen­gere tschatschi­pen­dar, and diki­pe ando butje la OSZE-jatar, del. O OSZE-schtotscha 2003 jek akcijona­kero plan le Ro­men­ge taj Sinti­jenge ando thana sika­dipe, buti, dschi­vipe taj sasti­pe ari dine. Bari­kano diki­pe adaj upro pal dschu­mi­nipe la diskri­mi­naci­ja­tar taj upro glajchi schajipe le Romen­gere dschuv­lenge, ker­do ulo. O akci­jona­kero plan te i basis la Deka­dake la Romen­gera inklu­si­jona­tar 2005-2015 taj te la ando bersch 2011 aun lima EU-jakera stra­te­gi­jake le naci­jo­nali integra­ci­ja­kere stra­te­gi­jenge le Romen­ge andi Europa, sina. Kekaj adala poli­tischi arphe­nip­tscha del, ando lejcti desch berscha tschulo pe irintscha andi dschi­vipes­keri reja­li­teta le Romen­dar taj Sinti­jen­dar. Meg mindig o Roma andi Europa ando tscho­ripe dschin, but ande na saste situa­ciji, but­var ande bibas­tale thana, le avre manu­schen­dar tel tschinde taj oni aun phand­li­pe usi pra­dimi infra­struk­tura. Use al meg i diskri­mi­naci­ja taj o rasis­mus vid­schik andi Euro­pa, obste ando vila­go bute­der vaj tschu­le­der Roma dschin. (volksgruppen.orf.at)

Die Politologin Mirjam Karoly, Mit­glied des Volks­grup­pen­beirats für Roma und Sinti in Öster­reich und Lei­terin der Kontakt­stelle für Roma- und Sinti-Fra­gen beim OSZE-Büro für de­mokra­ti­sche Institu­tio­nen und Men­schen­rechte (BDIMR), gibt Einblick in die Auf­gaben der OSZE.

Die OSZE-Mitgliedstaaten haben 2003 einen Ak­tions­plan für Roma und Sinti mit konkre­ten Empfeh­lun­gen in den Berei­chen Bildung, Arbeit, Wohnen und Gesundheit be­schlos­sen. Beson­de­res Augen­merk wurde dabei sowohl auf die Be­kämpfung von Diskri­mi­nie­rung als auch auf die Chancen­gleich­heit für Roma-Frauen ge­legt. Read the rest of this entry »

„Roma Invasion“ & die Hassposter

Januar 19th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Im Spätsommer 2012 fuhren rund 30 Roma-Jugendliche aus den Frei­bur­ger Flüchtlings­wohn­heimen für eine Woche auf die Nord­see­insel Wangerooge (Deutschland), or­ga­ni­siert wurde das Sommer­camp vom „Roma Büro Freiburg“. Dabei ent­stand der Kurzfilm „Roma Invasion“, eine fil­mi­sche Zu­sam­men­fas­sung der Aktivi­tä­ten, in der viele der Jugend­li­chen selbst zu Wort kommen. Der Film wurde 53.000 mal ange­klickt und mit eini­gen hundert Postings ver­sehen. Die meis­ten Kom­men­tare kann man leider unter „Hate Speech“ sub­sumie­ren: von „Vergasen“ bis „in die Autopresse“ war die Rede. Die Fülle und Aggres­sivi­tät dieser rassis­ti­schen Kom­men­tare könnte einem wahrlich die Sprache ver­schlagen, doch das „Roma Büro Freiburg“ rea­gier­te offen­siv auf das Phäno­men und orga­ni­sierte gemein­sam mit dem Stadt­jugend­ring einen Themen­abend zur Frage „Was tun gegen Hate Speech?“. Bei der Ver­anstal­tung im Frei­burger Haus der Jugend wurde der Kurz­film gezeigt und aus­ge­wählte Kommentare in einer szenischen Lesung von Roma-Ju­gend­li­chen vor­getra­gen. Das freie Radio Dreyeckland sprach mit Tomas Wald vom „Roma Büro“ über die Ver­anstal­tung und Gewalt gegen Roma (einen weite­ren Radio­beitrag fin­den Sie hier).

(dROMa)

Deutschland: Abschiebung in die Fremde

Januar 17th, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Abgeschoben: Gzim (15) und Ramis Berisha (12) (Foto: Amaro Drom)Nachdem die Balkan-Länder zu »sicheren Herkunftsstaaten« erklärt worden sind, werden nun massenhaft Roma dorthin abgeschoben. Viele Jüngere kennen die Länder nicht einmal, weil sie in Deutschland geboren wurden. Auf dem Balkan droht ihnen Diskriminierung.

Peter Nowak/Jungle-World: Bis Mitte Dezember führten Gzim und Ramiz Berisha (Aufruf von Amaro Drom) das Leben ganz normaler Teenager in Hannover. Sie gingen zur Schule und engagierten sich in der Freizeit in der Roma-Selbstorganisation »Amaro Drom«. Doch der 16. Dezember sollte ihr Leben grundlegend ändern. In den frühen Morgenstunden wurden die 13- und 15jährigen Schüler mit ihren Familien abgeschoben. Es waren zwei von insgesamt 125 Menschen, die allein an diesem Tag aus Niedersachsen zwangsweise in die Balkanländer deportiert wurden. Darunter waren viele Kinder und Jugendliche, die in Deutschland geboren wurden. Sie haben von Anfang an die deutsche Sprache gelernt und erfüllten damit die Voraussetzung, die hierzulande von Politik und Öffentlichkeit an eine gelungene Integration gestellt wird. (…)

Dass die Berishas jetzt in ein ihnen völlig fremdes Land deportiert wurden, ist die Folge einer Regelung, die vor einigen Monaten für eine kurze Zeit für Debatten sorgte. Damals wurden die Balkan-Länder Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien, Kosovo, Albanien und Mazedonien zu »sicheren Herkunftsländern« erklärt. Bei den Grünen gab es deswegen einige innerparteiliche Auseinandersetzungen. Die Parteibasis war wohl mehrheitlich dagegen, weil bekannt ist, dass in diesen Ländern Roma noch immer auf verschiedenen Ebenen diskriminiert werden. Doch im Bundesrat stimmte der grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann, für diese Regelung. Bei ihrer Klausur im neuen Jahr haben sich die Grünen dafür nachträglich selbst gerühmt. (…) Allein in drei fränkischen Regierungsbezirken Bayerns erhielten nach Angaben des Bayerischen Flüchtlingsrates Ende November 800 Geflüchtete vom Balkan die Aufforderung, sich in einer Kaserne in Bamberg einzufinden, von wo sie abgeschoben wurden. Auch ein junger Mann, der als Epileptiker auf ärztliche Versorgung angewiesen ist, war davon betroffen. In Nordrhein-Westfalen sitzt der Rapper Hikmet Prizreni alias Prince-H seit Oktober in Abschiebehaft. (…)

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„Zigeuner“-Bilder in Kinder- und Jugendmedien

Januar 14th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Buchcover von "Mond Mond Mond"„Denn sie rauben sehr geschwind jedes böse Gassenkind …“

Tagung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (GEW) und der Universität Bielefeld in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sowie der Gesellschaft für Anti­zi­ganis­mus­forschung.

3. und 4. März 2016 im Dokuz Sinti und Roma (Berlin)
Aufbau Haus, Prinzenstr. 84 (Aufgang 2, 3. OG), 10969 Berlin

Von Arpad bis Zigeunerfrieda: „Zigeuner“-Figuren und „Zigeuner“-Bilder bevölkern die Kinder- und Jugendliteratur seit ihren Anfängen und sind in all ihren Gattungen vertreten. Zum festen Personal gehören sie in Märchen, ebenso sind sie in kinderliterarischen Klassikern beheimatet: Man denke an Ottilie Wildermuths Das braune Lenchen (1872), Alex Weddings Ede und Unku (1931) oder Kurt Helds Die rote Zora (1941). Auch nach 1945 existieren „Zigeuner“-Kinder in vielen Werken. Sei es in Ursula Wölfels Mond, Mond, Mond (1962) oder in unterhaltungsliterarischen Romanen wie Enid Blytons Fünf Freunde-Reihe. „Zigeuner“-Bilder findet man auch in illustrierten Büchern und Comics, in aktuellen kinder- und jugendliterarischen Romanen, wie denen von Kevin Brooks, oder in autobiographischen Texten von Zeitzeugen, die Anja Tuckermann aufgezeichnet hat. – Die Tagung „Denn sie rau­ben sehr geschwind jedes böses Gassen­kind“ greift mit ihrem Titel ein Zitat aus „Die Zigeuner­frieda“ von Georg Dennler (1910) aus die­sem Text­fun­dus auf.

Im Bereich der Literatur- und Gesellschafts­wissen­schaften er­schien in den ver­gan­ge­nen Jahren eine Reihe wichtiger Ver­öf­fent­li­chun­gen, die der Ge­schichte dieser Konstruk­tio­nen und Stereo­typen­bil­dung, den Aus­wüch­sen der Vor­urteile und anti­zi­ga­nis­ti­schen Ten­den­zen nach­gingen. Read the rest of this entry »

Fact & Figures (126)

Januar 12th, 2016  |  Published in Facts & Figures

2015: Bei 3 von 4 (74,5%) po­li­zei­li­chen Zwangs­räu­mun­gen von Ro­ma-Camps in Frank­reich wur­den keine Not­un­ter­künf­te an­ge­bo­ten.

(Quelle)

Tschavengere kenvi ande 4 tschibtscha

Januar 10th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

BAKIPKeden, ando 15to decemberi 2015, andi sikli­pes­keri tscha­ven­geri bar la BAKIP-atar Erba, o duj schtar tschib­tschen­gere kenvi „Ko pomo­schi­nel le mankuschiske?“ taj „Dsch­nes tu, kaj mro khe­ripe hi?“ angle terdschar­de ule. O duj kenvi ando arto isch­ko­la­kero bersch le dajen­gere taj daden­gere faraj­nistar ari dim ule taj akan andi BAKIP te usch­tidel hi le. Khetan ter­dscharde ule o duj kenvi le isch­kol­schki­jen­dar taj isch­ko­laschen­dar ando sik­lipe „Seminar Bild­ne­rische Er­zie­hung, Werk­er­zie­hung taj Texti­les Gestal­ten“ telal i mesch­terkija, Gisela Kramer. Ando hor­vacko taj ungriko siklipe o prik bescha­ripe le nimtschke tekstis­tar la Iris Zsótéraha upre butscha­lim ulo. O but­schasch­tscha andar o Roma-Service, o Emmerich Gärtner-Horvath taj o Josef Schmidt, o kenvi ando Burgenland-Roman prik bescharde. O duj kenvi, ischkolaschkijendar andar o 5te klastscha taj jeke butscha­schis­tar andar o Roma-Service, andi sikli­pes­keri tscha­ven­geri bar la BAKIP-atar, pre­sen­tirim ule. I kenva „Ko pomo­schinel le man­ku­schiske?“ andi nimtschki taj ungriki taj andi nimtschki taj bur­gen­lan­di­tiki-ro­mani tschib, le tscha­venge angle gendi uli. Read the rest of this entry »

Kinderbücher in vier Sprachen

Januar 9th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

Emmerich Gärtner-Horvath liest vor: Buchpräsentation auf Romani und Deutsch (Foto: BAKIP)An der BAKIP Oberwart wurden zwei neue Kinderbücher prä­sen­tiert. Für den Romani-Teil ver­ant­wort­lich war un­ser Verein Roma-Service.

Im Dezember wurden im Übungskindergarten der BAKIP Oberwart die bei­den vier­spra­chi­gen Kinder­bücher „Wer hilft dem Eichhörnchen?“ und „Weißt du, wo ich zuhause bin?“ vor­ge­stellt. Diese beiden Bücher wurden im letz­ten Schul­jahr durch den Elternverein heraus­ge­ge­ben und sind nun in der BAKIP er­hält­lich. Zusam­men­gestellt wur­den sie von Schülerin­nen und Schü­lern im Unter­richts­gegenstand Seminar Bild­ne­rische Erziehung, Werk­erzie­hung und Textiles Gestalten unter der Lei­tung von Gisela Kramer. In den Unter­richts­gegen­ständen Kroatisch und Ungarisch wurde die Über­setzung des deut­schen Textes mit Iris Zsótér erarbeitet. Die Mit­arbeiter des Roma-Service, Emmerich Gärtner-Horvath und Josef Schmidt, über­setz­ten die Bücher ins Roman (Bur­gen­land-Romani). Bei den Buch­vorstel­lungen wurden die beiden Werke von Schü­lerinnen der 5. Klassen und einem Mit­arbeiter des Roma-Service im Übungs­kinder­garten der Bil­dungs­anstalt für Kinder­garten­päda­gogik präsentiert. Das Buch „Wer hilft dem Eich­hörn­chen?“ wurde den Kin­dern in Deutsch und Ungarisch und in Deutsch und Burgen­land-Romani dar­ge­bo­ten. Read the rest of this entry »

Massenabschiebung in Deutschland

Januar 4th, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Kurz vor Weihnachten wurden 125 Flücht­lin­ge ohne An­kün­di­gung aus Nie­der­sach­sen ab­ge­scho­ben – darun­ter zahl­rei­che Kin­der und lang­jäh­rig ge­dul­de­te Flücht­linge. Eine Stellung­nahme des Flüchtlings­rats Nieder­sach­sen:

125 Flüchtlinge wurden eine Woche vor Weihnach­ten ohne vor­he­rige An­kün­di­gung in Nieder­sachsen fest­genommen und in den Kosovo abge­schoben. Eine solche Massen­abschie­bung ist von der Landes­regie­rung mehr­fach an­ge­kün­digt wor­den. Für Über­ra­schung und Empö­rung sorgt aller­dings die Tat­sache, dass sich unter den Betrof­fe­nen viele lang­jährig geduldete Flücht­linge befan­den – also sol­che Flüchtlinge, denen der Innen­minister Pistorius mehr­fach und aus­drück­lich eine vor­sich­tige und mensch­liche Praxis ver­spro­chen hat.

Der hier verlinkte Bericht der Hannoverschen Zeitung spricht für sich: Betrof­fen wa­ren auch Kinder und Jugendliche, die bereits jahr­zehnte­lang in Niedersachsen leb­ten oder zur Schule gingen, und die den Kosovo nur aus den Berich­ten ihrer Eltern kennen. Der Flüchtlings­rat hat diese Massen­abschie­bung scharf kri­ti­siert: Eine Landesregierung, die vor einem Jahr noch öffent­lich er­klärt hat, mehr Mensch­lich­keit in der Aus­länder- und Flüchtlings­politik an den Tag zu legen, hat mit Flücht­lin­gen anders um­zu­gehen. Auch wenn eine Ankün­di­gung des Abschiebungs­termins in­zwi­schen gesetz­lich unter­sagt ist, hätte die Mög­lich­keit be­stan­den, in ent­spre­chen­den Fällen zumin­dest eine Einzelfall­prüfung vor­zu­nehmen, und den Flücht­lingen (wenn über­haupt) vor­her und ohne Termin­ansage anzu­kün­digen, dass eine Abschie­bung dem­nächst ein­ge­leitet wird, um ihnen so die Möglich­keit ein­zu­räumen, sich vor­zu­berei­ten oder ggfs. recht­liche Schritte zur Über­prüfung der Abschie­bun­gen ein­zu­leiten. Nach Auf­fas­sung des Flücht­lings­rats Nieder­sachsen ver­bietet es sich grund­sätzlich, Flüchtlings­kinder ab­zu­schie­ben, die hier bei uns auf­ge­wachsen sind und den Kosovo nur vom Hören­sagen kennen.

Viele der betroffenen Kinder und Jugendlichen sind in unserer Gesellschaft groß geworden. Sie sind deutsch sozialisiert und sprechen kein Albanisch. Es erscheint überaus frag­würdig, ihnen ein Aufent­halts­recht mit der Begrün­dung zu ver­wei­gern, sie hät­ten eini­ge Tage un­ent­schul­digt in der Schule gefehlt, wie dies kürz­lich das Ver­waltungs­gericht Göttingen ent­schie­den hat. Read the rest of this entry »