Archive for November, 2014
November 30th, 2014 |
Published in
Einrichtungen, Jugend & Bildung
Ischkolakere kontejnertscha la serbitika Romengera sidlungake „Bangladeš“
Pal but kurkeskere butja taj but dombi upro drom ande Novi Sad o verdi le schtar bare kontejnerenca latsche aun ale. O kontejnertscha, la firmatar TEERAG-ASDAG, la telutni austrijakera schpedicijonatar LTS-Neuninger Logistik ande Novi Sad ladim ule. La Flogoskera Utscha Ischkolake le Burgenlanditike Romendar (website) o but berschengero pajtaschi Thomas Eckert o ladipe vodintscha taj dokumentirintscha.
Erschti kontaktscha uso serbitike Romengere fatretertscha ando keripe jeka schtudijakera roasatar 2012 phandle ule. Ande oja cajt o schero la Romengera VHSatar Horst Horvath avre dschenenca i Romengeri sidlung „Bangladeš“ ande Novi Sad kher rodine. Na dur paloda jek fatreteri jeke serbitike schtudentengere khetanipestar vasch pomoschago uso prik berscharipe jek siklipeskere projektistar le tschavenge andar „Bangladeš“ mangla. O financijeli koji le schtudentengera taj meschterengera butjake imar la Pestzalozzi-schtiftungatar use phende sina. Ham ando tikne khera la sidlungatar thana falinahi, kaj siklim schaj ol. Afka o gondo barvado ulo, o atscha pal kontejnertscha upre te likerel.
Read the rest of this entry »
November 30th, 2014 |
Published in
Einrichtungen, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Wohnprojekt für „Menschen ohne Heimat“ in Tirol
ORF2 – Orientierung: 30.11.2014, 12:30 Uhr
Bericht: Brigitte Wojta, Länge: 7.41 Minuten
(on demand)
Roma aus der Ostslowakei, die nach Innsbruck kommen, um dort ein paar Wochen lang mit dem Verkauf einer Stadtzeitung ein wenig Geld zu verdienen, um ihre notleidenden Familien zu Hause unterstützen zu können – das war der Ausgangspunkt der Gründung des Wohnprojekts Waldhüttl in Innsbruck vor zwei Jahren. Das Ziel: Diesen Menschen während der Zeit ihres Aufenthalts in Österreich ein Obdach zu geben (wir berichteten: Das Wohnprojekt „Waldhüttl“ in Tirol). Als „Beispiel gelebter Nächstenliebe“ gilt das Waldhüttl heute – und als Modell einer gelungenen Kooperation des Stiftes Wilten, der Tiroler Vinzenzgemeinschaften und – quasi als „ideeller Geburtshelfer“ – des Sozialworts 10+ des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich. Eng verknüpft mit der „Erfolgsgeschichte Waldhüttl“ ist mittlerweile auch der Name des Gründers der Initiative: Josef „Jussuf“ Windischer, Pax-Christi-Generalsekretär, der dieser Tage von den Ordensgemeinschaften Österreich für sein vorbildhaftes Engagement mit dem „Preis der Orden“ geehrt worden ist.
(Text: ORF Programminformation)
November 30th, 2014 |
Published in
Einrichtungen, Jugend & Bildung
Hilfe der VHS Roma für das serbische Roma-Viertel „Bangladeš“
volksgruppen.orf.at: Nach wochenlangen Vorbereitungen und etlichen Hürden auf dem Weg nach Novi Sad ist der Transport mit vier großen Containern sicher an seinem Bestimmungsort angekommen. Die Container, gespendet von der Firma TEERAG-ASDAG, wurden von der niederösterreichischen Spedition LTS-Neuninger Logistik nach Novi Sad geliefert. Für die Volkshochschule der Burgenländischen Roma (Website) hat der langjährige Mitstreiter Thomas Eckert die Überstellung begleitet und dokumentiert.
Erste Kontakte zu serbischen Roma-Vertretern wurden im Rahmen einer Studienreise 2012 geknüpft. Damals besuchte die vom Geschäftsführer der Burgenländischen Volkshochschule Horst Horvath angeführte Reisegruppe auch die am Stadtrand von Novi Sad gelegene Romasiedlung „Bangladeš“. Bald danach meldete sich ein Vertreter einer serbischen Studentenvereinigung und ersuchte um Hilfe bei der Realisierung eines Bildungsprojekts für die Kinder von „Banglades“. Die finanziellen Mittel für die Arbeit von Studenten und Lehrern waren bereits von der Pestalozzi-Stiftung gesichert. In den durchwegs winzigen Häusern der Siedlung fehlten jedoch Räume zum Lernen. So entstand die Idee, nach gebrauchten Containern Ausschau zu halten.
Read the rest of this entry »
November 30th, 2014 |
Published in
Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Deutschland: Gericht zweifelt an Asylrechtsreform
Der Beschluss des Verwaltungsgericht Münster, die Abschiebung einer serbischen Roma-Familie zu stoppen, könnte die umstrittene deutsche Asylrechtsreform kippen. Das Gericht, das dem Eilantrag der asylsuchenden Familie stattgab, bezweifelt in seiner Begründung die von der deutschen Bundesregierung gerade erst verfügte Einstufung Serbiens, Mazedoniens und Bosnien-Herzegowinas als „sicheres Herkunftsland“. Ob das neue Gesetz dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt werden soll, werde sich im Hauptverfahren klären. n-tv schreibt dazu:
Weil die klagende Familie zur Volksgruppe der Roma gehört, bestehen dem VG zufolge „ernstliche Zweifel” an der Einschätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, dass der Familie nach ihrer Abschiebung in Serbien “keine relevanten Nachteile” drohen. Das Gericht bezweifelt zudem, dass das Gesetz zu den sicheren Herkunftsländern mit Blick auf die Roma rechtens ist: Bei der Bestimmung eines Staates zum sicheren Herkunftsstaat müsse der Gesetzgeber ein Gesamturteil über die für politische Verfolgung bedeutsamen Verhältnisse in dem jeweiligen Staat bilden. (…) Dem sei der Gesetzgeber aber mit Blick auf serbische Roma und den für sie negativen serbischen Ausreisebestimmungen womöglich nicht ausreichend nachgekommen.
Das Gericht verweist darüber hinaus darauf, dass das Gesetz die bisherige Entscheidungspraxis der Verwaltungsgerichte ignoriere, die der Kategorisierung als „sicheres Herkunftsland“ klar widerspreche: Sowohl das Verwaltungsgericht Stuttgart als auch das Verwaltungsgericht Münster hätten in einer Vielzahl von Fällen den Eilklagen von Asylsuchenden stattgegeben. Read the rest of this entry »
November 28th, 2014 |
Published in
Religion
Papst Franziskus plant eine Begegnung mit einer Gruppe von Roma: Bei dem für 14. Dezember angekündigten Besuch der Pfarre San Giuseppe all-Aurelio am östlichen Stadtrand von Rom wird er mit Angehörigen der Roma-Minderheit zusammentreffen, die von der Gemeinde betreut werden. Bereits im April hatte Franziskus einer anderen Pfarre am Stadtrand einen Besuch abgestattet.
Tausende Roma leben in Container-Siedlungen und Behelfsunterkünften an der Peripherie. Wie Anfang November bekannt wurde, hat die EU-Kommission Italien ein Vertragsverletzungsverfahren wegen der (über Jahre auf Grundlage des sogenannten „Nomaden-Plans“ betriebenen) Politik der Segregation der Roma-Bevölkerung angedroht. Die italienische Regierung wurde aufgefordert, der EU-Kommission weitere Informationen über die aktuelle Wohnsituation der Roma in Italien, insbesondere auch in Rom, zu übermitteln.
(dROMa)
November 26th, 2014 |
Published in
Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma sam
Radijo Burgenland: 17.11.2014 (on demand)
O anticiganismus le rasismus gejng o ojs „Zigeuner“ identificirime avre dschene akarel, butvar Roma taj Sinti. Anticiganistischi sterejotiptscha bulhe taj butvar te igen phure hi. Adi o sterejotiptscha ande but sako diveseskere debatscha, pasche i foroskeri politik, vasch socijali tschatschiptscha taj buteder avre koji, te lakel hi. O anticiganismus butvar na ojs rasistischi konstrukcijona prindschardo ol, but mansucha patschan, hot valaso pedar o Roma taj o Sinti taj lengero dschivipe, dschanen.
So hi anticiganismus taj so schaj gejng oda keras?
Adale phutschajipeha jek workshop la Selena Sikadipeskera Verkschtotatar andi khetani buti le Farajniha Karika andar i Erba taj trenerkijenca andar o Romano Centro andar Betschi ando Kher la Flogoskera Kulturatar andi Uprutni Schica, tel likerdo ulo. Ada workshop sensibilisirinel le anticiganistischi sterejotiptscheng taj sikal, sar odola virkinen taj sar on dekonstruktivi schaj on. Pedar oda ari, dschanipe usi historija le Romendar taj Sintijendar taj pedar lengere dschivipeskere situacija andi Austrija, prik dim ulo.
Goblina: Gondolipeskero bar le Romenge
„Andi cajt le nacijonalsocijalismusistar but eseri Roma murdarde ule. Cile sidlungtscha putrim ule. Afka te oja Goblinate“, phenel o historikeri Gerhard Baumgartner. „Meg ando 1940te berscha valami 120 Roma andi sidlung dschivnahi. But adale manuschendar ando domboskero bauninipe butschalinahi“, afka o Baumgartner bajder. Read the rest of this entry »
November 23rd, 2014 |
Published in
Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma sam
Radio Burgenland: 17.11.2014 (on demand)
Antiziganismus bezeichnet Rassismus gegen als „Zigeuner“ fremdidentifizierte Personen, insbesondere Roma und Sinti. Antiziganistische Stereotype sind weit verbreitet und teilweise sehr alt. Heute durchziehen Stereotype viele tagespolitische Debatten, rund um Stadtpolitik, soziale Rechte und mehr. Antiziganismus wird häufig nicht als rassistische Konstruktion erkannt, viele Menschen glauben, etwas über Roma und Sinti und deren Lebensweisen zu wissen.
Was ist Antiziganismus und wie können wir ihn bekämpfen?
Mit dieser Frage wurde ein Workshop von der Grünen Bildungswerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Verein Karika aus Oberwart und Trainerinnen vom Romano Centro aus Wien im Haus der Volkskultur in Oberschützen (Bezirk Oberwart) abgehalten. Dieser Workshop sensibilisierte für antiziganistische Stereotype und zeigte, wie sie wirken und wie sie dekonstruiert werden können. Darüber hinaus wurde Wissen zur Geschichte der Roma und Sinti sowie zu deren Lebenssituationen in Österreich vermittelt.
Goberling: Gedenkstätte für Roma
„In der Zeit des Nationalsozialismus sind tausende Roma ermordet worden. Ganze Siedlungen wurden ausgelöscht. So auch jene in Goberling (Anm.: im Bezirk Oberwart)“, sagt der Historiker Gerhard Baumgartner. Noch in den 1940er Jahren hätten rund 120 Roma in der Siedlung gelebt. Sehr viele dieser Menschen seien im Bergbau beschäftigt gewesen, so Baumgartner weiter. Auf Initiative des Ortsvorstehers Hans Bieler wurde neben der Goberlinger Kirche vor kurzem ein Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Read the rest of this entry »
November 22nd, 2014 |
Published in
Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma sam
Radijo Burgenland: 10.11.2014 (on demand)
Spiegelbilder: Romnija im Mittelpunkt
volksgruppen.orf.at: Kipi, manuschendar nisaj bastalo keripe hi. On andar oda ari an, so o dschene te sikal dschanen vaj kamna, andar oda ari an, so o kiposinaschi vaj i kiposinaschkija te dikel dschanen vaj kamna taj andar oda ari an, so o dikaschtscha esbe len. Mindig dikiptscha del, mindig and fojiniptscha le siklimestar del, imar kojendar save dikle ule, phenel o kiposinaschi Michael Schmid.
Khetano than — Trin tikne seriji Romane dschuvla andar o projekto Detva le Themeskere Kherestar Gereci ando centrum le forostar Banska Bystrica ande mindenfelitike keriptscha sikal. Ando maschkarutnipe adale keriptschendar o nucinipe terdschol, o and lipe le pradime thanestar duach o Romnija. O kipengere seriji andar i khetani buti maschkar o kiposinaschi taj o Romnija kerdi uli. Jek ar gejipeskere gendo latsche konceptiha taj le ciliha, o dikiptscha te irinel taj tradirime angle terdschariptscha palal te phutschel, afka o Schmid. Gledaloskere kipi schaj kivanipeskere kipi dschangarel. Falati avral o dikipe te sikal. Ande ada peripe o gledalo le dschenen, save upri rik terdschon vaj upri rik le pradime thanestar dschumim on, ando centrum terdscharel. O Romnija na terdschon ando dikipe, on ando maschkarutnipe le keripestar terdschon. Pasche o kipi le Michael Schmidistar te o eksponatscha le Romengere kiposinaschiskere kinstleristar Julius Horvath te dikel sina. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
volksgruppen.orf.at: Bilder von Menschen sind keine Zufallsprodukte. Auch nicht in der Fotografie. Sie entstehen aus dem, was die Darstellenden zeigen können und wollen, aus dem, was Fotograf oder Fotografin sehen können und wollen, und aus dem, was die Betrachter wahrnehmen. Immer gibt es Filter, immer gibt es Einflüsse durch Gelerntes, schon Gesehenes, sagt der Fotograf Michael Schmid.
Gemeinschaftsraum — Drei Kleinzyklen zeigen Roma-Frauen aus dem Projekt Detva des Welthauses Graz im Zentrum von Banská Bystrica (Slowakei) in unterschiedlichen Inszenierungen. Im Mittelpunkt dieser Inszenierungen steht die selbstverständliche Nutzung, Inbesitznahme des öffentlichen Raums durch die Romnija. Die Bildserien entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen dem Fotografen und den Darstellerinnen auf Basis klarer Teilkonzepte mit dem Ziel, Sichtweisenzu verändern und tradierte Vorstellungen zu hinterfragen, so Schmid. Read the rest of this entry »
November 21st, 2014 |
Published in
Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
SRF 2 Kultur, Deborah Sutter: Ob Boulevard-Medium oder linke Wochenzeitschrift: Geht es um Roma, sind Klischees von stehlenden Kindern oder Zuhältern, die ihre Frauen auf den Strassenstrich schicken, sofort bei der Hand. Das ist das Resultat einer Studie, die die Schweizer Rroma Foundation in Zürich vorstellte.
Dicke Goldketten, bettelnde Kinder, ärmliche Hütten, Kinderbräute: Auf solche und ähnliche Klischees greifen die Deutschschweizer Medien bei ihrer Berichterstattung über Roma gerne zurück. «Dass das auf alle untersuchten Zeitungen zutrifft, hat mich überrascht», sagt Stéphane Laederich, der Direktor der Schweizer Rroma Foundation.
Die Stiftung hat im Zeitraum von 2008 bis 2013 alle Artikel untersucht, in denen über Roma berichtet wurde. 297 Artikel sind zusammengekommen, verfasst von 147 Journalisten für den «Beobachter», den «Blick», «20 Minuten», den «Tages-Anzeiger», die «NZZ »und die «NZZ am Sonntag», die «Weltwoche», die «Sonntagszeitung» sowie die «Wochenzeitung».
Stereotype aus dem Mittelalter
«Die Presse beschreibt durchs Band weg eine Minderheit innerhalb einer Minderheit», so Stéphane Laederich. Die grosse Mehrheit der rund 80‘000 in der Schweiz lebenden Roma stehe den wenigen, dafür sichtbaren Roma gegenüber. «Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass das Bild der bettelnden Clans nicht der Realität entspricht.»
Die Stereotype, die immer wieder zu finden seien, stammten zum Teil aus dem westeuropäischen Mittelalter. Das Bild der kinderraubenden, heidnischen, stehlenden Roma habe in der Vergangenheit mehrmals die Verfolgung und Ermordung legitimiert. Stéphane Laederich spricht auch im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung in der Schweiz von «geistiger Brandstiftung, die nur allzu leicht in echte Brandstiftung umschlagen kann». (…)
Read the rest of this entry »
November 17th, 2014 |
Published in
Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
70 junge Roma aus elf europäischen Ländern wehren sich gegen Rassismus und diskriminierende Vorurteile, die sie selbst Lügen strafen.
Heinz Wagner/Kurier.at: Ein kleiner Massenauflauf Jugendlicher und junger Erwachsener in der Mariahilfer Straße bei der Neubaugasse. Ein Skateboarder zeigt einige Tricks, andere entrollen eine Flagge – himmelblau der obere, wiesengrün der untere Teil und in der Mitte ein rotes Speichenrad, Chakra genannt. Letzteres weist auf die Herkunft der Roma hin, auch die indische Flagge enthält ein solches Chakra.
Putren le Jakha! – Macht die Augen auf!
Andere entrollen handgeschrieben Plakate – in englischer Sprache mit der Frage, ob die Vorübergehenden nun erwarten würden, dass die jungen Leute singen, tanzen oder betteln? Klischeebilder denen sie sich als Angehörige der Volksgruppe der Roma mehr als oft gegenüber sehen. „Macht die Augen auf, erweitert euren Blickwinkel!“ – so lautet die Übersetzung von „Putren le Jakha!“. Dies ist das Motto der allerersten Jugendkonferenz von Roma aus elf europäischen Ländern, die nun in Wien stattfindet. Mit weiteren Buchstaben fordern die rund 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen von Spanien bis Rumänien, von Tschechien bis Albanien „Stopp Antiziganismus!“ So wird Diskriminierung und Rassismus gegenüber jenen genannt, die oft als „Zigeuner“ beschimpft werden.
Lebende Gegenbeweise
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst strafen allesamt als lebendige Beweise die Klischeebilder Lügen. Read the rest of this entry »
November 13th, 2014 |
Published in
Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
ORF 2 – WELTJournal, 12.11.2014
Wiederholung.: Fr., 14.11., 12:20 Uhr
Reportage von Julieta Rudich (Länge: 31 min.)
>> ORF-TVthek (7 Tage)
Der Fall des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren und die EU-Osterweiterung der letzten 10 Jahre haben Europas größte Minderheit auch im Westen wieder sichtbar gemacht: die Roma. Die meisten der geschätzten 10-15 Millionen europäischen Roma leben nach wie vor in den ehemals kommunistischen Ländern Südosteuropas, doch ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben in der EU haben sich nicht erfüllt. „In Ungarn werden Roma enteignet und vertrieben und müssen sich anhören, Hitler hätte sie alle vernichten sollen”, warnt die Roma-Aktivistin Ágnes Daróczi, „wen wundert es, wenn sich immer mehr von ihnen überlegen, nach Westeuropa auszuwandern?“. Aber auch in den von der Wirtschaftskrise geplagten westeuropäischen Ländern wird die ärmste Minderheit Europas zum Sündenbock gemacht. „Die ultrarechten Parteien schüren ähnliche Vorurteile gegen die Roma wie in den 1930er Jahren gegen die Juden“, sagt die schwedische Romni Soraya Post, die als EU-Abgeordnete gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung kämpft.
WELTjournal-Reporterin Julieta Rudich zeigt in ihrer Reportage auch die neue, selbstbewusste Generation von Roma, die ihre Herkunft nicht mehr in der Assimilation verstecken will. Sie spricht u.a. mit Juan de Dios Ramírez, dem ersten Gitano im Europa-Parlament, darüber, wie es kommt, dass das Zusammenleben mit der Mehrheitsbevölkerung in Spanien einigermaßen friktionsfrei funktioniert, und sie besucht im Süden Ungarns einen Roma-Bürgermeister, der den Schlüssel zur Lösung des Problems zu haben scheint.
(ORF Programminfo)
November 11th, 2014 |
Published in
Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Der Welser Gemeinderat hat am 18. November 2013 mit schwarz-blauer Mehrheit beschlossen, das Campieren auf dem Welser Messegelände zu verbieten. Das Verbot richtet sich gezielt gegen Roma und Sinti, die bisher jedes Jahr ein paar Tage dort campiert und dafür eine Gebühr entrichtet haben. Nach dem Beschluss hagelte es Proteste (mehr hier), das Messe-Präsidium kündigte sogar an, sich der Verordnung zu widersetzen und weiterhin Roma-Gruppen aufzunehmen, bis ein Ersatzplatz gefunden ist. SP-Bürgermeister Peter Koits schaltete die Gemeindeaufsicht des Landes Oberösterreich ein. Die städtische Verordnung wurde von Landesseite daraufhin am 8. April aus mehreren Gründen für rechtswidrig erklärt. Zum einen seien die bisherigen 18 Aufenthalte von Roma und Sinti, von punktuellen Ausnahmen abgesehen, stets problemlos verlaufen. Es liege daher im Zusammenhang mit campierenden Gruppen bei der Messehalle kein Missstand vor, der eine ortspolizeiliche Regelung rechtfertigen würde. Zum anderen stellte das Land fest, dass die Welser Verordnung eine „nicht zulässige Ungleichbehandlung“ darstelle, weil sich das Verbot gegen das Campieren von Roma und Sinti richte, das Campieren anderer Gruppen, etwa im Rahmen von Jahrmärkten, Zirkussen oder Messen, jedoch weiterhin gestattet sei.
Obwohl das Verbot also bereits vor Monaten für rechtswidrig erklärt wurde, ist es unverändert in Kraft. Die oberösterreichische Landesregierung könnte die unzulässige Verordnung aufheben bzw. eine Änderung beschließen, der dazu nötige Antrag lässt aber sei einem Jahr auf sich warten. Der ressortzuständige SPÖ-Landesrat Reinhold Entholzer hat bislang keinen solchen Antrag eingebracht. Read the rest of this entry »
November 9th, 2014 |
Published in
Politik, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 3.11.2014 (on demand)
Sajt 1998 o Romeo Franz le tschatschipenge le Sintijenge taj Romenge ande pe bescharel. Usar 2003 dschi 2013 o dujto angle beschto le thaneskere khetanipestar nimtschke Sintijendar taj Romendar ande Rheinland-Pfalz lo sina taj dscheno ando angle beschipe le Centrali Rotistar le Nimtschke Sintijendar taj Romendar. „Mre terdschaviptscha ojs nimtschko Sinto taj o bibastale terdschaviptscha mra dajatar taj mra babatar, save o holocaust prik dschivde, o koji sina, kaj me politischi buti kerav. O esbe liptscha le Selenenca imar ande mri cajt, kada me man le polgarengere tschatschipende ande bescharahi, igen latsche sina taj vaschoda ando bersch 2011 usi partaj use gejom“, phenel o Franz. „Mri familija schov dschene ando nacijengere logertscha naschatscha“, afka o Sintijengero-aktivisto, Romeo Franz.
I Hildegard Lagrenne Schtiftung
I Hildegard Lagrenne Schtiftung i erschti schtiftung hi, savakere keripeskere dschene tschak Sinti taj Roma hi. Oj le gondoha kerdi uli, hot le Sinten taj Romen vasch o khetanipeskero anticiganismus taj i schelberschengeri diskriminacija te adi meg tschule sikadipeskere schajiptscha hi. „Akardi hi i schtiftung pal i Hildegard Lagrenne (1921–2007), savi o polgarengero tschatschipeskero micinipe le nimtschke Sintijendar taj Romendar pregintscha taj savi pe le sikadipeske taj le kejmpfinipeske gejng o anticiganismus ande bescharlahi“, phenel o Romeo Franz. Read the rest of this entry »
November 8th, 2014 |
Published in
Politik, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 3.11.2014 (on demand)
Seit 1998 setzt sich Romeo Franz für die Bürgerrechte der Sinti und Roma ein. Von 2003 bis 2013 war er stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes deutscher Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz und Mitglied im Vorstand des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma. „Meine Erlebnisse als deutscher Sinto und das Schicksal meiner Mutter und meiner Großmutter, die den Holocaust überlebt haben, führten dazu, dass ich mich politisch engagiere. Die Erfahrungen mit den Grünen waren schon in meiner Zeit als Bürgerrechtler sehr positiv, deswegen traf ich 2011 den Entschluss, mich der Partei anzuschließen“, sagt Romeo Franz. „Meine Familie verlor sechs Angehörige in den Konzentrationslagern der Nazis“, so der Roma-Aktivist.
Die Hildegard-Lagrenne-Stiftung
Die Hildegard-Lagrenne-Stiftung ist die erste Stiftung, deren Gründungsmitglieder nur Sinti und Roma sind. Sie wurde in dem Bewusstsein gegründet, dass Sinti und Roma durch den gesellschaftlichen Antiziganismus und Jahrhunderte dauernde Diskriminierung auch heute geringere Bildungschancen haben. „Benannt ist die Stiftung nach Hildegard Lagrenne (1921–2007), die die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma prägte und zeit ihres Lebens für Bildung und die Bekämpfung des Antiziganismus eintrat“, sagt Romeo Franz. Read the rest of this entry »
November 6th, 2014 |
Published in
Facts & Figures
Seit 2010 besteht in Serbien ein von der Roma-Volksgruppe direkt gewählter Minderheitenrat.
(Quelle)
November 5th, 2014 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Amnesty: Griechenland muss endlich anfangen, Hassverbrechen gegen Roma aufzuklären!
Amnesty International: Am 4. November begann vor einem Gericht in Mesolongi im Westen Griechenlands das Verfahren gegen drei Männer, die eine Angehörige der Roma und ihren Neffen brutal angegriffen haben sollen. Amnesty erwartet, dass das Gericht auch das rassistische Motiv hinter dem Übergriff untersucht, bei dem Paraskevi Kokoni und ihr Neffe Kostas vor zwei Jahren von insgesamt sechs oder sieben Männern schwer verletzt wurden. Alles andere wäre als Justizversagen zu betrachten.
Paraskevi Kokoni war im Oktober 2012 mit ihrem 11-jährigen Sohn und ihrem 23-jährigen geistig behinderten Neffen Kostas in dem Dorf Etoliko unterwegs, um einzukaufen. Plötzlich wurden sie und ihr Neffe von einer Gruppe von Männern attackiert, die sie mit Fußtritten und Faustschlägen misshandelten und mit Holzstämmen auf sie losgingen. Paraskevi Kokoni äußerte gegenüber Amnesty die Ansicht, dass sie angegriffen wurde, weil sie mit einem Sprecher der lokalen Roma-Gemeinschaft verwandt ist. Der Zeitpunkt des Angriffs fällt in einen Zeitraum zahlreicher brutaler Übergriffe auf Roma-Familien in Etoliko zwischen August 2012 und Januar 2013 (dROMa-Blog berichtete).
Fotis Filippou, Amnesty-Kampagnenleiter für Europa und Zentralasien, sagte: „Paraskevi Kokoni und ihr Neffe warten schon lange darauf, dass ihnen Gerechtigkeit widerfährt. Dies wird nur geschehen, wenn das Gericht die eindeutigen Hinweise auf ein rassistisches Tatmotiv prüft – etwas, das die Polizei im Laufe der Ermittlungen geflissentlich ignoriert hat. Das Gericht muss bei der Untersuchung dieses Falls die Möglichkeit eines Hassverbrechens in Betracht ziehen. Read the rest of this entry »
November 5th, 2014 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 27.10.2014 (on demand)
Na del nisaj schuscho, jekoschno dikipe. Sako dikipe papal jek khetanipeskeri forma sikal. O dikipe upro ojs „Zigeuner“ diskriminirimo Sintijengero taj Romengero tschulipe, ando 19to schelberschengero but irinipeskere redi duach naschtscha, savo pe ando feschtime taj fotografirime kipi adala perijodatar sikal.
Sikavipe taj esbe lipe
„Ando oja cajt but neve konvencijontscha ari an, save o sikavipe taj o esbe lipe le Sintijendar taj Romedar, ando cile dschivipeskere falati dschi adi vodinen“, phenel o historikeri Gerhard Baumgartner. „Te o afka akarde ‚Zigeunerfotografiji‘ andar o phuro 19to taj aguno 20to schelberschengero nan tschak objektivi dikiptscha jeka imar fageli cajtatar, on te o resultato jeke kondicijonirime, rajipeskere taj kategorisirime dikipestar upre aja polgarengeri grupn hi“, afka o Baumgartner bajder.
Adala fotografiji andi erschti rik usi ilustracijona la harengera butjatar taj la dokumentacijake le rajipestar taj la kontrolatar pedar o Sinti taj Roma duach o birovtschage dijaninlahi. Kaj o harengere taj o favojtinipeskere butschaschtscha o cile 130 „Zigeunersidlungtscha“ le Burgenlandistar ojs than la kriminalitetatar diknahi, lengere dschene tschingerde taj tschore sikade ovnahi: Read the rest of this entry »
November 4th, 2014 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 27.10.2014 (on demand)
Es gibt keinen unschuldigen, naiven Blick. Jeder Blick spiegelt eine bestimmte gesellschaftliche Struktur wider. Der Blick auf die als „Zigeuner“ diskriminierte Minderheit der Sinti und Roma durchläuft im 19. Jahrhundert eine Reihe von Veränderungen, die sich anhand der gemalten und fotografierten Bilder dieser Periode nachzeichnen lassen.
Darstellung und Wahrnehmung
„In dieser Zeit entsteht die Mehrzahl jener neuen Konventionen, welche die Darstellung und Wahrnehmung der Sinti und Roma in allen Lebensbereichen bis heute weitgehend dominieren“, sagt der Historiker Gerhard Baumgartner. „Auch die so genannten ‚Zigeunerfotografien‘ des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts sind nicht einfach objektive Zeugnisse einer vergangenen Zeit, sondern ebenso das Produkt eines konditionierten, herrschenden und kategorisierenden Blickes auf diese Bevölkerungsgruppe“, so Baumgartner weiter.
Diese Fotografien dienten in erster Linie zur Illustration der Polizeiarbeit sowie zur Dokumentation der Beherrschbarkeit und Kontrolle der Sinti und Roma durch die Behörden. Da die Polizei- und Verwaltungsbeamten die 130 „Zigeunersiedlungen“ des Burgenlandes allesamt als Hort der Kriminalität verstanden, wurden ihre Bewohner in der Regel auch als zerlumpte, verarmte Gestalten präsentiert: Read the rest of this entry »
November 3rd, 2014 |
Published in
Frauenrechte, Interview, Jugend & Bildung, Politik, Radio, Podcast & TV
„Roma-Frauen in der Politik eine Stimme verleihen“ – Eva van de Rakt im Gespräch
>>Zum Interview: mp3 (8:40 min)
Acht Studentinnen aus der Minderheit der Roma haben am vergangenen Wochenende in Prag feierlich Diplome überreicht bekommen. Es war eine Auszeichnung für die erfolgreiche Teilnahme an einem einjährigen politischen Training der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Grünen-nahe deutsche Stiftung möchte damit Roma-Frauen (Romnia) motivieren, sich politisch zu engagieren und selbst zu Entscheidungsträgern zu werden. Und damit sollen sie auch das Klischee von Roma als ungebildeten, passiven Sozialhilfeempfängern am eigenen Beispiel widerlegen. Dazu bringt Radio Praha ein Gespräch mit Eva van de Rakt, Leiterin des Prager Büros der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Fragen stellte Silja Schultheis.
Lesen Sie (bzw. hören Sie) das umfangreiche Interview auf Radio Praha.
November 2nd, 2014 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte
Tschechischer Geheimdienst sieht Anti-Roma-Stimmung als Gefahr für die demokratische Ordnung
In seinem jüngsten Bericht warnt der tschechische Inlandsgeheimdienst BIS (Bezpečnostní informační službavor, Sicherheitsinformationsdienst) vor der Gefahr des Antiziganismus: „Ethnische Spannungen“, wie sie im vergangenen Jahr in einigen Regionen beobachtetet wurden, bewerteten die Geheimdienstexperten als größten Risikofaktor für die demokratische Ordnung in Tschechien. Das hält der Dienst in seinem Jahresbericht fest, der am Montag veröffentlicht wurde. „Für die Sicherheit könnten die Anti-Roma-Stimmungen in einem Teil der Öffentlichkeit ein größeres Problem darstellen als extreme, aber zahlenmäßig kleine Gruppen der Rechtsradikalen“, fasst Radio Prag den Bericht zusammen, der die Gefahr vielmehr in Frustration und Romafeindlichkeit in Teilen der gesellschaftlichen Mitte ausmacht. Auch im vergangenen Jahr war es wiederholt zu Kundgebungen und Aufmärschen gegen die Minderheit gekommen, die häufig in Gewalt mündeten (siehe z.B. hier oder hier).
Das lokal problematische Zusammenleben in manchen Orten und Straßen sowie das Gefühl, dass die Politik dabei versage, Lösungen herbeizuführen, „könnten in radikale Äußerungen mit Unterstützung von Populisten und Rechtsradikalen und zur Eskalierung des Problems münden. Dies könne auch zum Anstieg der Skepsis und des Misstrauens der Bürger gegenüber den demokratischen Prinzipien in der Tschechischen Republik führen, warnt der Dienst in seinem Bericht.“
(dROMa / Quellen: Radio Prag, Prager Zeitung)