Archive for Dezember, 2014

Aufruf für Maria Horvath (1923–2014)

Dezember 31st, 2014  |  Published in Allgemeines, Ehrungen & Nachrufe

Am Sonntag ist Maria Horvath, Burgenland-Romni und Holocaust-Über­lebende, in Wiener Neustadt ver­storben. Nun er­reich­te uns fol­gen­der Aufruf, den ihr Be­treuer Karl Halmann (Kontakt: 0676 / 90 03 910, E-Mail: karl.halmann@chello.at) an die „Öster­rei­chi­sche Lager­gemein­schaft Ravensbrück und FreundIn­nen“ gerichtet hat, um der Ver­stor­benen ihren letzten Wunsch zu er­füllen:

Wiener Neustadt, 29. Dezember 2014
Betrifft: Ersuche um Begräbniskosten­betei­li­gung für Frau Maria Horvath

Sehr geehrte Damen und Herren!

Frau Maria Horvath, geb. Papai, geb. am: 23.9.1923 in Glashütten im Bezirk Oberwart, zuletzt wohn­haft Piestinger Weg 9 b, 2700 Wie­ner Neustadt, wie Sie ja wissen, von 1939 bis 1945, 6 Jahre ins Lager Ravensbrück ver­schleppt und als Zwangsarbeiterin tätig. Ges­tern am 28. Dezember 2014 um 5:52 Uhr früh ist sie im Kranken­haus Wie­ner Neu­stadt ver­storben.

Ich, Karl Halmann, geboren am 7.2.1956, war viele Jahre ihre Vertrauens- und Betreuungs­person, der ihr den Haushalt wie Reinigen, Waschen und Putzen gemacht hat. Ihr den Garten betreute, da sie eine große Freude hatte, wenn die Blumen blüten, der Rasen gemäht wurde und auch Gemüse gepflanzt wurde. Der ihre ganzen Zahlun­gen erle­digte, sie ins Kranken­haus und zu den Ärzten gebracht hat. Oder sie Sonn­tags in die heilige Messe beglei­tete und fuhr. Wie Sie auch sicher wissen, sie konnte nicht lesen und schrei­ben. Und vor allem sie hat die Depor­tation nach Deutsch­land und den Verlust ihrer Familie (beide Eltern und 5 Geschwis­ter) im Krieg durch Umkommen in Konzentrations­lagern bis zu ihren Ableben nie wirklich ver­kraftet. Sonst hätte sie nicht täglich über den Verl­ust ihrer Familien­mit­glieder gespro­chen. Sie hatte als Roma-Ange­hörige es nicht leicht!? Read the rest of this entry »

Nevi kenva: „Nikaj kamle“

Dezember 30th, 2014  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland: 29.12.2014 (on demand)

Max Matter: Nirgendwo erwünscht„Nikaj kamle“: Na dur pal, i glajchi anaveskeri kenvi le forscheristar Max Matteristar ari ali. Ande aja kenva o pisi­ma­schi o esbe lipe le Romen­dar taj Sinti­jen­dar andi Ger­ma­nija taj o dur kerde debati pedar o Roma taj i tscho­ri­pes­keri migra­ci­jona andi Ger­ma­nija taj andi Euro­pa te sikal kamla.

6 promiltscha le nimtschke dschenendar

„Pal aun diptscha le institutistar le but­ja­kere foros­kere- taj butja­kere for­schi­nipes­tar valami 500.000 mau­scha andar i Bul­ga­rija taj Rume­nija andi Ger­ma­nija dschin. Poar lendar igen latsche isch­ko­la­kere- taj but­ja­kere kise­ti­ni­pen­ca. But lendar ande jek but­ja­kero pro­ceso ter­dschon. Taj te le cilen khe­tan gentschal, odola akor tschak schov pro­mil­tscha le nimtsch­ke dsche­nen­dar hi. Adaj akan nasch­tig pedar jek use roa­si­nipe ando soci­jali sis­temo vaker­do ol“, phe­nel o Max Matter.

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Neuerscheinung: „Nirgendwo erwünscht“

Dezember 29th, 2014  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland: 29.12.2014 (on demand)

Max Matter (Foto: Univ. Freiburg)Neues Buch von Max Matter

volksgruppen.orf.at: „Nirgendwo erwünscht“: Vor kurzem erschien das gleichna­mi­ge Buch von Max Matter. Mit diesem Buch möchte der Autor die Wahr­neh­mung der Roma und Sinti in Deutsch­land präsen­tie­ren und die lang geführ­ten Debatten über Roma und Armuts­migration in Deutsch­land und Eu­ro­pa be­leuchten.

6 Promille der deutschen Bevölkerung

„Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufs­for­schung leben an die 500.000 Men­schen aus Bulgarien und Rumänien in Deutschland. Ei­nige mit sehr guten Schul- und Berufs­ab­schlüs­sen. Viele von ihnen stehen in einem Arbeits­verhältnis. Und wenn man alle zusam­men­rech­net, so sind das gerade mal sechs Promille der deut­schen Bevöl­ke­rung. Hier kann man ja schlecht von einer Massen­zuwan­derung ins Sozial­system sprechen“, sagt Max Matter.

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Pijanisto & komponisto Adrian Gaspar

Dezember 28th, 2014  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland: 15.12.2014 (on demand)

Adrian Gaspar (Foto: Julius Horvath, via volksgruppen.orf.at)O Adrian Coriolan Gaspar jek rumeni­tike-austri­tiko pijanis­to taj kom­po­nisto hi. O Gaspar ande Pojejena (Rumenija) taj te ande Mös­singen ojs dscheno jeka bara familija­tar upre bar­tschino, savi uso Romen­gero tschu­lipe keri­nel. Ov jek nimtsch­ka tschib­tscha­keri isch­kola ande Caransebeș kher rodija, kaj ov te pro erschti klavira­kero siklipe usch­ti­dija. 1996 pra famili­jaha andi Austrija lo alo. Usar 1998 dschi 2006 o muschi­ka­kero gimna­sijum Betschiste kher rodija. 2003 uso cidi­pes­kero beverb le Betschi­tike Muschi­ka­kere Ischko­lendar ov pre fala­toha Romanes-ke ojs lek ter­ne­der adive­sa­kero kompo­nisto pati­jardo ulo.

2005 o Adrian Gaspar o „Adrian Gaspar Orchestra“, savo ando austri­tike me­diji ojs i „lek terne­der ajgeni Jazz Big Band le themes­tar“ akardo ulo, kertscha. Aja banda o publi­kumis­kero pati­ja­ripe uso Austrian World Music Award 2006 usch­tidija. La „Adrian Gaspar Gypsy Comboha“, jek avro pro­jekto, savi pe upre Gypsy- taj Balkan muschika schpe­cija­li­sirin­tscha, ov 2007 o pomo­scha­gos­kero pati­ja­ripe le Austrian World Music Awarden­dar, jerintscha. Ando glajchi bersch ov o „Adrian Gaspar Trio“ kertscha, saveha ov ande Washing­ton D.C., London, Paris, Madrid, Berlin taj te ande Tunis kon­certscha cid­lahi.

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Pianist & Komponist Adrian Gaspar

Dezember 27th, 2014  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland: 15.12.2014 (on demand)

Adrian Gaspar (Foto: AdrianGasparOfficial/Facebook)volksgruppen.orf.at: Adrian Coriolan Gaspar ist ein rumä­nisch-öster­rei­chi­scher Pianist und Kom­po­nist. Gaspar wuchs in Pojejena (Rumänien) und teil­weise auch in Mössingen als Mit­glied einer großen Familie auf, die zur Roma-Min­der­heit gehört. Er besuchte eine deutsch­spra­chige Schule in Caransebeș, wo er auch seinen ersten Klavier­unterricht erhielt. 1996 kam Adrian Gas­par mit seiner Fami­lie nach Wien. Von 1998 bis 2006 besuchte er das Musik­gym­na­sium in der Bundes­haupt­stadt. 2003 wurde er beim Wett­bewerb der Wiener Musik­schulen mit seinem Stück Romanes-ke als jüngster zeit­ge­nös­si­scher Kom­ponist aus­ge­zeichnet.

Vielseitiger Künstler

2005 gründete Adrian Gaspar das „Adrian Gaspar Orchestra“, das in den öster­rei­chi­schen Medien als die „jüngste eigen­stän­dige Jazz-Big-Band der Welt“ bezeich­net wurde. Diese Band erhielt den Pub­li­kums­preis beim Austrian World Music Award 2006. Mit der „Adrian Gaspar Gypsy Combo“, einem ande­ren Projekt, das sich aus­schließ­lich auf Gypsy- und Balkan­musik spezia­li­siert hat, ge­wann er 2007 den Förder­preis des Austrian World Music Award. Im selben Jahr grün­dete er das „Adrian Gaspar Trio“, mit dem er unter anderem in Washing­ton D.C., London, Paris, Madrid, Berlin und Tunis kon­zer­tierte. Read the rest of this entry »

Boschitschane tradiciji agun taj adi

Dezember 26th, 2014  |  Published in Brauchtum & Tradition, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland: 22.12.2014 (on demand)

Weihnachtsbräuche (Foto: Chefkoch)Weihnachtsbräuche einst und jetzt

volksgruppen.orf.at: Weihnachtstraditionen und -bräu­che neh­men auch bei der Volks­gruppe der Roma einen wich­ti­gen Platz ein. Begin­nend bei den zahl­rei­chen Weih­nachts­geschich­ten, weiter mit dem Weih­nachts­singen und -musi­zieren bis hin zum Weih­nachts­wünsche Über­bringen, reicht die Palette. Wie einst bei den Bur­gen­land-Roma die stille Zeit war und wie sie jetzt ver­bracht wird, hören Sie in der Sen­dung Roma sam auf Radio Bur­gen­land.

Adi i boschitscha, o kristscha taj te avre ojs familijakero mula­tin­tscha­go, mu­lati­nen. Aja tradicija 1535 le Martin Lutheris­tar ojs alter­nativa usi dschi­ja­kana dipes­keri tra­dicija upro Niko­los­kero Di bul­hardi uli, kaj o intere­si le tscha­vendar upro Deloro taj na upro dschel­nen­gero pati­jaripe te dschal. Ande römi­schi-kato­li­schi fami­liji o tscha­vengero dipe meg dugi cajt upro Nikolos­kero Di sina. Use ale phure taj neve tra­diciji andral min­den­fe­li­tike vi­lagi, afka sar o betschu­ja­kere kheli­ptscha sajt o 11to schel­ber­schen­gero, akor o upre schu­schar­do boschi­tsch­ano kascht (ando 16to schel­berschen­gero), i adven­tis­keri kere­suja (1839) taj o boschi­tscha­no mursch (ando 19to schel­ber­schen­gero).

Afka sar use avre flogi, te usi flogos­keri grupn le Romen­dar o tradciji jek bari­kano than ande len. Usar o but boschi­tschane his­to­riji, bajder le bo­schi­tschane dschi­la­vi­peha taj –mu­schi­ka­kere cidi­peha dschi otscha uso boschi­tschane kiva­nip­tscha save prik ande on, i paleta dschal. Read the rest of this entry »

Roma in Europa: Bevölkerungsanteil

Dezember 25th, 2014  |  Published in Allgemeines

Roma in Europa: Bevölkerungsanteil der Volksgruppe (Foto: freepik)Welche Länder haben den größten Roma-Anteil?

Rangliste der Staaten mit größerem Roma-Bevölkerungsanteil* (d.h. jener sechs Länder, in denen der Anteil der Minder­heit mehr als 4 Pro­zent der Gesamt­bevöl­kerung beträgt):


  1. Bulgarien:  9,94 Prozent
    (750.000)
  2. Mazedonien:  9,56 Prozent
    (197.000)
  3. Slowakei:  9,02 Prozent
    (490.000)
  4. Rumänien:  8,63 Prozent
    (1.850.000)
  5. Serbien:  8,23 Prozent
    (600.000)
  6. Ungarn: 7,49 Prozent
    (750.000)

    * Daten laut Europarat

Neu: dROMa 42 (2014) – Kunst & Kino

Dezember 21st, 2014  |  Published in Film & Theater, Kunst & Fotografie, dROMa (Magazin)

droma_42Herbst/Winter | Terno dschend/Dschend 2014
>>Inhaltsverzeichnis |  >>Download (PDF)

In kaum einem Bereich ist für die Ro­ma in den letz­ten Jah­ren so viel in Be­we­gung ge­ra­ten wie in der Gegen­warts­kunst. Eine neue Gene­ra­tion von Roma-Künst­ler/in­nen hat selbst­be­wusst das Ru­der in die Hand ge­nom­men und stößt – von der Biennale in Venedig über Roma-Galerien in Berlin und Budapest bis hin zur Grazer Romale – auf be­geis­ter­te Re­so­nanz. Die­sen furio­sen künst­le­ri­schen Auf­bruch kons­ta­tiert auch un­ser Ein­stiegs­ar­ti­kel über die Aus­stel­lung „Have a look into my life!“, die gera­de durch Euro­pas Kunst­metro­polen tourt. Einen der darin ver­tre­te­nen Künstler, den slo­wa­kisch-öster­rei­chi­schen Rom Robert Gabris, hat Michael Teichmann zum Inter­view ge­trof­fen. Auf S. 12 ver­wei­sen wir auf einen opu­lenten Kunst­band, der posthum Ceija Stojkas gra­fi­sche Ar­bei­ten wür­digt. Für die (Selbst-)Reprä­sen­ta­tion der Roma nicht min­der bedeut­sam ist das Medium Film: „Ein Fes­tival mit vie­len Sie­gern“, das „Rolling Film Festival“, das sich im Kosovo Fil­men von und über Roma wid­met, stellt Ihnen Michael Wogg vor. Und ab­schlie­ßend skiz­ziert Roman Urbaner ak­tuelle Ten­den­zen im Genre des „Roma-Films“, das der­zeit auf den großen Festivals reüssiert.

Ande nisaj avro than le Romenge ando lejcti ber­scha atschi ando mi­ci­ni­pe alo sar andi adive­sa­keri kunst. Jek nevi gene­ra­ci­jona Romen­gere kinst­le­ren­dar latsche gon­doha sa ando aj­geni va lija taj – usar i Biennale andi Vene­cija pe­dar Romen­gere gale­riji ande Berlin taj Bu­da­pest dschi otscha usi Gere­cis­keri Romale – upre bari­kani reso­nanca perel. Ada fu­rijo­si kinstle­ri­schi upre pha­gipe sikal te o pisi­nipe pedar o artschi­jipe „Have a look into my life!“, savi akan ando kunsta­kere metro­pol­tscha andi Eu­ro­pa dromes­ke hi. Jeke le ande fatre­time kinstle­ren­dar, o slova­ki­tiko-austri­tiko Rom Robert Gabris, o Michael Teich­mann use jek vake­ripe resla. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (109)

Dezember 20th, 2014  |  Published in Facts & Figures

Der Europarat be­zif­fert den Be­völ­ke­rungs­an­teil der Roma in Eu­ro­pa auf 1,36 % (11,26 Mio.).

(Quelle)

Sperrzonen: Sinti & Roma in Frankreich

Dezember 18th, 2014  |  Published in Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Räumung eines Roma-Camps in FrankreichRadio-Feature des DLF von Ruth Jung
(Erstausstrahlung: 19.11.2013)
>>Beitrag anhören (mp3)

Es waren schockierende Bilder. Gewaltsam räumten Polizisten im Som­mer 2010 die Unter­künfte von Roma-Fami­lien in Frankreich. „Ein Vor­gehen wie zur Zeit des Vichy-Regimes“, em­pörte sich damals EU-Kom­mis­sarin Viviane Reding. Die an­ge­kün­dig­ten Sank­tio­nen indes­sen blieben aus.

Seither hat sich an der Lage der Roma wenig geändert. Und noch immer zählen sie zu den Ver­ges­se­nen der Ge­schichte. Dass es noch bis 1946 Konzentrations­lager eigens für „Tsiganes“ gab, er­wähnt kein Geschichts­buch. In Montreuil-Bellay, wo das größte Lager war, erstrit­ten Über­lebende und ein coura­gierter Lokal­historiker die Anerken­nung als Gedenk­stätte – ein­ge­weiht im Au­gust 2010. Denn mittler­weile lässt sich ein Auf­bruch aus­machen: Zuneh­mend selbst­bewusster wer­den franzö­si­sche Roma, sie wollen Diskri­mi­nie­rung und Misere nicht länger hin­nehmen.

Dieses Feature war nominiert für den Deutsch-Fran­zö­si­schen Jour­na­lis­ten­preis.

Das umfangreiche Manuskript der Sendung fin­den Sie auf deutschlandfunk.de (unten).

(Text: DLF)

„Er hatte nur das Publikum“

Dezember 18th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Literatur & Bücher, Sport

Deutscher Meistertaz.de: Er war Sinto, Profiboxer, Frauenschwarm und NS-Opfer. Stephanie Bart hat ei­nen Roman über Johann „Rukelie“ Trollmann ge­schrie­ben – und zeigt, wie er po­pu­lär wer­den konnte.

taz: Frau Bart, Ihr Roman handelt von Johann „Rukelie“ Troll­mann, einem Profi­boxer, der sehr popu­lär war, der 1933 Deutscher Meister wur­de und den die Nazis im KZ er­mor­de­ten. Wie wurde ein Sinto-Boxer zum Star?
Stephanie Bart: Seine besondere Qualität war, dass er ein charisma­ti­scher Mensch war. Der kam in den Ring, winkte kurz mit der Hand – und alle fan­den es toll und waren ent­zückt. Wenn unser­eins kurz mit der Hand winkte, wür­de man daran nichts Tolles fin­den. Außer­dem sah er gut aus, das hilft na­tür­lich auch.

Er galt als eleganter Boxer.
Ja, wobei bemerkenswert ist, dass solche Boxer wie er, die sehr tech­nisch geboxt ha­ben, in der Box­sport­ge­schichte zwar oft erfolg­reich waren, aber nicht ge­liebt wur­den. Das Pub­li­kum will harte Kämpfe, will Blut sehen. Troll­mann aber hat tech­nisch ge­boxt, und die Leute fan­den ihn trotz­dem gut. Er hat es also ver­stan­den, einen unpopu­lären Stil popu­lär zu machen.

Warum war dieser einzigartige Boxer, als den Sie ihn be­schrei­ben, über Jahr­zehnte ver­gessen?
Weil das nationalsozialistische Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 bruch­los fort­geführt wurde. Read the rest of this entry »

Jazz-hegedujaschi Alois „Zipflo“ Weinrich

Dezember 14th, 2014  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV, Sport

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland: 8.12.2014 (on demand)

Alois Zipflo Weinrich mit Paul und Martin Horvath von Karika (Foto: Julius Horvath/ Karika)volksgruppen.orf.at: „Amari Roas – Unsere Reise“ jek projekto hi, savo i histo­rija taj i kultura la flogos­kera grup­na­tar le Romen­dar le minden-felitike akti­vi­te­tenca taj sika­vi­pen­ca, sikal. O farajn KARIKA Roma- taj Sinti-muschikaschtscha portre­ti­rintscha, save pumen, pumare keri­peha la flogos­kera grup­nake andi scena be­schar­de. Upro kinst­le­rischi than on pumare dscha­ni­peha use ledschen, hot o rasis­musis­kero- taj diskri­mi­na­cija­kero gendo tschu­leder ol taj jek dia­logo taj jek sele­tos­keri forma usi integra­cija la flogos­kera grup­na­tar le Romen­dar kerdi te ol.

O barikano hegedujaschi – Alois „Zipflo“ Weinrich

Alois „Zipflo“ Weinrich (website), dscheno jeka Sinti familijatar hi taj ando kamlo phuri­pe ofto ber­schenca, i hege­duja te cidel sik­lino. Eknaj paloda te i bumba te cidel sik­lino. Palo sik­lipe pre papus­tar, ersch­ti­var pre dadeha Joschi Weinrich taj avre fami­lija­kere dschen­ca cidlahi taj kada lo deschu­pantsch ber­scha phu­rano sina, pro erschti kon­certo ando Betschi­tiko „Jazz Land“, dija.

Dscheno le ternengere lobdakere khelipeskere teamistar

O Zipflo, erschtivar jek lobdakeri khelipeskeri karijera an­de tschala­tscha taj usi FK Austria Wien ando ter­nen­gero team khela­hi. O Alois Weinrich te dscheno le ter­nen­gere lob­da­kere kheli­pes­kere teamis­tar sina, kaj ov trin khe­lip­tscha la austri­tika nacijo­nake kise­tintscha. Read the rest of this entry »

Amari Roas: Jazz-Geiger Zipflo Weinrich

Dezember 14th, 2014  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV, Sport

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland: 8.12.2014 (on demand)

Zipflo Weinrich bei einem Konzert in Wien (März 2014), (Foto: www.zipfloweinrich.com)volksgruppen.orf.at: Amari Roas – Unsere Reise“ ist ein Projekt, welches die Ge­schich­te und Kultur der Volks­gruppe der Roma durch ver­schie­dene Akti­vi­tä­ten und Dar­bie­tun­gen dar­stellt. Der Verein KARIKA porträ­tiert Roma- und Sinti-Musiker, welche sich durch ihr Schaf­fen für die Volks­grup­pe in Szene ge­setzt haben. Auf künst­leri­sche Ebene tra­gen sie durch ihr Auf­tre­ten und Können bei, die Rassis­mus- bzw. Dis­kri­mi­nie­rungs­rate erheb­lich zu sen­ken, um einen Dialog und eine Platt­form zur In­tegra­tion der Volks­gruppe der Roma zu schaffen.

Geigenvirtuose – Alois „Zipflo“ Weinrich

Alois „Zipflo“ Weinrich (Website) entstammt einer Sinti-Fa­milie und be­gann im zar­ten Alter von acht Jahren mit dem Geigen­spiel. Etwas später er­lern­te er auch den Kontrabass. Aus­ge­bil­det vom Groß­vater, trat er zu­nächst mit seinem Vater Joschi Weinrich und weite­ren Fami­lien­mit­glie­dern auf und gab im Alter von 15 Jah­ren im Wiener „Jazz Land“ sein ers­tes Konzert.

Mitglied des Junioren-Fußballnationalteams

Zunächst jedoch entschied sich Zipflo Weinrich für eine Fuß­ball­kar­riere und spielte beim FK Austria Wien in der Jugend­mann­schaft. Wein­rich war auch Mit­glied des Junioren-Fußball­national­teams und absol­vierte drei Länderspiele. Read the rest of this entry »

Menschenrechtspreis an BettelLobbys

Dezember 14th, 2014  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Verleihung des Menschenrechtspreises 2014 in Wien (Foto: Österr. Liga für Menschenrechte)Der diesjährige Preis zur Wahrung und Erhaltung der Men­schen­rechte wird von der Öster­rei­chi­schen Liga für Men­schen­rechte an die öster­rei­chi­schen Bet­tel­Lob­bys ver­liehen, stell­ver­tre­tend für alle Initia­tiven, die sich gegen Bettel­ver­bote und für einen soli­da­ri­schen und respekt­vol­len Um­gang mit bet­teln­den Men­schen ein­setzen.

Vor dem Hintergrund zahlreicher gesetzlicher Verschärfungen zum Betteln und einer pau­scha­len Krimina­li­sierung von betteln­den 
Men­schen in der öffent­li­chen Diskus­sion, setzen sich die Bettel­Lobbys für die Rechte von BettlerIn­nen und gegen Ver­trei­bung und Kriminalisierung ein. Barbara Helige, Prä­si­den­tin der Liga für Menschen­rechte: „Die Ver­gabe des Men­schen­rechts­preises
 der Öster­rei­chi­schen Liga für Men­schen­rechte an die Bettel­Lobbys soll ein Zeichen setzen: Gerade Men­schen, die in der Leistungsgesellschaft – aus wel­chem Grund auch immer – auf der Strecke blei­ben, haben die öffent­liche Soli­da­rität der ande­ren
 beson­ders nötig.“

Über die BettelLobbys

Anlässlich gesetzlicher Verschärfungen und hetzerischer öffent­li­cher Diskus­sionen haben sich in meh­re­ren Bundes­ländern Gruppen und Allianzen gebil­det, die sich für das Recht zu betteln und ge­gen die Ver­trei­bung und Krimina­li­sie­rung von betteln­den Men­schen ein­setzen. So ver­teidi­gen die Bet­telLobbys und andere Initia­tiven das Grund­recht auf Betteln und 
kämpfen gegen Polizei- und Behör­den­will­kür, Vor­urteile, falsche Medien­berichte und rassis­ti­sche Hetze. Sie wider­sprechen vehe­ment den stereo­typen und diffa­mie­renden Geschichten über die soge­nannte „Bettelmafia“, über aus­gebeu­tete Opfer und reiche Hinter­männer. Read the rest of this entry »

Kleider als Botschaft: Erika Varga

Dezember 12th, 2014  |  Published in Allgemeines

Erika Varga (Foto: Romani Design)Designerin Erika Varga: „Romani“-Kleider als Botschaft

Deutschlandradio Kultur: Erika Varga sitzt in einer großen Altbau­woh­nung in Budapest an einer ihrer Näh­ma­schi­nen. Sie bear­bei­tet den Stoff einer alten Roma-Tracht, grell­bunte Blumen­motive auf gelbem Grund. Am Ende wird das wieder­ver­wen­dete Teil aus einem frü­he­ren langen Ro­ma-Rock, kom­bi­niert mit viel schlich­tem Schwarz, zu einem neuen kurzen Design-Kleid. Varga ist ge­lernte Gold­schmiedin, vor eini­gen Jahren stieg sie auf Mode um: „Vor fünf Jahren kam ich auf die Idee, ,Romani Design‘ (Facebook) zu starten“, erzählt die 44-Jäh­rige. „Ich hatte schon immer zwei Leiden­schaften. Die tradi­tio­nelle Kul­tur der Roma weiter­zugeben und kreativ zu sein. Mit meiner Design-Linie kann ich beides zusam­men­brin­gen, Kreativität und Roma-Kultur. Ich wollte immer eine Arbeit machen, die nicht nur für sich selbst steht, sondern auch für die Roma-Gemein­schaft gut ist. Und ich glaube, wenn es für die Roma-Ge­mein­de gut ist, ist es für die ganze Gesell­schaft gut. Weil beide Seiten ler­nen kön­nen, wie man gut zusam­men­leben kann.“

Sie mache ihre Kleider für Roma und Nicht-Roma-Frauen glei­cher­maßen, sagt Erika Varga. (…) Gleich­zeitig spricht sie von einer gesell­schaft­li­chen Mission: zu zeigen, dass man es aus der Armut heraus schaf­fen kann, ohne den Bezug zur Roma-Kultur zu ver­lie­ren. Erika Varga setzt das verdiente Geld zum Teil in Sozial­pro­jek­ten ein, Kreativ­kursen für ver­armte Kinder, Näh­kur­sen für Roma-Frauen, die sie für zeit­ge­mäßes Design zu begeis­tern ver­sucht. Ihr Motto: Kleider als Botschaft ohne viele Worte. Read the rest of this entry »

Berlin-Neukölln: Ausstellung zeigt Vielfalt

Dezember 11th, 2014  |  Published in Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Ausstellung in BerlinKlischees aufbrechen: Ausstellung zeigt Vielfalt der Kultur der Sinti und Roma

berliner-woche.de: Im Foyer des Rathauses Neukölln wird seit dem 3. De­zem­ber eine Aus­stel­lung der Ini­tia­tive Romane Romnja ge­zeigt. Sie infor­miert über die Geschichte, Ein­wan­de­rung und Sprache sowie über die kul­tu­relle, recht­liche und sozia­le Lage ins­beson­de­re der Roma-Frauen in Deutschland.

(…) Auch nach Neukölln kommen seit ein paar Jahren immer mehr Roma, die aus ost­euro­päi­schen Län­dern ein­wandern. Wie soll sich eine gute Nach­bar­schaft mit diesen Men­schen ent­wickeln, wenn die meisten über die Klischees hinaus kaum etwas über sie wis­sen? Eine Wander­ausstellung, die in der zwei­ten Etage des Rathauses bis Mit­te Januar zu sehen ist, will das ober­fläch­liche Bild ver­tiefen, indem sie einen Über­blick über Geschichte, Sprache, Kultur, Zuwan­derung, Identität und Reli­gio­nen der Sinti und Roma gibt.

Die Europabeauftragte Cordula Simon, die die Ausstel­lung nach Neukölln ge­holt hat, die Initia­tive Romane Romnja (Sinti- und Roma-Frau­en) und die Kura­torin Gordana Herold wollen Denk­anstöße geben und stereo­typi­sierte Wahr­neh­mun­gen auf­brechen. „Es geht uns darum, die Men­schen vor Ort in den Stadt­teilen zu infor­mie­ren, die meist ein abwer­ten­des Bild von Sinti und Roma haben. Wer sich un­sere Aus­stel­lung an­sieht, erfährt, wie viel­fältig sie tat­säch­lich sind. (…)“, meint Gordana Herold.

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3,8 mil. digitali Romengere archiviske

Dezember 9th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Kunst & Fotografie

Deutschland: Kulturstiftung des BundesAnde jek baro internacijonali kopera­cija­kero pro­jekto kamla i kultu­ra­keri schtif­tung le bun­desis­tar jek digi­tali archiv le dscha­ni­pestar la kultu­ra­tar taj kuns­ta­tar le taj pedar o Sinti taj Roma andi europa te ent­vik­li­nel. Vodim infor­maci­jatar- taj kul­tura­kere mula­tintscha­gen­dar ando ber­scha 2015 dschi 2019 jek inter­naci­jo­nali khe­tan kedipe kuns­ta­tar andar o min­den­feli­tike koji khetan ke­dim on.

Oj duach historischi taj privati doku­mentscha, savi i historija taj i adi­veses­keri cajt le Sinti­jendar taj Romen­dar phu­kan, sar te upre visen­schoft­lichi posi­ci­jontscha arbul­hardo lo te ol. Afka o schel- ber­schen­gero phuro bar­va­lipe use jek dschiv­de kuns­ta­kere taj kultu­reli pro­dukci­jont­scha le pra­di­peske prado te ol, savi te igen sorale la europ­tika histo­riha phandli hi. 3,8 mili­jontscha euro va­sche otscha dim on.

Cilon otscha dija o schtiftungakero rot la kulturakera schtiftungatar use pro khetan beschipe 23,6 milijontscha euro neve kultureli keripenge, telende but musejumiskere projektscha.

(dROMa, prik bescharipe: Josef Schmidt)

Kedveschno dad kamla talalinipe Romenca

Dezember 9th, 2014  |  Published in Religion

Papst Franziskus (Foto:O kedveschno dad Franziskus kamla jek talalinipe jeka grupnaha Romenca: Ando 14. decemberi uso aun phendo khe­ro­dipe la khan­ge­ra­kera gemajn­datar San Giuseppe all-Aurelio andi ostitiki foros­keri rik ando Rom ov dsche­nenca le Ro­men­dar khetan perla, kaj te i gemajndi le dsche­nenge igen but pomo­scho­ninel. Imar ando april o Franzis­kus jek gemajn­di khe­rodija savi upri foros­keri rik sina. But esertscha Roma ande blecho­schne khera andi pe­ripherie dschin. Sar ando kesdipe le novemberis­tar te schu­nel sina, i EU-akere ko­mi­si­jona la Itali­jake jek arkeripeskero dukajipe vasch i (pe­dar o berscha upri basis le „Noma­den-Plan“istar sa ker­do ulo) poli­tika la segre­gacijo­nake le Romen­dar fogo­sintscha. La ita­lija­kera regi­runga­tar mang­lo ulo, hot la EU-ake­re komi­sijo­nake bu­te­der infor­ma­cija pedar i aktu­jeli atschi­pes­keri situa­cija le Romen­dar andi Italija, te ando Rom, prik dim te ol.

(dROMa)

Opferkonkurrenzen – Vortrag von Karola Fings

Dezember 8th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Karola Fings bei einem Vortrag über den NS-Genozid an Roma in Rumänien und in der Ukraine, Berlin 2014 (Foto: Stiftung EVZ)Opferkonkurrenzen – Debatten um den Völkermord an den Sinti und Roma

Simon Wiesenthal Lecture: Karola Fings

Moderation: Éva Kovács (VWI)
Datum: 11. Dezember 2014, 18:30 Uhr
Ort: Haus-, Hof- und Staatsarchiv,
Dachfoyer 
Minoritenplatz 1, 1010 Wien

1992 beschloss die Regierung der Bundes­republik Deutschland, den Opfern des Völ­ker­mor­des an den Sinti und Roma ein eige­nes Denkmal zu wid­men. Mitten in Berlin, nahe des ehe­ma­li­gen Reichs­tags­ge­bäu­des, wurde im Okto­ber 2012 das von dem Künstler Dani Karavan gestal­tete Denkmal für die im National­sozia­lis­mus ermor­deten Sinti und Roma Europas ein­ge­weiht. Die zwan­zig­jäh­rige Pla­nungs- und Bau­phase war beglei­tet von Diskus­sionen über den Stellenwert der NS-Ver­fol­gung von „Zigeunern“ im Ver­gleich zum Holo­caust. Als Höhe­punkt gilt die publi­zis­tisch aus­getra­gene Kontro­verse zwi­schen Yehuda Bauer, damals Leiter der Inter­natio­nal School for Holocaust Studies in Yad Vashem, und Romani Rose, dem Vor­sitzen­den des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma.

In dem Vortrag werden die Debatten vor dem Hinter­grund neue­rer For­schungs­ergeb­nis­se zum Völkermord an den Sinti und Roma kri­tisch reflek­tiert.

Karola Fings ist Historikerin, stellvertre­tende Direk­torin des NS-Doku­men­tations­zentrums der Stadt Köln und Lehr­beauf­tragte an der Universität zu Köln. Sie promo­vierte 2002 an der Heinrich-Heine-Uni­ver­sität Düsseldorf mit ihrer Studie Krieg, Gesell­schaft und KZ. Himmlers SS-Bau­brigaden. Seit mehr als zwei Jahr­zehnten forscht, publiziert und lehrt sie über die NS-Ver­folgung von Sinti und Roma. Read the rest of this entry »

Nadeshda (Trailer)

Dezember 7th, 2014  |  Published in Film & Theater

NADESHDA, ein Film von Anna Frances Ewert und Falk Müller.

Misho, Zorka und Tsveti leben in Nadeshda, einem der größten Roma-Ghettos Bulgariens. Sie träumen von einer Musiker­karriere in den großen Konzert­sälen der Welt, doch außer­halb der Ghetto­mauern sind sie nur „Zigeuner­kinder“.

Sie wollen raus aus Nadeshda, dabei gibt es für die drei Kinder Misho, Zorka und Tsveti kaum Chancen den Teufels­kreis aus Vor­urteilen und Perspektiv­losigkeit zu durch­brechen. Doch ihre Familien wehren sich vehe­ment gegen gesell­schaft­liche Aus­gren­zung und das schlechte Image der „Zigeuner“ bei der bul­ga­ri­schen Bevöl­kerung. Eine klassi­sche Violinenausbildung soll den Kindern helfen, die sozialen Grenzen zu über­winden. Der Wunsch die Mauern des Ghettos zu über­winden ist groß. Auf dem Weg dahin müs­sen die bei­den Familien einen Platz finden zwi­schen der eige­nen Gemein­schaft und der Außenwelt.

„Nadeshda“ zeigt die Schwierigkeiten, aber auch die außer­gewöhn­li­chen und feier­li­chen Mo­mente der Roma-Kultur.

Ein Dokumentarfilm von Anna Frances Ewert und Falk Müller, aus­ge­zeich­net mit dem Menschen­rechts-Film­preis 2014 (Kate­gorie «Film­hoch­schule»)

(Text: Produktionsinfo)