Kleider als Botschaft: Erika Varga

Dezember 12th, 2014  |  Published in Allgemeines

Erika Varga (Foto: Romani Design)Designerin Erika Varga: „Romani“-Kleider als Botschaft

Deutschlandradio Kultur: Erika Varga sitzt in einer großen Altbau­woh­nung in Budapest an einer ihrer Näh­ma­schi­nen. Sie bear­bei­tet den Stoff einer alten Roma-Tracht, grell­bunte Blumen­motive auf gelbem Grund. Am Ende wird das wieder­ver­wen­dete Teil aus einem frü­he­ren langen Ro­ma-Rock, kom­bi­niert mit viel schlich­tem Schwarz, zu einem neuen kurzen Design-Kleid. Varga ist ge­lernte Gold­schmiedin, vor eini­gen Jahren stieg sie auf Mode um: „Vor fünf Jahren kam ich auf die Idee, ,Romani Design‘ (Facebook) zu starten“, erzählt die 44-Jäh­rige. „Ich hatte schon immer zwei Leiden­schaften. Die tradi­tio­nelle Kul­tur der Roma weiter­zugeben und kreativ zu sein. Mit meiner Design-Linie kann ich beides zusam­men­brin­gen, Kreativität und Roma-Kultur. Ich wollte immer eine Arbeit machen, die nicht nur für sich selbst steht, sondern auch für die Roma-Gemein­schaft gut ist. Und ich glaube, wenn es für die Roma-Ge­mein­de gut ist, ist es für die ganze Gesell­schaft gut. Weil beide Seiten ler­nen kön­nen, wie man gut zusam­men­leben kann.“

Sie mache ihre Kleider für Roma und Nicht-Roma-Frauen glei­cher­maßen, sagt Erika Varga. (…) Gleich­zeitig spricht sie von einer gesell­schaft­li­chen Mission: zu zeigen, dass man es aus der Armut heraus schaf­fen kann, ohne den Bezug zur Roma-Kultur zu ver­lie­ren. Erika Varga setzt das verdiente Geld zum Teil in Sozial­pro­jek­ten ein, Kreativ­kursen für ver­armte Kinder, Näh­kur­sen für Roma-Frauen, die sie für zeit­ge­mäßes Design zu begeis­tern ver­sucht. Ihr Motto: Kleider als Botschaft ohne viele Worte. (…) Die Woh­nung im vierten Stock ist gleich­zeitig Atelier und Ver­kaufs­raum. Frauen aus Budapest und Touris­tin­nen kom­men hierher, die meis­ten haben im Internet von Romani Design erfahren. Erika Varga ist an der Schwelle vom Geheim­tipp zum Szenestar. (…)

Lesen Sie bitte den hier nur in Auszügen wiedergegebenen Artikel von Ralf Borchard in voller Länge auf deutschlandradiokultur.de.

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