Schul-Container für „Bangladeš“

November 30th, 2014  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung

Transport nach Serbien: Thomas Eckert und Horst Horvath, Volkshochschule der Burgenländischen RomaHilfe der VHS Roma für das serbische Roma-Viertel „Bangladeš“

volksgruppen.orf.at: Nach wochenlangen Vorbereitungen und etli­chen Hür­den auf dem Weg nach Novi Sad ist der Trans­port mit vier großen Con­tai­nern sicher an seinem Bestim­mungs­ort an­ge­kom­men. Die Con­tainer, gespen­det von der Fir­ma TEERAG-ASDAG, wur­den von der nieder­öster­rei­chi­schen Spe­di­tion LTS-Neunin­ger Logis­tik nach Novi Sad ge­lie­fert. Für die Volks­hoch­schule der Bur­gen­län­di­schen Roma (Website) hat der lang­jäh­rige Mit­streiter Thomas Eckert die Über­stel­lung beglei­tet und do­ku­mentiert.

Erste Kontakte zu serbischen Roma-Ver­tre­tern wurden im Rah­men einer Studienreise 2012 ge­knüpft. Da­mals besuchte die vom Geschäfts­füh­rer der Bur­gen­län­di­schen Volks­hoch­schule Horst Horvath an­ge­führte Reise­gruppe auch die am Stadt­rand von Novi Sad gele­gene Roma­sied­lung „Bangladeš“. Bald danach mel­dete sich ein Vertre­ter einer serbischen Stu­denten­verei­ni­gung und ersuch­te um Hilfe bei der Rea­li­sie­rung eines Bildungs­projekts für die Kinder von „Bangla­des“. Die finan­ziellen Mittel für die Arbeit von Stu­denten und Lehrern waren bereits von der Pestalozzi-Stif­tung gesi­chert. In den durch­wegs win­zigen Häusern der Siedlung fehl­ten jedoch Räume zum Lernen. So entstand die Idee, nach gebrauch­ten Con­tai­nern Aus­schau zu halten.

Die Firma TEERAG-ASDAG stellte vier ältere Bau-Container, die innen in tadellosem Zustand waren, zur Verfügung. Jetzt galt es, den Transport zu organisieren. Da die Kosten dafür beträchtlich sind, wurde im Kreis der engsten Mitarbeiter der Volkshochschule der Burgenländischen Roma vereinbart, einerseits selbst in die Tasche zu greifen und andererseits Freunde um Spenden zu bitten. Die diesbezügliche Aktion läuft noch.

Mit dem Studentenvertreter Nenad Vladisavljev wurde vereinbart, dass bei der Ankunft ein Kran zum Entladen der Container bereitstehen müsse, was schließlich auch der Fall war. Für die LKW mit den Containern wurde die Fahrt jedoch zur Geduldsprobe, weil sich an der Grenze ein Mega-LKW-Stau gebildet hatte. So kamen die Container zwar einen Tag später als geplant, aber doch noch sicher am Zielort an, wo sie jetzt nebeneinander stehen (insgesamt 50 m2) und erst zu Lernräumen eingerichtet werden müssen.

Ziel des Bildungsprojekts ist es, Kinder auf die Einschulung vorzubereiten, später beim Lernen zu unterstützen und auch die Eltern in das Geschehen mit einzubeziehen, damit sie Schule und Bildung schätzen lernen.

(volksgruppen.orf.at)

Comments are closed.