Facts & Figures (248)
Oktober 31st, 2019 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
(Quelle)
Oktober 31st, 2019 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
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Oktober 31st, 2019 | Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV, Romani
Ö1 | Moment, 24.10.2019
Lernen, feiern, gedenken
20 Jahre „VHS Roma“ in Oberwart
→Anhören (nur noch kurz verfügbar!)
Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebte fast die Hälfte der zehntausend Roma in Österreich im burgenländischen Bezirk Oberwart. Nach ihrer Verfolgung und Ermordung durch das NS-Regime sind es heute nur noch wenige hundert. Als der Oberwarter Horst Horvath vor 20 Jahren Kurse für Arbeitslose organisierte, lernte er dabei viele Roma kennen. Das brachte ihn auf die Idee, eine eigene Roma-Volkshochschule zu gründen – für Roma wie Nicht-Roma. Heute kommen jährlich 2.500 Menschen in die Bildungseinrichtung, buchen Romanes-Sprachkurse oder besuchen Gedenkveranstaltungen, Diskussionsrunden und Theateraufführungen. Das Porträt einer Institution.
Gestaltung: Jonathan Scheucher
(Text: Ö1, 24.10.2019)
Oktober 30th, 2019 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Sport
UEFA: Der Fußball bietet den beiden jungen Roma Nicușor „Beto“ Vasile und Raluca Petre, die in einem benachteiligten Viertel in der rumänischen Hauptstadt Bukarest leben, eine neue Zukunftsperspektive.
UEFA, 22.10.2019: Jeden Monat berichtet die UEFA im Rahmen ihrer Kampagne #EqualGame über eine Person aus einem ihrer 55 Mitgliedsverbände. Sie alle sind Beispiele dafür, wie der Fußball Inklusion, Zugang zum Sport und Vielfalt fördert und dass Behinderung, Religion, sexuelle Orientierung, ethnische Zugehörigkeit und soziale Herkunft kein Hindernis sind, Fußball zu spielen und Spaß daran zu haben.
Zwei junge Roma aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest schauen zuversichtlich nach vorne und nutzen dabei Fußball als Instrument für ihre persönliche Entwicklung. Nicușor „Beto“ Vasile (13) und Raluca Petre (14) leben in Ferentari, einem benachteiligten Viertel in Bukarest. Beto wohnt zusammen mit seiner Mutter und drei Brüdern in einem einzigen Zimmer, während Raluca mit ihren Eltern, drei Brüdern und zwei Schwestern lebt. Ihr Leben hat sich deutlich verbessert, seitdem sie den lokalen „Alternative Education Club“ (AEC) besuchen – dieses Projekt wird vom Zentrum für Roma und Minderheiten durchgeführt. Im Rahmen verschiedener Aktivitäten wie Fußball wird den jungen Menschen vermittelt, wieder Hoffnung und den Glauben an einer bessere Zukunft zu bekommen.
Beto und seine Familie leben in einem Raum ohne Stromversorgung. „Das Leben ist nicht wirklich leicht in meinem Viertel. Es ist eigentlich sogar ziemlich schwer“, erklärt Beto, der mit acht Jahren begonnen hat, Fußball zu spielen. Read the rest of this entry »
Oktober 28th, 2019 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
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Oktober 27th, 2019 | Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Jock Palfreeman saß wegen Mordes elf Jahre in einem bulgarischen Gefängnis. Der Australier hatte stets beteuert, in Notwehr gehandelt zu haben, um zwei Roma vor einem rassistischen Angriff zu schützen.
Jungle World: Jock Palfreeman ist frei. Der australische Antifaschist (…) wurde am Dienstag vergangener Woche aus der Haft entlassen. (…) Etwa einen Monat zuvor hatte ein Berufungsgericht in Sofia der vorzeitigen Entlassung auf Bewährung zugestimmt. Der mittlerweile 32jährige war 2009 wegen Mordes und versuchten Mordes zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte nach eigener Aussage im Dezember 2007 in Sofias Innenstadt versucht, zwei Roma gegen eine Gruppe von mehr als einem Dutzend junger Männer zu verteidigen. Bei der darauffolgenden Auseinandersetzung war eine Person ums Leben gekommen. (…) Auf dem erst kürzlich veröffentlichten Videomaterial von Überwachungskameras ist zu sehen, wie eine Gruppe (…) zunächst zwei Menschen verfolgt; anschließend zeigen die Aufnahmen eine Gruppe, die Steine auf Palfreeman wirft und ihn niederschlägt.
Oktober 25th, 2019 | Published in Geschichte & Gedenken, dROMa (Magazin)
Sommer/Herbst | Linaj/Terno dschend 2019
Orte der Roma| Thana le Romendar
Vor rund fünf Jahren sorgte das Wiener „Romano Centro“ mit der Ausstellung über „Romane Thana“, über „Orte der Roma und Sinti“, für Furore. Als kleine Verbeugung vor unseren Kolleginnen und Kollegen möchten wir diese Idee hier ein wenig weiterspinnen und Orten nachspüren, die für Roma eine besondere Bedeutung haben. Den Auftakt macht eine historische Reportage, für die sich Michael Teichmann in die Gegend von Schwechat begeben hat, um das Geheimnis einer „Zigeunerkönigin“ zu lüften, die bei den dortigen Roma-Arbeitern in den 1960er Jahren das Sagen hatte. Tina Friedreich stellt die Erfolgsgeschichte des „Kindergarten Romano“ im slowenischen Romadorf Pušča vor, den inzwischen sogar viele Nicht-Roma-Kinder aus den Nachbarorten besuchen. Mit dem Ruf nach einem zentralen Wiener Gedenkort für die österreichischen Opfer des Roma-Holocausts befasst sich Roman Urbaner, der sich darüber auch mit dem Historiker Tobias Neuburger unterhalten hat. In Tschechien wurde ein Massengrab des Roma-KZs Lety entdeckt. Und abschließend wenden wir uns einem ganz speziellen „Roma-Ort“ zu: dem EU-Parlament in Straßburg und Brüssel und seinen (viel zu wenigen) Roma-Abgeordneten.
Angle valami pantsch berscha o betschitiko „Romano Centro“ pre artschijipeha pedar o „Romane Thana“, pedar „Orte der Roma und Sinti“, bare dikipeske sorgintscha. Ojs tikno patijaripe kamaha amen ada gondo eknaj ar te bulharel taj thana upre rodas, save le Romenge barikane hi. O kesdipe kerel jek historischi reportascha, savake pe o Michael Teichmann ando paschipe le forostar Schwechat dija, o recl jeka „Zigeunerengera kiralkijatar“ te pral, savi le odoj dschivde Romengere-butscha-schendar ando 1960te berscha o schero sina. I Tina Friedreich i jerinipeskeri historija la „Tschavengera baratar Romano“ ando slovenitiko Romengero gav Pušča angle terdscharel, savi adi te but gadschikane tschavendar andar o nochberiskere gava kher rodim ol. Read the rest of this entry »
Oktober 25th, 2019 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft
Andaj Romengi ljuma
Patjiv le Mozesoske Heinschink
Petra Cech/Christiane Fennesz-Juhasz/Dieter W. Halwachs (eds.) (= Grazer Romani Publikationen/GRP 07), Graz: GLM, 2019 [369 Seiten, ISBN 978-3-901600-53-1]
Kaća knjiga sî jek dařo le Mozesoskê F. Heinschink ka lesko oxtovardešto bijando djes. O Mozes sî jek sićardo eksperto, barvale źanglimasa paj śib vi pa trajo taj paj tradicija le Řomengi. Peśća bućasa kêrelas vo bare kontribucije pala nauko taj pala źanglimos pa l’ Řom. Aj vi maškar l’ Řom sî lo maj ašundo pala pesko zuralo angažmano pe lengi sama. Ande kaća knjiga arakhadjon but teme „andaj Řomengi ljuma“. Kadala tekstur ramosarde le Mozesoskê kolege taj učenikur, leskê vortaća taj amala.
Šaj gjinaven kathe linguistični artiklur, tekstur paj historija, arta taj kultura, vi individualni sêrimata taj vi poezija, paramiča taj aver artakê buća. Katka arakhadjol vi jek originalno slika kata o August Krasa.
Avtorur & avtorke: Fevzije Bahar Maksut, Julia Blandfort, Norbert Boretzky, Lev Čerenkov, Beate Eder-Jordan, Ivana Ferencová, Victor Friedman, Emmerich Gärtner-Horvath, Fatma Heinschink, Ursula Hemetek, Ludwig Horvath, Heinz Husslik, Birgit Igla, Dragan Jevremović, Ilija Jovanović & Melitta Depner, Kirill Kozhanov, Daniel Krasa, Ismet Krasnići, Lars Lindgren, Samuel Mago, Ruzsa Nikolić-Lakatos, Rabie Perić-Jašar, Erich Prokosch, Claudia Seelich-Mayerhofer, Barbara Schrammel-Leber, Harri Stojka, Michael Teichmann, Erika Thurner, Manuel Weinrich, Sofiya Zahova.
Oktober 24th, 2019 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher, Romani, Wissenschaft
Andaj Romengi ljuma
Patjiv le Mozesoske Heinschink
Petra Cech/Christiane Fennesz-Juhasz/Dieter W. Halwachs (eds.) (= Grazer Romani Publikationen/GRP 07), Graz: GLM, 2019 [369 Seiten, ISBN 978-3-901600-53-1]
Der Sammelband ist Mozes F. Heinschink gewidmet, der sich nunmehr über sechs Jahrzehnte der Sprache der Roma in ihren unterschiedlichen Varietäten verschrieben hat und längst zu den profundesten Experten für Romanes zählt. Zugleich hat er sich auch immer mit den Sprecher/inne/n und ihren Lebenszusammenhängen, ihrer Kultur und Oraltradition intensiv auseinandergesetzt. Er hat sich einerseits um die Wissenschaft verdient gemacht, und andererseits – nicht zuletzt durch sein ungebrochenes Engagement – auch große Anerkennung in Roma-Communities erfahren.
Diese Festschrift anlässlich seines 80. Geburtstags versammelt Texte anda l’ Romengi ljuma („aus der Welt der Roma“) – von Kolleg/inn/en und Schüler/inne/n, Wegbegleiter/inne/n und Freund/inn/en. Die Beiträge – in Romanes, Deutsch oder Englisch – umfassen sprachwissenschaftliche Artikel, Texte zu Geschichte, Kunst und Kultur, weiters persönliche Erinnerungen, Gedichte, Märchen und andere Erzählungen sowie eine Originalzeichnung von August Krasa.
Autor/inn/en: Fevzije Bahar Maksut, Julia Blandfort, Norbert Boretzky, Lev Čerenkov, Beate Eder-Jordan, Ivana Ferencová, Victor Friedman, Emmerich Gärtner-Horvath, Fatma Heinschink, Ursula Hemetek, Ludwig Horvath, Heinz Husslik, Birgit Igla, Dragan Jevremović, Ilija Jovanović & Melitta Depner, Kirill Kozhanov, Daniel Krasa, Ismet Krasnići, Lars Lindgren, Samuel Mago, Ruzsa Nikolić-Lakatos, Rabie Perić-Jašar, Erich Prokosch, Claudia Seelich-Mayerhofer, Barbara Schrammel-Leber, Harri Stojka, Michael Teichmann, Erika Thurner, Manuel Weinrich, Sofiya Zahova
Oktober 23rd, 2019 | Published in Jugend & Bildung, Romani
Das Burgenland feiert dieser Tage 25 Jahre Minderheitenschulgesetz. Das Gesetz von 1994 gilt als Meilenstein in der Geschichte des mehrsprachigen Schulwesens. Seither können alle burgenländischen Schüler, wenn sie wollen, die Volksgruppensprachen erlernen.
Der Staatsvertrag aus dem Jahr 1955 sichert den Volksgruppen in Österreich das Recht auf sprachliche Bildung zu. Die Umsetzung dieses Rechts war aber immer weniger zeitgemäß, denn im Burgenland gab es bis Anfang der 1990er Jahre festgelegte Schulstandorte in den Gemeinden der Volksgruppen, an denen zweisprachig unterrichtet wurde. Ein Problem war, dass durch Zuzug, Mischehen und Anpassung in vielen Familien zunehmend Deutsch gesprochen wurde. Der verpflichtende zweisprachige Unterricht wurde dort schwieriger, andernorts gab es hingegen für Kroatisch, Ungarisch und Romanes gar kein Angebot.
Gesetz gilt als Meilenstein im Minderheitenschulwesen
Das Minderheitenschulgesetz von 1994 sei ein Meilenstein, sagte Karin Vukman-Artner, die Leiterin der Abteilung Minderheitenschulwesen in der Bildungsdirektion Burgenland. Man sei damit mehr oder weniger aus der Beliebigkeit herausgekommen und habe eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die zur damaligen Zeit wirklich modern gewesen sei und den Bedürfnissen der Volksgruppen sehr entgegengekommen sei, so Vukman-Artner.
Eltern können seither selber entscheiden, ob sie ihre Kinder vom zweisprachigen Unterricht in den Volksgruppengemeinden abmelden. Andererseits können bei Bedarf auch an allen anderen burgenländischen Schulstandorten Volksgruppensprachklassen eröffnet werden. Heute sei es möglich, dass jede Schülerin und jeder Schüler im Burgenland eine Volksgruppensprache erlernt – sei es Ungarisch, Kroatisch oder Romanes, so Vukman-Artner.
Oktober 23rd, 2019 | Published in Facts & Figures
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Oktober 21st, 2019 | Published in Facts & Figures, Politik
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Oktober 20th, 2019 | Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Urteil in Straßburg: EGMR verurteilt die Republik Österreich und rehabilitiert die von der Aula diffamierten Mauthausen-Befreiten
Im Sommer 2015 diffamierte ein Artikel der später aufgrund politischen Drucks (aber offenbar nur vorübergehend) eingestellten Zeitschrift Aula Befreite des KZ Mauthausen als „Massenmörder“, „Landplage“ und „Kriminelle“. Herausgegeben wurde das Magazin vom Freiheitlichen Akademikerverband. Ein vom Grünen-Politiker und Zeithistoriker Harald Walser angestrengtes Ermittlungsverfahren gegen die Zeitschrift wurde von der Staatsanwaltschaft Graz Ende 2015 – mit einer von Historikern wie Juristen, und selbst von der Oberstaatsanwaltschaft, massiv kritisierten Begründung – eingestellt – „ein Schlag ins Gesicht der Holocaust-Überlebenden“, hieß es dazu im Standard. Daraufhin haben, unterstützt von Harald Walser, mehrere ehemalige Lager-Häftlinge Klage gegen die Aula eingereicht (wir berichteten).
Walser schrieb damals: „Nun haben jedoch acht ehemalige Häftlinge des Lagerkomplexes Mauthausen Klage gegen die Aula eingereicht. Dem haben sich Rudolf Gelbard (ehemaliger Häftling Theresienstadt) und Caroline Shklarek-Zelman, die Tochter des Mauthausen-Überlebenden Leon Zelmann, angeschlossen. Möglich war dies, weil auch in Folgenummern der Aula und in Briefen an ihre Abonnenten die braune Diffamierungskampagne fortgesetzt wurde.“
Es kam in der Folge zu zwei Verfahren in Österreich. Die Gerichte gelangten aber in dem zivil- und dem medienrechtlichen Verfahren zu unterschiedlichen Schlüssen: Zwar wurde das zivilrechtliche Verfahren zugunsten der Kläger entschieden, nicht jedoch das medienrechtliche. Read the rest of this entry »
Oktober 19th, 2019 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani
In eigener Sache: Roma-Service bietet an zwei Schulen in Oberwart wieder Romani-Unterricht als Unverbindliche Übung (UVÜ) an. Roma-Kinder aus dem Raum Oberwart unterstützt der Verein zudem im Rahmen seiner täglichen Außerschulischen Lernbetreuung.
Mit Beginn des Schuljahres 2019/20 hat Roma-Service wieder den Unterricht an zwei Schulen aufgenommen: An der Volksschule Oberwart und der EMS Oberwart wird seit September Roman (Burgenland-Romani) als Unverbindliche Übung (UVÜ) durchgeführt. In der Übung werden den Kindern die Sprache Roman sowie die Geschichte der Roma nähergebracht. Derzeit nehmen 13 Schülerinnen und Schüler an der Übung teil. Dank dem Burgenländischen Minderheitenschulgesetz kann seit den 1990er Jahren Roman als Unterrichtsfach angeboten werden (bisher in der Volksschule Oberwart, Volksschule Unterwart, der Europäischen Mittelschule Oberwart und im zweisprachigen Bundesgymnasium in Oberwart). Auch im Rahmen der Außerschulischen Lernbetreuung unseres Vereins wird einmal wöchentlich Roman unterrichtet.
Le kesdipeha le ischkolakere berscheha 2019/20 o farajn Roma-Service papal o sikajipe ande duj ischkoli upre lija. Andi flogoskeri ischkola Erba taj andi EMS Erba sajt septemberi Roman (Burgenland-Romani) ojs naphandlo sikajipe (UVÜ) kerdo ol. Ando sikajipe le tschavenge i Romani tschib taj i historija le Romendar siklim ol. 13 ischkolaschtscha taj ischkolaschkiji use ada sikajipe use hi. Vasch o burgenlanditiko tschulipengero ischkolakero tschatschipe sajt o 1990te berscha Roman ojs sikajipe kerdo schaj ol (dschijakana sina oda ando flogoskere ischkoli Erba taj Tenu Erba, andi EMS Erba taj ando duj tschibtschengero bundakero gimnasijum Erba). Taj te ando siklipe pal i ischkola amare farajnistar jefkar ando kurko Roman sikado ol.
Vor drei Jahren übernahm Roma-Service die Lernbetreuung des Vereins Roma in Oberwart und sicherte so deren Fortführung. Das Förderungs- und Betreuungsangebot richtet sich in erster Linie an Roma-Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren in Oberwart und Umgebung (Kleinbachselten, Großpetersdorf, Stegersbach, Unterwart). Die Kinder werden täglich mit dem Vereinsbus abgeholt und erhalten Förderunterricht und Unterstützung bei ihren Aufgaben. Read the rest of this entry »
Oktober 13th, 2019 | Published in Facts & Figures
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Oktober 12th, 2019 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani, Wissenschaft
Roma-Sprache und Roma-Literatur: Diesen Studiengang hat die Universität im ostslowakischen Prešov in diesem akademischen Jahr eröffnet. Laut der Universitätssprecherin Anna Polačková sei es das Ziel, hochqualifizierte Lehrer vorzubereiten und die Bedürfnisse des Bildungsprozesses der nationalen Minderheit zu decken. Vorerst machten sich neun Studenten auf diesen Weg. Alexander Mušinka, Anthropologe am Institut für Roma-Studien der Universität, erklärte, dass Romanes (auch Romani genannt) als Sprache wie auch die Roma-Literatur als pädagogischer Lehrgang bis dahin nirgendwo unterrichtet wurde. Am nächsten war die Möglichkeit, es als sprachwissenschaftliches Fach an der Prager Karls-Universität zu studieren. Deshalb sei auch die Zahl der Experten auf diesem Gebiet begrenzt. Ein Teil der Pädagogen des neuen Lehrgangs in Prešov sei bereits hochqualifiziert. Das Team werde nach und nach gebildet, sagt Alexander Mušinka: „Einer unserer weiteren Pläne ist es, die Kombination Sprache und Literatur auf die Primarstufenpädagogik auszudehnen. Darüber hinaus soll ein Erweiterungsstudium für die Absolventen-Pädagogen eingerichtet werden, die schon lehren. Sie könnten sich in der Roma-Sprache und der Roma-Literatur weiterqualifizieren.”
Die Absolventen des neuen Studienprogramms werden sowohl Romanes als auch Roma-Literatur lehren können. Der Rektor der Universität Prešov, Peter Kónya, bemerkte, dass die Sprache der Roma in der Slowakei noch keine Pflichtsprache ist, jedoch an einigen Grundschulen unterrichtet werden kann. Read the rest of this entry »
Oktober 8th, 2019 | Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte
Am 1. Oktober stellte die Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA) von Amaro Foro e.V. ihren Jahresbericht 2018 vor.
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Dokumentationsstelle wird neben der Auswertung der antiziganistischen Vorfälle im Jahr 2018 gleichzeitig ein Blick zurück geworfen auf die Kontinuitäten und Veränderungen antiziganistischer Diskriminierung in Berlin seit 2014. Mit Artikeln zu den Besonderheiten von Antiziganismus als Form des Rassismus, einem umfassenden Rückblick auf die Projektlaufzeit, Chroniken, Interviews und Grafiken werden die konkreten dokumentierten Vorfälle in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext von historischen Kontinuitäten und gesetzlichen Verschärfungen gestellt.
Die Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA) von Amaro Foro e.V. hat in den letzten 5 Jahren (2014-2018) 699 antiziganistische und diskriminierende Vorfälle erfasst. Im letzten Jahr (2018) blieb die Zahl mit 161 Vorfällen auf dem beunruhigend hohen Niveau des Vorjahres (2017: 167). Die meisten Fälle werden in den Lebensbereichen „Kontakt zu Leistungsbehörden“ (2018: 77) und „Alltag und öffentlicher Raum“ (2018: 37) dokumentiert. Zu den Diskriminierungsfällen beim Kontakt mit Leistungsbehörden gehören unter anderem die Verweigerung von Dolmetscherdiensten, die Verweigerung von Antragsannahmen und Ausschlüsse von Lebenspartnerinnen aus der Bedarfsgemeinschaft.
Im öffentlichen Raum zeigt sich ein zugespitztes rassistisches Klima und eine Zunahme an Angriffen, Bedrohungen, Pöbeleien und Propagandadelikten, die auf eine Enthemmung und Enttabuisierung rassistischer Einstellungen und Gewalt hindeuten. Die Strafverfolgungsbehörden müssen daher die Erfassung und Dokumentation in Bezug auf rechte, rassistische und antisemitische Gewalt weiter verbessern.
Oktober 3rd, 2019 | Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung
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Oktober 1st, 2019 | Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Deutschland: Mit der Verlesung der Anklage begann vergangene Woche im Kriminalgericht Moabit in Berlin der Prozess gegen eine Frau, die eine Romni und ihre Begleiter am 29. März in der U-Bahn mit einem Messer angegriffen und verletzt hatte.
RAN, 24.9.2019: Der Staatsanwalt äußerte, die Angreiferin habe mit ihrem Verhalten in Kauf genommen, dass die Romni Maria und ihre Verwandten sterben. Die Angeklagte wollte sich nicht äußern und ihr Anwalt hat in ihrem Namen eine Erklärung vorgelesen.
In ihrer Aussage schilderte Maria die Situation in der U-Bahn, in der sie sich mit ihrem Mann und ihrem Schwager unterhielt, als sie von einer weißen deutschen Frau angegriffen wurde. Zunächst wurden die drei als „Scheißzigeuner“ bezeichnet und dann körperlich angegriffen. Die Angreiferin zog ein Messer und fügte Maria und ihrem Schwager schwere Schnittwunden zu. Maria wehrte sich und versuchte, ihren schwer kranken Mann zu schützen. Sie blutete stark und rief mehrmals: „Hilfe! Hilfe!“ Niemand bewegte sich. Erst als Maria die Frau am Arm festhielt, damit diese nicht weiter einstechen konnte, und weiter um Hilfe rief, kamen Zeugen zur Hilfe. Erst dann konnte die Frau überwältigt werden.
Als die Bahn hielt und sich das Geschehen auf den Bahnsteig verlagerte, wurden Maria und ihre Verwandten für die Angreifenden gehalten. Erst als Maria ihren blutenden Hals zeigte, entschuldigten sich die Leute. Ein Zeuge sagte aus, die Angreiferin habe ihn mit dem Satz bedroht: „Weißt du, was mein Mann mit dir macht?!“ Nach seiner Aussage hat Maria sich bei dem Mann bedankt, dass sie noch am Leben ist. Read the rest of this entry »