Facts & Figures (222)
Mai 31st, 2019 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
Mai 31st, 2019 | Published in Facts & Figures
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Mai 31st, 2019 | Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Radijo Erba & TV Erba
Tagung in Oberwart: Muttersprache verstärkt als Kommunikations&sjhy;mittel verwenden – Zum Internationalen Romatag am 8. April fand im Offenen Haus Oberwart die jährliche Tagung statt. Wie in jedem Jahr wurde gemeinsam mit Expertinnen und Experten versucht, Strategien für den Erhalt der Roma-Kultur zu finden.
Talalinipe Erbate: Dajakeri tschib soraleder ojs komunikacijonakero koja and te bescharel – Uso Internacijonali Romengero Di ando 8to april, imar suboton ando Pradimo Kher o sako berschengero talalinipe sina. Sar sako bersch, khetan ekspertinenca taj ekspertenca probalim ol, strategiji le upre likeripeske la Romengera kulturatar te lakel.
In diesem Jahr diskutierte man gemeinsam mit dem Linguisten Dieter Halwachs, mit der Leiterin des Artikel-VII-Kulturvereins, für das in der Steiermark angesiedelte Pavelhaus, Susanne Weitlaner, dem aus Ungarn stammenden Gründungsmitglied der Roma-Band Kalyi Jag Gustav Varga und dem Volksgruppenbeirats-Vorsitzenden Emmerich Gärtner-Horvath der Roma und Sinti, Stanko Horvath für Burgenland-Kroaten sowie Josef Hollos für Ungarn über Methoden gegen den Sprachverlust, vor allem bezugnehmend auf die Sprache Burgenland-Romani bzw. Romanes.
Emmerich Gärtner Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma und Sinti und des Oberwarter Roma-Vereins Roma-Service, sieht die Chancen einer Wiederbelebung des Romanes als Bildungsauftrag. Über Strategien für den Spracherhalt sollte seiner Meinung nach nicht nur am Internationalen Romatag diskutiert werden. Eine Chance sieht er in der Jugend, die sich über Social Media wieder mehr für die Muttersprache Romanes interessieren. Read the rest of this entry »
Mai 30th, 2019 | Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Ausstellung „Gegen das Vergessen“ in Wien – Porträtfotos von NS-Verfolgten des zerschnitten. Freiwillige haben spontan Mahnwachen eingerichtet
Ö1: Auf der Wiener Ringstraße sind Teile einer Ausstellung zur Erinnerung an die Opfer der NS-Gräuel bereits zum dritten Mal beschädigt worden. Freiwillige nähten die zerschnittenen Porträts der Überlebenden wieder zusammen und halten nun Mahnwache. (Mehr hier: https://oe1.orf.at/player/20190529/553902)
Stellungnahme von _erinnern.at_ zum Vorfall: _erinnern.at_ verurteilt aufs schärfste den Vandalismus an den Portraits von Verfolgten des Nationalsozialismus, die in der Ausstellung von Luigi Toscano auf der Wiener Ringstraße gezeigt werden. Es ist eine Schande und eine Scham, dass Zeitzeuginnen und Zeitzeugen derartig in Österreich herabgewürdigt werden. Die Überlebensgeschichten der Überlebenden des Holocaust zu bewahren und weiterzugeben ist uns ein großes Anliegen, durch mehrere Websiteprojekte, Unterrichtsmaterialien, das ZeitzeugInnen-Programm und durch Ausstellungen vermitteln wir ihre Geschichten an Jugendliche. _erinnern.at_ wird weiterhin daran arbeiten die Stimmen der Überlebenden des NS-Terrors, die in Österreich lange nicht gehört wurden, zu verstärken.
Die Ausstellung wird nun von mehreren Jugendorganisationen bewacht, um weitere Vandalenakte vorzubeugen. Bundespräsident Van der Bellen, der die Ausstellung vor wenigen Wochen eröffnete, verurteilte die Beschädigung schärfste und besuchte die Ausstellung ein weiteres Mal: „Es macht mich tief betroffen, dass die Ausstellung ‚Gegen das Vergessen‘ tlw. brutal zerstört wurde. Read the rest of this entry »
Mai 29th, 2019 | Published in Rassismus & Menschenrechte
Mit Baseballschlägern bewaffnete Hooligans überfallen drei Roma-Siedlungen in Leskovvac (Serbien)
Das Roma Antidiscrimination Network (RAN) schreibt:
Wie die Roma-Partei mitteilte, kam es am Abend des 11. Mai 2019 gegen 21 Uhr zu drei Überfällen auf Roma-Siedlungen, auf die die Polizei reagierte. Etwa 50 Hooligans sollen sich bewaffnet mit Baseballschlägern in den Siedlungen Sat Mahala, Podrvce und „Slavko Zlatanović“ gewalttätig verhalten haben. Fünf bis sechs Menschen wurden verletzt, ein Anwohner vermutet Vorurteile gegen Roma. An anderer Stelle wird ein vorausgegangener Streit genannt.
Die Sprecherin der Roma-Partei, Sanja Šajn, verlangte von der Regierung, dass Polizeiwachen in diesen Siedlungen eingerichtet werden: „Dieses Verhalten ist inakzeptabel, wir unterstützen die schnelle Reaktion der Polizei, erwarten aber von anderen zuständigen Behörden Entschlossenheit im Kampf gegen solche Taten“, sagt Šajn. Šajn schätze weiter ein, dass solche Verhaltensweisen strengstens bestraft werden müssen, und forderte die Unterstützung von Mitgliedern der Roma-Gemeinschaft. „Das ist schon der zweite Angriff in Folge auf Roma-Siedlungen in Leskovac“, führt die Roma-Partei an und fügt hinzu, dass nicht zugelassen werden könne, dass solche Provokationen in einen allgemeivnen Konflikt übergehen.
„Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln in diesem Fall“, teilte der Pressesprecher der Polizei in Leskovac, Boban Zdravković, mit. Er bestätigt, dass eine mit Stöcken, Schlägern und Messern bewaffnete Gruppe Roma in Podvorce angriff. Zwei weitere Angriffe im Stadtzentrum und auf einem Schulhof wurden zuvor gemeldet.
Der Angriff ereignete sich während einer Feier, als sich viele Roma auf der Straße aufhielten. Die Bewohner gehen davon aus, dass es sich um eine organisierte Gewalttat handelt und fürchten nun, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Read the rest of this entry »
Mai 28th, 2019 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken
Mit seinem Tod verlieren die Sinti und Roma in Deutschland einen Freund und Mitstreiter, der durch seine Bücher und Drehbücher den Opfern und den Überlebenden des NS-Völkermordes Erinnerung und Würde gegeben hat. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma widmet dem Verstorbenen und seinem Lebenswerk folgende Zeilen:
Michail Krausnick war ein Mensch von ungemeiner Freundlichkeit und Beharrlichkeit, von Bescheidenheit und einer beeindruckenden Detailkenntnis (nicht nur) seiner Stoffe und Themen. Mit seinem Buch „Da wollten wir frei sein“, das schon 1983 erstmals erschien, gab Michail Krausnick überhaupt erstmals einer Sinti-Familie, die die NS-Verfolgungen ebenso wie die bundesdeutsche Nachkriegsdiffamierung erfahren hatte, eine Stimme. Mit diesem Buch wurde in der Form der Oral History über die Konzentrations- und Vernichtungslager, über den Völkermord und über die beschämende deutsche Nachkriegsgeschichte direkt von einer der vielen betroffenen Familien berichtet. Den nach der Haupterzählerin dieses Buches benannten „Hildegard-Lagrenne-Preis“ der Stadt Mannheim erhielt Michail Krausnick 2016.
Die ungemeine Empathie und sein Einfühlungsvermögen kennzeichnen alle Bücher von Michail Krausnick und besonders jene, die er mit und über Sinti und Roma schrieb. Für den Zentralrat schrieb er „Elses Geschichte“ auf, die als achtjähriges Mädchen nach Auschwitz deportiert worden war und überlebt hatte. Die Verfolgung von Sinti und Roma waren ein Dauerthema für Michail Krausnick, zu dem er immer wieder publiziert: „Wo sind sie hingekommen? Der Völkermord an den Sinti und Roma“ 1995 und „Auf Wiedersehen im Himmel! Die Geschichte der Angela Reinhardt“ 2001. Auf der Basis dieses Buches entstand der gleichnamige Film über das Schicksal der Sinti-Kinder von der St. Josefspflege, die zuerst für rassenhygienische Versuche missbraucht und dann nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet wurden.
Mai 27th, 2019 | Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
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Peter Horvath war 1939 sechs Jahre alt. Er lebte mit seinen Eltern und seinem Bruder in einem kleinen Haus in der Romasiedlung in Jois (Bezirk Neusiedl am See). Sein Vater war kurz zuvor aus der Wehrmacht entlassen worden, obwohl er bereits eine höhere Position innehatte. Da es dazu keinen Anlass gegeben hatte, befürchtete er das Schlimmste für sich und seine Familie. Er sollte Recht behalten: „Im 39er Jahr, wie der Hitler gekommen ist, haben sie meine Mutter und meinen Bruder abgeholt und sie haben sie weggebracht. Sie sind nach Auschwitz gekommen. Die SA ist in der Nacht gekommen, da kann ich mich noch gut erinnern, und hat alle zusammengetrieben und weggebracht. Sie sind zuerst nach Wien gekommen, und von der Elisabethpromenade aus sind dann alle mit dem Transport in die KZs gebracht worden. Und meine Mutter und mein Bruder waren in mehreren Lagern, und zum Schluss kamen sie nach Auschwitz. Am Anfang waren sie in Ravensbrück, und von dort dann nach Auschwitz. Und mein Vater und ich sind davongekommen, das war unser Glück. Read the rest of this entry »
Mai 25th, 2019 | Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
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Am Sonntag den 19. Mai 2019 wurde ein Denkmal in der Gemeinde Ritzing (Bezirk Oberpullendorf, Burgenland) für die 21 Opfer des Nationalsozialismus, 18 davon waren Roma und drei Euthanasieopfer, enthüllt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Historiker Herbert Brettl und der Künstler Christian Gmeiner waren die Hauptinitiatoren dieses künstlerischen Mahnmals. Eine Betonsäule, die die Namen der Opfer trägt, ragt nun neben dem Friedhof in Ritzing aus dem Boden und erinnert an die im Nationalsozialismus ermordeten Einheimischen. Um die Säule sind Betonkreise angeordnet, in denen sich Ritzinger und Angehörige der Volksgruppe der Roma mit ihren Fußabdrücken verewigten und somit ebenfalls ein Zeichen gegen das Vergessen setzten. Der Künstler Christian Gmeiner, dessen Vater aus Ritzing stammte, war es ein besonderes Anliegen, diesen mehrschichtigen symbolischen Charakter des Denkmals hervorzuheben.
Der Historiker Brettl hat es sich schon seit vielen Jahren zum Ziel gemacht, die lange verdrängte und vergessene Geschichte der Roma im Burgenland aufzuarbeiten und sichtbar zu machen. Dieses Aufarbeiten führte in der Vergangenheit schon zu der Errichtung einiger Denk- und Mahnmäler für Roma und Sinti in den Gemeinden des Burgenlandes. Auch in Ritzing erforschte er die Geschichte der drei Roma-Familien, die vor dem Nationalsozialismus im Ort ansässig waren. Nachdem der Vorschlag für ein Mahnmal im Gemeinderat eingereicht wurde, gab es sofort die Zustimmung des Bürgermeisters und der Mitglieder aller Fraktionen. Read the rest of this entry »
Mai 20th, 2019 | Published in Frauenrechte, Musik
Anlässlich des Internationalen Tags des Jazz stellte RomaTrial e.V. am 30. April das einjährige Jazzkünstlerinnen-Projekt vor, das 2019 die Förderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa erhalten hat. Es unterstützt drei Musikerinnen mit Roma- bzw. Sinti-Hintergrund, die Klischees jeglicher Art widerlegen.
Das Projekt RomnjaJazz reagiert auf anhaltende Benachteiligung und die Unterrepräsentanz von Frauen, insbesondere von Musikerinnen und Komponistinnen, die sich zu „People of Color“ zählen oder einen anderen Minderheitenhintergrund haben, in der Jazzszene. Von Februar bis Dezember 2019 arbeiten die Jazzmusikerinnen und -komponistinnen Riah Knight, Matilda Leko und Tayo Awosusi-Onutor (siehe auch hier und hier) mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen, um ihre künstlerische Entwicklung voranzutreiben, ihre praktischen Management-Fähigkeiten zu verbessern und ein attraktives Image für ihre Selbstpräsentation zu kreieren.
Das Programm teilt sich in drei Phasen auf: Sichtbarkeit, Komposition und Kollaboration. Neben Workshops und Entwicklung neuer Musikstücke sind auch gemeinsame Auftritte in Berlin geplant. „Ich denke, dieses Projekt ist wirklich notwendig, nicht nur für unsere Community und die Art, wie wir Platz im Mainstream einnehmen, sondern auch für Frauen in der Berliner Jazzszene allgemein. RomnjaJazz ist eines von vielen Beispielen dafür, wie Frauen in der Sinti- und Roma-Kunst und im Aktivismus in den Vordergrund treten. Wir sind viele, und wir werden weiter wachsen“, sagt Riah Knight.
Das Projekt will die Heterogenität der Sinti- und Roma-Communities zeigen und den individuellen Beitrag zur Gesellschaft der beteiligten Künstlerinnen wertschätzen. RomnjaJazz ist daher auch ein Mittel gegen die alltägliche und allgegenwärtige Abwertung von Sinti und Roma. Read the rest of this entry »
Mai 18th, 2019 | Published in Interview, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV
SWR2: Lyrik der Sinti und Roma bei den 25. Heidelberger Literaturtagen
7:28 min | 11.5.2019
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Manfred Metzner, Leiter des Wunderhorn-Verlags, stellt bei den 25. Heidelberger Literaturtagen einen zweisprachigen Lyrikband deutscher Klassiker vor, die der 2016 verstorbene Sinto Reinhold Lagrene ins Romanes übersetzt hat. Das sonst nur mündlich tradierte Romanes erweist sich hier als lebendige Sprache, die sich auch für den lyrischen Ausdruck eignet.
(Text: www.swr.de)
Mai 17th, 2019 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung
Pilotprojekt Mobiler One-Stop-Shop (MOSS) Südburgenland
Was ist der Mobile One-Stop-Shop?
Der „Mobile One-Stop-Shop“ (MOSS) ist ein individuelles und bedürfnisorientiertes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren in der Region Südurgenland. Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die sich weder in Ausbildung, Beschäftigung oder Schulung befinden, sowie an deren Eltern, Bezugspersonen und Multiplikator/innen im regionalen Lebensumfeld. In Kooperation mit Gemeinden, Vereinen und regionalen Vertreterinnen und Vertretern sollen Jugendliche dazu ermutigt werden, das Beratungsangebot des „Mobilen One-Stop-Shops“ in ihrem gewohnten Lebensumfeld in Anspruch zu nehmen. Vorrangiges Ziel ist eine nachhaltige und erfolgreiche Anbindung und (Re-)Integration südburgenländischer Jugendlicher in ein weiterführendes Ausbildungs- bzw. Beschäftigungsverhältnis.
Was wird angeboten?
Die Berater/innen sind vor Ort und somit auch in Ihrer Gemeinde tätig. MOSS bietet Ihnen:
Selbstverständlich ist auch eine Übernahme des/der Jugendlichen in das Projekt Jugendcoaching von „RETTET DAS KIND – Burgenland“ möglich.
Mai 15th, 2019 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte
(Quelle)
Mai 12th, 2019 | Published in Interview, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 7.5.2019 | (on demand)
Ioana Spataru: „Identität ist mehr als eine Sprache“
I schauschpilerkija, fotografkija taj aktivistikija Ioana Spataru adi use amende andi sendung hi. Oj andar jek rumenitiki-ungriki Romengeri familija le Lovarajendar taj le Romungrejendar al. I 22-berschengeri Romni usi erschti generacija ande lakeri familija kerinel, savi nisaj Romanes na vakerel. Ioana Spataru ando feberi jeka reporterkija ando falato „Schachnovelle“ le Stefan Zweigistar kheltscha, savi ando keripe le projektostar „Sampling Europe – Rumänien“ ando betschitiko Pygmalion-teateri andi rumenitiki tschib te dikel sina. Akan, oj fotografija upro koleg andi utschi grafischi bundakeri siklipeskeri- taj probalinipeskeri ischkola Betschiste schtudirinel taj andi sendung pedar lakero keripe ojs fotografkija taj pedar i definacijona la identitetatar taj la schpiritujalitetatar vakerel.
Die Schauspielerin, Fotografin und Aktivistin Ioana Spataru ist heute zu Gast in der Sendung. Sie kommt aus einer rumänisch-ungarischen Romafamilie von Lovara und Romungre. Die 22-jährige Romni gehört zur ersten Generation in ihrer Familie, die kein Romanes spricht. Ioana Spataru spielte im Februar die Rolle der Reporterin im Stück „Schachnovelle“ von Stefan Zweig, die im Rahmen des Projekts „Sampling Europe – Rumänien“ im Wiener Pygmalion-Theater in rumänischer Sprache aufgeführt wurde. Sie studiert zur Zeit Fotografie am Kolleg an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und -Versuchsanstalt in Wien und spricht in der Sendung über ihr Schaffen als Fotografin, die Definition der Identität und Spiritualität.
(Text: volksgruppen.orf.at & volksgruppen.orf.at)
Mai 11th, 2019 | Published in Politik, Radio, Podcast & TV
„Heimat Fremde Heimat“ über Solidarität der Roma und Wiener Zentren des jüdischen Lebens
Ajda Sticker präsentiert das ORF-Magazin „Heimat Fremde Heimat“ am Sonntag, dem 12. Mai 2019, um 13.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:
Europäische Zusammenarbeit und Nachbarschaftshilfe sind für die österreichischen Roma nicht nur Schlagwörter. So ist es für die Romavertreter aus dem burgenländischen Oberwart eine Selbstverständlichkeit, den 500 Roma aus Slowenien, die sich in den vergangenen Jahren in der steirischen Gelmeinlde Feldbach angesiedelt haben, ihre Hilfe anzubieten. Mittels eines europäischen Projekts will man die Roma für den Arbeitsmarkt fit machen und ihnen in Notlagen zur Seite stehen. Das Projekt wurde von staatlicher Seite genehmigt, auf Gemeindeebene erlebten die Romavertreter jedoch eine böse Überraschung, die Zusage wurde zurückgezogen. Ein Lokalaugenschein in der Steiermark und im angrenzenden Slowenien von Sabina Zwitter.
Bis zum „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 war in Wien eine florierende jüdische Gemeinde beheimatet. An die 180.000 Jüdinnen und Juden richteten Synagogen, Schulen, Sportstätten, Spitäler, Altersheime, rituelle Bäder oder ein Blindeninstitut aus eigenen Mitteln ein. Read the rest of this entry »
Mai 9th, 2019 | Published in Facts & Figures, Romani
(Quelle)
Mai 7th, 2019 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Jugend & Bildung
Die SozialMarie wurde am 1. Mai zum 15. Mal an 15 herausragende soziale Innovationen im ORF RadioKulturhaus vergeben. Die 15 exzellenten sozialen Innovationen, die mit neuen Herangehensweisen und Lösungen auf gesellschaftliche Probleme reagieren, finden Sie hier.
Vererbte Armut ist nach wie vor Grund für lebenslange Benachteiligung. Der mit 15.000 € dotierte erste Preis ging an The Omama Project (Website) Frauen, die in slowakischen Roma-Siedlungen leben, werden in Methoden der kindlichen Frühförderung geschult. Als Omamas unterstützen sie in den Siedlungen Mütter die motorischen und kognitiven Fähigkeiten ihrer Kleinen zu entwickeln.
Worum geht es?
Omama is an early child development home-visiting program which supports a healthy cognitive, social, and physical development of Roma children living in poverty during the most critical period of every child’s life (0-3 years). Home visits are delivered by trained Roma women from the local communities. They are empowered to be a part of the solution in ending the cycle of generational poverty.
Würdigung der Jury
Early and regular steps. Gentle, innovative, persistent. Every small step of progress is celebrated: The child succeeds in an exercise. The Omama is employed for the first time in her life. The children will not automatically be enrolled in a special school later. A detailed manual, an observation sheet completed after each visit, and the scientific support serve to improve and expand: More Omamas in more settlements. The promotion of children after the third year of life as well. Politicians take more responsibility for the situation of the Roma minority by strongly supporting their improvement.
Über den zweiten Preis (10.000 €) freut sich die Genossenschaft für Gemeinwohl. Sie steht für eine alternative Ökonomie und bietet gemeinwohlorientierte Finanz- und Bildungsangebote. Mit dem dritten Preis (5.000 €) wurde die Social Rental Agency – On the Way out of the Housing Crisis in Ungarn ausgezeichnet. Die Agentur vermittelt zwischen Wohnungslosen und privaten sowie kommunalen WohnpartnerInnen und schafft leistbare Mietverhältnisse.
(Text: SozialMarie)
Mai 5th, 2019 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani
Erschtivar andi historija la Austrijatar bojd jek sikavipe dschenenge, save meschtertscha/ meschterkiji te ol kamna, le tschibtschakere pharipeskere gendoha Burgenland-Roman (Burgenland-Romani), dela. Use aja joma sikal pe akan i Pedagogischi Utschi Ischkola Burgenland andi Tikni Martona.
I Sabine Weisz, direktorkija la Pedagogischi Utschi Ischkolatar Burgenland, loschanel pe, hot lakeri ischkola aja joma uso upre likeripe jeke barikane faktoristar la burgenlanditika kulturatar akan schaj kerel. Te dosta aunmejdiniptscha dija (pantsch dschene iste le on) akor le dschevendeskere semesteriha 2019/2020 ada butjakero vodinipeskero sikavipe, ande blokime sikavipeskere ori (10 kurke ando semesteri: paraschtun 13:45 – 20:30 orenge, suboton 8:00 – 18:45 orenge) schaj kesdinel.
Ando 3ti semesteri akor o tschibtschakero pharipeskero gendo „Roman“ del. Akan o Burgenland-Roman, kekaj te aja tschib ando tschulipengero ischkolakero tschatschipe ando Burgenland tel pisim hi, ando burgenlanditike ischkoli na sikado ol, so te upro falinipe le meschterendar adala tschibtschake paschlol, phenel i ischkolakeri inschpektorkija le tschulipengere ischkolakere kojastar le thaneskere ischkolakere rotistar Burgenland, Karin Vukman-Artner.
Online aunmejdinipe dschi uso 15to maj
O online aunmejdinipe vasch o uprelipe meg dschi uso 15to maj naschel (pascho koridor: 1ti juli – 14to august 2019), paloda avre uprelipeskere- taj ajgnungakere koji del. Read the rest of this entry »
Mai 3rd, 2019 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Romani
Muttersprache: PH Burgenland mit historischem Durchbruch
Erstmals in der Geschichte Österreichs könnte es bald einen Lehrgang für werdende Pflichtschullehrer/innen mit dem Sprachschwerpunkt Burgenland-Roman (Burgenland-Romani) geben. Zu diesem Schritt zeigt sich die Pädagogische Hochschule Burgenland in Eisenstadt nun bereit.
Sabine Weisz, Direktorin der Pädagogischen Hochschule Burgenland, freut sich, dass ihre Schule diesen Schritt zum Erhalt eines wesentlichen Faktors des burgenländischen Kulturguts nun setzten kann. Bei genügend Anmeldungen (mindestens fünf Personen) würde mit dem Wintersemester 2019/2020 dieser berufsbegleitende Lehrgang, dessen Unterricht in geblockten Lehrveranstaltungen (10 Wochenenden pro Semester: freitags 13:45 bis 20:30 Uhr, samstags 8:00 bis 18:45 Uhr) stattfindet, starten.
Ab dem 3. Semester würde der sprachliche Schwerpunkt „Roman“ gesetzt werden. Momentan wird Burgenland-Roman (Burgenland-Romani) trotz des auch für diese Sprache geltenden Minderheitenschulgesetzes im Burgenland an den Schulen nicht unterrichtet, was natürlich auch am Lehrkräftemangel für diese Sprache liege, bedauert die Pflichtschulinspektorin des Minderheitenschulwesens des Landesschulrats Burgenland, Karin Vukman-Artner.
Online-Anmeldung bis 15. Mai
Die Online-Anmeldung zum Aufnahmeverfahren läuft noch bis 15. Mai (Nebenkorridor: 1. Juli bis 14. August 2019), danach finden weitere Aufnahme- und Eignungsverfahren statt.
Der Start eines Ausbildungslehrgangs für künftige Lehrer/innen mit Burgenland-Roman-Kompetenzen wäre ein Meilenstein für die Volksgruppe. Nun liegt es an den Interessenten/innen selbst, diesen persönlichen und historischen Schritt zu wagen, damit sich dieser wichtige Schwerpunkt an der Pädagogischen Hochschule manifestieren kann.
Näheres zum Studium: Lehramt Primarstufe, ab Oktober 2019 berufsbegleitend; Dauer: acht Semester
(Text: volksgruppen.orf.at)
Mai 2nd, 2019 | Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Das Roma Center Berlin hat einen Aufruf zur Unterstützung einer Romni veröffentlicht, die mit ihrem Mann und Schwager vor einem Monat in Berlin von einer Frau in der U-Bahn – laut Roma-Center aus rassistischen Motiven – attackiert und verletzt wurden. Der Vorfall fand in den Medien offenbar keinen breiten Niederschlag. Auch in den Presseaussendungen der Polizei Berlin konnten wir keine diesbezügliche Meldung finden.
Im Folgenden geben wir das Rundschreiben des Roma Centers Berlin, das uns über das Roma Antidiscrimination Network erreicht hat, im Wortlaut wieder:
Roma-Frau klagt gegen rassistische Straftäterin
Am 29. März waren M., ihr Mann und ihr Schwager in einer Berliner U-Bahn unterwegs, als sie von einer Frau mit einem Messer attackiert wurden. Die Frau hat dem Schwager in den Bauch gestochen und nur um 2cm die Leber verfehlt. Als sie M.s Mann angreifen wollte, konnte dieser ausweichen. Daraufhin hat sie es nochmal versucht und M. hat sie gestoßen, damit sie das Gleichgewicht verliert. M. gelang es nicht, die Angreiferin zu Boden zu stoßen, und diese schnitt M. tief in den Nacken. Als M. versucht hat, der Frau das Messer wegzunehmen, hat die Frau sie hart in die Hand gebissen. Die ganze Zeit hat M. gerufen: „Bitte Hilfe!“, aber niemand im Wagen hat sich bewegt. Als der Zug in der nächste Station gehalten hat, haben M., ihr Mann und ihr Schwager – obwohl alle Blut überströmt und tief verletzt waren – es endlich geschafft, die Frau am Boden festzuhalten. Erst dann hat ein Mann, der die ganze Szene im Zug gesehen hat, sich eingemischt und die Hand der Frau festgehalten.
Die Polizei verhaftete die Frau. M. und ihre Familie mussten im Krankenhaus stationär behandelt werden. M.s Mann ist schwer krank und hatte kürzlich eine Operation. Inzwischen ist er wieder im Krankenhaus.
Die Kriminalpolizei hat M. darüber informiert, dass die Angreiferin eine deutsche Frau ist und dass es eine rassistisch motivierte Straftat war. Die Frau wird strafrechtlich verfolgt. Die Polizei hat M. jedoch auch geraten, die Frau auf Schadenersatz zu verklagen. Sie empfahl ihr, sich hierfür anwaltlich beraten und vertreten zu lassen.
Wir möchten, dass der Fall öffentlich bekannt wird. Selten wird über rassistisch motivierte Straftaten berichtet. Read the rest of this entry »