Archive for April, 2019

Facts & Figures (219)

April 29th, 2019  |  Published in Facts & Figures

Die Schauspielerin und spätere Zir­kus­direk­to­rin Moira Orfei (1931–2015) ent­stamm­te einer italieni­schen Ro­ma­fa­mi­lie. Sie wirkte in 47 Fil­men mit.

(Quelle)

Crossing Europe (Linz): Seule à mon mariage

April 25th, 2019  |  Published in Film & Theater, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte

Alone at My WeddingÖsterreichpremiere: Seule à mon mariage
(Alone at My Wedding
)

Spielfilm von Marta Bergman
BEL/FRA/RUM 2018, 121 Min.
Französisch/Romanes/Rumänisch/Flä­misch

Screenings bei Crossing Europe:
25.4.2019, 15:15: Movie 1 (Filmgast an­we­send)
27.4.2019, 10:30: Ursulinensaal

Pamela (Alina Serban) ist eine Romni Anfang 20, die mit ihrer Groß­mutter und ihrer zwei­jäh­ri­gen Tochter in einem Dorf am Stadt­rand von Bukarest lebt. Da ihre Eltern tot sind und es keine ech­ten beruf­li­chen Per­spekti­ven gibt, sieht sie im Ver­las­sen ih­rer Familie die Chan­ce für ein bes­se­res Leben und geht als „Kata­log-Braut“ mit einem Belgier eine Ehe ein. Der Film macht deut­lich, dass Ehen manch­mal mehr aus der Not als aus Liebe ge­schlos­sen wer­den. Der bit­ter­süße Ton, die leb­hafte Per­for­mance der Haupt­dar­stel­lerin und die außer­ge­wöhn­li­che Ge­schichte spre­chen für die­sen sehens­wer­ten Film.  (Sophie Rieger, YAAAS 2019)

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Tschechien: Zehn Jahre nach Vítkov

April 24th, 2019  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Brandanschlag in VitkovGespräch zum Mordan­schlag auf eine Roma-Fa­milie vor zehn Jah­ren und zur Kon­ti­nu­i­tät ras­sis­ti­scher Ge­walt in Tschechien

RadioBlau, Leipzig, Sendung vom 19.4.2019
→Anhören mp3 (15:15 min, 35 MB)

Wir hören ein Gespräch mit Michael vom Blog EcoleUsti (ecoleusti.wordpress.com), der an den ras­sis­ti­schen Brand­anschlag in Vítkov in Tsche­chi­en am 18. April 2009 erinnert (siehe hier und hier) und auf die Kon­tinui­tä­ten und Voraus­set­zun­gen rassis­ti­scher Gewalt in der Tsche­chi­schen Republik und da­rüber­hinaus ver­weist.

(Sendung und Text: RadioBlau)

Siehe auch:
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„Zigeuner­ein­schlag – bes­ser nichts an­bieten“

April 22nd, 2019  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: Versehentlich bekannt gewordener interner Vermerk beweist massive rassistische Diskriminierung am WohnungsmarktRassistische Diskriminierung bei Woh­nungs­ver­ga­be in Deutsch­land: Ein in­ter­ner Ver­merk der Woh­nungs­genos­sen­schaft Hameln ruft Em­pö­rung und Kri­tik des Min­der­hei­ten­ra­tes Deutsch­lands hervor

Eine rassistische Bemerkung auf einem Form­blatt für Woh­nungs­su­chende sorgte vor eini­gen Tagen für hef­tige Kritik an der Woh­nungs­ge­nos­sen­schaft Hameln (WGH) in Niedersachsen. Ein Mit­arbeiter oder eine Mit­arbei­terin der WGH hatte einer 68-Jäh­rigen eine Beschei­ni­gung über eine ver­geb­li­che Be­wer­bung auf eine Zwei­zim­mer­wohnung über­sandt. Neben den per­sön­li­chen Daten stand nicht nur der Satz „Es lie­gen der­zeit keine An­gebote vor“, son­dern auch die Be­mer­kung „1 Pers.; leich­ter Zigeuner­ein­schlag; bes­ser nichts an­bieten“ – offen­bar ein interner Ver­merk, der nicht nach außen drin­gen sollte.

Die Hamelerin war sprachlos und empört. Ihre Mutter und an­dere Familien­mit­glie­der seien in der NS-Herr­schaft als „Zigeuner“ ver­folgt, in Kon­zentra­tions­lager ge­sperrt oder von den Nazis er­mordet wor­den. Die rassis­tische Be­merkung trifft sie damit umso mehr, heißt es im Arti­kel auf stern.de.

Der Fall zieht grö­ßere Kreise. Denn nun haben viele Sinti und Roma das schwarz auf weiß, was viele ver­muten, aber nur selten be­legen können: Auch acht Jahr­zehnte nach der Ver­folgung der Minder­heit durch die National­sozialis­ten wer­den Sinti und Roma in Deutsch­land weiter­hin be­nachtei­ligt.

Es gebe nach wie vor eine Form von alltägli­cher Dis­kriminie­rung, sag­te Herbert Heuß vom Zentralrat Deut­scher Sinti und Roma in Deutsch­land gegen­über der Nord­west-Zei­tung. Es pas­siere immer wieder, sagt der wis­sen­schaft­li­che Leiter des Zentral­rats: Mal ist es eine junge Frau, die auf einem Computer­monitor in einem süd­west­deutschen Jobcenter einen ent­spre­chen­den Vermerk ge­sehen haben will. Mal ein Bewer­ber, bei dem die pas­senden Jobs trotz Quali­fi­kation immer plötz­lich ver­geben sind. Doch einen so klar doku­men­tier­ten Fall wie in Hameln gebe es nur selten.

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„Das Bild der Zigeunerin“ (2017)

April 19th, 2019  |  Published in Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazStrahinja Dobrivojević (2017): Das Bild der Zigeunerin in aus­ge­wähl­ten Wer­ken von Adal­bert Stifter, Karl Emil Franzos und Her­mann Hesse

Masterarbeit, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Ins­ti­tut für Germanistik), 66 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Die Einstellung verschiedener Bevölkerungen der Welt ge­gen­über dem Fremden ist seit lan­gem ein wich­tiger For­schungs­punkt, so­wohl in der Politik und Ge­schichte als auch in der Sprache und der Literatur­wissen­schaft. Die Bilder des Fremden rei­hen sich an­einan­der und sind ein un­er­läss­li­cher Bestand­teil der An­erken­nung jeder Minder­heits­gruppe ge­wor­den. In eini­gen Fäl­len sind diese Bilder eine positive An­nah­me des Frem­den, aber im größ­ten Teil um­fassen sie an brei­tes Spektrum an Ur­tei­len, Vor­über­zeu­gun­gen und Ver­achtung.

Diese Arbeit, Das Bild der Zigeunerin in ausgewählten Werken von Stifter, Franzos und Hesse, hat das An­liegen, die eher nega­tiven Bilder des Frem­den auf­grund konkre­ter literari­scher Bei­spiele aus den vor­han­de­nen Werken dar­zu­stel­len. Darun­ter be­fin­den sich zwei Wer­ke von Adalbert Stifter (Katzensilber und Der Waldbrunnen), ein Werk von Karl Emil Franzos (Die Hexe) und ein Werk von Hermann Hesse (Narziß und Goldmund). Al­le Wer­ke außer Die Hexe stel­len ein Bild des Frem­den dar, das ob­wohl es ne­gativ am An­fang per­zi­piert wer­den könn­te, am Ende eher affirma­tiv ist. Die Hexe hin­ge­gen ist eine Erzählung, an deren Bei­spiel sich das nega­tive Bild des Fremden am bes­ten ver­stehen lässt. Die Arbeit ist so ein­ge­glie­dert, dass jeder Teil eine aus­führ­liche Dar­stellung der wich­tigs­ten Motive und Topoi um­fasst. Read the rest of this entry »

Radio: Musik von Minderheiten (2010)

April 17th, 2019  |  Published in Interview, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Aus dem Radioarchiv (Sendung vom 12. Mai 2010)


ECO Promi Time – Ursula Hemetek: Musik von Minderheiten
Radio FREEQUENNS, Liezen
101.72 MB, 74:04 min

Ursula Hemetek ist Institutsleiterin des Instituts für Volksmusik­for­schung und Ethno­musiko­lo­gie an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­lende Kunst in Wien, wo sie die Musik von Min­der­heiten in Österreich, ins­beson­dere der Roma, der Bur­gen­län­di­schen Kroaten und der Bosnier in Wien er­forscht, die viel­leicht die Grund­lage von Austropop sein könn­ten … Marlene Kindler be­fragt sie auf ECO Promi Time.

(Text: cba.fro.at)

Siehe auch:
Radio: Das „Fremde“ vor der Haustür, 8.1.2018
Wittgenstein-Preis für Ursula Hemetek, 20.6.2018
Forschung zur Musik von Minderheiten, 25.1.2016

Facts & Figures (218)

April 16th, 2019  |  Published in Facts & Figures

69 % der jungen er­wach­se­nen Roma in mar­gi­na­li­sier­ten Wohn­ge­gen­den in Mon­te­neg­ro ha­ben kei­nen Pflicht­schul­ab­schluss – der höchs­te Wert am West­bal­kan.

(Quelle/pdf)

Gedanken für den Tag: Marion Dworzack

April 13th, 2019  |  Published in Allgemeines, Radio, Podcast & TV

Marion Dworzack (Foto: Romano Svato)Marion Dworzack zum Internationa­len Tag der Roma


Ö1 | Gedanken für den Tag, 12.4.2019
Gestaltung: Alexandra Mantler

→Anhören (7 Tage Ö1)

„Auf meinem sehr, sehr langen Weg“. Marion Dworzack, Romni, Femi­nis­tin und Ka­tho­­likin, er­zählt von prä­gen­den Per­sön­lich­keiten der Roma-Com­mu­ni­ty und was die­se Zu­ge­hö­rig­keit für sie selbst be­deutet.

„Auf meinem sehr, sehr langen Weg / Traf ich viele schöne Roma“, heißt es in dem Lied „Djelem Djelem“, das als of­fi­ziel­le Hymne der Roma gilt. Doch schon die zwei­te Strophe er­in­nert mit der Zeile „Ich hat­te ein­mal eine gro­ße Familie / Die Schwar­ze Legion er­mordete sie“ an die Ver­trei­bung und Ermor­dung der Roma durch kroa­ti­sche Faschis­ten. Nur ein Ka­pitel in einer lan­gen Geschichte der Dis­kriminie­rung und Ver­folgung, der die Roma im­mer wieder aus­gesetzt waren. Rund 12 Millio­nen Roma gibt es heute in Europa, sie sind damit die größ­te Minder­heit. In Österreich le­ben Roma schon seit dem 15. Jahr­hun­dert. Sie sind heute als Volks­gruppe an­erkannt und fast alle sess­haft, werden al­ler­dings in der öffent­li­chen Dis­kus­sion immer wieder als „um­her­ziehend“ dar­gestellt. Oft sind Be­schrei­bun­gen negativ kon­notiert und von Klischee­vor­stellun­gen ge­prägt, etwa wenn Roma als „Diebes- und Bettel­banden“ her­halten müs­sen.

„DIE Roma“ gibt es allerdings nicht: Zwar verbindet eine ge­mein­same Sprache, aber die je­weili­ge Geschich­te und auch die Reli­gions­bekennt­nisse sind viel­fältig. Seit 1990 gilt der 8. April als „Intern­ationa­ler Tag der Roma“. Welt­weit fin­den an diesem Tag Aktio­nen statt, die auf die Rechte der Roma, auf Heraus­for­derun­gen und Chancen, be­son­ders hin­weisen. Marion Dworzack ist in Tirol auf­gewach­sen, ist en­gagier­te Feministin und Katholikin, ar­bei­tet als Be­amtin und hat erst mit 30 Jahren zu ihren Ro­ma-Wur­zeln ge­funden. In den „Ge­danken für den Tag“ zum „Inter­nationa­len Tag der Roma“ er­zählt sie von prä­genden Per­sönlich­keiten der Roma-Com­munity und was diese Zu­gehörig­keit für sie selbst be­deutet.

(Text: Ö1 Programminfo)

Journal-Panorama: Roma in Europa

April 12th, 2019  |  Published in Allgemeines, Radio, Podcast & TV

Ö1Verfolgt, benachteiligt, diskriminiert: Roma in Europa

Ö1, Journal-Panorama, 11.4.2019 (Sendereihe)
Gestaltung: Maria Harmer

→Anhören (7 Tage Ö1)

Die Roma – ein Überbegriff für unterschiedliche Grup­pie­run­gen, die frü­her als Zigeuner be­zeich­net wur­den. 10 bis 12 Mil­lio­nen Roma leben in Europa. Sie sind eine der am stärks­ten aus­ge­grenz­ten Gruppen des Kon­ti­nents, sozial wie wirt­schaft­lich. Wie ist ihre Situa­tion in ein­zel­nen euro­päi­schen Ländern, wel­che Rolle spielt die Roma-Bür­ger­rechts­bewe­gung und wie lässt sich die Dis­krimi­nie­rung be­kämpfen? Das wurde an­läss­lich des „Inter­natio­na­len Tags der Roma“ am 8. April bei einer Ver­anstal­tung im ORF-Radio­Kulturhaus dis­ku­tiert.

(Text: Ö1 Programminfo)

Ukraine: Gefälschter DNA-Beweis?

April 11th, 2019  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Ukraine VertreibungMassive Unregelmäßigkeiten im Mordprozess gegen Rom in der Ukraine

In der Oblast Odessa ist vor zwei­ein­halb Jah­ren ein klei­nes Mäd­chen ver­ge­wal­tigt und er­mor­det wor­den. Als mut­maß­li­cher Täter wurde ein junger Rom ver­haf­tet. An­schlie­ßend ver­wüs­tete ein auf­ge­brach­ter Mob die Häuser von Roma, wäh­rend die Polizei ta­ten­los zu­sah, und die ge­sam­te Roma-Com­mu­ni­ty wur­de ge­räumt (wir be­rich­te­ten, mehr le­sen). Nun sind berechtigte Zweifel an der Schuld des Mannes aufgekommen und ein Gericht hat geurteilt, dass die Räumung rechtswidrig war.

Anscheinend waren „Beweismittel“, die einen jungen Rom mit einem er­mor­deten Kind in Ver­bin­dung ge­bracht hat­ten, ge­fälscht. Seine Ver­haf­tung hatte zu gewalt­täti­gen An­grif­fen ge­gen Roma in der Oblast Odessa ge­führt.

Das ist nicht das erste Mal, dass Proble­me im Ver­fahren gegen den jungen Mann auf­treten, der sich seit zwei­ein­halb Jahren in Arrest be­findet und sich dort wohl eine Tuber­ku­lose zu­ge­zogen hat. Nun gibt es je­doch Hin­weise auf eine vor­sätz­liche Fäl­schung von Be­weis­mitteln.

Kurz nachdem die achtjährige Angelina in der Nähe ihres Zu­hau­ses in Loschtschyniwka tot auf­ge­fun­den wor­den war, ist der da­mals 21-jäh­ri­ge Mychajl Ch. ver­haftet wor­den. Der junge Mann hatte sein ganzes Leben in dieser Gegend ver­bracht. Je­doch wurde nun die Tat­sache, dass er Rom ist, von An­woh­nern zum An­lass für Aus­schrei­tun­gen ge­nom­men. Dabei wur­den Häuser von Roma zer­stört und Be­wohner ge­zwun­gen zu fliehen. Die Angriffe gin­gen um die Welt – auch da die Be­hör­den auf Sei­ten der An­greifer stan­den und die Roma-Fami­lien „über­zeug­ten“, die Ge­gend zu ver­las­sen.

Der Prozess gegen Ch. begann im November 2017 in Odessa. Bisher wur­den sechs Zeugin­nen und Zeugen auf­ge­rufen, wäh­rend 44 weitere sowie acht Expertinnen und Experten noch gehört werden müssen. Am 14. Februar hat das Gericht Ch.s Haft weiter ver­län­gert, nach­dem ein Zeuge ihm an­schei­nend ein Alibi ge­geben hatte. Am sel­ben Tag, als der Be­scheid kam, gab es eine Zeugen­aus­sage, die ent­schei­den­de Beweise ge­gen ihn in Frage stellt.

Bei Letzterer handelt es sich um die Befragung Ihor Manzoruks, der in dem Fall DNA-Pro­ben unter­sucht hatte. Hier wur­den im Prozess nun mas­sive Un­regel­mäßig­keiten fest­ge­stellt (detail­liert im unten ver­linkten Artikel nach­zu­lesen). Zudem gibt es weite­re Proble­me mit der Anklage gegen Ch. Read the rest of this entry »

O PEN-Preis awela dino kaj i Rosa Gitta Martl

April 10th, 2019  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher

Rosa Gitta Martl O „Roma-Literaturpreis kathar o be­cicko PEN ando gin­do pe i Ceija Stojka“ awela dino ka i Frau Rosa Gitta Martl, po 10. Apri­liushi 2019, 11:00 ando Presse­club Concordia, Bank­gas­se 8, 1010 Wien, an­de jekh zig­no festo.

Kodo Preiso si symbolicno rekognacija: I flogoreskeri grupa le Romani taj Sintengi sas mudar­de kathar o NS-Re­gimo taj ko­dola so traji­nas taj lenge uno­kura nas re­kogna­cija sar marde taj vik­timura kathar o Holo­caust. Vi akana, adjes e Rom taj es Sinti ikke trajin andi dis­krimina­cija ande bute tema andi Europa.

O Austrijako PEN akana kerdas kodi re­kogna­cija trival dji aka­na te saj sikha­ven pengo respekto taj najsa­rimo le Romen­ge taj e Sintenge p­ala lengi partici­pación andi euro­pea­ki kultura, taj te das lenge zor te dikhen pala lengi kul­tura, lenge shiba taj len­ge tra­diciji.

Kodo bersh o PEN-Preis awela dino kaj i Rosa Gitta Martl. Voj si o sha­voro kthar dui Sinti so trajin­de pala Ravens­brück taj Sach­sen­hausen. Voj ger­djili 1946 ando Linzo. Akana laki nevi genva avilas avri: „Bleib stark“ (ash zuralo) andi „edition pen“ an­do Löcker-Verlag an­do Beci. I Rosa Gitta Martl sas initia­tori taj bute bershen­za i raji Katar i orga­ni­sa­cija „Ketani für Sinti und Roma“ ando linzo. Laki artis­tiko buci sas bildi taj ramo­sarde tex­tura. Read the rest of this entry »

PEN-Literaturpreis an Rosa Gitta Martl

April 9th, 2019  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Rosa Gitta Martl Der „Roma-Literaturpreis des Österrei­chi­schen PEN im Ge­den­ken an Ceija Stojka“ wird am 10. April 2019 um 11 Uhr im Pres­se­club Con­cor­dia, Bank­gas­se 8, 1010 Wien, in einer Fest­ver­an­stal­tung an Frau Rosa Gitta Martl ver­ge­ben.

Der Preis ist als symbolhaftes Zeichen zu verste­hen: Die Volks­grup­pen der Roma und Sinti sind durch das NS-Re­gime bei­nahe aus­ge­rottet wor­den und die Über­leben­den und ihre Nach­kommen wur­den viel zu lan­ge nicht als Opfer des Holocausts an­er­kannt. In so man­chen Staaten Euro­pas sind die Volks­grup­pen der Roma und der Sinti nach wie vor hef­ti­ger Dis­krimi­nie­rung un­ter­worfen.

Der Österreichische PEN vergibt diesen Literaturpreis nun zum dritten Mal (wir be­rich­te­ten hier und hier), um seine Wert­schät­zung für einen wesent­lichen Teil euro­päischer Kultur aus­zu­drücken und Ver­tre­terin­nen und Vertreter der Roma und der Sinti zu er­muti­gen, un­beirr­bar ihre Kultur, ihre Lebens­art und ihre Sprachen in ihrer Be­sonder­heit weiter zu pflegen.

Der diesjährige Preis geht an Rosa Gitta Martl. Als Kind zweier die Schrecken von Ravens­brück und Sach­sen­hausen mit knap­per Not überlebt ha­ben­der Sinti, kam Rosa Gitta Martl 1946 in Linz auf die Welt. Die in der KZ-Haft er­litte­nen gesund­heitli­chen und seeli­schen Leiden der Eltern blie­ben nicht folgen­los. In dem äußerst erfolg­reichen, in meh­reren Auf­lagen publi­zierten und von Ludwig Laher heraus­ge­gebenen Buch „Uns hat es nicht geben sollen. Rosa Winter, Gitta und Nicole Martl. Drei Ge­ne­ratio­nen Sinti-Frauen er­zählen“ (Edi­tion Geschichte der Heimat im Verlag Steinmaßl) be­reitet Rosa Gitta Martl 2004 auf mehr als achtzig dicht be­schrie­benen Seiten ihr Leben vor dem Hinter­grund der gesell­schaft­lichen Ent­wick­lungen in der Zweiten Republik Österreichs mit gro­ßer Erzähl­kraft und Offen­heit aus. Dieser wichtige zeit­geschicht­liche Bei­trag zur Kultur- und Sozial­geschichte durch die Erzählun­gen der drei Sinti-Frauen, vor allem der Holocaust-Über­leben­den Rosa Winter, leis­tet eine längst fällige histori­sche Auf­klärungs­arbeit, die für die Republik Österreich und seine Be­völke­rung auch in ihrer Mah­nung von großer Be­deu­tung und hohem Wert ist.

Anlässlich der Preisvergabe erscheint nun ein weite­res Buch von Rosa Gitta Martl mit dem Titel „Bleib stark!“ in der „edition pen“ im Löcker-Ver­lag in Wien.

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Roma-Tag: Wien hisst Roma-Fahne

April 8th, 2019  |  Published in Allgemeines, Politik

Vor dem Rathaus: Wien hisst ersrmals die Fahne der Roma (Foto: Grüne Wien)Sichtbarkeit für Minderheit schaf­fen: Bür­ger­meis­ter Lud­wig hisst Roma-Flag­ge am Rathaus

Der 8. April ist Inter­na­tio­na­ler Tag der Roma – Wien be­tei­ligt sich am Akti­ons­tag

Wien (OTS/RK) – Der heutige 8. April ist der Internatio­nale Tag der Roma. Der Aktions­tag fin­det seit 29 Jahren statt, um auf die oft schwie­rige Situa­tion der Roma in der ganzen Welt auf­merk­sam zu machen – auch Wien be­teiligt sich. Am spä­ten Mittag hat Bürger­meis­ter Michael Ludwig mit dem His­sen der Fahne der Roma am Wiener Rathaus das Pro­gramm des Aktions­tags in Wien offi­ziell er­öffnet. Für den Stadt­chef ist die Fahne, die nun beim Rathaus-Ein­gang in der Lich­ten­fels­gasse weht, „ein Zei­chen von Solida­rität mit Men­schen, die im­mer noch gegen Vor­urteile kämpfen müs­sen“. Auf der Flagge ist ein rotes Speichen­rad auf grünem und blauem Grund zu se­hen.

„Seit vielen Jahren unterstütze ich die Anliegen der Roma. So wurde in Floridsdorf eine Ver­kehrs­fläche in Roma-Platz um­benannt, um für diese eth­nische Gruppe Sicht­bar­keit herbei­zu­führen“, sagte Lud­wig, nach­dem er gemein­sam mit Grünen-Ge­meinde­rätin Birgit Hebein die Fahne der Roma ge­hisst hatte. „Und als EU-Mit­glied haben wir die Pflicht, dafür zu sor­gen, dass die Roma auch in an­de­ren Ländern Unter­stüt­zung erhal­ten“, sprach Ludwig die Herab­würdi­gung der Lebens­weise der Roma vor al­lem in öst­li­chen EU-Ländern an. „Ich freue mich sehr, dass am heu­tigen Inter­natio­na­len Tag der Roma erst­mals die Roma-Fahne am Wie­ner Rat­haus wehen wird. Es war mir wich­tig, dieses An­liegen aus Respekt zu unter­stützen“, so Gemein­de­rätin Birgit Hebein.

In Wien wird der Tag u.a. mit einer Podiums­diskus­sion im ORF-Radio­Kultur­haus (4., Ar­gen­tinier­straße 30a) be­gangen – ab 18.30 Uhr disku­tieren Ver­tre­terIn­nen von EU, Uni Wien und Roma-Bei­räten aus Österreich und Deutschland un­ter der Mode­ra­tion des Autors Michael Köhlmeier. Im An­schluss spielt der be­kannte Musiker Harri Stojka ein Konzert.

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HEUTE: „dokFilm – Der Zigeunerbaron“

April 7th, 2019  |  Published in Film & Theater, Radio, Podcast & TV

Am 7. April 2019 um 23.05 Uhr in ORF 2

Programmankündigung ORF: Anlässlich des Internationalen Tags der Roma (8. April) zeigt der ORF im „dokFilm“ am Sonntag, dem 7. April 2019, um 23.05 Uhr in ORF 2 die Dokumentation „Der Zigeunerbaron“ von Michaela Ronzoni, Oliver Indra und Anthony Jacobson. Die 2014 entstandene Produktion schildert das Leben sesshafter Roma in Soroca, einer Stadt in Moldawien, in der Nähe der ukrainischen Grenze. Im Mittelpunkt stehen Artur Cherrari, der demokratisch gewählte „Baron“ aller Roma von Moldawien und somit Oberhaupt der Roma in Soroca, sowie dessen Enkel und zukünftiger „Baron“ Vale. An ihrer Seite beleuchtet das Filmteam die Welt der Roma anhand ihrer Traditionen, Bräuche und in Alltagssituationen.

In Soroca stehen kleine Paläste mit goldenen Kuppeln und kuriosen Fassaden mit voll marmorierten Sälen und Luxusautos in der Einfahrt. Doch es ist nicht alles so, wie es scheint. Der ganze Ort gleicht einem gigantomanischen, surrealen und farbenfrohen Potemkin’schen Dorf. Der Film befasst sich mit der Bedeutung der Roma in Europa, ihrer sowjetischen Vergangenheit, ihrer Arbeit, dem sozialen Gefüge, der Stellung von Mann und Frau innerhalb der Romagesellschaft und dem Bewältigen von alltäglichen Situationen. Read the rest of this entry »

Welt-Roma-Tag in ORF-RadioKulturhaus

April 6th, 2019  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

8. April 2019 im ORF-RadioKulturhaus

Großer Sendesaal, Argentinierstr. 30a, 1040 Wien

Der Internationale Tag der Roma wird jähr­lich am 8. April be­gan­gen – ein welt­wei­ter Aktions­tag, mit dem auf die Situa­tion der Roma auf­merk­sam ge­macht wer­den soll. Erst­mals or­gani­siert der Verein Voice of Diversity eine Ver­an­stal­tung an­läss­lich des Inter­nat­io­na­len Tags der Roma im Gro­ßen Sende­saal des ORF-RadioKulturhauses in Wien. Dabei soll so­wohl die Situa­tion der Roma mit­tels einer inter­natio­nal be­setz­ten Podiums­dis­kus­sion be­leuch­tet und dis­kutiert wer­den als auch die Kultur in Form eines Konzerts prä­sen­tiert und ge­feiert wer­den.

18.30 bis 20.00 Uhr Podiumsdiskussion
Eintritt frei, in deut­scher Spra­che bzw. mit Si­mul­tan­über­set­zung
Anmeldung unter radiokulturhaus@orf.at

21.00 bis ca. 22.15 Uhr – Konzert (siehe unten)
Tickets: 27 Euro, erhältlich unter radiokulturhaus.orf.at

Im Rahmen einer hochkarätig besetzten Podiums­diskus­sion wird die gegen­wär­tige Situa­tion der Roma, die Rolle der Roma-Bür­ger­rechts­bewe­gung und For­derun­gen wie etwa die An­erken­nung des ge­sell­schaft­li­chen und kultu­rellen Bei­trages der Roma für Europa oder die Be­kämpfung von Anti­ziga­nis­mus dis­kutiert. Dabei soll ins­beson­dere über die gegen­wär­tige Re­prä­sen­ta­tion von Roma im öf­fent­li­chen Diskurs wie auch über den Zu­sam­men­hang von Politik, Kultur und Iden­tität reflek­tiert wer­den. Die Mode­ra­tion lei­tet Schrift­stel­ler Michael Köhlmeier.

Gäste am Podium:

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Stadtspaziergang: Plätze der Roma in Wien

April 5th, 2019  |  Published in Veranstaltungen & Ausstellungen

Plätze der Roma in Wien - Stadtspaziergang anlässlich des Welt-Roma-TagsPlätze der Roma in Wien, ein Spaziergang durch die Zeit

Gastgeberin: Diana Sophia Maria Dworzack
Sa., 6. April 2019 von 14:00 bis 16:30

Anlässlich des Internationalen Tags der Roma und Sinti am 8. April findet auch heuer wie­der ein Stadt­spazier­gang durch Wien statt. Dieser führt uns vom Roma­no Centro über den Stephans­dom bis hin zum Cei­ja-Stoj­ka-Platz. Es ist ein ge­führ­ter inter­aktiver Spazier­gang, des­halb ist es er­wünscht, das Smartphone mit da­bei zu ha­ben!

Treffpunkt: Romano Centro um 13:45 Uhr
Hof­manns­thal­gasse 2, 1030 Wien

(Ankündigung)

„Wir müssen sie lebendig verbrennen“

April 5th, 2019  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Lynchmob in Rom (Videostill: Repubblica)Lynchmob attackiert Roma-Notunterkunft in Italien

Belltower.news: In Rom will ein rechter Mob ein Quartier von Roma „be­frei­en“. Die Men­schen ver­suchen, eine Wohn­anlage zu stürmen und zün­den Autos an. In Frankreich ja­gen be­waff­nete Men­schen Roma auf of­fener Straße (wir be­rich­te­ten). Extrem rechte Par­teien in Europa ern­ten nun die Früchte ihrer roma­feind­li­chen Hetze.

(…) Im römischen Außenbezirk Torre Maura kam es in der Nacht auf Mitt­woch, den 3. April, zu einem An­griff auf ein Auf­nahme­zentrum, in dem über 70 Roma und Romnija lebten (Anm. der dROMa-Red.: etwa die Häfte ist minder­jäh­rig). An­gesta­chelt wurde dieser Aufstand laut italieni­schen Medien­berich­ten durch die rechts­extre­men Parteien „Casa Pound“ und „Forza Nuova“. Der Angriff dau­erte meh­rere Stun­den, etwa 300 Per­sonen be­teilig­ten sich (Anm.: ande­re Me­dien­be­richte spre­chen von über 200). Vorder­grün­dig pro­testier­ten sie gegen eine Über­siedlung der Roma und Rom­nija in ein Aufnahme­zentrum vor Ort. Letzt­endlich entlud sich hier jedoch vor allem der Hass auf eben jene margi­na­li­sierte Minder­heit, der schließ­lich auch in Ver­nich­tungs­phan­ta­sien mün­dete. Vor dem Tor des Auf­nahme­zentrums, rief ein Pro­tes­tie­ren­der laut­stark einem Rom zu: „Verschwinde, sonst bring ich dich um“, wäh­rend ein ande­rer grö­lend hinzu­fügte: „Wir müs­sen sie leben­dig ver­bren­nen“. Neben römi­schen Grü­ßen aus dem Mob kam es auch zu faschisti­schen Chören, wie „Italien, Faschismus, Re­volu­tion“.

Nun hat Roms Bürger­meis­te­rin Virginia Raggi die Um­sied­lung der An­gehö­rige der Minder­heit be­schlos­sen. Und so wurden die Be­woh­ner/innen unter Jubel-Ru­fen in Bus­sen ab­transpor­tiert. Den Umzug be­zeich­nete „Casa Pound“ so­gleich auch als „großen Sieg“. Und auch Salvini äu­ßert sich in einem Tweet: „Roma-Chaos in der Haupt­stadt.“ (…)

Bitte lesen Sie den hier nur in Auszügen wiedergegebenen Artikel von Kira Ayyadi in voller Länge auf Belltower.news.

„Von hier nach dort“: Erzählcafé in Graz

April 4th, 2019  |  Published in Veranstaltungen & Ausstellungen

Von hier nach dort - Roma-Erzählcafé in Graz (Foto: Zorrom/Welthaus)Anlässlich des „Internationa­len Tages der Roma“ la­den Caritas Steiermark und das Welthaus Diö­zese Graz Seckau zum Erzähl­café „Von hier nach dort“ ein:

Do., 11. Ap­ril 2019, 18 Uhr
VinziNest, Kernstockgasse 14 (Speise­saal)

Graz–Košice und retour: Am Tag nach ihrer Reise durch die Slo­wa­kei berich­ten zwei „fah­rende“ Stei­rerin­nen über die Situa­tion von Rom­nija und Roma in der Slowakei. Eine sess­hafte Romni, die dort ge­boren ist und in Graz lebt, er­zählt von ih­rem Leben hier.

Mit: Sabine Friesz und Csilla Höfler (Caritas-Projekt ZORROM – Arbeits­markt-In­tegra­tion für Roma in Graz) und Agnes Truger (Refe­ren­tin Ost-/Süd­ost­europa, Welt­haus Diözese Graz Seckau)

(Text: Zorrom)

Weltenweit: Literaturfestival in Zürich

April 3rd, 2019  |  Published in Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

WeltenweitAm 5./6. April 2019 findet im Zürcher Kul­tur­haus Kos­mos das «Welten­weit»-Fes­ti­val über Lite­ra­tur der Jeni­schen, Sinti und Roma statt.

Das Festival wird kuratiert von Christa Baumberger, Litar. | Freier Ein­tritt (au­ßer Film­ma­ti­nee) | Ort: Kul­tur­haus Kos­mos, Lager­str. 104, 8004 Zürich

Informationen über das Programm und die Teil­neh­men­den fin­den Sie hier (PDF). In der An­kün­di­gung heißt es:

Jenische und Sinti sind, im Unter­schied zu den Roma, seit 2016 als natio­nale Min­der­heiten der Schweiz an­erkannt. Ihre Kultur ist reich – doch kaum be­kannt. Im Vor­feld des Inter­natio­na­len Ta­ges der Roma am 8. April rückt Wel­ten­weit die viel­fäl­ti­ge Literatur von Jenischen, Sinti und Roma ins Zentrum. Das Festival will die Wahr­neh­mung schär­fen, zur Dis­kus­sion an­re­gen und den Dialog för­dern. Autorin­nen, Mu­siker, Filme­rin­nen, For­scher und Per­formerin­nen aus der Schweiz, Deutsch­land, Österreich und Serbien tre­ten auf. Sie prä­sen­tie­ren ihre künst­le­ri­sche Arbeit und dis­kutie­ren ihre Visio­nen mit der interes­sier­ten Öffent­lich­keit. Welten­weit ist ein Festival für alle. Es öff­net Augen und Ohren weit über die Gren­zen.

RomaRespect #28: Früher in Dresden

April 2nd, 2019  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #28: Geschichte der Sinti und Roma in Dresden

Sendung vom 20.3.2019: Wie erging es eigent­lich Sinti und Roma frü­her in Sachsen? Wie wur­den sie be­han­delt oder auch von Insti­tu­tio­nen dis­krimi­niert? Warum? In­wie­fern ha­ben sie sich da­ge­gen gewehrt? Wer hat sich mit ihnen solidarisiert? Und das in wel­cher Form? Was hat eigent­lich die Ge­schich­te der Sinti und Roma mit der Ent­stehung und Ent­wick­lung des Kapitalismus zu tun? Und was hat das Gan­ze mit der Gegen­wart, dem Hier und Jetzt zu tun?

Die Historikerin Claudia Pawlowitsch hat sich in Archive begeben und nach Ant­wor­ten auf diese Fra­gen ge­sucht – aus einer soli­da­ri­schen Posi­tion mit Sinti und Sin­tez­ze, Roma und Romnja.

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)