Facts & Figures (219)
April 29th, 2019 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
April 29th, 2019 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
April 25th, 2019 | Published in Film & Theater, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte
Österreichpremiere: Seule à mon mariage
(Alone at My Wedding)
Spielfilm von Marta Bergman
BEL/FRA/RUM 2018, 121 Min.
Französisch/Romanes/Rumänisch/Flämisch
Screenings bei Crossing Europe:
25.4.2019, 15:15: Movie 1 (Filmgast anwesend)
27.4.2019, 10:30: Ursulinensaal
Pamela (Alina Serban) ist eine Romni Anfang 20, die mit ihrer Großmutter und ihrer zweijährigen Tochter in einem Dorf am Stadtrand von Bukarest lebt. Da ihre Eltern tot sind und es keine echten beruflichen Perspektiven gibt, sieht sie im Verlassen ihrer Familie die Chance für ein besseres Leben und geht als „Katalog-Braut“ mit einem Belgier eine Ehe ein. Der Film macht deutlich, dass Ehen manchmal mehr aus der Not als aus Liebe geschlossen werden. Der bittersüße Ton, die lebhafte Performance der Hauptdarstellerin und die außergewöhnliche Geschichte sprechen für diesen sehenswerten Film. (Sophie Rieger, YAAAS 2019)
April 24th, 2019 | Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Gespräch zum Mordanschlag auf eine Roma-Familie vor zehn Jahren und zur Kontinuität rassistischer Gewalt in Tschechien
RadioBlau, Leipzig, Sendung vom 19.4.2019
→Anhören mp3 (15:15 min, 35 MB)
Wir hören ein Gespräch mit Michael vom Blog EcoleUsti (ecoleusti.wordpress.com), der an den rassistischen Brandanschlag in Vítkov in Tschechien am 18. April 2009 erinnert (siehe hier und hier) und auf die Kontinuitäten und Voraussetzungen rassistischer Gewalt in der Tschechischen Republik und darüberhinaus verweist.
(Sendung und Text: RadioBlau)
Siehe auch:
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April 22nd, 2019 | Published in Rassismus & Menschenrechte
Rassistische Diskriminierung bei Wohnungsvergabe in Deutschland: Ein interner Vermerk der Wohnungsgenossenschaft Hameln ruft Empörung und Kritik des Minderheitenrates Deutschlands hervor
Eine rassistische Bemerkung auf einem Formblatt für Wohnungssuchende sorgte vor einigen Tagen für heftige Kritik an der Wohnungsgenossenschaft Hameln (WGH) in Niedersachsen. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der WGH hatte einer 68-Jährigen eine Bescheinigung über eine vergebliche Bewerbung auf eine Zweizimmerwohnung übersandt. Neben den persönlichen Daten stand nicht nur der Satz „Es liegen derzeit keine Angebote vor“, sondern auch die Bemerkung „1 Pers.; leichter Zigeunereinschlag; besser nichts anbieten“ – offenbar ein interner Vermerk, der nicht nach außen dringen sollte.
Die Hamelerin war sprachlos und empört. Ihre Mutter und andere Familienmitglieder seien in der NS-Herrschaft als „Zigeuner“ verfolgt, in Konzentrationslager gesperrt oder von den Nazis ermordet worden. Die rassistische Bemerkung trifft sie damit umso mehr, heißt es im Artikel auf stern.de.
Der Fall zieht größere Kreise. Denn nun haben viele Sinti und Roma das schwarz auf weiß, was viele vermuten, aber nur selten belegen können: Auch acht Jahrzehnte nach der Verfolgung der Minderheit durch die Nationalsozialisten werden Sinti und Roma in Deutschland weiterhin benachteiligt.
Es gebe nach wie vor eine Form von alltäglicher Diskriminierung, sagte Herbert Heuß vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in Deutschland gegenüber der Nordwest-Zeitung. Es passiere immer wieder, sagt der wissenschaftliche Leiter des Zentralrats: Mal ist es eine junge Frau, die auf einem Computermonitor in einem südwestdeutschen Jobcenter einen entsprechenden Vermerk gesehen haben will. Mal ein Bewerber, bei dem die passenden Jobs trotz Qualifikation immer plötzlich vergeben sind. Doch einen so klar dokumentierten Fall wie in Hameln gebe es nur selten.
April 19th, 2019 | Published in Hochschulschriften, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Strahinja Dobrivojević (2017): Das Bild der Zigeunerin in ausgewählten Werken von Adalbert Stifter, Karl Emil Franzos und Hermann Hesse
Masterarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Germanistik), 66 S.
Abstract (Link):
Die Einstellung verschiedener Bevölkerungen der Welt gegenüber dem Fremden ist seit langem ein wichtiger Forschungspunkt, sowohl in der Politik und Geschichte als auch in der Sprache und der Literaturwissenschaft. Die Bilder des Fremden reihen sich aneinander und sind ein unerlässlicher Bestandteil der Anerkennung jeder Minderheitsgruppe geworden. In einigen Fällen sind diese Bilder eine positive Annahme des Fremden, aber im größten Teil umfassen sie an breites Spektrum an Urteilen, Vorüberzeugungen und Verachtung.
Diese Arbeit, Das Bild der Zigeunerin in ausgewählten Werken von Stifter, Franzos und Hesse, hat das Anliegen, die eher negativen Bilder des Fremden aufgrund konkreter literarischer Beispiele aus den vorhandenen Werken darzustellen. Darunter befinden sich zwei Werke von Adalbert Stifter (Katzensilber und Der Waldbrunnen), ein Werk von Karl Emil Franzos (Die Hexe) und ein Werk von Hermann Hesse (Narziß und Goldmund). Alle Werke außer Die Hexe stellen ein Bild des Fremden dar, das obwohl es negativ am Anfang perzipiert werden könnte, am Ende eher affirmativ ist. Die Hexe hingegen ist eine Erzählung, an deren Beispiel sich das negative Bild des Fremden am besten verstehen lässt. Die Arbeit ist so eingegliedert, dass jeder Teil eine ausführliche Darstellung der wichtigsten Motive und Topoi umfasst. Read the rest of this entry »
April 17th, 2019 | Published in Interview, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Aus dem Radioarchiv (Sendung vom 12. Mai 2010)
ECO Promi Time – Ursula Hemetek: Musik von Minderheiten
Radio FREEQUENNS, Liezen
101.72 MB, 74:04 min
Ursula Hemetek ist Institutsleiterin des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo sie die Musik von Minderheiten in Österreich, insbesondere der Roma, der Burgenländischen Kroaten und der Bosnier in Wien erforscht, die vielleicht die Grundlage von Austropop sein könnten … Marlene Kindler befragt sie auf ECO Promi Time.
(Text: cba.fro.at)
Siehe auch:
Radio: Das „Fremde“ vor der Haustür, 8.1.2018
Wittgenstein-Preis für Ursula Hemetek, 20.6.2018
Forschung zur Musik von Minderheiten, 25.1.2016
April 16th, 2019 | Published in Facts & Figures
April 13th, 2019 | Published in Allgemeines, Radio, Podcast & TV
Marion Dworzack zum Internationalen Tag der Roma
Ö1 | Gedanken für den Tag, 12.4.2019
Gestaltung: Alexandra Mantler
„Auf meinem sehr, sehr langen Weg“. Marion Dworzack, Romni, Feministin und Katholikin, erzählt von prägenden Persönlichkeiten der Roma-Community und was diese Zugehörigkeit für sie selbst bedeutet.
„Auf meinem sehr, sehr langen Weg / Traf ich viele schöne Roma“, heißt es in dem Lied „Djelem Djelem“, das als offizielle Hymne der Roma gilt. Doch schon die zweite Strophe erinnert mit der Zeile „Ich hatte einmal eine große Familie / Die Schwarze Legion ermordete sie“ an die Vertreibung und Ermordung der Roma durch kroatische Faschisten. Nur ein Kapitel in einer langen Geschichte der Diskriminierung und Verfolgung, der die Roma immer wieder ausgesetzt waren. Rund 12 Millionen Roma gibt es heute in Europa, sie sind damit die größte Minderheit. In Österreich leben Roma schon seit dem 15. Jahrhundert. Sie sind heute als Volksgruppe anerkannt und fast alle sesshaft, werden allerdings in der öffentlichen Diskussion immer wieder als „umherziehend“ dargestellt. Oft sind Beschreibungen negativ konnotiert und von Klischeevorstellungen geprägt, etwa wenn Roma als „Diebes- und Bettelbanden“ herhalten müssen.
„DIE Roma“ gibt es allerdings nicht: Zwar verbindet eine gemeinsame Sprache, aber die jeweilige Geschichte und auch die Religionsbekenntnisse sind vielfältig. Seit 1990 gilt der 8. April als „Internationaler Tag der Roma“. Weltweit finden an diesem Tag Aktionen statt, die auf die Rechte der Roma, auf Herausforderungen und Chancen, besonders hinweisen. Marion Dworzack ist in Tirol aufgewachsen, ist engagierte Feministin und Katholikin, arbeitet als Beamtin und hat erst mit 30 Jahren zu ihren Roma-Wurzeln gefunden. In den „Gedanken für den Tag“ zum „Internationalen Tag der Roma“ erzählt sie von prägenden Persönlichkeiten der Roma-Community und was diese Zugehörigkeit für sie selbst bedeutet.
(Text: Ö1 Programminfo)
April 12th, 2019 | Published in Allgemeines, Radio, Podcast & TV
Verfolgt, benachteiligt, diskriminiert: Roma in Europa
Ö1, Journal-Panorama, 11.4.2019 (Sendereihe)
Gestaltung: Maria Harmer
Die Roma – ein Überbegriff für unterschiedliche Gruppierungen, die früher als Zigeuner bezeichnet wurden. 10 bis 12 Millionen Roma leben in Europa. Sie sind eine der am stärksten ausgegrenzten Gruppen des Kontinents, sozial wie wirtschaftlich. Wie ist ihre Situation in einzelnen europäischen Ländern, welche Rolle spielt die Roma-Bürgerrechtsbewegung und wie lässt sich die Diskriminierung bekämpfen? Das wurde anlässlich des „Internationalen Tags der Roma“ am 8. April bei einer Veranstaltung im ORF-RadioKulturhaus diskutiert.
(Text: Ö1 Programminfo)
April 11th, 2019 | Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Massive Unregelmäßigkeiten im Mordprozess gegen Rom in der Ukraine
In der Oblast Odessa ist vor zweieinhalb Jahren ein kleines Mädchen vergewaltigt und ermordet worden. Als mutmaßlicher Täter wurde ein junger Rom verhaftet. Anschließend verwüstete ein aufgebrachter Mob die Häuser von Roma, während die Polizei tatenlos zusah, und die gesamte Roma-Community wurde geräumt (wir berichteten, mehr lesen). Nun sind berechtigte Zweifel an der Schuld des Mannes aufgekommen und ein Gericht hat geurteilt, dass die Räumung rechtswidrig war.
Anscheinend waren „Beweismittel“, die einen jungen Rom mit einem ermordeten Kind in Verbindung gebracht hatten, gefälscht. Seine Verhaftung hatte zu gewalttätigen Angriffen gegen Roma in der Oblast Odessa geführt.
Das ist nicht das erste Mal, dass Probleme im Verfahren gegen den jungen Mann auftreten, der sich seit zweieinhalb Jahren in Arrest befindet und sich dort wohl eine Tuberkulose zugezogen hat. Nun gibt es jedoch Hinweise auf eine vorsätzliche Fälschung von Beweismitteln.
Kurz nachdem die achtjährige Angelina in der Nähe ihres Zuhauses in Loschtschyniwka tot aufgefunden worden war, ist der damals 21-jährige Mychajl Ch. verhaftet worden. Der junge Mann hatte sein ganzes Leben in dieser Gegend verbracht. Jedoch wurde nun die Tatsache, dass er Rom ist, von Anwohnern zum Anlass für Ausschreitungen genommen. Dabei wurden Häuser von Roma zerstört und Bewohner gezwungen zu fliehen. Die Angriffe gingen um die Welt – auch da die Behörden auf Seiten der Angreifer standen und die Roma-Familien „überzeugten“, die Gegend zu verlassen.
Der Prozess gegen Ch. begann im November 2017 in Odessa. Bisher wurden sechs Zeuginnen und Zeugen aufgerufen, während 44 weitere sowie acht Expertinnen und Experten noch gehört werden müssen. Am 14. Februar hat das Gericht Ch.s Haft weiter verlängert, nachdem ein Zeuge ihm anscheinend ein Alibi gegeben hatte. Am selben Tag, als der Bescheid kam, gab es eine Zeugenaussage, die entscheidende Beweise gegen ihn in Frage stellt.
Bei Letzterer handelt es sich um die Befragung Ihor Manzoruks, der in dem Fall DNA-Proben untersucht hatte. Hier wurden im Prozess nun massive Unregelmäßigkeiten festgestellt (detailliert im unten verlinkten Artikel nachzulesen). Zudem gibt es weitere Probleme mit der Anklage gegen Ch. Read the rest of this entry »
April 10th, 2019 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher
O „Roma-Literaturpreis kathar o becicko PEN ando gindo pe i Ceija Stojka“ awela dino ka i Frau Rosa Gitta Martl, po 10. Apriliushi 2019, 11:00 ando Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien, ande jekh zigno festo.
Kodo Preiso si symbolicno rekognacija: I flogoreskeri grupa le Romani taj Sintengi sas mudarde kathar o NS-Regimo taj kodola so trajinas taj lenge unokura nas rekognacija sar marde taj viktimura kathar o Holocaust. Vi akana, adjes e Rom taj es Sinti ikke trajin andi diskriminacija ande bute tema andi Europa.
O Austrijako PEN akana kerdas kodi rekognacija trival dji akana te saj sikhaven pengo respekto taj najsarimo le Romenge taj e Sintenge pala lengi participación andi europeaki kultura, taj te das lenge zor te dikhen pala lengi kultura, lenge shiba taj lenge tradiciji.
Kodo bersh o PEN-Preis awela dino kaj i Rosa Gitta Martl. Voj si o shavoro kthar dui Sinti so trajinde pala Ravensbrück taj Sachsenhausen. Voj gerdjili 1946 ando Linzo. Akana laki nevi genva avilas avri: „Bleib stark“ (ash zuralo) andi „edition pen“ ando Löcker-Verlag ando Beci. I Rosa Gitta Martl sas initiatori taj bute bershenza i raji Katar i organisacija „Ketani für Sinti und Roma“ ando linzo. Laki artistiko buci sas bildi taj ramosarde textura. Read the rest of this entry »
April 9th, 2019 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen
Der „Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN im Gedenken an Ceija Stojka“ wird am 10. April 2019 um 11 Uhr im Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien, in einer Festveranstaltung an Frau Rosa Gitta Martl vergeben.
Der Preis ist als symbolhaftes Zeichen zu verstehen: Die Volksgruppen der Roma und Sinti sind durch das NS-Regime beinahe ausgerottet worden und die Überlebenden und ihre Nachkommen wurden viel zu lange nicht als Opfer des Holocausts anerkannt. In so manchen Staaten Europas sind die Volksgruppen der Roma und der Sinti nach wie vor heftiger Diskriminierung unterworfen.
Der Österreichische PEN vergibt diesen Literaturpreis nun zum dritten Mal (wir berichteten hier und hier), um seine Wertschätzung für einen wesentlichen Teil europäischer Kultur auszudrücken und Vertreterinnen und Vertreter der Roma und der Sinti zu ermutigen, unbeirrbar ihre Kultur, ihre Lebensart und ihre Sprachen in ihrer Besonderheit weiter zu pflegen.
Der diesjährige Preis geht an Rosa Gitta Martl. Als Kind zweier die Schrecken von Ravensbrück und Sachsenhausen mit knapper Not überlebt habender Sinti, kam Rosa Gitta Martl 1946 in Linz auf die Welt. Die in der KZ-Haft erlittenen gesundheitlichen und seelischen Leiden der Eltern blieben nicht folgenlos. In dem äußerst erfolgreichen, in mehreren Auflagen publizierten und von Ludwig Laher herausgegebenen Buch „Uns hat es nicht geben sollen. Rosa Winter, Gitta und Nicole Martl. Drei Generationen Sinti-Frauen erzählen“ (Edition Geschichte der Heimat im Verlag Steinmaßl) bereitet Rosa Gitta Martl 2004 auf mehr als achtzig dicht beschriebenen Seiten ihr Leben vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen in der Zweiten Republik Österreichs mit großer Erzählkraft und Offenheit aus. Dieser wichtige zeitgeschichtliche Beitrag zur Kultur- und Sozialgeschichte durch die Erzählungen der drei Sinti-Frauen, vor allem der Holocaust-Überlebenden Rosa Winter, leistet eine längst fällige historische Aufklärungsarbeit, die für die Republik Österreich und seine Bevölkerung auch in ihrer Mahnung von großer Bedeutung und hohem Wert ist.
Anlässlich der Preisvergabe erscheint nun ein weiteres Buch von Rosa Gitta Martl mit dem Titel „Bleib stark!“ in der „edition pen“ im Löcker-Verlag in Wien.
April 8th, 2019 | Published in Allgemeines, Politik
Sichtbarkeit für Minderheit schaffen: Bürgermeister Ludwig hisst Roma-Flagge am Rathaus
Der 8. April ist Internationaler Tag der Roma – Wien beteiligt sich am Aktionstag
Wien (OTS/RK) – Der heutige 8. April ist der Internationale Tag der Roma. Der Aktionstag findet seit 29 Jahren statt, um auf die oft schwierige Situation der Roma in der ganzen Welt aufmerksam zu machen – auch Wien beteiligt sich. Am späten Mittag hat Bürgermeister Michael Ludwig mit dem Hissen der Fahne der Roma am Wiener Rathaus das Programm des Aktionstags in Wien offiziell eröffnet. Für den Stadtchef ist die Fahne, die nun beim Rathaus-Eingang in der Lichtenfelsgasse weht, „ein Zeichen von Solidarität mit Menschen, die immer noch gegen Vorurteile kämpfen müssen“. Auf der Flagge ist ein rotes Speichenrad auf grünem und blauem Grund zu sehen.
„Seit vielen Jahren unterstütze ich die Anliegen der Roma. So wurde in Floridsdorf eine Verkehrsfläche in Roma-Platz umbenannt, um für diese ethnische Gruppe Sichtbarkeit herbeizuführen“, sagte Ludwig, nachdem er gemeinsam mit Grünen-Gemeinderätin Birgit Hebein die Fahne der Roma gehisst hatte. „Und als EU-Mitglied haben wir die Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Roma auch in anderen Ländern Unterstützung erhalten“, sprach Ludwig die Herabwürdigung der Lebensweise der Roma vor allem in östlichen EU-Ländern an. „Ich freue mich sehr, dass am heutigen Internationalen Tag der Roma erstmals die Roma-Fahne am Wiener Rathaus wehen wird. Es war mir wichtig, dieses Anliegen aus Respekt zu unterstützen“, so Gemeinderätin Birgit Hebein.
In Wien wird der Tag u.a. mit einer Podiumsdiskussion im ORF-RadioKulturhaus (4., Argentinierstraße 30a) begangen – ab 18.30 Uhr diskutieren VertreterInnen von EU, Uni Wien und Roma-Beiräten aus Österreich und Deutschland unter der Moderation des Autors Michael Köhlmeier. Im Anschluss spielt der bekannte Musiker Harri Stojka ein Konzert.
April 7th, 2019 | Published in Film & Theater, Radio, Podcast & TV
Am 7. April 2019 um 23.05 Uhr in ORF 2
Programmankündigung ORF: Anlässlich des Internationalen Tags der Roma (8. April) zeigt der ORF im „dokFilm“ am Sonntag, dem 7. April 2019, um 23.05 Uhr in ORF 2 die Dokumentation „Der Zigeunerbaron“ von Michaela Ronzoni, Oliver Indra und Anthony Jacobson. Die 2014 entstandene Produktion schildert das Leben sesshafter Roma in Soroca, einer Stadt in Moldawien, in der Nähe der ukrainischen Grenze. Im Mittelpunkt stehen Artur Cherrari, der demokratisch gewählte „Baron“ aller Roma von Moldawien und somit Oberhaupt der Roma in Soroca, sowie dessen Enkel und zukünftiger „Baron“ Vale. An ihrer Seite beleuchtet das Filmteam die Welt der Roma anhand ihrer Traditionen, Bräuche und in Alltagssituationen.
In Soroca stehen kleine Paläste mit goldenen Kuppeln und kuriosen Fassaden mit voll marmorierten Sälen und Luxusautos in der Einfahrt. Doch es ist nicht alles so, wie es scheint. Der ganze Ort gleicht einem gigantomanischen, surrealen und farbenfrohen Potemkin’schen Dorf. Der Film befasst sich mit der Bedeutung der Roma in Europa, ihrer sowjetischen Vergangenheit, ihrer Arbeit, dem sozialen Gefüge, der Stellung von Mann und Frau innerhalb der Romagesellschaft und dem Bewältigen von alltäglichen Situationen. Read the rest of this entry »
April 6th, 2019 | Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
8. April 2019 im ORF-RadioKulturhausGroßer Sendesaal, Argentinierstr. 30a, 1040 Wien
Der Internationale Tag der Roma wird jährlich am 8. April begangen – ein weltweiter Aktionstag, mit dem auf die Situation der Roma aufmerksam gemacht werden soll. Erstmals organisiert der Verein Voice of Diversity eine Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tags der Roma im Großen Sendesaal des ORF-RadioKulturhauses in Wien. Dabei soll sowohl die Situation der Roma mittels einer international besetzten Podiumsdiskussion beleuchtet und diskutiert werden als auch die Kultur in Form eines Konzerts präsentiert und gefeiert werden.
18.30 bis 20.00 Uhr – Podiumsdiskussion
Eintritt frei, in deutscher Sprache bzw. mit Simultanübersetzung
Anmeldung unter radiokulturhaus@orf.at
21.00 bis ca. 22.15 Uhr – Konzert (siehe unten)
Tickets: 27 Euro, erhältlich unter radiokulturhaus.orf.at
Im Rahmen einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion wird die gegenwärtige Situation der Roma, die Rolle der Roma-Bürgerrechtsbewegung und Forderungen wie etwa die Anerkennung des gesellschaftlichen und kulturellen Beitrages der Roma für Europa oder die Bekämpfung von Antiziganismus diskutiert. Dabei soll insbesondere über die gegenwärtige Repräsentation von Roma im öffentlichen Diskurs wie auch über den Zusammenhang von Politik, Kultur und Identität reflektiert werden. Die Moderation leitet Schriftsteller Michael Köhlmeier.
Gäste am Podium:
April 5th, 2019 | Published in Veranstaltungen & Ausstellungen
Plätze der Roma in Wien, ein Spaziergang durch die Zeit
Gastgeberin: Diana Sophia Maria Dworzack
Sa., 6. April 2019 von 14:00 bis 16:30
Anlässlich des Internationalen Tags der Roma und Sinti am 8. April findet auch heuer wieder ein Stadtspaziergang durch Wien statt. Dieser führt uns vom Romano Centro über den Stephansdom bis hin zum Ceija-Stojka-Platz. Es ist ein geführter interaktiver Spaziergang, deshalb ist es erwünscht, das Smartphone mit dabei zu haben!
Treffpunkt: Romano Centro um 13:45 Uhr
Hofmannsthalgasse 2, 1030 Wien
April 5th, 2019 | Published in Rassismus & Menschenrechte
Lynchmob attackiert Roma-Notunterkunft in Italien
Belltower.news: In Rom will ein rechter Mob ein Quartier von Roma „befreien“. Die Menschen versuchen, eine Wohnanlage zu stürmen und zünden Autos an. In Frankreich jagen bewaffnete Menschen Roma auf offener Straße (wir berichteten). Extrem rechte Parteien in Europa ernten nun die Früchte ihrer romafeindlichen Hetze.
(…) Im römischen Außenbezirk Torre Maura kam es in der Nacht auf Mittwoch, den 3. April, zu einem Angriff auf ein Aufnahmezentrum, in dem über 70 Roma und Romnija lebten (Anm. der dROMa-Red.: etwa die Häfte ist minderjährig). Angestachelt wurde dieser Aufstand laut italienischen Medienberichten durch die rechtsextremen Parteien „Casa Pound“ und „Forza Nuova“. Der Angriff dauerte mehrere Stunden, etwa 300 Personen beteiligten sich (Anm.: andere Medienberichte sprechen von über 200). Vordergründig protestierten sie gegen eine Übersiedlung der Roma und Romnija in ein Aufnahmezentrum vor Ort. Letztendlich entlud sich hier jedoch vor allem der Hass auf eben jene marginalisierte Minderheit, der schließlich auch in Vernichtungsphantasien mündete. Vor dem Tor des Aufnahmezentrums, rief ein Protestierender lautstark einem Rom zu: „Verschwinde, sonst bring ich dich um“, während ein anderer grölend hinzufügte: „Wir müssen sie lebendig verbrennen“. Neben römischen Grüßen aus dem Mob kam es auch zu faschistischen Chören, wie „Italien, Faschismus, Revolution“.
Nun hat Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi die Umsiedlung der Angehörige der Minderheit beschlossen. Und so wurden die Bewohner/innen unter Jubel-Rufen in Bussen abtransportiert. Den Umzug bezeichnete „Casa Pound“ sogleich auch als „großen Sieg“. Und auch Salvini äußert sich in einem Tweet: „Roma-Chaos in der Hauptstadt.“ (…)
Bitte lesen Sie den hier nur in Auszügen wiedergegebenen Artikel von Kira Ayyadi in voller Länge auf Belltower.news.
April 4th, 2019 | Published in Veranstaltungen & Ausstellungen
Anlässlich des „Internationalen Tages der Roma“ laden Caritas Steiermark und das Welthaus Diözese Graz Seckau zum Erzählcafé „Von hier nach dort“ ein:
Do., 11. April 2019, 18 Uhr
VinziNest, Kernstockgasse 14 (Speisesaal)
Graz–Košice und retour: Am Tag nach ihrer Reise durch die Slowakei berichten zwei „fahrende“ Steirerinnen über die Situation von Romnija und Roma in der Slowakei. Eine sesshafte Romni, die dort geboren ist und in Graz lebt, erzählt von ihrem Leben hier.
Mit: Sabine Friesz und Csilla Höfler (Caritas-Projekt ZORROM – Arbeitsmarkt-Integration für Roma in Graz) und Agnes Truger (Referentin Ost-/Südosteuropa, Welthaus Diözese Graz Seckau)
(Text: Zorrom)
April 3rd, 2019 | Published in Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen
Am 5./6. April 2019 findet im Zürcher Kulturhaus Kosmos das «Weltenweit»-Festival über Literatur der Jenischen, Sinti und Roma statt.
Das Festival wird kuratiert von Christa Baumberger, Litar. | Freier Eintritt (außer Filmmatinee) | Ort: Kulturhaus Kosmos, Lagerstr. 104, 8004 Zürich
Informationen über das Programm und die Teilnehmenden finden Sie hier (PDF). In der Ankündigung heißt es:
Jenische und Sinti sind, im Unterschied zu den Roma, seit 2016 als nationale Minderheiten der Schweiz anerkannt. Ihre Kultur ist reich – doch kaum bekannt. Im Vorfeld des Internationalen Tages der Roma am 8. April rückt Weltenweit die vielfältige Literatur von Jenischen, Sinti und Roma ins Zentrum. Das Festival will die Wahrnehmung schärfen, zur Diskussion anregen und den Dialog fördern. Autorinnen, Musiker, Filmerinnen, Forscher und Performerinnen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Serbien treten auf. Sie präsentieren ihre künstlerische Arbeit und diskutieren ihre Visionen mit der interessierten Öffentlichkeit. Weltenweit ist ein Festival für alle. Es öffnet Augen und Ohren weit über die Grenzen.
April 2nd, 2019 | Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio RomaRespekt #28: Geschichte der Sinti und Roma in Dresden
Sendung vom 20.3.2019: Wie erging es eigentlich Sinti und Roma früher in Sachsen? Wie wurden sie behandelt oder auch von Institutionen diskriminiert? Warum? Inwiefern haben sie sich dagegen gewehrt? Wer hat sich mit ihnen solidarisiert? Und das in welcher Form? Was hat eigentlich die Geschichte der Sinti und Roma mit der Entstehung und Entwicklung des Kapitalismus zu tun? Und was hat das Ganze mit der Gegenwart, dem Hier und Jetzt zu tun?
Die Historikerin Claudia Pawlowitsch hat sich in Archive begeben und nach Antworten auf diese Fragen gesucht – aus einer solidarischen Position mit Sinti und Sintezze, Roma und Romnja.
(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)