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Ritzing enthüllt Mahnmal

Mai 25th, 2019  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo Erba

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Am Sonntag den 19. Mai 2019 wurde ein Denkmal in der Ge­mein­de Ritzing (Be­zirk Ober­pullen­dorf, Bur­gen­land) für die 21 Opfer des Natio­nal­sozia­lis­mus, 18 da­von waren Roma und drei Eutha­nasie­opfer, ent­hüllt und der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ge­macht.

Der Historiker Herbert Brettl und der Künst­ler Christian Gmei­ner wa­ren die Haupt­initia­to­ren dieses künstle­ri­schen Mahnmals. Eine Beton­säule, die die Namen der Opfer trägt, ragt nun neben dem Friedhof in Ritzing aus dem Bo­den und er­innert an die im National­sozialis­mus ermor­de­ten Ein­heimi­schen. Um die Säule sind Beton­kreise an­geord­net, in denen sich Ritzin­ger und An­gehö­rige der Volks­gruppe der Roma mit ihren Fuß­ab­drücken ver­ewig­ten und somit eben­falls ein Zeichen gegen das Ver­gessen setz­ten. Der Künst­ler Christian Gmeiner, des­sen Vater aus Ritzing stamm­te, war es ein beson­deres An­liegen, diesen mehr­schichti­gen symbo­li­schen Charak­ter des Denkmals her­vor­zu­heben.

Der Histori­ker Brettl hat es sich schon seit vielen Jahren zum Ziel ge­macht, die lan­ge ver­drängte und ver­gessene Ge­schichte der Roma im Burgenland auf­zu­arbeiten und sicht­bar zu machen. Dieses Auf­arbei­ten führte in der Ver­gangen­heit schon zu der Er­rich­tung eini­ger Denk- und Mahn­mäler für Roma und Sinti in den Ge­mein­den des Bur­gen­landes. Auch in Ritzing er­forsch­te er die Geschichte der drei Roma-Fa­milien, die vor dem National­sozialis­mus im Ort an­sässig waren. Nach­dem der Vor­schlag für ein Mahnmal im Ge­meinde­rat ein­gereicht wurde, gab es sofort die Zu­stim­mung des Bürger­meis­ters und der Mit­glieder aller Frak­tio­nen. Read the rest of this entry »