Film & Theater
November 8th, 2020 |
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Einrichtungen, Film & Theater, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Das Berliner Roma-Filmfestival geht – online – in die vierte Runde: Das Festival zeigt 17 Filme, darunter Kurzfilme, Dokumentar- und Spielfilme.
Vom 19. bis zum 23. November 2020 laufen in der vierten Festival-Edition 17 Filme, darunter Kurzfilme, Dokumentar- und Spielfilme. AKE DIKHEA? findet dabei das erste Mal online statt. Wie wichtig die Anpassung an die aktuellen Bedingungen ist, betont auch der Schirmherr des Festivals, Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa:
Gerade in Krisenzeiten braucht unsere Gesellschaft Zusammenhalt, das Aufeinanderzugehen, Sich-gegenseitig-Zuhören. Und es ist essentiell, dass gerade Erfahrungen von Roma, LGBTIQ-Menschen und anderen oft angefeindeten Menschen sichtbar werden. Das AKE DIKHEA?-Filmfestival bietet dazu seit vier Jahren eine großartige Plattform.
Dr. Klaus Lederer über AKE DIKHEA?
Intersektionalität, Feminismus und Rechte von LGBTIQ+
Der thematische Fokus der diesjährigen Festivalausgabe liegt auf Intersektionalität. Menschen werden oft nicht nur wegen einer, sondern mehrerer Identitätsmerkmale benachteiligt und damit auch mehrfach diskriminiert. Dementsprechend ist es ein Anliegen von AKE DIKHEA?, Solidarität zu zeigen und zu üben – quer durch marginalisierte Gruppen.
Eröffnet wird das Festival mit dem Kurzfilm TRAVELLER PRIDE von Lisa Smith und der internationalen Premiere des Dokumentarfilms LINDY. THE RETURN OF LITTLE LIGHT (Do, 19.11., 18.00 Uhr). Regisseurin Ida Persson Lännerberg begleitet darin den Sänger und Schauspieler Lindy Larsson bei der Suche nach seiner eigenen Identität als einem in Südschweden aufgewachsenen Roma-Traveller. Dabei wird auch auf seine Arbeit als queerer Performancekünstler eingegangen sowie die damit verbundene Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von Authentizität, Wahrheit und Zeugenschaft. Read the rest of this entry »
Oktober 21st, 2020 |
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Film & Theater
Kurzfilm, Frankreich 2019, 25 Min.
Buch & Regie: Noémie Merlant
Mit Gimi-Nicolae Covaci, Catalina Danca
→Zum Streaming auf ARTE
„Shakira ist eine junge Roma-Frau. Sie will unbedingt einer Gang beitreten und Geld verdienen, damit ihre Familie sich die Miete leisten kann und nicht wieder zurück auf die Straße muss.“
(Programminfo ARTE)
Ein empfehlenswerter, schöner, respektvoller kleiner Film aus Frankreich. Schade nur, dass auch diese Geschichte sich dem Thema Roma und Migration im Kontext von Kriminalität nähert – und das sogar unter einem gänzlich anderen deutschen Titel, der den Fokus von der Protagonistin Shakira (Catalina Danca) wegbewegt, um stattdessen lieber das stereotype Bild der „Zigeunerkriminalität“ aufzurufen.
→Interview mit Noémie Merlant, Regisseurin von „Shakira“ (5 min)
(dROMa)
September 4th, 2020 |
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Film & Theater, Kunst & Fotografie, Literatur & Bücher, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Vom 6. bis zum 13. September steht die Kultur der Roma und Sinti im Mittelpunkt eines Festivals in Leipzig
„Latcho Dives“ ist Romanes, die Sprache der Roma, und bedeutet „ein schöner Tag“. Gleich acht „Latcho Dives“ bietet das 1. Kulturfestival der Roma und Sinti, das vom Romano Sumnal e. V. – der einzigen in Sachsen existierenden Selbstorganisation der Sinti und Roma – und dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e. V. – Zentrum jüdischer Kultur – ins Leben gerufen wurde. Die Kultur der Roma und Sinti mit ihrer Poesie, der authentischen Musik- und Tanzkunst und den bildenden Künsten spiegelt wahren europäischen Geist wider, weil diese Kultur – trotz beständiger Ausgrenzungen – keine Grenzen kennt. Doch in Leipzig sind Roma und Sinti im Alltag und in der Kultur meist unsichtbar. „Wir Roma- und Sinti-Bürger der europäischen Länder tragen zur Kultur der Länder bei und sehen uns als eine Bereicherung. Leider wir das selten in den Vordergrund gestellt, sondern von manchen Menschen sogar angezweifelt. Mit unserem Festival wollen wir in Leipzig selbst nach vorne treten und uns zeigen.“ so Gjulner Sejdi, der 1. Vorsitzende des Romano Sumnal e. V. Ungefähr 150 Roma und Sinti sind in Leipzig in diesem Verein engagiert.
„Selbst in einer so kulturprallen Stadt wie der unseren sucht man Kunst, Kultur und Lebenswirklichkeit von Sinti und Roma noch immer viel zu oft vergebens in den Veranstaltungskalendern“, sagt Oberbürgermeister Burkhard Jung in seinem Grußwort zum Festival. Mit dem Kulturfestival soll nun die Vielfalt und Kultur der Lebenswelt der Roma und Sinti in Leipzig an sechs verschiedenen Veranstaltungsorten erlebbar werden. „Das Festival ist ein guter Schritt, um ein breiteres Bewusstsein für die Anliegen der Sinti und Roma zu schaffen“, so Katja Meier, sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung. Und es ist ein Statement gegen Vorurteile, Rassismus, Hass und Rechtspopulismus in unserer Gesellschaft.
Das Programm beginnt am Sonntag, den 6. September mit der Eröffnung des Kulturfestivals und der Vernissage der Ausstellung „Forgotten Lines“ von Emanuel Barica. Der Berliner Roma-Künstler entwickelte die Methode der „Zeichnung der Intuition“, wobei er performativ zu Musikklängen zeichnet. Read the rest of this entry »
April 27th, 2020 |
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Film & Theater, Interview, Rassismus & Menschenrechte
Hessen: Film zur Alltagsdiskriminierung
Der Landesverband der deutschen Sinti und Roma in Hessen hat einen Film zur Alltagsdiskriminierung erstellen lassen. Für den Film wurden Angehörige der Minderheit im Alter zwischen 12 und 50 Jahren in Hessen zu ihren Erfahrungen mit Ausgrenzung und Antiziganismus interviewt. Der Landesverband wird den Film für seine Bildungs- und Aufklärungsarbeit u. a. an Schulen in der Zukunft nutzen. Hier kann der Film betrachtet werden: →zum Video (17:43 min)
(Text und Video: sinti-roma-hessen.de)
April 8th, 2020 |
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Film & Theater, Internet & Blogothek, Kunst & Fotografie, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
8. April 2020: 16–18 Uhr WE AIR HERE! im Live-Stream
18 Uhr ROMA-ARMEE im Gorki-Stream (24h online, engl. UT)
Heute ist Internationaler Roma-Tag. Seit vielen Jahren wird der 8. April als Aktions- und Festtag der Roma begangen. Die aktuelle Coronakrise hat zahlreichen Veranstaltungen und Paraden, Auf- und Vorführungen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Die 2. Roma-Biennale und das Berliner Gorki-Theater öffnen nun aber ihre Online-Bühne via Stream für das Spezialprogramm „We air here!“ und das Roma-Stück „Roma-Armee“.
Entstanden ist das Stück nach einer Idee der Wiener Schauspielerinnen und Universalkünstlerinnen Sandra und Simonida Selimović. Das Magazin Theaterkompass.de schreibt dazu: „Im gemeinsamen Rechercheprozess haben Gorki-Hausregisseurin Yael Ronen und das Ensemble aus persönlichen Erfahrungen, historischen Kontaminationen und aktuellen Vorfällen dieses Theaterstück entwickelt.“ „Roma-Armee“ bildet den Abschluss der nach den Veranstaltungsabsagen aus dem Hut gezauberten Online-Programmreihe „We air here!“. Read the rest of this entry »
Januar 23rd, 2020 |
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Facts & Figures, Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Der alte antiziganistische Topos der „kinderstehlenden Zigeuner“ war auch ein beliebtes Motiv des frühen US-Kinos (1905 bis 1910).
(Quelle/PDF)
Dezember 10th, 2019 |
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Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen
Die dritte Ausgabe des Roma-Filmfestivals AKE DIKHEA? startete am 5. Dezember 2019 mit Stimmen von Überlebenden des immer noch wenig bekannten Völkermords an europäischen Roma und Sinti. Mit dem Bewusstsein für die grausame Vergangenheit sind auch Blicke in die Zukunft möglich: Mit jungen und progressiven Perspektiven, die ebenfalls einen wichtigen Raum beim diesjährigen AKE DIKHEA? einnahmen. Vom 5. bis zum 9. Dezember 2019 liefen im Rahmen der dritten Festival-Edition insgesamt 15 Filme, darunter Kurzfilme, Dokumentar- und Spielfilme. AKE DIKHEA? – Berlinerisch etwa NA KIEKSTE? – fand unter der Schirmherrschaft von Dr. Klaus Lederer, des Senators für Kultur und Europa, im Kino Moviemento statt.
Das Roma-Filmfestival gehört inzwischen zu den Ereignissen, die die Stadt Berlin in ihrer Vielfalt und kulturellen Offenheit ausmachen und die unsere Gesellschaft heute dringender benötigt denn je. Es verortet Roma und Sinti selbstvervständlich in der gesellschaftlichen Mitte, ermöglicht den Austausch und hilft, tradierte Bilder kritisch zu reflektieren. Es ist ein Plädoyer für eine freie Gesellschaft für alle Menschen und macht dabei natürlich auch viel Spaß.
(Dr. Klaus Lederer über AKE DIKHEA)
Neben Dr. Klaus Lederer wird auch der niederländische Holocaust-Überlebende und Blumenkönig Zoni Weisz am Eröffnungsvabend anwesend sein. Weisz hat während des Nationalsozialismus seine Eltern und Geschwister verloren. Nach dem Krieg wurde er einer der führenden Floristen in Europa und arbeitete unter anderem für die niederländische Königsfamilie. 2011 hielt er als erster Vertreter der Sinti und Roma anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eine Rede vor dem Deutschen Bundestag. In MEMORY BOXES erzählt der Florist über den Umgang mit seiner Traumatisierung durch den NS-Völkermord. Der animierte Kurzfilm entstand unter der Regie von Hamze Bytyçi, dem Künstlerischen Leiter des Festivals, und feierte bei AKE DIKHEA? seine Weltpremiere. Read the rest of this entry »
September 13th, 2019 |
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Film & Theater, Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Filmpremiere im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt
Am Montag, 16. September, findet um 18 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums, Schaumainkai 41, die Premiere des Dokumentarfilms „Weil wir Romnja sind?!“ mit anschließendem Filmgespräch statt. Der Eintritt ist frei.
Die Protagonistinnen des Films, Dragiza, Anita und Alina, sind drei junge Romafrauen mit rumänischem Hintergrund aus Frankfurt. Dragiza ist in Frankfurt aufgewachsen und hat Hessen, weil sie keinen Ausweis hat, seitdem fast nie verlassen. Das soll sich jetzt aber ändern. Ihre Freundin Anita ist in Deutschland geboren, seitdem aber immer wieder umgezogen. Durch einen Krankenhausaufenthalt ohne Versicherung ist sie in eine Privatinsolvenz geraten. Alina ist mit 18 nach Frankfurt gekommen und hat anfangs Obdachlosenzeitungen auf der Straße verkauft. Inzwischen übersetzt sie für hilfesuchende Roma.
Die drei unterschiedlichen Freundinnen kämpfen gegen Diskriminierung und für ein besseres Leben. Ihr Optimismus kennt dabei, trotz bürokratischer und privater Hürden, fast keine Grenzen. Der Film begleitet sie über zwei Jahre bei ihren alltäglichen Kämpfen und Begegnungen mit anderen Roma.
Nach einer Begrüßung von Linda Kagerbauer vom Frauenreferat Frankfurt ist im Anschluss an die Vorstellung ein Filmgespräch vorgesehen.
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August 28th, 2019 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Der junge Blogger und Dokumentarfilmer Lukas kommt aus Prag ins böhmische Buchnov, um dort einen Film über einen Lynchmord zu realisieren. Ein junger Rom, Denis, wurde quasi vor den Augen aller ermordet. Niemand im Ort will mit dem Fremden reden. Denn es geht auch um den Rassismus gegenüber Roma Die achtteilige Miniserie (2018) aus Tschechien (Originaltitel: „Lynč“) bietet „einen tiefen Einblick in soziale Verhältnisse, die an der Spaltung der tschechischen Gesellschaft Anteil haben“, so Arte. Zu sehen nur noch kurz in der Arte-Mediathek!
Siehe auch:
Serie „Mord im Böhmerwald“ auf Arte: Mit Rassisten leben in Tschechien (taz)
Juni 11th, 2019 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
„A început ploaia“ (dt.: Es begann zu regnen)
Dokumentarfilm von Michele Lancione (michelelancione.eu)
Rumänien / UK 2017, 71 Min. (Website)
Der Film kann hier kostenlos angesehen bzw. hier kostenlos heruntergeladen werden. Untertitel in diversen Sprachen.
„A început ploaia“ (dt.: Es begann zu regnen) behandelt das Thema Zwangsräumungen von Roma in Bukarest. Der Dokumentarfilm schildert die Geschichte einer Räumung, zeigt aber auch den Widerstand einer Gemeinschaft von Roma, die nach der Zwangsräumung zwei Jahre lang auf der Straße gelebt und für ihr Recht auf Wohnen gekämpft haben.
Accordingly to Amnesty International, in Romania ‘the right to housing is not effectively recognized or protected by national legisvlation’ and Roma people are ‘disproportionally affected’ by forced evictions. A început ploaia/It started raining is the first feature documentary narrating the full history of, and reasons behind, this continuous harassment and displacement. The film follows the story of the Vulturilor 50 community of Bucharest (100 individuals), who dwelt on the street from September 2014 to June 2016 in order to fight against the eviction from their home, enacting the longest and most visible protest for housing right in the history of contemporary Romania. Read the rest of this entry »
April 25th, 2019 |
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Film & Theater, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte
Österreichpremiere: Seule à mon mariage
(Alone at My Wedding)
Spielfilm von Marta Bergman
BEL/FRA/RUM 2018, 121 Min.
Französisch/Romanes/Rumänisch/Flämisch
Screenings bei Crossing Europe:
25.4.2019, 15:15: Movie 1 (Filmgast anwesend)
27.4.2019, 10:30: Ursulinensaal
Pamela (Alina Serban) ist eine Romni Anfang 20, die mit ihrer Großmutter und ihrer zweijährigen Tochter in einem Dorf am Stadtrand von Bukarest lebt. Da ihre Eltern tot sind und es keine echten beruflichen Perspektiven gibt, sieht sie im Verlassen ihrer Familie die Chance für ein besseres Leben und geht als „Katalog-Braut“ mit einem Belgier eine Ehe ein. Der Film macht deutlich, dass Ehen manchmal mehr aus der Not als aus Liebe geschlossen werden. Der bittersüße Ton, die lebhafte Performance der Hauptdarstellerin und die außergewöhnliche Geschichte sprechen für diesen sehenswerten Film. (Sophie Rieger, YAAAS 2019)
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April 7th, 2019 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV
Am 7. April 2019 um 23.05 Uhr in ORF 2
Programmankündigung ORF: Anlässlich des Internationalen Tags der Roma (8. April) zeigt der ORF im „dokFilm“ am Sonntag, dem 7. April 2019, um 23.05 Uhr in ORF 2 die Dokumentation „Der Zigeunerbaron“ von Michaela Ronzoni, Oliver Indra und Anthony Jacobson. Die 2014 entstandene Produktion schildert das Leben sesshafter Roma in Soroca, einer Stadt in Moldawien, in der Nähe der ukrainischen Grenze. Im Mittelpunkt stehen Artur Cherrari, der demokratisch gewählte „Baron“ aller Roma von Moldawien und somit Oberhaupt der Roma in Soroca, sowie dessen Enkel und zukünftiger „Baron“ Vale. An ihrer Seite beleuchtet das Filmteam die Welt der Roma anhand ihrer Traditionen, Bräuche und in Alltagssituationen.
In Soroca stehen kleine Paläste mit goldenen Kuppeln und kuriosen Fassaden mit voll marmorierten Sälen und Luxusautos in der Einfahrt. Doch es ist nicht alles so, wie es scheint. Der ganze Ort gleicht einem gigantomanischen, surrealen und farbenfrohen Potemkin’schen Dorf. Der Film befasst sich mit der Bedeutung der Roma in Europa, ihrer sowjetischen Vergangenheit, ihrer Arbeit, dem sozialen Gefüge, der Stellung von Mann und Frau innerhalb der Romagesellschaft und dem Bewältigen von alltäglichen Situationen. Read the rest of this entry »
März 8th, 2019 |
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Film & Theater, Frauenrechte, Interview, Radio, Podcast & TV
Radio Corax | Sendung vom 13.3.2018
14:01 min | 32 MB | →Anhören (mp3)
Feministische Romnja-Perspektiven stärken, das hat sich das Rromnja-Archiv RomaniPhen aus Berlin zur Aufgabe gemacht. Derzeit veranstaltet es den Romnja Power Month. Einen Monat lang widmet sich das feministische Rromnja-Archiv Sichtweisen von Sinti und Roma. Einige dieser eigenen Sichtweisen sind in dem Film „Phral mende – Wir über uns“ zusammengefasst. Die Regisseurin Tayo Awosusi-Onutor legt mit ihrem Film ein vielstimmiges Selbstporträt vor – dazu führte sie biografische Interviews mit Persönlichkeiten wie Anita Awosusi, Fatima Hartmann oder Ilona Lagrene. Aus ihren Perspektiven und individuellen Erfahrungen entsteht in „Phral mende – Wir über uns“ ein lebendiges Bild von Sinti und Roma in Deutschland, das sich stereotypen Sichtweisen widersetzt. Radio Corax hat sich mit der Regisseurin Tayo Awosusi-Onutor über ihren Film und über feministische Romnja-Perspektiven unterhalten.
(Text: www.freie-radios.net)
Tayo Awosusi-Onutor ist Sängerin, Autorin, Regisseurin, politische Aktivistin und Mutter. Sie lebt in Berlin. Sie definiert sich als Afro-Sintezza. Sie singt auf Deutsch, Englisch und Romanes und arbeitet auch als Synchronsprecherin und -sängerin. Sie studiert deutsche Sprache und Literatur sowie Multimedia. Sie ist Vorstandsmitglied des feministischen Roma-Archivs RomaniPhen e.V., wo sie für die PR verantwortlich ist, und Mitglied der Roma-Fraueninitiative IniRromnja.
(Text: roma-filmfestival.com)
Februar 22nd, 2019 |
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Film & Theater, Interview, Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio Dreyeckland, 14.2.2019 (7:14 min)
→Anhören (mp3)
Die Filmemacherin Allegra Schneider im Gespräch
Zijush war ein 13-jähriger Schüler in Bremerhaven, als seine Eltern sich gezwungen sahen, mit ihm und seiner Schwester nach Mazedonien zurückzugehen. Von Politik und Behörden wird so etwas als „freiwillige Rückkehr“ beworben und als human bezeichnet. Doch freiwillig war die Rückkehr nicht, und für Zijush bedeutete sie unter anderem, dass er als Rom von einer Gruppe albanischer Männer gewaltsam angegriffen wurde. Seine Mutter hat seither täglich Angst, bis er heil aus der Schule zurück ist. Doch seine Bremerhavener Klasse will sich mit dem Verschwinden ihres Freundes nicht einfach abfinden. Zuerst lassen sie ihn per Smartphone weiter am Unterricht teilhaben, dann geben sie seiner Klassenlehrerin eine Menge Fragen mit, die sie bei zwei Besuchen in Mazedonien zu beantworten versucht. Beim zweiten Besuch ist auch Zijushs Schulfreund Rebal dabei …
Die Fotojournalistin Allegra Schneider und ihr Team waren mit dabei in Skopje und in der Bremerhavener Klasse. Entstanden ist dabei ein Dokumentarfilm, der keine Klischees zeigt, sondern die Betroffenen selbst ausführlich zu Wort kommen lässt und die Diskriminierung der Roma und Romnja in Mazedonien wie auch die Problematik der „freiwilligen“ Ausreise vielschichtig beleuchtet. Read the rest of this entry »
Februar 1st, 2019 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Fernsehfilm von Markus Mörth, D/A 2016, 105 Min.
ZDF/Das kleine Fernsehspiel, ARTE, ORF
Der künstlerisch hochbegabte 16-jährige Mikhail (Abdulkadir Tuncer) und seine zwei Jahre ältere Schwester Bebe (Ada Condeescu) leben in einem Waisenhaus auf dem Land in Moldawien. Die beiden haben eine sehr enge Beziehung. Sie helfen und schützen sich gegenseitig, doch als Roma sind sie in ihrer Heimat auf Dauer nicht sicher. Auf ihrer gefährlichen und illegalen Flucht über Rumänien und Serbien werden die beiden zu Gejagten, sie geraten in die Hände mafiöser Schlepperbanden, Menschenhändler und Bordellbetreiber. Die Sicherheit, die ihnen Deutschland als Zielland ihrer Flucht anfangs zu bieten scheint, wird schnell brüchig – zu viel ist auf der Reise passiert, zu lang ist der Arm derer, denen sie entkommen sind und die sich nun an den Flüchtlingen rächen wollen. Neben dem Versuch, Arbeit zu finden, neue Beziehungen zu knüpfen, die Sprache und mehr über die Kultur zu lernen, kämpfen die beiden mit traumatischen Erfahrungen, kriminellen Verstrickungen und der Schwierigkeit, Vertrauen in die Chance auf eine bessere Zukunft zu fassen.
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Januar 9th, 2019 |
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Film & Theater, Frauenrechte, Sport
Float Like a Butterfly, IRL 2018
Ein Spielfilm von Carmel Winters
Der zweite Spielfilm der Regisseuerin Carmel Winters, gedreht in Cork, erzählt die Coming-of-age-Geschichte eines 15-jährigen Mädchens in den 70er-Jahren im ländlichen Irland. Frances (Hazel Doupe) verehrt das Boxidol Muhammed Ali, und sie will in den Boxring steigen und kämpfen, stößt dabei aber gegen fast unüberwindliche Widerstände. Ein Plot, der sich ein wenig so liest wie eine irische Variation des britischen Klassikers „Billy Eliott“, nur mit vertauschten Geschlechterrollen.
„Float Like a Butterfly“ spielt im Milieu der Minderheit der Irish Travellers, die als fahrende „Gypsies“ ähnliche Ausgrenzung und Anfeindungen erfahren wie die (ethnisch eigentlich gar nicht verwandten) Roma. “In Ireland, to have a young female Irish Traveller at the centre of a film, where she is a champion – not a victim – of her destiny, is unthinkable for most people”, erzählt die Filmemacherin Carmel Winters. Im Herbst wurde „Float Like a Butterfly“ in Toronto mit dem „FIPRESCI Prize for the Discovery Programme“ ausgezeichnet.
(dROMa)
Dezember 27th, 2018 |
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Film & Theater, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Ein Film von: Lisa Hagen, Alena Jabbering und Jonas Schreiijäg
Kamera: Lisa Hagen, Gunnar Krupp, Jan Littelmann
Schnitt: Jule Zeymer
Stell dir mal vor, du bist in Deutschland geboren, in Deutschland aufgewachsen und wirst mit 18 Jahren plötzlich in ein Land abgeschoben, in dem du noch niemals warst. Das ist Fahreta passiert, einem Roma-Mädchen aus Hamburg. Was macht sie in einem Land, in dem sie die Sprache nicht spricht und noch nicht einmal registriert ist? In Hamburg ging sie zur Friseur-Schule, jetzt droht ihr ein Leben in den Slums von Montenegro. „STRG_F“-Reporter Alena und Jonas haben Fahreta und ihre Familie getroffen und zeigen, was sonst kaum jemand sieht: Die Geschichte nach einer Abschiebung.
Mehr hier: www.alle-bleiben.info
(Text und Film: STRG_F)
Dezember 20th, 2018 |
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Film & Theater, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Nach dem Willen der Bundesregierung sollten Ausreisepflichtige Deutschland verlassen. Und zwar am besten: »Möglichst freiwillig«. Ein Film über Freundschaft, Schule, Hoffnung, Abschiebung, Migration, Roma, Rassismus, Deutschland, Mazedonien.
45 Min. / Dokumentarfilm / D 2018
OF Deutsch (Englisch u. Romanes mit deutschen Untertiteln)
Vor dem Hintergrundthema der Ausgrenzung von Roma erzählt die Fotojournalistin Allegra Schneider mit einem wechselndem Team von einer Familie, die die Bundesrepublik freiwillig verlassen musste. Im Zentrum des Films steht die generationenüberschattende Erfahrung des Gehen-Müssens und der Trennungen. Der Film zeigt eine Klasse mit ihrer Lehrerin, die das nicht akzeptieren und dem ehemaligen (Mit-)Schüler nachreisen.
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Dezember 10th, 2018 |
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Film & Theater, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio Dreyeckland, 3.12.2018, 5:13 Min.
→Anhören (mp3)
AKE DIKHEA? – schaust du? So nennt sich das Roma-Filmfestival, das ab Donnerstag in Berlin stattfand. Zum zweiten Mal wurden dort an vier Festivaltagen insgesamt 25 Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt. Alle, so der Anspruch des Festivals, sollen die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Identitäten von Sinti und Roma in ihrer Bandbreite zeigen. Gerade im Film bleiben nämlich Angehörige der größten europäischen Minderheit oft als Stereotyp im Gedächtnis. Als Boxer, Musiker/innen, Bettler/innen zum Beispiel. Zuletzt wurde darüber im Zusammenhang mit dem Kinderfilm „Nellys Abenteuer“ diskutiert, der unter anderem vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma scharf kritisiert wurde (wir berichteten: hier und hier). Im Zentrum der Filmauswahl für das Festival stand deshalb die Frage: Welche Geschichten erzählen Sinti und Roma über sich selbst?
Radio Dreyeckland mit dem künstlerischen Leiter von AKE DIKHEA?, Hamze Bytyçi, gesprochen.
(www.freie-radios.net)
Siehe auch:
„Halbe Katoffl“: Hamze Bytyçi, 1.12.2018
Festival „Ake dikhea?“ sucht Filme, 5.10.2018
„Antiziganismus und Film“, 10.1.2018
Zentralrat erneuert Kritik an Kinderfilm, 27.10.2017
Roma-Fimfestival „Ake dikhea?“, 16.10.2017
Rassismus im Kinderkanal, 24.9.2017
November 1st, 2018 |
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Film & Theater
Film von Menelaos Karamaghiolis
GR, 1989, 75 min, OmeU
Spezialreihe „Visual Justice“
Mo., 5.11.2918, 18:30, Metro/Histor. Saal
Ausgehend vom Fallbeispiel Griechenland findet ROM als Meisterwerk der figurativen Betrachtung andere Bilder als die bestenfalls grob vereinfachenden, schlimmstenfalls diffamierenden Darstellungen der romanessprachigen Bevölkerung. Menelaos Karamaghiolis über seinen Film: „ROM ist ein Avantgardefilm, produziert von der staatlichen griechischen Rundfunkanstalt, die nach jahrelanger Überzeugungsarbeit endlich bereit war, einen Film über die Situation der Roma in Griechenland zu finanzieren. Erstmals wurde in der griechischen Öffentlichkeit das Wort ,Rom‘ verwendet, was zu Problemen mit dem griechischen Fernsehen führte, das den Film bei seiner Erstausstrahlung 1989 zensierte. Das Komitee befand, der Film beleidige die griechische Gesellschaft und verletze ihre religiösen Gefühle.“ (Nicole Brenez)
In Anwesenheit von Menelaos Karamaghiolis.
A masterpiece of figurative reflection, ROM attempts to create images that differ from other representations that are defamatory at worst and simplistic at best about Romani populations, using the case of Greece as a starting point. Read the rest of this entry »