Archive for April, 2015

Radio Freirad über Jovan Nikolić

April 30th, 2015  |  Published in Interview, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV

Freies Radio Freirad InnsbruckRadio Freirad | KulturTon, 20.4.2015

>> zum Beitrag (7:51 Min)

Im einem Beitrag von Michael Haupt geht es um Romani-Literatur, und zwar konkret um Jovan Nikolić, der im Mai auf Ein­la­dung der Uni Innsbruck als Writer in Resi­dence nach Innsbruck kommt. Michael Haupt hat mit Beate Eder-Jordan von der Philo­lo­gisch-Kultur­wissen­schaft­li­chen Fakul­tät gesprochen.

(Programminfo: Freirad)

Jovan Nikolić in Innsbruck

April 30th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Jovan Nikolic (Foto: Univ. Innsbruck)Writer in Residence an der Universität Innsbruck: Jovan Nikolić

Do. 7. Mai 2015, 18:00: Plenarsaal des Rathauses (Maria-Theresien-Straße 18, 6. Stock, Innsbruck):

Auftaktveranstaltung: Begrüßung durch die Bürgermeisterin der Stadt Innsbruck, Mag.a Christine Oppitz-Plörer und den Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Sebastian Donat.

Lesung: Jovan Nikolić liest auf Serbisch und Romanes, Eleonore Bürcher auf Deutsch.
Jovan Nikolić spricht zum Thema: „Das Engagement von Roma-AutorInnen, -KünstlerInnen und -Kulturschaffenden in Europa“.

Musik: Balkan Fratelli Band | Moderation: Beate Eder-Jordan

Zum Autor:

JOVAN NIKOLIĆ (geb. 1955 in Belgrad, Ex-Jugoslawien, Serbien), Schriftsteller (Lyrik, Drama, Kurzprosa), Journalist, Songtexter

Jovan Nikolić wurde 1955 in Belgrad geboren. Beide Eltern sind Musiker, der Vater Rom, die Mutter Serbin. Seine Kindheit verbrachte Nikolić auf Reisen mit den Eltern, dann in einem Roma-Viertel in der Kleinstadt Čačak (Serbien). Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1977 im Literaturmagazin Gradac in Čačak. Seit seiner Emigration im Jahr 1999 lebt er in Deutschland, zurzeit in Köln. Jovan Nikolić ist einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer Roma-Literatur. Als Lyriker, Dramatiker, Kolumnist, Kabarettist und Songtexter (unter anderem für Kusturicas Film „Schwarze Katze, weißer Kater“) kommt Jovan Nikolić zu literarischen Ehren und einer bemerkenswerten Popularität. Neben seinen Lyrik- und Prosa-Bänden veröffentlichte er auch Theaterstücke und satirische Texte. Read the rest of this entry »

Cesta Ven (The Way Out)

April 29th, 2015  |  Published in Film & Theater

cesta venSpielfilm, CZ/F 2014, 102 min (Website)
Regie & Buch: Petr Václav
Kamera: Štepán Kucera
Darsteller: Klaudia Dudova, David Istok, Sara Makulova, Maria Ferencova

Die Roma Žaneta und David träumen in Tschechien von einem nor­ma­len Leben. Doch die Vor­urteile und Anfein­dun­gen ihrer Um­ge­bung und der Behör­den machen diesen Traum un­mög­lich. Auf ihrer Suche nach regu­lä­ren Jobs er­fährt das Paar nur Zurück­weisung. Es gelingt den beiden kaum, sich und ihre klei­ne Tochter mit dem Not­wen­digs­ten zu ver­sor­gen. Wäh­rend David mit einem Über­fall auf das schnel­le Geld hofft, will Žaneta das Roma-Kli­schee nicht er­fül­len und nimmt einen Job als Fabrik­arbei­te­rin an. Das inten­sive Drama er­reicht eine fast doku­men­ta­rische Wir­kung durch seine außer­gewöhn­li­chen Laien­darsteller. (Text: Filmfest Hamburg)

Petr Václav (*1967) machte Dokumentar­filme, ehe er zur Fiktion kam. Marian, sein Spielfilm­debüt über einen ver­nach­läs­sig­ten Roma-Jun­gen, gewann 1996 den Silber­nen Leopar­den in Locarno.

Eine ausführliche Kritik finden Sie auf „ecoleusti“.

Belgien: Polizei verzichtet aufs Wort „Zigeuner“

April 28th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Künftig ohne diskriminierende Begriffe: Belgische Polizisten bei der Ausbildung (Foto: www.police.ac.be)Die belgische Polizei hat angekün­digt, in ihren Berichten in Hin­kunft das Wort „Zigeuner“ nicht mehr zu ver­wenden. Sie reagiert damit auf Be­schwer­den des Minder­heiten­forums und des Inter­fö­de­ra­len Zentrums für Chancen­gleich­heit. „Das Wort stig­ma­ti­siert eine Personen­gruppe und ist daher inakzep­ta­bel“, zitiert das Nachrichten­seite „Flanders Today“ den Leiter des Min­der­hei­ten­forums Wouter Van Bellingen. Die Ver­wen­dung des Begriffs in Polizei­berich­ten käme einer Form von „Ethnic Profiling“ gleich, was in Belgien ver­boten sei. Als Alter­na­tive ver­weist Van Bel­lin­gen auf den Begriff „Wohn­wagen­bewoh­ner“ („caravan resi­dent“). Die Polizei will mit unter­schied­li­chen Interes­sens­grup­pen zusam­men­arbei­ten, um sich auf einen neutra­len Ersatz­begriff zu einigen.

(dROMa | Quelle: www.flanderstoday.eu)

Te niko buter te phukal na dschantscha

April 27th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
27.4.2015 (on demand)

Symposium, VHS Roma, Erba/Oberwart (Foto: Josef Schmidt)Ando 1. 10. 1941 o Himmler i deportcija le 5.000 Romen­dar & Sinti­jen­dar andar i Austri­ja an­do gheto Litzmannstadt (Łódź) ker­tscha. O ge­majn­tscha loj na pe­kamle bu­ter ar te del taj tschak odo­len pal liker­de, save lenge nuci­nipe anahi. Butvar o Bur­gen­land-Roma resle sina. Masch­kar o 4to taj 8to novem­beri sako di jek sras­tuni 1.000 opferen­ca lad­lahi. Korko­re an­dar Lacken­bach 2.000 led­schim ule (buteder: Łódź).

Porajmos“ o akaripe le Romendar taj Sintijendar le mur­da­ri­peske duach o naci­jo­nal­socija­listscha hi. Eseri bur­gen­lan­di­tike Roma tradim taj mur­darde ule. Tschak va­lami 10 procenti le burgen­lan­di­tike Romen­dar o naci­jen­gero bibstalo rajipe prik dschivde, odola save prik dschiv­de taj kher ale butvar sorale trau­ma­ti­si­rim sina. Jek khe­ta­ni­pes­kero upre butscha­linipe le kojen­dar, so terd­schiv­de, na ulo kerdo, o opfer­tscha dur ando pobis­te­ripe atschi­ne taj meg dugi cajt palo­da ojs opfertscha la dujta klas­tar tel dikle le ule. But dschene le avre gene­ra­ci­jen­dar tschak tschu­le pedar o koji, so len­gere daja taj dada taj lengere babi taj papi ter­dschiv­de, schunde. Saj koji le phu­ka­jipe vaj le na phu­ka­ripe hi, palal phutschlo ulo. Bute­der peda schunen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

Wenn keiner mehr erzählen kann

April 26th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
27.4.2015 (on demand)

"Zigeunerghetto" (Foto: www.sintiundroma.de)Am 1. 10. 1941 ordnete Himmler die Deportation von 5.000 Roma und Sinti aus Österreich in das Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) an. Die Gemein­den woll­ten Für­sorge­kos­ten ein­sparen und nur jene Roma wur­den be­hal­ten, die nutz­brin­gend ein­gesetzt wer­den konn­ten. Betrof­fen waren fast nur Burgen­land-Roma. Zwi­schen dem 4. und 8. Novem­ber fuhr täg­lich ein Zug mit 1.000 Opfern. Allein aus Lackenbach wur­den 2.000 depor­tiert (mehr hier: Infotext: Die Łódź-Deportationen 1941).

Porajmos“, das „Verschlingen“, ist eine Bezeich­nung der Roma und Sinti für die Massen­ver­nich­tung durch die National­sozia­listen. Tausende Burgen­land-Roma wurden ver­folgt und er­mor­det. Nur ca. 10% der Burgen­land-Roma über­lebten die Nazi-Schreckens­herr­schaft, die über­leben­den Heim­kehrer waren meist stark traumatisiert. Eine gesell­schaft­liche Auf­arbei­tung des Erlebten fand nicht statt, die Opfer blieben lange im Ver­ges­senen und wur­den noch lange als Opfer zweiter Klasse ab­gestem­pelt. Viele Ange­hö­rige der nach­folgen­den Gene­ra­tio­nen er­fuh­ren nur wenig über das Schick­sal ihrer Eltern und Groß­eltern. Welche Folgen das Erzählen oder das Schweigen hat, wurde bei einem Symposium der Volks­hoch­schule der Burgen­län­di­schen Roma zum Internationalen Roma-Tag im Offenen Haus Oberwart hinter­fragt. Mehr darüber in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Facts & Figures (114)

April 24th, 2015  |  Published in Facts & Figures

47% der Italiener sa­gen, Ro­ma wä­ren ih­nen als Nach­barn „un­an­ge­nehm“. Eu­­ro­­pa­­weit sind es halb so vie­le (24%).

(Quelle)

Die „Mafia capitale“ und Italiens Lager

April 23rd, 2015  |  Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Italien - Anzeige gegen Roms Bürgermeister AlemannoEnde 2014 wurden in Italien die Ermittlun­gen gegen die so­genannte „Mafia capitale“ publik, ein kriminel­les Netz­werk, das sich die Ver­waltung der Flüchtlings- und Romalager in Rom unter den Nagel geris­sen hatte. Enorme Geld­summen, die eigentlich für die Betreu­ung vor­gese­hen waren, wurden von der Mafia abge­zweigt. Insge­samt gab es 37 sofortige Ver­haftungen, mehr als 100 Ermitt­lungs­verfah­ren wur­den eröffnet. Kurz darauf ver­öffent­lichte „Le Monde diplomatique“ einen umfang­reichen Artikel Stefano Libertis über Roms Mafia­system, das aus dem so­genann­ten „Nomaden-Notstand“ reichlich Kapital zu schla­gen verstand. Dieser Notstandsplan wurde 2008 für fünf ita­lie­ni­sche Regio­nen er­lassen, um gegen ver­meint­liche Nomaden vor­zu­gehen: Diese Sonder­ver­ordnun­gen ebneten den Weg für die Zwangs­räumung und teil­weise Umsied­lung Tausen­der Roma in neue oder erwei­terte Lager am Stadt­rand. Erst fünf Jahre später wurde der Nomaden-Plan im Mai 2013 vom ita­lie­ni­schen Höchst­gericht end­gültig als verfassungs­widrig aufgehoben. Im Folgen­den einige kurze Auszüge aus dem Artikel:

„Mit den Flüchtlingen lässt sich mehr Geld machen als mit dem Drogenhandel.“ Mit diesem Satz beschrieb Salvatore Buzzi, Vor­sitzender der Genossen­schaft “29. Juni”, in einem abge­hörten Telefon­gespräch, worum es bei den Ermitt­lungen namens „Mafia capitale“ (Hauptstadt­mafia) geht. Die Unter­suchung, die derzeit die Regierungs­paläste der Stadt Rom erschüt­tert, hat ein gigan­ti­sches Netz­werk syste­ma­tischer Korrup­tion auf­gedeckt, in dem mit sozia­len Diens­ten, insbe­son­dere mit den Auf­fang­struk­turen für Flücht­linge, im großen Stil Geld verdient wurde.

(…) „Es ist eine Mafia neuen Typs“, sagt Staatsanwalt Giuseppe Pignatone. (…) „Die Organi­sa­tion (…) inves­tiert in etliche mafiöse Unter­nehmen im Stadt­gebiet. Sie (…) ist wie eine Holding in mehrere Geschäfts­felder gegliedert.“ Einzelne Per­sonen, die über exklu­siven Zugang zu den Schalt­stellen der Stadt­verwaltung und zum Innen­minis­te­rium verfügen, haben im Lauf der letzten Jahre eine Reihe von kommunalen, sozialen Dienst­leis­tern unter ihre Kontrolle gebracht, darunter mindes­tens zwei Hühnchen, die wahr­haft goldene Eier legen: die Asyl­bewerber­heime und die Lager für die Roma. Die Summen, um die es dabei geht, sind stattlich: Read the rest of this entry »

Harengere maripe andi Roma sidlung

April 19th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Gewalt bei Polizeirazzia (Foto: Romea)Use jek brutali harengero angle gejipe ande jek slovakischi Romengeri sidlung valami 15 manu­scha dukade ule. O angle gejipe le harendar akan le gene­ral­schto­tis­kere fisch­ga­ro­schis­tar taj le andrutne minis­teri­jumis­tar aun diklo te ol, phentscha idsch o Peter Pollak, o Romen­gero upre dijaschi la regi­run­gatar. Angloda o biro le gavestar Vrbnica ando ost­slova­kischi be­cirk Michalovce phare angle perip­tscha gejng o haren­gere as­dija: O pra­dime but­schasch­tscha use jek fan­dun­ga­keri akci­jona upre sako­nes­ke ande marde, kaj 15 dschene mu­guli andi schpita iste ande ule. O haren­gere i Roma sid­lung aunas­tarde, o vu­dura upre pru­tschin­de taj le cilen marde, save pumen angle len­de ter­dschar­de, phentscha o biro le medi­jenge. Kada ov le gaven­gere dsche­nen­dar akardo ulo taj le haren­dar mang­la so on adaj keren, te ov söbst rasis­tisch prasto ulo. Jeke haren­gere vake­ra­schis­tar adala angle perip­tscha tel taga­dim ule. O slova­ki­schi haren­gere imar ando lejcti berscha but­var vasch brutali angle ge­jiptscha gejng o Roma kriti­sirim ule.

Upro jomi odolestar so imar sina

April 16th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
13.4.2015 (on demand)

Ausstellung (Foto: Roma-Service)Auf den Spuren der Vergangenheit

O historischi phagipe le holocaustis­tar igen hor ando gondo le tschuli­pes­tar and pe hantscha taj meg te avre gene­raciji preginla. Le artschi­ji­peha „Upro jomi odo­les­tar, so imar sina“ andi HBLA Erba, i his­torija la flogos­kera grup­na­tar le Romen­dar ande minden­fe­li­tike kipi, scentscha taj sim­bol­tscha, sikadi ol. Uso temtscha „Holocaust“ taj o „Erba­kero bom­bakero aten­tato“ desch schta­ci­jon­tscha kerde ule. O imar prin­dschar­do Rom taj kinst­leri Julius Horvath pre kipen­ca adala bibas­tale kerip­tscha uso ardschu­mipe anel. Leske bari­kano hi, hot o manu­scha adale temtschen­ca donde pumen be­scha­ren. Jek avro utschi­pes­kero gendo ando artschi­jipe hi o dschi­vi­pes­kere historiji le burgen­lan­di­tike Romendar. Aja jekosch­ni taj vod­schi­kani doku­men­tacija „Mri Historija“ – „Meine Geschichte“, savi le faraj­nis­tar Roma-Service kerdi ulio, upre jek pobis­tero falato la khe­tana austri­tika histo­ri­ja­tar prik dchivde dschenen­dar sikal taj te jek nevo gondo ar dschu­minel, savo o tscha­tschipe upro aun­prindscha­ripe mangel.

Der historische Bruch des Holocaust hat sich tief in das kol­lek­tive Gedächt­nis der roma-Minder­heit ein­ge­gra­ben und wird auch noch künftige Gene­ra­tionen prägen. Mit der Aus­stellung „Auf den Spuren der Ver­gan­gen­heit“ (Anm. d. dROMa-Red.: Ausstellung des Vereins Karika) in den Räum­lich­keiten der HBLA Oberwart wird die Geschichte der Volks­gruppe der Roma in ver­schie­de­nen Fotos, Szenen und Symbolen dar­gestellt. Zu den The­men „Holocaust“ und „Bomben­attentat von Oberwart“, wur­den zehn Statio­nen gestal­tet. Mit Fotos bringt der mittler­weile bekann­te Foto­künst­ler und Rom Julius Horvath diese Ver­brechen zum Aus­druck. Ihm ist es wich­tig, dass sich die Mensch­heit mit diesen Themen auseinan­der­setzt. Ein weiter Höhepunkt in der Ausstellung sind die Lebens­geschichten der burgen­ländischen Roma. Diese einzig­artige, berüh­rende Doku­men­tation „Mri Historija“ – „Meine Geschichte“, welche vom Verein Roma-Service produ­ziert wurde, ver­weist auf einen ver­ges­se­nen Teil der gemein­samen öster­rei­chi­schen Geschichte über­leben­der Zeitzeugen und drückt auch ein neues Selbst­bewusst­sein aus, das das Recht auf Anerken­nung offen ein­fordert.

(volksgruppen.orf.at & volksgruppen.orf.at)

Norwegen: Bettel- und Hilfsverbot abgeblasen

April 14th, 2015  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Keine Mehrheit: Bettelverbot in Norwegen abgewendet (Foto: LipTV)Härtekurs gegen auslän­di­sche Roma: Koali­tion fin­det keine Mehr­heit für radika­les Bettel­verbot

Die norwegische Regierung, eine Koalition aus Konservativen (Høyre) und Rechts­populis­ten (Fremskrits­partiet), plädiert für einen radika­len Kurs der Härte gegen ost­euro­päi­sche Bettler: Seit Juli 2014 können Kommunen in Norwegen ein örtliches Bettel­verbot aus­spre­chen. Nun sah eine Gesetzes­vorlage vor, Betteln landesweit unter Strafe zu stel­len. Für Auf­sehen sorgte hierbei vor allem eine Aus­wei­tung der Pläne, wonach nicht nur das Bitten um Almo­sen, son­dern auch das Gewähren von Hilfe bestraft wür­den: „Bettler­freunde sollten mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Straf­bar wäre laut dem Regie­rungs­entwurf jede Art von Gabe gewe­sen, die Bettelei er­leich­tert, ob es sich nun um Geld oder Unter­kunft handelt“, schreibt da­zu die Wiener Zeitung.

Große Teile der Bevölkerung reagier­ten mit Empörung auf die geplan­te Ver­schärfung, viele riefen zum zivilem Ungehorsam auf. Die Zentrums­partei, die die Regie­rungs­vorlage ursprüng­lich mit­tragen woll­te, verweigerte darauf­hin den Regie­rungs­par­teien über­ra­schend die nötige Unter­stützung. Die norwe­gische Regie­rung zog die Pläne für ein landes­weites Bettel­verbot schließlich Anfang Februar zu­rück.

(dROMa)

Norwegen: Entschädigung für Roma

April 13th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Erna Solberg, 2009 (Foto: CC Wikimedia/Jeblad)Norwegens Premierministerin Erna Solberg bat die Roma des Landes ver­gan­gene Woche aus Anlass des Inter­natio­na­len Tags der Roma um Verzeihung für die Behand­lung, die der Minder­heit vor und nach der deutschen Besetzung im Zwei­ten Welt­krieg zuteil wurde: „Im Namen der norwe­gischen Regie­rung ent­schul­dige ich mich bei den Roma Nor­wegens. Ich bedauere die rassis­tische Aus­grenzungs­politik, die in den zehn Jahren vor und in den zehn Jahren nach dem Zweiten Welt­krieg durch­geführt wur­de. Und ich bedau­ere die fatalen Kon­se­quen­zen, die diese Politik wäh­rend des Holocausts hatte.“

Sol­berg stellte den Roma Ent­schädigungs­zahlungen in Aus­sicht. Damit reagierte die kon­servative Regie­rungs­chefin auf jahr­zehnte­lange Forderungen der zahlen­mäßig sehr kleinen Volks­gruppe (Schätzun­gen zufol­ge etwa 500 Personen). „Es ist Zeit für eine mora­li­sche Auf­arbei­tung dieses dunklen Teils unserer Ge­schichte. Der Staat stellt sich seiner Ver­antwor­tung für die Fehler, die ge­macht wur­den, und für das Unrecht, das nor­we­gi­schen Roma ange­tan wurde“, so Stolberg.

Hintergrund dieses Schrittes ist ein von der Regierung in Auf­trag ge­ge­be­ner Historiker­bericht, der seit Februar vor­liegt. Darin wird aus­geführt, wie nor­we­gi­schen Roma in den 1930er Jah­ren nach Auslands­auf­ent­hal­ten die Wiedereinreise in ihr Hei­mat­land ver­weigert wurde. Der Bericht des „Zentrums zur Erfor­schung des Holocausts und religiö­ser Minder­heiten“ nennt 32 Namen von Per­sonen, die infol­ge­dessen in den Kon­zentra­tions­lagern der Natio­nal­sozia­lis­ten um­kamen. Auch nach der Befrei­ung wurde Über­leben­den des Roma-Holo­causts jahre­lang die Rück­kehr nach Norwegen ver­weigert. Das 1927 ver­ab­schie­dete Gesetz, das es den Behörden er­mög­lich­te, „Zigeunern“ die Einreise nach Nor­wegen zu ver­bieten, blieb bis 1956 in Kraft.

(dROMa)

„Nackt unter Wölfen“: Vorwürfe gegen ARD

April 12th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Neuverfilmung von "Nackt unter Wölfen" 2015 (Foto: ARD)Nackt unter Wölfen – Zentralrat Deutscher Sinti und Roma erhebt schwere Vorwürfe gegen die ARD: Das Schicksal des Sinto Willy Blum, der an Stelle von Stefan Jerzy Zweig in das Ver­nich­tungs­lager Auschwitz geschickt wurde, bleibt beim ARD-The­men­abend systema­tisch ver­schwie­gen.

Presseaussendung: Das Schicksal von Stefan Jerzy Zweig, das von UFA-Geschäfts­führer Hofmann für die ARD in der Neu­verfil­mung von „Nackt unter Wölfen“ (MDR-Mediathek, ab 20 Uhr) gezeigt wird, ist untrenn­bar mit dem Schick­sal von Willy Blum ver­bunden. Willy Blum war der 16-jährige Sintojunge, der gegen den damals drei­jährigen Stefan aus­getauscht wurde, als ein Trans­port von Juden vom Kon­zentra­tions­lager Buchenwald für das Ver­nichtungs­lager Auschwitz zusam­men­gestellt wurde.

Gerade das Schicksal dieser beiden Kinder, Stefan Jerzy Zweig und Willy Blum, zeigt, daß es inner­halb des un­mensch­lichen Lager­systems der Nazis und der SS es keine Rettung gab, daß oft für jeden Men­schen, der über­leben konnte, ein anderer Mensch sterben mußte. An dieser aus­weg­losen Situa­tion litten und leiden bis heute die Über­lebenden – im Gegen­satz zu den Tätern der SS und der Wach­mann­schaften.

Als deshalb völlig unbegreiflich bezeichnet es der Vor­sitzen­de des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, daß so­wohl die Neuverfilmung als auch die an­schließende Dokumentation über das Lager Buchenwald trotz der genauen Kennt­nis der histo­ri­schen Wahr­heit das Schick­sal von Willy Blum komplett ver­schweigen. Es sei unglaub­lich, daß trotz einer Riege von histo­ri­schen Fach­beratern die ARD im gesamten Themen­abend weder Willy Blum noch die tau­sende Sinti und Roma, die Häftlinge im Kon­zentra­tions­lager Buchenwald waren, nicht ein ein­ziges Mal er­wähnt werden. In allen großen deut­schen Medien, von Zeit und Spiegel bis zur FAZ wurde darauf hin­ge­wiesen, daß Willy Blum an Stelle des jüdi­schen Jungen Stefan auf die Todes­liste für Auschwitz ge­setzt worden war.

Dies wiegt um so schwerer, als der Film durch seine para-doku­menta­rische Darstellung, die Ein­blen­dung von histo­ri­schen Film­auf­nah­men aus dem Lager und der Dar­stel­lung des Kriegs­gesche­hens, den An­schein von histo­rischer Objek­tivität er­wecken will. Tat­säch­lich aber wird, mehr noch in der nach­fol­gen­den Doku­men­ta­tion über das Lager Buchenwald, die his­to­ri­sche Wahr­heit manipuliert, indem das Schick­sal von Willy Blum und damit gene­rell der Völkermord an Sinti und Roma sys­te­ma­tisch und bewußt ver­schwiegen wird.

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Hilfe zur Selbsthilfe – mit Fußball

April 9th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Sport

Die Stars des Romateams "Aver Roma" (Foto via Romea.cz)Tschechien: Der Verein „Aver Roma“ leistet Hilfe zur Selbsthilfe – mit Fußball

Radio Prag: Am Rande des nordböhmischen Most / Brüx gibt es eine große Plattenbausiedlung namens Chanov. (…) Chanov hat seit Jahren den Ruf eines Roma-Ghettos, um das Fremde einen großen Bogen machen. Vor etwa zwei Jahren formierte sich jedoch genau dort eine Gruppe von engagierten Roma, die die triste Situation verbessern möchten. „Aver Roma“ heißt sie, zu deutsch „Andere Roma“. Die Mitglieder haben einen einfachen Weg gewählt: Sie spielen Fußball mit den Jugendlichen. Jindřich Vaňo ist Sekretär des Clubs: „Am Anfang war es schwierig mit unseren Jungen, sie sind einfach Heißsporne. Disziplin hat also die höchste Priorität. (…) Das heißt, während andere Teams vor dem Spiel angespornt werden müssen, sind unsere Jungen eher zu beruhigen. Die Ergebnisse sind schon sichtbar: Wir sind zum fairsten Team im Bezirk Chomutov / Komotau erklärt worden. (…) Unsere Spieler meckern nicht und tragen keine Konflikte aus, sondern konzentrieren sich auf das Spiel.“

Der Club FK Chanov spielt mittlerweile in der Kreisliga und trifft dort auf Nicht-Roma-Mannschaften. Die erste Saison beendete der Verein sogar auf dem dritten Platz. Auf diese Weise können die Jungen auch ihre „weißen“ Altersgenossen kennenlernen und mit einigen sogar Freundschaft anknüpfen (…). Außerdem werden die Fußballspieler aus Chanov relativ leicht an Schulen aufgenommen und schaffen es auch, dort zu bestehen. (…)

Irena Petráková ist Angestellte der Stadtverwaltung Most. Sie hilft dem Verein seit den Anfangstagen: „Ich erinnere mich an das erste Spiel des Clubs, das ich gesehen habe. (…) Für die ‚weißen‘ Jungen war es wahrscheinlich das erste Treffen aufeinandertreffen. Und sie haben dabei erkannt, dass man mit Roma ganz normal umgehen kann.“

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♫ Internationaler Roma-Tag 2015

April 8th, 2015  |  Published in Musik

Mahala Raï Banda & Vali Rupita: „Gelem, gelem“

„Gelem, gelem“ ist die Hymne der Romabewegung. Der Liedtext, ver­fasst von Jarko Jovanović nach einer tradi­tio­nel­len Melodie, er­zählt von der Ver­fol­gung der euro­päi­schen Roma un­ter den National­sozialis­ten. Seinen Status als Roma-Hymne ver­dankt es der ers­ten inter­na­tio­nalen Konferenz, mit der die junge Roma-Bürgerrechts­bewegung 1971 in London ihren ersten Durch­bruch feierte: »Aus­gehend von der Exis­tenz einer so genann­ten „Romani-Nation“, erklärte man das Lied „Gelem, Gelem“ zur offiziel­len Hymne und ent­warf eine gemein­same Flagge. Das Motto „Opre Roma!“ wurde zum Wahl­spruch der sich for­mie­ren­den Romani-Bewe­gung und ihres Kampfes um gesell­schaft­liche Gleich­berech­ti­gung. Mit der Wahl des Terminus „Rom“ als offi­ziel­le Selb­stbezeich­nung soll­ten alte Vor­urteile über­wunden und ein neues Selbst­bewusstsein errun­gen werden.« (Mehr dazu auf: Rombase)

Rom: Ermittlungen nach Brand in Romasiedlung

April 5th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Rom (Foto: http://www.cronachediordinariorazzismo.org)Brand in Roma-Siedlung in Rom: Ermittler ge­hen von Brandstiftung aus.

In der Nacht auf Montag ist in einer Roma-Siedlung in der via Armellini in La Rustica an der öst­li­chen Periphe­rie Roms ein Brand aus­­gebro­chen. Rund 100 Roma muss­ten ihre Unter­künfte flucht­artig ver­lassen, ver­letzt wurde nie­mand. Die Flam­men hatten sich in dem Gebäude, einer ehe­maligen Zement­fabrik, blitz­artig aus­gebreitet. Laut ersten Aus­sagen der Ermitt­ler dürfte der Brand, der in meh­re­­ren Räumen und Stock­­werken zu­gleich ent­­stand, gelegt wor­den sein. Die Staats­­anwalt­­schaft er­mittelt.

Laut Angaben von NGOs verbrachten die Roma, darun­ter viele Kinder, die Nacht im Freien; die Behör­den ver­teilten ledig­lich Wasser­flaschen und Decken. Auf der Straße kam es in der Fol­ge zu aufgeheizten Szenen zwi­schen Polizei und obdach­los gewor­de­nen Roma. In einer Aussendung vom 31. März berich­tet die NGO „Nazione Rom“ von Übergriffen der Stadtpolizei (hier ein Video). Zu­dem sei­en die Famil­ien, anders als von den Behör­den bekannt­gege­ben, nicht in ander­weitige Unter­künfte eva­kuiert worden.

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Slowakei: Polizeigewalt in Roma-Siedlung

April 4th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Bei einem brutalen Polizei­einsatz in einer slowa­ki­schen Roma-Siedlung sind am Donnerstag min­des­tens 15 Personen ver­letzt worden.

Der Bürger­meister des Dorfes Vrbnica im ost­slowa­ki­schen Bezirk Michalovce, der von den Bewohnern zu Hilfe gerufen wor­den war, erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei: Die Beam­ten hätten die Roma-Sied­lung im Zuge einer Fahndungseinsatzes gestürmt, Haus­türen eingetre­ten und wahl­los auf alle ein­geprügelt, die sich ihnen in den Weg stell­ten. 15 Bewohner seien daraufhin im Krankenhaus behandelt wor­den. Er selbst sei von den Polizisten rassistisch be­schimpft worden. Der Vorfall soll nun von General­staats­anwalt­schaft und Innen­minis­te­rium unter­sucht werden. Ein Polizei­sprecher bestritt alle Vor­würfe.

(dROMa | Quelle: derstandard.at)

Geschichten aus der Küche

April 4th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Literatur & Bücher

Geschichten aus der KücheRezepte zum Nachlesen und Erinnerungen zum Nachkochen

Die Literaturwissenschaftlerin Katharina Janoska (mehr hier) und der Küchen­chef Martin Kugler haben ein Lesekochbuch kreiert – ein Kochbuch, ver­fei­nert mit Ge­schich­ten zu den Gerich­ten: „Auf die Idee sind die bei­den durch ihre Großmütter ge­kom­men“, be­rich­tet der Kurier: „Janos­kas Vater stammt aus einer Roma-Familie in der un­ga­risch­spra­chi­gen Slowakei. Martin Kugler kommt aus Gols und wur­de durch die ty­pisch burgen­län­di­sche Küche seiner Groß­mutter ge­prägt. (…) Ursprüng­lich sollte es ein Roma-Kochbuch wer­den, doch schon bald haben sie er­kannt: ‚Beide Kulturen haben sehr viel gemein­sam, die ty­pi­sche Roma-Küche gibt es nicht. Un­sere Omas kochen viele Ge­richte ähn­lich.‘ Warum also nicht die Rezepte bei­der Kul­tu­ren miteinan­der verbinden, dachten sich die bei­den Golser und mach­ten sich ans Werk.“

Aus der Beschreibung auf der Seite ihres neu ge­schaf­fe­nen Verlags:

Dieses Buch ist nicht wie viele andere Bücher, kein großer Verlag steht dahin­ter, son­dern unse­rer eige­ner. Kein Food­desig­ner steht hinter den Bil­dern son­dern wir. Keine Firmen­politik steht hinter den Wor­ten und Geschich­ten sondern wir. Ein Buch über das Bur­gen­land und seine kultu­rel­le Diver­si­tät von Burgen­ländern.

Daher auch die Idee Teile der Romaküche mit Teilen der öster­rei­chi­schen Küche zu ver­bin­den und wenn es diese Ver­bin­dung schon gab, diese auf­zu­zeigen. Die Küche zeigt hier auf, was schon immer der Fall war und wovor man­che die Augen ver­schließen: Als Rom/ni ist man nicht nur Rom/ni, son­dern immer auch Teil einer Mehr­heits­gesell­schaft. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (113)

April 3rd, 2015  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Das NS-„Zigeuner­la­ger“ Ber­lin-Mar­zahn wur­de erst 2001 auf Bun­des­ebe­ne als „ent­schä­digungs­wür­di­ger“ Haft­ort an­er­kannt.

(Quelle)

FAZ: Roma-Vertreibungen in Ungarn

April 1st, 2015  |  Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Ungarn: Romafrauen in Miskolc demonstrieren gegen die Vertreibungspolitik der Stadt (Foto: Romedia Foundation)FAZ: Im ungarischen Miskolc geht die Ver­wal­tung dras­tisch ge­gen Roma vor. Sie ver­treibt sie aus ih­ren Woh­nun­gen. Und lässt ih­nen nur die Hoff­nung auf Kanada.

(…) Im Sommer vergangenen Jahres beschloss der Stadt­rat, die „Gettos und Slums“ von Miskolc zu besei­ti­gen. (…) Angeb­li­cher Grund dafür ist, dass Platz für eine mo­derne Fußball-Arena ge­schaf­fen wer­den soll (…). Tat­säch­lich sieht es vor allem so aus, dass die in Miskolc füh­rende Fidesz-Par­tei die Roma aus der Sied­lung ein­fach los­wer­den möchte. Es gibt Wegzieh­prämien, und wer mit Miet­zah­lun­gen für die stadt­eige­nen Häus­chen im Rück­stand ist oder wessen Vertrag aus­läuft, be­kommt einen Räu­mungs­bescheid. (…). 36 Woh­nun­gen seien inzwi­schen leer, 38 wei­tere soll­ten bis Ende April ge­räumt wer­den. (…)

Die Romasiedlung war ein großes Thema im Kommunal­wahlkampf des ver­gan­ge­nen Jahres. (…) Im nahe gele­genen Ózd, wo es auch viele Roma gibt, triumphierte ein Jobbik-Mann. (…) Schon haben sich in den um­lie­gen­den Gemein­den Bürger­ini­tia­ti­ven gebildet, die diese Leute auch nicht haben wollen. (…). Die neue Hoff­nung heißt Kanada. Seit ein Gericht dort unga­rische Roma als Asyl­bewerber akzeptiert hat, wollen alle dort­hin aus­wandern. (…)

Lesen Sie bitte den hier nur in einigen kurzen Auszügen wiedergegebenen Artikel von Stephan Löwenstein in voller Länge auf www.faz.net.

Siehe auch:
Ónod bei Miskolc: Brandanschlag auf Roma
Ungarn: „Wegziehprämien“ für Roma
Ungarische Roma flüchten in die Schweiz
Ungarisches Filmfestival streicht Roma-Filme