Geschichten aus der Küche

April 4th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Literatur & Bücher

Geschichten aus der KücheRezepte zum Nachlesen und Erinnerungen zum Nachkochen

Die Literaturwissenschaftlerin Katharina Janoska (mehr hier) und der Küchen­chef Martin Kugler haben ein Lesekochbuch kreiert – ein Kochbuch, ver­fei­nert mit Ge­schich­ten zu den Gerich­ten: „Auf die Idee sind die bei­den durch ihre Großmütter ge­kom­men“, be­rich­tet der Kurier: „Janos­kas Vater stammt aus einer Roma-Familie in der un­ga­risch­spra­chi­gen Slowakei. Martin Kugler kommt aus Gols und wur­de durch die ty­pisch burgen­län­di­sche Küche seiner Groß­mutter ge­prägt. (…) Ursprüng­lich sollte es ein Roma-Kochbuch wer­den, doch schon bald haben sie er­kannt: ‚Beide Kulturen haben sehr viel gemein­sam, die ty­pi­sche Roma-Küche gibt es nicht. Un­sere Omas kochen viele Ge­richte ähn­lich.‘ Warum also nicht die Rezepte bei­der Kul­tu­ren miteinan­der verbinden, dachten sich die bei­den Golser und mach­ten sich ans Werk.“

Aus der Beschreibung auf der Seite ihres neu ge­schaf­fe­nen Verlags:

Dieses Buch ist nicht wie viele andere Bücher, kein großer Verlag steht dahin­ter, son­dern unse­rer eige­ner. Kein Food­desig­ner steht hinter den Bil­dern son­dern wir. Keine Firmen­politik steht hinter den Wor­ten und Geschich­ten sondern wir. Ein Buch über das Bur­gen­land und seine kultu­rel­le Diver­si­tät von Burgen­ländern.

Daher auch die Idee Teile der Romaküche mit Teilen der öster­rei­chi­schen Küche zu ver­bin­den und wenn es diese Ver­bin­dung schon gab, diese auf­zu­zeigen. Die Küche zeigt hier auf, was schon immer der Fall war und wovor man­che die Augen ver­schließen: Als Rom/ni ist man nicht nur Rom/ni, son­dern immer auch Teil einer Mehr­heits­gesell­schaft. Man ge­hört dazu und ist soweit in­tegriert, dass kaum ein Unter­schied mehr auf­fällt – ebenso scheint es in der Küche. Genau dies woll­ten wir mit diesem Koch­buch deut­lich ma­chen: nicht die Differen­zen auf­zei­gen, nicht das sich Ab­he­ben von der Mehrheits­gesell­schaft, son­dern das Teil sein da­von – die In­tegra­tion.

Etwas zum Lesen war unser Ziel, das man nicht nur zur Hand nimmt, wenn man gerade am Herd steht. Wäh­rend wir recher­chier­ten und Rezepte erar­bei­te­ten ereig­ne­ten sich einige lus­ti­gen und unter­hal­ten­den Anek­do­ten, die uns zu dem Schluss brach­ten, dass auch diese im Buch ste­hen soll­ten.

Sollten Sie Fragen bezüglich der Rezepte ha­ben, ste­hen wir Ihnen ger­ne zur Ver­fügung!

Mehr Infos: www.buundbu-verlag.at

Siehe auch:
dROMa 41 (2012): Die Küche der Roma | I kojnha le Romendar
Roma-Kochbücher – worldwide

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