Mai 31st, 2015 |
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Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Der traditionelle Roma-Butschu in Bachselten (Bezirk Oberwart) findet am 13. Juni 2015 auf der Festwiese Schuh, Am Teichbach 3, statt. Beginn ist um 19:30 Uhr.
O tradicijoneli Roma Butschu ando 13. juni 2015 upri Festwiese Schuh, Am Teichbach 3, tel likerdo ol. Kesdim ol 19:30 orenge.
Musikalisch wird die Veranstaltung von der südburgenländischen Roma-Band „Romano Rath“ begleitet. Weitere Highlights sind Tony Wegas, die Volkstanzgruppe Siget und die Tamburizza Weiden bei Rechnitz mit ihren kulturellen Darbietungen. Die Veranstaltung bietet allen die Möglichkeit, einander zu treffen und die Kultur der burgenländischen Volksgruppen kennenzulernen.
I muschika uso mulatintschago kerel i sudburgenlanditiki Romani banda Romano Rath. Baro highlights hi o Tony Wegas use ada kulturakere mulatintschago. O kulturakere sikajiptscha le flogoskere grupnendar ada bersch i Flogoskeri khelipeskeri grupn Siget taj i Tamburica Bandula keren. Ada mulatintschago le cilenge o schajipe del, pumen te talalinel taj i kultura le burgenlanditike flogoskere grupnendar te prindscharel te siklol.
Mai 30th, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte
Download >>Report concerning the implementatio of the Council of Europe Convention on Action against Trafficking in Human Beings by Hungary. First evaluation round, 29.5.2015 (PDF)
Der Europarat fordert Ungarns Regierung zu einem schärferen Vorgehen gegen organisierten Menschenhandel, Zwangsarbeit und sexuelle Ausbeutung auf. Ein am Freitag präsentierter Bericht der Expertengruppe des Europarats (Group of Experts on Action against Trafficking in Human Beings, kurz: GRETA), wirft Ungarn vor, Bewohner armer Regionen und insbesondere Roma nicht ausreichend davor zu schützen. Unter anderem wird gefordert, dass Ungarn Sklaven- und Zwangsarbeit unter Strafe stellt. Die meisten der Opfer werden zur Prostitution gezwungen. „Zwangsprostituierte werden auch nach Deutschland, in die Niederlande und nach Großbritannien gebracht“, zitiert Die Zeit die irische GRETA-Berichterstatterin Siobhán Mullally. „Der Trend zu Zwangsarbeit in Industrie und Landwirtschaft und zur Vermittlung von Menschen in Nachbarländer wie Rumänien, Serbien und in die Ukraine nimmt zu.“
Laut Angaben der ungarischen Regierung seien 2011 58 und 2012 68 Opfer von Menschenhandel identifiziert worden. 2013 waren es 43, davon 41 Frauen. Die Dunkelziffer liegt jedoch weit höher. Das tatsächliche Ausmaß sei nicht bekannt, heißt es in dem Greta-Bericht. Allerdings gebe es Hinweise, dass die Ausbeutung zugenommen habe.
(dROMa)
Mai 29th, 2015 |
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Jugend & Bildung
Euronews: Zwanzig Jahre nach dem Krieg im früheren Jugoslawien sind die Spuren des Konflikts noch immer sichtbar. […] Die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen dauern an und manche Eltern schicken ihre Kinder in ethnisch geteilte Schulen. Die Europäische Union und der Europarat fördern aus diesem Grund mit einem drei Jahre langen Projekt Integration an den Schulen. […] Von den 740 Schülern sind 27 Sinti und Roma, 25 kommen aus dem Waisenhaus und manche gehören ethnischen Minderheiten an.
Mustafa Dzafic (Anm.: Direktor einer teilnehmenden Schule in Mostar), erklärt das Konzept: „Eine integrative Schule ist eine Schule, die alle Schüler aufnimmt, die begabten und jene, die Schwierigkeiten haben. Integration bedeutet, dass der Unterricht den Fähigkeiten der verschiedenen Schüler angepasst wird.“
Jede Woche gibt es eine Unterrichtsstunde, in der die guten Schüler jenen helfen, die Probleme haben. […] Mehrere Schüler folgen einem speziell auf sie zugeschnittenen Programm. Die neunjährige Adisa ist Rom[ni]. Sie geht zur Nachhilfe und bekommt zusätzlich noch Einzelunterricht, denn ihre Eltern können ihr bei den Hausaufgaben nicht helfen. Adisa ist fleißig: „Ich werde einen Abschluss machen, um einen Job zu finden. Wenn ich mit der Schule fertig bin, will ich an die Universität und dann, wenn ich dort auch einen Abschluss habe, will ich Arzt werden.“
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Mai 27th, 2015 |
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Allgemeines
Ando lejcti desch berscha 50 procentscha le Romendar andar Prag te gejanahi. Pal jek phukajipe la divesakera cajtungatar „Mladá fronta Dnes“ (MfD) o gendo le Romendar andar Prag ando lejcti berscha igen sorale pal gelo. Akan valami 15.000 Roma ando baro foro dschin. 2006 dujvar atschi Roma odoj atschnahi. Phendo ol, hot on vascho utsche mitscha taj kaj tschuli buti hi odotar bejg gele, ham te vascho „butschalinipe le tschoripeha“. Igen sorale ada te dikel hi ande Žižkov, Libeň vaj Vršovice. I diveskeri cajtung „MfD“ phenel, hot ande Prag igen tschuli buti del taj te i industrijeli produktcija ando foro pal gelo. I buti upri bauninipeskeri koja le ukrajinerendar kerdo ol. But Romengere familiji ham te upre khereskere schpekulacijontscha ande pele, savo lenge tschule lojenca lengero „dekret“ le foroskere kherenge tel kindo ulo taj le familjige lasne khera avrutnon Pragistar aun bitim ulo.
(volksgruppen.orf.at)
Mai 26th, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte
Bereits den dritten Tag in Folge kam es in der südwestbulgarischen 1.900-Einwohner-Gemeinde Garmen zu Demonstrationen gegen Roma. Die Protestierenden drohten mit einer weiteren Eskalation und setzten dem Bürgermeister laut Presseberichten ein Ultimatum von einer Woche, um die dortige informelle Roma-Siedlung aufzulösen. In der erst vor einigen Jahren entstandenen Siedlung leben rund 150 Roma, die von den Demonstranten für die vermeintlich steigende Kleinkriminalität verantwortlich gemacht werden. Tatsächlich wurden in Garmen seit Jahresbeginn nur vier Diebstähle verzeichnet. Bulgariens Innenministerin Rumyana Bachvarova ist angesichts der Situation in die Gemeinde gereist. Den Protesten vorangegangen war eine Schlägerei am Samstag, bei der mehrere Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Auslöser dieses Vorfalls war die Lautstärke der Musik bei der privaten Feier einer Roma-Familie. Da die Behörden weitere Gewalt befürchten, steht Garmen seit Samstagabend unter Polizeischutz. Presseberichten zufolge reisten auch Gruppen aus Sofia, Plovdiv und Kostinbrod an. Wie bei den antiziganistischen Protesten 2011 beteiligten sich an der Kundgebung am Montag auch rechtsextreme Fußballhooligansans. 2011 hatte ein tödlicher Verkehrsunfall in Südbulgarien zu einer Welle von Protesten und Gewalt gegen die Roma-Minderheit geführt. Bei den Pogromen wurden mehrere Häuser von Roma niedergebrannt.
(dROMa)
Siehe auch:
Bulgarien: Wahlkampfhetze gegen Roma, 3.10.2014
Bulgarien: Bombenattentat auf Roma-Partei, 29.6.2012
Bulgarien: Sturm auf bekannte Roma-Familie, 25.9.2011
Mai 25th, 2015 |
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Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Mit einem Open-Air-Konzert begann am Sonntagabend in Prag das bekannteste Roma-Festival des Landes: „Khamoro“. Beim 17. Jahrgang stehen in der letzten Maiwoche Konzerte, Seminare, Tanz- und Filmvorführungen zur Kultur der Roma bevor. Am Eröffnungsabend traten bei der Khamoro-Party am Moldauufer die Bands Terne Čhave und Jan Bendig sowie Mário Bihári und der Rapper Vladimir 518 auf. Im Rahmen des Festivals wird die Ausstellung „Verschwundene Welt – Lety bei Písek“ im Tschechischen Zentrum, die der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers für Sinti und Roma gewidmet ist. Das Festival findet zum zweiten Mal auch in Plzeň / Pilsen statt, diesmal im Rahmen des Kulturprojekts „Europäische Kulturhauptstadt 2015“.
(Text: Radio Prag)
Mai 21st, 2015 |
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Politik, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 18.5.2015 | (on demand)
Erschtivar o cile flogoskere grupn upro listscha le Selenendar ando Burgenland fatretim hi
Erschtivar o cile flogoskere grupn upro listscha le Selenendar – Zeleni / Zöldek / Selene – ando Burgenland fatretim hi: Horvacke, ungrike taj erschtivar te jek Rom. I voja pedar i kandidatura le Martin Horvathistar, fatreteri la Romengera flogoskera grupnatar, baro hi.
But flogoskere grupnakere kandidatscha
„Jek barikano cajchn le Burgenlandiske hi, kaj pumen te but kandidatscha upre amare listscha laken, save mindenfelitike tschibtscha vakeren. Mange ada igen latsche tecinel. Khetan le upre likeripeske amare tschibtschenge taj jeke toleranti Burgenlandiske ande te bescharel amen kamaha“, phenel i Anita Malli, thaneskero schero le Selenendar taj kandidatkija uso thaneskero talalinipeskero völinipe. „Andi aguni cajt, na delahi but Roma, save ande jek politischi partaj use sina, pedar jek kandidatura uso thaneskero talalinipeskero völinipe, na pekal vakerdo te ol. I cukunft le Burgenlandistar le Selenenge jek but tschibtschakeri cukunft hi, ande savi le cilen o glajchi schajiptscha hi. Taj ada hi, soske me man ande bescharav“, phenel o Martin Horvath.
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Mai 20th, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte
Sinti und Roma demonstrierten in Bologna gegen Rassismus
Hunderte Sinti und Roma haben sich am Samstag in der Stadt Bologna an einer Demonstration gegen Rassismus beteiligt. Der Protest richtete sich unter anderem gegen die ausländerfeindliche Oppositionspartei Lega Nord. Diese führt eine scharfe Kampagne für den Abbau von Roma-Siedlungen. „Wir haben es satt, als Kriminelle und Diebe behandelt zu werden. Wir wollen als Volk anerkannt werden“, forderte der Präsident des Roma- und Sinti-Verbands in Italien Davide Casadio. Sein Volk sei Opfer von Diskriminierung. „Wir wollen selber nicht in Barackensiedlungen leben, die italienische Politik zwingt uns dazu“, betonte Casadio. Er wies darauf hin, dass die meisten in Italien lebenden Roma und Sinti italienische Staatsbürger seien. Die Demonstranten schwenkten Friedensfahnen mit den Regenbogenfarben, einige spielten Geige. An der Protestkundgebung beteiligten sich auch der Senator der regierenden Demokratischen Partei (PD), Luigi Manconi, Mitglieder des Gemeinderats von Bologna, Intellektuelle und Schauspieler.
(Quelle: kleinezeitung.at)
Hier eine Fotoserie von La Repubblica.
Mai 18th, 2015 |
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Politik, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 18.5.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)
Alle Volksgruppen auf Listen der Grünen vertreten
Erstmals sind alle Volksgruppen auf den Listen der Grünen – Zeleni / Zöldek / Selene – im Burgenland vertreten: Kroaten, Ungarn und erstmals auch ein Rom. Die Freude über die Kandidatur von Martin Horvath, Vertreter der Volksgruppe der Roma, ist groß. „Es ist ein wichtiges Zeichen für das Burgenland, dass sich auch viele mehrsprachige Kandidaten/innen auf unseren Listen finden. Das freut mich persönlich besonders. Gemeinsam wollen wir uns für den Erhalt unserer Sprachen und ein tolerantes Burgenland einsetzen“, sagt Anita Malli, Landesgeschäftsführerin der Grünen und Kandidatin zur Landtagswahl. „In der Vergangenheit haben sich Angehörige der Roma kaum für politische Parteien engagiert, von Kandidaturen für den Landtag ganz zu schweigen. Die Zukunft des Burgenlandes ist für die Grünen eine vielsprachige Zukunft, in der alle die gleichen Chancen haben. Das entspricht dem, wofür ich mich einsetze“, erzählt Martin Horvath. „Wir Roma brauchen eine starke Stimme auch nach außen. Zivilgesellschaftliches Engagement ist das eine, aber wir müssen uns auch im politischen Bereich einbringen“, so Horvath weiter. Read the rest of this entry »
Mai 16th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Medien & Presse
Unerzählte Geschichten: Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau
Dieser Tage erinnern sich Sinti und Roma des Aufstands im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau – Gedenken und Forschung sind heute wichtiger denn je.
derStandard.at: Am Abend des 15. auf den 16. Mai 1944 umzingelten mit Maschinengewehren bewaffnete SS-Soldaten das Lager für Sinti- und Roma-Gefangene, das sogenannte „Zigeunerlager“ des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, mit der Absicht, die nahezu 6.000 Häftlinge zu töten. Doch als die SS-Soldaten das Lager umstellten, um mit dem Abtransport der Inhaftierten zu den Gaskammern zu beginnen, stießen sie auf bewaffneten Widerstand vonseiten der Männer, Frauen und Kinder im Lager. Die Gefangenen hatten von der geplanten „Liquidierung“ gehört und hatten sich Waffen aus Blech und Holz, Rohren, Steinblöcken und anderem Schrottmaterial, was immer sie finden konnten, gemacht.
Nach den Erinnerungen von Überlebenden und Zeugen des Widerstands gaben die SS-Truppen ihren Plan, als sie mit den bewaffneten Häftlingen konfrontiert waren, schnell auf. Durch ihre improvisierten Waffen und koordinierten Anstrengungen schafften die Gefangenen es, die SS-Truppen abzuwehren und den Abtransport zu den Gaskammern zu verhindern. Zwar wurden einige Gefangene dennoch in jener Nacht erschossen, doch durch ihren organisierten Widerstand konnten die Sinti- und Roma-Gefangenen ihre Hinrichtung in den Gaskammern noch um einige Monate verzögern.
Im April stimmte das Europäische Parlament darüber ab, den 2. August als Europäischen Roma-Holocaust-Gedächtnistag anzuerkennen, um „der historischen Tatsache des Völkermords an den Roma während des Zweiten Weltkriegs“ zu gedenken. Read the rest of this entry »
Mai 15th, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte
In Halle (Sachsen-Anhalt) versuchen Rechtsextreme schon seit mehreren Monaten, die Stimmung gegen rund 40 rumänische Roma-Familien anzuheizen, die im Plattenbauviertel Silberhöhe leben. Die rassistische Hetze bleibt jedoch nicht unwidersprochen. Einwohner des Viertels solidarisieren sich mit den Roma-Familien; gleich mehrere lokale Aktionsbündnisse (hier oder hier) treten der neonazistischen Agitation entgegen. Dennoch leben viele der Roma in Angst – und das nicht ohne Grund: Immer wieder schlägt die bedrohliche Stimmung in konkrete Gewalt um. Hier zwei aktuelle Meldungen von der Silberhöhe:
7.5.2015: Mann bedroht Roma-Familie in der Silberhöhe mit Messer
Ein Mann sprach aus einem Mehrfamilienhaus heraus eine Gruppe von Personen rumänischer Abstammung an, woraufhin es zu einem Streitgespräch zwischen allen Beteiligten kam. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung bedrohte der 30-Jährige die Personengruppe sowohl verbal als auch durch Gesten mit einem Messer. Aus Angst flüchteten die vier Geschädigten im Alter von 15 bis 43 Jahren vom Tatort und informierten die Polizei. Ob eine politische Motivation des Täters vorlag, wird noch geprüft. (Halle Spektrum, 8.5.2015)
13.5.2015: Unbekannte beschmieren auf der Silberhöhe HWG-Auto und Mieterladen mit Nazi-Symbolen
In der Nacht zu Mittwoch hat es eine Attacke auf die Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG) im Stadtteil Silberhöhe gegeben. So wurden ein Fahrzeug des Unternehmens sowie der Mieterladen (…) mit rechtsextremen Symbolen beschmiert. Read the rest of this entry »
Mai 14th, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte

Xenophobie-Rekord: Jeder Zweite will ein ausländer- und „zigeunerfreies“ Ungarn
Der Pester Lloyd berichtet von der neuesten Umfrage des Instituts Tárki. Das Meinungsforschungsinstitut konstatiert anhand seiner jüngsten Befragung einen neuen „Rekord der Fremdenfeindlichkeit in Ungarn“: Fast jeder zweite Befragte zeigte demnach klar fremdenfeindliche Einstellungen. Der Wert des Tárki-Xenophobie-Indexes kletterte im April 2015 auf 46 Prozent der Befragten und übertrifft damit deutlich alle bislang verzeichneten Ergebnisse der Langzeitbeobachtung. Der Pester Lloyd über die aktuelle Studie:
Danach sind die pauschalen Aversionen gegen „Asylsuchende“ so hoch wie nie. (…) Laut Tárki finden 46% der Befragten, dass Ungarn überhaupt keine Flüchtlinge ins Land lassen solle, auch solle es keine Asylverfahren ermöglichen. (…) Die seit langem betriebene Xenophobie-Studie von Tárki blickt auf einen starken Anstieg der fremdenfeindlichen Bekenntnisse in den ersten drei Jahren nach 1992 zurück.(…) Den bisherigen Negativ-Rekord hielt das Jahr 2001 (9/11 und 1. Orbán-Regierung) mit 43% pauschalen Ausländerfeinden.
Interessant sind auch die „Aversions-Top-Ten“, die traditionell von „den Arabern“ angeführt werden, 94% wollen sie am wenigsten im Lande haben, knapp gefolgt (…) von den Roma. Read the rest of this entry »
Mai 13th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken
Am 16. Mai jährt sich der Auftakt zur Deportation und Ermordung tausender Sinti und Roma von Hamburg aus zum 75. Mal. Am Lohseplatz in der Hamburger HafenCity finden aus diesem Anlass eine Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung statt.
Hamburger Wochenblatt: (…) Hamburgs Erster Bürgermeister, Olaf Scholz, wird einen Kranz niederlegen an der Gedenkstätte für die Hamburger Sinti und Roma, deren Verhaftungen am 16. Mai 1940 zwischen fünf und sechs Uhr morgens in verschiedenen Städten Norddeutschlands begannen. Wie eine Ware „verbracht“ in einen Fruchtschuppen im Freihafen, wo die „Zigeuner“ gesammelt wurden zum Transport am 20. Mai vom damaligen Hannoverschen Bahnhof ins Vernichtungslager Bełżec im heutigen Polen. 1.500 insgesamt. Zwei weitere Deportationen folgten 1943 und 1944, nach Auschwitz.
Keiner der Verantwortlichen wurde jemals von deutschen Behörden zur Rechenschaft gezogen. (…) Nur zwei kleine Hamburger Sinti-Familien hatten das Nazi-Reich überlebt, doch sie wurden zwangsweise sterilisiert und konnten keine Nachkommen haben. Alles, was in den 70er-Jahren zuwanderte, waren Flüchtlinge aus Polen. Wie die Familie von Rudko Kawczynski, Vorstandsvorsitzender der „Rom und Cinti Union e.V.“ (RCU). Sie ist die zentrale Anlaufstelle der Gemeinschaft der Roma und Sinti in Hamburg. (…)
Alljährlich am 16. Mai erinnern die Rom und Cinti Union und neue Hamburger Interessengruppen an die Deportationen von Sinti und Roma aus Deutschland. (…) Jahrzehntelang habe sich, so Kawczynski, niemand vom Hamburger Senat um die Gedenkfeier geschert. Bis im vergangenen Jahr Innensenator Michael Neumann die Initiative ergriffen habe. Read the rest of this entry »
Mai 12th, 2015 |
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Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Acht europäische Radio, Film- und Fernsehprogramme sowie ein Webangebot und ein Webvideo sind am Donnerstagabend (7.5.) im Europäischen Parlament in Brüssel mit dem renommierten CIVIS-Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa ausgezeichnet worden. Am Wettbewerb nahmen insgesamt 700 Programme aus 21 EU-Staaten und der Schweiz teil. Schirmherr des CIVIS-Medienpreises 2015 ist der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz. Der CIVIS-Medienpreis zeichnet seit 28 Jahren Programmleistungen im europäischen Radio, Film und Fernsehen und seit 2010 im Internet aus, die das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft fördern.
Den Europäischen CIVIS-Fernsehpreis im Bereich Information (non fiction) erhielt Eszter Hajdú für ihre Dokumentation „Der Prozess von Budapest“ (rbb/Arte). Der europäische CIVIS Fernsehpreis zeichnet journalistische Fernsehprogramme zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt aus. Am Wettbewerb können alle Fernsehsender in der Europäischen Union und der Schweiz teilnehmen. Der Preis wird in den Kategorien Information, Unterhaltung (fictional) und kurze Programme (Magazine) vergeben. Die Dotierung beträgt in jeder Kategorie 3.000 Euro.
Inhalt:
Der Strafprozess um eine grausame Mordserie an ungarischen Roma. Bei Anschlägen von Rechtsextremen starben 2008/09 insgesamt 6 Menschen, darunter ein fünfjähriges Kind. Weitere fünf Menschen wurden schwer verletzt. Nach beispiellosen Pannen bei den polizeilichen Ermittlungen und dem Verdacht einer Verwicklung der Geheimdienste in die rassistisch motivierten Morde stand das Gericht von Anfang an unter enormem öffentlichen Druck.
Jurybegründung:
Eszter Hajdú dokumentiert einen für Ungarn historischen Strafprozess mit 167 Prozesstagen, über zweieinhalb Jahre lang. Vier Neo-Nazis stehen wegen Mordes an sechs Roma vor Gericht. Staatliche Ignoranz und Unzulänglichkeit werden überdeutlich. Read the rest of this entry »
Mai 10th, 2015 |
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Musik, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radio Burgenland: 4.5.2015 (on demand)
Luzviminda: Shirley Dimaano & Roma-Band Parno Graszt
Die philippinische Sängerin Shirley Dimaano gründete mit Mitgliedern der Gipsy-Band Parno Graszt aus Ungarn die Gruppe Luzviminda. Der Bandname wurde aus den Anfängen der drei großen Inseln der Philippinen – Luzon, Visayas und Mindanao – gebildet. Von Shirley Dimaanos Können konnten sich die zahlreichen Gäste bei ihrem Auftritt mit der Roma-Band Parno Graszt im OHO in Oberwart ein Bild machen. Die Roma-Band Parno Graszt (Weißes Pferd) wurde im Jahre 1987 in Ungarn gegründet. Seit ca. 18 Monaten gehen Shirley Dimaano und die Musiker der Roma-Band einen gemeinsamen Weg. Die verschiedensten Einflüsse – von philippinischen bis hin zu lateinamerikanischen Musikstilen – brachte sie in die Band mit, welche mit traditionellen Roma-Klängen durch die begnadeten Musiker vereint wurden. So konnten sie mit ihrer großartigen Musik schon in vielen Ländern Erfolge feiern. Mehr darüber erfahren Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Einen Konzertmitschnitt finden Sie hier.
Mai 8th, 2015 |
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Musik, Radio, Podcast & TV
Roma sam
Radijo Burgenland: 4.5.2015 (on demand)
Luzviminda: Shirley Dimaano & i prindschardi ungriki Romengeri-banda Parno Graszt
I filipinischi dschilaschkija Shirley Dimaano, dschenenca la gipsy-bandatar Parno Graszt andar o Ungriko, i banda Luzviminda kertscha. La bandakero-anav andar o kesdipeskere betovtscha le trin bare filipinischi inselenvdar – Luzon, Visayas taj Mindanao kerdo ulo. La Shirley Dimaanojake o talento andi betschuja paschlardo ulo. Pedar lakero dschanipe schaj pumenge o but kherodaschtscha use lakero dschilajipe la Romengera-bandaha Parno Graszt ando OHO Erba, jek kipo kerde. I Romengeri-banda Parno Graszt ando bersch 1987 ando Ungriko kerdo ulo taj jek simbol le naphandlipeske hi. Sajt valami 18 masektscha i Shirley Dimaano taj o muschikaschtscha la Romengera-bandatar, jek khetano drom dschan. O mindenfelitike and fojiniptscha – usar filipinischi dschi latajnamerikanischi muschikakere stiltscha – oj andi banda peha lija, save le tradicijoneli Romengere-hangijenca le bariane muschikaschendar khetan keverim ule. Afka on imar ande but vilagi pumara barikana muschikaha jeriniptscha schaj mulatinde. Uso kherodaschtscha pumare „na sako diveseskere“ muschikakere stiliha jek gondo pal te mukel kamna taj sako lengere koncertistar use jek na pobisterdo mulatintschago te ol. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Mai 7th, 2015 |
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Facts & Figures
Über 40 Prozent aller Roma-Kinder in Italien besuchen keine Schule.
(Quelle)
Mai 4th, 2015 |
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Medien & Presse
Erfolgsgeschichten über Roma werden selten erzählt. Das hat auch damit zu tun, dass viele über ihre Herkunft schweigen, um sich den Weg nach oben nicht zu verbauen – nicht so bei Erzsébet Gulyás und Béla Lakatos aus Ungarn.
>> Zum Artikel
In einem langen Artikel der FAZ spricht Stephan Löwenstein ein Grundübel der medialen Repräsentation von Roma an: dass das Bild, das sich die Mehrheit von der Minderheit macht, auf Negatives – auf Missstände, Armut, Kriminalität – beschränkt bleibt, während die zahlreichen kleinen und großen Erfolgsgeschichten, die unzähligen ganz normalen, unauffälligen, geglückten Biografien von Roma einfach nicht wahrgenommen werden. Artikel, die solche Geschichten in den Blick nehmen, sind selten. Im Gegensatz zur vorherrschenden Berichterstattung lenkt Löwenstein die Aufmerksamkeit nun auf einige erfolgreiche Roma und stellt bei dieser Gelegenheit auch den jungen Wiener Rom Samuel Mago vor.
(dROMa)
Mai 3rd, 2015 |
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Rassismus & Menschenrechte
Amnesty International – Urgent Action: Ungarn
In der ungarischen Stadt Miskolc droht etwa 160 Familien die rechtswidrige Zwangsräumung. Die Familien gehören zum größten Teil der Roma-Gemeinschaft an und wohnen in dem Stadtviertel „Nummerierte Straßen“. Die Behörden müssen die rechtswidrigen Zwangsräumungen verhindern.
>>Zum Online-Appell (bis 22. Mai 2015)
Die Stadtverwaltung von Miskolc, Ungarns viertgrößter Stadt, plant die Zwangsräumung von allen BewohnerInnen des Viertels „Nummerierte Straßen“, um so Platz für ein Fußballstadion zu machen. (…) Die Bescheide markieren die Wiederaufnahme von Zwangsräumungen, die aufgrund eines gesetzlichen Verbots über die Wintermonate ausgesetzt worden waren. Vor Beginn der Räumungen lebten etwa 900 Personen in dem überwiegend von Roma bewohnten Stadtviertel. Im Mai 2014 erhielt etwa die Hälfte aller dort lebenden Familien einen Räumungsbescheid. Bis Anfang Dezember 2014 waren bereits 30 Familien vertrieben worden. Es hatte zuvor keine angemessene Konsultation stattgefunden, und für die Betroffenen wurden keine Alternativunterkünfte bereitgestellt. Amnesty International hat das Viertel „Nummerierte Straßen“ in den vergangenen neun Monaten bereits dreimal besucht und sich mit BeamtInnen der Stadt getroffen, die dort für die Durchführung der Räumungen zuständig sind. Die BewohnerInnen des Viertels geben an, dass es keine wirksame Konsultation bezüglich der Räumungen und eventuellen Alternativmaßnahmen gegeben habe und ihnen keine alternativen Unterkünfte angeboten worden seien. Gemäß internationalen Menschenrechtsstandards müssen Räumungen selbst dann, wenn sie als gerechtfertigt betrachtet werden, den betreffenden Richtlinien der internationalen Menschenrechtsnormen in vollem Umfang entsprechen.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Am 8. Mai 2014 entschieden sich die Behörden der Stadt Miskolc dazu, das Viertel „Nummerierte Straßen“ aufzulösen und kündigten die bestehenden Mietverträge. Durch die bevorstehenden Räumungen, für die keinerlei Entschädigungsleistungen vorgesehen sind, droht dem Großteil der BewohnerInnen nun die Obdachlosigkeit. Es hat keine umfassende Konsultation der Betroffenen stattgefunden. Read the rest of this entry »
Mai 2nd, 2015 |
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Interview, Rassismus & Menschenrechte
Videoporträts Notreisender in Salzburg
Ein Projekt von Runder Tisch für Menschenrechte und helix – forschung & beratung
>> zu den Videoporträts
Wer sind die Menschen, die von der Politik und den Medien oft pauschal als Angehörige einer „Bettelmafia“ stigmatisiert werden, welche Geschichten haben sie zu erzählen, woher kommen sie und warum haben sie ihre Heimat verlassen, mit welchen Vorstellungen und Erwartungen kamen sie nach Salzburg und wie wurde die Reise konkret realisiert, welche Schul- und Berufsbildung haben sie, hatten sie einmal eine Arbeitsstelle, wie sehen die Sozialleistungen und Lebensbedingungen in der Herkunftsregion aus, wo ist die Familie und wie (über)lebt sie, wie schlagen sie sich in Salzburg durch und wie erleben sie ihren Alltag hier, wie reagieren die PassantInnen und AnwohnerInnen auf sie, wie helfen sie einander und welche externen Hilfsangebote kennen und nutzen sie?
Fragen wie diesen gingen wir in unseren Videoportraits nach, um damit notreisenden BettlerInnen, die sich in Salzburg aufhalten, eine Stimme und ein Gesicht geben.
(Projektvorstellung: notreisendesalzburg.wordpress.com)