Archive for Mai, 2015

Burgenland: Roma-Butschu 2015

Mai 31st, 2015  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Butschu 2015Der traditionelle Roma-Butschu in Bachselten (Bezirk Oberwart) findet am 13. Juni 2015 auf der Festwiese Schuh, Am Teichbach 3, statt. Beginn ist um 19:30 Uhr.

O tradicijoneli Roma Butschu ando 13. juni 2015 upri Festwiese Schuh, Am Teichbach 3, tel likerdo ol. Kesdim ol 19:30 orenge.

Musikalisch wird die Veranstaltung von der süd­burgen­ländi­schen Roma-Band „Romano Rath“ beglei­tet. Weitere Highlights sind Tony Wegas, die Volks­tanz­gruppe Siget und die Tamburizza Weiden bei Rechnitz mit ihren kul­turel­len Dar­bietun­gen. Die Ver­anstal­tung bietet allen die Mög­lich­keit, einan­der zu treffen und die Kultur der burgen­ländischen Volks­gruppen kennen­zulernen.

I muschika uso mulatintscha­go kerel i sud­burgen­landi­tiki Romani banda Romano Rath. Baro highlights hi o Tony Wegas use ada kultu­ra­kere mula­tintschago. O kul­tura­kere sika­jiptscha le flogos­kere grupnen­dar ada bersch i Flogos­keri kheli­pes­keri grupn Siget taj i Tamburica Bandula keren. Ada mula­tin­tschago le cilen­ge o scha­jipe del, pumen te tala­linel taj i kultura le bur­gen­landi­tike flogos­kere grupnen­dar te prindscha­rel te siklol.

Menschenhandel: Europarat rügt Ungarn

Mai 30th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Europarat gegen MenschenhandelDownload >>Report concerning the implementatio of the Council of Europe Convention on Action against Trafficking in Human Beings by Hungary. First evaluation round, 29.5.2015 (PDF)

Der Europarat fordert Ungarns Regierung zu einem schärfe­ren Vor­gehen ge­gen organi­sier­ten Men­schen­handel, Zwangsarbeit und sexuelle Aus­beutung auf. Ein am Freitag präsen­tier­ter Bericht der Expertengruppe des Europarats (Group of Experts on Action against Trafficking in Human Beings, kurz: GRETA), wirft Ungarn vor, Be­wohner armer Regio­nen und ins­beson­dere Roma nicht aus­reichend davor zu schützen. Unter ande­rem wird gefor­dert, dass Ungarn Sklaven- und Zwangs­arbeit unter Strafe stellt. Die meisten der Opfer werden zur Prostitution ge­zwungen. „Zwangs­prosti­tuierte werden auch nach Deutsch­land, in die Nieder­lande und nach Groß­britannien gebracht“, zitiert Die Zeit die irische GRETA-Bericht­erstat­terin Siobhán Mullally. „Der Trend zu Zwangs­arbeit in Industrie und Land­wirtschaft und zur Ver­mittlung von Menschen in Nach­bar­länder wie Rumänien, Serbien und in die Ukraine nimmt zu.“

Laut Angaben der ungarischen Regierung seien 2011 58 und 2012 68 Opfer von Menschen­handel identi­fi­ziert wor­den. 2013 waren es 43, davon 41 Frauen. Die Dunkel­ziffer liegt jedoch weit höher. Das tat­säch­li­che Aus­maß sei nicht bekannt, heißt es in dem Greta-Bericht. Aller­dings gebe es Hin­weise, dass die Aus­beutung zu­genom­men habe.

(dROMa)

Integrative Schulen in Ex-Jugoslawien

Mai 29th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung

Integrationsprojekt (Foto: Amnesty International)Euronews: Zwanzig Jahre nach dem Krieg im früheren Jugoslawien sind die Spuren des Konflikts noch immer sichtbar. […] Die Span­nungen zwischen den Bevöl­kerungs­gruppen dauern an und manche Eltern schicken ihre Kinder in ethnisch geteilte Schulen. Die Euro­päische Union und der Europarat för­dern aus diesem Grund mit einem drei Jahre langen Projekt Integra­tion an den Schulen. […] Von den 740 Schülern sind 27 Sinti und Roma, 25 kom­men aus dem Waisen­haus und manche gehören ethni­schen Minder­heiten an. 
Mustafa Dzafic (Anm.: Direktor einer teilnehmenden Schule in Mostar), erklärt das Konzept: „Eine integrative Schule ist eine Schule, die alle Schüler aufnimmt, die begab­ten und jene, die Schwie­rig­keiten haben. Integration bedeutet, dass der Unter­richt den Fähig­keiten der ver­schiedenen Schüler ange­passt wird.“

Jede Woche gibt es eine Unterrichtsstunde, in der die guten Schüler jenen hel­fen, die Proble­me haben. […] Mehrere Schüler folgen einem speziell auf sie zugeschnit­tenen Programm. Die neun­jährige Adisa ist Rom[ni]. Sie geht zur Nachhilfe und bekommt zu­sätz­lich noch Einzel­unterricht, denn ihre Eltern können ihr bei den Haus­auf­gaben nicht helfen. Adisa ist fleißig: „Ich werde einen Abschluss machen, um einen Job zu finden. Wenn ich mit der Schule fertig bin, will ich an die Universität und dann, wenn ich dort auch einen Abschluss habe, will ich Arzt werden.“

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Roma andar Prag dschan

Mai 27th, 2015  |  Published in Allgemeines

Roma verlassen Prag (Foto: Petritap/Wikimedia) Ando lejcti desch berscha 50 procentscha le Romendar andar Prag te gejanahi. Pal jek phukajipe la divesakera cajtungatar „Mladá fronta Dnes“ (MfD) o gendo le Romendar andar Prag ando lejcti berscha igen sorale pal gelo. Akan valami 15.000 Roma ando baro foro dschin. 2006 dujvar atschi Roma odoj atschnahi. Phendo ol, hot on vascho utsche mitscha taj kaj tschuli buti hi odotar bejg gele, ham te vascho „butschalinipe le tschoripeha“. Igen sorale ada te dikel hi ande Žižkov, Libeň vaj Vršovice. I diveskeri cajtung „MfD“ phenel, hot ande Prag igen tschuli buti del taj te i industrijeli produktcija ando foro pal gelo. I buti upri bauninipeskeri koja le ukrajinerendar kerdo ol. But Romengere familiji ham te upre khereskere schpekulacijontscha ande pele, savo lenge tschule lojenca lengero „dekret“ le foroskere kherenge tel kindo ulo taj le familjige lasne khera avrutnon Pragistar aun bitim ulo.

(volksgruppen.orf.at)

Pogromstimmung in Südbulgarien

Mai 26th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Angespannte Lage in Garmen (Bulgarien), Foto: sofiaglobe.comBereits den dritten Tag in Folge kam es in der südwestbulgarischen 1.900-Ein­woh­ner-Ge­meinde Garmen zu Demonstrationen gegen Roma. Die Pro­testie­ren­den droh­ten mit einer weite­ren Eska­lation und setzten dem Bürger­meister laut Presse­berich­ten ein Ultimatum von einer Woche, um die dor­tige infor­melle Roma-Sied­lung auf­zu­lösen. In der erst vor einigen Jahren ent­stan­de­nen Sied­lung leben rund 150 Roma, die von den De­monstran­ten für die ver­meint­lich steigende Klein­krimi­na­lität ver­antwort­lich gemacht werden. Tat­säch­lich wurden in Garmen seit Jahres­beginn nur vier Diebstähle ver­zeich­net. Bulga­riens Innen­minis­terin Rumyana Bachvarova ist an­gesichts der Situa­tion in die Gemeinde gereist. Den Protesten voran­ge­gan­gen war eine Schlägerei am Samstag, bei der meh­rere Per­sonen zum Teil schwer ver­letzt wurden. Aus­löser dieses Vor­falls war die Laut­stärke der Musik bei der privaten Feier einer Roma-Familie. Da die Behör­den weitere Gewalt befürch­ten, steht Garmen seit Samstag­abend unter Polizeischutz. Presse­berichten zufolge reisten auch Grup­pen aus Sofia, Plovdiv und Kostinbrod an. Wie bei den anti­ziganis­ti­schen Protesten 2011 betei­lig­ten sich an der Kund­gebung am Montag auch rechtsextreme Fußballhooligansans. 2011 hatte ein töd­licher Verkehrs­unfall in Süd­bulgarien zu einer Welle von Protes­ten und Gewalt gegen die Roma-Minder­heit geführt. Bei den Pogromen wur­den meh­rere Häuser von Roma nieder­gebrannt.

(dROMa)

Siehe auch:
Bulgarien: Wahlkampfhetze gegen Roma, 3.10.2014
Bulgarien: Bombenattentat auf Roma-Partei, 29.6.2012
Bulgarien: Sturm auf bekannte Roma-Familie, 25.9.2011

In Prag beginnt 17. Roma-Festival „Khamoro“

Mai 25th, 2015  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Festivalauftakt in Prag: Mario Bihari (Foto: Khamoro)Mit einem Open-Air-Konzert begann am Sonntag­abend in Prag das bekann­teste Roma-Festival des Landes: „Khamoro“. Beim 17. Jahr­gang ste­hen in der letzten Maiwoche Konzerte, Seminare, Tanz- und Film­vor­füh­rungen zur Kultur der Roma bevor. Am Eröff­nungs­abend tra­ten bei der Kha­moro-Party am Moldau­ufer die Bands Terne Čhave und Jan Bendig sowie Mário Bihári und der Rapper Vladimir 518 auf. Im Rahmen des Festi­vals wird die Aus­stellung „Verschwun­dene Welt – Lety bei Písek“ im Tsche­chi­schen Zentrum, die der Geschichte des ehema­li­gen Konzentra­tions­lagers für Sinti und Roma ge­widmet ist. Das Festival findet zum zwei­ten Mal auch in Plzeň / Pilsen statt, diesmal im Rahmen des Kultur­pro­jekts „Europäische Kultur­haupt­stadt 2015“.

(Text: Radio Prag)

O Martin Horvath upro listscha le Selenendar

Mai 21st, 2015  |  Published in Politik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
18.5.2015 | (on demand)


Landtagswahl im Burgenland: Volksgruppenvertreter auf der Liste der Grünen Erschtivar o cile flogoskere grupn upro listscha le Selenendar ando Burgenland fatretim hi

Erschtivar o cile flogoskere grupn upro listscha le Se­lenen­dar – Zeleni / Zöldek / Selene – ando Burgen­land fatre­tim hi: Horvacke, ungrike taj ersch­ti­var te jek Rom. I voja pedar i kandi­da­tura le Martin Horvathis­tar, fatre­teri la Romen­gera flogos­kera grup­na­tar, baro hi.

But flogoskere grupnakere kandidatscha

„Jek barikano cajchn le Burgenlandiske hi, kaj pumen te but kandi­datscha upre amare listscha la­ken, save minden­fe­li­tike tschib­tscha vake­ren. Mange ada igen latsche tecinel. Khe­tan le upre like­ri­peske amare tschib­tschen­ge taj jeke tole­ranti Burgen­landis­ke ande te bescha­rel amen kamaha“, phenel i Anita Malli, thanes­kero schero le Selenen­dar taj kan­di­datki­ja uso thanes­kero talalini­pes­kero völi­nipe. „Andi aguni cajt, na delahi but Roma, save ande jek poli­tischi partaj use sina, pedar jek kan­di­da­tura uso thanes­kero talalini­pes­kero völi­nipe, na pekal vaker­do te ol. I cu­kunft le Burgen­landis­tar le Sele­nenge jek but tschibtscha­keri cu­kunft hi, ande savi le cilen o glajchi scha­jiptscha hi. Taj ada hi, soske me man ande bescha­rav“, phenel o Mar­tin Horvath.

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Roma-Kundgebung in Bologna

Mai 20th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Bologna: Kundgebung von Roma und Sinti gegen Antiziganismus in Italien (Foto: Vice)Sinti und Roma demonstrierten in Bologna gegen Rassismus

Hunderte Sinti und Roma haben sich am Samstag in der Stadt Bologna an einer Demonstra­tion gegen Rassis­mus betei­ligt. Der Protest rich­tete sich unter ande­rem gegen die ausländer­feind­liche Oppo­si­tions­partei Lega Nord. Diese führt eine scharfe Kam­pagne für den Abbau von Roma-Sied­lungen. „Wir haben es satt, als Krimi­nelle und Diebe behan­delt zu werden. Wir wollen als Volk aner­kannt werden“, forderte der Prä­sident des Roma- und Sinti-Verbands in Italien Davide Casadio. Sein Volk sei Opfer von Diskri­mi­nie­rung. „Wir wollen selber nicht in Baracken­sied­lun­gen leben, die italie­nische Politik zwingt uns dazu“, betonte Casadio. Er wies darauf hin, dass die meisten in Italien leben­den Roma und Sinti italie­ni­sche Staats­bürger seien. Die De­monstran­ten schwenk­ten Friedens­fahnen mit den Regenbogen­farben, einige spielten Geige. An der Protest­kund­gebung betei­lig­ten sich auch der Senator der regie­ren­den Demokra­ti­schen Partei (PD), Luigi Manconi, Mitglieder des Gemeinde­rats von Bologna, Intellek­tuelle und Schau­spieler.

(Quelle: kleinezeitung.at)

Hier eine Fotoserie von La Repubblica.

Burgenland: Rom kandidiert für Grüne

Mai 18th, 2015  |  Published in Politik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
18.5.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)

Landtagswahl im Burgenland: Volksgruppenvertreter auf der Liste der Grünen Alle Volksgruppen auf Listen der Grünen vertreten

Erstmals sind alle Volksgruppen auf den Listen der Grünen – Zeleni / Zöldek / Selene – im Burgen­land ver­treten: Kroaten, Ungarn und erst­mals auch ein Rom. Die Freude über die Kandi­da­tur von Martin Horvath, Ver­treter der Volks­gruppe der Roma, ist groß. „Es ist ein wich­tiges Zeichen für das Bur­gen­land, dass sich auch viele mehr­sprachige Kan­di­da­ten/innen auf un­se­ren Listen finden. Das freut mich per­sön­lich beson­ders. Gemein­sam wollen wir uns für den Erhalt unse­rer Sprachen und ein tole­ran­tes Bur­genland ein­setzen“, sagt Anita Malli, Landes­geschäfts­füh­re­rin der Grünen und Kandi­datin zur Landtags­wahl. „In der Ver­gangen­heit haben sich Ange­hör­ige der Roma kaum für poli­ti­sche Parteien enga­giert, von Kandi­da­turen für den Landtag ganz zu schwei­gen. Die Zukunft des Burgen­landes ist für die Grünen eine viel­spra­chige Zu­kunft, in der alle die glei­chen Chancen haben. Das ent­spricht dem, wofür ich mich ein­setze“, er­zählt Martin Horvath. „Wir Roma brauchen eine starke Stim­me auch nach außen. Zivil­gesell­schaft­li­ches Engage­ment ist das eine, aber wir müs­sen uns auch im poli­ti­schen Bereich ein­brin­gen“, so Hor­vath weiter. Read the rest of this entry »

Unerzählte Geschichten: 16. Mai 1944

Mai 16th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse

Romani Resistance: Widerstand im "Zigeunerlager" Auschwitz-Birkenau (16. Mai 1944)Unerzählte Geschichten: Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau


Dieser Tage erinnern sich Sinti und Roma des Aufstands im Konzentra­tions­lager Auschwitz-Birkenau – Geden­ken und For­schung sind heu­te wich­ti­ger denn je.

derStandard.at: Am Abend des 15. auf den 16. Mai 1944 umzingel­ten mit Maschi­nen­gewehren bewaff­nete SS-Soldaten das Lager für Sinti- und Roma-Gefan­gene, das soge­nannte „Zigeunerlager“ des Kon­zentra­tions­lagers Auschwitz-Bir­ke­nau, mit der Ab­sicht, die nahezu 6.000 Häft­linge zu töten. Doch als die SS-Sol­daten das Lager um­stell­ten, um mit dem Abtrans­port der Inhaf­tier­ten zu den Gas­kammern zu be­gin­nen, stießen sie auf bewaffneten Widerstand von­seiten der Männer, Frauen und Kinder im Lager. Die Gefan­ge­nen hatten von der geplan­ten „Liqui­die­rung“ gehört und hat­ten sich Waf­fen aus Blech und Holz, Rohren, Stein­blöcken und anderem Schrott­mate­rial, was im­mer sie finden konn­ten, gemacht.

Nach den Erinnerungen von Überleben­den und Zeugen des Wider­stands gaben die SS-Trup­pen ihren Plan, als sie mit den bewaff­neten Häft­lin­gen konfron­tiert waren, schnell auf. Durch ihre improvi­sier­ten Waffen und koordi­nier­ten Anstren­gun­gen schafften die Gefan­genen es, die SS-Truppen ab­zu­wehren und den Abtrans­port zu den Gas­kammern zu verhindern. Zwar wur­den einige Gefan­gene den­noch in jener Nacht erschos­sen, doch durch ihren organisierten Wider­stand konnten die Sinti- und Roma-Gefan­genen ihre Hin­rich­tung in den Gas­kammern noch um einige Monate ver­zögern.

Im April stimmte das Europäische Parlament darüber ab, den 2. August als Euro­päi­schen Roma-Holocaust-Gedächtnistag an­zu­erken­nen, um „der histo­ri­schen Tat­sache des Völkermords an den Roma während des Zweiten Welt­kriegs“ zu geden­ken. Read the rest of this entry »

Zwei Meldungen aus Halle-Silberhöhe

Mai 15th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Antirassistische Kundgebung in Halle-Silberhöhe, August 2014 (Foto: Adler/mz-web.deIn Halle (Sachsen-Anhalt) versuchen Rechtsextreme schon seit mehreren Mona­ten, die Stimmung gegen rund 40 rumä­ni­sche Roma-Familien anzu­hei­zen, die im Platten­bau­viertel Silberhöhe leben. Die rassis­ti­sche Hetze bleibt jedoch nicht unwider­sprochen. Ein­wohner des Viertels solida­risieren sich mit den Roma-Familien; gleich meh­rere lokale Aktions­bünd­nis­­­se (hier oder hier) treten der neo­nazis­ti­schen Agi­ta­tion ent­gegen. Den­noch leben viele der Roma in Angst – und das nicht ohne Grund: Immer wieder schlägt die bedroh­liche Stim­mung in kon­kre­te Gewalt um. Hier zwei aktuel­le Mel­dun­gen von der Silberhöhe:

7.5.2015: Mann bedroht Roma-Familie in der Sil­ber­hö­he mit Messer
Ein Mann sprach aus einem Mehrfamilien­haus heraus eine Gruppe von Per­so­nen rumä­ni­scher Ab­stam­mung an, worauf­hin es zu einem Streit­gespräch zwi­schen allen Betei­lig­ten kam. Im Rah­men dieser Ausei­nan­der­setzung be­droh­te der 30-Jäh­rige die Per­so­nen­gruppe so­wohl ver­bal als auch durch Gesten mit ei­nem Messer. Aus Angst flüch­te­ten die vier Geschä­dig­ten im Alter von 15 bis 43 Jah­ren vom Tatort und infor­mier­ten die Polizei. Ob eine poli­ti­sche Moti­va­tion des Tä­ters vor­lag, wird noch geprüft. (Halle Spektrum, 8.5.2015)

13.5.2015: Unbekannte beschmieren auf der Silberhöhe HWG-Auto und Mieterladen mit Nazi-Symbolen
In der Nacht zu Mittwoch hat es eine Attacke auf die Halle­sche Woh­nungs­gesell­schaft (HWG) im Stadt­teil Silber­höhe ge­ge­ben. So wur­den ein Fahr­zeug des Unter­neh­mens sowie der Mieter­laden (…) mit rechts­extre­men Symbo­len be­schmiert. Read the rest of this entry »

Umfrage: Neuer Rassismusrekord in Ungarn

Mai 14th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Tabelle: Rassismus in Ungarn 1992-2015

Xenophobie-Rekord: Jeder Zweite will ein ausländer- und „zigeunerfreies“ Ungarn

Der Pester Lloyd berichtet von der neuesten Umfrage des Instituts Tárki. Das Mei­nungs­for­schungs­insti­tut konsta­tiert an­hand seiner jüngsten Befragung einen neuen „Rekord der Fremdenfeindlichkeit in Ungarn“: Fast jeder zweite Befragte zeigte demnach klar fremdenfeindliche Einstellungen. Der Wert des Tárki-Xeno­phobie-Indexes klet­terte im April 2015 auf 46 Prozent der Befrag­ten und über­trifft damit deut­lich alle bis­lang verzeich­neten Ergeb­nisse der Langzeit­beobach­tung. Der Pester Lloyd über die aktuelle Studie:

Danach sind die pau­scha­len Aver­sio­nen ge­gen „Asylsuchende“ so hoch wie nie. (…) Laut Tárki finden 46% der Befrag­ten, dass Ungarn über­haupt keine Flücht­linge ins Land las­sen solle, auch solle es keine Asyl­ver­fah­ren ermög­li­chen. (…) Die seit langem betrie­bene Xenophobie-Studie von Tárki blickt auf einen star­ken Anstieg der frem­den­feind­li­chen Bekennt­nisse in den ers­ten drei Jahren nach 1992 zurück.(…) Den bis­heri­gen Negativ-Rekord hielt das Jahr 2001 (9/11 und 1. Orbán-Regie­rung) mit 43% pau­scha­len Aus­länder­feinden.

Interessant sind auch die „Aversions-Top-Ten“, die tradi­tio­nell von „den Arabern“ an­geführt wer­den, 94% wol­len sie am wenigs­ten im Lande haben, knapp gefolgt (…) von den Roma. Read the rest of this entry »

Hamburg: Gedenkfeier für deportierte Sinti

Mai 13th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken

Rudko Kawczynski (Rom und Cinti Union), Foto: Am 16. Mai jährt sich der Auftakt zur Deportation und Ermor­dung tausen­der Sinti und Roma von Hamburg aus zum 75. Mal. Am Lohseplatz in der Ham­bur­ger HafenCity finden aus diesem Anlass eine Gedenk­ver­anstaltung und Kranz­nieder­legung statt.

Hamburger Wochenblatt: (…) Hamburgs Erster Bürgermeister, Olaf Scholz, wird einen Kranz nieder­legen an der Gedenk­stätte für die Ham­burger Sinti und Roma, deren Ver­haftun­gen am 16. Mai 1940 zwischen fünf und sechs Uhr mor­gens in ver­schie­de­nen Städten Nord­deutschlands begannen. Wie eine Ware „ver­bracht“ in einen Frucht­schuppen im Frei­hafen, wo die „Zigeuner“ gesam­melt wurden zum Trans­port am 20. Mai vom dama­ligen Hannover­schen Bahnhof ins Ver­nichtungs­lager Bełżec im heu­tigen Polen. 1.500 ins­gesamt. Zwei weitere Deporta­tio­nen folgten 1943 und 1944, nach Auschwitz.

Keiner der Verantwortlichen wurde jemals von deut­schen Behör­den zur Rechen­schaft gezogen. (…) Nur zwei kleine Ham­bur­ger Sinti-Familien hatten das Nazi-Reich überlebt, doch sie wurden zwangs­weise sterilisiert und konnten keine Nach­kommen haben. Alles, was in den 70er-Jahren zu­wan­derte, waren Flüchtlinge aus Polen. Wie die Familie von Rudko Kawczynski, Vorstands­vor­sit­zen­der der „Rom und Cinti Union e.V.“ (RCU). Sie ist die zentra­le Anlauf­stelle der Gemein­schaft der Roma und Sinti in Hamburg. (…)

Alljährlich am 16. Mai erinnern die Rom und Cinti Union und neue Ham­bur­ger Inter­es­sen­gruppen an die Depor­ta­tio­nen von Sinti und Roma aus Deutschland. (…) Jahr­zehnte­lang habe sich, so Kawczynski, niemand vom Ham­burger Senat um die Gedenk­feier geschert. Bis im ver­gan­ge­nen Jahr Innen­senator Michael Neumann die Initia­tive ergrif­fen habe. Read the rest of this entry »

CIVIS-Preis für „Der Prozess von Budapest“

Mai 12th, 2015  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Judgement in HungaryAcht europäische Radio, Film- und Fernseh­program­me sowie ein Web­ange­bot und ein Web­video sind am Don­ners­tag­abend (7.5.) im Euro­päi­schen Parla­ment in Brüssel mit dem renom­mier­ten CIVIS-Medien­preis für Integra­tion und kultu­relle Vielfalt in Europa aus­ge­zeich­net wor­den. Am Wett­bewerb nah­men ins­gesamt 700 Programme aus 21 EU-Staaten und der Schweiz teil. Schirm­herr des CIVIS-Medien­preises 2015 ist der Prä­si­dent des Euro­päi­schen Parla­ments, Martin Schulz. Der CIVIS-Medien­preis zeichnet seit 28 Jahren Programm­leis­tun­gen im euro­päi­schen Radio, Film und Fernsehen und seit 2010 im Inter­net aus, die das fried­liche Zusammen­leben in der euro­päi­schen Einwan­de­rungs­gesell­schaft fördern.

Den Europäischen CIVIS-Fernsehpreis im Bereich Infor­ma­tion (non fiction) erhielt Eszter Hajdú für ihre Doku­men­tation „Der Prozess von Budapest“ (rbb/Arte). Der euro­päi­sche CIVIS Fernseh­preis zeichnet journa­lis­ti­sche Fernseh­programme zum Thema In­tegra­tion und kul­tu­relle Viel­falt aus. Am Wett­bewerb können alle Fernseh­sender in der Euro­päi­schen Union und der Schweiz teil­nehmen. Der Preis wird in den Katego­rien Infor­ma­tion, Unter­haltung (fictional) und kurze Program­me (Magazine) ver­geben. Die Dotie­rung beträgt in jeder Kate­gorie 3.000 Euro.

Inhalt:
Der Strafprozess um eine grausame Mord­serie an unga­ri­schen Roma. Bei Anschlä­gen von Rechts­extremen starben 2008/09 insgesamt 6 Menschen, darunter ein fünf­jäh­riges Kind. Weitere fünf Menschen wurden schwer verletzt. Nach beispiel­losen Pannen bei den polizei­li­chen Ermitt­lungen und dem Ver­dacht einer Ver­wicklung der Geheim­dienste in die rassis­tisch moti­vier­ten Morde stand das Gericht von Anfang an unter enor­mem öffent­li­chen Druck.

Jurybegründung:
Eszter Hajdú dokumentiert einen für Ungarn histo­ri­schen Strafprozess mit 167 Prozess­tagen, über zwei­einhalb Jahre lang. Vier Neo-Nazis stehen wegen Mordes an sechs Roma vor Gericht. Staat­liche Igno­ranz und Unzuläng­lich­keit werden über­deutlich. Read the rest of this entry »

Luzviminda: Shirley Dimaano & Parno Graszt

Mai 10th, 2015  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
4.5.2015 (on demand)

Shirley Dimaano mit Parno GrasztLuzviminda: Shirley Dimaano & Roma-Band Parno Graszt

Die philippinische Sängerin Shirley Dimaano grün­dete mit Mit­glie­dern der Gipsy-Band Parno Graszt aus Ungarn die Grup­pe Luzviminda. Der Band­name wurde aus den Anfän­gen der drei großen Inseln der Phi­lippi­nen – Luzon, Visayas und Mindanao – ge­bildet. Von Shir­ley Di­maanos Können konnten sich die zahl­rei­chen Gäste bei ihrem Auf­tritt mit der Roma-Band Parno Graszt im OHO in Oberwart ein Bild machen. Die Roma-Band Parno Graszt (Weißes Pferd) wurde im Jahre 1987 in Ungarn gegrün­det. Seit ca. 18 Mona­ten gehen Shirley Dimaano und die Musiker der Roma-Band einen gemein­sa­men Weg. Die ver­schie­dens­ten Einflüsse – von phil­ippi­ni­schen bis hin zu latein­ameri­ka­ni­schen Musik­stilen – brachte sie in die Band mit, welche mit tra­di­tio­nel­len Roma-Klän­gen durch die begna­de­ten Musiker ver­eint wurden. So konn­ten sie mit ihrer groß­artigen Musik schon in vielen Län­dern Erfol­ge feiern. Mehr darüber er­fah­ren Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

Einen Konzertmitschnitt finden Sie hier.

Roma sam: Luzviminda

Mai 8th, 2015  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
4.5.2015 (on demand)

parnoLuzviminda: Shirley Dimaano & i prindschardi ungriki Romengeri-banda Parno Graszt

I filipinischi dschilaschkija Shirley Dimaano, dsche­­­nen­ca la gipsy-ban­­da­tar Parno Graszt an­dar o Ungri­­ko, i banda Luzvi­minda ker­­tscha. La ban­da­­­kero-anav andar o kes­­­di­pes­­­kere betov­­­tscha le trin bare fili­­­pi­­ni­­­schi inse­­­lenv­dar – Luzon, Visayas taj Mindanao ker­do ulo. La Shir­­ley Di­maano­­­jake o talen­to andi betschu­ja pasch­­­lar­do ulo. Pedar lake­­­ro dscha­­­nipe schaj pu­­­men­ge o but khe­ro­­­dasch­­­tscha use lake­ro dschi­­­la­jipe la Romen­­­gera-ban­daha Parno Graszt ando OHO Erba, jek ki­po kerde. I Romen­­geri-banda Parno Graszt ando bersch 1987 ando Ungri­ko ker­do ulo taj jek sim­­bol le naphand­li­­­peske hi. Sajt valami 18 ma­sek­­­tscha i Shirley Dimaano taj o muschi­­­kasch­­­tscha la Ro­­men­­­gera-ban­­­da­tar, jek khe­tano drom dschan. O min­­­den­­­fe­­li­­­tike and foji­­­nip­­­tscha – usar fili­pi­­ni­schi dschi latajn­­­ame­­­ri­­­ka­ni­schi muschi­­­ka­­­kere stil­tscha – oj andi ban­da peha lija, save le tra­di­­­ci­jo­­­neli Romen­­­gere-han­­­gi­jenca le baria­ne muschi­­­ka­­­schen­­­dar khe­tan keve­­­rim ule. Afka on imar ande but vilagi pu­ma­ra bari­­­kana muschi­kaha jeri­­­nip­tscha schaj mula­tinde. Uso khero­­­dasch­­­tscha pumare „na sako dive­ses­­­kere“ muschi­­­ka­­­kere stiliha jek gon­do pal te mukel kamna taj sako lengere kon­­­cer­­­tis­­­tar use jek na pobis­­­terdo mula­­­tin­tscha­­­go te ol. Bute­­­der pedar, schu­nen tumen andi sen­­­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­­­gen­­land.

(volksgruppen.orf.at)

Facts & Figures (115)

Mai 7th, 2015  |  Published in Facts & Figures

Über 40 Prozent aller Ro­ma-Kin­der in Ita­li­en be­su­chen kei­ne Schu­le.

(Quelle)

FAZ: Die stummen Aufsteiger

Mai 4th, 2015  |  Published in Medien & Presse

Erfolgsgeschichten über Roma werden selten er­zählt. Das hat auch da­mit zu tun, dass viele über ihre Her­kunft schwei­gen, um sich den Weg nach oben nicht zu ver­bauen – nicht so bei Erzsébet Gulyás und Béla Lakatos aus Ungarn.

Sieger beim Redewettbewerb: Samuel Mago>> Zum Artikel

In einem langen Artikel der FAZ spricht Stephan Löwenstein ein Grundübel der medialen Re­prä­senta­tion von Roma an: dass das Bild, das sich die Mehr­heit von der Minder­heit macht, auf Nega­tives – auf Miss­stände, Armut, Krimi­na­lität – beschränkt bleibt, während die zahl­reichen klei­nen und großen Erfolgs­geschichten, die un­zähligen ganz norma­len, un­auf­fäl­li­gen, geglückten Biografien von Roma einfach nicht wahr­genom­men werden. Artikel, die solche Ge­schich­­ten in den Blick nehmen, sind selten. Im Gegen­satz zur vor­herr­schenden Bericht­erstat­tung lenkt Löwen­stein die Auf­merksamkeit nun auf einige erfolg­reiche Roma und stellt bei dieser Gele­gen­heit auch den jun­gen Wiener Rom Samuel Mago vor.

(dROMa)

Vor Zwangsräumungen in Miskolc

Mai 3rd, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Ungarn: Kinder im Stadtviertel "Nummerierte Straßen" in Miskolc (Foto: Amnesty International)Amnesty International – Urgent Action: Ungarn

In der ungarischen Stadt Miskolc droht etwa 160 Familien die rechts­wid­rige Zwangs­räu­mung. Die Fami­lien gehören zum größten Teil der Roma-Ge­mein­schaft an und woh­nen in dem Stadt­viertel „Num­me­rier­te Straßen“. Die Be­hör­den müs­sen die rechts­widrigen Zwangs­räu­mun­gen ver­hindern.

>>Zum Online-Appell (bis 22. Mai 2015)

Die Stadtverwaltung von Miskolc, Ungarns viertgrößter Stadt, plant die Zwangs­räu­mung von allen Bewoh­nerInnen des Viertels „Num­me­rierte Straßen“, um so Platz für ein Fußballstadion zu machen. (…) Die Bescheide mar­kie­ren die Wieder­auf­nahme von Zwangs­räumungen, die auf­grund eines gesetz­lichen Verbots über die Winter­monate aus­gesetzt wor­den waren. Vor Beginn der Räu­mun­gen lebten etwa 900 Personen in dem über­wiegend von Roma bewohn­ten Stadt­viertel. Im Mai 2014 erhielt etwa die Hälfte aller dort leben­den Fami­lien einen Räumungs­bescheid. Bis An­fang Dezem­ber 2014 waren bereits 30 Fami­lien ver­trie­ben wor­den. Es hatte zuvor keine ange­mes­sene Konsul­ta­tion statt­gefun­den, und für die Betrof­fe­nen wurden keine Alternativ­unter­künfte bereit­gestellt. Amnesty Inter­na­tio­nal hat das Viertel „Num­me­rierte Straßen“ in den ver­gan­ge­nen neun Mona­ten bereits drei­mal besucht und sich mit BeamtIn­nen der Stadt getrof­fen, die dort für die Durch­füh­rung der Räumun­gen zu­stän­dig sind. Die Bewoh­nerIn­nen des Viertels geben an, dass es keine wirk­same Konsul­ta­tion bezüg­lich der Räumun­gen und even­tuel­len Alter­na­tiv­maß­nahmen gege­ben habe und ihnen keine alter­na­tiven Unter­künfte ange­bo­ten wor­den seien. Gemäß inter­natio­nalen Menschen­rechts­stan­dards müs­sen Räumungen selbst dann, wenn sie als gerecht­fer­tigt betrach­tet wer­den, den betref­fen­den Richt­linien der inter­natio­nalen Menschen­rechts­normen in vol­lem Umfang ent­sprechen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Am 8. Mai 2014 entschieden sich die Behörden der Stadt Miskolc dazu, das Viertel „Nummerierte Straßen“ auf­zu­lösen und kün­dig­ten die beste­hen­den Miet­verträge. Durch die bevor­ste­hen­den Räumungen, für die keinerlei Ent­schä­digungs­leis­tungen vor­ge­sehen sind, droht dem Großteil der Bewoh­nerIn­nen nun die Obdachlosigkeit. Es hat keine um­fas­sende Konsul­tation der Betrof­fenen statt­ge­funden. Read the rest of this entry »

Notreisende auf Augenhöhe

Mai 2nd, 2015  |  Published in Interview, Rassismus & Menschenrechte

Videoportraits in Salzburg: IoanelaVideoporträts Notreisender in Salzburg

Ein Projekt von Runder Tisch für Menschenrechte und helix – forschung & beratung

>> zu den Videoporträts

Wer sind die Menschen, die von der Politik und den Medien oft pau­schal als Ange­hö­rige einer „Bettelmafia“ stig­ma­ti­siert wer­den, welche Ge­schich­ten haben sie zu erzählen, woher kom­men sie und warum haben sie ihre Heimat ver­lassen, mit welchen Vor­stel­lun­gen und Erwar­tun­gen kamen sie nach Salzburg und wie wurde die Reise konkret rea­li­siert, welche Schul- und Berufs­bildung haben sie, hatten sie einmal eine Arbeits­stelle, wie sehen die Sozial­leis­tun­gen und Lebens­bedin­gun­gen in der Her­kunfts­region aus, wo ist die Fami­lie und wie (über)lebt sie, wie schla­gen sie sich in Salz­burg durch und wie erle­ben sie ihren Alltag hier, wie reagieren die Pas­santIn­nen und An­woh­nerInnen auf sie, wie helfen sie einan­der und welche exter­nen Hilfs­angebote ken­nen und nutzen sie?

Fragen wie diesen gingen wir in unseren Video­portraits nach, um damit not­reisen­den BettlerInnen, die sich in Salz­burg auf­hal­ten, ei­ne Stimme und ein Gesicht geben.

(Projektvorstellung: notreisendesalzburg.wordpress.com)