Ungarn: „Wegziehprämien“ für Roma
Mai 18th, 2014 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte | 1 Comment
Mit „Wegziehprämien“ will die nordostungarische Stadt Miskolc arme Roma dazu bewegen, die Stadt zu verlassen. Wie der Pester Lloyd berichtet, hat der von Fidesz dominierte Stadtrat Anfang Mai bereits einen diesbezüglichen Beschluss gefasst. Demnach sollen „lokale Armensiedlungen, lies: Romaghettos, ‚beseitigt‘ werden (…), indem man den Bewohnern eine Wegziehprämie von 1,5 bis 2 Mio. Forint (4.500 bis 6.000 EUR) pro Familie zahlen will, wenn sie ,bereit sind, subventionierte Häuser außerhalb der Stadt“ zu erwerben“. Für den Zeitraum von fünf Jahren dürfen die neu erworbenen Wohnungen nicht weiterverkauft werden. Abgesehen davon bleibt unklar, wie die Stadtverwaltung gegen eine mögliche Rückkehr der ausgesiedelten Familien vorgehen will – ein solches Verbot ist rechtsstaatlich ausgeschlossen
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Schon 2012 hat der Fidesz-Bürgermeister von Miskolc, Ákos Kriza, im Staatsfernsehen davon gesprochen, die Stadt von den Roma „säubern“ zu wollen. Bürgerwehren, die in Miskolc auf eigene Faust „für Ordnung“ sorgen, werden vom rechtsnationalen Bürgermeister gefördert, auch wenn sie sich, wie der Kurier schreibt, „offen und oft gewalttätig gegen die Roma richten“. Zuvor hatte der Jobbik-Kandidat für das Bürgermeisteramt Konzentrationslager für straffällige Roma gefordert. Er trat dafür ein, „Wiederholungstäter mit Romaherkunft die Staatsbürgerschaft abzuerkennen und sie außerhalb der Städte in Lager zu stecken“.
Lautstarker Protest an den „Wegziehprämien“ kommt von Roma-Verbänden und NGOs. Bereits in früheren Jahren gab es ähnliche kommunale Versuche, die Roma durch Wegziehprämien loszuwerden. Allerdings hatte diese Politik, so der Pester Lloyd, „einen regelrechten Prämientourismus“ zur Folge und führte in den anderen Gemeinden zu „Konflikten durch den Zuzug Ortsfremder“.
Hintergrund
Im Mittelpunkt der Debatte in Miskolc steht die zu einem großen Teil von Roma bewohnte „Problemsiedlung“ Avas. Vor einigen Jahren waren verarmte Roma im Rahmen eines Wohlfahrtsprojekts aus den umliegenden Dörfern in die Avas-Siedlung umgesiedelt worden. Die meisten von ihnen fanden allerdings in der Großstadt, die von der Schließung und Abwanderung der Industriebetriebe schwer betroffen ist, keine Arbeit.
In den letzten Jahren war auch Miskolc, mit 170.000 Einwohner immerhin die viertgrößte Stadt Ungarns, Schauplatz rechtsextremer Aufmärsche, die sich gegen Roma richteten. Im Oktober 2012 zogen 1.000 bis 3.000 Jobbik-Sympathisanten, unter ihnen uniformierte Paramilitärs der verbotenen „Ungarischen Garde“, durch die vorwiegend von Roma bewohnte Siedlung. Zwangssterilisation und Arbeitslager für Roma wurden gefordert. „Mehrere Tausend Polizisten waren notwendig, um eine Eskalation zu verhindern“, schrieb damals der Kurier. Einige hundert Roma haben gegen die Provokationen der neofaschistischen Jobbik-Partei demonstriert. Es war eine der größten Roma-Kundgebungen der letzten Jahre in Ungarn.
Wenige Tage nach dem neonazistischen Aufmarsch machte die Stadt neuerlich Schlagzeilen – mit einer Razzia gegen „zu engen Wohnraum“. Bei zu kleinen Wohnungen müssen die Bewohner der Stadt nämlich mit hohen Geldstrafen rechnen. Die Verordnung richtet sich klar gegen die Roma-Bevölkerung.
Ihre diskriminierende Politik hatte der Stadt Miskolc schon 2010 eine Verurteilung durch das ungarische Höchstgericht eingetragen: Es handelt sich hierbei um den Fall einiger Roma-Kinder, die aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit in einer öffentlichen Schule nicht zugelassen und stattdessen in eine spezielle Romaschule gesteckt wurden.
Seit Jahren droht eine Eskalation der Gewalt: Ende 2009 vertrieben Roma-Einwohner im Dorf Sajóbábony an der Stadtgrenze von Miskolc die paramilitärische „Magyar Gárda“. Die Polizei musste massiv einschreiten, um Schlimmeres zu verhindern; Augenzeugen sprachen sogar von „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“. Mehrere Roma wurden deshalb zu hohen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht legte den Rassismus-Paragraphen (der eigentlich dem Schutz von Minderheiten dient) gegen die angeklagten Roma aus. Ihr Vorgehen gegen die in ihr Dorf vordringenden Neonazis wurde als „rassistische Tat“ gegen die Ethnie der Ungarn interpretiert.
(R.U./dROMa)
Mai 23rd, 2014 at 10:23 (#)
[...] Stadtverwaltung die unerwünschten Roma dazu bewegen, die Stadt zu verlassen (wir berichteten). József Tarnóczi (Fidesz/KDNP), der Bürgermeister des 22 km von Miskolc entfernten [...]