Rassismus & Menschenrechte

Vor Zwangsräumungen in Miskolc

Mai 3rd, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Ungarn: Kinder im Stadtviertel "Nummerierte Straßen" in Miskolc (Foto: Amnesty International)Amnesty International – Urgent Action: Ungarn

In der ungarischen Stadt Miskolc droht etwa 160 Familien die rechts­wid­rige Zwangs­räu­mung. Die Fami­lien gehören zum größten Teil der Roma-Ge­mein­schaft an und woh­nen in dem Stadt­viertel „Num­me­rier­te Straßen“. Die Be­hör­den müs­sen die rechts­widrigen Zwangs­räu­mun­gen ver­hindern.

>>Zum Online-Appell (bis 22. Mai 2015)

Die Stadtverwaltung von Miskolc, Ungarns viertgrößter Stadt, plant die Zwangs­räu­mung von allen Bewoh­nerInnen des Viertels „Num­me­rierte Straßen“, um so Platz für ein Fußballstadion zu machen. (…) Die Bescheide mar­kie­ren die Wieder­auf­nahme von Zwangs­räumungen, die auf­grund eines gesetz­lichen Verbots über die Winter­monate aus­gesetzt wor­den waren. Vor Beginn der Räu­mun­gen lebten etwa 900 Personen in dem über­wiegend von Roma bewohn­ten Stadt­viertel. Im Mai 2014 erhielt etwa die Hälfte aller dort leben­den Fami­lien einen Räumungs­bescheid. Bis An­fang Dezem­ber 2014 waren bereits 30 Fami­lien ver­trie­ben wor­den. Es hatte zuvor keine ange­mes­sene Konsul­ta­tion statt­gefun­den, und für die Betrof­fe­nen wurden keine Alternativ­unter­künfte bereit­gestellt. Amnesty Inter­na­tio­nal hat das Viertel „Num­me­rierte Straßen“ in den ver­gan­ge­nen neun Mona­ten bereits drei­mal besucht und sich mit BeamtIn­nen der Stadt getrof­fen, die dort für die Durch­füh­rung der Räumun­gen zu­stän­dig sind. Die Bewoh­nerIn­nen des Viertels geben an, dass es keine wirk­same Konsul­ta­tion bezüg­lich der Räumun­gen und even­tuel­len Alter­na­tiv­maß­nahmen gege­ben habe und ihnen keine alter­na­tiven Unter­künfte ange­bo­ten wor­den seien. Gemäß inter­natio­nalen Menschen­rechts­stan­dards müs­sen Räumungen selbst dann, wenn sie als gerecht­fer­tigt betrach­tet wer­den, den betref­fen­den Richt­linien der inter­natio­nalen Menschen­rechts­normen in vol­lem Umfang ent­sprechen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Am 8. Mai 2014 entschieden sich die Behörden der Stadt Miskolc dazu, das Viertel „Nummerierte Straßen“ auf­zu­lösen und kün­dig­ten die beste­hen­den Miet­verträge. Durch die bevor­ste­hen­den Räumungen, für die keinerlei Ent­schä­digungs­leis­tungen vor­ge­sehen sind, droht dem Großteil der Bewoh­nerIn­nen nun die Obdachlosigkeit. Es hat keine um­fas­sende Konsul­tation der Betrof­fenen statt­ge­funden. Read the rest of this entry »

Notreisende auf Augenhöhe

Mai 2nd, 2015  |  Published in Interview, Rassismus & Menschenrechte

Videoportraits in Salzburg: IoanelaVideoporträts Notreisender in Salzburg

Ein Projekt von Runder Tisch für Menschenrechte und helix – forschung & beratung

>> zu den Videoporträts

Wer sind die Menschen, die von der Politik und den Medien oft pau­schal als Ange­hö­rige einer „Bettelmafia“ stig­ma­ti­siert wer­den, welche Ge­schich­ten haben sie zu erzählen, woher kom­men sie und warum haben sie ihre Heimat ver­lassen, mit welchen Vor­stel­lun­gen und Erwar­tun­gen kamen sie nach Salzburg und wie wurde die Reise konkret rea­li­siert, welche Schul- und Berufs­bildung haben sie, hatten sie einmal eine Arbeits­stelle, wie sehen die Sozial­leis­tun­gen und Lebens­bedin­gun­gen in der Her­kunfts­region aus, wo ist die Fami­lie und wie (über)lebt sie, wie schla­gen sie sich in Salz­burg durch und wie erle­ben sie ihren Alltag hier, wie reagieren die Pas­santIn­nen und An­woh­nerInnen auf sie, wie helfen sie einan­der und welche exter­nen Hilfs­angebote ken­nen und nutzen sie?

Fragen wie diesen gingen wir in unseren Video­portraits nach, um damit not­reisen­den BettlerInnen, die sich in Salz­burg auf­hal­ten, ei­ne Stimme und ein Gesicht geben.

(Projektvorstellung: notreisendesalzburg.wordpress.com)

Belgien: Polizei verzichtet aufs Wort „Zigeuner“

April 28th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Künftig ohne diskriminierende Begriffe: Belgische Polizisten bei der Ausbildung (Foto: www.police.ac.be)Die belgische Polizei hat angekün­digt, in ihren Berichten in Hin­kunft das Wort „Zigeuner“ nicht mehr zu ver­wenden. Sie reagiert damit auf Be­schwer­den des Minder­heiten­forums und des Inter­fö­de­ra­len Zentrums für Chancen­gleich­heit. „Das Wort stig­ma­ti­siert eine Personen­gruppe und ist daher inakzep­ta­bel“, zitiert das Nachrichten­seite „Flanders Today“ den Leiter des Min­der­hei­ten­forums Wouter Van Bellingen. Die Ver­wen­dung des Begriffs in Polizei­berich­ten käme einer Form von „Ethnic Profiling“ gleich, was in Belgien ver­boten sei. Als Alter­na­tive ver­weist Van Bel­lin­gen auf den Begriff „Wohn­wagen­bewoh­ner“ („caravan resi­dent“). Die Polizei will mit unter­schied­li­chen Interes­sens­grup­pen zusam­men­arbei­ten, um sich auf einen neutra­len Ersatz­begriff zu einigen.

(dROMa | Quelle: www.flanderstoday.eu)

Die „Mafia capitale“ und Italiens Lager

April 23rd, 2015  |  Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Italien - Anzeige gegen Roms Bürgermeister AlemannoEnde 2014 wurden in Italien die Ermittlun­gen gegen die so­genannte „Mafia capitale“ publik, ein kriminel­les Netz­werk, das sich die Ver­waltung der Flüchtlings- und Romalager in Rom unter den Nagel geris­sen hatte. Enorme Geld­summen, die eigentlich für die Betreu­ung vor­gese­hen waren, wurden von der Mafia abge­zweigt. Insge­samt gab es 37 sofortige Ver­haftungen, mehr als 100 Ermitt­lungs­verfah­ren wur­den eröffnet. Kurz darauf ver­öffent­lichte „Le Monde diplomatique“ einen umfang­reichen Artikel Stefano Libertis über Roms Mafia­system, das aus dem so­genann­ten „Nomaden-Notstand“ reichlich Kapital zu schla­gen verstand. Dieser Notstandsplan wurde 2008 für fünf ita­lie­ni­sche Regio­nen er­lassen, um gegen ver­meint­liche Nomaden vor­zu­gehen: Diese Sonder­ver­ordnun­gen ebneten den Weg für die Zwangs­räumung und teil­weise Umsied­lung Tausen­der Roma in neue oder erwei­terte Lager am Stadt­rand. Erst fünf Jahre später wurde der Nomaden-Plan im Mai 2013 vom ita­lie­ni­schen Höchst­gericht end­gültig als verfassungs­widrig aufgehoben. Im Folgen­den einige kurze Auszüge aus dem Artikel:

„Mit den Flüchtlingen lässt sich mehr Geld machen als mit dem Drogenhandel.“ Mit diesem Satz beschrieb Salvatore Buzzi, Vor­sitzender der Genossen­schaft “29. Juni”, in einem abge­hörten Telefon­gespräch, worum es bei den Ermitt­lungen namens „Mafia capitale“ (Hauptstadt­mafia) geht. Die Unter­suchung, die derzeit die Regierungs­paläste der Stadt Rom erschüt­tert, hat ein gigan­ti­sches Netz­werk syste­ma­tischer Korrup­tion auf­gedeckt, in dem mit sozia­len Diens­ten, insbe­son­dere mit den Auf­fang­struk­turen für Flücht­linge, im großen Stil Geld verdient wurde.

(…) „Es ist eine Mafia neuen Typs“, sagt Staatsanwalt Giuseppe Pignatone. (…) „Die Organi­sa­tion (…) inves­tiert in etliche mafiöse Unter­nehmen im Stadt­gebiet. Sie (…) ist wie eine Holding in mehrere Geschäfts­felder gegliedert.“ Einzelne Per­sonen, die über exklu­siven Zugang zu den Schalt­stellen der Stadt­verwaltung und zum Innen­minis­te­rium verfügen, haben im Lauf der letzten Jahre eine Reihe von kommunalen, sozialen Dienst­leis­tern unter ihre Kontrolle gebracht, darunter mindes­tens zwei Hühnchen, die wahr­haft goldene Eier legen: die Asyl­bewerber­heime und die Lager für die Roma. Die Summen, um die es dabei geht, sind stattlich: Read the rest of this entry »

Harengere maripe andi Roma sidlung

April 19th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Gewalt bei Polizeirazzia (Foto: Romea)Use jek brutali harengero angle gejipe ande jek slovakischi Romengeri sidlung valami 15 manu­scha dukade ule. O angle gejipe le harendar akan le gene­ral­schto­tis­kere fisch­ga­ro­schis­tar taj le andrutne minis­teri­jumis­tar aun diklo te ol, phentscha idsch o Peter Pollak, o Romen­gero upre dijaschi la regi­run­gatar. Angloda o biro le gavestar Vrbnica ando ost­slova­kischi be­cirk Michalovce phare angle perip­tscha gejng o haren­gere as­dija: O pra­dime but­schasch­tscha use jek fan­dun­ga­keri akci­jona upre sako­nes­ke ande marde, kaj 15 dschene mu­guli andi schpita iste ande ule. O haren­gere i Roma sid­lung aunas­tarde, o vu­dura upre pru­tschin­de taj le cilen marde, save pumen angle len­de ter­dschar­de, phentscha o biro le medi­jenge. Kada ov le gaven­gere dsche­nen­dar akardo ulo taj le haren­dar mang­la so on adaj keren, te ov söbst rasis­tisch prasto ulo. Jeke haren­gere vake­ra­schis­tar adala angle perip­tscha tel taga­dim ule. O slova­ki­schi haren­gere imar ando lejcti berscha but­var vasch brutali angle ge­jiptscha gejng o Roma kriti­sirim ule.

Norwegen: Bettel- und Hilfsverbot abgeblasen

April 14th, 2015  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Keine Mehrheit: Bettelverbot in Norwegen abgewendet (Foto: LipTV)Härtekurs gegen auslän­di­sche Roma: Koali­tion fin­det keine Mehr­heit für radika­les Bettel­verbot

Die norwegische Regierung, eine Koalition aus Konservativen (Høyre) und Rechts­populis­ten (Fremskrits­partiet), plädiert für einen radika­len Kurs der Härte gegen ost­euro­päi­sche Bettler: Seit Juli 2014 können Kommunen in Norwegen ein örtliches Bettel­verbot aus­spre­chen. Nun sah eine Gesetzes­vorlage vor, Betteln landesweit unter Strafe zu stel­len. Für Auf­sehen sorgte hierbei vor allem eine Aus­wei­tung der Pläne, wonach nicht nur das Bitten um Almo­sen, son­dern auch das Gewähren von Hilfe bestraft wür­den: „Bettler­freunde sollten mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Straf­bar wäre laut dem Regie­rungs­entwurf jede Art von Gabe gewe­sen, die Bettelei er­leich­tert, ob es sich nun um Geld oder Unter­kunft handelt“, schreibt da­zu die Wiener Zeitung.

Große Teile der Bevölkerung reagier­ten mit Empörung auf die geplan­te Ver­schärfung, viele riefen zum zivilem Ungehorsam auf. Die Zentrums­partei, die die Regie­rungs­vorlage ursprüng­lich mit­tragen woll­te, verweigerte darauf­hin den Regie­rungs­par­teien über­ra­schend die nötige Unter­stützung. Die norwe­gische Regie­rung zog die Pläne für ein landes­weites Bettel­verbot schließlich Anfang Februar zu­rück.

(dROMa)

Rom: Ermittlungen nach Brand in Romasiedlung

April 5th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Rom (Foto: http://www.cronachediordinariorazzismo.org)Brand in Roma-Siedlung in Rom: Ermittler ge­hen von Brandstiftung aus.

In der Nacht auf Montag ist in einer Roma-Siedlung in der via Armellini in La Rustica an der öst­li­chen Periphe­rie Roms ein Brand aus­­gebro­chen. Rund 100 Roma muss­ten ihre Unter­künfte flucht­artig ver­lassen, ver­letzt wurde nie­mand. Die Flam­men hatten sich in dem Gebäude, einer ehe­maligen Zement­fabrik, blitz­artig aus­gebreitet. Laut ersten Aus­sagen der Ermitt­ler dürfte der Brand, der in meh­re­­ren Räumen und Stock­­werken zu­gleich ent­­stand, gelegt wor­den sein. Die Staats­­anwalt­­schaft er­mittelt.

Laut Angaben von NGOs verbrachten die Roma, darun­ter viele Kinder, die Nacht im Freien; die Behör­den ver­teilten ledig­lich Wasser­flaschen und Decken. Auf der Straße kam es in der Fol­ge zu aufgeheizten Szenen zwi­schen Polizei und obdach­los gewor­de­nen Roma. In einer Aussendung vom 31. März berich­tet die NGO „Nazione Rom“ von Übergriffen der Stadtpolizei (hier ein Video). Zu­dem sei­en die Famil­ien, anders als von den Behör­den bekannt­gege­ben, nicht in ander­weitige Unter­künfte eva­kuiert worden.

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Slowakei: Polizeigewalt in Roma-Siedlung

April 4th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Bei einem brutalen Polizei­einsatz in einer slowa­ki­schen Roma-Siedlung sind am Donnerstag min­des­tens 15 Personen ver­letzt worden.

Der Bürger­meister des Dorfes Vrbnica im ost­slowa­ki­schen Bezirk Michalovce, der von den Bewohnern zu Hilfe gerufen wor­den war, erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei: Die Beam­ten hätten die Roma-Sied­lung im Zuge einer Fahndungseinsatzes gestürmt, Haus­türen eingetre­ten und wahl­los auf alle ein­geprügelt, die sich ihnen in den Weg stell­ten. 15 Bewohner seien daraufhin im Krankenhaus behandelt wor­den. Er selbst sei von den Polizisten rassistisch be­schimpft worden. Der Vorfall soll nun von General­staats­anwalt­schaft und Innen­minis­te­rium unter­sucht werden. Ein Polizei­sprecher bestritt alle Vor­würfe.

(dROMa | Quelle: derstandard.at)

FAZ: Roma-Vertreibungen in Ungarn

April 1st, 2015  |  Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Ungarn: Romafrauen in Miskolc demonstrieren gegen die Vertreibungspolitik der Stadt (Foto: Romedia Foundation)FAZ: Im ungarischen Miskolc geht die Ver­wal­tung dras­tisch ge­gen Roma vor. Sie ver­treibt sie aus ih­ren Woh­nun­gen. Und lässt ih­nen nur die Hoff­nung auf Kanada.

(…) Im Sommer vergangenen Jahres beschloss der Stadt­rat, die „Gettos und Slums“ von Miskolc zu besei­ti­gen. (…) Angeb­li­cher Grund dafür ist, dass Platz für eine mo­derne Fußball-Arena ge­schaf­fen wer­den soll (…). Tat­säch­lich sieht es vor allem so aus, dass die in Miskolc füh­rende Fidesz-Par­tei die Roma aus der Sied­lung ein­fach los­wer­den möchte. Es gibt Wegzieh­prämien, und wer mit Miet­zah­lun­gen für die stadt­eige­nen Häus­chen im Rück­stand ist oder wessen Vertrag aus­läuft, be­kommt einen Räu­mungs­bescheid. (…). 36 Woh­nun­gen seien inzwi­schen leer, 38 wei­tere soll­ten bis Ende April ge­räumt wer­den. (…)

Die Romasiedlung war ein großes Thema im Kommunal­wahlkampf des ver­gan­ge­nen Jahres. (…) Im nahe gele­genen Ózd, wo es auch viele Roma gibt, triumphierte ein Jobbik-Mann. (…) Schon haben sich in den um­lie­gen­den Gemein­den Bürger­ini­tia­ti­ven gebildet, die diese Leute auch nicht haben wollen. (…). Die neue Hoff­nung heißt Kanada. Seit ein Gericht dort unga­rische Roma als Asyl­bewerber akzeptiert hat, wollen alle dort­hin aus­wandern. (…)

Lesen Sie bitte den hier nur in einigen kurzen Auszügen wiedergegebenen Artikel von Stephan Löwenstein in voller Länge auf www.faz.net.

Siehe auch:
Ónod bei Miskolc: Brandanschlag auf Roma
Ungarn: „Wegziehprämien“ für Roma
Ungarische Roma flüchten in die Schweiz
Ungarisches Filmfestival streicht Roma-Filme

Tschaven marde: Harengere na schtraufim ule

März 29th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Ostslowakei, 2009: Polizei misshandelte Roma-Kinder (Screenshot aus dem Handyvideo, via Romea.cz)Slovakija: Haren­gero angle gejipe gejng schov Ro­ma­­ne tscha­­ve, taj niko na ande tscha­pim ulo. O Ro­men­­ge­ro upre dija­schi la re­gi­run­­ga­tar ba­ri vrisch­­tscha tschalal.

Ando ar le feberistar jek slovakischi kris ande Košice desch agune harengeren savenge panasi tschito ulo, nisaj schtrauf uschtidine, 2009 jek grupn terne Romendar lendar mujsim ule pumen söber te marel. Schov murschore ando phuranipe deschujek dschi deschu­pantsch berscha jeke ande phagi­pestar fa­dechjti­gim ule taj ando komi­se­rijat len legede. Odoj but haren­dar mujsim le ule pumen nange tel te tschil taj ando muj pumen te marel taj te praste le ule le haren­dar. Ada sa upre jek handy le haren­dar upre lim, taj ando internet lendar ar bul­har­do ulo. O upre limo film, savo te uso mediji pelo uso kris na use muklo ulo. Phendo ulo, hot na tschan­do ol, saves­kere handyha ada upre lipe kerdo ulo. Le enja murschenge taj jeka dschuv­lake, sa­ven­ge o pa­nasi tschito ulo, nisch­ta uso kris arphen­de taj afka nisaj schrauf usch­tidine. O schto­tis­kero fisch­ga­roschi jek berufinipe an­de tschitscha.

But dschene, save use ada proceso use sina, sikade pumen use o na use mukipe le filmis­tar scho­kirim. Te o Romen­gero upre di­jaschi la slo­va­ki­schi regi­run­ga­tar, Peter Pollák, o krisen­gero ent­schaj­di­nipe na ojs latscho dikel taj man­gel akan, hot o gene­ra­lis­kero schtos­tis­kero fisch­ga­ro­schi adale angle peri­pes­ke aun pe te lel.

(dROMa)

„Lästige Zigeuner“: Erlass gegen KZ-Überlebende

März 27th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Fundstücke, Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Erlass des Innenministers gegen das "Zigeunerunwesen" Nur jeder zehnte österreichische Rom erlebte 1945 die Befreiung vom NS-Regime. Die weni­gen, die aus den Kon­zentra­tions­lagern zu­rück­kehr­ten, fan­den zer­störte Sied­lun­gen vor. Wie Öster­reichs Be­hör­den mit den KZ-Über­leben­den um­gin­gen, il­lustriert ein Er­lass aus dem Jahr 1948. Nur drei Jah­re nach der Be­frei­ung, am 20. September 1948, verfügte das von Oskar Helmer (SPÖ), einem Burgen­länder, ge­füh­rte Innen­ministe­rium Fol­gendes (Dokument aus der Ausstellung „Romane Thana“, noch zu se­hen bis 17. Mai 2015 im „Wien Museum“):

„Dem ho. Amte ist zur Kenntnis gelangt, dass das Zigeunerunwesen in ei­ni­gen Ge­gen­den (…) wie­der im Zuneh­men begrif­fen ist und sich be­reits unange­nehm bemerk­bar macht. Um auf die Bevöl­kerung Ein­druck zu ma­chen, sol­len sich Zigeu­ner oft­mals als KZ-ler aus­geben. Soweit (…) die Möglich­keit einer Ausserland­schaffung gege­ben er­scheint, wäre ge­gen lästige Zigeuner mit der Erlas­sung eines Auf­enthalts­verbotes vor­zu­ge­hen und ihre Ausser­land­schaffung durch­zu­führen.“

(dROMA-Red. | via @bweidin)

Siehe auch: Nachkriegsjustiz: das Schandurteil von 1956

Roma-Kinder misshandelt: Freispruch

März 26th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Ostslowakei, 2009: Polizei misshandelte Roma-Kinder (Screenshot aus dem Handyvideo, via Romea.cz)Slowakei: Polizeigewalt gegen sechs Roma-Kin­der bleibt straffrei. Der Roma-Beauftragte der Regier­ung schlägt Alarm.

Ende Februar hat ein slowakisches Gericht in Košice zehn angeklagte (Ex-)Polizisten vom Vorwurf freigesprochen, 2009 eine Gruppe minder­jähriger Roma miss­handelt und ge­de­mütigt zu haben. Sechs Buben im Alter von elf bis 15 Jahren waren eines Raub­überfalls ver­dächtigt und ins Kommis­sa­riat gebracht wor­den. Dort wurden sie von mehre­ren Polizisten misshandelt und beschimpft. Die Kinder und Jugend­lichen muss­ten sich nackt ausziehen und wur­den gezwun­gen, einan­der zu schlagen. All dies ist in Bild und Ton auf Video­auf­nahmen dokumen­tiert. Die Polizei­beam­ten hatten die Miss­hand­lun­gen mit einer Handykamera selbst ge­filmt und die Auf­nah­men ver­breitet. Die Video­auf­zeich­nun­gen, die auch in die Medien gelangten, wur­den vom Gericht jedoch nicht als Beweismittel zu­ge­las­sen, u.a. weil nicht bekannt sei, mit wessen Handy die Aufnahmen ent­standen waren. Die Angeklag­ten, neun Männer und eine Frau, weiger­ten sich vor Gericht aus­zu­sagen und wurden nun mangels Beweisen freigesprochen, der Staats­anwalt legte Beru­fung ein.

Viele Beobachter des Prozesses zeigten sich über die Nicht­zu­las­sung des wichtigsten Beweismittels und die Freisprü­che schockiert (hierhier und hier). Auch der Roma-Beauftragte der slowa­ki­schen Regier­ung, Peter Pollák, hält die richterli­che Ent­schei­dung für unzu­läs­sig und ersucht nun den General­staats­anwalt, sich des Falls anzunehmen. Read the rest of this entry »

Video zeigt Misshandlung durch Polizei (2009)

März 25th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

2009 misshandelten und demütigten zehn slowakische Polizisten in Košice eine Gruppe von Roma-Buben im Alter von elf bis 15 Jah­ren. Die Polizisten selbst film­ten die Vor­gänge mit einer Handy­kamera. Am 27. Februar 2015 wur­den alle zehn An­geklag­ten frei­gespro­chen – aus Man­gel an Be­weisen.

>>mehr hier

(Video: Romea.cz)

ZARA: Rassismus-Report 2014

März 21st, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

ZARA-Rassismusbericht 2014Muslime, Roma, Juden und Asylwerber sind in Österreich im ver­gan­ge­nen Jahr ver­stärkt rassis­ti­schen An­griffen aus­ge­setzt ge­wesen. Zu diesem Schluss kommt die Anti-Rassis­mus-Stelle ZARA in ihrem Jahres­bericht 2014 (pdf). Es wurden 794 Fälle erfasst, um rund 60 mehr als 2013.

ZARA, 20.3.2015: „Terror-Moslems, scheiss­mu­sel­ma­ni­sches Drecks­pack“, „Frie­de exis­­tiert erst dann, wenn Ju­den komplett ver­schwin­den… Hitler hat ein­deutig zu wenig ge­macht“ und „Z*banden“, die „alles an sich reißen, was nicht niet- und nagel­fest ist“: Diese und an­dere ab­wer­tende Bezeich­nun­gen wurden ver­gan­genes Jahr beson­ders häufig gegen MuslimInnen, JüdInnen sowie Roma/ Romnija gerich­tet. Ebenso in ein schlech­tes Licht wur­den Asyl­werberInnen ge­rückt, so etwa von einem Politi­ker, der sie als „Erd- und Höhlen­men­schen“ bezeich­nete. 
Besonders domi­nant dabei – auch in Medien und sozialen Netzwerken – war der Generalverdacht, unter den Mus­limInnen gestellt wurden. Allein die Anzahl der rassistischen Vorfälle gegenüber als MuslimInnen wahr­genom­me­nen Per­sonen hat sich seit August 2014 nahezu ver­doppelt, diese Vorfälle fallen somit zeitlich zusam­men mit der Ver­brei­tung der Gräuel­taten des IS/ISIS über das Internet. Die Über­griffe rei­chen von verbalen Attacken in Parks und öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, über tätliche Angriffe, Van­da­lis­mus gegen Ein­rich­tun­gen bis hin zu Hetze und Morddrohungen im Netz.

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Online-Broschüre „Stimmungsmache“

März 20th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

StimmungsmacheDISS: Extreme Rechte und antiziganistische Stimmungsmache. Analyse und Gefahreneinschätzung am Beispiel Duisburg

In der Reihe kostenloser Online-Broschüren des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) er­schien nun der drit­te Band. Die ver­ein­fachte Web-Version der Bro­schüre finden Sie hier. Das DISS empfiehlt den Down­load der Original-PDF-Datei mit zahlreichen Abbildungen, zusätzlichen In­fo­käs­ten und aus­führ­li­chem Litera­tur- und Quel­len­ver­­zeich­nis.

Einleitung:

Seit dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens im Jahr 2007 ma­chen Bürger_innen dieser Län­der von ihrem Recht Gebrauch, sich in Duisburg, Dortmund, Berlin, aber auch vielen anderen deutschen Städten nieder­zu­lassen. Duisburg ist eine arme Stadt, und viele der Migrant_innen sind eben­falls arm. Viele von ihnen sind nicht nur arm, sondern gehören auch der diskri­mi­nier­ten Minder­heit der Rom_nija an. In Duis­burg und in ande­ren Städten gab es in den letz­ten Jah­ren heftige öffent­liche Debatten, die stark von Anti­ziga­nis­mus geprägt waren. Die Stim­mung in Teilen der Bevöl­ke­rung spitzte sich so zu, dass sich viele an die rassis­ti­schen Pogrome gegen Asyl­su­chende An­fang der 1990er Jahre erinnert fühl­ten. Es dürfte kaum über­ra­schen, dass Grup­pie­run­gen und Parteien der extremen Rechten ver­such­ten, diese Stim­mung für sich zu nutzen. Dies ist ihnen zum Teil gelun­gen, sie zogen z.B. mit ei­nem Rekord­ergeb­nis in den Duis­bur­ger Stadtrat ein.

Diese Broschüre untersucht exemplarisch am Beispiel der Stadt Duisburg, wie die extre­me Rechte das Thema Anti­ziganismus aufgriff. Sie agierte dabei nicht isoliert im luft­leeren Raum. Viel­mehr besteht ein Zusam­men­hang zwischen Alltags­rassis­mus, etablier­ten Medien, Kom­munal­politik und den Erfolgs­chan­cen der extre­men Rechten. Dieses kompli­zierte Wech­sel­spiel ist Gegen­stand dieser Broschüre.

(weiterlesen)

Herausgeber: AK Antiziganismus im DISS/Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. Veröffentlicht als kostenlose Online-Publikation im März 2015
Autor_innen: Martin Dietzsch, Anissa Finzi, Alexandra Graevskaia, Ismail Küpeli, Zakaria Rahmani, Stefan Vennmann
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Schvedija: Atentato ande Malmö

Februar 28th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Brandanschlag auf Vereinslokal: zerstörte Fenster in Malmö (Foto: TheLocal)Atentato upro Romengero farajniskero lokal ande Malmö

Na prindscharde tetertscha ando schve­di­ja­kero foro Malmö jek jaga­kero aten­tato upre jek Romen­gero kultu­ra­kero centro kerde. Sar o haren­gere phenen, duj jagen­gere stakli duach o boklo tschi­dim ule. Jek mursch savo odoj sina, schaj i „tikni jag“ ar kertscha taj le haren­ge­ren akar­tscha. Jek vake­ra­schi le haren­dar phentscha, ada aten­ta­to, sar o avre aten­tatscha upro moscheen, schaj „rasis­tischi moti­virti“ kerip­tscha hi. Ando lejcti ma­sek­tscha butvar asaj angle­pe­riptsch upro Roma, save ande Malmö an ker­de on. Odo­la Roma na kamen buter ande odola khera pal te dschal mint bari dar len hi. Ando masch­ka­rutno jeneri i UN phen­tscha, hot o rasis­ti­schi use lipe upro tschu­lip­tscha andi Schve­dija min­dig bu­teder ol.

(dROMa, Übersetzung: Josef Schmidt)

Spartacus & Cassandra (Trailer)

Februar 24th, 2015  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Dokumentarfilm von Ioanis Nuguet (mehr hier)
Frankreich 2014, 81 min. (franz., rumän.)

Einige Kritiken finden Sie hier: EuronewsHollywood ReporterCine Vue

Spartacus & Cassandra

Februar 24th, 2015  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Spartacus & Cassandra (Filmplakat, Nourfilms)Dokumentarfilm von Ioanis Nuguet
Frankreich 2014, 81 min. (franz., rumän.)

Etwas sollte klar sein im Leben: dass ein Kind sich auf seine Eltern ver­lassen und be­hütet groß wer­den kann. Dass es ein Zuhause hat. Der 13-jäh­rige Spartacus und seine 10-jäh­rige Schwes­ter Cassandra ha­ben noch nicht ein­mal ein Dach über dem Kopf, als die Unter­kunft der rumäni­schen Roma-Familie im fran­zö­si­schen Saint-Denis abbrennt. Wäh­rend sie mit staat­li­cher Unter­stüt­zung Zu­flucht bei der jungen Trapez­künst­lerin Camille fin­den, geht die Spira­le für ihre Eltern wei­ter ab­wärts. Die eine Seite bietet Sicherheit, Bildung und eine Kindheit jen­seits der Straße. Auf der ande­ren wartet ein Teufelskreis aus Armut, Alkohol, Selbst­mitleid und Handlungs­unfähig­keit. Sparta­cus und Cas­sandra müssen sich entscheiden. Es ist mehr als die alte Frage, ob man sich aus schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen be­frei­en kann. Wie kann sich ein Kind von sei­nen Eltern lösen?

In flirrenden, traumverlorenen Bildern und einer impres­sio­nis­ti­schen Montage lässt Ioanis Nuguet die Kinder schwe­ben zwi­schen einer Her­kunft, die sie nicht ab­schüt­teln kön­nen, und ei­ner Zu­kunft, die ihnen nicht ohne Wei­te­res offen­steht. Ein kaukasi­scher Kreide­kreis, an des­sen Ende – wie bei Brecht – so etwas wie Hoffnung steht. Aber auch ein bit­terer Rap von Spar­ta­cus, der klar macht, dass die­ses Problem kein pri­va­tes ist.

(Text: Grit Lemke, Katalogtext DOK Leipzig)

Roma in Rom – Interview mit Roberto Sejdic

Februar 22nd, 2015  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio Dreyecksland„Antiziganismus in Rom nach dem Mafia­skan­dal: Die Köp­fe wech­seln, die so­zia­le Ex­klu­si­on bleibt“

RDL sprach mit dem italienischen Roma-Akti­vis­ten Roberto Sejdic über die aktuel­len Lage der Roma in Rom

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Focus Europa/Morgenradio, 20. Feb. 2015, 7,05 min

Im November und Dezember 2014 häuften sich in Rom Proteste und teils gewalt­same Angriffe gegen Flüchtlings­unter­künfte und Roma-Camps. Offe­ner Rassismus, die all­ge­mei­ne soziale Benach­tei­li­gung der Bewoh­ner/innen der Peri­phe­rie und der Ein­fluss der römi­schen Mafia auf die Ver­wal­tung der Unter­künfte bil­de­ten eine explo­sive Mi­schung, wie RDL im Dezem­ber berich­tete. Gut zwei Mona­te nach der Auf­deckung der „Mafia Capitale“ und dem Höhe­punkt der rassis­ti­schen Aus­brüche woll­ten wir wissen, wie sich die Situa­tion für Roma in der italie­ni­schen Haupt­stadt ent­wickelt hat. Wir spra­chen darü­ber mit Roberto Sejdic aus Rom, der selbst Rom ist und auch von seiner Arbeit ge­gen die sozia­le Aus­gren­zung in meh­re­ren Roma-Orga­ni­sa­tio­nen be­richtet.

(Text & Interview: www.rdl.de)

Ungarn: Kinderarmut dramatisch verschärft

Februar 20th, 2015  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Grafik (Budapester Zeitung, Quelle: Eurostat)Am 1. März wird die Sozialhilfe in Ungarn halbiert (mehr hier). Dabei zeigte der Eurostat-Ar­mutsreport zu Ungarn erst kürzlich einen er­schrecken­den Anstieg der Armut, von dem beson­ders Kin­der betrof­fen sind. Im Fol­gen­den ein Aus­zug aus der Budapester Zeitung:

In Ungarn ist die Armut sukzessive im Steigen begrif­fen. Selbst gegen­über den drei ande­ren Visegrád-Staa­ten (Polen, Tschechien und Slo­wakei) be­fin­det sich Ungarn in Sa­chen Armut auf dem ab­stei­gen­den Ast. Zu diesem Schluss kamen die Mit­ar­bei­ter des Instituts für Soziologie an der Unga­ri­schen Akademie der Wissen­schaften (MTA). Sie stell­ten Ende Novem­ber 2014 eine ein­schlä­gige Studie von Eurostat vor.

Die Mit­arbei­terin des Instituts (…), Vera Messing, machte darauf auf­merk­sam, dass der Anteil jener Menschen an der unga­ri­schen Gesamt­bevöl­ke­rung, die unter schweren Entbeh­run­gen leben müssen, im Zeitraum 2009 bis 2013 von 20,3 auf 26,8 Pro­zent gestie­gen sei. (…) Der Anteil jener Menschen, die dem Risiko aus­ge­setzt sind, in Armut und damit einher­ge­hend in sozia­ler Aus­gren­zung zu leben, lag in Ungarn 2013 bei 33,5 Prozent (2009: 29,6 Prozent). (…) Das Fazit (…): Ungarn ist nicht nur im Begriff zu verarmen, sondern auch inner­halb der Region den Anschluss zu ver­lieren. (…) Aus den Erhe­bun­gen von Eurostat geht über­dies hervor, dass in Ungarn vor allem Kinder ein Dasein in Armut fris­ten müs­sen. Je jünger jemand ist, desto größer ist die Wahr­schein­lich­keit, dass er in einer armen Familie lebt. (…) Was die Kinder­armut an­betrifft, ist Ungarn gemein­sam mit Rumä­nien und Bul­ga­rien nega­tive Spitze. Im Kreis der Jüngsten in Ungarn, sprich der Unter-sieben-Jäh­ri­gen, leben 42,2 Pro­zent der Kin­der in Armut. Wie die MTA-Mit­arbei­te­rin Messing er­klärte, hat sich die Kinder­armut in Ungarn in den ver­gan­ge­nen Jahren drama­tisch ver­schärft. Bis auf Ungarn ist es jedem EU-Land gelun­gen, die Kinder­armut zu stop­pen oder um­zu­kehren. (…)

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