Aktion „Armut bestraft“ in Tirol
Dezember 7th, 2018 | Published in Rassismus & Menschenrechte
Eine Aktion des „Vereins für Obdachlose – Streetwork“ und der „Bettellobby Tirol“
Bettelnde Menschen werden in Innsbruck vermehrt mit Strafen konfrontiert und aus dem öffentlichen Raum vertrieben, weil sie Armut sichtbar machen. Statt Armut zu bekämpfen, wird der Fokus darauf gelegt, die betroffenen Menschen zu sanktionieren und somit aus dem Stadtbild zu entfernen. Mit der Aktion „Armut bestraft“ wollen wir, die Mitarbeiter/innen von Streetwork – Verein für Obdachlose und die Bettellobby Tirol, erklären und informieren, wie es dazu kam, dass bettelnde Menschen fast vollständig aus Innsbruck verschwanden. An verschiedenen Standorten in Innsbruck werden dazu in der Vorweihnachtszeit Figuren aus Holz platziert, die sich dem Umgang mit Armut und der Situation bettelnder Menschen widmen. Die Strafverfügungen auf den Figuren sind anonymisierte Originale, die Menschen, die in Tirol bettelten, bekamen. Teilweise erhielten Betroffene mehrere Strafen an einem Tag.

Menschen in dicht aneinander gedrängten Schlafsäcken – wer in den letzten Wochen an der Salzburger S-Bahn-Haltestelle Mülln unterwegs war, kennt das abendliche Bild. 50 Betten hat z.B. das Haus Franziskus der Caritas an der Salzach, diese können zwei Wochen am Stück genutzt werden. Wer keinen Platz hat, muss draußen schlafen. Seit fünf Jahren sind konstant 130 bis 150 obdachlose Roma in Salzburg, erklärt Raim Schobesberger. Großteils Eltern, die ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen wollen. Seine selbsternannte Mission: Er setzt sich mit seinem 
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