„Deutsche gegen Sinti und Roma“

Oktober 1st, 2018  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

ARDAntiziganismus: Deutsche gegen Sinti und Roma

ARD-alpha | RESPEKT, 30.9.2018, 28 Min.
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Die Volksgruppe der Sinti und Roma, die viele im­mer noch ab­wer­tend „Zigeuner“ nen­nen, ist die am stärks­ten ab­ge­lehn­te Minder­heit in Deutsch­­land. Warum der Antizi­ga­nis­mus in Deutsch­land so ver­brei­tet ist, zeigt die Re­portage.

Keine Ethnie wird in Deutschland so stark ab­ge­lehnt wie Sinti und Roma. Warum ist das so, fragt Mo­de­ra­to­rin Sabine Pusch in der RESPEKT-Re­por­tage. Um mehr zu er­fahren, trifft sie jugend­li­che Sinti und Roma und er­fährt, wie sie unter Vor­urtei­len und Kli­schees lei­den, die sich in Europa seit Jahr­hun­der­ten nicht ge­ändert haben. Zu­sam­men mit einem jungen Sinto be­sucht sie das NS-Do­ku­men­ta­tions­zentrum und lässt sich er­zählen, was seiner Familie in Nazi­deutsch­land pas­siert ist. Dabei lernt sie, dass die an­dauern­de Dis­krimi­nie­rung und Ver­fol­gung dieser Volks­gruppe unter den Nazis mit über einer hal­ben Mil­lion Opfern ihren ab­soluten Tief­punkt er­reicht hatte – aber danach längst nicht be­endet war.

Doch warum gibt es auch heute noch die gleichen Vor­urteile? Viel­leicht, weil die Mehr­heits­gesell­schaft über diese Grup­pe kaum etwas weiß? Wo lie­gen die Ur­sprünge ihrer Ge­schich­te und sind Sinti und Roma, de­ren Fa­mi­lien oft schon seit Jahr­hun­der­ten in Deutsch­land leben, wirk­lich an­ders als an­dere Men­schen? Ant­worten be­kommt Sabine etwa von einer jun­gen Musik­band, die auf Romanes singt, von einem Mathe­ma­tiker, der auch Sinto ist, oder von einem Sozial­arbeiter, der ge­gen die Aus­gren­zung an­kämpft. Von ihm er­fährt sie auch, ob und wie Ge­setze hel­fen kön­nen, das Ver­ständ­nis für diese Minder­heit zu för­dern und Dis­krimi­nie­run­gen ab­zu­bauen.

(Programminfo BR)

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