Film & Theater
Oktober 23rd, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Teateriskero projekto | Theaterprojekt:
Talkshow 1933 – Und welche Augenfarbe haben Sie?
Do., 8.11.2018, 20:00 Uhr – Premiere
Offenes Haus Oberwart, Lisztg. 12
Eine Talkshow im Jahr 1933. Die Fernsehmoderatorin diskutiert mit ihren Studiogästen die Frage: Was tun mit einer im Land unerwünschten Minderheit? Politiker bieten Lösungsvorschläge an: Entzug der Bürgerrechte, Zwangsarbeit, Inselinternierung. Inhaltliche und sprachliche Parallelen zu heute werden sichtbar. Die Geschichte wird zur Gegenwart. Historische und textliche Grundlage bildet die „Verhandlungsschrift über die am 15. Jänner 1933 in Oberwart abgehaltene Tagung zur Zigeunerfrage im Burgenland“. An dieser Konferenz nahmen namhafte Politiker und hochrangige Beamte teil. Ziel war es, Lösungen für das so genannte Zigeunerproblem auszuarbeiten.
Text: Petra Piuk; Regie: Angelika Messner
Eine Produktion der ThIB – Theaterinitiative Burgenland, Offenes Haus Oberwart und der Roma-Volkshochschule Burgenland
Weitere Termine:
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Oktober 5th, 2018 |
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Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen
Aufruf zur Anmeldung von Filmen
An alle Roma, Sinti, Kale, Kalderash, Lovara, Lalleri, Ursari, Beasch, Manouches, Askali, Aurari, Romanichals, Droma, Doma, Gypsies, Travellers und alle anderen Romno-Gruppen dieser Welt … 2018 findet in Berlin bereits das zweite Mal das Roma-Filmfestival statt:
AKE DIKHEA? Festival of Romani Film
6. – 10. Dezember 2018
Wir suchen dafür nach Filmen, mit denen sich Roma und Sinti identifizieren können. Es können Filme von Roma- sowie Nicht-Roma-Filmemacher*innen vorgeschlagen werden, deren Themen das Leben von Sinti und Roma in Europa betreffen und die Realität diskriminierungskritisch reflektieren.
Möglichkeiten der Anmeldung von Filmen:
FilmFreeWay: https://filmfreeway.com/AkeDikhea
Formular: http://bit.ly/akedikhea2018
Oder auch per E-Mail: info@romatrial.org
Frist für die Abgabe von Vorschlägen: 15.10.2018 (ganzer Tag)
Hintergrundinformationen:
„Ake dikhea?“ heißt übersetzt „Siehst du?“. Es ist ein selbstorganisiertes, internationales Roma-Filmfestival, das im Dezember 2018 in Berlin stattfindet. Das Festival präsentiert Berlin, Deutschland und ganz Europa aus der Sicht von Sinti und Roma: Durch welche Filme fühlen wir uns repräsentiert, welche Themen sind uns wichtig, wie sehen wir uns und wie wollen wir gesehen werden? Wir wollen nicht darauf warten, bis uns jemand eine Stimme gibt. Wir wollen selbst den gesellschaftlichen Raum mitgestalten und über die Themen und die Form der Festivalveranstaltungen entscheiden.
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September 20th, 2018 |
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Film & Theater, Frauenrechte, Interview, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Eine Dokumentation über die Lebenswirklichkeit von Romnija in Vorarlberg
Im Auftrag des „Vorarlberg-Museums“ wurde 2017 für die Ausstellung „Romane Thana“ ein 13-minütiger Dokumentarfilm über die Lebensrealität von vier Romnija, die über ihr Leben in Vorarlberg berichten, erstellt. Der Film der österreichischen Roma-Aktivistinnen Irina Spataru und Ionia Spataru ist über die Website www.romane-thana.at online abrufbar (nach unten scrollen).
September 6th, 2018 |
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Film & Theater
Ich bin Medea.
Die Frau auf dem Scheiterhaufen.
Die von Euripides zur Kindsmörderin gemacht wurde.
Medea, die FRAU IN DER REVOLTE.
Ich bin Medea.
Die keine Heimat finden sollte, konnte, wollte.
Die Frau, die alle begehrten, fürchteten, tot sehen wollten.
AUF DEN LIPPEN BLUT.
WIR SIND MEDEA: Rroma, an den Rändern der Städte. Bespuckt, bedroht, verjagt.
Vor uns unsere Kinder von Euch genannt Aussatz. Ihr nennt Euch das Volk und uns Barbaren.
DON’T TELL US WHO WE ARE!
„Medea Rromnja“ durchforstet und hinterfragt den Mythos MEDEA. Das internationale, aus Roma und Nicht-Roma bestehende Team eignet sich dabei Aspekte des Materials an, um eine kraftvolle Performance zu erschaffen, die nicht nur (unbewusste) Vorurteile offenlegt, sondern auch Roma Ansatzpunkte für einen selbstbewussten Umgang mit der eigenen Geschichte und Zukunft bietet. Sprachen: Deutsch, Englisch, Romanes, mit deutschen und engl. Untertiteln.
Premiere: Sa., 8.9.2018, 20:00 Uhr
im „Theater Aufbau Kreuzberg“, Berlin (mehr)
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Juni 23rd, 2018 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Regie: Matthias Tiefenbacher, Buch: Thorsten Näter
Spielfilm, 88 Min., Deutschland 2014
➜Film ansehen, noch verfügbar bis 30.6.2018
Einst war Maria Nikolai (Christiane Hörbiger) eine gefeierte Musikerin. Vor 20 Jahren kam sie mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann nach Hamburg. Doch ihr früher nachbarschaftlich geprägtes Viertel droht sich allmählich in einen sozialen Brennpunkt zu verwandeln: In ihrem Haus ist Maria inzwischen fast die einzige Deutsche. Vor allem die große Roma-Familie im oberen Stockwerk beobachtet sie mit Misstrauen und voller Vorurteile – dass sie selbst einst als bettelarme osteuropäische Migrantin nach Deutschland kam, ist für sie etwas anderes. Ihr Versuch, den ungeliebten Nachbarn die Polizei auf den Hals zu hetzen, schlägt fehl. Die Kripobeamtin Susanne kennt die Ressentiments gegen Roma nur zu gut – ihre eigene Roma-Herkunft hält sie aus Angst vor Diskriminierung geheim.
Als eine rassistische Jugendclique einen brutalen Überfall auf Marias Nachbarn verübt, gewährt sie dem 16-jährigen Rom Bero (Samy Abdel Fattah) und seinen jüngeren Geschwistern Zuflucht in ihrer Wohnung. Der bescheiden wirkende Junge war ihr schon vorher positiv aufgefallen. Nun merkt sie durch Zufall, dass er ein außerordentliches Musiktalent besitzt. Maria beschließt, Bero privaten Musikunterricht zu geben und ihn zum Vorspielen am Konservatorium anzumelden. Read the rest of this entry »
Juni 16th, 2018 |
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Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen
»Die Gemeinschaft der europäischen Völker zerbrach, als – und weil – sie den Ausschluss und die Verfolgung seines schwächsten Mitglieds zuließ.«
(Hannah Arendt)
Sa. 16. Juni & So. 17. Juni 2018, 20 Uhr
„Roma Armee“ im Volkstheater, Wien
Zu sehen ist die Produktion des Berliner „Gorki Theaters“ im Rahmen des Roma-Kulturfestivals „E Bistarde | Vergiss mein nicht“.
Juni 5th, 2018 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Musik
Dokumentarfilm von Tamás Almási (mehr hier)
85 Min. / Ungarn 2015
Anti ist ein 18-jähriger Rom, der es liebt, die Gitarre zu spielen. Er steht vor der Chance, dem Leben in einem heruntergekommenen Roma-Slum in einem entlegenen Winkel Ungarns zu entkommen, und reist zu Snétbergers Musikschule in Felsőörs am Balaton (Snétberger Music Talent Center), wo er aufgrund seines Talents – gemeinsam mit sechzig anderen Roma-Jugendlichen – ausgewählt wurde: die Chance auf ein besseres Leben.
Mai 31st, 2018 |
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Film & Theater, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte
Dokumentarfilm von Sabine Herpich & Diana Botescu
81 Min. / Deutschland 2014
Rumänisch/Deutsch mit deutschen (oder engl.) Untertiteln
➜Ansehen im Großformat auf Vimeo
Als sich ihre wirtschaftliche Situation verschlechterte, beschlossen Carmen und George Badea, aus Rumänien auszuwandern. Die Frage, in welchem Land ein besseres Leben möglich wäre, war für sie zunächst zweitrangig. Mehr zufällig fiel die Wahl auf Deutschland, gemeinsam mit ihrem Sohn Daniel fuhr das Ehepaar schließlich nach Berlin. Mangels Kontakten und deutschen Sprachkenntnissen verbrachten sie dort den ersten Winter in einer verlassenen Gartenlaube. Geld für Essen verdienten sie sich durch das Sammeln von Pfandflaschen.
Der Film begleitet die Familie neun Monate lang und erzählt von der Zeit, als das Leben auf der Straße zwar vorbei, aber ihre wirtschaftliche Situation noch nicht stabil war. In den Blick kommt dabei auch die Interaktion verschiedener Behörden mit der Familie.
Förderpreis Dokumentarfilm, dokKa Karlsruhe 2014
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Mai 18th, 2018 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio RomaRespekt #24: Ulli Gladik und ihr Film „Natasha“
Sendung vom April 2018: In Dresden beschloss der Stadtrat kürzlich ein Bettelverbot für Kinder. Die vorangegangene Debatte war massiv geprägt von antiromaistischen Stereotypen. Gegen dieses Verbot in Dresden hat die Dresdner Bettellobby (wir berichteten) gekämpft, die sich nach dem Vorbild der Bettellobby in Wien gegründet hat. Und die Filmemacherin Ulli Gladik hat wiederum die Wiener Bettellobby mitbegründet. Sie wurde nach Dresden eingeladen, um ihren Film zu zeigen und um über ihr Engagement zu sprechen.
Ihr hört ein Interview mit Ulli Gladik, Filmemacherin und Aktivistin aus Wien. Es geht um die Wiener Bettellobby und um die Entstehungsumstände des Films „Natasha“.
(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)
April 29th, 2018 |
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Film & Theater, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Stefan Lenglinger präsentiert im ORF-Magazin „Heimat Fremde Heimat“ in ORF 2 (online ansehen) u.a. folgende Beiträge:
Roma und Europa – Die unendliche Geschichte der Diskriminierung
Es ist die Zeit der Utopien, auch für die europäischen Roma: Die jenische Schriftstellerin Simone Schönett thematisiert in ihrem Roman die Idee eines eigenen europäischen Roma-Staates, jedoch ohne Land. Das Berliner Maxim-Gorki-Theater provoziert dieser Tage mit dem Stück „Roma-Armee“, das nach einer Idee der beiden Wiener Romnija Sandra und Simonida Selimović entstanden ist. Nicht mit Waffen, aber mit Kunst wolle man gegen die nicht enden wollende Diskriminierung ankämpfen, so die Hauptdarstellerin Sandra Selimović. Die österreichischen Volksgruppenvertreter fordern einen europäischen gesetzlichen Rahmen, der Antiziganismus unter Strafe stellt und einen europäischen Kommissar, der sich für die Belange der größten europäischen Volksgruppe einsetzt. Sabina Zwitter berichtet.
Roma-Literatur – Was ist das eigentlich?
Immer wieder werden Roma als ungebildetes, nicht literarisches Volk stigmatisiert. Vielmehr wurden aber die Weisheiten, Erinnerungen und Erzählungen bei den Roma mündlich überliefert. Dabei diente ihnen ihre Sprache in Zeiten der Verfolgung als Schutz, den sie logischerweise nicht aufgeben wollten. Mit der Kodifizierung des Romani in Österreich setzte die österreichische Volksgruppe ein Signal der Öffnung, aber auch literarische Zeichen. „Was ist Roma-Literatur? Ist es Literatur, die in Romani geschrieben wurde, oder Literatur, die von Roma geschrieben wurde? Oder vielleicht Literatur, die sich mit Roma-Themen auseinandersetzt? Diese Fragen beantworten die Schriftsteller und Brüder Samuel und Károly Mágó sowie die Literaturwissenschafterin Katharina Janoska. Ein Beitrag von Sabina Zwitter.
(Text: ORF, Programmankündigung)
April 22nd, 2018 |
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Film & Theater
Soldiers. A Story from Ferentari
Spielfilm von Ivana Mladenović
119 min., Rumänien / Serbien / Belgien 2017
Crossing Europe: 25.4. & 26.4.2018
Der 40-jährige Anthropologe Adi wurde gerade von seiner Freundin verlassen. Nun zieht er nach Ferentari, berüchtigt als desolatestes Viertel Bukarests, um an einer Studie über Manelemusik zu schreiben. Diese Popmusik dient in der Roma-Community manchen als Ausweg, vor allem aber ist es ein weiterer Trick für Mafiosi, um ihre Musiker auszunehmen und sie in sklavenartigen Umständen zu halten. Der Rom Alberto, ein Ex-Häftling und Bär von einem Mann, verspricht Adi bei seiner Recherche zu helfen. Aus der Arbeitsfreundschaft entwickelt sich eine Romanze, die allmählich zu echter Liebe wird: eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte vom Rande Bukarests.
Ivana Mladenović:
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März 24th, 2018 |
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Einrichtungen, Film & Theater, Musik, Radio, Podcast & TV
Die Roma-und-Sinti-Philharmoniker
Ein Film von Margarete Kreuzer
ARTE, 24.3.2018 (Erstsendung: 25.1.2015)
➔verfügbar bis 30.3.2018
Es ist ein besonderes Symphonieorchester: Alle Mitglieder sind Sinti oder Roma, und alle sind Profis – klassisch ausgebildete Musiker, die in Berufsorchestern in ganz Europa spielen. So oft wie möglich finden sie zusammen, um als Botschafter ihres Volkes gegen Klischees, Vertreibung und Vergessen anzuspielen. Ein Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder.
Die Dokumentation begleitet das Orchester während der Vorbereitungen zu einem Konzert und verlässt mit einzelnen Musikern immer wieder den musikalischen Kosmos, um einen Einblick ihr privates Leben zu gewinnen. Im Mittelpunkt des Films steht der Dirigent Riccardo Sahiti, Gründer des Orchesters und sein leidenschaftlicher Spiritus Rector.
Sein Traum: Er möchte die „Roma und Sinti Philharmoniker“ zu einer festen Institution machen, um nicht länger um ihre Existenz bangen zu müssen. Ob Auswärtiges Amt, Zentralrat deutscher Sinti und Roma oder Europäisches Parlament – Riccardo Sahiti, unfreiwillig auch Manager des Orchesters, spricht überall vor. Der Film begleitet ihn aber auch auf einer sehr emotionalen Reise in seine Heimat, den Kosovo, wo er Krieg und Vertreibung erlebt hat. Read the rest of this entry »
März 6th, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Kurzfilmabend in Heidelberg
Dienstag, 13.03.2018 18:00 Uhr
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, Heidelberg
Ankündigung des Dokumentations- und Kulturzentrums:
Binnen weniger Stunden entwickelte sich am 23. Oktober 1956 aus einer Demonstration von Studierenden in Budapest der Ungarische Volksaufstand. Das Aufbegehren der Menschen wurde in den folgenden Tagen und Wochen mit besonderer Härte niedergeschlagen. Zahlreiche Menschen wurden hingerichtet, zehntausende wurden in Internierungslager oder Gefängnisse verschleppt, 200.000 Menschen verließen ihre Heimat. Auch für zahlreiche Roma war es selbstverständlich, sich dem Freiheitskampf anzuschließen, als sie den legendären Aufruf der Revolution hörten: „Wer Ungar ist, hält mit!“
Beim Kurzfilmabend führen wir im Gespräch mit den Besucher/innen durch die Filminstallation „Roma Helden 1956“. Sie weist auf die Beteiligung dieser Menschen hin und gibt ihnen ein Gesicht: In kurzen Filmen werden die Geschichten von Gyula Dandos, Gabor Dilinko, Istvan Fatyol, Csanyi Sandor und Ilonka Szabo erzählt.
(www.sintiundroma.de)
März 5th, 2018 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Árpád Bogdán (Ungarn 2018, 120 min)
Mit Milán Csordás, Anna Marie Cseh, Enikő Anna Illési
Betrunkene Rassisten überfallen nachts eine Roma-Siedlung, werfen Brandsätze, schießen auf fliehende Familien. Dabei wird die Mutter des neunjährigen Ricsi getötet. Weil sein Vater wegen einer Bagatelle für zwei Jahre im Gefängnis sitzt, kommt der völlig verstörte Junge zu den Großeltern. Die harmonische Welt seiner Kindheit ist zerstört und er sucht verzweifelt nach Halt in der neuen Situation. Die Gymnasiastin und leidenschaftliche Bogenschützin Virág ahnt, dass ihr Freund Misi in die Attacke auf das Roma-Dorf verwickelt sein könnte. Als ihre Ahnung zur Gewissheit wird, gerät sie in einen tiefen Gefühlskonflikt und trifft eine folgenreiche Entscheidung. Read the rest of this entry »
Februar 19th, 2018 |
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Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater
Nazif Mujić, Preisträger der Berlinale 2013, ist am Sonntag in seinem nordbosnischen Heimatort im Alter von 48 Jahren gestorben.
Mit seiner Familie spielte Mujić in dem semidokumentarischen Film „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ („Epizoda u životu berača željeza“) eine Episode aus seinem Leben und wurde dafür mit dem Silbernen Bären als Bester Darsteller ausgezeichnet. Noch im selben Jahr suchte der bosnische Rom, unterstützt von der Berlinale-Leitung, in Deutschland um Asyl an. 2014 wurde der Antrag jedoch abgewiesen. Nazif Mujić war bereits seit längerem krank und lebte in Armut. Erst kürzlich verkaufte er aus Geldmangel seinen Silbernen Bären.
(dROMa)
Siehe auch:
SWR2: Nazif und der silberne Bär, 13.2.2018
„Berlinale-star“ i rupuni medva biknel, 26.1.2017
Berlinale-Star vor Abschiebung, 26.1.2014
Berlinale: Das Leben der vier Mujićs, 15.2.2013
Februar 16th, 2018 |
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Film & Theater, Internet & Blogothek, Musik
Dokumentarfilm von Robert Krieg & Monika Nolte
57 Min., D 2015 (DVD erschienen bei W-Film)
Der Dokumentarfilm (mehr hier) ist derzeit noch auf dem österreichischen Streamingportal Flimmit.at als „Gratisfilm der Woche“ zu sehen. Kostenlose Anmeldung genügt. Auf der Website von Lulo Reinhardt, dem Protagonisten des Films, heißt es über „Desert Inspiration“:
An einem faszinierenden Ort, in einem schönen, ganz aus Lehm erbauten Tighremt bei Agdz, einer kleinen Oasenstadt im Südosten Marokkos, hat sich seit 2007 ein ungewöhnliches Musikfest entvwickelt . Unter dem Motto „Trefft Euch!“ spielen an zwei Tagen Musiker aus Europa mit Vertretern der Musik der Berber zusammen. Der Höhepunkt ist die Fusion der aus Europa mitgebrachten Musik mit dem Rhythmus der Awash-Interpreten, die in ihren Gesängen und Tänzen die ursprüngliche Einheit des Menschen mit der Natur und dem Kosmos beschwören.
An diesem Ort, dem Tor zur grenzenlosen Wüste, wird die Relativität und Endlichkeit menschlicher Existenz besonders spürbar. In der Oase begegnen sich drei Menschen, denen die Herkunft aus einer nomadischen Kultur gemeinsam ist: Der Sinto Lulo Reinhardt, der Berber Cherif El Hamri und die jugendliche Berberin Fati Ait el Caid. Lulo verbindet seine von Sinti Swing, Rumba, Blues und Flamenco inspirierten Kompositionen mit den hypnotischen und repetetivven Klängen der Berber-Musik, die in Cherif El Hamri einen ihrer überzeugendsten Vertreter gefunden hat. Fati übersetzt für die beiden, wo die universale Sprache der Musik zur Verständigung nicht ausreicht. Read the rest of this entry »
Februar 13th, 2018 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
SWR2 Feature: Nazif und der silberne Bär – Vom kurzen Ruhm eines Rom
Einstündige Sendefassung der gleichnamigen Podcast-Serie von Zoran Solomun
Sendung vom 14.2.2018, 22:03 Uhr | Die Serie „Nazif und der silberne Bär“ können Sie auch in der ARD Audiothek App oder als Podcast hören.
Nazif Mujić ist ein Rom aus Ostbosnien, der von Altmetall lebt, das er sammelt und weiterverkauft. Im Winter 2011 erwarten er und seine Frau Senada ihr drittes Kind. Als es plötzlich im Mutterleib stirbt, ändert sich ihre Leben dramatisch. Sie haben weder eine Krankenversicherung noch genügend Bargeld, um die nötige Operation zu bezahlen. Mit einem illegalen Trick gelingt es erst im letzten Moment, ihr Leben zu retten.
Der berühmte bosnische Filmregisseur und Oscar-Gewinner Danis Tanović erfährt von ihrer Geschichte und verfilmt sie mit Nazif und Senada, die sich selbst spielen, in den Hauptrollen. Der halbdokumentarische Film wird zu einem Riesenerfolg: Auf der Berlinale 2013 erhält Tanović den Großen Preis der Jury und Nazif Mujić den Silbernen Bären als bester Darsteller. Nazif und Senada hoffen, dass sich ihr Leben nun zum Besseren wenden wird.
(SWR2 Programminfo)
Januar 30th, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung
Die Theaterperformance »Rastplatz Marzahn«, eine auf Zeitzeugenerinnerungen basierende Rekonstruktion des Zwangslagers für Sinti und Roma in Marzahn-Hellersdorf, feierte im Oktober Premiere. Am Mittwoch wird das Stück im Rahmen des Jugendforums „denk!mal“ im Berliner Abgeordnetenhaus erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt.
„Es hat furchtbar gestunken. Normalerweise hätten wir uns an einem solchen Ort nie aufgehalten, schon allein wegen unserer Gesetze nicht, die das verbieten. Wir wurden aber zwangsweise dort abgestellt.“ (Otto Rosenberg)
Heute ein unscheinbarer Ort zwischen Hochhäusern und S-Bahngeleisen in Marzahn-Hellersdorf. Von 1936 bis 1945 befand sich an dieser Stelle ein Sammellager für Sinti und Roma. Die Verschleppung und Festsetzung der Volksgruppe auf diesem Platz war der erste Schritt zu ihrer systematischen Verfolgung und Vernichtung. Für die mediale Theaterperformance hat sich das Ensemble aus jungen Menschen und Schauspieler*innen hier auf die Spurensuche nach der Geschichte des „Rastplatz Marzahn“ begeben. Read the rest of this entry »
Januar 28th, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik
Django – Ein Leben für die Musik
Spielfilm von Étienne Comar, Frankreich 2017, 115 Min.
Frankreich, 1943. Der begnadete Jazzgitarrist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert das Publikum mit seinem Gypsy-Swing, einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können. Während andere Sinti in ganz Europa verfolgt werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen – bis ihn die Nationalsozialisten auf Tournee nach Deutschland schicken wollen. Django weigert sich. Seine Pariser Geliebte hilft ihm, mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter an der Schweizer Grenze unterzutauchen. Read the rest of this entry »
Januar 17th, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Musik
O nacis ando Pariser koncertakero kher loschane use pumen micinen, na dur niko buter upro padi beschel. Le svingistar la gitaratar niko naschtig pe tschil. Mirno o Reinhardt le dschenen use peste cidel taj jeke tikne asajipeha ov pal pe cidel upral i bühne. Paraschtun o „Django – Ein Leben für die Musik“ ando kino te dikel hi.
Ada leskero drama hi, le barikane gitarististar taj bandleaderistar, savo ojs pijonir le europitike jazzistar prindschardo hi. O film le francitike Etienne Comaristar phral i 67. Berlinale ando feberi. O „Django“ khelel pe andi ande limi Francija 1943 taj phutschel pe palo falikeripe le Sinti muschikastostar Reinhardt uso naci, save leske ando Paris nischta na kerde. Le avre Sinti taj Romen ham tradnahi taj murdarnahi. Avre alavenca: Schaj jek kinstleri kompromistscha le bengeha ande dschal, te leskeri kunst vaschoda schaj atschel? O Reinhardt (Reda Kateb) phenel upro phutschajipe ande jek leskere vakeripendar pra piranjaha Louise (Cécile de France): „Me muschikaschi som. Me muschika kerav, ada lek feder dschanav. Ko mre use schunaschtscha hi, nan mro problemo.“
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