Hinweis: Gratisfilm „Desert Inspiration“

Februar 16th, 2018  |  Published in Film & Theater, Internet & Blogothek, Musik

Flimmit-Gratisfilm der WocheDokumentarfilm von Robert Krieg & Monika Nolte
57 Min., D 2015 (DVD erschienen bei W-Film)

Der Dokumentarfilm (mehr hier) ist derzeit noch auf dem öster­rei­chi­schen Streaming­portal Flimmit.at als Gratisfilm der Woche zu sehen. Kosten­lose An­mel­dung genügt. Auf der Website von Lulo Reinhardt, dem Pro­ta­go­nis­ten des Films, heißt es über „Desert Inspi­ra­tion“:

An einem faszinierenden Ort, in einem schönen, ganz aus Lehm erbau­ten Tighremt bei Agdz, einer kleinen Oasen­stadt im Süd­os­ten Marokkos, hat sich seit 2007 ein un­gewöhn­li­ches Musikfest entvwickelt. Unter dem Motto „Trefft Euch!“ spie­len an zwei Tagen Musiker aus Europa mit Ver­tre­tern der Musik der Berber zu­sam­men. Der Höhe­punkt ist die Fusion der aus Europa mit­ge­brach­ten Musik mit dem Rhythmus der Awash-In­ter­preten, die in ihren Gesängen und Tänzen die ur­sprüng­liche Einheit des Men­schen mit der Natur und dem Kos­mos be­schwö­ren.

An diesem Ort, dem Tor zur grenzenlosen Wüste, wird die Relati­vität und End­lich­keit mensch­li­cher Exis­tenz beson­ders spürbar. In der Oase begeg­nen sich drei Men­schen, denen die Her­kunft aus einer noma­di­schen Kultur gemein­sam ist: Der Sinto Lulo Reinhardt, der Berber Cherif El Hamri und die ju­gend­li­che Berberin Fati Ait el Caid. Lulo ver­bindet seine von Sinti Swing, Rumba, Blues und Flamenco inspi­rier­ten Kom­posi­tio­nen mit den hypno­tischen und repe­te­tivven Klängen der Berber-Musik, die in Cherif El Hamri einen ihrer über­zeu­gends­ten Ver­treter ge­fun­den hat. Fati über­setzt für die beiden, wo die univer­sale Sprache der Musik zur Ver­ständi­gung nicht aus­reicht. Sie steht als moderne Jugend­liche zwi­schen der Tradition ihrer berberischen Her­kunft und den Ein­flüssen der west­li­chen Zivilisation. Das Festival hat ihr die Kultur ihrer Vor­fah­ren wieder nahe­gebracht. Aber lässt sich etwas daraus ge­winnen für die eige­ne Zukunft? Muss sie sich nicht den Maß­stäben der westli­chen Zivili­sa­tion an­passen, wenn sie in einer globali­sier­ten, sich ständig ver­ändern­den Welt etwas werden will? Sie und ihre Freunde müs­sen Antworten für ihr per­sön­li­ches Fort­kom­men finden, während bei uns das Un­beha­gen an einer Globalisie­rung wächst, die keine Rück­sicht auf Natur und Umwelt nimmt.

Im Zusammenspiel der spannenden Hauptfiguren, im Rhythmus der Awash-Musik und im Rap der Ju­gend­li­chen bewe­gen sich die Fragen und Ge­spräche. Ein­ge­bet­tet in eine ein­drück­li­che Landschaft for­dert der Film mit seinen Begeg­nun­gen, Bildern und Tönen heraus, sich mit dem noma­di­schen Wissen und Denken aus­einan­der­zu­setzen.

(lulo-reinhardt.de)

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