Geschichte & Gedenken

Papusza – i poetkija le Romendar

März 22nd, 2015  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher

Papusza (Foto: Cinemaxx.de via volksgruppen.orf.at)Papusza ande jek phukajipe o dschivipe la Romengera poetkijatar Bronisława Wajs, savi lakera dajatar vodschi­kan „Papusza“ akardi ol, phukal. Kada i Papusza 1910 andi ost Polnija upro them ali, o Romna angle lake phen­de, „hot oj le cilen­ge baro bari­ka­nipe vaj bari ladsch“ anla. Garude, oj ojs terni tschaj use jek dschi­dov­tschen­geri ken­va­keri bik­nasch­kija te genel taj te pisinel taj o them la poesi­jatar te prin­dscha­rel siklol. Kada oj pal o dujto the­mes­kero habrui le pisi­maschi Jerzy Ficowski resel, odo sora­li­sa­ri­nel la taj phenel lake, hot oj pre poesiji upre te pisi­nel. La­kere verk­tscha phukan pal lakere kiva­nip­tscha taj sune, pal o kami­pe usi natu­ra taj o kiva­nipe pal o khe­tano roasi­nipe. Berscha paloda lakere poesiji andi pol­nischi tschib prik be­schar­de on taj ando pradipe peren. I Papusza upre jef­kar jek prin­dschasch­kija ol. Ham adale prin­dscha­ri­pes­ke oj jek utscho ko­ja pot­schi­nel.

Pa­pusza upri tscha­tschi­kani dschivi­pes­keri histo­rija la erschti poetkijatar le pol­nischi Romen­dar basi­ri­nel. I Joanna taj o Krzysztof Krauze jek poe­tischi, ande schu­kar kale taj parne kipi liker­do film kerde, savo te min­dschart jek epischi his­to­rija­kero pano­rama sikal. Read the rest of this entry »

Nachkriegsjustiz: das Schandurteil von 1956

März 15th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Recht & Gericht

Deutschland: BGH-Präsidentin verurteilt rassistisches SchandurteilDeutschland: Der Bundesgerichtshof distanziert sich erst­mals von einem folgen­schwe­ren Urteil von 1956, das NS-Opfer zu Ver­bre­chern stem­pelte

Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) hat sich ver­gan­ge­nen Don­ners­tag mit deut­li­chen Worten von einem rassistischen Urteil aus dem Jahr 1956 distanziert. Man könne sich für diese Recht­sprechung nur schä­men, erklärte BGH-Prä­si­den­tin Bettina Limperg an­läss­lich eines Besuches im Doku­men­ta­tions­zentrum deut­scher Sinti und Roma. Am 7. Jänner 1956 hatte ein Urteil des Gerichtes Sinti und Roma, die Opfer des NS-Regimes wa­ren, Entschä­di­gungen verwehrt, weil die national­sozia­lis­tische „Zigeuner­verfolgung“ bis 1943 nicht rassistisch moti­viert, son­dern Teil der „üblichen polizei­li­chen Präventiv­maß­nahmen“ zur „Bekämpfung der Zigeuner­plage“ gewe­sen sei. Die Ver­fol­gung und Zwangs­maß­nahmen seien dem­nach lediglich als Instru­mente der Krimi­na­li­täts­bekämpfung zu sehen. In der Urteils­begrün­dung des BGH heißt es unter Ver­weis auf die ver­meint­liche „Eigenart“ dieses Volkes:

Sie neigen, wie die Erfahrung zeigt, zur Kriminalität, beson­ders zu Dieb­stäh­len und Betrü­gerei­en, es fehlen ih­nen viel­fach die sitt­li­chen Antriebe zur Ach­tung von frem­dem Eigen­tum, weil ihnen wie primi­tiven Ur­menschen ein un­ge­hemm­ter Okku­pa­tions­trieb eigen ist.

Zudem rechtfertigte die Nachkriegsjustiz die NS-Po­litik gegen Sinti und Roma mit an­geb­li­chen „militärischen“ Erfor­der­nissen. Zwangs­maß­nah­men gegen die Minder­heit seien nötig gewe­sen, um herum­ziehende „Zigeuner“ daran zu hin­dern, Spionage zu trei­ben.

„Der BGH übernahm damals die Recht­fer­ti­gungs­strategie der National­sozialisten und deren dema­go­gische Hetze“, kriti­sierte Romani Rose, der Vor­sitzende des Zentral­rats der Sinti und Roma, im Oktober auf einer Ver­anstal­tung in Karlsruhe. Read the rest of this entry »

Rupuni medva le Romane vestleriske „Aferim!“

Februar 27th, 2015  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Regiepreis für Aferim in Berlin (Foto: Silviu Ghetie)„Kaj le te hajoas, so le Romenca andi Rumenija kerdo ol, iste pal dikes.“ (Radu Jude)

Ostistiki Europa, 1835. Duj prastartscha ande bareskero than, masch­karut­non andi Valachaj. O haren­gero Costandin taj leskero tschau. Khetan on roden jeke „Zigeuner­sklaven“, savo pre boja­renis­tar naschi gelo taj muguli leskera dschuv­lahi pe te kam­tschahi. Kada o Costandin saki situa­cija godschar vake­ripeha komen­ti­rinel, dikel o tschau palgon­do­lipeha upro vilago. Dro­meske on minden­feli­tike nacijo­na­lite­ten­gere taj min­den­feli­tike patschni­peske manu­schen resen: Turkitike taj rustitike, christen taj dschi­dovtschen, rumenitike taj ungrike. Upre sake riktscha tel dikiptscha del, on gene­racija fi gene­ra­ciji bajder dim on. Taj kada o „Sklave“ Carfin laklo ulo, te akor meg i dromes­keri roas na ar sina.

Jek upre historischi dokumentscha taj dschila paschli parabel pedar o rajipe ande Europa, bar­va­lipe taj hirachija, o söbst- taj o nap­rin­dschardo kipo le flogen­dar, o keripe le tschu­lipenca taj o konflik­tscha , save andar bartschon. Jek balka­nis­kero vestleri ande kalo / parno kipo, savo i kaka­fonija la cajtatar dschiv­don kerel taj i tema­tischi karika dschi andi adive­ses­keri cajt tschalal.

O film, khetan la polnitika produktcijo­naha „Body“, la rupuna medvaha la lek feder reschi­jake pat­jardo ulo.

(Berlinale 2015)

„Zur Endlösung der Täterfrage“

Februar 21st, 2015  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Das neue Stück des Historikerlabors ist der dritte Teil einer Trilogie zum Nationalsozialismus (Foto: Gorki)Berlin: Dokumentartheater zur NS-Geschichte

Historiker und Jugendliche bringen die Ver­fol­gung von Sinti und Roma durch die Nazis auf die Bühne. Origi­nal­texte doku­men­tie­ren den Irrsinn der pseudo­wis­sen­schaft­li­chen Rassen­ideologie.

Tobias Krone/taz: Die Wissenschaftler haben gespro­chen, nun haben ihre Opfer das Wort. Die Jugend­lichen treten vor (…) und begin­nen die schier end­lose Rede der Zeugen, alle­samt Sinti und Roma, die den National­sozia­lis­mus über­lebten. Sie berich­ten: der Sinto Josef Müller, der aus dem Klassen­zimmer zur Zwangs­sterili­sa­tion geführt wird, oder der 15-jäh­rige KZ-Inhaf­tierte Mongo Stojka, der vom Todes­marsch aus Flossen­bürg er­zählt. (…) Aus der Reihe der Erwach­se­nen tritt Beate Niemann: „Einer der Organi­sa­to­ren der Todes­märsche war Bruno Sattler.“ Die kleine, weiß­haarige Frau (…) spricht es sach­lich, und doch ist ihr Blick voll Bewe­gung. Bruno Sattler, Chef der Gestapo in Serbien, ver­ant­wort­lich für die Liqui­die­rung Tau­sen­der Zivi­lis­ten, war ihr Vater.

„Zur Endlösung der Zigeunerfrage“ heißt das neue Theater­projekt des Ber­li­ner Kollek­tivs Historikerlabor. Die Gruppe aus Wis­sen­schaftlerIn­nen und Berliner Ju­gend­lichen hat Quellentexte des Völkermords an den Sinti und Roma er­forscht und bringt diese nun auf die Büh­ne des Max-Planck-Ins­ti­tuts für Wis­sen­schafts­ge­schich­te in Dahlem. Das Pro­jekt ist nicht nur die Auf­ar­bei­tung eines lange igno­rier­ten Ka­pi­tels der NS-Ge­schichte; an die­sem Abend hinter­fragt die Wissen­schaft auch ihre ei­ge­ne Ge­schichte. (…) Auf spie­le­ri­sche Gesten verzich­tet der Ber­li­ner Regisseur Christian Tietz nahe­zu völ­lig. Die Texte sind grau­sam genug, um ein ver­stö­ren­des Theater im Kopf der Zu­schau­erIn­nen zu er­zeu­gen. Und der streng wissen­schaft­liche Zugang der Gruppe ver­stärkt noch das Ent­setzen: Das alles war ganz real. (…)

Lesen Sie bitte den hier nur auszugs­weise wieder­gege­be­nen Ar­ti­kel von Tobias Krone in vol­ler Län­ge auf taz.de.

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„Aferim!“ (Trailer)

Februar 16th, 2015  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Spielfilm, RO / BG / CZ, 2015, 108 min.
Regie: Radu Jude

Mehr hier.

Silberner Bär für Roma-Western „Aferim!“

Februar 16th, 2015  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Regiepreis für Aferim in Berlin (Foto: Silviu Ghetie)„Um zu verstehen, was mit den Roma in Rumänien geschieht, muss man zurückschauen.“ (Radu Jude)

Osteuropa, 1835. Zwei Reiter in steiniger Land­schaft, mit­ten in der Walachei. Es sind der Gendarm Costan­din und sein Sohn. Gemein­sam su­chen sie ei­nen „Zigeuner­sklaven“, der sei­nem Bojaren ent­laufen ist und sogar eine Affäre mit des­sen Frau gehabt haben soll. Wäh­rend der unerschüt­ter­liche Costan­din noch jede Situa­tion mit mun­te­ren Weis­hei­ten kommen­tiert, blickt der Junge eher nach­denk­lich auf die Welt. Auf ihrer Odyssee begeg­nen sie Men­schen unter­schied­licher Natio­na­li­tät und ver­schie­de­nen Glaubens: Türken und Russen, Christen und Juden, Rumänen und Ungarn. Auf allen Seiten gibt es Vor­ur­teile gegen­über den ande­ren, sie wer­den von Gene­ra­tion zu Gene­ra­tion weiter­gege­ben. Auch als der „Sklave“ Carfin gefun­den wird, ist das Aben­teu­er noch längst nicht zu Ende …

Eine auf historischen Dokumen­ten und Liedern beru­hen­de Parabel über das spät­feudale Europa, seine Macht­ver­hält­nisse und Hierarchien, das Selbst- und Fremdbild der Völker, den Umgang mit Minder­heiten und die Konflik­te, die daraus erwach­sen. Ein Balkan­western in Schwarz-Weiß, der die Kako­pho­nie der Zeit leben­dig werden lässt und den thema­ti­schen Bogen bis in un­se­re Gegen­wart schlägt.

(Text: Berlinale 2015)

Spielfilm, ROM / BG / CZ, 2015, 108 min
Regie: Radu Jude

Der Film wurde, gemeinsam mit der polnischen Pro­duk­tion „Body“, mit dem Silbernen Bären für die beste Regie aus­ge­zeich­net. Einige Kriti­ken fin­den Sie hier: Tagesspiegel, rbbWelt, Perlentaucher, Deutschlandradio, The European, FestivalblogReuters, Le Monde

Stimme 93 – Begleitheft zu Romane Thana

Februar 14th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse, Veranstaltungen & Ausstellungen

Stimme 93STIMME Nr. 93/Winter 2014: Das Begleitheft zur Ausstellung: Romane Thana – Orte der Roma und Sinti

Editorial #93:

Mit dieser Stimme-Ausgabe begleiten wir die von der Initiative Minderheiten ge­mein­sam mit dem Romano Centro, dem Wien Museum und dem Burgen­län­di­schen Landesmuseum rea­li­sier­te Ausstellung „Romane Thana – Orte der Roma und Sinti“.

In einem Gasteditorial setzt sich Cornelia Kogoj, Mitkura­torin von „Roma­ne Thana“, mit den gän­gi­gen Reprä­sen­ta­tions­formen der Minder­heiten im musea­len Kontext auseinan­der. Andrea Härle, Ideen­gebe­rin der Aus­stellung und eben­falls Mit­kura­torin, schil­dert die Ent­stehung der Aus­stel­lung und des Erzähl­konzepts: konkrete Orte als Anker, um die Geschichte und Gegen­wart der Roma und Romnja in Österreich zu er­zählen.

Erika Thurner diskutiert die positiven Entwicklungen in Öster­reichs Roma-Politik seit den frü­hen 1980er Jahren, die haupt­säch­lich den Roma-Selbst­organi­sa­tio­nen zu ver­dan­ken sind. In einem zwei­ten Text beschäf­tigt sich Thur­ner mit der national­sozia­lis­ti­schen „Zigeuner“-Ver­fol­gung am Beispiel von Sidonie Adlersburg, ermor­det mit zehn Jahren im KZ Auschwitz.

Entsprechend dem Themenschwerpunkt geht Vida Bakondy in ihrer Kolum­ne ei­nem Telegramm des Außenamtes an die öster­rei­chi­schen diploma­ti­schen Vertretungs­behör­den in Jugoslawien aus dem Jahr 1965 nach: „Erteilet keine SV an Angehörige jugosl. Zigeunergruppen“.

Wie schon bei „Gastarbajteri – 40 Jahre Arbeitsmigration“ im Wien Museum (2004) haben auch dies­mal Personen aus der Community einen Teil der Aus­stel­lungs­beiträge gestal­tet, sind also Autoren und Au­torin­nen ihrer Erzählstationen. Read the rest of this entry »

Gedenksteine in Graz beschädigt

Februar 13th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Stolperstein-TweetAm Mittwoch haben wir via Twitter das Foto eines anschei­nend durch eine Flüs­sig­keit unkennt­lich gemach­ten, stark ver­färb­ten Gedenksteins in Graz publik ge­macht. Die nicht mehr zu ent­zif­fern­de Inschrift erin­nert – direkt vor seinem ehe­ma­ligen Wohn­haus in der Oever­see­gasse im Stadt­teil Gries – an Arnold Körner, der 1939 vor dem NS-Regime flüch­ten musste. Es han­delt sich um einen von bislang 51 Stolpersteinen in der Stadt.

Wenige Stunden nach unse­rem Tweet wurde der Messing­stein von der Polizei, die inzwi­schen über den Vorfall infor­miert worden war, behelfs­mäßig gerei­nigt. An Spuren­sicherung oder Ermitt­lun­gen dachte sie nicht. Read the rest of this entry »

Wien Museum: Romane Thana (ab 12.2.)

Februar 7th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Plakat Romane ThanaRomane Thana. Orte der Roma und Sinti
12. Februar 2015 bis 17. Mai 2015
1040 Wien, Karlsplatz 8

Eine Ausstellung in Kooperation mit Romano Centro, der Initia­tive Minder­heiten sowie dem Burgen­län­di­schen Lan­des­museum

Im Fokus der Ausstellung stehen „Lebensorte“ der Roma und Sinti in Wien und Bur­gen­land. Dazu zählen die seit dem 18. Jahr­hundert beste­hen­den Sied­lungen der Burgenland-Roma, tra­ditio­nelle Plätze in Wien, aber auch die Orte, die über die lange Ver­fol­gungs­geschichte und den NS-Völkermord erzäh­len, wie Lackenbach, Auschwitz oder Łódź.

Die Aus­stel­lung will über gän­gige Klischees (Nicht­sess­haftig­keit, Bettelei …) und über die lange Geschichte der Ver­fol­gung auf­klären. In den Jahren der national­sozia­lis­ti­schen Herr­schaft wurden unter star­ker Beteiligung lokaler Behör­den geschätzte 90% der öster­rei­chi­schen Roma und Sinti in den Kon­zentra­tions- und Ver­nich­tungs­lagern ermor­det. Die wenigen Über­leben­den stan­den bei ihrer Rückkehr nicht nur vor dem Nichts, der Aus­löschung ihrer Sied­lungen, son­dern waren neuer­lich rassis­ti­schen Vor­urtei­len aus­gesetzt. So erhiel­ten viele erst sehr spät den ihnen zuste­hen­den Opfer­schutz, nicht zuletzt, weil sie durch Gesetze und Behörden syste­ma­tisch benach­teiligt wurden. Dieser Teil der Geschichte der Roma und Sinti ist „gut“ doku­men­tiert, aber haupt­säch­lich in dem Sinn, als sie Objekte der Beobachtung seitens Politik und Behör­den waren. Gesetzes­texte, Polizei- und Gestapo­fotografien, anthropo­metri­sche Ver­mes­sun­gen durch die NS-Rassen­hygiene oder zyni­sche Ableh­nungen von Opfer­für­sorge­ansuchen sind beredte Zeug­nisse.

Das andere starke Motiv der Auseinandersetzung mit Roma und Sinti lässt sich auf den Exotismus des 19. Jahr­hundert zurück­führen, wo eben­falls stark stereo­typisiert, ihr angeb­lich freies Leben, ihre Erotik und Musika­lität in diver­sen Bild­medien und -genres inten­siv dar­gestellt wurde.

Ab­seits dieser star­ken Zuschreibungen, der offen feind­li­chen und der exoti­sie­ren­den, ist es das Ziel der Aus­stel­lung, gerade über Eigen­zeug­nisse von Roma und Sinti die Fra­ge von „Normalität“ zu disku­tie­ren, auch Geschich­ten geglück­ter Integra­tion und gesell­schaft­li­cher Anerken­nung auf­zu­spüren und dar­zu­stellen. 
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20 Jahre Attentat in Oberwart (4.2.1995)

Februar 4th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken

Zur Erinnerung an Oberwart, Marika Schmiedt

Grafik von Marika Schmiedt

„Was bleibt“ – Ausstellung im DÖW (ab 12.2.)

Februar 2nd, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Amalia Horvath, die Großmutter von Marika Schmiedt, wurde am 8. Juni 1942 im Alter von 33 Jahren ermordet.Was bleibt. Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit

Marika Schmiedt – Eröffnung der Son­der­aus­stel­lung im DÖW am 12. Februar 2015

Begrüßung: Dr. Gerhard Baumgartner, Wissen­schaft­li­cher Leiter des DÖW | Karl Ferdinand Kratzl inter­pre­tiert Texte der Künst­le­rin und liest aus dem gleich­na­mi­gen Katalog.

Vor 1938 lebten rund 11.000 bis 12.000 Roma und Sinti in Öster­reich. Ihre Ver­fol­gung begann un­mittel­bar nach der Macht­über­nahme durch die Nationalsozialisten. Bis 1945 wurden annä­hernd 90 Prozent der öster­rei­chi­schen Roma und Sinti, 9500 Männer, Frauen und Kinder, in den Kon­zentra­tions- und Ver­nich­tungs­lagern er­mordet.

Marika Schmiedt, 1966 im oberösterreichi­schen Traun gebo­ren, ist bildende Künstlerin, Aktivistin und Filmemacherin in Wien. Seit vielen Jahren be­schäf­tigt sie sich mit der Situa­tion der Roma vor und nach 1945 auch in ihrer künstle­ri­schen Arbeit. Viele Ver­wandte von Schmiedt wur­den ermor­det, ihre Mutter über­lebte in Pflege­fami­lien und Heimen.

Marika Schmiedt recherchierte jahrelang in Gedenkstätten, Archiven und Ämtern in ganz Öster­reich und Deutsch­land. Sie durch­fors­tete Trans­port­listen, Häftlings­listen, Todes­anzeigen, Karteien aller Art, Polizei­protokolle, Geburts- und Sterbe­matriken­einträge, Opfer­für­sorge­akten. Stück für Stück rekonstru­ierte sie die Geschichte ihrer Familie. In den Akten fand sie die ein­zi­gen Fotos, die sie bis heute von ihrer Großmutter Amalia Horvath besitzt: auf­genom­men von den Mördern im KZ Ravensbrück. Es ent­stand eine Ausstellung, in der auch die Aus­wir­kun­gen der Ver­fol­gung auf die nach­fol­gen­den Generationen sicht­bar werden.

Eintritt frei!

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I AS-Roma-Dekada

Januar 9th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Sport, dROMa (Magazin)

Helden aus der Wart: 1. AS RomaO schtirmertscha sik sar i bavlal, pakista­ni­schi leg­ijo­ner­tscha taj lob­da­keri fa­mi­li­ja, savi min­dig pa­lo team ter-dscho­la­hi: o desch­ber­schen­gero le ersch­ti austri­ti­ke Ro­men­ge­re lob­da­ke­re teamis­tar an­do cajta­ke­ro na­schi­pe

Le Michael Woggistar

(Andar: dROMa 34, Sommer | Linaj 2012, S. 16-19 (Themenheft: Sport | Schpurt)

O keripe le „Farajnistar Roma“ ando juli 1989 ojs erschti dikipes­kero cajchen la eman­ci­pac­jo­na­tar le Romen­dar andar o Bur­gen­land hi, taj palo­da o Roma jek aktivi khe­ta­ni­pes­kero taj kultu­reli than ando Bur­gen­land lakle. Butvar ando sudi­ti­ko Burgen­land, bari­ka­no sina te o keripe jeke dujte kojes­tar, savo o mici­nipe prik lija taj meg sora­le­der kertscha: o AS Roma. Ando juli 1990 o nevo lob­da­kero khe­lipes­kero klub Erbate pro erschti khe­lipe kertscha. Gejng o team Etagencafé na­schade 1:2. Kekaj but dsche­ne odoj sina, taj tel lendar igen but dschuv­lane.

„So kameha“, phenel o Marton Horvath, „amen pantsch lob­da­schen­ca taj schov na lob­da­schen­ca kheltscham.“ O Mar­ton usar ada erschti khe­lipe dschi uso lejcti ando bersch 2000 o tre­neri sina. Desch ber­scha sora­le vaha vo­dintscha ov o bari­kano Romen­gero team: „Te ov valaso phen­lahi, akor niko na vaker­lahi pal“, phenel les­kero tschau Martin, savo palo­da ojs lek ter­ne­der khe­la­schi 13 ber­schen­ca uso team use sina. Marton: „Amen dujvar ando kurko tre­ni­rina­hahi, sakor kurko, bisch dsche­ne.“ But len­dar Betschis­te butscha­li­nahi vaj avre tha­neske – odo ham na ker­lahi nischta: Kur­kes­ke treni­rim vaj khel­do ov­lahi, te an­do dschend andi hala.

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Die AS-Roma-Dekade

Januar 9th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Sport, dROMa (Magazin)

Spieler und Fans: 1. AS RomaPfeilschnelle Stürmer, pakista­ni­sche Legio­näre und eine treue Fan­familie: das Jahr­zehnt der ers­ten Roma-Fußball­mann­schaft Öster­reichs im Zeit­raffer

(erschienen in: dROMa 34, Sommer | Linaj 2012)

Von Michael Wogg

Die Gründung des „Verein Roma“ im Juli 1989 gilt als ers­tes weit­hin sicht­bares Zeichen der Eman­zipa­tion der Burgen­land-Roma; in der Folge haben die Roma zu einer akti­ven gesell­schaft­li­chen und kultu­rel­len Rolle im Burgen­land ge­fun­den. Zumin­dest im Süd­burgen­land ähn­lich wichtig war die Schaf­fung eines zweiten Stand­beins, das den Schwung aus der Auf­bruch­stim­mung auf­nahm und nach­haltig ver­stärkte: des AS Roma. Das erste Match dieses neuen Fußball­klubs fand im Juli 1990 in Oberwart statt. Gegen die Mann­schaft Etagencafé verlor die Roma-Truppe mit 1:2. Trotz der Unterstüt­zung vieler, zumal weib­li­cher Fans.

„Was willst du“, sagt Marton Horvath, „wir haben gespielt mit fünf Fuß­ballern und sechs Nicht­fuß­bal­lern.“ Marton war von diesem ers­ten Spiel an bis zum letz­ten im Jahr 2000 Trainer des Teams. Zehn Jahre lang lenkte er die legen­däre Roma-Mann­schaft mit stren­ger Hand: „Wenn er was gesagt hat, hat keiner zurück­geredet“, bestä­tigt sein Sohn Martin, der später als jüngs­ter Spieler im zarten Alter von 13 Jahren ins Team ein­gestie­gen war. Marton: „Wir haben zweimal die Woche trai­niert, jede Woche, 20 Leute.“ Viele arbei­te­ten in Wien am Bau oder sonst wo – egal: Am Wochen­ende wurde trai­niert und gespielt, auch im Winter in der Halle.

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„Er hatte nur das Publikum“

Dezember 18th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Literatur & Bücher, Sport

Deutscher Meistertaz.de: Er war Sinto, Profiboxer, Frauenschwarm und NS-Opfer. Stephanie Bart hat ei­nen Roman über Johann „Rukelie“ Trollmann ge­schrie­ben – und zeigt, wie er po­pu­lär wer­den konnte.

taz: Frau Bart, Ihr Roman handelt von Johann „Rukelie“ Troll­mann, einem Profi­boxer, der sehr popu­lär war, der 1933 Deutscher Meister wur­de und den die Nazis im KZ er­mor­de­ten. Wie wurde ein Sinto-Boxer zum Star?
Stephanie Bart: Seine besondere Qualität war, dass er ein charisma­ti­scher Mensch war. Der kam in den Ring, winkte kurz mit der Hand – und alle fan­den es toll und waren ent­zückt. Wenn unser­eins kurz mit der Hand winkte, wür­de man daran nichts Tolles fin­den. Außer­dem sah er gut aus, das hilft na­tür­lich auch.

Er galt als eleganter Boxer.
Ja, wobei bemerkenswert ist, dass solche Boxer wie er, die sehr tech­nisch geboxt ha­ben, in der Box­sport­ge­schichte zwar oft erfolg­reich waren, aber nicht ge­liebt wur­den. Das Pub­li­kum will harte Kämpfe, will Blut sehen. Troll­mann aber hat tech­nisch ge­boxt, und die Leute fan­den ihn trotz­dem gut. Er hat es also ver­stan­den, einen unpopu­lären Stil popu­lär zu machen.

Warum war dieser einzigartige Boxer, als den Sie ihn be­schrei­ben, über Jahr­zehnte ver­gessen?
Weil das nationalsozialistische Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 bruch­los fort­geführt wurde. Read the rest of this entry »

3,8 mil. digitali Romengere archiviske

Dezember 9th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Kunst & Fotografie

Deutschland: Kulturstiftung des BundesAnde jek baro internacijonali kopera­cija­kero pro­jekto kamla i kultu­ra­keri schtif­tung le bun­desis­tar jek digi­tali archiv le dscha­ni­pestar la kultu­ra­tar taj kuns­ta­tar le taj pedar o Sinti taj Roma andi europa te ent­vik­li­nel. Vodim infor­maci­jatar- taj kul­tura­kere mula­tintscha­gen­dar ando ber­scha 2015 dschi 2019 jek inter­naci­jo­nali khe­tan kedipe kuns­ta­tar andar o min­den­feli­tike koji khetan ke­dim on.

Oj duach historischi taj privati doku­mentscha, savi i historija taj i adi­veses­keri cajt le Sinti­jendar taj Romen­dar phu­kan, sar te upre visen­schoft­lichi posi­ci­jontscha arbul­hardo lo te ol. Afka o schel- ber­schen­gero phuro bar­va­lipe use jek dschiv­de kuns­ta­kere taj kultu­reli pro­dukci­jont­scha le pra­di­peske prado te ol, savi te igen sorale la europ­tika histo­riha phandli hi. 3,8 mili­jontscha euro va­sche otscha dim on.

Cilon otscha dija o schtiftungakero rot la kulturakera schtiftungatar use pro khetan beschipe 23,6 milijontscha euro neve kultureli keripenge, telende but musejumiskere projektscha.

(dROMa, prik bescharipe: Josef Schmidt)

Opferkonkurrenzen – Vortrag von Karola Fings

Dezember 8th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Karola Fings bei einem Vortrag über den NS-Genozid an Roma in Rumänien und in der Ukraine, Berlin 2014 (Foto: Stiftung EVZ)Opferkonkurrenzen – Debatten um den Völkermord an den Sinti und Roma

Simon Wiesenthal Lecture: Karola Fings

Moderation: Éva Kovács (VWI)
Datum: 11. Dezember 2014, 18:30 Uhr
Ort: Haus-, Hof- und Staatsarchiv,
Dachfoyer 
Minoritenplatz 1, 1010 Wien

1992 beschloss die Regierung der Bundes­republik Deutschland, den Opfern des Völ­ker­mor­des an den Sinti und Roma ein eige­nes Denkmal zu wid­men. Mitten in Berlin, nahe des ehe­ma­li­gen Reichs­tags­ge­bäu­des, wurde im Okto­ber 2012 das von dem Künstler Dani Karavan gestal­tete Denkmal für die im National­sozia­lis­mus ermor­deten Sinti und Roma Europas ein­ge­weiht. Die zwan­zig­jäh­rige Pla­nungs- und Bau­phase war beglei­tet von Diskus­sionen über den Stellenwert der NS-Ver­fol­gung von „Zigeunern“ im Ver­gleich zum Holo­caust. Als Höhe­punkt gilt die publi­zis­tisch aus­getra­gene Kontro­verse zwi­schen Yehuda Bauer, damals Leiter der Inter­natio­nal School for Holocaust Studies in Yad Vashem, und Romani Rose, dem Vor­sitzen­den des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma.

In dem Vortrag werden die Debatten vor dem Hinter­grund neue­rer For­schungs­ergeb­nis­se zum Völkermord an den Sinti und Roma kri­tisch reflek­tiert.

Karola Fings ist Historikerin, stellvertre­tende Direk­torin des NS-Doku­men­tations­zentrums der Stadt Köln und Lehr­beauf­tragte an der Universität zu Köln. Sie promo­vierte 2002 an der Heinrich-Heine-Uni­ver­sität Düsseldorf mit ihrer Studie Krieg, Gesell­schaft und KZ. Himmlers SS-Bau­brigaden. Seit mehr als zwei Jahr­zehnten forscht, publiziert und lehrt sie über die NS-Ver­folgung von Sinti und Roma. Read the rest of this entry »

3,8 Mio. für digitales Roma-Archiv

Dezember 3rd, 2014  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Kunst & Fotografie

Deutschland: Kulturstiftung des BundesIn einem großen internationalen Kooperationsprojekt will die Kulturstiftung des Bundes ein digitales Archiv des Wissens der Kultur und der Künste von und über Sinti und Roma in Europa ent­wickeln, das diese ver­ant­wort­lich mit­gestal­ten. Beglei­tet von Infor­ma­tions- und Kultur­ver­anstaltungen wird in den Jah­ren 2015 bis 2019 eine inter­natio­nale Sammlung von Kunst aus al­len Spar­ten zu­sam­men­ge­tra­gen. Sie soll durch zeit­geschicht­liche und private Dokumente, die die Geschichte und Gegen­wart der Sinti und Roma er­zäh­len, sowie wissen­schaft­liche Posi­tio­nen er­wei­tert wer­den. Damit soll der Reich­tum einer jahr­hun­derte­alten und bis in die Gegen­wart überaus leben­digen künstle­ri­schen und kul­turel­len Pro­duk­tion öffent­lich zu­gäng­lich ge­macht wer­den, die eng mit der euro­päi­schen ver­woben ist. 3,8 Mil­lio­nen Euro wer­den dafür bereit­gestellt.

Insgesamt vergab der Stiftungsrat der Kulturstiftung bei seiner jüngs­ten Sitzung 23,6 Mil­lio­nen Euro für neue kultu­relle Vor­haben, darun­ter meh­re­re Museums­projekte.

(Text: Kulturstiftung-des-Bundes)

Gejng i Roma-diskriminacija pe te terdscharel

November 26th, 2014  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland: 17.11.2014 (on demand)

Gedenkstein in Goberling (Foto: volksgruppen.orf.at)O anticiganismus le rasismus gejng o ojs „Zigeuner“ iden­ti­fi­ci­ri­me avre dsche­ne aka­rel, but­var Roma taj Sinti. Anti­ci­ga­nis­ti­schi ste­rejo­tip­tscha bul­he taj but­var te igen phure hi. Adi o ste­rejo­tip­tscha ande but sako dive­ses­kere de­batscha, pasche i fo­ros­keri po­li­tik, vasch so­cijali tscha­tschip­tscha taj bu­teder avre koji, te la­kel hi. O anti­ci­ga­nis­mus but­var na ojs rasis­ti­schi konstruk­ci­jona prin­dschar­do ol, but man­sucha patschan, hot vala­so pedar o Roma taj o Sinti taj len­gero dschi­vipe, dschanen.

So hi anticiganismus taj so schaj gejng oda keras?

Adale phutschajipeha jek workshop la Selena Sika­di­pes­kera Verksch­to­ta­tar andi khe­tani buti le Faraj­niha Karika andar i Erba taj trener­ki­jenca andar o Romano Centro andar Betschi ando Kher la Flogo­skera Kul­tu­ratar andi Uprutni Schica, tel liker­do ulo. Ada work­shop sen­si­bi­li­si­ri­nel le anti­ciga­nis­ti­schi ste­rejo­tip­tscheng taj sikal, sar odo­la vir­kinen taj sar on de­kon­struk­tivi schaj on. Pedar oda ari, dscha­nipe usi his­to­rija le Romen­dar taj Sin­tijen­dar taj pedar len­gere dschi­vi­pes­kere situa­cija an­di Austrija, prik dim ulo.

Goblina: Gondolipeskero bar le Romenge

„Andi cajt le nacijonalsocijalismusis­tar but ese­ri Roma mur­darde ule. Cile sid­lungtscha put­rim ule. Afka te oja Gobli­nate“, phenel o histo­ri­keri Gerhard Baumgartner. „Meg ando 1940te ber­scha va­lami 120 Roma andi sid­lung dschivnahi. But adale manu­schen­dar ando dom­bos­kero bau­ni­nipe butscha­linahi“, afka o Baum­gartner bajder. Read the rest of this entry »

Romafeindlichkeit entgegentreten

November 23rd, 2014  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland: 17.11.2014 (on demand)

Verein Karika in OberwartAntiziganismus bezeichnet Rassismus ge­gen als „Zigeuner“ fremd­iden­ti­fi­zier­te Per­so­nen, ins­beson­dere Roma und Sinti. Anti­ziga­nis­ti­sche Stereotype sind weit ver­brei­tet und teil­weise sehr alt. Heute durch­zie­hen Stereo­type viele tagespolitische De­bat­ten, rund um Stadt­politik, sozia­le Rechte und mehr. Anti­ziga­nis­mus wird häufig nicht als rassis­ti­sche Konstruk­tion erkannt, viele Men­schen glauben, etwas über Roma und Sinti und deren Lebens­weisen zu wissen.

Was ist Antiziganismus und wie können wir ihn bekämpfen?

Mit dieser Frage wurde ein Workshop von der Grünen Bildungswerkstatt in Zusam­men­arbeit mit dem Verein Karika aus Oberwart und Trai­nerin­nen vom Romano Centro aus Wien im Haus der Volkskultur in Oberschützen (Be­zirk Oberwart) ab­ge­hal­ten. Dieser Work­shop sensi­bili­sierte für anti­ziga­nis­ti­sche Stereo­type und zeigte, wie sie wir­ken und wie sie dekonstruiert wer­den können. Darüber hinaus wurde Wissen zur Ge­schichte der Roma und Sinti sowie zu de­ren Lebens­situa­tio­nen in Österreich ver­mittelt.

Goberling: Gedenkstätte für Roma

„In der Zeit des Nationalsozialismus sind tausende Roma ermordet worden. Ganze Siedlungen wurden ausgelöscht. So auch jene in Goberling (Anm.: im Bezirk Oberwart)“, sagt der Historiker Gerhard Baumgartner. Noch in den 1940er Jahren hätten rund 120 Roma in der Siedlung gelebt. Sehr viele dieser Menschen seien im Bergbau beschäftigt gewesen, so Baumgartner weiter. Auf Initiative des Ortsvorstehers Hans Bieler wurde neben der Goberlinger Kirche vor kurzem ein Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Read the rest of this entry »

Sikavipe le Romendar andi fotografija

November 5th, 2014  |  Published in Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland: 27.10.2014 (on demand)

Roma-Siedlung im Burgenland (Foto: Bgld. Landesarchiv, via volksgruppen.orf.at)Na del nisaj schuscho, jekoschno dikipe. Sako dikipe papal jek kheta­ni­pes­keri forma sikal. O dikipe upro ojs „Zigeuner“ diskri­mi­niri­mo Sintijen­gero taj Romen­gero tschulipe, ando 19to schel­ber­schen­gero but irini­pes­kere redi duach naschtscha, savo pe ando fesch­time taj fotogra­fi­rime kipi ada­la peri­jo­datar sikal.

Sikavipe taj esbe lipe

„Ando oja cajt but neve konvencijon­tscha ari an, save o sika­vipe taj o esbe lipe le Sinti­jen­dar taj Ro­medar, ando cile dschi­vi­pes­kere falati dschi adi vodinen“, phenel o histo­rikeri Gerhard Baumgartner. „Te o afka akar­de ‚Zigeuner­fotogra­fiji‘ andar o phuro 19to taj aguno 20to schel­ber­schen­gero nan tschak objek­tivi dikiptscha jeka imar fageli cajta­tar, on te o resul­tato jeke kon­dicijo­ni­rime, rajipes­kere taj kate­go­ri­siri­me diki­pes­tar upre aja pol­ga­ren­geri grupn hi“, afka o Baum­gart­ner bajder.

Adala fotografiji andi erschti rik usi ilustra­cijo­na la haren­gera butja­tar taj la doku­men­ta­cija­ke le rajipes­tar taj la kontro­latar pedar o Sinti taj Roma duach o birov­tscha­ge dijanin­lahi. Kaj o haren­gere taj o favoj­ti­ni­pes­kere but­schasch­tscha o cile 130 „Zigeu­ner­sidlung­tscha“ le Bur­gen­landis­tar ojs than la krimi­nali­teta­tar dikna­hi, len­gere dschene tschin­gerde taj tschore sikade ovnahi: Read the rest of this entry »