Geschichte & Gedenken
März 22nd, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher
Papusza ande jek phukajipe o dschivipe la Romengera poetkijatar Bronisława Wajs, savi lakera dajatar vodschikan „Papusza“ akardi ol, phukal. Kada i Papusza 1910 andi ost Polnija upro them ali, o Romna angle lake phende, „hot oj le cilenge baro barikanipe vaj bari ladsch“ anla. Garude, oj ojs terni tschaj use jek dschidovtschengeri kenvakeri biknaschkija te genel taj te pisinel taj o them la poesijatar te prindscharel siklol. Kada oj pal o dujto themeskero habrui le pisimaschi Jerzy Ficowski resel, odo soralisarinel la taj phenel lake, hot oj pre poesiji upre te pisinel. Lakere verktscha phukan pal lakere kivaniptscha taj sune, pal o kamipe usi natura taj o kivanipe pal o khetano roasinipe. Berscha paloda lakere poesiji andi polnischi tschib prik bescharde on taj ando pradipe peren. I Papusza upre jefkar jek prindschaschkija ol. Ham adale prindscharipeske oj jek utscho koja potschinel.
Papusza upri tschatschikani dschivipeskeri historija la erschti poetkijatar le polnischi Romendar basirinel. I Joanna taj o Krzysztof Krauze jek poetischi, ande schukar kale taj parne kipi likerdo film kerde, savo te mindschart jek epischi historijakero panorama sikal. Read the rest of this entry »
März 15th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Recht & Gericht
Deutschland: Der Bundesgerichtshof distanziert sich erstmals von einem folgenschweren Urteil von 1956, das NS-Opfer zu Verbrechern stempelte
Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) hat sich vergangenen Donnerstag mit deutlichen Worten von einem rassistischen Urteil aus dem Jahr 1956 distanziert. Man könne sich für diese Rechtsprechung nur schämen, erklärte BGH-Präsidentin Bettina Limperg anlässlich eines Besuches im Dokumentationszentrum deutscher Sinti und Roma. Am 7. Jänner 1956 hatte ein Urteil des Gerichtes Sinti und Roma, die Opfer des NS-Regimes waren, Entschädigungen verwehrt, weil die nationalsozialistische „Zigeunerverfolgung“ bis 1943 nicht rassistisch motiviert, sondern Teil der „üblichen polizeilichen Präventivmaßnahmen“ zur „Bekämpfung der Zigeunerplage“ gewesen sei. Die Verfolgung und Zwangsmaßnahmen seien demnach lediglich als Instrumente der Kriminalitätsbekämpfung zu sehen. In der Urteilsbegründung des BGH heißt es unter Verweis auf die vermeintliche „Eigenart“ dieses Volkes:
Sie neigen, wie die Erfahrung zeigt, zur Kriminalität, besonders zu Diebstählen und Betrügereien, es fehlen ihnen vielfach die sittlichen Antriebe zur Achtung von fremdem Eigentum, weil ihnen wie primitiven Urmenschen ein ungehemmter Okkupationstrieb eigen ist.
Zudem rechtfertigte die Nachkriegsjustiz die NS-Politik gegen Sinti und Roma mit angeblichen „militärischen“ Erfordernissen. Zwangsmaßnahmen gegen die Minderheit seien nötig gewesen, um herumziehende „Zigeuner“ daran zu hindern, Spionage zu treiben.
„Der BGH übernahm damals die Rechtfertigungsstrategie der Nationalsozialisten und deren demagogische Hetze“, kritisierte Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats der Sinti und Roma, im Oktober auf einer Veranstaltung in Karlsruhe. Read the rest of this entry »
Februar 27th, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
„Kaj le te hajoas, so le Romenca andi Rumenija kerdo ol, iste pal dikes.“ (Radu Jude)
Ostistiki Europa, 1835. Duj prastartscha ande bareskero than, maschkarutnon andi Valachaj. O harengero Costandin taj leskero tschau. Khetan on roden jeke „Zigeunersklaven“, savo pre bojarenistar naschi gelo taj muguli leskera dschuvlahi pe te kamtschahi. Kada o Costandin saki situacija godschar vakeripeha komentirinel, dikel o tschau palgondolipeha upro vilago. Dromeske on mindenfelitike nacijonalitetengere taj mindenfelitike patschnipeske manuschen resen: Turkitike taj rustitike, christen taj dschidovtschen, rumenitike taj ungrike. Upre sake riktscha tel dikiptscha del, on generacija fi generaciji bajder dim on. Taj kada o „Sklave“ Carfin laklo ulo, te akor meg i dromeskeri roas na ar sina.
Jek upre historischi dokumentscha taj dschila paschli parabel pedar o rajipe ande Europa, barvalipe taj hirachija, o söbst- taj o naprindschardo kipo le flogendar, o keripe le tschulipenca taj o konfliktscha , save andar bartschon. Jek balkaniskero vestleri ande kalo / parno kipo, savo i kakafonija la cajtatar dschivdon kerel taj i tematischi karika dschi andi adiveseskeri cajt tschalal.
O film, khetan la polnitika produktcijonaha „Body“, la rupuna medvaha la lek feder reschijake patjardo ulo.
(Berlinale 2015)
Februar 21st, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
Berlin: Dokumentartheater zur NS-Geschichte
Historiker und Jugendliche bringen die Verfolgung von Sinti und Roma durch die Nazis auf die Bühne. Originaltexte dokumentieren den Irrsinn der pseudowissenschaftlichen Rassenideologie.
Tobias Krone/taz: Die Wissenschaftler haben gesprochen, nun haben ihre Opfer das Wort. Die Jugendlichen treten vor (…) und beginnen die schier endlose Rede der Zeugen, allesamt Sinti und Roma, die den Nationalsozialismus überlebten. Sie berichten: der Sinto Josef Müller, der aus dem Klassenzimmer zur Zwangssterilisation geführt wird, oder der 15-jährige KZ-Inhaftierte Mongo Stojka, der vom Todesmarsch aus Flossenbürg erzählt. (…) Aus der Reihe der Erwachsenen tritt Beate Niemann: „Einer der Organisatoren der Todesmärsche war Bruno Sattler.“ Die kleine, weißhaarige Frau (…) spricht es sachlich, und doch ist ihr Blick voll Bewegung. Bruno Sattler, Chef der Gestapo in Serbien, verantwortlich für die Liquidierung Tausender Zivilisten, war ihr Vater.
„Zur Endlösung der Zigeunerfrage“ heißt das neue Theaterprojekt des Berliner Kollektivs Historikerlabor. Die Gruppe aus WissenschaftlerInnen und Berliner Jugendlichen hat Quellentexte des Völkermords an den Sinti und Roma erforscht und bringt diese nun auf die Bühne des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Dahlem. Das Projekt ist nicht nur die Aufarbeitung eines lange ignorierten Kapitels der NS-Geschichte; an diesem Abend hinterfragt die Wissenschaft auch ihre eigene Geschichte. (…) Auf spielerische Gesten verzichtet der Berliner Regisseur Christian Tietz nahezu völlig. Die Texte sind grausam genug, um ein verstörendes Theater im Kopf der ZuschauerInnen zu erzeugen. Und der streng wissenschaftliche Zugang der Gruppe verstärkt noch das Entsetzen: Das alles war ganz real. (…)
Lesen Sie bitte den hier nur auszugsweise wiedergegebenen Artikel von Tobias Krone in voller Länge auf taz.de.
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Februar 16th, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
Spielfilm, RO / BG / CZ, 2015, 108 min.
Regie: Radu Jude
Mehr hier.
Februar 16th, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
„Um zu verstehen, was mit den Roma in Rumänien geschieht, muss man zurückschauen.“ (Radu Jude)
Osteuropa, 1835. Zwei Reiter in steiniger Landschaft, mitten in der Walachei. Es sind der Gendarm Costandin und sein Sohn. Gemeinsam suchen sie einen „Zigeunersklaven“, der seinem Bojaren entlaufen ist und sogar eine Affäre mit dessen Frau gehabt haben soll. Während der unerschütterliche Costandin noch jede Situation mit munteren Weisheiten kommentiert, blickt der Junge eher nachdenklich auf die Welt. Auf ihrer Odyssee begegnen sie Menschen unterschiedlicher Nationalität und verschiedenen Glaubens: Türken und Russen, Christen und Juden, Rumänen und Ungarn. Auf allen Seiten gibt es Vorurteile gegenüber den anderen, sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Auch als der „Sklave“ Carfin gefunden wird, ist das Abenteuer noch längst nicht zu Ende …
Eine auf historischen Dokumenten und Liedern beruhende Parabel über das spätfeudale Europa, seine Machtverhältnisse und Hierarchien, das Selbst- und Fremdbild der Völker, den Umgang mit Minderheiten und die Konflikte, die daraus erwachsen. Ein Balkanwestern in Schwarz-Weiß, der die Kakophonie der Zeit lebendig werden lässt und den thematischen Bogen bis in unsere Gegenwart schlägt.
(Text: Berlinale 2015)
Spielfilm, ROM / BG / CZ, 2015, 108 min
Regie: Radu Jude
Der Film wurde, gemeinsam mit der polnischen Produktion „Body“, mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. Einige Kritiken finden Sie hier: Tagesspiegel, rbb, Welt, Perlentaucher, Deutschlandradio, The European, Festivalblog, Reuters, Le Monde
Februar 14th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Medien & Presse, Veranstaltungen & Ausstellungen
STIMME Nr. 93/Winter 2014: Das Begleitheft zur Ausstellung: Romane Thana – Orte der Roma und Sinti
Editorial #93:
Mit dieser Stimme-Ausgabe begleiten wir die von der Initiative Minderheiten gemeinsam mit dem Romano Centro, dem Wien Museum und dem Burgenländischen Landesmuseum realisierte Ausstellung „Romane Thana – Orte der Roma und Sinti“.
In einem Gasteditorial setzt sich Cornelia Kogoj, Mitkuratorin von „Romane Thana“, mit den gängigen Repräsentationsformen der Minderheiten im musealen Kontext auseinander. Andrea Härle, Ideengeberin der Ausstellung und ebenfalls Mitkuratorin, schildert die Entstehung der Ausstellung und des Erzählkonzepts: konkrete Orte als Anker, um die Geschichte und Gegenwart der Roma und Romnja in Österreich zu erzählen.
Erika Thurner diskutiert die positiven Entwicklungen in Österreichs Roma-Politik seit den frühen 1980er Jahren, die hauptsächlich den Roma-Selbstorganisationen zu verdanken sind. In einem zweiten Text beschäftigt sich Thurner mit der nationalsozialistischen „Zigeuner“-Verfolgung am Beispiel von Sidonie Adlersburg, ermordet mit zehn Jahren im KZ Auschwitz.
Entsprechend dem Themenschwerpunkt geht Vida Bakondy in ihrer Kolumne einem Telegramm des Außenamtes an die österreichischen diplomatischen Vertretungsbehörden in Jugoslawien aus dem Jahr 1965 nach: „Erteilet keine SV an Angehörige jugosl. Zigeunergruppen“.
Wie schon bei „Gastarbajteri – 40 Jahre Arbeitsmigration“ im Wien Museum (2004) haben auch diesmal Personen aus der Community einen Teil der Ausstellungsbeiträge gestaltet, sind also Autoren und Autorinnen ihrer Erzählstationen. Read the rest of this entry »
Februar 13th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Am Mittwoch haben wir via Twitter das Foto eines anscheinend durch eine Flüssigkeit unkenntlich gemachten, stark verfärbten Gedenksteins in Graz publik gemacht. Die nicht mehr zu entziffernde Inschrift erinnert – direkt vor seinem ehemaligen Wohnhaus in der Oeverseegasse im Stadtteil Gries – an Arnold Körner, der 1939 vor dem NS-Regime flüchten musste. Es handelt sich um einen von bislang 51 Stolpersteinen in der Stadt.
Wenige Stunden nach unserem Tweet wurde der Messingstein von der Polizei, die inzwischen über den Vorfall informiert worden war, behelfsmäßig gereinigt. An Spurensicherung oder Ermittlungen dachte sie nicht. Read the rest of this entry »
Februar 7th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Romane Thana. Orte der Roma und Sinti
12. Februar 2015 bis 17. Mai 2015
1040 Wien, Karlsplatz 8
Eine Ausstellung in Kooperation mit Romano Centro, der Initiative Minderheiten sowie dem Burgenländischen Landesmuseum
Im Fokus der Ausstellung stehen „Lebensorte“ der Roma und Sinti in Wien und Burgenland. Dazu zählen die seit dem 18. Jahrhundert bestehenden Siedlungen der Burgenland-Roma, traditionelle Plätze in Wien, aber auch die Orte, die über die lange Verfolgungsgeschichte und den NS-Völkermord erzählen, wie Lackenbach, Auschwitz oder Łódź.
Die Ausstellung will über gängige Klischees (Nichtsesshaftigkeit, Bettelei …) und über die lange Geschichte der Verfolgung aufklären. In den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft wurden unter starker Beteiligung lokaler Behörden geschätzte 90% der österreichischen Roma und Sinti in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet. Die wenigen Überlebenden standen bei ihrer Rückkehr nicht nur vor dem Nichts, der Auslöschung ihrer Siedlungen, sondern waren neuerlich rassistischen Vorurteilen ausgesetzt. So erhielten viele erst sehr spät den ihnen zustehenden Opferschutz, nicht zuletzt, weil sie durch Gesetze und Behörden systematisch benachteiligt wurden. Dieser Teil der Geschichte der Roma und Sinti ist „gut“ dokumentiert, aber hauptsächlich in dem Sinn, als sie Objekte der Beobachtung seitens Politik und Behörden waren. Gesetzestexte, Polizei- und Gestapofotografien, anthropometrische Vermessungen durch die NS-Rassenhygiene oder zynische Ablehnungen von Opferfürsorgeansuchen sind beredte Zeugnisse.
Das andere starke Motiv der Auseinandersetzung mit Roma und Sinti lässt sich auf den Exotismus des 19. Jahrhundert zurückführen, wo ebenfalls stark stereotypisiert, ihr angeblich freies Leben, ihre Erotik und Musikalität in diversen Bildmedien und -genres intensiv dargestellt wurde.
Abseits dieser starken Zuschreibungen, der offen feindlichen und der exotisierenden, ist es das Ziel der Ausstellung, gerade über Eigenzeugnisse von Roma und Sinti die Frage von „Normalität“ zu diskutieren, auch Geschichten geglückter Integration und gesellschaftlicher Anerkennung aufzuspüren und darzustellen.
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Februar 4th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken
Februar 2nd, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Was bleibt. Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit
Marika Schmiedt – Eröffnung der Sonderausstellung im DÖW am 12. Februar 2015
Begrüßung: Dr. Gerhard Baumgartner, Wissenschaftlicher Leiter des DÖW | Karl Ferdinand Kratzl interpretiert Texte der Künstlerin und liest aus dem gleichnamigen Katalog.
Vor 1938 lebten rund 11.000 bis 12.000 Roma und Sinti in Österreich. Ihre Verfolgung begann unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Bis 1945 wurden annähernd 90 Prozent der österreichischen Roma und Sinti, 9500 Männer, Frauen und Kinder, in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet.
Marika Schmiedt, 1966 im oberösterreichischen Traun geboren, ist bildende Künstlerin, Aktivistin und Filmemacherin in Wien. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der Situation der Roma vor und nach 1945 auch in ihrer künstlerischen Arbeit. Viele Verwandte von Schmiedt wurden ermordet, ihre Mutter überlebte in Pflegefamilien und Heimen.
Marika Schmiedt recherchierte jahrelang in Gedenkstätten, Archiven und Ämtern in ganz Österreich und Deutschland. Sie durchforstete Transportlisten, Häftlingslisten, Todesanzeigen, Karteien aller Art, Polizeiprotokolle, Geburts- und Sterbematrikeneinträge, Opferfürsorgeakten. Stück für Stück rekonstruierte sie die Geschichte ihrer Familie. In den Akten fand sie die einzigen Fotos, die sie bis heute von ihrer Großmutter Amalia Horvath besitzt: aufgenommen von den Mördern im KZ Ravensbrück. Es entstand eine Ausstellung, in der auch die Auswirkungen der Verfolgung auf die nachfolgenden Generationen sichtbar werden.
Eintritt frei!
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Januar 9th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Sport, dROMa (Magazin)
O schtirmertscha sik sar i bavlal, pakistanischi legijonertscha taj lobdakeri familija, savi mindig palo team ter-dscholahi: o deschberschengero le erschti austritike Romengere lobdakere teamistar ando cajtakero naschipe
Le Michael Woggistar
(Andar: dROMa 34, Sommer | Linaj 2012, S. 16-19 (Themenheft: Sport | Schpurt)
O keripe le „Farajnistar Roma“ ando juli 1989 ojs erschti dikipeskero cajchen la emancipacjonatar le Romendar andar o Burgenland hi, taj paloda o Roma jek aktivi khetanipeskero taj kultureli than ando Burgenland lakle. Butvar ando suditiko Burgenland, barikano sina te o keripe jeke dujte kojestar, savo o micinipe prik lija taj meg soraleder kertscha: o AS Roma. Ando juli 1990 o nevo lobdakero khelipeskero klub Erbate pro erschti khelipe kertscha. Gejng o team Etagencafé naschade 1:2. Kekaj but dschene odoj sina, taj tel lendar igen but dschuvlane.
„So kameha“, phenel o Marton Horvath, „amen pantsch lobdaschenca taj schov na lobdaschenca kheltscham.“ O Marton usar ada erschti khelipe dschi uso lejcti ando bersch 2000 o treneri sina. Desch berscha sorale vaha vodintscha ov o barikano Romengero team: „Te ov valaso phenlahi, akor niko na vakerlahi pal“, phenel leskero tschau Martin, savo paloda ojs lek terneder khelaschi 13 berschenca uso team use sina. Marton: „Amen dujvar ando kurko trenirinahahi, sakor kurko, bisch dschene.“ But lendar Betschiste butschalinahi vaj avre thaneske – odo ham na kerlahi nischta: Kurkeske trenirim vaj kheldo ovlahi, te ando dschend andi hala.
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Januar 9th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Sport, dROMa (Magazin)
Pfeilschnelle Stürmer, pakistanische Legionäre und eine treue Fanfamilie: das Jahrzehnt der ersten Roma-Fußballmannschaft Österreichs im Zeitraffer
(erschienen in: dROMa 34, Sommer | Linaj 2012)
Von Michael Wogg
Die Gründung des „Verein Roma“ im Juli 1989 gilt als erstes weithin sichtbares Zeichen der Emanzipation der Burgenland-Roma; in der Folge haben die Roma zu einer aktiven gesellschaftlichen und kulturellen Rolle im Burgenland gefunden. Zumindest im Südburgenland ähnlich wichtig war die Schaffung eines zweiten Standbeins, das den Schwung aus der Aufbruchstimmung aufnahm und nachhaltig verstärkte: des AS Roma. Das erste Match dieses neuen Fußballklubs fand im Juli 1990 in Oberwart statt. Gegen die Mannschaft Etagencafé verlor die Roma-Truppe mit 1:2. Trotz der Unterstützung vieler, zumal weiblicher Fans.
„Was willst du“, sagt Marton Horvath, „wir haben gespielt mit fünf Fußballern und sechs Nichtfußballern.“ Marton war von diesem ersten Spiel an bis zum letzten im Jahr 2000 Trainer des Teams. Zehn Jahre lang lenkte er die legendäre Roma-Mannschaft mit strenger Hand: „Wenn er was gesagt hat, hat keiner zurückgeredet“, bestätigt sein Sohn Martin, der später als jüngster Spieler im zarten Alter von 13 Jahren ins Team eingestiegen war. Marton: „Wir haben zweimal die Woche trainiert, jede Woche, 20 Leute.“ Viele arbeiteten in Wien am Bau oder sonst wo – egal: Am Wochenende wurde trainiert und gespielt, auch im Winter in der Halle.
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Dezember 18th, 2014 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Literatur & Bücher, Sport
taz.de: Er war Sinto, Profiboxer, Frauenschwarm und NS-Opfer. Stephanie Bart hat einen Roman über Johann „Rukelie“ Trollmann geschrieben – und zeigt, wie er populär werden konnte.
taz: Frau Bart, Ihr Roman handelt von Johann „Rukelie“ Trollmann, einem Profiboxer, der sehr populär war, der 1933 Deutscher Meister wurde und den die Nazis im KZ ermordeten. Wie wurde ein Sinto-Boxer zum Star?
Stephanie Bart: Seine besondere Qualität war, dass er ein charismatischer Mensch war. Der kam in den Ring, winkte kurz mit der Hand – und alle fanden es toll und waren entzückt. Wenn unsereins kurz mit der Hand winkte, würde man daran nichts Tolles finden. Außerdem sah er gut aus, das hilft natürlich auch.
Er galt als eleganter Boxer.
Ja, wobei bemerkenswert ist, dass solche Boxer wie er, die sehr technisch geboxt haben, in der Boxsportgeschichte zwar oft erfolgreich waren, aber nicht geliebt wurden. Das Publikum will harte Kämpfe, will Blut sehen. Trollmann aber hat technisch geboxt, und die Leute fanden ihn trotzdem gut. Er hat es also verstanden, einen unpopulären Stil populär zu machen.
Warum war dieser einzigartige Boxer, als den Sie ihn beschreiben, über Jahrzehnte vergessen?
Weil das nationalsozialistische Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 bruchlos fortgeführt wurde. Read the rest of this entry »
Dezember 9th, 2014 |
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Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Kunst & Fotografie
Ande jek baro internacijonali koperacijakero projekto kamla i kulturakeri schtiftung le bundesistar jek digitali archiv le dschanipestar la kulturatar taj kunstatar le taj pedar o Sinti taj Roma andi europa te entviklinel. Vodim informacijatar- taj kulturakere mulatintschagendar ando berscha 2015 dschi 2019 jek internacijonali khetan kedipe kunstatar andar o mindenfelitike koji khetan kedim on.
Oj duach historischi taj privati dokumentscha, savi i historija taj i adiveseskeri cajt le Sintijendar taj Romendar phukan, sar te upre visenschoftlichi posicijontscha arbulhardo lo te ol. Afka o schel- berschengero phuro barvalipe use jek dschivde kunstakere taj kultureli produkcijontscha le pradipeske prado te ol, savi te igen sorale la europtika historiha phandli hi. 3,8 milijontscha euro vasche otscha dim on.
Cilon otscha dija o schtiftungakero rot la kulturakera schtiftungatar use pro khetan beschipe 23,6 milijontscha euro neve kultureli keripenge, telende but musejumiskere projektscha.
(dROMa, prik bescharipe: Josef Schmidt)
Dezember 8th, 2014 |
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Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Opferkonkurrenzen – Debatten um den Völkermord an den Sinti und Roma
Simon Wiesenthal Lecture: Karola Fings
Moderation: Éva Kovács (VWI)
Datum: 11. Dezember 2014, 18:30 Uhr
Ort: Haus-, Hof- und Staatsarchiv,
Dachfoyer
Minoritenplatz 1, 1010 Wien
1992 beschloss die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, den Opfern des Völkermordes an den Sinti und Roma ein eigenes Denkmal zu widmen. Mitten in Berlin, nahe des ehemaligen Reichstagsgebäudes, wurde im Oktober 2012 das von dem Künstler Dani Karavan gestaltete Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas eingeweiht. Die zwanzigjährige Planungs- und Bauphase war begleitet von Diskussionen über den Stellenwert der NS-Verfolgung von „Zigeunern“ im Vergleich zum Holocaust. Als Höhepunkt gilt die publizistisch ausgetragene Kontroverse zwischen Yehuda Bauer, damals Leiter der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem, und Romani Rose, dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.
In dem Vortrag werden die Debatten vor dem Hintergrund neuerer Forschungsergebnisse zum Völkermord an den Sinti und Roma kritisch reflektiert.
Karola Fings ist Historikerin, stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln und Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln. Sie promovierte 2002 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit ihrer Studie Krieg, Gesellschaft und KZ. Himmlers SS-Baubrigaden. Seit mehr als zwei Jahrzehnten forscht, publiziert und lehrt sie über die NS-Verfolgung von Sinti und Roma. Read the rest of this entry »
Dezember 3rd, 2014 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Kunst & Fotografie
In einem großen internationalen Kooperationsprojekt will die Kulturstiftung des Bundes ein digitales Archiv des Wissens der Kultur und der Künste von und über Sinti und Roma in Europa entwickeln, das diese verantwortlich mitgestalten. Begleitet von Informations- und Kulturveranstaltungen wird in den Jahren 2015 bis 2019 eine internationale Sammlung von Kunst aus allen Sparten zusammengetragen. Sie soll durch zeitgeschichtliche und private Dokumente, die die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma erzählen, sowie wissenschaftliche Positionen erweitert werden. Damit soll der Reichtum einer jahrhundertealten und bis in die Gegenwart überaus lebendigen künstlerischen und kulturellen Produktion öffentlich zugänglich gemacht werden, die eng mit der europäischen verwoben ist. 3,8 Millionen Euro werden dafür bereitgestellt.
Insgesamt vergab der Stiftungsrat der Kulturstiftung bei seiner jüngsten Sitzung 23,6 Millionen Euro für neue kulturelle Vorhaben, darunter mehrere Museumsprojekte.
(Text: Kulturstiftung-des-Bundes)
November 26th, 2014 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma sam
Radijo Burgenland: 17.11.2014 (on demand)
O anticiganismus le rasismus gejng o ojs „Zigeuner“ identificirime avre dschene akarel, butvar Roma taj Sinti. Anticiganistischi sterejotiptscha bulhe taj butvar te igen phure hi. Adi o sterejotiptscha ande but sako diveseskere debatscha, pasche i foroskeri politik, vasch socijali tschatschiptscha taj buteder avre koji, te lakel hi. O anticiganismus butvar na ojs rasistischi konstrukcijona prindschardo ol, but mansucha patschan, hot valaso pedar o Roma taj o Sinti taj lengero dschivipe, dschanen.
So hi anticiganismus taj so schaj gejng oda keras?
Adale phutschajipeha jek workshop la Selena Sikadipeskera Verkschtotatar andi khetani buti le Farajniha Karika andar i Erba taj trenerkijenca andar o Romano Centro andar Betschi ando Kher la Flogoskera Kulturatar andi Uprutni Schica, tel likerdo ulo. Ada workshop sensibilisirinel le anticiganistischi sterejotiptscheng taj sikal, sar odola virkinen taj sar on dekonstruktivi schaj on. Pedar oda ari, dschanipe usi historija le Romendar taj Sintijendar taj pedar lengere dschivipeskere situacija andi Austrija, prik dim ulo.
Goblina: Gondolipeskero bar le Romenge
„Andi cajt le nacijonalsocijalismusistar but eseri Roma murdarde ule. Cile sidlungtscha putrim ule. Afka te oja Goblinate“, phenel o historikeri Gerhard Baumgartner. „Meg ando 1940te berscha valami 120 Roma andi sidlung dschivnahi. But adale manuschendar ando domboskero bauninipe butschalinahi“, afka o Baumgartner bajder. Read the rest of this entry »
November 23rd, 2014 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma sam
Radio Burgenland: 17.11.2014 (on demand)
Antiziganismus bezeichnet Rassismus gegen als „Zigeuner“ fremdidentifizierte Personen, insbesondere Roma und Sinti. Antiziganistische Stereotype sind weit verbreitet und teilweise sehr alt. Heute durchziehen Stereotype viele tagespolitische Debatten, rund um Stadtpolitik, soziale Rechte und mehr. Antiziganismus wird häufig nicht als rassistische Konstruktion erkannt, viele Menschen glauben, etwas über Roma und Sinti und deren Lebensweisen zu wissen.
Was ist Antiziganismus und wie können wir ihn bekämpfen?
Mit dieser Frage wurde ein Workshop von der Grünen Bildungswerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Verein Karika aus Oberwart und Trainerinnen vom Romano Centro aus Wien im Haus der Volkskultur in Oberschützen (Bezirk Oberwart) abgehalten. Dieser Workshop sensibilisierte für antiziganistische Stereotype und zeigte, wie sie wirken und wie sie dekonstruiert werden können. Darüber hinaus wurde Wissen zur Geschichte der Roma und Sinti sowie zu deren Lebenssituationen in Österreich vermittelt.
Goberling: Gedenkstätte für Roma
„In der Zeit des Nationalsozialismus sind tausende Roma ermordet worden. Ganze Siedlungen wurden ausgelöscht. So auch jene in Goberling (Anm.: im Bezirk Oberwart)“, sagt der Historiker Gerhard Baumgartner. Noch in den 1940er Jahren hätten rund 120 Roma in der Siedlung gelebt. Sehr viele dieser Menschen seien im Bergbau beschäftigt gewesen, so Baumgartner weiter. Auf Initiative des Ortsvorstehers Hans Bieler wurde neben der Goberlinger Kirche vor kurzem ein Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Read the rest of this entry »
November 5th, 2014 |
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Geschichte & Gedenken, Kunst & Fotografie, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 27.10.2014 (on demand)
Na del nisaj schuscho, jekoschno dikipe. Sako dikipe papal jek khetanipeskeri forma sikal. O dikipe upro ojs „Zigeuner“ diskriminirimo Sintijengero taj Romengero tschulipe, ando 19to schelberschengero but irinipeskere redi duach naschtscha, savo pe ando feschtime taj fotografirime kipi adala perijodatar sikal.
Sikavipe taj esbe lipe
„Ando oja cajt but neve konvencijontscha ari an, save o sikavipe taj o esbe lipe le Sintijendar taj Romedar, ando cile dschivipeskere falati dschi adi vodinen“, phenel o historikeri Gerhard Baumgartner. „Te o afka akarde ‚Zigeunerfotografiji‘ andar o phuro 19to taj aguno 20to schelberschengero nan tschak objektivi dikiptscha jeka imar fageli cajtatar, on te o resultato jeke kondicijonirime, rajipeskere taj kategorisirime dikipestar upre aja polgarengeri grupn hi“, afka o Baumgartner bajder.
Adala fotografiji andi erschti rik usi ilustracijona la harengera butjatar taj la dokumentacijake le rajipestar taj la kontrolatar pedar o Sinti taj Roma duach o birovtschage dijaninlahi. Kaj o harengere taj o favojtinipeskere butschaschtscha o cile 130 „Zigeunersidlungtscha“ le Burgenlandistar ojs than la kriminalitetatar diknahi, lengere dschene tschingerde taj tschore sikade ovnahi: Read the rest of this entry »