Rassismus & Menschenrechte

„We kill the gypsies“

September 22nd, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

T-Shirt (Screenshot)GYPSY HUNTER BADGE und WE KILL THE GYPSIES – so lautet der Aufdruck auf einigen T-Shirts, die die US-Ver­kaufs­platt­form Zazzle der­zeit im An­ge­bot hat. Das T-Shirt kann auch auf der deut­schen und ös­ter­rei­chi­schen Web­site des Unter­nehmens bestellt wer­den, und das in zahl­reichen Varian­ten, unter an­de­rem als Baby-Stram­pel­anzug.

Das Unternehmen hat seinen Sitz zwar in Kalifornien, mit seinen deutsch­spra­chi­gen Web­sites mit der be­tref­fen­den Länder­ken­nung ist die Be­wer­bung und Ver­brei­tung die­ser Auf­drucke aller­dings der Rechts­lage des je­wei­li­gen Staa­tes unter­worfen. Wir ha­ben die Firmen­leitung in den USA bereits an­ge­schrie­ben und zum so­for­ti­gen Han­deln auf­ge­for­­dert. Eine Ant­­wort steht noch aus.

Wir danken Marika Schmiedt für den Hinweis!
(dROMa-Red.)

Aktualisierung, 23.9.2015, 8:30: Das Unternehmen hat inzwi­schen auf un­se­re Be­schwer­­de (auch die tsche­chi­sche Roma-NGO Romea.cz hat ges­tern Nach­mit­tag die Firmen­lei­tung kon­tak­tiert) rea­giert und die be­tref­fen­den Sei­ten ent­fernt.

Francija: Soralo alav vascho schuscharipe

September 22nd, 2015  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

UN-Hochkommissar für Menschenrechte (Foto: UN.org/P. Filgueiras)O UN-Komisaro le manuschen­gere tschatschi­penge la Francija vascho bibasta­lo keripe le Romen­ca sora­le kritirin­tscha. „Ada sorale te dikel hi, hot i nacijonali politik siste­ma­tisch angle dschal, kaj o Roma iste pu­maro than mu­ken, phenel o Said Raad al-Hussein pa­raschtun ande Genf. Ov la Fran­ci­ja­tar mangel, kaj aja bibas­tali politik jeka tscha­tschi­kana poli­tikatar, inklu­sijo­natar“ pe te parul. O francitiko birov­tschga­go ando ar le augus­tistar jek sid­lung 80 Romane famili­jen­dar ando anglut­no than Parisistar La Courneuve putertscha. O angle gejipe le pomo­scha­goskere orga­ni­sa­ci­jendar, katho­lischi khangeri taj le francitike om­buds­mannistar sorale kriti­sirim ulo. Pisi­niptscha phu­kan, hot but len­dar pasche o rotis­kero kher ande cerhi dschiv­nahi, phe­nel o al-Hussein.

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UN-Hochkommissar rügt Frankreich

September 22nd, 2015  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

UNDer UNO-Hochkommissar für Menschenrechte hat Frankreichs Vertreibungspolitik gegenüber Roma scharf kritisiert: Es werde immer offensichtlicher, dass es „eine systematische nationale Politik der Zwangsräumung von Roma“ gebe, erklärte Said Raad al-Hussein in Genf. Er rief Frankreich auf, diese „bestra­fende und schäd­liche Politik“ zu beenden und durch „eine Politik echter Inklusion“ zu er­setzen. Erst Ende August hatte die Zwangs­räumung einer Baracken­siedlung in La Courneuve bei Paris Kritik von Hilfs­organi­sa­tio­nen, der katho­li­schen Kirche und dem fran­zö­si­schen Ombudsmann her­vor­gerufen. Für die vertriebenen 80 Roma-Familien war dem­nach keine dauer­hafte Alternativ­lösung gesucht wurden.

(dROMa-Red.)

„Flüchtlinge erster und zweiter Klasse“?

September 21st, 2015  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Sören Link (Foto: Thomas Rodenbücher, CC-BY-2.0)Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kriti­siert rassis­ti­sche Äuße­rung des Duis­burger Ober­bür­ger­meisters

Pressemeldung, 18.9.2015: Auf der kom­mu­nal­po­li­ti­schen Kon­fe­renz zur Flüchtlingspolitik der SPD am 15. Sep­tem­ber 2015 hatte der Ober­bürgermeister der Stadt Duisburg Sören Link den Satz „Ich hätte gerne das Dop­pelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer ab­ge­ben könnte“, ge­äußert. In einem Brief kriti­siert der Vor­sitzende des Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, dass diese Äuße­rung „nicht nur rassis­tisch, son­dern auch dazu ge­eignet“ sei, „pau­schalen Hass gegen Flücht­linge aus den West­balkan­staaten zu schüren“.

In seinem Brief schreibt Rose: „Sie teilen die Menschen so in Flücht­linge erster und zweiter Klas­se ein. Auf der Grund­lage der gelten­den Gesetze und inter­na­tio­nalen Ver­pflich­tun­gen müssen alle Menschen, die Opfer von massiver Diskri­mi­nie­rung und von Rassismus sind, in Deutsch­land Schutz er­hal­ten. Die Prüfung, ob ein asyl­recht­lich rele­van­ter Fall vor­liegt, ob­liegt hier­bei den Behör­den und Gerichten und ent­scheidet sich nicht nach Ihrem subjek­tiv-popu­lis­ti­schen Maß­stab.“ Eine der­artige Stigmati­sie­rungen und ver­bale Hetze hätten bereits in der Ver­gan­gen­heit die frem­den­feind­liche Protest­stim­mung ge­fördert und zu rassis­tisch moti­vierten Aus­schrei­tun­gen, wie zum Beispiel in Hoyerswerda und Lich­ten­hagen, ge­führt, so Rose weiter. Rose appel­lierte an den Ober­bür­ger­meis­ter, dass es unser aller Pflicht als De­mokratin­nen und De­mokraten – ins­beson­dere Ihre als das Ober­haupt einer Groß­stadt – sei, gegen Diskri­mi­nie­rung zu kämp­fen und für eine rassis­mus­freie Gesell­schaft ein­zu­treten.

Nackt ausgezogen und Geld abgenommen

September 20th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

BettelLobby OberösterreichSeit kurzem bietet die BettelLobby Ober­öster­reich auch eine Rechtsberatung für Bett­lerin­nen und Bettler an. Derzeit findet die Bera­tung einmal im Monat statt und dauert etwa zwei bis drei Stun­den. Dazu werden noch weitere Freiwillige ge­sucht, die ehren­amtlich bei der Bera­tung hel­fen kön­nen: „Wir freuen uns über jede Hilfe – be­son­ders toll wären Men­schen mit juris­ti­scher Kennt­nis und Über­setzerIn­nen von Romani und Rumänisch.“ (Wer helfen will: Bitte ein kurzes Mail an ooe@bettellobby.at.)

Einer der freiwilligen Mitarbeiter, der Linzer Kultur­mana­ger Thomas Diesenreiter, berichtet auf Face­book über einen aktuel­len Fall, der bei der Bera­tung vor­gebracht wurde: die erniedrigende und unver­hältnis­mäßige Be­hand­lung zweier junger Bettlerin­nen durch die Polizei (siehe auch hier, hierhier, hier oder hier). Die Mädchen wur­den dem­nach ge­zwun­gen, sich auf der Wach­stube nackt auszuziehen. 3 bzw. 40 Euro wur­den ihnen ohne Beleg ein­fach ab­ge­nommen:

Ein Fall heute dreht mir den Magen um: 
Ein 16-jähriges Mädchen wird beim Bahn­hof zusam­men mit einem zweiten Mädchen und ihrem Baby wegen Bettelei von der Polizei an­ge­halten. Alle drei müssen auf die Wachstube. Dort müssen sie sich getrennt von­einan­der ausziehen, komplett. Auch das Baby muss aus­ge­zogen werden, inklu­sive der Windel. Warum? Weil die Polizei das Geld finden will, dass die beiden er­bettelt haben. Bei einem Mädchen finden sie 3 €, bei dem anderen 40 €. Ob das Geld er­bettelt wurde oder nicht, kann die Polizei nicht wis­sen, beschlag­nahmt wird es trotz­dem. Ohne Beleg. (…) Wegen 43 € müs­sen sich 16-Jährige und Babys vor der Polizei aus­ziehen. Das wider­spricht jeder Verhältnis­mäßigkeit. Wir prüfen jeden­falls eine Maß­nahmen­be­schwerde und den Gang vor Gericht.

(dROMa-Red.)

Workshop: Romafeindlichkeit entgegentreten!

September 18th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Workshop (Foto: Karika)Oberwart: Gejng i Roma – diskriminacija pe te terdscharel. Was ist Romafeindlichkeit und wie können wir sie bekämpfen?

Workshop im Offenen Haus Oberwart, Lisztgasse 12
Sa., 19.9.2015: 14:30 bis 18:30 Uhr

Der Workshop knüpft an den ersten Teil im Oktober 2014 an und vermittelt Wissen zur Geschichte der Roma und Sinti sowie zu deren Lebens­situa­tio­nen in Österreich. Vor diesem Hinter­grund wer­den roma­feindliche Stereo­type auf­gedeckt und gezeigt, wie sie wirken und wie sie de­konstruiert werden können. Roma­feind­lich­keit bezeich­net Rassismus gegen als „Zigeuner_in“ fremd­identi­fi­zierte Perso­nen, häufig Roma/Romnja und Sinti/Sintize. Roma­feind­liche Stereotype sind weit ver­breitet und teil­weise sehr alt. Heute durch­ziehen sie viele tages­politi­sche Debatten, rund um Stadt­politik, soziale Rechte und mehr. Antiziganismus wird häufig nicht als rassis­ti­sche Konstruk­tion er­kannt, viele Men­schen glauben, etwas über Roma und Sinti und deren Leben­sweisen zu wissen.

ReferentInnen:
Nadine Papai (Gesellschaft für bedrohte Völker Österreich)
Josef Schmidt (Verein Roma-Service).

Kostenbeitrag: 15 Euro, zahlbar vor Ort.
Anmeldung: bgld(at)gbw.at
Veranstaltet von der Grüne Bildungswerkstatt Burgenland in Kooperation mit Zukunftsfonds Österreich, GfbV und Verein KARIKA für Roma und Sinti, Oberwart.

Abendprogramm:
Im Anschluss an den Workshop laden VeranstalterInnen & OHO um 19:30 Uhr zum gemeinsamen ROMA-ABEND – „Amen phukavas“.

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Bild der Roma in der Literatur

September 15th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Katharina Janoska (Foto: VHS Roma)Lesereihe von „bil:kult“ in Wien:

Ein wissenschaftlicher Vergleich | Mag.a Katharina Janoska

Di., 15.9.2015, 19 Uhr
Bildungs- und Kulturinstitut
Wehlistraße 309 | 1020 Wien

„Schon früh wurden die Roma als ehrloses Volk angesehen, das keiner­lei Rechte zu be­anspru­chen hatte. Und bis heute stel­len sie eine Grup­pe dar, auf die sich Vernich­tungs­fanta­sien rich­ten. Die Litera­tur hat dabei über Jahr­hun­derte darin ein­geübt, Gewalt gegen sie als legi­tim zu er­ach­ten.“ (Klaus-Michael Bogdal)

Katharina Janoska wissenschaftli­cher Vergleich von Roma-Literatur und Literatur über Roma dient als Basis eines aktuel­len Dis­kur­ses. Janoska, selbst Romni aus dem Burgen­land, zeigt an diesem Abend anhand der literari­schen Beispiele, wel­ches katastro­phale und men­schen­ver­ach­tende Bild sich über Jahr­hun­derte in der Literatur ent­wickelt hat und sich teil­weise bis heute hart­näckig hält.

(Programmankündigung bil:kult)

Westbalkan: keine sicheren Herkunftsstaaten

September 11th, 2015  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

GfbV LogoAppell der Gesellschaft für bedrohte Völker Inter­natio­nal (GfbV) an die Europäi­sche Kom­mission:

Die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) ruft die Europäische Kommission dazu auf, den Kosovo, Albanien und Montenegro nicht zu „sicheren Herkunfts­ländern“ zu er­klären, da diese Genera­li­sie­rung für Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter nicht zutrifft. Viele An­ge­hörige dieser Minder­heiten muss­ten ihre Heimat ver­lassen, da sie auf­grund ihrer ethnischen Zu­gehörig­keit so stark diskrimi­niert werden, dass sie keinen oder nur begrenz­ten Zu­gang zu Wohn­raum und Arbeits­plätzen haben, Kinder die Schule nicht be­su­chen kön­nen und es ihnen unmög­lich ge­macht wird, ein Leben in Würde zu führen.

Angesichts der unerträglichen Situation der Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter im Kosovo wie in ande­ren Ländern des west­lichen Balkans und ein­gedenk der Ver­folgung und Ver­nichtung der Sinti und Roma durch das NS-Regime in mehre­ren euro­päischen Staaten sollte die Europäi­sche Kom­mission in enger Zusam­men­arbeit mit den EU-Mit­glieds­staaten:

  • anerkennen, dass die Diskriminierung der Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter dort solche Ausmaße annehmen kann, dass ihnen ein Leben in der Heimat unmöglich gemacht wird und sie gezwungen sind, ihr Land zu verlassen;
  • darauf bestehen, dass asylsuchenden Roma, Aschkali und Balkan-Ägyptern ein individuelles Asylverfahren zugestanden wird, denn es kann nicht sein, dass die EU einer gesamten ethnischen Gruppe abspricht, dass einzelne ihrer Mitglieder Recht auf Asyl haben könnten;
  • die Schutzbedürftigkeit der Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter anerkennen, die sich bereits in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aufhalten, und dafür Sorge tragen, dass ihnen – als Opfer rassistischer Diskriminierung, Krieg und Verfolgung – dort Bleiberecht gewährt wird; Read the rest of this entry »

Tschechien: Roma-Mieter unerwünscht

September 4th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Tschechische Republik: Urteil gegen Diskriminierung am WohnungsmarktErstmals Urteil gegen Diskriminierung von Roma auf dem Wohnungsmarkt

NGOS und Hilfsorganisationen kriti­sie­ren die Benach­tei­li­gung von Roma auf dem tsche­chi­schen Wohnungs­markt seit lan­gem. Veronika Navrátilová ist An­wäl­tin bei der Verei­ni­gung „IQ Roma Servis“:

Wenn jemand zur ethnischen Gruppe der Roma gehört, interes­siert die Eigen­tü­mer alles Wei­tere gar nicht mehr, sie sehen Roma als po­ten­tiel­le Gefahr. Daher glauben wir, dass ihre Chancen auf eine men­schen­wür­dige Wohnung außer­halb von Roma-Ghettos fast bei null liegen – wegen der Ethni­zität.

Dass es sich nicht um haltlose Vorwürfe handelt, hat nun ein so­genann­ter Situations­test gezeigt. Die Romni Lenka Balogová be­warb sich im Auftrag der tsche­chi­schen Ombuds­frau um eine Woh­nung in Ustí nad Labem / Aussig an der Elbe. 2013 war das, und Balogová erhielt für eine konkrete Wohnung eine Ab­sage per Tele­fon. Mitte August hat ein Gericht in Litoměřice / Leitmeritz ent­schie­den, dass sich die Mak­lerin dafür ent­schul­di­gen muss. Miroslav Dvořák ist Lei­ter der Bera­tungs­stelle für Bür­ger- und Men­schen­rechte in Prag. Seine Orga­ni­sa­tion hat den Situa­tions­test im Kreis Ustí durch­ge­führt. Für ihn ist das Urteil ein Durch­bruch im Kampf gegen Diskri­mi­nie­rung:

Es ist überhaupt das erste Urteil dieser Art in Tschechien. Das Gericht hat ent­schie­den, dass es sich bei der Ableh­nung von Frau Balogová um Diskri­mi­nie­rung, und zwar um direkte Diskriminierung han­delt. Die Richter be­zo­gen sich darauf, dass die Makler­agen­tur abge­lehnt hat, ihr wegen ihrer ethni­schen Zuge­hö­rig­keit eine Woh­nung zu ver­mitteln. Die Agen­tur hat die Makle­rin selbst nach der ethni­schen Zuge­hö­rig­keit ge­fragt.

Lesen Sie bitte den hier nur in einem Auszug wie­der­gege­be­nen Artikel von Annette Kraus in voller Länge auf www.radio.cz.

Balkanflüchtlinge: ein Drittel Roma

September 2nd, 2015  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: Bei einem Drittel der Flüchtlinge aus den Westbalkan-Staaten handelt es sich um Roma.

Deutschland: Roma-Anteil bei Flüchtlingen vom Westbalkan (1. Q. 2015)

Laut Angaben der deutschen Bundesregierung waren im ersten Quartal des Jahres 34 Prozent der 42.000 Balkan-Flüchtlinge Roma. Dies geht laut FAZ aus der Be­ant­wor­tung einer par­la­men­ta­ri­schen An­frage der Lin­ken-Frak­tion her­vor. Am höchs­ten ist der Roma-An­teil dem­nach bei den aus Serbien kom­men­den Flücht­lin­gen (91 Pro­zent), ge­folgt von Mazedonien (72 Pro­zent), Bosnien und Her­ze­go­wina (60 Pro­zent) und Montenegro (42 Pro­zent). Deut­lich ge­rin­ger ist die Quote von Roma unter den Flücht­lin­gen aus dem Kosovo und aus Albanien (9 Pro­zent). Ser­bien, Ma­ze­do­nien und Bos­nien und Her­ze­go­wina waren von der deut­schen Bun­des­regie­rung 2014 als „sichere Herkunfts­staaten“ ein­gestuft wor­den, eine Aus­weitung auf wei­tere Län­der der Region wird dis­ku­tiert. Exper­ten und Men­schen­rechts­orga­ni­sa­tio­nen beto­nen hin­gegen, dass ins­beson­dere die Lage für die viel­fach diskri­mi­nierte Min­der­heit der Roma am Balkan nach wie vor prekär ist.

(dROMa-Red.)

„Aber ich bin doch kein Gauner!“

August 24th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

So reagieren spanische Kinder, wenn sie im Wörterbuch der König­li­chen Spani­schen Aka­demie (RAE) den Namen ihrer eige­nen ethnischen Gruppe nach­schlagen sol­len – und er­fahren müs­sen, dass das Wort „gitano“ dort u. a. mit dem ver­meint­li­chen Syno­nym „trapacero“ (Gauner, Schwind­ler, Betrüger) erklärt wird (mehr hier).

Im Videobild rechts unten können Sie unter „Einstel­lun­gen“ die engli­schen Unter­titel ak­ti­vie­ren.

#YoNoSoyTrapacero — #YoNoSoyTrapacera — Video der Fundación Secretariado Gitano, 2015.

Spanischer Wörterbuchrassismus

August 24th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

gitano - Eintrag im DRAE, 23. AusgabeAlle Proteste und Appel­le hal­fen nichts: Das tra­di­ti­ons­reiche spa­ni­sche Stan­dard­wörter­buch DRAE, heraus­ge­ge­ben von der König­li­chen Spa­ni­schen Aka­de­mie (Real Academia Española/RAE), wird auch in der kom­men­den, neu über­arbei­te­ten Auflage unter dem Stichwort „gitano“ an fünfter Stelle die Be­deu­tung „trapacero“ an­füh­ren. Für die RAE ist „gitano“ (die gän­gi­ge Bezeich­nung für die spa­ni­schen Roma) dem­nach ein Syno­nym für „Gauner“ (DRAE: „je­mand der mit Hinter­list, Un­wahr­hei­ten und Lü­gen darauf aus ist, je­man­den in ir­gend­ei­ner An­ge­le­gen­heit zu täuschen“). In einer Aus­sen­dung fordert die „Unión Romaní“ nun den Rück­tritt des Direk­tors der Real Aca­de­mia Española, Darío Villanueva.

Abgesehen davon, dass dieser Ein­trag eine ganze Ethnie herab­wür­digt, er­laubt sich die Real Academia hier tatsächlich einen linguis­ti­schen Fauxpas: Read the rest of this entry »

„Erzählungen vom Unrecht“

August 22nd, 2015  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Zeitzeuge Cvetko Mirković, Überlebender des KZ Sajmiste (Filmstill aus Video 1)Max Mannheimer Studienzentrum Dachau: Kurzfilme der Jugendbegegnung „Erzählungen vom Unrecht/Stories of Injustice“ online

→Video 1 | →Video 2 | →Video 3 | →Video 4

Unter dem Projekttitel „Erzählungen vom Unrecht / Stories of Injustice“ haben sich 20 Jugend­li­che aus dem Raum Dachau / München und aus Serbien 2012/2013 über neun Mona­te hin­weg inten­siv mit der Ge­schichte und Gegen­wart von Sinti und Roma in Deutschland und Serbien auseinan­der­ge­setzt. Es wur­de dabei die national­sozia­lis­ti­sche Ver­fol­gung von Sinti und Roma ebenso thema­ti­siert wie die bis heute anhal­ten­de Diskri­mi­nie­rung. Die Gruppe beschäf­tigte sich bei­spiels­weise mit dem Kampf der Sinti und Roma um Anerkennung als Opfer des Natio­nal­sozia­lis­mus und mit der Bürger­rechts­bewe­gung ab den 1980er Jahren. Auch die aktuel­le Situa­tion in Deutsch­land und in Ser­bien war Thema.

Im Rahmen des Projektes wurden von den Jugendlichen neun Inter­views mit Über­lebenden der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Ver­fol­gung und de­ren Angehö­ri­gen geführt. Diese Inter­views bilde­ten die Grund­lage für vier jetzt auch online ver­füg­bare kurze Filme, in denen die Erfah­run­gen aus beiden Län­dern zu­sam­men­geführt wurden und in denen Sinti und Roma aus Deutsch­land und Ser­bien ein­drucks­voll Zeugnis von der Geschichte seit 1933 ab­legen.

(Text: mmsz-dachau.de)

Studie: Roma-Berichterstattung in der Schweiz

August 14th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Titelseite der Weltwoche 2012Berichterstattung über Rroma in den Deutschschweizer Medien

Bericht der Rroma Foundation / Rroma Contact Point, September 2014 (54 S.)

>>Download (pdf)

In den letzten Jahren hat sich die Rroma Foundation ein­gehend mit der Bericht­erstat­tung über Rroma aus­einan­der­gesetzt. Einer­seits wur­den europa­weit erschie­nene Artikel ana­ly­siert, anderer­seits unter­suchten wir die in den letzten fünf Jahren ent­stan­de­nen Texte grosser Deutsch­schweizer Zeitun­gen. Die hier präsen­tierte Studie be­handelt den letz­teren Teil.

Die Rroma Foundation hat die Artikel der «Neuen Zürcher Zeitung» (inclusive «NZZ am Sonntag»), der «Wochen­zeitung» (WOZ), des «Tages-Anzeigers», der «Weltwoche», der «SonntagsZeitung», des «Beobachters», der «20 Minuten» und des «Blick» be­rück­sich­tigt. Für den Zeit­raum von 2008 bis 2013 wur­den von diesen Zeitun­gen 297 Artikel selek­tiert, unter­sucht und analy­siert.

Zusammenfassung der wichtigsten Resultate

Als erstes ist zu erwähnen, dass es leider (…) auch in der hier unter­suchten Artikel­samm­lung kaum einen positi­ven Artikel über Rroma gibt. Was an eine posi­tive Bericht­er­stat­tung am ehesten heran­kommt, ist die häufig ver­breitete Dar­stellung der Rroma im Ausland als Opfer staat­licher Gewalt und Diskri­mi­nie­rung. Trotz­dem fehlen jeg­liche positi­ven Bilder im Zusammen­hang mit Rroma. Weite­re, wesent­liche Er­kennt­nisse der Studie sind, dass alle unter­suchten Medien Stereo­type und Falsch­infor­ma­tio­nen über Rroma von­einan­der über­nehmen, trans­for­mieren, in einem anderem Kontext wieder ein­bringen und so zu einer Per­petu­ie­rung nicht fun­dierter Vorurteile, Fehl­infor­ma­tio­nen und Miss­ver­ständ­nisse bei­tragen. Ein weite­res Resultat ist, dass die Deutsch­schweizer Medien im Zusam­men­hang mit im Inland agie­ren­den Rroma fast aus­schliess­lich die Aktio­nen einer klei­nen hier in Erschei­nung treten­den Minderheit der Rroma be­handeln.

In der Auslandberichterstattung da­ge­gen be­schränkt sich der Fokus wie­derum fast aus­schliess­lich und genera­li­sie­rend auf Armut, Bildungs­ferne und soziale Aus­gren­zung, vor allem in Osteuropa. Rroma sind somit in der Schweiz ge­nerell als Täter und im Aus­land als Opfer dar­gestellt. Read the rest of this entry »

Salzburg: Anschlag auf Bettler-Schlafplätze

August 10th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Brandanschlag auf Bettler-Schlafstelle in Salzburg (Foto: Raim Schobesberger/Phurdo)Raim Schobesberger vom Salzbur­ger Roma-Verein Phurdo, der sich u.a. beson­ders um die Bettler der Stadt kümmert, berich­tet von Brand­anschlä­gen in Salz­burg: Ges­tern seien von Unbe­kann­ten zwei Schlaf­plätze von Armuts­reisenden an­gezün­det worden. Verletzt wurde nie­mand, da der An­schlag verübt wurde, wäh­rend die betrof­fe­nen Per­sonen, es handelt sich laut Schobes­berger um Roma aus Rumänien, bet­teln waren. „Es ist unerträg­lich, dass Armuts­reisende in Salz­burg Angst haben müs­sen!“, schreibt er auf seiner Facebook­seite und macht meh­rere Fotos vom Tatort publik. Schobes­berger sieht einen Zusam­men­hang zwi­schen der in Salz­burg beson­ders heftig ge­führ­ten Debatte um ein Bettelverbot und den Gewalt­akten. Be­reits zuvor war es in Salz­burg zu einer Reihe von Angriffen auf Bettler und Roma gekom­men (hier eine Übersicht von 2014).

Der Salzburger Menschenrechtsaktivist Bernhard Jenny gibt die ak­tuelle Meldung wie folgt wieder: Read the rest of this entry »

Zentralrat: Vertreibungen stoppen!

Juli 31st, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Foto: Fotis FilippouDer Zentralrat Deutscher Sinti und Roma fordert einen sofortigen Stopp der systema­tischen, gewalt­samen Ver­trei­bun­gen von Roma aus ihren Städten in Mittel­ost- und Südost­europa

Der Zentralrat beobachtet mit größter Sorge die zahl­reichen aktuellen Fälle in Europa, wo Roma von gewalt­samen Ver­trei­bun­gen durch lokale Behörden betrof­fen sind. In Belgrad sind ganz unmit­tel­bar in dieser Woche 53 Roma Familien von Ver­treibung und Obdach­losig­keit bedroht, wie Amnesty Inter­na­tio­nal berichtet. Die aus dem Krieg im Kosovo geflüch­teten Familien leben seit 1999 in einer staat­lich tole­rier­ten, infor­mel­len Siedlung, ohne Auf­merk­sam­keit und Unter­stützung für eine lang­fris­tige Perspek­tive. Jetzt drohen die Behörden die Häuser mit sofor­ti­ger Wir­kung abreißen zu lassen, ohne adäquat die Familien zu infor­mie­ren und alter­na­tive Wohn­mög­lich­keiten zur Ver­fü­gung zu stellen.

Am vergangenen Freitag fand in Cluj-Napoca in Rumänien der bisher größte Roma Solidaritäts­marsch für die Opfer der gewalt­samen Ver­trei­bun­gen statt unter dem Titel „Stadt für die Men­schen, nicht für den Profit“, an dem auch ein Mit­ar­beiter des Zentral­rats teil­nahm. Der Marsch gedachte den Opfer der staat­li­chen Ver­trei­bun­gen vom 17. Dezember 2010, als 76 vor­wie­gend Roma-Familien ohne Vor­war­nung und legale Pro­ze­dur aus der zentralen Coastei-Straße ver­trieben und in staat­lich finan­zierte Sied­lungen neben der gifti­gen Müll­halde in Pata Rât aus­ge­grenzt wurden. An dem acht Kilo­meter langen Solidaritäts­marsch von Pata Rât zum Ort der Ver­trei­bun­gen in der Coastei-Straße nahmen über 500 Menschen aus Pata Rât, aus ganz Rumänien und von zahl­rei­chen Roma-Jugend­organi­sa­tio­nen aus ganz Europa teil, welche im Rahmen der Euro­päi­schen Jugend­haupt­stadt Cluj 2015 die Jugend­aktion „So Keres, Europa?! Junge Roma und Nicht-Roma fordern ihren Platz in Europa ein“ organi­sierten.

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Glajchi tschatschiptscha le cilenge

Juli 30th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Aldar Horvath bei einer antirassistischen Kundgebung (Foto: dieschwelle.de)Sajt bischupantsch berscha o ungriko manu­schen­gero tscha­tschi­pes­kero akti­visto, polgaren­gero tschatschi­paschi taj politikeri Aladár Horváth bara soraha gejng o teldikipe taj argrani­calipe le valami 700.000 Romen­dar ande leskeri hajmat kejmpfinel.

Imar ando bersch 1988/89 o Aladár Horváth ando akor socijalis­tischi Ungriko uso kerasch­tscha le akfa akarde „anti-gheto-komitejis­tar“ kerin­lahi. Ande leskero hajmata­kero foro Miskolc o akor 25 berschen­gero khetan avre ungrike Romenca gejng jek prik sidli­nipe sorale pumen kerde taj jerinde: O dschene le etnischi tschulipestar ande 168 khera use 29 kvadrat­me­tertscha te cidi­ja­nahi – duj kilo­meter­tscha pasche o foro, oni petschi kaj schaj vitintscha­nahi taj pajeskere laj­tung­tscha.

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Serbien: 53 Romafamilien droht Obdachlosigkeit

Juli 26th, 2015  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Rechtswirdrige Zwangsräumung im Belgrad, 2010 (Foto: Amnesty International)Amnesty International – Urgent Action: Rechts­wid­rige Zwangs­räu­mun­gen in Belgrad stoppen!

In der serbischen Hauptstadt Belgrad droht 53 Roma-Familien die rechts­widrige Zwangs­räumung. Bei den Familien handelt es sich um Binnen­ver­trie­bene aus dem Kosovo, die sich zwi­schen 1999 und 2000 in der Siedlung Ratko Mitrović im Stadt­bezirk Zemun nieder­ge­lassen haben. Sie er­hiel­ten zwi­schen dem 7. und 10. Juli die Anwei­sung, ihre Häuser ab­zu­reißen. Alter­nativ­unter­künfte wurden den Be­woh­ner*innen nicht zur Ver­fü­gung gestellt. Ihnen droht nun die Ob­dach­lo­sig­keit.

Fordern Sie die Ministerin für Bau, Trans­port und Infra­struktur sowie den Bürger­meister der Stadt Belgrad auf, die Anord­nun­gen zum Gebäude­abriss sofort auf­zu­heben! Appel­lieren Sie an sie, Alter­na­tiv­maß­nah­men zu finden und ein Gesetz zu ver­ab­schie­den, das rechts­widrige Zwangs­räu­mun­gen ver­bietet!  >>Zur Aktion (bis 1. Sept. 2015)

Bei der Siedlung Ratko Mitrović, auch bekannt unter dem Namen Grmeč, handelt es sich um eine infor­melle Siedlung im Stadt­bezirk Zemun im Nord­wes­ten Belgrads. Die Sied­lung be­findet sich zwi­schen zwei Bahn­linien auf einem kleinen Strei­fen Land, der sich im Besitz der ser­bi­schen Bahn befindet. Am 26. Juni erteilten die Bau­inspek­toren des Stadt­bezirks Zemun schrift­liche Anord­nun­gen zum Gebäude­abriss, mit der Begrün­dung, die Häuser seien ohne Bau­geneh­mi­gung erbaut worden. Mit den schrift­li­chen Anord­nun­gen, die den Roma-Fa­milien zwi­schen dem 7. und 10. Juli zu­gingen, wurden sie ange­wiesen, ihre Häuser inner­halb eines Tages nach Erhalt der An­ord­nung ab­zu­reißen. Zuvor gab es weder eine Konsul­ta­tion mit den Bewoh­ner*innen noch eine An­kün­di­gung, dass die Anord­nun­gen erteilt wer­den würden.

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Alexander Thal über Roma-Sonderlager

Juli 24th, 2015  |  Published in Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio DreyeckslandDeutsche Sonderlager für (Roma-)­Flüchtlinge vom Balkan – Bayern macht vor, was schon Bundes-Kon­sens ist. Radio Drey­eck­land sprach mit Alexan­der Thal vom Bay­ri­schen Flücht­lings­rat.

>>Anhören/Download (mp3), 14:41 min

Morgenradio, 24. Juli 2015

Die Bayerische Landesregierung will Flüchtlinge aus den West­balkan­staaten in geson­der­ten Erst­aufnahme­zentren in Grenz­nähe unter­brin­gen. Mit un­ver­hoh­le­ner Bot­schaft: Sie wer­den aus­sor­tiert, weil sie un­er­wünscht sind. Diese Meldung hat doch ein wenig Medienecho und auch Kritik aus der SPD aus­gelöst. Doch die Aus­sor­tie­rung un­erwünsch­ter Flüchtlinge, die zu we­sent­li­chen Teilen ge­flüch­tete Roma trifft, ist eine Ten­denz, die durch die Parteien hin­durch und von prak­tisch allen Landes­regie­run­gen ge­tra­gen wird. Wir spra­chen mit Alexander Thal vom Bayerischen Flüchtlingsrat über die­sen um sich grei­fen­den Anti­ziganis­mus in der deut­schen Asyl­politik, über Seehofers Pläne und über die his­to­ri­sche Ver­ant­wor­tung der BRD gegen­über den Roma.

(Text und Interview: www.rdl.de)

Bayern: Sonderlager für Roma-Flüchtlinge

Juli 24th, 2015  |  Published in Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio Dreyecksland

Deutschland: Neue „sichere Herkunfts­län­der“ ha­ben we­nig Aus­wir­kung auf Flücht­lings­zahlen.

Bayern plant getrennte Abschiebe­zentren für Flücht­lin­ge aus Bal­kan­län­dern – de facto: Son­der­lager für Roma.

>>Anhören/Download (mp3), ab 03:50

Focus Europa/News, 23. Juli 2015

Nach der Einstufung Serbiens, Bosniens und Mazedoniens als „sichere Her­kunfts­länder“ im ver­gan­ge­nen Novem­ber hat sich die Zahl der Flücht­linge aus diesen Län­dern nicht signi­fi­kant ge­senkt, wie das deut­sche Bundes­amt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit­teilte. In den Mona­ten seit Novem­ber hat sich, im Gegen­teil, die Zahl der Asyl­bewer­ber aus Mazedonien deut­lich er­höht, wäh­rend aus Serbien und Bosnien nur ein leich­ter Rück­gang der Zahlen zu beobach­ten ist. Die erhoffte Signalwirkung der Auf­nahme der drei Länder in die Liste der „siche­ren Herkunfts­staaten“ ist damit aus­ge­blie­ben, räumte ein Sprecher des Innenressorts ein. Als weiteres Ziel der Einstufung galt die Beschleunigung der Verfahren für Menschen aus diesen Ländern. Nach wie vor liegt die Dauer für die drei Länder im Durch­schnitt bei 4,2 Mona­ten und damit nur gering­fügig unter der bundes­weiten Marke von 5,3 Mona­ten. Momen­tan wird daher auch dis­ku­tiert, weite­re Staaten zu siche­ren Her­kunfts­ländern zu ernen­nen, darunter den Kosovo.

Bayerns Ministerpräsident Seehofer hat am Mon­tag noch einmal einen schär­fe­ren Kurs gegen Flüchtlinge vom Bal­kan und die Errich­tung zweier spe­ziell für sie vor­ge­se­he­ner Abschiebezentren in Grenz­nähe an­ge­kün­digt. Read the rest of this entry »