Rassismus & Menschenrechte

Recherche-Stipendium in Deutschland

November 26th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte

Ran an die Tasten: Recherche-Stipendien für Roma-Themen (Foto: D. Friesenecker/Pixabay)Das Deutsche Institut für Menschenrechte schreibt sechs Re­cher­che-Sti­pen­dien zum Thema „Sin­ti_zze und Rom_nja in Deutschland“ aus. Das Ins­titut will damit anregen, das Thema aus men­schen­recht­licher Perspek­tive zu be­arbei­ten.

Die Be­werbung von Sin­ti/Sin­tizze und Ro­ma/Romnja wird be­son­ders be­grüßt. Die Bewer­bungs­frist läuft bis zum 21. De­z. 2020.

Wir geben im Folgenden die Aus­schrei­bung in Aus­zü­gen wieder:

Ziel des Recherche-Stipendiums ist es, rassismus­kritisches Schreiben im Jour­nalis­mus zu fördern und eine be­sondere Sensibilität ge­gen­über Sin­ti_zze- und Rom_nja-be­zo­ge­nen Themen zu schaf­fen, da diese bis­lang häufig fehler­haft oder dis­krimi­nie­rend dar­ge­stellt wer­den. Das Stipendium er­mög­licht den Jour­nalist_innen eine fun­dierte und men­schen­rechtlich quali­fizierte Bericht­erstattung.

Das Recherche-Stipendium des Deutschen Instituts für Menschenrechte richtet sich an alle (Nach­wuchs-)Jour­na­list_in­nen, die zum Thema Sint_iz­ze und Rom_nja in Deutschland ar­beiten möch­ten. Das Pro­jekt wird durch die Stiftung EVZ gefördert und ist Teil einer um­fassenden Ko­ope­ration mit RomaniPhen. Prämiert werden heraus­ragende Re­cher­che­konzepte für jour­nalis­tische Bei­träge. Ein Betrag in der Höhe von 1.500 Euro soll es den Sti­pen­diat_innen er­mög­lichen, frei von Akquise- und Geld­druck zu recher­chieren. Der Betrag wird nach Fertig­stellung des Beitrags aus­gezahlt. Die Ver­öffent­li­chung kann gedruckt, online (gerne auch als Video­format) oder im Hörfunk er­folgen.

Insgesamt werden sechs Stipendien vergeben, über deren Ver­gabe eine un­ab­hängi­ge Medien-Jury ent­scheidet. Die Jury be­steht aus: Read the rest of this entry »

Lindy. The Return of Little Light (Trailer)

November 12th, 2020  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Dokumentarfilm von Ida Persson Lännerberg, SWE 2019
Eröffnungsfilm des Roma-Filmfestivals „Ake Dikhea?“

Am 19.11.2020, 18 Uhr, online zu sehen
(→zum Stream)

Lindy Larsson wuchs in einer klei­nen Papier­müh­len-Stadt in Süd­schweden auf. Er wurde nie als der akzep­tiert, der er ist. Er war im­mer anders. Als kleiner Junge war er dünn, mädchen­haft und ohne Freunde. Er floh in eine Fan­tasie­welt und wurde zu der von ihm ge­schaf­fe­nen Superhelden­figur – Little Light –, einem Jun­gen, der Licht aus­strah­len konn­te. Lindy und seine Familie sind Roma-Tra­vel­lers, eine Min­der­heit, die seit dem 16. Jahr­hun­dert in Schweden lebt. Noch heute wer­den Roma-Tra­vellers von der schwe­dischen Gesell­schaft diskri­mi­niert und erleben Miss­brauch und struk­tu­rel­len Rassismus.

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4. Roma-Filmfestival Ake Dikhea?

November 8th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

LINDY. THE RETURN OF LITTLE LIGHT von Ida Persson Lännerberg (© Chinema Film Sweden AB)Das Berliner Roma-Filmfestival geht – online – in die vier­te Runde: Das Fes­ti­val zeigt 17 Filme, darun­ter Kurz­filme, Doku­men­tar- und Spiel­filme.

Vom 19. bis zum 23. November 2020 laufen in der vier­ten Festi­val-Edi­tion 17 Filme, darun­ter Kurzfilme, Doku­men­tar- und Spielfilme. AKE DIKHEA? findet dabei das ers­te Mal online statt. Wie wich­tig die An­passung an die aktuel­len Bedin­gungen ist, be­tont auch der Schirm­herr des Festivals, Dr. Klaus Lederer, Bürger­meis­ter von Berlin und Se­nator für Kultur und Europa:

Gerade in Krisen­zeiten braucht unsere Gesell­schaft Zusammenhalt, das Aufeinanderzugehen, Sich-ge­gen­seitig-Zu­hören. Und es ist es­sen­tiell, dass gerade Er­fah­run­gen von Roma, LGBTIQ-Men­schen und an­deren oft an­gefein­de­ten Men­schen sicht­bar wer­den. Das AKE DIKHEA?-Film­fes­tival bietet dazu seit vier Jah­ren eine groß­artige Platt­form.

Dr. Klaus Lederer über AKE DIKHEA?

Intersektionalität, Feminismus und Rechte von LGBTIQ+

Der thematische Fokus der diesjährigen Festivalausgabe liegt auf Inter­sek­tiona­lität. Men­schen werden oft nicht nur wegen einer, sondern meh­rerer Identitäts­merk­male be­nachteiligt und damit auch mehr­fach diskri­miniert. Dem­ent­spre­chend ist es ein Anliegen von AKE DIKHEA?, Solida­rität zu zeigen und zu üben – quer durch margi­nali­sierte Gruppen.

Eröffnet wird das Festival mit dem Kurzfilm TRAVELLER PRIDE von Lisa Smith und der inter­natio­na­len Premiere des Dokumentar­films LINDY. THE RETURN OF LITTLE LIGHT (Do, 19.11., 18.00 Uhr). Regisseu­rin Ida Persson Lännerberg be­gleitet darin den Sänger und Schauspieler Lindy Larsson bei der Suche nach seiner eigenen Identität als einem in Südschweden auf­gewach­se­nen Roma-Traveller. Dabei wird auch auf seine Arbeit als queerer Per­formance­künstler ein­gegan­gen sowie die damit ver­bun­dene Aus­einander­setzung mit dem Zu­sam­men­hang von Authen­ti­zität, Wahrheit und Zeugen­schaft. Read the rest of this entry »

Veranstaltungsreihe „Geh Denken!“

Oktober 20th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Gedenkdienst„Geh Denken!“ in Wien: Roma/Romnja und Sinti/Sin­ti­ze – Ge­schich­te und Ge­gen­wart

Die Nationale Roma-Kontaktstelle macht in einer Aus­sen­dung auf eine Ver­an­stal­tungs­reihe des Vereins Gedenk­dienst auf­merk­sam. Im aktuel­len Semes­ter 2020/21 be­schäf­tigt sich die Reihe Geh Denken! – in Ko­operation mit dem Mauthausen-Ko­mi­tee Österreich – mit his­tori­schen und gegen­wärtigen Formen von Aus­grenzung und Ver­folgung von Sinti/Sin­tize und Ro­ma/Romnja. In der Pro­gramm­an­kün­digung heißt es:

Roma/Romnja und Sinti/Sintize leben seit Jahr­hun­der­ten in Europa, doch min­destens ge­nauso lange sind sie Dis­kri­minie­rung und Verfolgung aus­ge­setzt. Auch in Öster­reich sind Ressen­timents gegen diese Be­völkerungs­gruppe in Teilen der Gesell­schaft weit ver­brei­tet. Eine kritische Aus­einander­setzung mit den vor­handenen Vor­urteilen und des­sen Folgen kommt häufig zu kurz. In diesem Semes­ter be­schäftigt sich die Ver­anstaltungsreihe Geh Denken! deshalb mit histori­schen und aktuel­len Formen von Aus­gren­zung und Ver­folgung von Sinti/Sin­tize und Ro­ma/Romnja. Read the rest of this entry »

ESF-Projekt: Roma unter Generalverdacht

Oktober 19th, 2020  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Immer wieder Generalverdacht: Die bulgarische Polizei riegelte im Frühjahr ganze Roma-Viertel ab - obwohl damals keinerlei COVID-19-Fälle bekannt waren [Foto: Screenshot, TV Kanal 3 via Euractiv],Stigmatisierung von Roma: Ein offener Brief hinterfragt ESF-Pro­jekt zur Fort­bil­dung für Poli­zei in Bul­ga­rien

Die „Citizens for Democracy and Rule of Law Coalition“ ha­ben einen offe­nen Brief an die Kom­mission der Euro­päischen Union ge­schrie­ben. Bulgarien hat Geld aus dem Euro­päi­schen Sozialfonds (ESF) für ein vier­jäh­riges Projekt er­halten, durch das 480 Polizei­beamt/in­nen ge­schult wurden. Das Schu­lungs­pro­gramm nennt sich: „Früh­erken­nung von An­zeichen einer Ra­dika­lisie­rung mit Schwer­punkt Roma-Com­mu­nity (Psycho­logi­sche und ethno-kon­fes­sio­nelle Aspekte der Radi­kali­sierungs­prozesse unter den Roma-Com­muni­ties)“. Die Fort­bildung wurde beim Institut für Psycho­logie des Innen­minis­te­rium mit einem Budget von um­ge­rechnet etwas 1,7 Millio­nen Euro durch­geführt.

Der ESF soll „zur Bekämpfung von Diskriminierung aus Gründen des Ge­schlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Welt­anschau­ung bei­tragen … Der ESF sollte keine Maß­nah­men unter­stüt­zen, die zur Segregation oder zur sozia­len Aus­gren­zung bei­tragen“. Der offene Brief fordert die EU-Kom­mission auf, zu unter­suchen, ob die bulgari­schen Be­hörden gegen diese Grund­sätze ver­stoßen haben, als sie Gelder des ESF für Akti­vitäten ver­wendet haben, die auf die Iden­tifizie­rung und Ver­hinde­rung einer an­geb­lichen „Radi­kalisie­rung“ einer gan­zen ethnischen Com­munity, der Roma, ab­zielen.

Was mit „Radikalisierung“ genau gemeint ist, bleibt unklar. Die Ver­fasser/in­nen des offe­nen Briefes for­dern die EU-Kom­mission daher auf, das heraus­zu­finden. Auch nennt die Projekt­beschrei­bung kei­ne Gründe für die An­nahme, dass die Roma-Com­munity in Bulgarien für eine Radi­kali­sierung an­fällig sei. Read the rest of this entry »

IHRA-Arbeitsdefinition zu Antiziganismus

Oktober 14th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

IHRAUnter dem Vorsitz Deutschlands verabschiede­te die Inter­natio­nale Allianz zur Holo­caust-Er­in­ne­rung (IHRA) am 8. Ok­to­ber 2020 eine Arbeits­defi­ni­tion für Anti­ziga­nis­mus als spezi­fi­sche Form des Rassis­mus, die sich seit Jahr­hun­der­ten gegen Sinti und Roma rich­tet. Die Arbeits­defi­nition be­nennt zahl­reiche konkre­te Beispiele, wie Anti­ziganismus in der Gesell­schaft auf­tritt und wie dieser iden­ti­fi­ziert werden kann. Die voll­stän­dige Ar­beits­definition ist auf Deutsch und Englisch on­line ver­fügbar und wird ak­tuell in weite­re Sprachen übersetzt.

→IHRA Arbeitsdefinition Antiziganismus (deutsche Version, PDF)
→IHRA Working Definition on Antigypsyism (English version, PDF)

Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, hebt die Be­deutung dieser Arbeits­defi­ni­tion hervor: „Die Inter­natio­nale Allianz zur Holo­caust-Er­inne­rung er­zielt einen wich­tigen Meilen­stein für die Ächtung von Anti­ziganis­mus in Europa. Jetzt sind die natio­nalen Regierungen auf­ge­fordert, diese Arbeits­defini­tion des Anti­ziganismus of­fi­ziell an­zu­erken­nen. Die Arbeits­definition soll öffent­liche Institu­tionen, ins­be­son­de­re die Justiz, Polizei und das Bildungs­wesen, wie auch die Medien sen­sibili­sieren und zur Iden­tifi­ka­tion von Hassrede und Hass­verbrechen die­nen.“

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EU bekommt neue Roma-Strategie

Oktober 9th, 2020  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

eu2020EU-Kommission legt neue euro­pä­i­sche Stra­te­gie zur gleich­be­rech­tig­ten Teil­habe von Sin­ti und Ro­ma vor

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begrüßt den vorges­tern von der Euro­päi­schen Kom­mis­sion vor­geleg­ten ‚Strategi­schen EU-Rahmen für die Gleich­berech­ti­gung, Inklusion und Par­ti­zi­pa­tion von Sinti und Roma für 2020 bis 2030‘.

Am Montag, dem 12. Oktober 2020 wird der „EU-Rahmen“ bei einer High-Le­vel-Kon­ferenz zum EU-Rahmen für Gleich­heit, Inklusion und Teil­habe bis 2030 vor­gestellt wer­den. Die Konferenz fin­det auf­grund der Pan­demie online statt. „Mit dieser Kon­ferenz wird die Politik für Sinti und Roma in Europa neu aus­gerichtet. Erst­mals wird hier der jahr­hunderte­alte Anti­ziganis­mus als die Ursache für Aus­grenzung und Stigma­tisierung un­se­rer Minder­heit be­nannt und erst­mals zie­len die Programme der EU auf die Ur­sachen der men­schen­unwür­di­gen Situa­tion ab“, so Zentral­rats­vor­sit­zen­der Romani Rose.

Der Zentralrat hebt hervor, dass die Europäische Kommission und die deutsche EU-Rats­präsi­dent­schaft die Ge­fahren des Antiziganismus und Rassismus in den Mittel­punkt des politi­schen Handelns stel­len: „Für den jetzt vor­ge­leg­ten EU-Rahmen ist die Be­kämpfung des Anti­ziga­nis­mus die ent­schei­dende Voraus­setzung, dass die gleich­berech­tigte Teilhabe von Sinti und Roma erfolg­reich um­gesetzt wer­den kann. Read the rest of this entry »

CIVIS-Preis für Bettler-Reportage

Oktober 8th, 2020  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

"Re: Die Bettler aus der Walachei" (Filmstill, BR/Arte)CIVIS VIDEO AWARD 2020 – Medienpreis für In­tegra­tion für Bett­ler-Re­por­tage

→Online ansehen (Mediathek)

CIVIS – Europas Medienpreis für Migration, Integration und kulturelle Vielfalt zeichnet Programm­leis­tun­gen im Radio, Fern­sehen, Inter­net aus, die das fried­liche Zu­sam­men­leben in der euro­päi­schen Ein­wan­de­rungs­gesell­schaft fördern. Die TV-Re­portage „Die Bettler aus der Walachei – Be­dürf­tige oder or­gani­sierte Bande“ von BR und Arte er­hielt den „CIVIS Video Award“ (Regie: Anna Tillack). In der Jury­begründung: heißt es: „Bei der Repor­tage han­delt es sich um eine an­rüh­rende, kein biss­chen senti­men­tale Dar­stel­lung der Un­gleich­heit auf unse­rem Kon­tinent. Sie nimmt Vorurteile über Bettler kritisch unter die Lupe und zeigt ein­dring­lich, wie das Staats­ver­sagen eines euro­päi­schen Landes seine Bürger zu Bettlern macht.“

Inhaltsangabe:
Die junge Narcisa reist von München, wo sie um Almosen bettelt, in ihr Dorf in Rumänien. Die Men­schen dort ge­hören zu der dis­krimi­nierten Roma-Min­der­heit, sind bitter­arm und gesell­schaft­lich aus­ge­grenzt. Die Jungen gehen fast alle im Aus­land betteln, um ihre Familien zu er­nähren, die Alten hüten die Kinder. Read the rest of this entry »

„Tradipe gejng o Roma“: Tagungsbeiträge (4)

Oktober 6th, 2020  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Vortrag von Stephan Ozsváth, deutsch-un­ga­ri­scher Jour­na­list, Buch­autor und Rund­funk­kor­res­pon­dent (21:50 min):

„Tradipe gejng o Roma – Gewalt gegen Roma“: Das Oberwarter Symposium zum „Roma-Tag 2020“ be­fasste sich am 26. Sep­tem­ber 2020 mit dem Thema „Gewalt ge­gen Roma – Re­zep­tion und Um­gang mit einem euro­pä­i­schen Phä­no­men“. Sämt­li­che Bei­träge sind jetzt auch online ab­ruf­bar. Read the rest of this entry »

„Tradipe gejng o Roma“: Tagungsbeiträge (3)

Oktober 5th, 2020  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Vortrag von Markus End, Antiziganis­mus­ex­perte, Zentrum für Anti­se­mi­tis­mus­for­schung, Berlin (32:51 min)

„Tradipe gejng o Roma – Gewalt gegen Roma“: Das Oberwarter Symposium zum „Roma-Tag 2020“ be­fasste sich am 26. Sep­tem­ber 2020 mit dem Thema „Gewalt ge­gen Roma – Re­zep­tion und Um­gang mit einem euro­pä­i­schen Phä­no­men“. Sämt­li­che Bei­träge sind jetzt auch online ab­ruf­bar. Read the rest of this entry »

„Tradipe gejng o Roma“: Tagungsbeiträge (2)

Oktober 4th, 2020  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Vortrag von Magdalena Marsovszky, deutsch-ungarische Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin und Pub­li­zis­tin (28:46 min):

„Tradipe gejng o Roma – Gewalt gegen Roma“: Das Oberwarter Symposium zum „Roma-Tag 2020“ be­fasste sich am 26. Sep­tem­ber 2020 mit dem Thema „Gewalt ge­gen Roma – Re­zep­tion und Um­gang mit einem euro­pä­i­schen Phä­no­men“. Sämt­li­che Bei­träge sind jetzt auch online ab­ruf­bar. Read the rest of this entry »

„Tradipe gejng o Roma“: Tagungsbeiträge (1)

Oktober 3rd, 2020  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

„Tradipe gejng o Roma – Gewalt gegen Roma“: Das Oberwarter Symposium zum „Roma-Tag 2020“ be­fasste sich am 26. Sep­tem­ber 2020 mit dem Thema „Gewalt ge­gen Roma – Re­zep­tion und Um­gang mit einem euro­pä­i­schen Phä­no­men“. Sämt­li­che Bei­träge sind jetzt auch online ab­ruf­bar. Die Be­grü­ßung über­nah­men der 2. Land­tags­prä­si­dent und Bür­ger­meis­ter Georg Rosner, der Vor­sit­zen­de der Roma-Volks­hoch­schu­le Burgenland Andre­as Lehner so­wie die Obfrau des Vereins Hango Roma Nadine Papai. Als Re­fe­ren­ten waren Magdalena Marsovky (Ungarn), Nadine Papai (Ös­ter­reich), Stephan Ozsváth (Deutsch­land/Ungarn) und Markus End (Deutschland) ein­ge­la­den. Mo­de­riert wurde die Ver­an­stal­tung von Katharina Graf-Janoska.

Moderation Katharina Graf-Janoska & Beitrag Nadine Papai (18:37 min)

Einführende Worte: Andreas Lehner, VHS Roma (12:56 min)

Begrüßung 2. Landtagspräsident Bgm. Georg Rosner, Oberwart (3:24 min)

Fackelwurfprozess: „Ein historisches Urteil“

September 29th, 2020  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Prozess in Ulm: Verurteilung wegen Vertreibung in 45 Fällen
Dreyeckland

Radio Dreyeckland, 29.9.2020 (10:37 min)
→Anhören (mp3)

Am 24.05.2019 fuhr ein dunkler Kleinwagen an dem Wiesen­gelände in Erbach-Dell­men­sin­gen in der Nähe von Ulm vorbei, wo meh­rere Familien, Roma-An­ge­hö­ri­ge, mit ihrem Wohn­wagen standen. Die In­sassen des Klein­wagens riefen anti­ziganis­tische Parolen und warfen eine bren­nende Fackel in Rich­tung des Wohn­wagens einer Fa­milie. Diese verfehlte ihr Ziel nur knapp. Die Ul­mer Polizei nahm fünf Tat­ver­däch­tige vor­läufig fest. Gegen zwei der Be­schul­digten be­stand bereits ein Haft­befehl. Ab Juli 2019 sa­ßen vier der fünf An­geklagten für zehn Mo­nate in Unter­suchungs­haft. Der fünf­te Angeklagte war zum Tat­zeit­punkt minder­jährig und saß für vier­ein­halb Wochen in Unter­su­chungs­haft. Bei den Tätern han­delt es sich um eine gewalt­bereite Grup­pie­rung, die der Fußball-Szene angehört. Alle fünf Angeklagten gaben vor Gericht an, dass sie die Personen aus Erbach-Dell­men­singen am 24.5.2019 vertreiben wollten, was ihnen auch ge­lang. Der Staats­anwalt for­derte Haftstrafen für vier der fünf An­geklagten wegen ver­suchten Mordes und ver­suchter Brand­stiftung nach dem Jugend­strafrecht. [Anm.: Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch erging das Urteil: Die Täter wur­den wegen Ver­treibung bzw. ge­mein­schaft­li­cher Nötigung in 45 Fäl­len zu bedingsten Haftstrafen verurteilt (wir berichteten).]

Radio Dreyeckland sprach mt Chana Dischereit, wis­sen­schaft­li­che Prozess­be­glei­tung, vom Verband Deut­scher Sinti und Roma, Landes­ver­band Baden-Württem­berg (Website).

(Text und Sendung: rdl.de)

Gerichtsurteil wegen Vertreibung in 45 Fällen

September 23rd, 2020  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Urteil nach Fackelwurf in Deutschland: Be­ding­te Haft­stra­fen nach rassis­ti­schem An­griff auf fran­zö­si­­sche Ro­ma/Sin­ti in Ba­­den-Württem­­berg. Am Abend des 24. Mai 2019 hat­ten die fünf Tä­ter eine bren­­nen­­de Fackel in Rich­tung der Wohn­wägen ge­­schleu­­dert (wir be­rich­te­ten hier, hier und hier).

Im Ulmer Prozess um einen antiziganistischen Anschlag im Mai 2019 wur­de heu­te nach 16 Ver­hand­lungs­tagen das Urteil über die fünf An­geklagten ver­kündet. Alle fünf wur­den wegen Ver­treibung bzw. ge­mein­schaft­li­cher Nötigung in 45 Fäl­len nach Jugend­strafrecht verurteilt. Al­le Strafen wur­den auf Be­währung aus­ge­setzt. Die Kammer be­tonte, dass die Mo­ti­va­tion der Tat Fremden­feind­lich­keit, Rassismus und Anti­ziganis­mus ge­wesen sei. Auch zum jetzi­gen Zeit­punkt wiesen die An­geklagten diese Nei­gun­gen auf. Für eine Verurteilung we­gen versuch­ten Mordes und ver­such­ter Brandstiftung hätten objektive Indizien gefehlt. Alle An­geklagten wurden ver­pflichtet, die KZ-Ge­denk­stätte Dachau zu be­suchen und danach einen zehn­seitigen, hand­schrift­lichen Bericht an­zu­fertigen über ihre Er­fahrun­gen, Gefühle und Ein­drücke. Zwei der An­geklagten wurden dazu ver­ur­teilt, Geldstrafen in Höhe von 1.200 Euro an die „Hildegard Lagrenne Stiftung“ zu zahlen. Die Stiftung wurde 2012 von An­ge­hörigen der natio­nalen Minderheit der Sinti und Roma ge­grün­det und setzt sich für Bildung, Inklusion und Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland ein.

Die Nebenklage kann mit dem Urteil leben, weil das Gericht die anti­zi­ganis­ti­sche Hass­motivation klar be­nannt hat.
Dr. Mehmet Daimagüler, Vertreter der Nebenklage

Das war die erste Verurteilung wegen gemeinschaftlicher Nötigung aus rassis­ti­schen Motiven auf deut­schem Bo­den nach 1945.
Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des VDSR-BW

Dieser Fall zeigt, dass Antiziganismus in der Gesellschaft weit ver­brei­tet ist und als Nor­ma­lität wahr­ge­nom­men wird. Ge­nau das ist das ge­fährlich.
Romeo Franz MdEP

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Roma-Politik: EU braucht neuen Ansatz

September 21st, 2020  |  Published in Interview, Politik, Rassismus & Menschenrechte

MEP Franz im EU-Parlament in Straßburg, 2018 (Videostill: Europ. Parlament)Romeo Franz: Die EU-Politik gegen Anti­zi­ga­nis­mus muss sich grund­le­gend än­dern


Fast 30 Prozent der Deutschen he­gen Vor­ur­teile gegen Sinti und Roma. Mit diesen Zah­len aus der Mitte-Stu­die der Fried­rich-Ebert-Stif­tung steht Deutsch­land aller­dings nicht al­lein. In ganz Europa gras­siert, auch mit Blick auf die Co­vid-19-Pan­de­mie, Anti­ziganis­mus. Ein Bericht aus dem EU-Par­la­ment for­dert jetzt eine Neu­aus­richtung im Kampf gegen Vorurteile und Diskriminierung von Menschen mit Romani-Hintergrund.

Von Stefan Lauer/Belltower.News

Romeo Franz sitzt für Bündnis 90/Die Grünen im Europaparlament in Brüssel. Franz ist deutscher Sinto und der zuständige Berichterstatter des EU-Parlaments. Sein Bericht befasst sich mit den Bemühungen der letzten zehn Jahre und stellt ihnen kein gutes Zeugnis aus. Es ist ein Rückblick auf den „Europäischen Rahmen für nationale Roma-Integrationsstrategien“ und gleichzeitig eine Empfehlung für eine neue Rahmenstrategie der Staatengemeinschaft gegen Antiziganismus. Der Rechtsausschuss des Parlaments hat die Empfehlungen für die neue Strategie mit großer Mehrheit verabschiedet.

Ein Problem des bisherigen Vorgehens zeigt sich schon in der Sprache. „Vom Begriff ‚Integration‘ habe ich mich nicht an­ge­sprochen ge­fühlt. Meine Familie lebt seit 600 Jahren in Deutschland“, be­rich­tet Romeo Franz. Er for­dert, dass von Inklusion statt von Integra­tion ge­sprochen wird. Und dass die Heterogenität von Men­schen mit Roma­ni-Hin­ter­grund end­lich wahr­ge­nommen wird. Read the rest of this entry »

Rat der Evangelischen Kirche trifft Zentralrat

September 10th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Treffen in HeidelbergRat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Gespräch mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg

Am 1. September 2020 trafen Mitglieder des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Vertreter des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma erstmalig in Heidelberg zu offiziellen Gesprächen zusammen. Beide Seiten betonten die Bedeutung des Treffens auf dem Weg zu Vertrauen und Dialog und für das gemeinsame Engagement für Demokratie und Menschenrechte, sowie um Antiziganismus und jeglicher Form von Rassismus und Menschenverachtung entgegenzutreten.

Der vom Rat der EKD entsandten 10-köpfigen Delegation gehörten Präses Dr. Irmgard Schwaetzer, Ratsvorsitzender und Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann und Prälat Dr. Martin Dutzmann an. Von Seiten des Zentralrats und des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma nahmen der Vorsitzende Romani Rose, der stellvertretende Vorsitzende Jacques Delfeld und die Vorstandsmitglieder Oswald Marschall und Diana Bastian teil.

Romani Rose hob die Dimension des Treffens für das gemeinsame Engagement der EKD und des Zentralrats hervor: „Es ist für den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma von großer Bedeutung, dass die Evangelische Kirche in Deutschland den seit Jahrhunderten tief in unserer Gesellschaft verankerten Antiziganismus thematisiert und bekämpft und das Bewusstsein in Kirche und Gesellschaft über den Holocaust an 500.000 ermordeten Sinti und Roma im NS-besetzen Europa stärkt. Angesichts von zunehmendem Rassismus und Nationalismus, in Deutschland und weltweit, setzen sich der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und die Evangelische Kirche in Deutschland gemeinsam für unseren demokratischen Rechtstaat und gegen Antiziganismus, Antisemitismus und alle Formen von Rassismus ein.“

Heinrich Bedford-Strohm betonte, wie wichtig es sei, dass der gemeinsame Einsatz von Kirche und Minderheit gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit sichtbar und wahrnehmbar in der Gesellschaft werde: Read the rest of this entry »

Hassvideo: Staatsanwaltschaft will Auslieferung

September 9th, 2020  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Ausschnitt aus dem Facebook-Video aus Tulln (Filmstill via SOS Mitmensch)SOS Mitmensch: Auslieferung von Hermann für effek­ti­ven Kampf ge­gen Hass not­wen­dig. Poli­tik darf Ver­het­zungs-Tat­ver­däch­ti­gen nicht die Mau­er ma­chen

SOS Mitmensch begrüßt das Auslieferungsbegehren der Staats­anwalt­schaft Graz für den FPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Stefan Hermann auf­grund des Ver­dachts der Ver­hetzung. An den stei­ri­schen Landtag rich­tet die Men­schen­rechts­or­gani­sa­tion den ein­dring­li­chen Appell, der Aus­liefe­rung zu­zu­stimmen. Der Justiz müsse die Mög­lich­keit ge­geben werden, Er­mitt­lun­gen gegen Hermann auf­grund des von ihm in Umlauf ge­brach­ten Anti-Ro­ma-Hass­videos ein­zu­leiten. „Der Fall Hermann ist ein Lackmustest für die Politik, wie ernst sie den Kampf gegen Hass wirk­lich nimmt. Read the rest of this entry »

Parujipe le rasistischi anavestar „Zigeuner“

September 8th, 2020  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
24.8.2020 | (on demand)

Paprika- statt Zigeunerschnitzel (Foto: volksgruppen.orf.at)O anav sar „Zigeuner­schnit­zel“, „Zigeu­ner­soße“ vaj „Zi­geu­ner­räder“ but dsche­nenge prindschar­do hi. Pal but pro­ba­linipe min­den­den­feli­tike Roma taj Sinti orga­ni­sa­ci­jendar taj faraj­nendar o rasis­tischi anav „Zigeu­ner­sauce“ la mar­katar Knorr avro anav usch­tidel.

Imar ando bersch 2013 aja tema diskutirim ulo. O Roma taj Sinti mangle, hot o anav „Zigeu­ner­soße“ andar o sor­timent la fir­matar Knorr lim te ol. Knorr ham oda na kertscha taj phentscha hot imar 100 berscha ada re­cepto tra­dicija hi. Ad keripe nevo koja usch­tidija le mur­darpeha le ameri­ka­neristar George Floyd taj le „Black Lives Matter“-mi­ci­ni­pes­tar. O Emmerich Gärtner-Horvath ang­le­beschto le flogos­kere grup­nen­gere baj­rotistar le Romen­dar andi Austrija, phu­kal, sar ov le aktivis­tiha andar i Svecija burgenlandi­tike vurc­li­nenca aja cajt le irini­peske nu­cintscha. O terno flogos­kero grupnen­gero dscheno taj akti­visto andar i Svecija na pre ana­veha ando pradipe te dschal kamla. O vakeri­pe la redak­cija le ORF-istar tel lenin­tscha. Ov oda na kamla.

Amari kolegkija, i literaturakeri visenschoftlerkija Katharina Graf-Janoska ando lejcti ber­scha inte­re­santi angle vake­riptscha pedar o steri­jo­tiptscha andi Romani kojnha liker­tscha. Schaj hot, o ane­vengero dipe le haben­dar te le burgen­lan­ditike touris­mu­siha ando masch­ka­rutno 20. schel­ber­schengero te kerel hi, phenel i Graf-Ja­noska. O hami­schano sikajipe le Romen­dar taj Sinti­jendar ando kulina­rischi koja na tschak ando Burgenland del. Read the rest of this entry »

Teilerfolg gegen rassistisch besetzte Namen

September 7th, 2020  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
24.8.2020 | (on demand)

Paprika- statt Zigeunerschnitzel (Foto: volksgruppen.orf.at)Benennungen wie „Zigeunerschnitzel“, „Zigeu­ner­soße“ oder „Zigeuner­räder“ sind vielen ge­läufig. Nach jahre­lan­gen Be­mü­hun­gen ver­schie­de­ner Vereine und Insti­tu­tio­nen der Roma und Sinti wird die rassis­tisch be­zeich­ne­te „Zigeuner­sauce“ der Mar­ke Knorr nun um­be­nannt und in Zu­kunft als „Paprikasauce Un­ga­ri­sche Art“ an­ge­bo­ten.

Schon im Jahr 2013 wurde das Thema diskutiert. Damals for­der­ten Roma- und Sinti-Or­gani­sa­tionen, den Begriff „Zigeunersoße“ aus dem Sor­timent der Firma Knorr zu nehmen. Knorr lehnte ab und be­grün­dete die Ent­scheidung mit einer (Anm.: vermeintlich) 100-jäh­rigen Tradition ihrer Soße. Neu ent­flammt wurde die Debatte auf­grund des Todes des US-Ame­ri­kaners George Floyd und der darauf­fol­genden „Black Lives Mat­ter“-Be­wegung. Emmerich Gärtner-Horvath, Vor­sit­zender des Volks­gruppen­bei­rates für Roma in Österreich, erzählt, wie er und ein Aktivist aus der Schweiz mit bur­gen­ländi­schen Roma-Wur­zeln die Gunst der Zeit nutzten. Read the rest of this entry »

Polizeigewalt gegen Roma: Slowakei verurteilt

September 2nd, 2020  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Foto: ECHR)Urteil des Menschenrechtsgerichtshofs in Straßburg: Slo­wa­kei ver­letzte Men­schen­rechte von Roma

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am Diens­tag zu­gunsten der Opfer einer Polizei­razzia in der Slowakei ent­schie­den. Im Juni 2013 waren 63 Polizis­ten in einer Roma-Sied­lung in der ost­slowa­ki­schen Stadt Moldava nad Bodvou (Region Košice) im Ein­satz. Dabei wur­den unter dem Vor­wand einer Fahndungs­aktion rund 30 Be­wohner, ein­schließ­lich Frauen und Kinder, körper­lich an­gegrif­fen. Eines der Opfer reichte an­schlie­ßend eine Klage beim EGMR in Straßburg ein. Der Mann sei von den Polizis­ten ge­fesselt, aus seinem Haus ge­schleppt, getreten und mit Schlag­stöcken und Elektro­schocks an­gegrif­fen wor­den. Laut der Inspek­tion des Innen­minis­te­riums, die den Einsatz über­prüfte, seien die Beamten aller­dings im Ein­klang mit dem Gesetz vor­ge­gangen. Darüber hinaus klagte die Staatsanwaltschaft an­schlie­ßend sechs Roma an.

Nun beschloss der EGMR, dass bei dem Polizeieinsatz so­wie bei dessen Über­prüfung Men­schen­rechte verletzt wurden und sprach den Be­schwer­de­füh­renden einen Ersatz für im­materielle Schäden zu. Read the rest of this entry »