Jugend & Bildung
Februar 19th, 2019 |
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Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Neue Flyerserie zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: eine Broschüre behandelt „Rassismus gegen Sinti und Roma“
Die deutsche Amadeu-Antonio-Stiftung hat eine mehrteilige Reihe von Flyern herausgegeben, in denen sie unterschiedliche Formen „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ (also der Abwertung bestimmter Gruppen in der Gesellschaft) erklärt. Die Themenflyer behandeln beispielsweise Antisemitismus, Rassismus und Sexismus. Die unterschiedlichen Flyer erklären jugendgerecht das jeweilige Phänomen, warum es uns alle betrifft und was man dagegen unternehmen kann. In der Broschüre „Die Theorie in der Praxis“ können die Entstehungsgeschichte und das den Flyern zugrundeliegende Konzept nachgelesen werden (S. 28-33). Die Broschüre finden Sie hier.
Eine der Broschüren befasst sich mit Romafeindlichkeit (Antiziganismus) und fragt: „Was ist Rassismus gegen Sinti und Roma?“, „Wie erkennen wir das?“ und „Was können wir tun?“
→Den Flyer gibt es hier zum Download (pdf).
Die Flyer können auch gegen eine Versandkostenpauschale von fünf Euro bei der Amadeu-Antonio-Stiftung (E-Mail) bezogen werden.
(dROMa)
Februar 16th, 2019 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Terne Rroma Südniedersachsen e.V. ist ein Jugendverein im Landkreis Northeim. Als Roma-Selbstorganisation vernetzt Terne Rroma junge Roma und Nichtroma. Empowerment, Antirassismusarbeit und Bildungsberatung gehören zu den Schwerpunkten – und nicht zuletzt Rap-Workshops, denen nun sogar eine CD-Veröffentlichung folgen soll.
Seit 2016 gibt es „Terne Rroma Südniedersachsen e.V.“, einen Jugendverein von Roma und Nichtroma in Northeim. „Terne Rroma“ versteht sich als „Migrant*innenselbstjugendorganisation“ und als „Plattform für Migrant*innen, Geflüchtete und Jugendliche aller Art“. Zu den Schwerpunkten gehört Antirassismusarbeit – das heißt vor allem auch, einen sicheren Raum für Jugendliche zu schaffen, die von Rassismus betroffen sind. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf dem Bereich Kreativität. So bietet „Terne Rroma“ Theater- oder Rap-Seminare an. Y.W.B. (Young World Breaker) nennt sich die Rap-Crew von „Terne Rroma“, deren „gesellschaftskritische, emanzipatorische und politische Songs“ im Rahmen dieser Workshops entstehen. Zuletzt wurden Schreib- und Empowerment-Workshops organisiert. Für das Jahr 2019 hat sich der Verein vorgenommen, eine eigene „interkulturelle, politische CD herauszugeben, mit selbstproduzierten Songs zu selbstgewählten Themen“. Ein Dokumentarfilm soll das Projekt begleiten.
Mit Projekten wie „Drei Bausteine“ (hier ein Interview im Stadtradio Göttingen) fördert „Terne Rroma“ Jugendliche, indem Beratungen zum Thema Schule und Beruf angeboten werden.
Zu „Terne Rroma“ gehört auch die bereits seit 2013 bestehende „Roma-Jugend Initiative Northeim“, eine „interkulturelle Jugendinitiative von jungen Rom*nja und deren Freund*innen, die hauptsächlich im Landkreis Northeim und in Göttingen aktiv ist“. Read the rest of this entry »
Januar 30th, 2019 |
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Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Fortbildungsveranstaltung für Bildungsarbeit in Berlin: „Voices of the Victims“
1.2.2019, 10:00 – 15:00 Uhr
Landeszentrale für politische Bildung Berlin
Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin
Unter dem Titel „Voices of the Victims“ hat die Historikerin Karola Fings mit einem Team internationaler Expert_innen Quellen zusammengetragen, die den NS-Völkermord an Sinti und Roma zum ersten Mal ausschließlich aus der Sicht der Verfolgten darstellen. Es handelt sich um frühe schriftliche Quellen von Verfolgten aus der NS-Zeit und den Jahren unmittelbar nach 1945 aus 20 verschiedenen Ländern. Im Rahmen des digitalen Archivs der Sinti und Roma, RomArchive, wurden diese Quellen Ende Januar online zulgänglich gelmacht. Im Rahmen unserer Fortbildung stellen wir diese Quellensammlung vor und wollen darüber ins Gespräch kommen, wie der Bestand in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit eingesetzt werden kann. Im Anschluss an die Fortbildung wird eine didaktische Handreichung zu den Materialien entstehen.
Die Fortbildung ist kostenfrei und richtet sich an Multiplikator_innen der Bildungsarbeit. In Kooperation mit dem RomArchive und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
Anmeldung unter: www.berlin.de
(Text: Zentralrat)
Januar 27th, 2019 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Interview, Jugend & Bildung, Wissenschaft
Für Bildung und Forschung: Interviewsammlung „weiter_erzählen“ ist online
„_erinnern.at_“ präsentiert zum Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner eine neue Webplattform mit einer Oral-History-Sammlung zur NS-Verfolgung in Österreich. Die Video-Interviews mit Verfolgten finden Sie auf www.weitererzaehlen.at. 11 der derzeit 64 Videos befassen sich mit der Verfolgtengruppe der Roma und Sinti. Der Großteil dieser Interviews sind unseren Roma-Zeitzeugen-Editionen „Mri historija“ und „Amari historija“ entnommen.
74 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz stellt _erinnern.at_ zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner ein digitales Erinnerungsprojekt vor, das die auf Video aufgezeichneten Erinnerungen von im Nationalsozialismus verfolgten Menschen bewahrt und für Bildung sowie Forschung erschließt.
64 Video-Interviews
weiter_erzählen präsentiert auf einer Website sonst schwer zugängliche, nach kuratorischen Gesichtspunkten ausgewählte Video-Interviews mit Verfolgten des Nationalsozialismus, die einen Bezug zu Österreich haben. Die Interviews sind verschlagwortet und leicht durchsuchbar. Die Stimmen der ZeitzeugInnen wurden über Jahrzehnte zumeist in den Ländern des Exils in Videointerviews festgehalten und in verschiedenen Sammlungen aufbewahrt. weiter_erzählen würdigt die Verfolgten, die es auf sich nahmen, ihre Geschichten und die ihrer oft ermordeten Familien in Video-Interviews zu erzählen und die uns damit mit unserer historischen Verantwortung konfrontieren. weiter_erzählen stellt die Stimmen der Verfolgten, festgehalten in videographierten ZeitzeugInnengesprächen, in den Vordergrund; wurden diese Stimmen in Österreich doch allzu lange nicht gehört.
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Januar 23rd, 2019 |
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Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Religion
Spendenprojekt 2019 für Roma in Griechenland
Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) führt jedes Jahr ein besonderes Spendenprojekt durch: 2019 will der ÖRKÖ Roma-Kinder und -Jugendliche in Griechenland unterstützen. Vor allem geht es darum, den Kindern und Jugendlichen einen Schulabschluss und damit bessere Berufs- und Lebenschancen zu ermöglichen.
In Griechenland leben derzeit ca. 50.000 Roma. Innerhalb einer Studie der European Union Agency for Fundamental Rights (2014) gaben ca. 50 Prozent der befragten Roma über 16 Jahren in Griechenland an, Analphabeten zu sein. Fast 43 Prozent der Kinder im Schulalter gehen nicht zur Schule, womit Griechenland europaweit einen der höchsten Werte erreicht. Grund dafür ist insbesondere das frühe Verlassen der Schule, um zum Familieneinkommen beizutragen. Auch andere Faktoren wie Umzüge, Wohnverhältnisse, Gesundheit und Diskriminierung erschweren die regelmäßige Teilnahme am Unterricht. Zwar steigt die Anzahl der Schulbesuche von Kindern in den letzten Jahren stetig an, dennoch ist die Teilnahme am Bildungssystem vielfach noch nicht ausreichend, um qualifizierte Jobs auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Viele Haushalte hängen von den Einnahmen aus Saisonarbeit oder staatlichen Sozialleistungen ab, was für viele Familien ein Leben unterhalb der Armutsgrenze bedeutet. Vielfach führt dies zu einer Verschiebung auf den informellen Arbeitsmarkt ohne soziale Sicherung und finanzielle Stabilität.
„Demetrias“, ein Träger der griechisch-orthodoxen Kirche, bietet in Aliveri Nachhilfeunterricht für Roma an, damit die Kinder und Jugendlichen ihre verpassten Unterrichtsinhalte aufarbeiten können.
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Januar 12th, 2019 |
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Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
ARD – Echtes Leben: Jenny und die vergessenen Roma-Kinder
13.1.2019 | 17:30 Uhr | Das Erste
15.1.2019 | 21:32 Uhr | tagesschau24
19.1.2019 | 07:15 Uhr | tagesschau24
19.1.2019 | 11:00 Uhr | ARD-alpha
Film von Antje Schneider, 30 Min., D 2018
Jennys Geschichte beginnt mit einem Zufall. Im Winter 2007 entdeckt sie während einer Rumänienreise einen Slum in der Nähe von Sibiu / Hermannstadt. Die Kinder sind unterernährt. Viele Babys schweben in Lebensgefahr. Es gibt keinen Strom, kein Wasser, nur Hütten und Dreck. Jenny Rasche, damals 23 Jahre, ist erschüttert. „Diese Begegnung hat mich nicht mehr losgelassen. Mitten in Europa solch ein Elend. Ich habe die Bilder dieser verhungerten Kinder nicht mehr aus dem Kopf bekommen.“
Zurück in Deutschland gründet sie eine Hilfsorganisation und zieht kurz darauf mit ihrem Mann und ihren drei kleinen Kindern nach Rumänien. Jenny möchte vor Ort helfen. Sie beginnt mit dem Elementarsten und versorgt die Roma mit Essen und warmer Kleidung. Und sie übernimmt Verantwortung für die 40 Kinder im Slum. Mit Spendengeldern aus Deutschland und der Schweiz gründet sie ein Tageszentrum mit einer angegliederten Schule für Analphabeten.
Die ersten Jahre sind schwierig. Die Kinder, die bisher ein elendes Bettlerleben führten, sind traumatisiert. Und dennoch: Mit der Zeit fassen die Kinder Vertrauen zu Jenny. Mittlerweile besuchen viele der Kinder weiterführende Schulen oder erlernen einen Beruf. Read the rest of this entry »
Dezember 13th, 2018 |
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Dokumente & Berichte, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Massive Verbreitung von Antiziganismus im Internet: Hass gegen Sinti und Roma im Netz besser erkennen, systematisch erfassen und effektiv bekämpfen
Report: Antiziganismus online
Dezember 2018 (→Download/pdf)
Antiziganistischer Hass gehört in fast allen Online-Formaten und auf vielen Webseiten zum Alltag. Gegenrede hingegen findet nur selten statt. Insbesondere rechtsextreme Gruppen und Akteure sind erfolgreich darin, Antiziganismus im Netz zu propagieren, Hass zu schüren und Angehörige der Sinti-und-Roma-Minderheit zu diffamieren. Dies zeigt ein aktueller Recherchebericht von Jugendschutz.net, dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti.
Im Rahmen eines Pilotprojektes waren dabei tausende antiziganistische Hassinhalte im Internet untersucht sowie eine Vielzahl an diskriminierenden Stereotypen identifiziert worden. Mehr als 400 jugendschutzrechtliche und oft auch strafrechtlich relevante Verstöße wurden hierbei dokumentiert. Auffällig war zudem eine Steigerungsdynamik in Kommentarbereichen: Antiziganistische Aussagen verstärken sich dabei wechselseitig bis hin zu menschenverachtenden Darstellungen und konkreten Gewaltaufrufen.
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November 22nd, 2018 |
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Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV
Neues Hörspiel in Schweden: Pippi Langstrumpf als Roma-Mädchen
Radio F.R.E.I: →Beitrag anhören (ab 11:20)
Ende September 2018 sorgte eine neue Version der Abenteuer von Pippi Langtrumpf für Schlagzeilen in Schweden. Eine Autorin namens Gunilla Lundgren hat sich der Geschichte angenommen. In Abstimmung mit Kindern mit Migrationshintergrund entwickelte sie die populäre Figur zu einem Romamädchen aus Rumänien. Pippi lebt in Schweden in einem sozialen Brennpunkt, einem kleinen Vorort von Stockholm, in einem Bauwagen, und hat dort weder Pferd noch Affe, sondern lediglich ein paar Kuscheltiere. Nichtsdestotrotz ist sie frech und mutig und stark und kämpft sich überall durch. Ein Kampf war es wohl auch, diese Geschichte zu erzählen und dabei den Namen von Pippi zu verwenden. Die Erben von Astrid Lindgren, der Schöpferin der populären Figur, waren wohl zuerst nicht sehr angetan, ließen sich aber schließlich mit dem Argument überreden, dass die Einnahmen aus dem Projekt einer Kinderbibliothek für Romakinder in Bukarest zugute kommen würden. Außerdem erklärte die Autorin gegenüber „Deutschlandfunk Kultur“: „Sie fanden, dass wir die Geschichte durchaus so verwenden dürfen. Wir haben uns ja lediglich von Pippi Langstrumpf inspirieren lassen. Das ist nicht die Pippi, sondern ein Mädchen, das Pippi heißt.“
Die Idee zu der Geschichte entstand in einem Schreibworkshop in einer Schule in Rinkeby, einer Kleinstadt nahe Stockholm, die oft als „kleines Mogadishu“ bezeichnet wird. Über 90% der Leute, die dort wohnen, haben Migrationserfahrungen, knapp 50% sind afrikanischer Abstammung. Als der Sender Sveriges Radio von der neuen Version erfuhr, nahm er sich der Sache an und produzierte die Höspielserie „Pippi in Rinkeby“. Read the rest of this entry »
November 7th, 2018 |
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Jugend & Bildung, Literatur & Bücher
Marie-Luise Wünsche über den Buchbeitrag „Ästhetische Produktionen von ‚Sinti und Roma‘ im Literaturunterricht“:
[Franziska Krumwiede-Steiners Beitrag] widmet sich, wie der Untertitel bereits ankündigt, den „Ästhetischen Produktionen von ‚Sinti und Roma‘ im Literaturunterricht“. Eine derartige praktische Anregung für den Deutschunterricht war überfällig. Sie wäre wohl ohne den richtungsweisenden Beitrag von Klaus-Michael Bogdal, auf den Krumwiede-Steiner auch verweist, so immer noch nicht denkbar gewesen. „Europa erfindet die Zigeuner“ erschien 2011 im Suhrkamp-Verlag und wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Dieser Beitrag konnte allerdings nicht die Menschen mit ihren eigenen Werken in ihr Recht setzen. Das war nicht das Thema des Forschungsprojekts von Bogdal. Darin geht es um wissenschaftliche Beobachtungen jener Konstruktionen und Stigmatisierungen, mittels derer eine mehr oder weniger bunt zusammengesetzte Gruppe von Menschen (…) immer wieder neu und anders entweder romantisierend als „Zigeuner“ oder aber politisierend als „Sinti und Roma“ beschrieben wurde und noch beschrieben wird. Es kamen also nur die nicht ganz unproblematischen narrativen Strukturen des Geschichtenerzählens über und nicht die Narrative des Geschichtenerzählens von sogenannten „Zigeunern“ respektive sogenannten „Sinti“ und „Roma“ zu Wort. Denen eröffnet der Beitrag innerhalb dieses Sammelbandes nun Freiräume literarischen Lernens im Deutschunterricht höherer Jahrgangsstufen. (…)
Aus: Marie-Luise Wünsche, Unvergleichlich schöne vergleichende Blicke auf den Literaturunterricht und seine Theorien, in: literaturkritik.de, 1.11.2018 (Wir danken Marie-Luise Wünsche für die freundliche Genehmigung!)
Rezension über:
Michael Eggers / Christof Hamann (Hg.): Komparatistik und Didaktik, Aisthesis Verlag, Bielefeld 2018, 307 Seiten, ISBN-13: 9783849811648. (Inhaltsverzeichnis)
November 3rd, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Colloquium in der Gedenkstätte Ravensbrück
Pressemitteilung, 2.11.2018: Kinder als Häftlinge in Konzentrationslagern sind das Thema eines wissenschaftlichen Colloquiums, zu dem die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück am Samstag, 10. Nov. 2018, von 11:00 bis 17:00 Uhr interessierte Besucherinnen und Besucher einlädt. Die Veranstaltung findet begleitend zur Ausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen“ statt, die derzeit in der Gedenkstätte Ravensbrück zu sehen ist.
Im KZ Ravensbrück waren mindestens 900 Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis 16 Jahren aus 18 Nationen inhaftiert. Sie wurden mit ihren Familien eingewiesen oder ohne Angehörige aus anderen Lagern überstellt. Mehr als 600 Kinder kamen zwischen 1943 und 1945 im KZ Ravensbrück zur Welt. Die meisten Neugeborenen starben nach kurzer Zeit.
Jungen wurden meist ab dem zwölften Lebensjahr im Männerlager untergebracht; ab Herbst 1944 lebten sie dort in einem eigenen Block. Im Frauenlager blieben die Kinder mit den Erwachsenen zusammen. Etwa ab dem zwölften Lebensjahr wurden sie zur Arbeit eingesetzt, Jüngere blieben tagsüber in den Baracken. Mithäftlinge organisierten heimlich Spielzeug und Unterricht, „Lagermütter“ wurden zu Bezugspersonen für Kinder ohne Angehörige. In ihren Spielen wie „Appell“, „Selektion“ und „SS“ bildeten die Kinder die Lagerrealität ab.
Anfang 1945 wurden mehr als 4.300 Frauen und Kinder aus dem KZ Ravensbrück in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Dort befanden sich unter den rund 120.000 inhaftierten Menschen aus fast allen europäischen Ländern auch etwa 3.500 Kinder unter 15 Jahren. Die meisten von ihnen wurden als Juden verfolgt, andere gehörten zur Gruppe der Sinti und Roma oder waren mit ihren Müttern aus politischen Gründen inhaftiert worden. Read the rest of this entry »
Oktober 29th, 2018 |
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Jugend & Bildung, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Deutschland: Über engagierte junge Roma und Sinti wird nicht berichtet
Stellungnahme von Amaro Foro e.V. anlässlich der Fachtagung „Antiziganismus in den Medien“
Erfolgreiche Durchführung des größten Zusammenkommens junger Roma und Sinti, doch die Medien ignorieren die Bundesjugendkonferenz 2018 und vergeben die Chance auf ein Zeichen gegen Rassismus und für Solidarität und Vielfalt.
Vom 28. 9. bis 1. 10. 2018 fand die diesjährige Bundesjugendkonferenz der Roma und Sinti in Berlin statt. Sie wurde von Amaro Drom e.V. und Amaro Foro e.V. organisiert und mit großer Unterstützung durch Terne Rroma Südniedersachsen e.V., die Roma-Jugend Initiative Northeim sowie Romano Sumnal e.V. aus Sachsen umgesetzt. Die Veranstaltung war auch dieses Jahr ein großer Erfolg. In den zweitägigen Workshops und dem teils öffentlichen Abendprogramm diskutierten die Teilnehmer*innen ihre Ziele und Visionen für eine solidarische Gesellschaft der Vielen und vernetzten sich, um dieser Vision gemeinsam näherzukommen.
Die zahlreich eingeladene Presse blieb der Veranstaltung fern.* Schon in den vergangenen Jahren tat sich die Presse schwer damit, der größten bundesweiten Veranstaltung junger Roma und Sinti (gegendert Rom*nja und Sinti*zze) einen Nachrichtenwert abzugewinnen. Wenn in einer Presseeinladung von Rom*nja und Sinti*zze in Deutschland Schlagworte wie „Betteln“, „Kriminalität“, „Obdachlosigkeit“, „Horrorhaus“ oder „Diskriminierung“ fehlen, scheint es kein Interesse zu geben, egal wie aktuell und politisch relevant die Inhalte der Veranstaltung sein mögen. Rom*nja und Sinti*zze sind für deutsche Medien vor allem dann interessant, wenn sie als passive Opfer präsentiert oder als kriminell dargestellt werden können. Wollen sie jedoch selbst zu Wort kommen, um ihre Geschichten und politischen Ziele in die Öffentlichkeit zu tragen, passen sie nicht mehr in die Schablonen, die ihnen die Medien offenbar zuweisen – und werden ignoriert.**
Schon bei der Bundesjugendkonferenz 2015 in Niedersachsen wurde in lokalen Zeitungen zwar über das zeitgleich stattfindende Erntedankfest eines nahegelegenen 200-Seelen-Dorfes, nicht aber über das Treffen politisch engagierter Jugendlicher der größten Minderheit Europas berichtet. Read the rest of this entry »
Oktober 27th, 2018 |
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Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
„Wenn die anderen Zigeuner sagen, schäme ich mich!“
Eine Radiogeschichte über Sinti und Roma
KiRaKa: WDR-Kinderhörspiel | 22.10.18 | 50 Min.
Für Kinder ab 10 Jahren | →zur Sendung
Geta ist zwölf und kommt aus Rumänien. Seit vier Jahren wohnt sie in der Dortmunder Nordstadt. Sie findet Deutschland schön, geht gern zur Schule und träumt davon, einmal Ärztin zu werden. Nur eines mag sie gar nicht: Wenn andere Schüler sie „Zigeuner“ nennen. Geta gehört zu den Roma, einem Volk, das vor fast 1.000 Jahren nach Europa gekommen ist. Gegen keine andere Gruppe gibt es so viele Vorurteile. Die Bezeichnung „Zigeuner“ für Roma oder Sinti wurde oft als Schimpfwort gebraucht: Man meinte damit Leute, die fremd, kriminell und gefährlich waren. Wozu solche Feindbilder führen können, hat die Verfolgung der Minderheit im Nationalsozialismus gezeigt: Hunderttausende wurden ermordet. Auch heute noch fühlen sich sogar Sinti und Roma, deren Familien seit Generationen in Deutschland sind, wie Menschen zweiter Klasse.
In unserer Radiogeschichte geht es um alte und neue Vorurteile, die Geschichte dieses Volkes, seine Sprache und Kultur und darum, wie Sinti- und Roma-Kinder heute in Deutschland leben.
(Sendung: Christiane Kopka | Text: wdr.de)
September 10th, 2018 |
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Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Radio B-East / Radio FRO 105,0
59:36 Min. | Sendung vom 7.8.2018
Redakteurin: Eugenia Seriakov
„Amaro Foro“ bedeutet „unsere Stadt“ und ist auch der Name der größten Jugendorganisation von Roma und Nicht-Roma in Deutschland. Radio B-East (Berlin) sprach mit der Pressesprecherin Andrea Wierich über den Verein, die Arbeit, Beratungsangebote und Möglichkeiten sowohl für Roma als auch für Schulen und öffentliche Veranstaltungen, umgekehrt über Rassismus im Alltag zu berichten, und über die anstehende Fachtagung „Antiziganismus in den Medien“.
(Text: FRO)
Siehe auch:
Interview: „Romano Sumnal“ in Leipzig, 29.8.2018
August 13th, 2018 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung
„So geht Geschichtsvermittlung 2018“
MKÖ präsentiert multimediale Wissensvermittlung: Mit der App durch ehemalige KZ-Außenlager
Die Wissensvermittlung, vor allem an Jugendliche, ist ein bedeutender Teil der Arbeit des Mauthausen-Komitees Österreich (MKÖ). In Erinnerung an die Errichtung des KZ Mauthausen vor 80 Jahren und zur Mahnung launcht das MKÖ die „Mauthausen-Außenlager-App“ mit Informationen, Fotos, Videos zur Geschichte und den Überlebenden. Für die Überlebenden des KZ Mauthausen und seiner Außenlager war die Sensibilisierungsarbeit mit Jugendlichen von enormer Bedeutung. Diesen Auftrag haben die Überlebenden auch dem Mauthausen-Komitee Österreich bei der Übergabe ihres Vermächtnisses im Jahr 2000 mitgegeben.
Das Mauthausen-Komitee Österreich arbeitet, gemeinsam mit seinen lokalen Initiativen, bereits seit Jahrzehnten an der wissenschaftlichen Aufarbeitung und an der Vermittlung der Geschichte der ehemaligen Außenlager des KZ Mauthausen. Das Mauthausen-System umfasste neben dem Hauptlager circa 49 Außenlager in nahezu allen Bundesländern Österreichs. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde die Geschichte der jeweiligen Orte aufgearbeitet und für die „Mauthausen-Außenlager-App“ aufbereitet.
Christa Bauer, Geschäftsführerin des Mauthausen-Komitees Österreich, zur Bedeutung der digitalen Wissensvermittlung: „Nicht nur digital affine Jugendliche, sondern auch historisch Interessierte aller Altersgruppen haben nun die Möglichkeit, alle Orte der KZ-Außenlager virtuell zu besuchen. Read the rest of this entry »
August 3rd, 2018 |
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Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Deutschland: Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma in Deutschland soll in die Ausbildung von jungen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten aufgenommen werden. Das vereinbarten der Präsident der Bundespolizei, Dr. Dieter Romann, und der Vorsitzende des Zentralrates, Romani Rose.
Am 27. Juli 2018 besuchte der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, zusammen mit dem Präsidenten des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann, die Bundespolizeiakademie in Lübeck. Hintergrund der Einladung war die bei einem Besuch im Bundespolizeipräsidium im vergangenen Oktober gemeinsam vereinbarte Aufnahme des Themas „Sinti und Roma als nationale Minderheit in die Ausbildung junger Bundespolizeianwärter.
Bei dem Besuch im Bundespolizeipräsidium hatte Romani Rose unter anderem angeregt, die Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland in die Aus- und Fortbildung der Bundespolizei und in das Programm der Akademie aufzunehmen. Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums hat diese Anregung aufgegriffen und die Vertreter des Zentralrates im Gegenzug eingeladen, sich an der Bundespolizeiakademie in Lübeck selbst ein Bild davon zu machen, wie die Lehrinhalte für junge Bundespolizeianwärter zum Thema „Minderheitenschutz“ heute konkret ausgestaltet werden.
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Juli 28th, 2018 |
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Jugend & Bildung, Musik
Siebenbürgen: Unterstützung für musikalisches Projekt mit Roma-Kindern gesucht
Hermannstadt – Emanuel Mario Bebe, ein 1996 in Bukarest geborener leidenschaftlicher Musiker und Sänger, der unter professioneller Anleitung und im Selbststudium Fähigkeiten auf Instrumenten wie z.B. Schlagzeug, Querflöte und Akkordeon entwickelt hat, begibt sich auf die Suche nach finanzieller und moralischer Förderung für ein eigenhändig initiiertes Projekt unter der Überschrift „Caravana Gypsy Jazz“. Emanuel Mario Bebe wuchs in einem Kinderhaus auf und arbeitet seit seinem 18. Lebensjahr häufig und gerne mit Roma-Kindern zusammen, denen er Begeisterung für das gemeinsame Singen und Musizieren vermittelt. Dadurch verfolgt er das Ziel, durch Musik talentierten Heranwachsenden all das weiterzugeben, was ihn selber auf seinem Lebensweg beflügelt hat, gibt der junge Projektinitiator bekannt.
Das Projekt „Caravana Gypsy Jazz“ bezweckt einen Aufwärtstrend des Erhalts der Musiktradition der Roma. Emanuel Mario Bebe nimmt sich vor, begabte Roma-Kinder aus benachteiligten Verhältnissen durch Instrumental- und Gesangsunterricht musikalisch zu fördern und gemeinsam mit ihnen eine Gypsy-Jazz-Band zu gründen, die aus Instrumentalisten und einem Chor bestehen soll. Den lernenden Kindern werden alte Traditionen weitergegeben, gleichzeitig wird ein künstlerischer Fortschritt der Musikformen der Sinti und Roma bezweckt.
Ein Beginn der Probenarbeit des zu gründenden Ensembles ist für September anberaumt. Das musikalische Ergebnis der Proben, die wöchentlich stattfinden werden, wird im Dezember in einem ersten Konzert zu hören sein. In der langfristigen Planung wird auch die Durchführung einer landesweiten Tournee des Projektensembles „Caravana Gypsy Jazz“ angestrebt.
Emanuel Mario Bebe und seine aktuellen sowie künftigen Mitstreiter freuen sich über jede finanzielle Hilfestellung durch Sponsoren und Mäzene, die dem beschriebenen Projekt ideelle und geldliche Unterstützung zukommen lassen möchten. Read the rest of this entry »
Juli 4th, 2018 |
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Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Bibliografie zu Zigeunerfiguren, Sinti und Roma in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur
➜Bibliografie (pdf)
Die Projektgruppe „Zigeunerbilder“ der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM der GEW) hat eine eine Bibliographie zu Zigeunerfiguren, Sinti und Roma in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur erarbeitet. Sie sammelt kinder- und jugendliterarische Primärliteratur, in der Figuren vorkommen, die Zigeuner, Roma oder Sinti sind. Die umfangreiche Bibliografie bietet Forschenden nun eine wichtige Rechercheanlaufstelle (zur Bibliografie gelangen Sie hier). In ihrem Artikel beschreibt Ute Wolters als Mitglied der Projektgruppe, inwiefern die Thematik ein Desiderat in der Kinder- und Jugendliteraturforschung darstellt:
Es gibt aus den letzten Jahren mehrere grundlegende Untersuchungen zum literarischen bzw. medialen Bild des Zigeuners (Solms 2008, Patrut 2007 und 2008, Bogdal 2011, Brittnacher 2012, Reuter 2014), wobei die Kinder- und Jugendliteratur eher stiefmütterlich bis gar nicht behandelt wird. Lange Zeit wurde übersehen, dass Zigeuner als Haupt- oder Nebenfiguren in sehr vielen Texten der Kinder- und Jugendliteratur vorkommen (Dahrendorf 1980, Kahlkul 1999, Weinkauff 2006, Carstiuc 2011). (Wolters 2015)
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Juni 5th, 2018 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Musik
Dokumentarfilm von Tamás Almási (mehr hier)
85 Min. / Ungarn 2015
Anti ist ein 18-jähriger Rom, der es liebt, die Gitarre zu spielen. Er steht vor der Chance, dem Leben in einem heruntergekommenen Roma-Slum in einem entlegenen Winkel Ungarns zu entkommen, und reist zu Snétbergers Musikschule in Felsőörs am Balaton (Snétberger Music Talent Center), wo er aufgrund seines Talents – gemeinsam mit sechzig anderen Roma-Jugendlichen – ausgewählt wurde: die Chance auf ein besseres Leben.
Mai 26th, 2018 |
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Einrichtungen, Frauenrechte, Jugend & Bildung
Empowerment für junge Romnja und Sintizze in Deutschland: Mädchen und Frauen engagieren sich selbstbewusst für ihre Interessen
Im März startete mit „Opre Romnja!“ ein neuer Schwerpunkt der Empowermentarbeit von Amaro Drom. Bisher sind junge Romnja und Sintizze in der Vereinsarbeit unterrepräsentiert. Mit „Opre Romnja!“ will Amaro Drom das ändern. Das Projekt wird durch das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert und findet im Rahmen des Projektes „Dikhen amen! Seht uns!“ statt, das vom deutschen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird.
Das Hauptziel von „Opre Romnja!“ ist das selbstbewusste Engagement junger Romnja und Sintizze – nicht nur im Projekt „Dikhen amen!“ und im Verein Amaro Drom. Sondern auch darüber hinaus. Durch ein gestärktes Selbstbewusstsein nehmen die Mädchen und Frauen ihre Wünsche ernst und setzen sich beherzt dafür ein. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es zunächst einen Raum, in dem sich die jungen Romnja und Sintizze geschützt vor Rassismus und Sexismus austauschen können. Hierfür ist die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum wichtig. Dies ermöglicht gegenseitiges Vertrauen und die erfolgreiche Umsetzung der Wünsche der Mädchen und jungen Frauen.
Gemeinsam mit erfahrenen Teamerinnen aus der Community unterstützt Éva Ádám, pädagogische Leitung im Projekt „Dikhen amen! Seht uns!“, die Mädchen in mehreren Treffen dabei, ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen, zu ergründen, wie sie diese in die Wirklichkeit umsetzen können, und dieses Wissen an andere junge Rom*nja und Sinti*zze weiterzugeben. Umgesetzt werden diese Ziele in mehrstufigen Projektveranstaltungen in mehreren Bundesländern. Dabei lernen die Mädchen und jungen Frauen andere Romnja und Sintizze kennen. Sie tauschen sich aus, formulieren eigene Wünsche und lernen ältere Romnja und Sintizze kennen, die bereits gesellschaftspolitisch aktiv sind. Read the rest of this entry »
Mai 15th, 2018 |
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Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher
Im ORF-RadioKulturhaus in Wien wurden die diesjährigen Gewinner der „SozialMarie“ bekannt gegeben. 15 sozial innovative Projekte wurden mit dem bereits zum 14. Mal vergebenen Preis ausgezeichnet. Organisiert wird der Preis von der Unruhe Privatstiftung.
Der mit 15.000 Euro dotierte erste Preis ging an ein Obdachlosen-Projekt in Tschechien: Housing First for Families in Brno: Fünfzig obdachlose Familien wird eine Stadtwohnung ermöglicht. Die Familien werden dabei begleitet und betreut, ein neues Leben zu beginnen. „Die Strategie scheint aufzugehen. Über 90 Prozent der Familien leben nach einem Jahr weiterhin gemeinsam in ihrer eigenen Wohnung, Kinder kehren aus der Fremdunterbringung in ihre Familie zurück, arbeitslose Familienmitglieder finden einen Job, die Kinder gehen regelmäßiger in die Schule, die finanzielle Lage und die gesamte familiäre Situation stabilisieren sich“, erklären die Organisatoren der SozialMarie.
Den zweiten Preis in der Höhe von 10.000 Euro vergab die Jury an das slowakische Projekt Book Club PAĽIKERAV: Bei diesem „Buchklub“ erhalten junge Roma in Košice Bücher, die ihnen von den Autorinnen und Autoren übergeben werden. Die Roma erstellen Video-Buchrezensionen, die dann im Internet präsentiert werden. Inzwischen werden drei neue Videorezensionen pro Woche veröffentlicht. Darüber hinaus gibt es Diskussionsrunden und Buchpräsentationen. Read the rest of this entry »