August 31st, 2026 |
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Geschichte & Gedenken
Nach Sanierung: Sinti-Mausoleum in Halle-Osendorf wurde feierlich eingeweiht
Am Sonntag, 23. August 2026, wurde in Halle-Osendorf (Deutschland) das Mausoleum Josef Weinlichs feierlich eingeweiht. Nach umfassender Sanierung erinnert das Baudenkmal an die Kultur der Sinti und Roma, die während der nationalsozialistischen Diktatur fast vollständig aus Halle verschwand.
Für die nationale Minderheit spricht der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose: „Das Mausoleum erinnert an die lange Geschichte der Sinti in Deutschland und macht deutlich, dass Sinti mit ihrer 600-jährigen deutschen Geschichte selbstverständlicher Teil dieses Landes sind, das ihre Heimat ist. Ich danke Bund, Land und der Stadt Halle für die Sanierung, die ausdrückt, dass dieses Land auch durch Baudenkmale an die lange Geschichte der Minderheit erinnert.“
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August 29th, 2026 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Wissenschaft
Forschungsstelle Antiziganismus ediert Quellen zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa. Die Arbeiten zum neunjährigen Projekt wurden zu Jahresbeginn aufgenommen.
Eine groß angelegte digitale Edition führt Quellen zum nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zusammen und macht sie für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich. Publiziert werden sollen rund 1.200 Dokumente – Schriftstücke aus dem Verwaltungs- und Verfolgungsapparat, ergänzt um Quellen aus der Perspektive der Opfer. Angesiedelt ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Für die Gesamtlaufzeit von neun Jahren stehen Fördermittel in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben basiert maßgeblich auf der digitalen „Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa“, die seit Juli 2020 ebenfalls an der Forschungsstelle entsteht.
„Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wurde nicht nur gesellschaftlich und politisch jahrzehntelang ignoriert, sondern auch in der Forschung kaum beachtet“, erläutert die Historikerin Dr. Karola Fings, wissenschaftliche Leiterin der beiden Projekte. Ziel ist es, mit der „Edition zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa“ alle Verfolgungsprozesse von der rassistischen Stigmatiserung bis hin zum Mord in den Vernichtungslagern abzubilden. Read the rest of this entry »
August 27th, 2026 |
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Veranstaltungen & Ausstellungen
Vom 28. August bis zum 27. September 2026 findet in Dortmund das 13. „Djelem Djelem Kunst- und Kulturfestival“ statt
Mit Musik, Theater, Film, Kunst, Bildungsveranstaltungen, Diskussionen und Begegnung bringt das Festival auch in diesem Jahr ein vielfältiges Programm an unterschiedlichen Orten in Dortmund zusammen. Organisiert wird das Festival unter anderem von Romano Than e.V., Roma Center e.V. und der Stadt Dortmund. Das Festival schafft Räume für kulturelle Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Debatten und macht die Vielfalt der Roma- und Sinti-Communitys sichtbar. Das Roma Center ist in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen im Programm vertreten.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Alle sind herzlich willkommen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, sofern bei der jeweiligen Veranstaltung nichts anderes angegeben ist. Das Gesamtprogramm des „Djelem Djelem Festivals“: → Download (pdf)
Das Programm:
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August 26th, 2026 |
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Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Haarproben von Müttern in slowakischen Roma-Siedlungen weisen – infolge ihrer Lebensumstände – doppelt so viel Cortisol (ein Stresshormon) auf als die anderer Mütter.
(Quelle/pdf)
August 25th, 2026 |
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Rassismus & Menschenrechte
RAN: Rechtsextreme überfallen Roma-Familie in Ungarn. Keine Ermittlungen wegen Mordversuchs.
Roma Antidiscrimination Network/RAN: In dem ungarischen Ort Cegléd (Anm.: Komitat Pest) wurde Ende April eine Roma-Familie von Rechtsextremen überfallen. Die vermummten Angreifer schlugen das Fenster der Haustür ein und warfen einen Molotow-Cocktail in das Haus der Familie, in dem mehrere kleine Kinder und ein Säugling schliefen. Während sie ins Haus eindrangen, riefen die Täter: „Jetzt werdet ihr sterben!“ Sie begannen sofort, auf den Vater der Familie einzuschlagen und verletzten ihn dabei mit einer Machete. Der Vater verlor ein Stück seines Fingers. Ihm gelang es dennoch, das entstandene Feuer zu löschen. Obwohl sie maskiert waren, erkannte die Familie die Angreifer sofort. Sie leben in der Nachbarschaft. Die Mutter der Familie sagte gegenüber Medien, sie kenne den Angreifer seit 20 Jahren. Sie war überzeugt: Die Männer würden sie alle töten.
Die Polizei fand in der Wohnung der Angreifer diverse Waffen: Pistolen, Gewehre, ein Maschinengewehr, fast 150 Schuss Munition und mehrere Dutzend Waffenteile sowie einen Schlagring, in den ein Hakenkreuz geritzt ist. Bei den Angreifern soll es sich um einen 59-jährigen Mann und seinen 16-jährigen Sohn gehandelt haben. Die mutmaßlichen Täter sollen einer rechtsextremen Gruppierung namens „Friedenswächter“ angehören. Anschenend sind sie nach wie vor auf freiem Fuß. Ein Medienportal schreibt lediglich, es würden voraussichtlich Kontakt- bzw. Annäherungsverbote gegen die Täter verhängt. Die angegriffene Familie lebt seither in Angst und traut sich kaum noch aus dem Haus.
Es war nicht der erste Angriff auf die Familie. Bereits tagsüber hatte der 59-Jährige die Mutter angegriffen: Er hatte sie aus ihrem Haus gezerrt. Als jedoch ihr Partner nach Hause gekommen ist, war es ihm gelungen, den Angreifer zu vertreiben.
Hintergrund für den versuchten Mord an einer gesamten Familie, einschließlich mehrerer Kinder, war laut Medienberichten, dass die Kinder zuvor kleine Bäume aus dem Wald des mutmaßlichen Täters gefällt hätten, um ein Fußballtor zu bauen.
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August 25th, 2026 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 20.8.2026 (mp3)
Musik, Sprache und Kultur – das Burgenland ist vielfältig. Genau diese Vielfalt stand vor kurzem bei einem besonderen Abend in Nebersdorf im Bezirk Oberpullendorf im Mittelpunkt. Radio MORA, das „Mehrsprachige Offene Radio“, lud erstmals zur „Musik der Vielfalt“ ins Zelt der Kulturinitiative Circusglück. Auf der Bühne: Koprive, Mira Perusich, Max Prenner und die Leon Berger Band. Gesungen und musiziert wurde in unterschiedlichen Sprachen – und damit wurde die kulturelle Vielfalt der burgenländischen Volksgruppen nicht nur hörbar, sondern auch live erlebbar.
Anhören: →Sendung vom 21.8.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe von „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über das Jugenwort 2026. Die Jugendsprache ist seit jeher ein direktes Fenster in die Gedanken- und Gefühlswelt junger Menschen. Wer versteht, warum ein Begriff viral geht, versteht auch etwas über die Generation, die ihn benutzt. Am Mikrophon Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 24.8.2026 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart präsentiert. Genießen Sie die abwechslungsreichste Roma-Musik im Mix mit den zweisprachigen Volksgruppennachrichten auf Deutsch und Burgenland-Romani.
Anhören: →Sendung vom 25.8.2026 (mp3)
Das internationale Kunstsymposium des Vereins „eu-art-network“ ging bereits in seine 26. Runde – und hat heuer in Stadtschlaining eine neue Heimat gefunden. Unter dem Motto „Veränderung“ arbeiteten 22 Künstlerinnen und Künstler aus neun verschiedenen Nationen intensiv zusammen. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Tagesthema. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.
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August 24th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV
Gespräch mit dem Historiker Daniel Weißbrodt
Radio Blau – Freies Radio für Leipzig
Sendung vom 31.7.2026, 22:51 Min. [CC-BY-NC-SA]
→Anhören (mp3)
Gespräch mit dem Autor und Historiker Daniel Weißbrodt (Website), Projektmitarbeiter im Leipziger Verein Romano Sumnal (Website), über die Geschichte der Sinti und Roma in Leipzig und Sachsen, anlässlich auch des Internationalen Tags des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma am 2. August.
(Sendung und Text: Radio Blau)
August 23rd, 2026 |
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Literatur & Bücher
Papusza / Bronisława Wajs: Tears of Blood. A Poet’s Witness Account of the Nazi Genocide of Roma. Edited by Volha Bartash, Tomasz Kamusella, Viktor Shapoval (= Roma History and Culture, Vol. 4), Brill/Schöningh: Paderborn 2024.
→Open Access (pdf) [CC-BY-NC-ND 4.0]
Ratfale Jasfa (Romani: „Tränen aus Blut“) ist ein Gedicht der Roma-Dichterin Papusza (Bronisława Wajs), die die deutsche Besatzung und den Zweiten Weltkrieg in Wolhynien, heute Teil der Ukraine, überlebte. Es ist zugleich eines der frühesten bekannten Zeugnisse einer Überlebenden des Roma-Völkermords und einer Roma-Frau. Dieses Buch stellt das kürzlich wiederentdeckte Manuskript vor, das viermal so lang ist wie der bisher bekannte Text. Der Band enthält eine Transkription des Gedichts auf Romani, eine Übersetzung ins Englische, umfangreiche historisch-philologische Kommentare sowie eigenständige Kapitel über die Dichterin, das Manuskript und den historischen Kontext.
Ratfale Jasfa (Romani: ‘Tears of Blood’) is a poem by the Romani poet Papusza (Bronisława Wajs) who survived the German occupation and the Second World War in Volhynia, currently Ukraine. It is also one of the earliest known testimonies by a Romani genocide survivor and a Romani woman. This book introduces the recently re-discovered manuscript which is four times longer than the previously known text. The volume includes a transcript of the poem in Romani, a translation into English, extensive historical-philological commentaries, alongside stand-alone chapters on the poet, manuscript and the historical context.
(Verlagsinfo)
August 22nd, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Marc Buggeln, Sebastian Lotto-Kusche: Aufarbeitung des an Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Bundesrepublik Deutschland. Grundlagenkonzept für eine Wahrheitskommission, Springer VS: Wiesbaden 2024.
Marc Buggeln und Sebastian Lotto-Kusche legen mit dieser Publikation ein Grundlagenkonzept zur Wahrheit über das begangene Unrecht an den Sinti_ze und Rom_nja in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vor. Zunächst fassen die Autoren den Erkenntnis- und Forschungsstand zur Geschichte von Sinti_ze und Rom_nja nach 1945 in beiden deutschen Staaten zusammen. Daraus abgeleitet wird der Forschungsbedarf und mögliche Fragestellungen der einzurichtenden Wahrheitskommission zur Aufarbeitung des an Sinti_ze und Rom_nja begangenen Unrechts (WASRU). Da Wahrheits- und Versöhnungskommissionen in Deutschland bislang keine Tradition haben und meist im unmittelbaren Übergangsbereich von Diktaturen und Apartheidsregimen hin zu Demokratien gegründet wurden, werten die Autoren die Erfahrungen dieser Kommissionen in unterschiedlichen Staaten weltweit aus. (Verlagsankündigung)
Dr. Marc Buggeln ist Universitätsprofessor für regionale Zeitgeschichte und Public History an der Europa-Universität Flensburg und Direktor der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History.
Dr. Sebastian Lotto-Kusche ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoc an der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg.
Siehe auch:
Deutschland beschließt Aufarbeitungskommission, 13.7.2026
August 21st, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Sebastian Sauer (2025): Im Kampf um eine gesellschaftliche Identität. Die Erinnerung an das Rohrbombenattentat von Oberwart 1995 in der österreichischen Medienlandschaft zwischen 2000 und 2020
Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 154 S.
→Zum Download der UB Wien (pdf)
Abstract (Link):
Der Rohrbombenanschlag von Oberwart 1995 stellt eine Zäsur für die österreichischen Roma und Österreich im Gesamten dar. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Anschlag zwischen 2000 und 2020 in der österreichischen Medienlandschaft erinnert wurde. Hierzu werden die vier Printmedien Kronen Zeitung, Kurier, Der Standard und Die Presse untersucht. Audiovisuelle Medien finden durch Einbindung des ORFs in die Untersuchung Berücksichtigung. Basierend auf der Nachrichtenwerttheorie untersucht eine erste quantitative Analyse, welcher Stellenwert der Anschlagserinnerung über die Jahre von der österreichischen Presse zugewiesen wurde. Die anschließende qualitative Analyse versucht, durch die Einordnung in ein Kategoriensystem dominante Inhalte der Berichterstattung und mögliche Entwicklungen zu identifizieren. Anschließend werden aus der Berichterstattung herausstechende Thematiken und Artikel, die durch besonders hohes Maß von gesellschaftlichem Interesse geprägt sind, näher diskutiert. Durch dieses Vorgehen soll die Anschlagserinnerung im kulturellen Gedächtnis verortet werden und ihre Rolle in der Konstruktion einer österreichischen Identität beurteilt werden können. Read the rest of this entry »
August 20th, 2026 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 14.8.2026 (mp3)
Ein sparsamer Umgang mit unserem Trinkwasser ist aufgrund der aktuellen Hitzewelle und Trockenheit sehr wichtig. Im Tagesbeitrag dieser „Romani Ora“ nimmt sich Ferialpraktikantin Leonie genau dieses Themas an. Außerdem hören Sie die Veranstaltungshinweise und die abwechslungsreichste Roma-Musik. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 17.8.2026 (mp3)
In der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf eine musikalische Reise voller ausdrucksstarker Roma-Klänge – von mitreißenden Rhythmen bis hin zu berührenden Melodien. Dazu gibt es wie gewohnt unsere zweisprachigen Volksgruppennachrichten auf Deutsch und Romanes mit allen wichtigen Berichten und regionalen News.
Anhören: →Sendung vom 18.8.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über die Stocksport-Jugend-EM, die in Oberwart stattgefunden hat. 60 Athletinnen und Athleten aus sechs Nationen gingen an den Start: Neben Gastgeber Österreich sind Deutschland, Italien und Frankreich vertreten. Für internationales Flair sorgten zudem die Gastnationen Kanada und Indien, die erstmals an einer Nachwuchs-EM auf Sommerbelag teilnahmen. Am Mikrophon: Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 19.8.2026 (mp3)
In der „Romani Ora“ berichten wir über das „Picture On“-Festival 2026 aus dem Grenzdorf Bildein. Außerdem informieren wir Sie in den zweisprachigen Volksgruppennachrichten über Aktuelles aus der Roma-Community Durch die Sendung begleitet Sie aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart Tina Nardai.
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August 18th, 2026 |
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Einrichtungen, Facts & Figures, Romani, Wissenschaft
Seit 2021 werden einzelne Vortragssektionen der internationalen wissenschaftlichen Tagungen der Gypsy Lore Society ausschließlich auf Romani abgehalten.
(Quelle)
August 17th, 2026 |
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Frauenrechte, Hochschulschriften, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Sophia Schönthaler (2025): Understanding political opportunities: Romani women’s political participation in Croatia, Italy and Sweden
Dissertation / Doctoral thesis, Karl-Franzens-Universität Graz (Centre for Southeast European Studies), 257 S.
→Download der UB Graz (pdf)
Abstract (Link):
Diese Dissertation untersucht, wie sich sich überschneidende Faktoren auf Makro-, Meso- und Individualebene auf die politische Partizipation von Romnja in Kroatien, Italien und Schweden auswirken. Durch ein exploratives Mehrfallstudiendesign geht die Forschung über die Analyse des formalen rechtlichen Zugangs hinaus und untersucht, wie historische Ausgrenzung, institutionalisierter Antiziganismus, geschlechtsspezifische Machtverhältnisse und persönliche Handlungsmacht miteinander interagieren, um politische Teilhabe zu ermöglichen oder zu erschweren. Geleitet von einer übergeordneten Forschungsfrage und vier miteinander verknüpften Unterfragen untersucht die Studie: (1) inwieweit politische und rechtliche Systeme für die Partizipation von Romnja offen oder geschlossen sind; (2) die Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Wahrnehmung formaler Beteiligungsmechanismen; (3) die Faktoren, die die politische Beteiligung beeinflussen; sowie (4) die Strategien, mit denen Romnja ihre Stimmen im politischen Raum geltend machen. Empirisch stützt sich die Dissertation auf ein qualitatives, multimethodisches Design, das Dokumentenanalysen mit 31 halbstrukturierten Experteninterviews kombiniert, die in den drei nationalen Kontexten durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass politische Partizipation nicht einfach eine Frage formaler Rechte ist, sondern in mehrstufige Konstellationen von Ausgrenzung und Widerstand eingebettet ist. Während rechtliche Rahmenbedingungen auf dem Papier Möglichkeiten bieten, bleiben diese in der Praxis häufig unerfüllt. In allen drei Ländern bewegen sich Romnja in hybriden politischen Systemen – weder vollständig offen noch völlig geschlossen –, in denen formale Inklusion mit anhaltenden informellen Hürden koexistiert. Politische Handlungsmacht entsteht dabei häufig außerhalb formeller Arenen, etwa durch Basisarbeit, kommunale Organisationen und informelle Interessenvertretung. Theoretisch trägt diese Dissertation zur Neubewertung der Theorie der politischen Gelegenheitsstrukturen aus einer intersektionalen Perspektive bei. Sie zeigt, wie sich Rassismus, Geschlecht und strukturelle Ungleichheiten überschneiden und das politische Leben von Frauen mit Minderheitenhintergrund prägen. Read the rest of this entry »
August 14th, 2026 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 10.8.2026 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag – eine Stunde, voll bespickt mit der abwechslungsreichsten und temperamentvollsten Roma-Musik aus aller Herren Länder – wird Ihnen von Tina Nardai aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart auf Radio MORA präsentiert.
Anhören: →Sendung vom 11.8.2026 (mp3)
Bereits zum zweiten Mal lud das Bundesministerium für Inneres anlässlich des internationalen Gedenktages für die Holocaustopfer der Roma und Sinti während des Nationalsozialismus zu einer Gedenkfeier nach Lackenbach. Radio MORA berichtet darüber in dieser Ausgabe der „Romani Ora“.
Anhören: →Sendung vom 12.8.2026 (mp3)
Im Tagesbeitrag dieser „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf eine Gemüseexkursion der ÖBV; der Österreichischen Berg- und Kleinbauernvereinigung, die im Südburgenland abgehalten wurde. Außerdem versorgen wir Sie mit den zweisprachigen Volksgruppennachrichten. Aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart begrüßt Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 13.8.2026 (mp3)
Bereits zum 30. Mal fand heuer die traditionelle Wallfahrt der Roma nach Mariazell statt. Eine Pilgergruppe aus dem Burgenland und eine weitere aus Wien feierten gemeinsam den Gottesdienst. Radio MORA berichtet.
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August 10th, 2026 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Religion
Einer esoterisch-religiösen Theorie zufolge handelt es sich bei den Roma um die Nachfahren eines der verlorenen Stämme Israels (Simeon).
(Quelle)
August 8th, 2026 |
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Einrichtungen, Politik
Zentralrat fordert Wiedereinsetzung eines Antiziganismus-Beauftragten in Thüringen
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, und die Thüringer Finanzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Katja Wolf (BSW) sind in Heidelberg zu einem Gespräch über die Wiedereinsetzung eines eigenständigen Antiziganismusbeauftragten des Landes Thüringen zusammengekommen. Die zuvor bestehende Funktion war abgeschafft und mit anderen Zuständigkeiten – unter anderem im Bereich Migration – zusammengelegt worden. Romani Rose setzt sich angesichts des zunehmenden Antiziganismus und des Aufstiegs rechtsextremer Parteien nachdrücklich dafür ein, diese Funktion wieder eigenständig einzurichten. Die Zuordnung der deutschen Sinti und Roma zu Zuwanderungsgruppen und Migranten trägt gerade in einer Zeit, in der demokratiefeindliche Parteien erstarken, zu ihrer Stigmatisierung bei: „Als nationale Minderheit leben Sinti und Roma seit Jahrhunderten in Deutschland. Sie mit Zuwanderungs- und Migrationsfragen zu vermengen, verkennt ihre Geschichte und befördert ihre Stigmatisierung. Gerade in einer Zeit, in der der Antiziganismus offen zunimmt und demokratiefeindliche Kräfte erstarken, brauchen wir eine klare und sichtbare Verantwortung des Landes.“
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August 7th, 2026 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 5.8.2026 (mp3)
Mit „Princess Horse“ hat sich die Oberwarterin Sonja Schlaffer einen Traum erfüllt. Sie organisiert in Hurghada/ Ägypten Pferdetouren am Roten Meer. Mehr über ihren Lebenstraum erzählt sie im Tagesbeitrag der „Romani Ora“. Außerdem hören Sie die Volkgruppennachrichten in Deutsch und Burgenland-Romani.
Anhören: →Sendung vom 6.8.2026 (mp3)
Wolfgang Mayr ist Journalist aus Südtirol, Radiomacher bei Radio Agora (Sendereihe „Stand by plus Reset“) und engagiert sich bei der Gesellschaft für bedrohte Völker. In Oberwart hat er sich ein Bild vom neuen Volksgruppenhaus gemacht. Im Interview mit Susanne Horvath erzählt er mehr über sich und seine Eindrücke. Durch die Sendung begleitet Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 7.8.2026 (mp3)
Ferialpraktikantin Leonie berichtet in der heutigen „Romani Ora“ darüber, ob es für junge Menschen sinnvoller ist, einen Mopedführerschein zu machen oder gleich auf das L17-Führerscheinmodell zu warten bzw. beides zu absolvieren. Außerdem versorgt Sie Tina Nardai mit dem Veranstaltungskalender und der abwechslungsreichsten Musik.
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August 7th, 2026 |
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Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte
Spielfilm von Šimon und Anna Domček
„33 kroků“, SK/CZ 2026, 71 min
Das Spielfilmdebüt der slowakischen Regisseure wurde im Juli beim Filmfestival in Karlovy Vary uraufgeführt. Den Trailer (ohne Untertitel) finden Sie hier.
Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Protagonisten. Er handelt vom Rom Milan Daniel, der als 18-Jähriger in der Slowakei von Neonazis brutal angegriffen wurde [und der sich im Film selbst spielt]. Milan fällt ins Koma und erlebt den klinischen Tod. Währenddessen hat er Visionen, in denen der Teufel ihn in Versuchung führt und Jesus ihm rät, sich niemals zu rächen. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in derselben Stadt. Er arbeitet als Wachmann. Als er erfährt, dass sein ehemaliger Angreifer Erik aus dem Gefängnis zurück:kehrt, kommt Milans Trauma wieder zum Vorschein.
(Text: Slowakisches Filminstitut)
August 6th, 2026 |
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Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 29.7.2026 (mp3)
Der Historiker Gerhard Baumgartner war 2014 bis 2023 wissenschaftlicher Leiter des DÖW, des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (Website), und zieht in dieser Ausgabe der „Romani Ora“ Bilanz über seine Tätigkeit in dieser Institution.
Anhören: →Sendung vom 30.7.2026 (mp3)
Die Kinderhochschule der Pädagogischen Hochschule Burgenland fand heuer nicht nur in Eisenstadt, sondern erstmals auch in Oberwart statt. Der Schwerpunkt: Mehrsprachigkeit und digitale Medien. In der „Romani Ora“ berichten wir darüber.
Anhören: →Sendung vom 31.7.2026 (mp3)
Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai. Auf dem Programm stehen diesmal ein Interview mit Danijela Cicvarić, die anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Romano Centro (Website) Bilanz über dessen Arbeit zieht, und der Veranstaltungskalender.
Anhören: →Sendung vom 3.8.2026 (mp3)
Der „Romani Ora“ -Musikmontag aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart, präsentiert von Tina Nardai, liefert Ihnen die abwechslungsreichste Roma-Musik aus dem In- und Ausland; von traditionell bis modern.
Anhören: →Sendung vom 4.8.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie ein Interview mit Melinda Tamás. Sie war heuer Rednerin bei der Veranstaltung „Wien gegen Antisemitismus“ am Platz der Menschenrechte. Durch die Sendung begleitet Sie Tina Nardai aus dem Volksgruppenhaus in Oberwart.
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August 5th, 2026 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 4.8.2026 | 7:57 min
2. August: Holocaust-Gedenktag für Roma und Sinti
O dujto august o holocaust gondolipeskero di le Romenge taj Sintijenge upro tradipe taj murdaripe le valami epasch milijona Romenge taj Sintijenge maschkar i cajt le nacijonalsocijalismusistar pal gondolinel. Oda di upro keripe le logeristar Auschwitz Birkenau ando bersch deschuenja schtarvar desch taj schtar pal dschal. Ande i rat le dujti upro triti augustistar deschuenja schtarvar desch taj schtar i SS o logeri lividirintscha. O opfertscha sina pedar schtar eseri trin schel Sinti taj Roma – lendar but tschave, dschuvla taj phure manuscha, save na la mujsinipeskera butjake selectirim ule – ando gaskamertscha murdarde ule.Sajt o bersch duj eseri bischu trin ada di te andi Austrija ojs oficijeli nacijonali gondolipeskero di hi. Sako bersch gondolipeskere mulatintschagi tel likerde on, sar ando austritiko parlamento, Lackenbach vaj ando gondolipeskero than Auschwitz-Birkenau.
2. August –Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: Er erinnert an die Verfolgung und Ermordung von schätzungsweise 500.000 Angehörigen dieser Minderheiten während der Zeit des Nationalsozialismus. Das Datum bezieht sich auf die Ereignisse im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Jahr 1944. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 liquidierte die SS das sogenannte „Zigeunerfamilienlager“. Die Opfer: über 4.300 Sinti und Roma – vor allem Kinder, Frauen und ältere Menschen, die zuvor nicht zur Zwangsarbeit selektiert worden waren – wurden in den Gaskammern ermordet. Seit 2023 gilt dieser Tag auch in Österreich als offizieller nationaler Gedenktag. Jährlich finden Gedenkveranstaltungen statt, unter anderem im österreichischen Parlament, Lackenbach oder in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.
(Beitrag: TV Erba)