Im Kampf um eine gesellschaftliche Identität
August 21st, 2026 | Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Sebastian Sauer (2025): Im Kampf um eine gesellschaftliche Identität. Die Erinnerung an das Rohrbombenattentat von Oberwart 1995 in der österreichischen Medienlandschaft zwischen 2000 und 2020
Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 154 S.
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Abstract (Link):
Der Rohrbombenanschlag von Oberwart 1995 stellt eine Zäsur für die österreichischen Roma und Österreich im Gesamten dar. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Anschlag zwischen 2000 und 2020 in der österreichischen Medienlandschaft erinnert wurde. Hierzu werden die vier Printmedien Kronen Zeitung, Kurier, Der Standard und Die Presse untersucht. Audiovisuelle Medien finden durch Einbindung des ORFs in die Untersuchung Berücksichtigung. Basierend auf der Nachrichtenwerttheorie untersucht eine erste quantitative Analyse, welcher Stellenwert der Anschlagserinnerung über die Jahre von der österreichischen Presse zugewiesen wurde. Die anschließende qualitative Analyse versucht, durch die Einordnung in ein Kategoriensystem dominante Inhalte der Berichterstattung und mögliche Entwicklungen zu identifizieren. Anschließend werden aus der Berichterstattung herausstechende Thematiken und Artikel, die durch besonders hohes Maß von gesellschaftlichem Interesse geprägt sind, näher diskutiert. Durch dieses Vorgehen soll die Anschlagserinnerung im kulturellen Gedächtnis verortet werden und ihre Rolle in der Konstruktion einer österreichischen Identität beurteilt werden können. Dieser zweite Teil basiert auf den Theorien Jan und Aleida Assmanns sowie Marko Demantowskys Ausführungen zur „Jubiläumitis“. Insgesamt [wird] durch die Analyse der Berichterstattung klar, dass die Anschlagserinnerung Eingang ins kulturelle Gedächtnis Österreichs findet. Die Berichterstattung bestärkt vor allem die Rolle der Anschlagserinnerung als Symbol für die österreichische Ablehnung von Rassismus und Antiziganismus. Die Berichterstattung nimmt somit Teil am Kampf um die österreichische Identität.
Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuer: Marko Demantowsky
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UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/78686