Halle: Sinti-Mau­so­le­um vor Verfall bewahrt

August 31st, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken

Deutschland: Das Mausoleum in Osendorf wird saniert (Foto: Radio Corax)Nach Sanierung: Sinti-Mau­so­le­um in Halle-Osen­dorf wurde feier­lich ein­ge­weiht

Am Sonntag, 23. August 2026, wurde in Halle-Osendorf (Deutschland) das Mau­so­leum Josef Weinlichs feierlich eingeweiht. Nach um­fas­sender Sanie­rung erinnert das Bau­denkmal an die Kultur der Sinti und Roma, die wäh­rend der natio­nal­sozia­listi­schen Diktatur fast voll­stän­dig aus Halle ver­schwand.

Für die nationale Minderheit spricht der Vor­sitzende des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma, Romani Rose: „Das Mausoleum erinnert an die lange Geschichte der Sinti in Deutschland und macht deut­lich, dass Sinti mit ihrer 600-jäh­rigen deut­schen Geschichte selbst­ver­ständ­licher Teil dieses Landes sind, das ihre Heimat ist. Ich danke Bund, Land und der Stadt Halle für die Sanierung, die aus­drückt, dass dieses Land auch durch Bau­denk­male an die lange Geschichte der Min­der­heit erinnert.“

An der Einweihung nehmen unter anderem Ober­bürger­meis­ter Dr. Alexander Vogt, Bil­dungs­minister Jan Riedel sowie Nach­fahren Josef Weinlichs teil. Schülerin­nen und Schü­ler des Elisa­beth-Gym­nasi­ums berichten über ihre Er­inne­rungs­arbeit.

Hintergrund:
Das 1915 errichtete Mausoleum war 2024 vom Verfall bedroht. Die Re­konstruk­tion kostete rund 350.000 Euro und wurde aus dem Denkmal­schutz-Son­der­pro­gramm des Bundes, mit Förder­mitteln des Landes Sachsen-Anhalt (157.000 Euro) sowie Eigen­mitteln der Stadt Halle (35.000 Euro) finan­ziert.

(Text: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)

Siehe auch:
Sinto-Mausoleum in Halle vor Sanierung, 7.7.2024
Zentralrat dankt Stadt Halle für wichti­ges En­gage­ment zum Erhalt des denk­mal­ge­schütz­ten Sinti-Mau­so­le­ums in Osen­dorf, 5.7.2024

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