Gedenken: Kranzniederlegung des Parlaments
August 3rd, 2026 | Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Das österreichische Parlament gedenkt der Opfer des NS-Völkermords an Roma und Sinti: Kranzniederlegung der Parlamentsspitze zum nationalen Gedenktag
Wien (PK) – Zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag für Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze [am 2. August] gedachte das Parlament am 31. Juli mit einer Kranzniederlegung im Weiheraum beim Äußeren Burgtor am Heldenplatz.
Die Parlamentsspitze wurde dabei durch Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs, Zweiten Nationalratspräsidenten Peter Haubner und Dritter Nationalratspräsidentin Doris Bures vertreten. Die Kranzniederlegung erfolgte gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Volksgruppenbeirates der Roma Emmerich Gärtner-Horvath und seinem Stellvertreter Andreas Sarközi.
Rosenkranz: Erinnerung aufrecht halten und für die Zukunft sorgen
„In einem beispiellosen Zivilisationsbruch ist Roma und Sinti damals ihre Würde, ihre Heimat und ihr Leben genommen worden. Das Gedenken ist ein Auftrag an uns alle, menschlich und wachsam zu sein und alle jene zu schützen, die ausgegrenzt werden“, erklärte Nationalratspräsident Walter Rosenkranz zu diesem Anlass. Damit sei der nationale Gedenktag ein stiller, aber eindringlicher Ruf an das Gewissen der Menschen. Das Parlament bekenne sich an diesem Tag zu seiner Verantwortung, die Erinnerung aufrecht zu halten und Sorge für die Zukunft zu tragen.
Schwarz-Fuchs: Würde und Gleichberechtigung muss jeden Tag verteidigt werden
Die Namen und Lebensgeschichten der ermordeten Roma und Sinti dürften nicht hinter Zahlen verschwinden, forderte Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs. Erinnerung heiße auch, Ausgrenzung und Vorurteilen gegenüber Roma und Sinti heute klar entgegenzutreten. „Ihr Schicksal verpflichtet uns, Würde und Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft jeden Tag zu verteidigen“, so die Bundesratsvpräsidentin.
Haubner: Erinnern ist Auftrag, Minderheiten zu achten
Von den rund 11.000 Angehörigen der Volksgruppe der Roma und Sinti in Österreich seien etwa 90 Prozent Opfer des nationalsozialistischen Terrors geworden, erklärte Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner. Read the rest of this entry »
