Empower­ment­ mit „Opre Romnja!“

Mai 26th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Jugend & Bildung

Opre Romnja- Treffen junger Roma-Frauen in Düsseldorf_03-2018_c_amaro_drom_webEmpowerment für junge Romnja und Sin­tiz­ze in Deutschland: Mäd­chen und Frauen en­ga­gie­ren sich selbst­be­wusst für ihre In­ter­essen

Im März startete mit „Opre Romnja!“ ein neuer Schwer­punkt der Empower­ment­arbeit von Amaro Drom. Bis­her sind junge Romnja und Sintizze in der Vereins­arbeit unter­re­prä­sen­tiert. Mit „Opre Romnja!“ will Amaro Drom das ändern. Das Projekt wird durch das Deut­sche Kinder­hilfswerk finan­ziert und findet im Rahmen des Pro­jek­tes „Dikhen amen! Seht uns!“ statt, das vom deut­schen Bundes­ministe­rium für Familie, Senio­ren, Frauen und Jugend im Rah­men des Bundes­pro­gramms „De­mo­kra­tie le­ben!“ ge­för­dert wird.

Das Hauptziel von „Opre Romnja!“ ist das selbst­bewuss­te Engagement jun­ger Romnja und Sintizze – nicht nur im Pro­jekt „Dikhen amen!“ und im Verein Amaro Drom. Son­dern auch darüber hinaus. Durch ein ge­stärk­tes Selbst­bewusst­sein neh­men die Mädchen und Frauen ihre Wün­sche ernst und setzen sich be­herzt da­für ein. Um dieses Ziel zu er­rei­chen, braucht es zu­nächst einen Raum, in dem sich die jun­gen Romnja und Sintizze geschützt vor Rassis­mus und Sexismus aus­tau­schen kön­nen. Hierfür ist die Zu­sam­men­arbeit über einen län­ge­ren Zeit­raum wich­tig. Dies er­mög­licht gegen­sei­tiges Ver­trauen und die erfolg­reiche Um­setzung der Wün­sche der Mäd­chen und jun­gen Frauen.

Gemeinsam mit erfahrenen Teamerinnen aus der Com­mu­nity unter­stützt Éva Ádám, pädago­gi­sche Leitung im Pro­jekt „Dikhen amen! Seht uns!“, die Mäd­chen in mehre­ren Tref­fen dabei, ihre eige­nen Be­dürf­nisse und Wünsche zu er­kennen, zu er­grün­den, wie sie diese in die Wirk­lich­keit um­setzen kön­nen, und dieses Wissen an ande­re junge Rom*nja und Sin­ti*zze wei­ter­zu­geben. Umgesetzt werden diese Ziele in mehrstufigen Projekt­ver­anstal­tun­gen in meh­re­ren Bundes­ländern. Dabei lernen die Mädchen und jun­gen Frauen an­de­re Romnja und Sintizze ken­nen. Sie tau­schen sich aus, for­mu­lie­ren eigene Wün­sche und ler­nen älte­re Romnja und Sin­tiz­ze ken­nen, die be­reits gesell­schafts­poli­tisch aktiv sind.

Bei den ersten Kennenlern-Treffen haben die Teamerin­nen die Mög­lich­keit, in geschütz­tem Raum ein Vertrauens­ver­hält­nis zu schaf­fen. Durch krea­ti­ve Metho­den wer­den die Mädchen und jun­gen Frauen er­mun­tert, posi­ti­ve Visio­nen zu ent­wickeln, wie sie ihr Selbst­bewusst­sein stär­ken wollen. Auf Grund­lage dieser Visio­nen wird ein Kon­zept für ein bundes­weites Em­powerment­wochen­ende er­stellt. Die Pro­jekt­teil­neh­merin­nen be­stim­men dabei, welche inhalt­li­chen Schwer­punkte und metho­di­schen For­mate ge­wählt werden. Darüber hinaus wer­den die Mäd­chen an der Multi­plika­tor*in­nen­ausbildung von „Dikhen amen!“ teil­neh­men und so wich­ti­ges Wissen er­halten, um ihre eigenen Per­spekti­ven nach außen zu tragen und sich für ihre Interessen ein­zu­setzen.

Im Juni 2018 findet außerdem ein transgenerationa­les Treffen von Romnja und Sintizze in Ko­opera­tion mit dem feministischen Archiv „RomaniPhen“ statt. Dort kön­nen die jungen Romnja und Sintizze in­spi­rie­rende Frauen aus ihren Com­mu­ni­ties näher kennen ler­nen. Im Okto­ber ge­stalten die Projekt­teilneh­men­den dann ihren ganz eigenen Workshop auf der Bun­des­jugend­konferenz des Pro­jek­tes „Dikhen amen! Seht uns!“, die die­ses Jahr vom 28.9. bis 1.10. in Berlin statt­findet.

(Text: Amaro Drom)

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