Neu in der Hamburger Schule
September 16th, 2017 | Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Trailer: Alles gut – Ankommen in Deutschland
Dokumentarfilm von Pia-Luisa Lenz
95 Min., Deutschland 2017
September 16th, 2017 | Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Trailer: Alles gut – Ankommen in Deutschland
Dokumentarfilm von Pia-Luisa Lenz
95 Min., Deutschland 2017
August 30th, 2017 | Published in Film & Theater, Jugend & Bildung
Dokumentarfilm von Pia-Luisa Lenz
95 Min., Deutschland 2017
HEUTE: Das Erste, 30.8.2017, 23:15 Uhr
Im Spätsommer 2015 spalten drei Worte ein ganzes Land: Wir schaffen das. Millionen Bundesbürger engagieren sich für Asylbewerber. Anderswo brennen die Flüchtlingsheime, die Fremdenfeindlichkeit nimmt zu und die Regierung streitet über Obergrenzen und Sprachkurse für Geflüchtete. Willkommenskultur stand gestern im Mittelpunkt, nun geht es um Integration und die Frage, wie sie gelingen kann. Der 95-minütige Dokumentarfilm „Alles gut – Ankommen in Deutschland“ erzählt von zwei Kindern, die zu dieser Zeit mit ihren Familien nach Deutschland kamen: Djaner, 7, aus Mazedonien und Ghofran, 11, aus Syrien. Ihre Flucht endete in Hamburg, im gutbürgerlichen Stadtteil Othmarschen. Aber wie finden sich die beiden in ihrem neuen Leben zurecht?
Zwischen Hoffnung und Unsicherheit
Djaner ist mit seinem Bruder Mahmud und seiner depressiven Mutter vor Armut und Diskriminierung davongelaufen. An seinem ersten Tag an einer deutschen Grundschule geht für den Roma-Jungen ein Traum in Erfüllung. In seiner Heimat bedeutete Schule für ihn Angst vor Schlägen. Hier will Djaner dazugehören, wie Hunderttausende andere Flüchtlingskinder, die in Deutschland plötzlich beschult werden.
August 24th, 2017 | Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
SOS Racisme testete französische Gemeindeämter. Tausende Roma-Kinder ohne Zugang zum Schulsystem.
Jede fünfte Gemeinde in Frankreich verweigert Roma-Kindern den Schulbesuch. Das ist das Ergebnis eines Experiments, das die französischen Menschenrechts-NGO SOS Racisme im Vorjahr durchführte. Mitarbeiter der Organisation hatten stichprobenartig bei zwanzig Gemeindeämtern angerufen und sich als Eltern eines Mädchens aus einer Roma-Behelfssiedlung ausgegeben, das in die örtliche Schule eingeschrieben werden soll. Man gab an, sich zu diesem Zweck über die nötigen Unterlagen erkundigen zu wollen.
Nur in acht der zwanzig kontaktierten Kommunen gaben die für Schulfragen zuständigen Gemeindemitarbeiter am Telefon korrekt Auskunft über die Möglichkeiten der Einschulung auch ohne amtliche Meldeadresse. Vier Gemeinden teilten den Anrufern jedoch mit, dass eine Einschulung des Mädchens ausgeschlossen sei, weil die Bewohner der Roma-Siedlung keine gültige Meldepapiere vorweisen könnten. Für SOS Racisme ein klarer Fall von Diskriminierung, gilt doch für alle in Frankreich lebenden Kinder von sechs bis sechzehn Jahren die gesetzliche Schulpflicht, und zwar unabhängig vom Vorliegen einer regulären Meldebescheinigung.
Acht weitere Gemeinden vertrösteten die Anrufer auf einen späteren Zeitpunkt. Die Angelegenheit müsse bei einer persönlichen Vorsprache im Gemeindeamt behandelt werden, man werde dann „sehen, was man tun kann“. In diesen Fällen könne, so SOS Racisme, eine spätere diskriminierende Falschauskunft bzw. eine rechtswidrige Abweisung des Mädchens, nicht ausgeschlossen werden. Read the rest of this entry »
August 22nd, 2017 | Published in Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Aus- und Fortbildungskurs für Angehörige der Rechtsberufe auf dem Gebiet der Menschenrechtsnormen in der EU
>>HELP: www.coe.int/en/web/help/home
Das HELP-Programm ist das umfangreichste Trainingsprojekt zum Thema Grundrechte für Richter und Richterinnen, Staatsanwälte und Staatsanwältinnen und Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen aus den EU-Mitgliedsstaaten. Dieser Kurs wurde im Rahmen des Europäischen Programms zur Aus- und Fortbildung von Angehörigen der Rechtsberufe auf dem Gebiet der Menschenrechtsnormen in den 28 EU-Mitgliedsstaaten (European Programme on Human Rights Education for Legal Professionals: „HELP”) entwickelt. Es handelt sich dabei um ein Programm des Europarates, das von der Europäischen Union finanziert wird.
Der Kurs behandelt auf interaktive Weise die wesentlichen Grundlagen des europäischen Systems zur Verhinderung von Diskriminierung. Ziel dieses Kurses ist, Angehörige von Rechtsberufen bei der Umsetzung der Europäischen Menschenrechtskonvention, der Europäischen Sozialcharta und er EU-Charta der Grundrechte sowie der EU-Antidiskriminierungsrichtlinien in der täglichen Praxis zu unterstützen. Sie werden weiters mit der eindrucksvollen Sammlung von Urteilen und Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) und mit den Entscheidungen und Schlussfolgerungen des Europäischen Ausschusses für soziale Rechte vertraut gemacht.
Der Kurs besteht aus zwei Hauptmodulen, einem über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und einem zweiten über Homophobie und Transphobie. Beide Themen behandeln die Themen Hassreden und Hassverbrechen.
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind ein weitverbreitetes Problem im heutigen Europa. Unser Modul setzt sich mit den zugrunde liegenden Fragestellungen auseinander und beschäftigt sich auch mit der Bekämpfung von Verhetzung und Hassreden – ein Bereich, zu dem die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) eine richtungsweisende Empfehlung abgegeben hat. Der Kurs behandelt schwerpunktmäßig auch den Schutz der Roma, der größten ethnischen Minderheit in der EU.
Juli 29th, 2017 | Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Neuer Roma-Jahresbericht in Tschechien: Roma-Kinder an Schulen weiterhin ausgegrenzt
Die Roma-Kinder werden im tschechischen Bildungswesen häufig ausgegrenzt. Darauf macht der Jahresbericht zum Stand der Roma-Minderheit in Tschechien 2016 aufmerksam, dessen Behandlung auf dem Programm der Kabinettssitzung am Montag stand. Die Roma beteiligten sich im letzten Schuljahr mit 3,7 Prozent an der Gesamtzahl der Schüler in Tschechien, in den Förderschulen betrug ihr Anteil allerdings 15 Prozent und in Klassen für Schüler mit leichter Behinderung sogar 30,9 Prozent. Außerdem seien sie auch an den Regelschulen häufig ausgegrenzt worden, so der Bericht.
(Text: Radio Prag)
Siehe auch:
Schulsegregation: Europarat kritisiert Tschechien, 4.7.2016
Roma-Schüler in Tschechien benachteiligt, 3.6.2014
Five More Years of Injustice, 15.11.2012
Facts & Figures (33), 28.9.2012
Schulbuch enthält diskriminierende Passagen über Roma, 9.11.2010
3 Jahre nach Urteil: Vorwürfe gegen Tschechien, 11.11.2010
Tschechien: Kampagne gegen Romani-Unterricht, 2.4.2010
Tschechien: Romani-Unterricht in Schulen, 21.3.2010
„Injustice Renamed“ (Amnesty-Bericht), 16.1.2010
Amnesty: Tschechien diskriminiert Roma-Kinder, 14.1.2010
Tschechien: In getrennte Schulen abgeschoben, 12.11.2009
Schulische Segregation in Tschechien, 5.7.2009
Juli 24th, 2017 | Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung
Juli 21st, 2017 | Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Sport
Rike Reinigers „Zigeuner-Boxer“ basiert auf der Lebensgeschichte des sinto-deutschen Boxers Johann „Rukeli“ Trollmann und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie in Zeiten von Unterdrückung und Terror persönlicher Mut und verlässliche Freundschaft zum Tragen kommen können. Erzählt wird das Schicksal des Boxers aus Sicht seines Freundes Hans, der vom Kölner Schauspieler Andreas Kunz gespielt wird. Er erinnert sich an Rukelis spektakuläre Auftritte und seine großen Erfolge. 1933 war er Deutscher Meister geworden, doch der Titel wurde ihm wenige Tage später mit der Begründung aberkannt, sein tänzelnder und ausweichender Boxstil sei „undeutsch“. Aus Protest färbte sich Rukeli vor seinem nächsten Kampf die Haare blond und kalkte sich die Haut weiß. So stieg er als Karikatur eines Ariers in den Ring, um die Schläge seines Gegners deckungslos hinzunehmen, bis er zu Boden ging. In Rückblicken erzählt Hans den letztlich aussichtslosen Kampf seines Freundes um seine Karriere und sein Leben (Anm. d. Red.: Trollmann wurde 1944 in einem Außenlager des KZ Neuengamme ermordet),
Das speziell für ein jugendliches Publikum konzipierte Theaterstück ermöglicht einen sehr emotional angelegten Zugang in die Zeit des Nationalsozialismus und zeigt anhand einer historisch verbrieften Lebensgeschichte, wie staatlicher Willkür und Gewalt jedes Recht auf ein menschenwürdiges Dasein zum Opfer fällt.
Das „Deutsche Sport- & Olympia-Museum“ bietet spezielle Aufführungen für Schulklassen in gleichsam authentischem Ambiente, nämlich in seinem Box-Ring, an. Hier beleuchten auch einige ausgewählte Exponate die Geschichte von Johann „Rukeli“ Trollmann.
Juni 14th, 2017 | Published in Jugend & Bildung, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
LaG-Magazin 4/2017: „Die Aktualität von Antiziganismus. Stereotype, Problemlagen und Gegenmaßnahmen“
Das Online-Bildungsportal „Lernen aus der Geschichte“ (abgekürzt LaG) widmet sich der politischen Bildung und der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Sein monatlich erscheinendes Magazin richtet sich „an Praktiker/innen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit“. Es informiert „über zeitgemäße historisch-politischen Bildung und deren theoretische Bezüge“. Eine aktuelle Schwerpunkt-Ausgabe zum Thema Antiziganismus finden Sie hier kostenlos als PDF-Download.
Im Editorial heißt es über das Themenheft:
Das neue LaG-Magazin befasst sich mit aktuellen Erscheinungsformen von Antiziganismus, also dem spezifischen Rassismus gegen Sinti und Roma. Im allgemeinen Diskurs über menschenverachtende Ideologien wird der Antiziganismus noch immer zu wenig beachtet. Dabei handelt es sich um ein weitverbreitetes und tiefsitzendes Ressentiment.
Dort, wo es uns möglich war, haben wir uns bemüht Angehörige der Minderheit selbst zu Wort kommen zu lassen. Denn das Sprechen über Sinti und Roma ohne deren Stimmen und Positionen ist bereits ein Teil der Problematik. Selbstkritisch müssen wir feststellen, dass es die Redaktion nicht in dem Maße vermocht hat Sinti und Roma anzusprechen, wie es im Grunde geboten wäre.
Wir möchten Sie mit dieser Ausgabe sowohl für den gesellschaftlich vorhandenen Antiziganismus und dessen Auswirkungen auf die Minderheit sensibilisieren, als auch zugleich ermuntern, sich in der außerschulischen Bildungsarbeit und im Unterricht dem Thema zu widmen. Die hier versammelten Beiträge und Rezensionen bieten dazu hoffentlich einige Anregungen.
Mai 10th, 2017 | Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Verwaltungsakademie zeigt Roma-Ausstellung und veranstaltet Antiziganismus-Workshop
Wien (OTS) — „Roma stehen immer noch in vielen Ländern der Europäischen Union am Rande der Gesellschaft. Immer noch ist der Antiziganismus weit verbreitet“, sagte Staatssekretärin Muna Duzdar beim Besuch des Workshops „Sensibilisierung gegen antiziganistische Vorurteile“ der Verwaltungsakademie des Bundes im Schloss Laudon. „Immer noch gibt es vielfach Ausgrenzung, Ungleichheit und Diskriminierung gegen die mit zwölf Millionen Menschen in Europa größte ethnische Minderheit. In Zeiten, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht, leiden vor allem die Ärmsten. Und das gilt nicht zuletzt auch für Österreich, wie es leider der Antiziganismusbericht 2015 belegt hat“, so Duzdar weiter. „Roma und Sinti sind überdurchschnittlich von unzureichender Schulausbildung, Arbeitslosigkeit und Diskriminierungserfahrungen betroffen, so dass die Armutsgefährdung besonders stark ausgeprägt ist.“
In der Roma-Strategie 2020 wird nun der Sensibilisierung für Diskriminierungen von Roma ein wichtiger Platz eingeräumt. Die Verwaltungsakademie des Bundes zeigt daher im Schloss Laudon neun Wochen lang die Ausstellung „Auf den Spuren der Vergangenheit“, die Informationen über den Völkermord an Roma und Sinti während der Zeit des Nationalsozialismus bringt. (Anm. d. dROMa-Red.: Ausstellung des Vereins Karika, zu sehen ist auch die Zeitzeugen-Dokumentation Mri Historija von Roma-Service.) Zudem findet heute ein erster Sensibilisierungsworkshops statt, der offen für Bedienstete des öffentlichen Dienstes, aber auch für Länder- und Gemeindebedienstete und NGOs ist. Read the rest of this entry »
April 30th, 2017 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung
Wien: Das Romano Centro will Bildungsbenachteiligungen von Roma-Kindern ausgleichen
derStandard.at: Angelina und Suhal Sitzanin kennen sich seit der vierten Klasse Volksschule. Mindestens einmal wöchentlich sehen sich die beiden, vor Schularbeiten öfter. Genau genommen ist Sitzanin keine Nachhilfelehrerin, sondern eine Lernhelferin. Sie arbeitet für das Romano Centro, einen der ersten Roma-Vereine in Österreich. Das Angebot richtet sich an Kinder aus Roma-Familien und soll die historisch gewachsenen Bildungsdefizite der Community ausgleichen. „Roma-Kinder landen oft in der Sonderschule, haben einen schlechten oder gar keinen Abschluss“, berichtet Ferdinand Koller, pädagogischer Leiter des Romano Centro. (…) Vor zehn Jahren saß Sitzanin noch an Angelinas Stelle. (…) Heute hat die 28-Jährige zwei Studien – Transkulturelle Kommunikation und Slawistik – abgeschlossen. Die Lernbetreuer sind meistens Studierende. (…) Manchmal wird das Romano Centro auch von pensionierten Lehrern unterstützt. „Viele Lehramtsstudenten schätzen den Einblick, den sie durch diese Arbeit bekommen“, sagt Koller. (…) Das österreichische Schulsystem baue stark auf die Beteiligung der Eltern auf: „Bei Roma, die in Österreich leben, hat aber oft die ältere Generation wenig Bildung.“ Das treffe dann die Kinder, deren Eltern sich nicht so stark einbringen können.
Lesen bitte Sie den hier nur in Auszügen wiedergegebenen Artikel von Vanessa Gaigg vom 28.4.2017 in voller Länge auf derstandard.at.
April 5th, 2017 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Politik, Wissenschaft
Die „Central European University“ (CEU) in Budapest ist schwer unter Beschuss. Viktor Orbáns rechtskonservative Regierung bringt nicht nur auf internationale Unterstützung angewiesene NGOs in Bedrängnis (darunter Menschenrechts-Organisationen, die für die Rechte der Roma-Minderheit eintreten); das jüngste Manöver seiner „illiberalen Demokratie“ wendet sich nun auch gegen die renommierte Budapester Privat-Universität CEU. Eine – speziell auf die CEU zugeschnittene – Novelle des ungarischen Hochschulgesetzes sieht nämlich vor, dass Hochschulen mit einem Träger außerhalb der EU eine Universität im Mutterland betreiben müssen, um in Ungarn tätig sein zu dürfen. Dies ist bei der US-finanzierten CEU nicht der Fall. „Wer die Bedingungen dieser Gesetzesmodifizierung nicht erfüllt, darf ab 1. Jänner 2018 keine Studienanfänger mehr aufnehmen“, heißt es in der am Dienstag verabschiedeten Novelle. Die 1991 von George Soros begründete CEU steht somit vor der Schließung.
Auch bei dem Vorgehen gegen die CEU geht es um eine – durchaus auch antisemitisch grundierte – Kampagne gegen den aus Budapest stammenden US-Milliardär, dessen „Open Society Foundations“ (ehemals OSI) zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen in den jungen Demokratien Ost- und Mitteleuropas unterstützt, insbesondere auch Projekte und Einrichtungen für Roma.
Ganz in diesem Sinne betreibt auch die CEU seit 12 Jahren ein eigenes Förderprogramm für Roma-Studierende: Bereits mehr als 250 Roma-Akademiker/-innen verdanken ihre Ausbildung den „Roma Access Programs“ (RAP) der CEU. Viele von ihnen nehmen heute – als akademische Elite ihrer Volksgruppe – an Schlüsselstellen der europäischen und nationalen Institutionen Einfluss auf die Gestaltung der Roma-Politik. Derzeit ist die CEU dabei, dieses Programm unter dem Dach der neuen „Roma in European Societies“-Initiative weiter auszubauen. Diese wurde 2016 in Kooperation mit der dänischen Velux-Stiftung, dem „Roma Initiatives Office“ der „Open Society Foundations“ und dem „Roma Education Funds“ begründet. Ihre Finanzierung beträgt fünf Millionen Euro. Verbunden mit der neuen Initiative ist an der CEU zudem gerade erst ein eigener Lehrstuhl für „Roma Studies“ eingerichtet worden; besetzt wurde er mit den Roma-Wissenschaftlern Iulius Rostas und Angela Kocze.
All dies steht nun auf dem Spiel. Orbáns Angriff auf die CEU ist auch ein Schlag gegen die Emanzipation der Roma.
(Roman Urbaner/dROMa)
April 3rd, 2017 | Published in Film & Theater, Jugend & Bildung
Valentina (D 2016, 51 min.)
Dokumentarfilm von Maximilian Feldmann & Luise Schröder
(mehr hier)
März 28th, 2017 | Published in Film & Theater, Jugend & Bildung
Dokumentarfilm von Maximilian Feldmann & Luise Schröder (D 2016, S/W, 51 min.)
Eine Armensiedlung im Roma-Viertel. Die 10-jährige Valentina lädt uns zu ihrer Familie ein. Skurrile Anekdoten, Tagträume und dokumentarische Beobachtungen. Ein Film, so lebensprall wie seine streunende Heldin.
„Soll ich euch eine Geschichte erzählen?“, fragt Valentina – Armeehose, Trainingsjacke, wilde Haare mit einer winzigen Spange. Sie vertraut uns an, warum sie nicht als Junge geboren wurde, so wie es hätte sein müssen. Überhaupt kennt Valentina jedes Detail ihrer Familiengeschichte: Wie ihr Vater mit Saft und einer Schachtel Zigaretten das Herz ihrer Mutter erobert hat, warum ihre Schwester von den Schwiegereltern mit einer Pistole bedroht wurde und wo ihre Geschwister hingebracht wurden, nachdem man sie beim Betteln erwischt hat. Valentina lebt mit ihrer 12-köpfigen Familie in einer baufälligen Einzimmerhütte im Roma-Viertel Shutka, in Skopje, Mazedonien. Alltagsbeobachtungen mischen sich mit persönlicher Erzählung, Träume mit wahren Begebenheiten. Am Ende wird klar, dass alles Geschichtenerzählen nur eine Übung für Valentinas großen Traum ist.
Regiekommentar:
„Armut ist ein großer Glanz aus Innen“. Diese Zeile aus einem Rilke-Gedicht beschäftigte mich seit Jahren. Wir – Regie, Kamera, Ton – suchten nach einem Beleg dafür im Roma-Viertel Shutka. Wellblechhütten zwischen Mehrstockhäusern, Pferdekutschen neben Mercedes-Limousinen, Muezzin-Gesänge und Balkanpop und an jeder Ecke irgendjemand, der Deutsch spricht. Aber wir finden keine Protagonisten, fünf Wochen lang. „Wem nützt denn euer Film?“, fragen die Bewohner und verlangen hohe Gagen. – Wir haben zu wenig Geld, um hier drehen zu können.
Dann erbettelt ein kleines Mädchen Hamburger von uns. Ihr Vater war Schauspieler in einem Emir-Kusturica-Film. Wir schließen einen Vertrag, mit Aufwandsentschädigung und Catering für die Familie und beginnen unser gemeinsames Filmprojekt: ein Familienporträt. Read the rest of this entry »
März 13th, 2017 | Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
WDR – Hier und Heute (2015): ein Beitrag von Bettina Braun; Redaktion: Maik Bialk, Dorothee Pilz
Drogen, Armut und Prostitution sind in der Dortmunder Nordstadt an der Tagesordnung. Ein schwieriges Milieu für Kinder, die eigentlich nur Kind sein wollen. Wir stellen in unserer Reihe „Nordstadtkinder“ heute Stefan vor. Stefan ist zehn Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und vier Geschwistern in einer Einzimmer-Wohnung in der Dortmunder Nordstadt. Sie sind Roma aus Rumänien. Stefan muss sich täglich großen Herausforderungen stellen: Die Enge der Wohnung, der ständige Geldmangel, das Gefühl, als ältester Sohn den Vater ersetzen zu müssen, der seit drei Jahren im Gefängnis sitzt.
Nominiert für den Grimmepreis 2016, Kategorie Information & Kultur. Ausgezeichnet mit dem Medienpreis der Kindernothilfe 2016.
(Text: WDR)
Siehe auch:
Grimmepreis für „Nordstadtkinder: Lutwi“
März 11th, 2017 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Grimmepreis 2017 für den Beitrag von Jürgen Brügger und Jörg Haaßengier (Redaktion: Emanuela Penev) aus der WDR-Reihe „Hier und Heute“
„Ich bin immer auf der Straße. Egal, auch wenn es regnet oder schneit.“ Für Lutwi ist es das Größte, wenn er mit seinen Freunden zusammen ist. Straßenfußball, Wasserschlachten oder Hütten bauen: Seit vier Jahren nun ist die Dortmunder Nordstadt Lutwis Zuhause. Aber wie lange noch? Der Zwölfjährige kommt bald auf die Gesamtschule – und er will auch Abitur machen. Seine Eltern, Roma aus dem Kosovo, sind richtig stolz auf ihn. Lutwi ist ein aufgeweckter Junge, den das Leben aber mit großer Wucht trifft: Ihm und seiner Familie droht die Abschiebung zurück in den Kosovo. Lutwi ist es, der beim Rechtsanwalt übersetzen muss, er erklärt seinen Eltern, was in den Briefen der Ausländerbehörde steht. Viel Verantwortung für einen Zwölfjährigen. Der Film erzählt konsequent aus Lutwis Perspektive. Was jedem Erwachsenen den Boden unter den Füßen wegziehen würde, versucht Lutwi auf seine Art und Weise zu meistern. Es ist die Geschichte eines Jungen, der hin- und hergerissen ist zwischen überbordendem Spiel und erdrückender Unsicherheit.
Gewinner des Grimme-Preises 2017 in der Kategorie Kinder & Jugend. Die Verleihung des Preises findet am 31. März 2017 in Essen statt und wird von 3sat ab 19:00 Uhr im Livestream übertragen sowie zeitversetzt ab 22:35 Uhr auf 3sat ausgestrahlt.
(Text: WDR)
Februar 26th, 2017 | Published in Einrichtungen, Film & Theater, Jugend & Bildung
Berlin: Neues Theaterprojekt von Amaro Drom e.V. sucht Roma-Jugendliche. Anmeldung noch bis 1. März 2017!
Hiermit laden wir die Berliner Roma/Romnja-Communities ein, an diesem speziellen Theaterprojekt mitzuwirken. Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren haben die Gelegenheit, ihre Geschichten auf die Bühne zu bringen und mit professionellen Schauspieler/innen der Roma-und-Sinti-Community gemeinsam zu spielen. Die Regie übernimmt Sandra Selimović. Schauspielerinnen und Mit-Gestalterinnen sind Joschla Weiß und Slaviša Markovič. Die Theaterproduktion wird im Tak-Theater und voraussichtlich im Hebbel-Theater gezeigt und wir reisen damit in den Schulferien nach Freiburg, zeigen unser Stück auf der Bundesjugendkonferenz von Amaro Drom, wo es über 100 andere Roma-Jugendliche gibt, die unser Stück sehen wollen.
Zur Idee:
Du wirst in Deutschland geboren und wächst hier auf, gehst zur Schule und möchtest eine Ausbildung machen. Plötzlich klingelt es an der Tür. Du öffnest und wirst von der Polizei mitgenommen. Es ist morgens 5:00 Uhr und du sitzt im Flieger in den Kosovo. Das Land deiner Großeltern und Eltern. Ein fremdes Land für dich. Was nun? Das Theaterstück setzt sich genau damit auseinander und erzählt mit der Magie des Theaters eine Geschichte.
Wir spielen Theater und es gibt Special Features: Tanz (Hip-Hop):
Du spielst mit Profischauspieler/innen, die selber Roma/Romnja und Sinti/Sintizze sind. Dadurch lernt ihr zu schauspielern, auf der Bühne zu stehen, Spaß zu haben in einem geschützten Raum. Wir haben zwei Workshop-Wochenenden, wo Spezialgäste eingeladen werden, die mit euch tanzen und Rap-Songs gestalten. Z.B. kommen voraussichtlich Safet Mistele und die Priszreni-Brüder.
Anmeldung:
Die Duldung ist nicht die Voraussetzung, um hier dabei sein zu können … Wenn du gern auf der Bühne stehst und Lust hast, deine Geschichte zu erzählen, mit uns reisen möchtest, dann bist du hier genau richtig. Bitte melde dich bis zum 1. März 2017 an bei Joschla: E-Mail
Februar 11th, 2017 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Jugend & Bildung
(Quelle)
Februar 3rd, 2017 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung
Caritas entwickelt internationales Bildungsprogramm für Roma
Caritas Oberösterreich, 26.1.2017: Aufgrund fehlender Bildung gibt es (Anm.: osteuropäische) Roma, die ihren Lebensunterhalt mit Betteln bestreiten müssen. Ohne Lese-, Schreib- oder Rechenkenntnisse ist es ihnen unmöglich, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Caritas OÖ will diesen Roma künftig eine Basisbildung bieten. Wie diese aussehen soll, wird derzeit in Zusammenarbeit mit Caritas-Organisationen aus fünf weiteren EU-Ländern im Projekt BERA (Basic Education of Roma Adults) entwickelt. Dieses wird vom EU-Förderprogramm Erasmus+ finanziert. „Viele Roma haben nie eine Schule von innen gesehen, können weder Lesen, Schreiben noch Rechnen. Damit haben sie so gut wie keine Chance am Arbeitsmarkt. Betteln ist manchmal die einzige Möglichkeit, Geld zum Leben zu verdienen“, erklärt Mag.a (FH) Michaela Haunold, Leiterin des Bereichs Armutsmigration in der Caritas OÖ. Die Projektleiterin entwickelt deshalb gemeinsam mit Vertreter/innen von Caritas-Organisationen aus Bosnien-Herzegowina, Italien, Portugal, Rumänien und Serbien ein Basisbildungskonzept für erwachsene Roma.
Januar 13th, 2017 | Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
LORA München 92,4 | Auf Kante genäht
Gestaltung: mike_gh| 28.11.2016 | 58:25 min
>>Streaming | >>Download (mp3, 53 MB)
Aus Anlass der Ausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München“ , noch zu sehen bis 29.1.2017 (mehr hier), gestaltete das freie Radio „LORA 92,4“ eine einstündige Sendung seiner Programmreihe „Auf Kante genäht“ über Sinti und Roma in München, Bayern und Europa. Die Themen der Sendung:
(Text: freie-radios.net)
November 7th, 2016 | Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen
Ausstellung bei der Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM) in Oldenburg: „Katarina Taikon – schwedische Romaaktivistin und Kinderbuchautorin“
6.11. bis 15.11.2016 (9.30–12.30 Uhr und 15.00–18.00 Uhr), Katharinenstr. 1, Oldenburg
Katarina Taikon – faszinierende schwedische Romaaktivistin, Kinder- und Jugendbuchautorin und Schauspielerin, (1932–1995) – ist in Schweden ähnlich bekannt wie Astrid Lindgren. Taikon ist insbesondere populär durch ihre autobiographisch geprägten Kinderbücher um das Roma-Mädchen Katitzi als Protagonistin. Die dreizehn Bände wurden in etliche Sprachen übersetzt.
Eine schwedische Fernsehserie forcierte Katitzis Beliebtheit, neben Comics, Bilderbüchern und Schallplatten. Taikon stellte „Katitzi“ in den schwedischen Schulen vor und kämpfte für einen anderen Umgang der schwedischen Gesellschaft mit den Roma. Sie wollte hierfür mit dem Medium „Kinderliteratur“ bei Kindern und Jugendlichen ansetzen. Selbst hatte Taikon als Romni nie eine Schule besuchen dürfen und erst mit 26 Jahren das Lesen erlernt. Aktuell läuft der Film „Taikon“ über das Leben von Katarina Taikon im schwedischen Fernsehen und Kino und sorgte für Diskussionen im Europäischen Parlament. Taikons Bücher werden mit zahlreichen pädagogischen Handreichungen für den Unterricht wieder neu aufgelegt.
Der Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. nimmt die Idee der schwedischen Medien und Kultureinrichtungen auf, über die Identifikationsfigur Katarina Taikon die Darstellung der Roma positiv zu benennen: mit einer Ausstellung nach dem Vorbild der Tensta Konsthall (Stockholm) sowie ein einem Rahmenprogramm. Read the rest of this entry »