Facts & Figures (382)
Juli 22nd, 2021 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Juli 22nd, 2021 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Juli 21st, 2021 | Published in Ehrungen & Nachrufe
Slowakei: Der Roma Spirit Award ehrt Engagement für ein besseres Zusammenleben. Jetzt wurde in Kežmarok der Galaabend für die Preisträger 2020 nachgeholt
RTVS: Seit zehn Jahren widmet sich „Roma Spirit“ der Unterstützung jener, die zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Roma in der Slowakei beitragen. Ziel ist es, eine Tradition der Wertschätzung der Arbeit für die Roma-Gemeinschaft und eine Plattform zur Präsentation positiver Beiträge zu schaffen. Organisiert wird der „Roma Spirit“ von der Vereinigung für Kultur, Bildung und Kommunikation (ACEC). Deren Direktorin Magdaléna Rothová: „Alle machen eine wunderbare Arbeit. Bei den Taten geht es nicht darum, wer ein Rom und wer keiner ist, sondern wer bereit ist, anderen zu helfen. Wir sind sehr froh, dass wir uns durch diese Menschen inspirieren und motivieren lassen können.“
Die Gewinner in sieben Kategorien des „Roma Spirit 2020“ haben ihre Preise während der zweiten Pandemiewelle erhalten – ohne Zuschauer und feierliche Zeremonie. Am letzten Freitag luden die Organisatoren alle 21 Finalistinnen und Finalisten nach Kežmarok ein. Im einzigartigen Ambiente der evangelischen Holzkirche fand ein Galaabend statt, bei dem die feierliche Würdigung der Persönlichkeiten und ihrer Initiativen nachgeholt wurde.
In der Kategorie „Persönlichkeit“ ging der Preis posthum an Vlado Oračko aus Veľká Lomnica, der vor einem Jahr bei einem Autounfall ums Leben kam. Er hat sich über viele Jahre als Aktivist in der dortigen Romasiedlung „Nový Dvor“ engagiert. Den Preis nahm seine Frau Sabina entgegen: Read the rest of this entry »
Juli 18th, 2021 | Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung
(Quelle)
Juli 17th, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Zum 100-jährigen Bestehen des Burgenlandes haben die drei Volksgruppen des Burgenlandes gemeinsam die Wanderausstellung „100 Jahre Burgenland und seine Volksgruppen“ gestaltet – der erste Standort war die KUGA in Großwarasdorf (Bezirk Oberpullendorf).
Auf insgesamt 30 Roll-ups werden die Bräuche, Sprachen und Besonderheiten der drei Volksgruppen des Burgenlandes vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Kroatischen und Ungarischen Kulturverein sowie dem Roma-Service. Dass alle drei Volksgruppen hier zusammenarbeiten, hat einen Grund: „Die Vielfältigkeit nach außen wollen wir gemeinsam tragen – gemeinsam sieht man das besser. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass wir solidarisch untereinander sind, dass wir einander helfen, die Kroaten, die Roma und die Ungarn, dass wir füreinander da sind“, so Stanko Horvath, Obmann des Kroatischen Kulturvereins „HKD“.
Kulturelle und sprachliche Vielfalt aufzeigen
Die Ausstellung soll die kulturelle und sprachliche Vielfalt des Burgenlandes und das Zusammenleben der Volksgruppen mit der Mehrheitsbevölkerung aufzeigen. „Wir versuchten in den letzten 100 Jahren auch diese Integration und diese Assimilierung zu leben“, so Ludwig Frauer, Obmann des Ungarischen Kulturvereins „BUKV“.
Vorteil von Mehrsprachigkeit hervorheben
Aber auch die Problematik, dass der Anteil der Volksgruppenangehörigen sinkt, wird thematisiert. Der zweisprachige Unterricht soll hier entgegenwirken – das alleine wird aber nicht ausreichen. Read the rest of this entry »
Juli 13th, 2021 | Published in Facts & Figures
Juli 9th, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Interview
Tagesspiegel: Noa Karavan, Tochter des Bildhauers Dani Karavan, fürchtet um Berliner Mahnmal für die Sinti und Roma
Tagesspiegel, 6.7.2021: Die Tochter des Bildhauers Dani Karavan sieht das Berliner Mahnmal ihres Vaters für die Sinti und Roma durch den Bau einer neuen S-Bahn-Linie in existenzieller Gefahr. Anderslautende Darstellungen der Deutschen Bahn und der politischen Verantwortlichen seien „einfach falsch“, sagte Noa Karavan nach einem Besuch und Gesprächen in Berlin dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel. „Mir wurde bei meinem Besuch immer wieder erklärt, dass die Eingriffe ins Denkmal ‚minimal‘ und ‚temporär‘ seien, um das Denkmal ‚maximal‘ zu schützen. Aber das ist leider unmöglich.“ Noa Karavan-Cohen arbeitete bis zum Tod ihres Vaters (wir berichteten) im Mai 20 Jahre lang eng mit ihm zusammen und betreut auch weiterhin sein Werk. Read the rest of this entry »
Juli 8th, 2021 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
(Quelle)
Juli 6th, 2021 | Published in Jugend & Bildung, Veranstaltungen & Ausstellungen
Für Kinder und Jugendliche (9 bis 14 Jahre)
Am 9. Juli 2021, 14:00–18:00 Uhr
Am 9. Juli 2021 wird zum ersten Mal eine (digitale) Kinderkonferenz für Sinti und Roma in Deutschland stattfinden, wozu der Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma herzlich einlädt. Als Pilotprojekt des Bildungsreferats hat das Dokumentationszentrum zusammen mit Kooperationspartnern ein Konzept für die Kinder ausgearbeitet, bei dem die Stärkung der Kinder und Jugendlichen, also das „Empowerment“ im Vordergrund steht: Qualifizierte Sinti und Roma aus Bildung und Erziehung machen altersgerechte Workshops mit und für Kinder.
Die Themen der Kinder (beispielsweise: „Was wollt ihr später mal werden?“; „Wie sind eure Erfahrungen in der Schule, was könnte besser gemacht werden?“; „Was würdet ihr gerne in Deutschland ändern, wenn ihr könntet?“; „Wie wichtig ist Social Media für euch und wie findet ihr digitales Lernen?“) werden mit künstlerischen Mitteln und ästhetischen Handlungsformen aufgegriffen (das kann ein kurzes Handyvideo, Foto, gemaltes Bild oder auch ein selbst verfasster Text sein) und von den Kindern selbst erarbeitet. Die Kinder können sich zwei Workshop-Gruppen anschließen, in denen gemalt, gebastelt, geschrieben und mit den Kindern geredet wird. In diesem Prozess werden kreative Fähigkeiten aktiviert, die demokratische Bildung wird gefördert, das Selbstbewusstsein und die Sprachkompetenz der Kinder gestärkt – damit sie sich im schulischen Alltag behaupten und zurechtfinden können.
Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Die Veranstalter bitten die Eltern oder Erziehungsberechtigten um eine Anmeldung per E-Mail an bildung@sintiundroma.de: Read the rest of this entry »
Juli 5th, 2021 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte
Diskriminierung von Wohnungssuchenden bei der städtischen Bremer Baugesellschaft Brebau: Stadt setzte Sonderermittler ein und Controlling-Ausschuss arbeitet die Vorwürfe auf
Heute legt der externe Ermittler seine Untersuchungsergebnisse dem Aufsichtsrat vor (mehr hier).
In einem Schreiben informierte der Finanzsenator der Freien Hansestadt Bremen und Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbaugesellschaft Brebau, Dietmar Strehl, den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma darüber, dass der Brebau-Aufsichtsrat die auch gegen Sinti und Roma gerichteten rassistischen Praktiken bei der Bremer Wohnungsbaugesellschaft Brebau schnell und lückenlos aufklären will. Dafür wurde auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssichtung am 21. Mai 2021 einen Sonderermittler eingesetzt. Auch der Controlling Ausschuss der Bremischen Bürgerschaft hat sich der Aufarbeitung der Vorwürfe angenommen. Die diskriminierende Kennzeichnung von Wohnungssuchenden sei sofort gestoppt worden und die beiden Geschäftsführer der Brebau wurden bis zum Abschluss der Untersuchungen von ihrer Tätigkeit freigestellt.
Juli 4th, 2021 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
Juli 3rd, 2021 | Published in Rassismus & Menschenrechte
Zusammen mit 200 Organisationen fordert Roma-Service Gerechtigkeit für Stanislav Tomáš: Offener Brief (29.6.2021)
[Übersetzt aus dem Englischen von Amaro Foro]
President of the European Council,
Mr Charles Michel,
President Ursula von der Leyen,
President David Maria Sassoli
Ambassador Iztok Jarc,
Vice-President Věra Jourová,
Commissioner Didier Reynders,
Commissioner Helena Dalli,
President of the Committee on Civil Liberties,
Justiceand Home Affairs,
Juan Fernando Lopez Aguilar,
ARDI Co-Presidents and Vice-Presidents
Das European Roma Grassroots Organisations (ERGO) Network möchte gemeinsam mit anderen Roma- und Pro-Roma- und Antirassismus-Organisationen der Zivilgesellschaft und Einzelpersonen weltweit der Familie und den Angehörigen von Stanislav Tomáš unser aufrichtiges Beileid aussprechen und hofft, dass der Gerechtigkeit schnell Genüge getan wird.
Wir fordern daher eine unabhängige, gründliche und objektive Untersuchung des Todes von Stanislav Tomáš, einem Roma-Mann aus Teplice in der Tschechischen Republik, der kurz darauf starb, nachdem zwei Polizeibeamte sich auf ihn gekniet und exzessive und unnötige Gewalt angewendet hatten, um ihn auf dem heißen Pflaster zu fixieren, selbst nachdem er mit Handschellen gefesselt war (mehr hier und hier). Wir sind zutiefst beunruhigt über die Aufnahmen, die Stanislavs letzte Momente seines Lebens zeigen, als die Polizei versuchte, ihn mit übermäßiger Gewalt festzunehmen. Read the rest of this entry »
Juli 2nd, 2021 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
Juli 1st, 2021 | Published in Rassismus & Menschenrechte
Von unserem Kollegen Kapturak, Osteuropa-Historiker und Rechtsextremismus-Experte, erreicht uns via Twitter die Meldung von Ausschreitungen gegen Roma in Polen:
Am Sonntag kam es im südpolnischen Mielec zu romafeindlichen Ausschreitungen. Ein mit Stöcken bewaffneter Mob begab sich zu einer von Rom*nja bewohnten Gegend und forderte die Herausgabe eines an einer früheren Auseinandersetzung beteiligten Teenagers. (Anm.: Medienberichten zufolge gab es über 100 Beteiligte)
Die Polizei konnte die Gruppen trennen. Die Aufrührerin, die den Mob anführte, wurde wegen Aufruf zum Hass aufgrund von Nationalität festgenommen. Hintergrund ist ein Streit zwischen Jugendlichen. In der Folge waren romafeindliche Parolen an Hauswänden in der Stadt aufgetaucht.
Bereits 2017 berichtete Kapturak als Gastautor in dROMa über rassistische Proteste gegen Roma in Polen (siehe hier).
Juni 30th, 2021 | Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung
(Quelle)
Juni 30th, 2021 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Rassismus & Menschenrechte | 2 Comments
Vor einigen Tagen wurden die Preise des 21. Grimme Online Award vergeben. Wir stellen Ihnen einige der Preisträger (siehe: hier und hier) vor. Heute: die Webdokumentation „Gegen uns.“, ausgezeichnet in der Kategorie „Information“.
„Gegen uns.“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e. V. und der Opferberatung „Support“ der RAA Sachsen e. V. Redaktion, Texte und Recherche: Heike Kleffner, Robert Kusche, Julia Oelkers (Leitung und Konzept), Katharina Wüstefeld und Ceren Türkmen.
„Gegen uns.“ – Preis verliehen für Recherche und Redaktion. Begründung der Jury:
Die Webdokumentation „Gegen uns.“ holt auf eindrucksvolle Weise die Lebensgeschichten von Opfern von Rassismus und rechtsextremistischer Gewalt aus der statistischen Anonymität. Nicht nur um die Tat an sich geht es bei den tiefgehenden und deshalb herausragenden Recherchen; auch der gesellschaftliche Kontext und die Langzeitwirkungen für Betroffene und ihr Umfeld werden mit multimedialen Mitteln von allen Seiten beleuchtet. Archivfotos und Dokumente ergänzen die erschütternden Erzählungen von einem Leben in latenter Gefahr und Bedrohung, von Erniedrigungen, Angriffen, Misshandlungen und Mord. Read the rest of this entry »
Juni 29th, 2021 | Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
(Quelle)
Juni 28th, 2021 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Internet & Blogothek, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte | 1 Comment
Vor einigen Tagen wurden die Preise des 21. Grimme Online Award vergeben. Wir stellen Ihnen einige der Preisträger (siehe hier und hier) vor. Heute: die Podcast-Reihe „190220 – ein Jahr nach Hanau“, ausgezeichnet in der Kategorie „Information“.

Der rechtsterroristische Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 forderte neun Todesopfer, drei der Opfer gehörten der Minderheit der Sinti und Roma an: Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov und Vili-Viorel Păun, der sein Leben verlor, weil er versuchte, den Mörder zu stoppen. Die sechsteilige Podcast-Dokumentation „190220 – ein Jahr nach Hanau“ von Viola Funk, Alena Jabarine, Sham Jaff und Seyda Kurt wurde in der Kategorie „Information“ ausgezeichent.
„190220 – ein Jahr nach Hanau“ – Preis verliehen für Recherche und Redaktion. Begründung der Jury:
Am 19. Februar 2020 ereignete sich in Hanau eines der größten rechtsextremen Attentate der Nachkriegszeit. Neun Menschen wurden ermordet: Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtovic, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saracoglu. Weil der Attentäter tot ist, wird es keinen strafrechtlichen Prozess geben – und so bleiben zentrale Fragen unbeantwortet. Eindringlich widmet sich der Podcast „190220 – Ein Jahr nach Hanau“ genau diesen Fragen und legt damit den Finger in eine klaffende Wunde dieser Gesellschaft: Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Hätte die Tat verhindert werden können? Und: Welche Verantwortung tragen die Sicherheitsbehörden? Herausragend sind die berührenden Gespräche, die die Journalistin Alena Jabarine mit Angehörigen und Überlebenden vor Ort führt, ohne je voyeuristisch zu werden. Read the rest of this entry »
Juni 27th, 2021 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Internet & Blogothek, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte | 2 Comments
Vor zehn Tagen wurden in Köln, via Streaming und Zoom, die Preise des 21. Grimme Online Award vergeben. Wir stellen Ihnen einige der Preisträger vor (siehe: hier und hier). Den Anfang macht die Talkrunde „Die beste Instanz“, ausgezeichnet in der Kategorie „Spezial“.
1.400 Vorschläge wurden in diesem Jahr eingereicht – im letzten Preisjahr waren es ca. 1.000 Einreichungen. Das zeigt: Qualitativ hochwertige Online-Angebote sind relevanter denn je, nicht nur im Bereich der Unterhaltung, sondern auch zur Wissensvermittlung. 28 Webangebote wurden schließlich von einer Fachjury für den Preis nominiert.
In der Kategorie „Spezial“ durfte sich als erste Preisträgerin Enissa Amani mit ihrer spontan aufgesetzten Talkrunde „Die beste Instanz“ freuen, die als direkte Reaktion auf die Ausstrahlung einer Sendung des WDR-Formats „Die letzte Instanz“ (wir berichteten hier, hier und hier) produziert worden war.
„Die beste Instanz“ – Preis verliehen für Idee, Konzept und Redaktion. Begründung der Jury:
Inmitten der kontroversen Diskussion um die umstrittene WDR-Sendung „Die letzte Instanz“, in der sich eine rein weiß besetzte Runde von prominenten Personen unkundig und unangebracht über Rassismus unterhielt, reagierte die Comedienne Enissa Amani mit einer überraschenden Intervention und demonstrierte, wie es anders – besser – gehen könnte: Eigenständig initiierte, moderierte und finanzierte sie die Internet-Sendung „Die beste Instanz“, in der fünf Expert*innen fundiert, sachlich und informiert über Antisemitismus und Rassismus im Allgemeinen und Diskriminierungen gegen Sinti*ze und Rom*nja im Speziellen diskutierten. So fand ein inhaltlich bereicherndes, besonnenes, dialogisches Gespräch statt, bei dem die Teilnehmenden aufeinander eingingen, einander ergänzten und voneinander lernten. Damit steht die Sendung nicht nur mit dem kompetenten Inhalt, sondern auch mit der Art des Gesprächs im Kontrast zu anderen prominenten Formaten, in denen über aktuelle politische Themen debattiert wird. Read the rest of this entry »
Juni 26th, 2021 | Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung
(Quelle)
Juni 24th, 2021 | Published in Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen | 1 Comment
Mahnwache in Wien gedenkt Opfer von Polizeigewalt in Tschechien
Sonntag, 27.6.2021, 20:00 bis 22:00 Uhr
Platz der Menschenrechte, Mariahilfer Str. 1, 1060 Wien
Stanislav Tomáš starb am Samstag nach einem schockierenden Fall von Polizeigewalt in Teplice, Tschechien (wir berichteten): Ein Polizist hatte sechs Minuten lang mit dem Knie auf dessen Genick gedrückt. Ein breites Bündnis aus Organisationen und Aktivist*innen lädt nun zur Mahnwache gegen Polizeigewalt am kommenden Sonntag am Platz der Menschenrechte in Wien ein. In die Öffentlichkeit kam der Fall durch das Video einer Augenzeugin, das den Übergriff in voller Länge zeigt. Der Fall wird aufgrund eindeutiger Parallelen bereits mit jenem von George Floyd verglichen. Auch dieses mal ist ein Mensch aus einer marginalisierten Gruppe betroffen, denn Stanislav Tomáš war ein Rom.
Die folgenden Organisationen rufen gemeinsam zu dieser Mahnwache auf, bei der des Opfers von Polizeigewalt gedacht wird und ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden soll: Black Voices Volksbegehren, Verein Zentrum Exil, Jüdische österreichische Hochschüler:innen, Grüne und Alternative Student_innen (GRAS), Verein Hango, Initiative Minderheiten, KSV-LiLi Kommunistischer Stu-dent_innenverband, Kulturverein Österreichischer Roma, KZ-Verband Wien, Lovara-Roma Österreich, Newo Ziro, ÖH Uni Wien, Romano Centro, Romano Svato, Roma-Service, Volkshilfe Österreich, Verband Sozialistischer Student*innen (VSStÖ), Voice of Diversity, Zentrum Exil … (es schließen sich laufend Organisationen an).