Gala für Roma Spirit Award 2020

Juli 21st, 2021  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Facts & Figures

Roma Spirit 2020Slowakei: Der Roma Spirit Award ehrt En­gage­ment für ein bes­se­res Zu­sam­men­leben. Jetzt wurde in Kežmarok der Gala­abend für die Preis­trä­ger 2020 nach­ge­holt

RTVS:  Seit zehn Jahren widmet sich „Roma Spirit“ der Unter­stützung jener, die zur Ver­besse­rung der Lebens­ver­hält­nisse der Roma in der Slowakei bei­tragen. Ziel ist es, eine Tradition der Wert­schätzung der Arbeit für die Roma-Ge­mein­schaft und eine Platt­form zur Prä­senta­tion positi­ver Beiträge zu schaf­fen. Or­ganisiert wird der „Roma Spirit“ von der Ver­eini­gung für Kultur, Bildung und Kom­muni­kation (ACEC). De­ren Direkto­rin Magdaléna Rothová: „Alle machen eine wun­der­bare Arbeit. Bei den Taten geht es nicht darum, wer ein Rom und wer keiner ist, son­dern wer bereit ist, anderen zu helfen. Wir sind sehr froh, dass wir uns durch diese Men­schen inspirie­ren und moti­vieren lassen können.“

Die Gewinner in sieben Kategorien des „Roma Spirit 2020“ haben ihre Preise während der zwei­ten Pandemie­welle er­halten – ohne Zu­schauer und feier­liche Zeremonie. Am letz­ten Freitag luden die Or­ga­nisa­toren alle 21 Fina­lis­tin­nen und Finalisten nach Kežma­rok ein. Im einzig­ar­tigen Am­biente der evan­geli­schen Holzkirche fand ein Galaabend statt, bei dem die feier­liche Würdigung der Per­sön­lich­keiten und ihrer Initia­tiven nach­geholt wurde.

In der Kategorie „Persönlichkeit“ ging der Preis post­hum an Vlado Oračko aus Veľká Lomnica, der vor einem Jahr bei einem Auto­unfall ums Leben kam. Er hat sich über viele Jahre als Aktivist in der dortigen Roma­siedlung „Nový Dvor“ en­gagiert. Den Preis nahm seine Frau Sabina ent­gegen: „Mein Ehe­mann wollte anderen Men­schen helfen. Er wollte, dass die Siedlung sauber ist. Er brachte den Be­wohnern bei, ihren Müll zu tren­nen und richtig zu ent­sorgen. Ich mache in den Fuß­stapfen meines Mannes damit weiter.“

Für seine Nominierung für die „Tat des Jahres“ wurde in Kežma­rok auch Peter Jendrál aus Poprad ge­würdigt. Er hat wäh­rend der Pandemie die Qua­rantä­ne-Maß­nahmen in eini­gen Roma­siedlungen in der Ost­slowakei ko­ordiniert und habe sich dabei durch seinen be­sonders mensch­li­chen Zugang aus­ge­zeichnet. Außer­dem habe er sich un­ermüdlich um die Kommuni­kation und Zu­sammen­arbeit aller be­teiligen Akteure be­müht. „Wir haben gemein­sam in Žehra, Krompachy und Bystrany ge­wirkt. Es war nicht ein­fach, aber wenn man es mit dem Herzen macht, dann geht die Arbeit wie von allein.“

Gastgeberin des „Roma Spirit 2020“ war die am Fuße der Hohen Tatra gelege­ne Stadt Kežmarok. De­ren Bür­ger­meis­ter Ján Ferenčák (Smer-SD) be­tont die viel­schich­tige kulturelle Tradition seiner Stadt: „Das Zu­sammen­leben der Nationa­li­täten ist für Kežmarok typisch – histo­risch wie auch in der Gegen­wart. Konkret leb­ten in Kežmarok sieben Volks­gruppen, und die Roma sind eine davon.“

(Quelle: RTVS)

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