Facts & Figures (388)
August 25th, 2021 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte
(Quelle)
August 25th, 2021 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte
(Quelle)
August 24th, 2021 | Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
Immer wieder kommt es vor, dass Berichte über Roma antiziganistische Vorurteile bedienen. Wie lässt sich das vermeiden? Der Mediendienst Integration in Deutschland hat dazu Fachleute befragt.
Anfang des Jahres sorgte die WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ für einen Aufschrei: Darin regten sich mehrere Prominente darüber auf, dass man das „Z-Wort“ nicht mehr sagen dürfe. Betroffene waren nicht eingeladen. Die Sendung ist nicht der einzige antiziganistische Vorfall in den Medien. Vor Kurzem stellte ein Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus (UKA) fest, dass Medien immer wieder uralte antiziganistische Stereotype reproduzieren. [Quelle]
Der MEDIENDIENST hat mit Fachleuten darüber gesprochen, worauf Journalist*innen achten können, wenn sie Antiziganismus vermeiden wollen.
1. Nennung der Gruppenzugehörigkeit hinterfragen
Andrea Wierich von der Rom*nja-Selbstorganisation Amaro Foro e.V. leitet ein Modellprojekt, das Medienschaffende zu Antiziganismus sensibilisieren will. Sie beobachtet, dass bei Berichten über Rom*nja die Gruppenzugehörigkeit oft genannt wird. In einem Artikel über den Görlitzer Park in Berlin hieß es beispielsweise, dort würden „Obdachlose und Rom*nja campieren“. Wierich sagt: „Diese Erwähnung macht nur vor dem Hintergrund des Klischees Sinn, dass Rom*nja ein Wandervolk seien. Die Idee ist weiterhin in den Köpfen vieler Menschen verankert. Dabei haben über 90 Prozent der Rom*nja in Europa einen festen Wohnsitz.“ Um das Klischee nicht weiter zu reproduzieren, rät Wierich dazu, sich zu fragen: Macht der Satz auch Sinn, wenn man das Wort „Rom*nja“ mit einer anderen Gruppe ersetzt, beispielsweise „Handwerker*innen“ oder „Engländer*innen“? Generell sollte man mit der Nennung der Gruppenzugehörigkeit zurückhaltender umgehen.
Hinzu kommt laut Wierich, dass „Rom*nja“ und „Sinti*zze“ Selbstbezeichnungen sind: „Eigentlich müssten Journalist*innen Betroffene fragen, ob sie sich überhaupt als Rom*nja identifizieren. Read the rest of this entry »
August 23rd, 2021 | Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Jugend & Bildung
August 22nd, 2021 | Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Roma sam
Radio Burgenland: 16.8.2021 | (on demand)

In der Sendung ist der Ethnologe Michael Teichmann von der Caritas Graz zu Gast. Als Leiter des Projektes „KAMBUKE | kamaha buti te kerel“, zu Deutsch „Wir wollen arbeiten“, erzählt er über die verschiedenen Arbeitsbereiche für und mit Roma.
Projekt „ROMEXA“
Knapp 500 Roma aus Osteuropa, meist aus der Slowakei, Rumänien, Bulgarien oder Ungarn, werden derzeit von der Caritas Graz in mehreren Projekten betreut. Eines davon ist das Projekt „ROMEXA“, das hauptsächlich zur Basisversorgung von Roma und Romnja dient, die von prekären ökonomischen und sozialen Situationen aus ihren Heimatländern nach Österreich migrieren.
Projekt „Chavore“ | Kinder“
Die Kinder der migrierten Familien haben die Möglichkeit am Projekt „Chavore“, zu Deutsch „Kinder“, teilzunehmen und sich dadurch schneller einzuleben. Aktuell werden 40 Kinder in diesem Projekt in Graz betreut, Teichmann unterstreicht die Bedeutsamkeit dieser Maßnahme für die Inklusion der Familien.
Kindheit ohne „Stereotype“
Michael Teichmann, geboren 1973, wuchs in Oberdrauburg, einer kleinen Gemeinde in Oberkärnten, auf. Dort besuchte er die Pflichtschule und anschließend das Gymnasium Lienz. Der heutige Ethnologe erzählt, dass es in seinem Elternhaus keinerlei Stereotype oder typische Vorurteile gegenüber anderen Völkern gab. 1992 begann Michael Teichmann an der Uni Graz zu studieren. Dort lernte er den Sprachwissenschaftler Dieter Halwachs kennen, der für die Kodifizierung und Didaktisierung des Burgenland-Romani verantwortlich zeichnet. Read the rest of this entry »
August 21st, 2021 | Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
Roma sam
Radijo Burgenland: 16.8.2021 | (on demand)
Andi adiveseskeri sendung o etnologo taj visenschoftleri upro than la flogoskera kundejatar Michael Teichmann la Caritasatar Gereci te schunel hi. Ojs schero le projektostar KAMBUKE | KAmaha BUti te KErel“ andi nimtschki tschib – „Wir wollen arbeiten“, phukal ov peder o mindenfelitike butjakere thana le Romenge taj le Romenca.
Projekto „ROMEXA“
Bojd 500 Roma andar i ostitiki Europa, butvar andar i Slovakija, i Rumenija, i Bulgarija vaj andar o Ungriko akan la Caritasatar Gereci ande buteder projekti vodim on. Jek le projektendar hi o projekto „ROMEXA“, savo le basisakere fasorginipeske le Romendar taj Romnijendar dijaninel, save le bibastale virtschoftlichi taj socijali situacijendar andar pumare hajmatakere vilagendar andi Austrija migririnen.
Projekto „Chavore | Kinder“
Le tschaven le migririme familijendar o schajipe hi uso projekto „Chavore“ andi nimtschki tschib „Kinder“ use te ol taj afka sikeder pe te integririnel. Ando momento 40 tschave ande ada projekto Gereciste vodim on, o Teichmann o barikanipe adale keripestar la integracijake le familijendar angle asdel.
Tschavengeri cajt oni sterejotiptscha
O Michael Teichmann ando bersch 1973 upro them alo. Upre bartschino ov ande Oberdrauburg, jek tikni gemajnde ande Oberkärnten. Odoj andi flogoskeri ischkola gelo taj paloda ando gimnasijum Lienz. Read the rest of this entry »
August 18th, 2021 | Published in Facts & Figures, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte
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August 16th, 2021 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Sport
Die deutsche Fußball-Legende Gerd Müller ist tot. Der 1945 geborene FC-Bayern-Star verstarb am Sonntag m Alter von 75 Jahren in München.
Mit dem deutschen Nationalteam wurde Müller 1972 Europameister, 1974 machte sein entscheidender Treffer im Finale Deutschland zum Weltmeister. In 62 Länderspielen erzielte er 68 Tore, bis heute ist er der dritterfolgreichste WM-Torschütze aller Zeiten. Mit seinem Stammklub FC Bayern München war Gerd Müller vierfacher Meister, vierfacher Cupsieger, vierfacher Europacup-Sieger. Siebenmal war er Torschützenkönig der Bundesliga. Seine Torbilanz von 365 Treffern in 427 Bundesligaspielen ist unübertroffen. Anfang der 1980er Jahre beendete er schließlich seine Profilaufbahn.
Was in den zahllosen Nachrufen in den Zeitungen heute nicht zu lesen sein wird: Mit den Sinti und Roma war die Sportlegende zeitlebens eng verbunden – so eng, dass er vielen Sinti beinahe als einer von ihnen galt. „Wir trauern um unseren Bomber Gerd Müller. Eine Legende mit einem Herzen eines Sinto“, so etwa Marcella Reinhardt vom Regionalverband Deutscher Sinti und Roma in Schwaben. Unsere Kolleg/innen vom Roma-Verein „Romanity“ in München sind den von Gerd Müller selbst gern geschürten Gerüchten über seine Herkunft vor einigen Monaten einmal nachgegangen:
Ist er’s? Ist er’s nicht? – Der „Bomber der Nation“ ein Sinto?
Eigentlich sollte es nur die Biografie eines seiner Fußballidole werden. Sein Buch über Gerd Müller entwickelte sich aber zu einem spannenden Krimi über Fußball, Geld, Politik und die Geschichte des Rekordmeisters Bayern München. Hans Woller, Historiker, widmet in seinem penibel und für Ballspiel-Verhältnisse sehr wissenschaftlich recherchierten Werk einige Seiten der Herkunft des wohl besten Torschützen der deutschen Fußballgeschichte.
Gerd Müller erblickte in Nördlingen kurz nach Kriegsende das Licht der Welt und stammt aus einer einfachen Arbeiterfamilie. Er wächst in ärmlichsten Verhältnissen auf und ist kein großer Fan der Schule, stattdessen kickt er lieber mit Freunden auf den heimischen Bolzplätzen. Darunter Freunde, die der Minderheit der Sinti und Roma angehören und nach dem Krieg in seiner Heimatstadt angesiedelt wurden. „Dazu zählte die weit verzweigte Familie Reinhardt, die ganz in der Nähe des Mietshauses der Müllers ein Anwesen erworben hatte. […] Es dauerte nicht lange, bis Müller im Hause der Reinhardts ein und aus ging. Er kannte keine Berührungsängste, wurde wie ein Familienmitglied behandelt.“ Read the rest of this entry »
August 15th, 2021 | Published in Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte
„Diskriminierendes Handeln der Verwaltung wird den Leidtragenden angelastet“
Am 4.8.2021 wurde in der RBB-Abendschau ein Beitrag ausgestrahlt, der die gesamte Bandbreite antiziganistischer Stereotype reproduziert und als gezielte Diffamierung schutzsuchender Menschen mit dem Ziel der Abschreckung zu werten ist.
Stellungnahme von Amaro Foro, Berlin:
Es geht in diesem Beitrag um Asylsuchende aus der Republik Moldau, die angeblich in großer Zahl nach Berlin einreisen, um hier jeweils Tausende von Euro zu bekommen; es wird deutlich suggeriert, dass dieses Geld dann für Drogen und Partys ausgegeben würde, die Menschen also nicht wirklich schutzbedürftig seien. Dahinter würden angeblich „kriminelle organisierte Schleuser“ stecken.
Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:
August 11th, 2021 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
August 10th, 2021 | Published in Musik, Radio, Podcast & TV
Seit Jahrzehnten kämpfen Roma-Musiker in Ungarn um ihre Existenz. Die Corona-Pandemie hat ihre Situation nochmals dramatisch verschlechtert. Ein ungarisches Kulturgut droht zu verschwinden. Ein Videobeitrag von Agnes Szabo und Felix Schlagwein auf dw.com.
August 7th, 2021 | Published in Facts & Figures, Medien & Presse
(Quelle)
August 5th, 2021 | Published in Einrichtungen
Sinti und Roma in Deutschland vereinigen ihre Kompetenzen in neuer Bundes-Organisation
Am 2. August 2021 haben sich etablierte Vereine und Organisationen der Sinti und Roma aus ganz Deutschland zusammengeschlossen, um den zukünftigen Aufgaben als Bundesvereinigung der Sinti und Roma e.V. i. G. (BVSR) strukturiert und transparent zu begegnen.
Die Gründungsversammlung fand im Paul-Löbe-Haus in Berlin statt. Sitz der BVSR ist Berlin. Auch die Geschäftsstelle wird in Kürze in der Hauptstadt, in der Nähe der Bundesallee eröffnet. Weitere Selbstorganisationen haben bereits ihre Aufnahme beantragt und sind willkommen. In der BVSR vereinen erstmals etablierte Vereine ihre Kompetenzen in den Bereichen Empowerment, Wirtschaft, Recht, Medien, Familie, Bildung, Geschichte, Forschung, Gedenken und Minderheiteninteressen zu einer neuen Bundesvertretung.
Der 15-köpfige Vorstand besteht gleichberechtigt aus Frauen und Männern. Als Vorsitzende wurde Esther Reinhardt-Bendel (RomnoKher gGmbH/Initiative Sinti-Roma-Pride) gewählt. Stellvertretende Vorsitzende ist Kelly Laubinger (Cinti Union Schleswig-Holstein e. V.). Als Generalsekretär wurde Romeo Franz (MdEP) beauftragt.
Zu den wichtigen Zielen der Bundesvereinigung gehören: Read the rest of this entry »
August 3rd, 2021 | Published in Film & Theater, Kunst & Fotografie, dROMa (Magazin) | 2 Comments
Themenheft „Bilder“ | Temakeri heftlina „Kipi“
Fremdbilder, Selbstbilder, Gegenbilder – die Macht der Bilder konfiguriert unser Denken. Die Beiträge dieses Heftes setzen sich diesmal daher mit unterschiedlichen Kategorien von Bildern auseinander. Den Anfang macht das Kino: Roman Urbaner stellt den Dokumentarfilm „Wie ich Partisanin wurde“ der in Wien lebenden slowakischen Romni Vera Lacková vor, der soeben beim goEast-Festival seine Weltpremiere feierte – eine familienbiografische Recherche, die versucht, Geschichtsbilder zurechtzurücken. Aus Budapest berichtet János Róbert Orsós von der Odyssee der Kunstsammlung des Roma-Parlaments, die nach Jahren in Kellerdepots nun wieder zugänglich ist. Das Digitalisierungsprojekt DigiRom und die heißen Eisen im Umgang mit rassistischen Bildbeständen behandeln zwei Artikel von Vera Tönsfeldt vom Rom e. V. in Köln. Valentine Auer skizziert die Ausstellung „Manuš heißt Mensch“, die derzeit in der Kunsthalle Wien zu sehen ist und die sich mit der tschechischen Siedlung Chanov und dem Ringen um neue Roma-Bilder befasst. Und zum Abschluss haben wir für Sie ein Prosagedicht des spanischen Autors Helios F. Garcés übersetzt.
Avre kipi, ajgeni kipi, gejng kipi – i sor le kipendar amaro gondolipe khetan phandel. O pisiniptscha adala heftlinatar akan vaschoda le mindenfelitike kategorijenca le kipendar donde pe bescharel. O kesdipe kerel o kino: O Roman Urbaner o dokumentacijakero film „Sar me partisankija ujom“ la slovakitika Romnjatar Vera Lacková, savi Betschiste dschil, angle terdscharel taj savo akan uso goEast-festivalo pri themeskeri premijera mulatinel – jek famijakeri bijografischi rescherscha, savi probalinel, historijakere kipi ando tschatscho udud te terdscharel. Andar Budapest phukal o János Róbert Orsós la odisejatar le kunstakere khetan kedipestar le Romengere-parlamentostar, savo pal berscha ande komorakere depotscha akan papal aun dikle schaj on. Read the rest of this entry »
August 2nd, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Veranstaltungen & Ausstellungen
Virtuelles Gedenken zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma am 2. August: 2.8.2021, 12:00 – 13:30 Uhr
Am 2. August erinnern wir an die letzten 4.300 Sinti und Roma, die im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau vor 77 Jahren – trotz ihres erbitterten Widerstands – von der SS ermordet wurden. Erst vor sechs Jahren wurde der 2. August vom Europäischen Parlament als Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma anerkannt.
Auch in diesem Jahr ist eine virtuelle Gedenkveranstaltung für die 500.000 ermordeten Sinti und Roma im NS-besetzten Europa Mittelpunkt des Gedenkveranstaltung am 2. August 2021. Die zweisprachige (DE/EN) Veranstaltung wird über die Website https://www.roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu/ zusammen mit einem breiten Informationsangebot (DE/EN/PL/Romanes) zum Thema verfügbar sein. Durch das virtuelle Gedenken wird darüber hinaus eine hohe Sichtbarkeit der lokalen Gedenkveranstaltungen in ganz Europa ermöglicht. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, hebt die Bedeutung des Gedenkens hervor:
Auschwitz ist das Gewissen, das an uns alle appelliert, unsere Stimme gegen den heute wieder um sich greifenden, mörderischen Rassismus mit seinen zahlreichen Toten zu erheben. Es muss uns mit großer Sorge erfüllen, wenn wir auf den derzeitigen Zustand der Europäischen Union blicken. Read the rest of this entry »
August 1st, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Politik
Internationaler Tag des Gedenkens an den Genozid an den Roma und Sinti am 2. August: Voglauer und Blimlinger (Grüne) fordern zentrales Mahnmal für die ermordeten Roma und Sinti in Wien
Während des Holocaust wurden rund 500.000 Roma und Sinti [...] ermordet, darunter rund 10.000 aus Österreich. Roma und Sinti wurden in der Zeit des Nationalsozialismus als „Zigeuner“ bzw. als „Asoziale“ verfolgt und systematisch ermordet. Vor 1938 lebten rund 11.000 bis 12.000 Roma und Sinti in Österreich, die meisten davon im Burgenland. „Bis heute gibt es in Österreich kein zentrales Mahnmal für Roma und Sinti, wie es das für andere Opfergruppen bereits gibt. Es ist dringend notwendig, hier endlich tätig zu werden und in Wien ein Mahnmal zu errichten, um ein gesamtösterreichisches Gedenken zu ermöglichen. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Volksgruppe werden wir hier in den nächsten Monaten auf die Suche nach einem geeigneten und vor allem auch würdigen Platz gehen“, sagt die Volksgruppensprecherin der Grünen, Olga Voglauer.
Roma und Sinti, aber auch Jenische, waren in Österreich bereits vor 1938 massiver Diskriminierung ausgesetzt. Die österreichischen Behörden erfassten auf rassistischer Basis Roma und Sinti in einer Kartei, der so genannten „Zigeunerkartei“, die dann die Grundlage der Verfolgung und der Vernichtung der Roma und Sinti war. Um den „Porajmos“, was „Verschlingung“ oder „Zerstörung“ auf Romani bedeutet, stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, sind Aufklärung, aber auch Zeichen im öffentlichen Raum notwendig. Read the rest of this entry »
Juli 31st, 2021 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Religion | 2 Comments
Slowakei: Roma-Siedlung „Luník IX“ soll für Papstbesuch im September verschönert werden
RTVS, 30.7.2021: Der angekündigte Papstbesuch vom 12. bis 15. September in der Slowakei sorgt derzeit für zahlreiche Meldungen in kirchlichen, privaten wie auch öffentlich-rechtlichen Medien. [...] Zu den aktuellen Vorbereitungen auf den Besuch von Papst Franziskus in der Slowakei gehören derzeit Maßnahmen für eine visuelle Verschönerung im Bereich der Wohnsiedlung „Luník IX“ in Košice, die vorrangig von Roma bewohnt wird und die der Papst Agenturmeldungen zufolge besuchen will. Hierfür sollen nunmehr an der geplanten protokollarischen Wegstrecke kurzfristig Grünanlagen bereinigt, Müllansammlungen beseitigt, Straßen erneuert und künstlerisch anmutende Wandbilder angebracht werden.
(Text: RTVS)
Juli 31st, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken | 1 Comment
Gestern vor 82 Jahren. Von diesen rassistischen Zwangsmaßnahmen war es nur mehr ein ganz kleiner Schritt zum Holocaust. [Von Christian Cargnelli]
Aus: Steirische Grenzwacht. Wochenblatt für die Gerichtsbezirke Leibnitz, Radkersburg, Mureck, Wildon, Arnfels, 30.7.1939, Nr. 31, S. 2 [ANNO]:

Anm. d. Red.: Schon 1938 waren 232 österreichische Roma und Sinti inhaftiert und in Konzentrationslager eingewiesen worden. Ein Jahr später verfügte das Reichskriminalpolizeiamt die Deportation von weiteren 3.000 arbeitsfähigen Männern und Frauen. Ab 1939 wurden in Österreich eigene „Zigeunerlager“ eingerichtet (unter anderem 1940 in Lackenbach). Read the rest of this entry »
Juli 30th, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
„Instawalk“ am 2. August auf den Spuren der NS-Vernichtung: Volkshilfe ruft am Roma-Gedenktag zu österreichweitem „Gedenk-Walk“ auf, um sich auf die Spuren von Roma/Romnja und Sinti/Sintize zu machen.
Rund 80 Jahre nach den NS-Verbrechen erinnern Gedenkstätten und Ortsnamen an die Verschleppung und Ermordung von Roma/Romnja und Sinti/Sintize in Österreich. Zum internationalen Gedenktag am 2. August veranstaltet die Volkshilfe einen Instawalk, um diesen Spuren nachzugehen. Ganz Österreich ist eingeladen, mitzumachen und in der eigenen Nachbarschaft Plätze zu finden, die an Roma/Romnja und Sinti/Sintize erinnern, diese zu besuchen und Fotos unter dem Hashtag #RomaGedenkwalk zu posten.
„Wir dürfen dieses Kapitel der eigenen Geschichte nicht vergessen. In Österreich überlebte von den über 10.000 Roma und Sinti nur jeder Zehnte die Verfolgung während des Zweiten Weltkriegs. Dieser Völkermord darf nicht verdrängt werden, nicht zuletzt weil wir als Volksgruppe auch heute noch Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt sind“, sagt Usnija Buligovic, die der Roma-Bildungsinitiative „Thara“ der Volkshilfe Österreich vorsteht.
Viele Gemeinden und Städte haben begonnen, die Schicksale der verfolgten Familien zu dokumentieren und Gedenkstätten zu errichten. Etwa in Lackenbach, Oberwart, Villach, Mauthausen, Salzburg oder Weiz. Doch es wird immer noch zu wenig aktive Erinnerungsarbeit betrieben und die Beschädigung von Denkmälern ist immer wieder traurige Realität“, mahnt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich.
Auch in Wien gibt es eine Reihe von Gedenkorten, welche die Volkshilfe am 2. August mit einem Instawalk durch fünf Bezirke beschreiten wird. Read the rest of this entry »
Juli 27th, 2021 | Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
(Quelle)
Juli 26th, 2021 | Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Roma-Holocaust-Gedenktag am 2. August: Der ignorierte Völkermord. Roma in der Ukraine 1941–1944
Ausstellung in Göttingen:
2. bis 30. August 2021 während der Öffnungszeiten des Neuen Rathauses. Im Foyer des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, Göttingen
Am 2. August 1944 wurden alle Roma und Sinti ermordet, die bis dahin im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt hatten. 4.300 Menschen wurden in die Gaskammern geschickt und damit das „Z-Familienlager“ „liquidiert“. Daher gedenken Roma weltweit am 2. August der von den Deutschen und ihren Verbündeten ermordeten Roma Europas.
In diesem Jahr jährt sich der Überfall auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion hat ca. 30 Millionen Menschen das Leben gekostet, der überwiegende Teil davon Zivilist_innen. Mit dem Überfall begann auch die Vernichtung der sowjetischen Roma. Der Völkermord gegen die Roma der Sowjetunion ist nach wie vor wenig erforscht und kaum bekannt.
Ab dem 2. August zeigt das Roma Center/Roma Antidiscrimination Network die Ausstellung „Der ignorierte Völkermord. Roma in der Ukraine 1941–1944“. Die Macher_innen der Ausstellung sprechen bewusst nicht von einem „vergessenen“, sondern von einem ignorierten Völkermord. Denn in den Familien der Überlebenden war der Völkermord stets präsent, während die Mehrheitsgesellschaft ihn ignoriert habe. Sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine.