Archive for November, 2016

„Nisaj pomoschago le Hoferiske“

November 30th, 2016  |  Published in Politik

Weithin unbekannter Roma-"Vertreter" St. Balog Radul (ganz re.) mit FP-Kandidat N. Hofer (Foto: "Roma Times")Sar o Kulturakero farajn le austritike Romendar pe dis­tan­c­irintscha te but avre Roma organi­sa­ciji le völini­pes­kere angle tscha­la­jipestar le „Inter­na­tio­nale Roma Union“ (IRU) le Norbert Hoferiske (FPÖ) pu­mem distancirinde. On upre sikan upre but ertscha­ve arphe­nip­tscha FPÖ fartre­teren­dar pedar o Roma taj rasis­ti­schi pisin­tscha­gen­dar, save la FPÖ-ake pasche hi sar „Zur Zeit“ vaj i „Aula“. „Va­schoda nan ada amenge angle te terdscha­rel, hot jek FPÖ kani­dato o inte­resi le Romen­dar taj Sinti­jen­dar andi Austrija fatre­tinla“, butschol ando arbitscha­jipe le Roma orga­ni­sa­ci­jen­dar Romano Centro (Betsch), farajn Karika (Erba), Roma-Service (Tikni Poslina), Vida Pavlović (Betsch) taj o farajn Phurdo (Salzburg).

I „Internationale Roma Union“ (IRU) pumen le Hoferiha reste. On ande o adives­kero ar­bitscha­jipe phe­nen, hot i FPÖ ojs jekosch­ni poli­tischi sor andi Austrija o ara­karipe le tschu­li­pendar ando partaja­kero programo line. „O Nor­bert Hofer jek pativalo taj vodschi­kano, taj godschar ma­nusch taj politi­keri hi, savo use pro alav terdschol“, phenel o angle terdscho­ji­pes­kero mit­glid la „IRU“-atar, Stevan Balog Radul, le fraj­hajt­lichi kani­da­tiske use jek tala­li­nipe ando lejcti kurko use jek FPÖ-party. „Va­schoda amen Roma taj Sinti andar i Austrija, ando 4.12.2016 pal leste amen ter­dscha­raha taj amen leske ama­ro hango daha“, butschol ande jek arbitscha­jipe. Read the rest of this entry »

♫♫ And-Ek Ghes … ♫♫

November 29th, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik

„And-Ek Ghes …“ – ein Film von Philip Scheffner & Colorado Velcu

Das also passiert, wenn man den Roma-Protagonisten dieses Doku­men­tar­films Kame­ras und Ton­studio zur Ver­fü­gung stellt: eine krea­tive Ketten­reak­tion, die wie neben­bei dieses Lied samt Bollywood-Film­idee ab­warf. Zu sehen im Doku­men­tar­por­trät der rumä­ni­schen Fa­mi­­lie Velcu, die ver­sucht, in Deutsch­land ein neues Le­ben zu be­gin­nen. Nur noch HEUTE (29.11.) in der rbb-Mediathek.

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Petition: Bleiberecht für Roma in Deutschland

November 28th, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Petition des BundesRomaVerbands (BRV )Im Folgenden eine Petition des Bundes-Roma-Verband e.V. an die deutsche Bundes­regie­rung und die In­nen­mi­nis­ter der Län­der. Rund 50 Orga­ni­sa­tio­nen haben den Aufruf mit­un­ter­zeichnet. >>Zur Petition

Endlich eine Lösung für Generationen finden: Bleiberecht für Roma in Deutschland


Das Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti Europas in Berlin erinnert an Ver­fol­gung und Ver­nich­tung, an Über­leben und Depor­ta­tion. Dort ver­sam­mel­ten sich im Mai 2016 etwa 50 Romnja und Roma, um gegen die ihnen dro­hen­den Abschie­bun­gen und die struk­tu­relle Dis­kri­mi­nie­rung, soziale und poli­ti­sche Aus­gren­zung zu pro­tes­tie­ren.

Nachts wurde die Versammlung am Mahnmal gewaltsam von der Polizei ge­räumt. Weder in den als sicher ein­gestuften Her­kunfts­staaten noch in Deutsch­land fin­den Roma einen Ort, an dem ihnen ein Leben in Würde mög­lich ist. Das Wort Depor­ta­tion ist heute mit der Praxis der nächt­li­chen un­an­ge­kün­dig­ten Ab­schie­bun­gen in existen­tiel­le Un­sicher­heit und Ver­fol­gung in den Sprach­gebrauch der Roma zu­rück­ge­langt. Alle zu­letzt be­schlos­se­nen Ver­schär­fun­gen des Asyl- und Auf­ent­halts­rechts wir­ken sich auf die Situa­tion von Roma in Deutsch­land als dra­ma­ti­sche Ver­schlech­te­rung aus.

„Viele von uns, auch kleine Kinder und Jugendliche, leben in stän­di­ger Angst vor staat­li­chen Or­ga­nen und müs­sen sich, wenn die Abschie­bung droht, auch in Deutsch­land im Unter­grund auf­hal­ten. Das be­deu­tet kein Zu­gang zu ärzt­li­cher Ver­sor­gung, zu Bildung, Arbeit, Wohn­raum und öf­fent­li­chem Leben. Grund- und Men­schen­rechte bleiben uns ver­wehrt, unsere Würde wird uns ent­rissen. Diese per­ma­nente Ent­rech­tung zemen­tiert sowohl gesell­schaft­lich wie auch staat­licher­seits einen Zu­stand, aus dem wir alleine nicht heraus­fin­den sol­len“, so das Fazit der seit den Kriegen in Jugosla­wien in Un­sicher­heit und Angst leben­den Romnja und Roma.

Roma sind nirgendwo sicher. In den Ländern des ehe­mali­gen Jugosla­wiens haben sie keine Rechte, selbst wenn von der Bundes­republik und den jewei­li­gen Regie­run­gen ent­sprechende Verein­ba­run­gen getrof­fen wer­den. Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien sind, auch nach ihrer Ein­stu­fung im deut­schen Recht als „sichere Herkunfts­staaten“, für Roma nicht sicher. Damit wird ihnen jeg­liche Chance auf eine An­er­ken­nung als Flücht­ling ge­nom­men. Die Rege­lung der „siche­ren Herkunfts­staaten“ kommt für Roma einer Ab­schaf­fung des Asyl­rechts gleich.

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Normunds Rudevičs: ”No such person is listed“

November 25th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Politik

Dr. Normunds Rudevics (Foto: IRU)Am Montag meldete die APA, dass der IRU-„Parla­ments­prä­sident“ Stevan Balog Radul im Namen seiner Orga­ni­sa­tion und aller Roma und Sinti in Öster­reich eine Wahl­empfeh­lung für den FPÖ-Bundes­präsi­dent­schafts­kan­dida­ten Norbert Hofer aus­gespro­chen habe. Offenbar gibt es inzwischen mehrere konkurrierende Ver­bände, die sich als Nachfolge­organi­sa­tio­nen des frü­he­ren Welt­verbands IRU sehen. Davon erfährt man aus den Medien­berich­ten aller­dings nichts. Die APA hat es ver­ab­säumt, dies ausreichend zu über­prü­fen und klar­zu­stellen, in wes­sen Namen Stevan Balog Radul über­haupt sprechen kann.

Innerhalb von nur 24 Stunden haben sich daraufhin acht öster­reichi­sche Roma-Orga­ni­sa­tio­nen (wir berichteten) von dieser Aussage eines in der öster­rei­chi­schen Roma-Com­munity weit­hin Un­be­kann­ten dis­tan­ziert, und zwar: Verein Roma-Service, Ro­ma­no Centro, Verein KarikaVerein Vida Pavlović, Verein Phurdo Salzburg, Kulturverein Öster­rei­chi­scher Roma, VHS der burgen­ländi­schen Roma, Verein Lovara Österreich.

Nun liegt auch eine offizielle Stellungnahme von Dr. Normunds Rudevičs vor, welcher der IRU in Riga als Prä­sident vor­steht. Auch er weist jede organi­sa­to­ri­sche und inhalt­li­che Ver­bin­dung zu Stevan Balog Radul zu­rück:

In light of recent publications of a statement by Mr. Stevan Balog Radul in Austrian media, who is posing as “Parliamentry President” of IRU (International Romani Union), we inform that no such person is listed within the organisa­tion. Mr. Balog can not make any official state­ments on behalf of the organi­zation. We also find this develop­ment high­ly unacceptable, as Mr. Balog has ex­pres­sed his sup­port for a far right politi­cal candi­date in Austria, Mr. Hofer. (…)

Im Anschluss der volle Wortlaut der oben zitierten Aussendung vom 25. Novem­ber 2016: Read the rest of this entry »

rbb-Mediathek: Eines Tages … | And-Ek Ghes …

November 23rd, 2016  |  Published in Film & Theater

"And Ek-Ghes ..." Filmplakat (Foto: http://andekghes.pong-berlin.de)Online verfügbar bis 29.11.16: rbb-Mediathek

Ein Film von Philip Scheffner & Colorado Velcu
Deutschland 2016, 93 min (Website)
Romani/Rumänisch mit deutschem Voice-over

Als Familie Velcu von Rumänien nach Deutschland über­sie­del­te, be­gan­nen sie, ihr Leben mit Kameras fest­zu­hal­ten. Es ent­stand eine multi­per­spek­ti­vi­sche Familien­saga – mal melan­cho­lisch, dann wieder witzig und char­mant – über das Leben einer Roma-Fa­mi­lie in Berlin.

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Stellungnahme: Keine Unterstützung für Hofer

November 21st, 2016  |  Published in Einrichtungen, Politik

OTS-LogoAktualisierung, 22.11.2016: Auch Gilda Horvath, Obfrau des Vereins Lovara, und die VHS der burgen­län­di­schen Roma ha­ben sich in­zwi­schen von den Aus­sa­gen des Hrn. Balog Radul dis­tan­ziert. So­mit sind es be­reits acht nam­haf­te ös­ter­rei­chi­sche Roma-Or­ga­ni­sa­tio­nen.

Gemeinsame Aussendung der Roma-Organisationen:

Wien/Oberwart/Salzburg/Kleinbachselten (OTS) — Die Ro­ma-Or­ga­ni­sa­tio­nen Ro­ma­no Centro (Wien), Verein Karika (Ober­wart), Roma-Service (Klein­bach­selten), Vida Pavlović (Wien) und Verein Phurdo (Salzburg) dis­­tan­­zie­­ren sich aus­drück­lich von den Aus­sa­gen der „Inter­nationa­len Roma Union“ (IRU) und ihres Ver­tre­ters Stevan Balog Radul, wo­nach „die Ge­mein­schaft der Roma und Sinti in Österreich (…) ge­schlos­sen hinter Ing. Norbert Hofer“ ste­hen würde. Die Tages­zeitung Die Presse sowie die Wiener Zeitung berichteten heute darüber. Der Kulturverein öster­rei­chi­scher Roma hat sich bereits dis­tan­ziert, wie eben­falls be­rich­tet wurde.

Stevan Balog Radul hat seine private Meinung als Mei­nung der Volks­gruppe dar­ge­stellt. Dies kön­nen wir nicht hin­nehmen.

Vertreter der FPÖ sind in der Vergangenheit häu­fig mit ab­wer­ten­den und be­lei­di­gen­den Aus­sagen über Roma auf­ge­fal­len, ihr nahe ste­hen­de Medien wie „Zur Zeit“ oder „Die Aula“ ver­brei­ten immer wieder rassisti­sche In­halte. Des­halb ist es nicht vor­stellbar, dass ein FPÖ-Kan­didat die Interes­sen der Roma/Rom­nja und Sinti/Sin­tize in Österreich ver­tre­ten wird.

Rückfragen & Kontakt:
Andrea Härle (Romano Centro)
Emmerich Gärtner-Horvath (Roma-Service, Stv. Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma)

Facts & Figures (147)

November 21st, 2016  |  Published in Facts & Figures

Mind. 20 bis 30% aller Ro­ma­sied­lun­gen in Süd­ost-Slo­we­ni­en ha­ben kei­nen Zu­gang zu Trink­was­ser. (An­ga­ben der Kom­mu­nen 2010)

(Quelle)

Slowenien: Recht auf Wasser – auch für Roma?

November 20th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Ein Roma-Mädchen schöpft dreckiges Wasser bei Dobruška vas. Im Südosten Sloweniens haben 20 bis 30 Prozent der Roma keinen direkten Zugang zu Trinkwasser (Foto: A. Hodalič/Amnesty International)Slowenisches Parlament schreibt das Recht auf Was­ser in die Ver­fas­sung. Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal for­dert Ver­bes­se­rung für Roma-Ge­mein­schaf­ten:

Radio Dreyeckland: Das slowenische Parlament hat am Don­ners­tag ein­stim­mig dafür ge­stimmt, das Recht auf Trink­wasser in die Ver­fas­sung ein­zus­chreiben. Jeder habe das Recht darauf. Mit der Ver­fas­sungs­ände­rung lehnen die slo­we­ni­schen Ab­geord­ne­ten eine Privati­sie­rung der Trink­wasser­ver­sor­gung ein­deu­tig ab. Trinkwasser sei kei­ne Ware, die Ver­sor­gung müsse direkt und nicht-kom­mer­ziell vom Staat über die Ge­mein­den ge­währ­leis­tet wer­den. Die Idee dieser Ver­fas­sungs­ände­rung kam ur­sprüng­lich von einer Initia­tive von zivil­gesell­schaft­li­chen Or­gani­sa­tio­nen. Die slowe­ni­sche Mitte-Links-Re­gie­rung unter­stützte an­schlie­ßend diesen Vor­schlag. Slowenien ist damit das ers­te Land in der Euro­päi­schen Union, die dem Recht auf Trink­wasser Ver­fas­sungs­rang gibt. Amnesty International wies auf einen gro­ßen Nachhol­bedarf bei der Trink­wasser­ver­sor­gung in Slo­we­nien hin: Dort müss­ten manche Roma-Gemein­schaften immer noch Wasser von ver­schmutz­ten Flüs­sen oder öffent­lichen Wasser­hähnen holen und hätten noch keinen Zu­gang zu an­stän­di­gen Toi­letten. Am­nes­ty Inter­na­tio­nal nannte diesen Zu­stand schockie­rend für ein hoch ent­wickel­tes Land wie Slo­wenien. An­sons­ten habe fast die ge­samte Be­völ­ke­rung Zu­gang zu Trink­wasser. Eine Regie­rungs­kom­mis­sion habe bereits 2011 darauf hin­ge­wiesen, dass Slo­wenien auch allen Roma drin­gend Zu­gang zu Trink­wasser er­mög­li­chen sollte. Seit­dem sei aber nichts ge­sche­hen. Mit diesem neuen Ver­fas­sungs­recht werde es aber ein­facher sein, das Recht auf Trink­wasser­ver­sor­gung not­falls gericht­lich ein­zu­for­dern.  (Text: rdl.de)

Amnesty publizierte bereits 2011 einen Bericht über den feh­len­den Wasser­zu­gang vie­ler slo­we­ni­scher Roma-Ge­mein­schaf­ten:

Amnesty International: Viele Roma in Slowenien müssen um jeden Trop­fen Wasser, den sie zum Trinken, Wa­schen oder Kochen be­nö­ti­gen, kämp­fen. Dies ist kein Zu­fall, sondern Fol­ge der weit­ver­brei­te­ten Dis­kri­mi­nie­rung. Read the rest of this entry »

PEN-Literaturpreis an Samuel Mago

November 16th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher

Samuel Mago bei der Preisvergabe in der Wiener Messehalle (Foto: WSNA/dROMa)Der „Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN – im Gedenken an Ceija Stojka“ wurde dieses Jahr an den noch jun­gen, erst zwan­zig­jäh­ri­gen Samuel Mago ver­lie­hen. Sein Talent ist ein Ver­spre­chen für die Zukunft: Er ist auf dem besten Wege, ein be­deu­ten­der Schrift­stel­ler, ein Roma-Schrift­stel­ler zu wer­den.

Begründung der Preisvergabe:

Samuel Mago, 1996 in Budapest geboren, in Wien aufge­wach­sen, drei­spra­chig (Ungarisch, Deutsch, Romanes), bil­dungs­hung­rig und für seine Volks­gruppe sowie überhaupt für alles Menschen­recht­liche höchst enga­giert, hat noch mit keinem großen, aus­gereif­ten und vom Leser rezi­pier­ten, reprä­sen­ta­ti­ven Gesamt­werk auf­zu­warten, aber er hat litera­ri­sche Spuren ge­legt und hinter­lassen, die zu ihm ge­führt haben und zu ihm führen kön­nen. Das war für mich 2015 der „exil-jugend-lite­ra­tur­preis“ für seine Kurz­ge­schich­te „Zeuge der Freiheit“, die mich auf­hor­chen ließ.

In einem von mir erbetenen und mir dann übermittel­ten Manuskript mit Kurz­geschichten bin ich dann den Weg zu ihm weiter ge­gangen, habe mich in seine Litera­tur hinein­be­ge­ben und mich darin ver­tieft. Und da bin ich auf et­was Seltenes und Selt­sames ge­stoßen. Das waren nicht ge­wohnte und ge­wöhn­li­che Erzählungen mit ge­wohn­ten Er­eig­nis­sen und Men­schen, denen ich da be­geg­net bin, son­dern es handelt sich stets um Außer­gewöhn­li­ches, dem man da be­gegnet. Nicht das Ge­wohnte, das Banale des All­tags oder des Lebens über­haupt wird zum Vor­schein gebracht und lite­ra­risch auf­berei­tet, son­dern es han­delt sich gerade um das Nicht-Augen­schein­li­che, um das nicht auf den ersten Blick Er­sicht­li­che und offen­sicht­lich Begreif­bare, das da ab­läuft, ge­schil­dert wird und uns be­gegnet.

Immer und immer wieder geht es um das anscheinend Neben­sächliche, in dem das Haupt­säch­li­che so neben­bei zum Vor­schein kommt, sich selbst zum Vor­schein bringt, sich ent­birgt; im Gewöhn­li­chen, im Gewohn­ten, im Alltäg­li­chen, im Bana­len. Das Beson­dere und somit Wesent­li­che liegt nicht so sehr im sicht­baren und leicht ver­folg­baren Ab­lauf der Ereig­nis­se, der Dinge und Men­schen, son­dern dieses Beson­dere ereig­net sich im Ver­bor­ge­nen, liegt so­zu­sa­gen sub­kutan, „unter der Haut“. So könn­te auch der Titel des ersten Prosa­bandes mit sol­chen Geschich­ten sein, an dem Samuel Mago ar­beitet und der in der Edition Exil bei Christa Stippinger heraus­kom­men wird. Read the rest of this entry »

So long, Leonard!

November 13th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Als 15-Jähriger erhielt Leonard Cohen in Montreal sei­ne ers­ten, prä­gen­den Gitarre­stun­den von einem jungen Gita­no aus Spanien, den er in einem Park an­gespro­chen hat­te und der nur wenige Tage darauf tra­gisch verstarb. „Diese sechs Ak­kor­de und diese Klang­farbe der Gitar­re waren die Basis für all meine Lieder und meine ge­sam­te Musik. Alles, was Sie an Gutem in meinen Lie­dern und in meiner Lyrik finden, ist in­spi­riert von diesem Land“, er­zählte Cohen 2011 bei einer An­sprache in Madrid. Nicht von un­gefähr stand Leonard Cohen zeitlebens unter dem Ein­druck des anda­lu­si­schen Dich­ters Federico García Lorca, dessen Werk sich so sehr der Kultur der Gitanos (spa­nische Roma) ver­schrie­ben hatte. Read the rest of this entry »

Bischöfe fordern Gedenkstätten für Roma

November 13th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Religion

Würdiges Gedenken als Postulat im "Jahr der Barmherzigkeit" (Foto: Bischofskonferenz.at)Anlässlich ihrer Vollversammlung in Eisenstadt un­ter­stützt die Öster­rei­chi­sche Bischofs­kon­fe­renz die For­de­rung der Volks­gruppe nach einem wür­di­gen Ge­den­ken für die im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus er­mor­de­ten Roma.

Vor 75 Jahren begann mit den Transporten in die NS-Vernich­tungs­lager das dun­kelste Ka­pi­tel in einer jahr­hun­der­te­lan­gen Ge­schich­te der Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung von Roma und Sinti. Von den rund 11.000 öster­rei­chi­schen Roma und Sinti im Jahr 1938 über­lebten nur ca. zehn Pro­zent den Zwei­ten Welt­krieg. Das Burgenland, in dem die Voll­ver­samm­lung der Bischofs­kon­fe­renz statt­ge­fun­den hat, war davon be­son­ders stark be­trof­fen: Von den rund 8.000 Roma und Sinti in rund 120 Orten im Burgen­land über­lebten nur sehr wenige die sys­te­ma­tische Ver­fol­gung und ge­plante Ver­nich­tung in den Kon­zentra­tions­lagern. Selbst nach dem Kriegs­ende wur­de in Österreich die Po­litik der Aus­gren­zung lange fort­gesetzt, wo Sied­lun­gen von Roma und Sinti nur am Stadt- bzw. Orts­rand er­laubt waren.

Der Blick auf diese Ereignisse macht sprach­los: Welche Worte kön­nen die­ses Leid fas­sen? Und den­noch schafft das Schwei­gen darüber ein neues Un­recht gegen­über den Roma und Sinti, die seit 1993 in Öster­reich of­fi­ziell als Volks­gruppe an­erkannt sind. Die jetzi­ge Gene­ra­tion der Roma und Sinti fragt mit Recht: Wo sind die ver­schol­lenen, ermor­de­ten Eltern, Groß­eltern, Fami­lien­nage­hö­rigen? Die Bischöfe unterstützen ihren Wunsch nach einem wür­di­gen Gedenken der Opfer. Jeder Mensch hat einen An­spruch auf eine Grab­stätte, zu­min­dest aber auf eine Gedenk­stätte. Nur durch die Erin­nerung an die Opfer kann eine Reini­gung des Gedächt­nisses er­folgen, die für ein respekt­volles und fried­liches Zusam­men­leben not­wendig ist. Read the rest of this entry »

SRF: Die Sprache der Roma

November 11th, 2016  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Romani

C. Kruck und St. Laederich (Foto: M. Lehmann/SRF)Interview mit Cristina Kruck und Stéphane Laederich über die Sprache der Roma

Radio SRF 4 News, Sendung vom 4.11.2016
Moderation: Marc Lehmann
>>Anhören (mp3)

In der Schweiz spricht man neben Romanisch auch Romani. Ro­ma­ni ist aber die Spra­che der Roma, der «Zi­geu­ner». Die 80-jäh­rige Cristina Kruck spricht sie und ihr Sohn Stéphane Laederich (Anm.: ein In­ter­view mit ihm fin­den Sie in dROMa 45/2015), der ein Buch darüber ge­schrie­ben hat. Beide sind Gast im «Tages­gespräch» bei Marc Leh­mann.

Die Unesco hat extra einen «Tag des Romani» ins Le­ben ge­ru­fen. Er findet am 5.11. statt. Roma­ni – oder Romanes, wie man im deutsch­spra­chi­gen Raum auch sagt – wird noch von Mil­lio­nen Men­schen in Europa ge­spro­chen. Nur weiss man das kaum. Über die Spra­che ist we­nig be­kannt – wie über­haupt von der Lebens­weise der Roma. (…) Der pro­mo­vierte Mathe­ma­tiker und Banker Stéphane Laederich ist Direk­tor der Rroma Foundation, einer von mehre­ren Schweizer Roma-Ver­bänden, und er hat ein Standard­werk über die Roma ge­schrie­ben. Seine Mutter Cristina Kruck war auf der ganzen Welt als IKRK-De­le­gierte tätig, spricht sie­ben Spra­chen fliessend und ist auch mit 80 noch im­mer Ak­ti­vistin.

(Text: SRF.ch. Wir danken Marc Lehmann für die freundliche Erlaubnis.)

Facts & Figures (146)

November 10th, 2016  |  Published in Facts & Figures

Laut UNHCR ste­hen in Deutsch­land ca. 5.000 dort auf­ge­wach­se­ne Roma-Kin­der vor der Ab­schie­bung in den Ko­so­vo.

(Quelle)

Verfolgung der Sinti & Roma in München

November 8th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Sonderausstellung BayernSonderausstellung: Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945

Bis 29.1.2017 im NS-Dokumentationszentrums München, Di. bis So., 10 bis 19 Uhr

Die neue Sonderausstellung des NS-Do­ku­men­ta­tions­zentrums Mün­chen be­fasst sich mit der Aus­gren­zung und Ver­fol­gung der Sinti und Roma am Bei­spiel der Münch­ner Min­der­heit. Im Fo­kus ste­hen die staat­lich or­ga­ni­sier­te Ver­fol­gung und der Völker­mord an den Sinti und Ro­ma zwi­schen 1933 und 1945 in Mün­chen und – er­gän­zend – in Bayern. Auch die Vor- und die Nach­ge­schich­te der national­sozia­lis­ti­schen Ver­fol­gung wer­den do­ku­men­tiert. So spannt sich der Bogen von der Kaiser­zeit bis in die Gegen­wart, denn bis heute hat die Min­der­heit mit Diskri­mi­nie­rung und Dif­fa­mie­rung zu kämpfen.

„Jahrzehntelang hat sich die Bundesrepublik ge­wei­gert, die ras­sis­ti­sche Ver­fol­gung als Völkermord an­zu­er­ken­nen. Statt­des­sen wurden die Sinti und Roma weiter dis­kri­mi­niert – ein Problem, das bis in die Gegen­wart hinein­reicht“, so Winfried Nerdinger, Grün­dungs­direk­tor des NS-Doku­men­ta­tions­zentrums Mün­chen. „Ge­rade des­halb ist es wich­tig, sich mit der Ver­fol­gungs­ge­schich­te dieser Minder­heit aus­einan­der­zu­setzen. Hart­näcki­ge Kli­schees und Stereo­type über ‚die Zigeu­ner‘ prä­gen noch heute das Bild der Sin­ti und Ro­ma in den Köp­fen und in der Öf­fent­lich­keit. Diese gilt es zu hinter­fra­gen und zu durch­bre­chen.“

Für die Ausstellung wurden erstmals alle seiner­zeit in Mün­chen le­ben­den Opfer des Völ­ker­mords re­cher­chiert und neue Zu­sam­men­hänge er­forscht. Neben den his­to­ri­schen Fak­ten und Do­ku­men­ten, die auf­klä­ren und in­for­mie­ren, zeigt die Aus­stel­lung bis­her un­ver­öf­fent­lich­te Bilder aus der Lebens­welt der Sin­ti und Ro­ma. Durch die Kon­fron­ta­tion dieser bei­den letzt­lich kon­struier­ten Bild­welten – der „offi­ziel­len“ und der „privaten“ – wird der Be­trach­ter an­ge­stoßen, über die Ge­schich­te und ihre bis heute spür­baren Folgen nach­zu­denken. Read the rest of this entry »

Katarina Taikon: Aktivistin und Autorin

November 7th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Aktivistin und Kinderbuchautorin Katarina Taikon (Foto: KIBUM)Ausstellung bei der Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM) in Oldenburg: „Katarina Taikon – schwedische Romaaktivistin und Kinderbuchautorin“

6.11. bis 15.11.2016 (9.30–12.30 Uhr und 15.00–18.00 Uhr), Katharinenstr. 1, Oldenburg

Katarina Taikon – faszinierende schwedische Roma­akti­vis­tin, Kin­der- und Jugend­buch­auto­rin und Schau­spie­le­rin, (1932–1995) – ist in Schweden ähn­lich be­kannt wie Astrid Lindgren. Tai­kon ist ins­beson­dere po­pu­lär durch ihre auto­bio­gra­phisch ge­präg­ten Kinder­bücher um das Roma-Mäd­chen Katitzi als Pro­ta­go­nis­tin. Die drei­zehn Bände wur­den in et­li­che Spra­chen über­setzt.

Eine schwedische Fernsehserie for­cier­te Katitzis Beliebt­heit, ne­ben Comics, Bilder­büchern und Schall­platten. Tai­kon stellte „Katitz­i“ in den schwe­di­schen Schu­len vor und kämpf­te für einen ande­ren Um­gang der schwe­di­schen Gesell­schaft mit den Roma. Sie woll­te hier­für mit dem Medium „Kinder­literatur“ bei Kin­dern und Jugend­li­chen an­setzen. Selbst hat­te Taikon als Romni nie eine Schule be­su­chen dür­fen und erst mit 26 Jah­ren das Lesen er­lernt. Aktu­ell läuft der Film „Taikon“ über das Le­ben von Katarina Taikon im schwe­di­schen Fern­sehen und Kino und sorg­te für Dis­kus­sio­nen im Euro­päi­schen Par­la­ment. Tai­kons Bücher wer­den mit zahl­reichen päda­go­gi­schen Hand­rei­chun­gen für den Unter­richt wie­der neu auf­gelegt.

Der Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. nimmt die Idee der schwe­di­schen Medien und Kul­tur­ein­rich­tun­gen auf, über die Iden­ti­fi­ka­tions­figur Kata­rina Taikon die Dar­stel­lung der Roma po­si­tiv zu be­nen­nen: mit einer Aus­stel­lung nach dem Vor­bild der Tensta Konsthall (Stockholm) so­wie ein einem Rah­men­programm. Read the rest of this entry »

Ausstellung in Berlin: 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit

November 6th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Demonstration von 220 Sinti und Roma am 28.1.1983 anlässlich des 50. Jahrestags der Machtergreifung der Nazis vor dem BKA (Foto: sintiundroma.deNoch bis zum 14. November: „Ausstellung 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ im DokuZ Sinti und Roma (Berlin)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wur­den die NS-Ver­bre­chen an Roma und Sinti über Jahr­zehnte hin­weg be­schwie­gen und die Über­leben­den erneut aus­gegrenzt und ins Ab­seits ge­drängt. Die Ver­ant­wort­li­chen des Völker­mordes hin­ge­gen konn­ten in vielen Fällen als respek­tierte Mit­glieder der west­deutschen Nach­kriegs­gesell­schaft weiter­leben und ohne Angst vor Bestra­fung ihre Kar­rie­ren fort­setzen. Dem Engage­ment der Bürger­rechts­bewe­gung deut­scher Sinti und Roma ist es zu ver­danken, dass sich daran etwas ge­än­dert hat. Mit auf­sehen­erre­gen­den Aktionen wie etwa dem Hunger­streik im ehe­mali­gen Kon­zentra­tions­lager Dachau 1980 ver­schaff­te sie sich Gehör. 1982 er­kannte Helmut Schmidt als erster deut­scher Spitzen­politi­ker den rassis­tisch mo­ti­vier­ten Völker­mord an Sinti und Roma als sol­chen an. Im selben Jahr er­folgte die Grün­dung des in Heidel­berg an­säs­si­gen Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma. Der Bür­ger­rechts­bewe­gung ist es ge­lun­gen, die NS-Ver­gan­gen­heit zum gesell­schaft­li­chen Thema zu machen und immer wieder erfolg­reich für die Be­lange der Min­der­heit ein­zu­treten.

Nun ist die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung zum ers­ten Mal Thema einer eige­nen Aus­stel­lung: Foto­grafien aus fünf Jahr­zehn­ten lenken den Blick auf be­kannte und weni­ger be­kannte Ereig­nisse. Read the rest of this entry »

Roma-Diskriminierung: Europarat rügt Prag

November 5th, 2016  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Menschenrechtskommisar Nils Muiznieks (Foto: CoE)Radio Praha, 4.11.2016:
Der Europarat in Straßburg hat scharfe Kritik an der Men­schen­rechts­lage der Ro­ma in Tschechien ge­übt. Men­schen­rechts­kom­mis­sar Nils Muižnieks kri­ti­sier­te in einem am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Schrei­ben an Premier Bohuslav Sobotka die an­hal­ten­de Aus­gren­zung der Min­der­heit. Kinder wür­den noch immer in eigene „Roma-Klas­sen“ oder Schu­len für Be­hin­der­te ab­ge­scho­ben, ganze Fa­mi­lien in pre­käre Wohn­sied­lun­gen am Stad­trand ge­drängt. Der Sozial­demo­krat So­bot­ka ver­wies auf Ver­bes­se­run­gen unter seiner seit knapp drei Jah­ren be­ste­hen­den Re­gie­rung. Muižnieks zeig­te sich be­stürzt darüber, dass die Re­gie­rung bis heute keine außer­gericht­li­chen Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen für frü­here Zwangs­steri­li­sa­tio­nen an Roma-Frauen auf den Weg ge­bracht habe. Sobotka ver­wies in seiner Ant­wort auf die Ge­richte.

Aussendung des Menschenrechtskommisars des Euro­pa­rats, 4.11.2016:
In seinem Schreiben bekräftigt der Kommissar insbesondere seine Empfehlung, einen außer­ge­richt­li­chen Mecha­nis­mus für die Ent­schä­di­gung von Roma-Frauen zu etablie­ren, die Opfer von Zwangs­sterilisie­run­gen ge­wor­den sind. Er betont die Not­wendigkeit, den Zu­gang von Roma zu inklu­siver Bildung und zu an­ge­mes­se­nem Wohn­raum zu ver­bes­sern. Er ap­pel­liert an die Regie­rung, ihre Be­mü­hun­gen zur Be­kämpfung und Aus­lö­schung von Anti­ziga­nis­mus zu ver­dop­peln. In die­sem Zusam­men­hang fordert er die Be­hör­den auf, die Schweine­farm vom Gelände des ehe­ma­li­gen Nazi-Kon­zentra­tions­lagers in Lety zu ent­fer­nen, um eine wür­dige Gedenk­stätte für die dort er­mor­de­ten Roma zu schaf­fen. (Über­setzung: dROMa)

Siehe auch:
CoE: The Commissioner’s letter to the Prime Minister of the Czech Re­pub­lic
CoE: The reply by Mr Bohuslav Sobotka, Prime Minister of the Czech Re­pub­lic (in Eng­lish and Czech)

Desert Inspiration

November 3rd, 2016  |  Published in Film & Theater, Musik

Dokumentarfilm von Robert Krieg & Monika Nolte
57 Min., D 2015 (DVD erschienen bei W-Film)

Pressetext: Der deut­sche Sinti-Gitar­rist Lulo Reinhardt, einer der wich­tigsten Er­neue­rer der Gypsy-Musik, reist in den Sü­den Marokkos. Er taucht ein in die Welt der Berber, die in ihrer Musik, ihrer Poesie und ihren Tänzen die Ein­heit von Mensch und Natur be­schwö­ren. Am Ufer der Draa trifft Lulo Rein­hardt seinen Freund und Kol­le­gen Cherif El Hamri. Über die Musik fin­den sie schnell eine ge­mein­sa­me Sprache. Ele­men­te des Sinti-Swing ver­bin­den sich mit den hypno­ti­schen und repe­ti­ti­ven Klän­gen des Ahwash, einem Ritual der Rei­ni­gung und Er­neue­rung – Orient trifft Ok­zi­dent in ein­zig­arti­ger Wei­se.

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„Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege“

November 2nd, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Viele Kämpfe und vielleicht einige SiegeViele Kämpfe und vielleicht einige Siege. Tex­te über Anti­roma­is­mus und his­to­ri­sche Lokal­re­cher­chen zu und von Roma, Rom­nja, Sinti und Sin­tezze in Sachsen, Sachs­en-An­halt und Tsche­chien, hrsg. von Kath­rin Krahl und Antje Meichs­ner, Wei­ter­den­ken / Hein­rich-Böll-Stif­tung Sach­sen: Dres­den 2016, 254 S.

Die Publikation kann hier kos­ten­los als PDF herun­ter­ge­la­den wer­den.

Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen: Der Sammelband „Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege“ ver­sam­melt Auf­sätze von Autor/in­nen aus Ak­ti­vis­mus und Selbst­or­ga­ni­sie­rung, Wis­sen­schaft­ler/in­nen, poli­ti­sche Bild­ner/in­nen, Künst­ler/in­nen, Com­mu­nity-Ar­bei­ter/in­nen und po­li­ti­sche Kämpfer/in­nen. Es ist ein Kom­pen­dium, das aus­ge­hend vom so gut wie nicht be­schrie­be­nen weißen Papier der Ge­schich­te der Roma und Rom­nja und de­ren Ver­fol­gung in Sach­sen, Sach­sen-An­halt und Tsche­chien (in deut­scher Spra­che) einen Aus­gangs­punkt setzen möch­te. Wir ha­ben uns auf die Suche be­ge­ben und Autor/in­nen ge­win­nen kön­nen, die uns in ihre wis­sen­schaft­li­che Arbeit, ihren Akti­vis­mus oder ihre Lebens­reali­tä­ten Ein­blick geben. Die loka­len Bei­träge haben wir mit Stim­men über­regio­na­ler Autor/in­nen er­wei­tert, um ein brei­te­res Bild von Roma-Ak­ti­vis­mus auf­zu­zeigen.

Inhaltsverzeichnis: Read the rest of this entry »