Archive for September, 2016

Paternalismus bis hin zur „g’sunden Watsch’n“

September 30th, 2016  |  Published in Radio, Podcast & TV

Paternalismus bist hin zur „g’sundn Watsch’n“ (Screenshot aus der ORF-Doku "Die Weltverbesserer")Kommentar des Romano Centro zur Kreuz-und-Quer-Re­por­ta­ge über ein öster­rei­chi­sches Roma-Hilfs­pro­jekt in Rumänien (noch ei­ni­ge Ta­ge in der ORF-TVthek):

Ignoranz und Überheblichkeit

Ein österreichisches Roma-Projekt in Rumänien wird in einer ORF-Doku­men­ta­tion vor­ge­stellt. Wie­der ein­mal schaffen es die Jour­na­lis­ten nicht, zu er­klä­ren, warum denn die Si­tua­tion der Roma so schlecht ist, wie sie ist. Das Wort „Dis­kri­mi­nie­rung“ kommt nicht einmal vor.
— 500 Jahre Sklaverei durch Kirche und Adel,
— ein Völkermord im 2. Welt­krieg
— und fortwährende institutio­nel­le Dis­kri­mi­nie­rung, die in et­li­chen aktuel­len Be­rich­ten doku­men­tiert ist, etc. etc.
einfach beiseite gelas­sen. Statt­dessen ein „bei den Roma war das im­mer schon so“, wenn es um die schlech­te Bil­dungs­situa­tion geht. Eine Portion Exo­ti­sie­rung dazu und fertig.

Warum „Roma-Integration“ nicht funktio­niert? Genau deshalb. Weil die histo­ri­schen und gegen­wär­ti­gen Aus­schluss­me­cha­nis­men und der Rassismus ne­giert wer­den. Dazu kommt noch die Respektlosig­keit gegen­über den Roma: Der Pro­jekt­leiter er­zählt stolz, einen Konflikt mit einer „Watschn“ „ge­löst“ zu haben, da­­­ne­­ben sitzt der Ge­de­mü­tig­te. Und ein Geist­li­cher ver­sucht den Leuten noch die katho­li­sche Marien­ver­ehrung an­zu­trai­nieren.

(Text: Ferdinand Koller/Romano Centro)

Keine Fortführung für Verein Roma

September 29th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken

Grundstück mit dem Oberwarter Roma-Mahnmal (Foto: Priwo/Wikipedia)Nach dem Konkurs hätte der Ver­kauf des At­ten­tat-Denk­mals den Ober­war­ter Verein ret­ten sol­len. Daraus wird nichts: Die Schul­den sind zu hoch, das Ver­mö­gen wird li­qui­diert. Die Ge­denk­stät­te soll nun das Land Bur­gen­land über­­neh­­men – die Ge­neh­mi­gung des Ge­richts steht al­ler­dings noch aus.

Roland Pittner/Kurier, 29.9.2016: Der Verein Roma Oberwart ist insolvent. Wie der KURIER be­rich­tet hat, hät­te der Verkauf der Gedenkstätte an das At­ten­tat auf die Roma in Oberwart im Jahr 1995 den Verein ret­ten sol­len. Das Grundstück samt Mahnmal für die fünf durch eine Rohr­bombe von Franz Fuchs er­mor­de­ten Roma steht im Be­sitz des Vereins. Das Land hätte als Käufer ein­sprin­gen sol­len, um den Verein zu retten.

Doch daraus wird nichts, wie Masseverwalter Wolfgang Steflitsch im KURIER-Gespräch er­klärt. „Der Sanie­rungs­plan­antrag vom Verein Roma wur­de zurückgezogen, des­halb fand keine Tag­satzung statt und der Verein ist be­endet“, sagt Steflitsch. Das ge­samte vor­han­dene Ver­mö­gen, die Gedenk­stätte, ein Bau­grund­stück sowie ein VW-Bus wer­den liqui­diert, um die Ver­bind­lich­keiten und Ver­fah­rens­kos­ten zu be­zahlen. „Den Verein wird es noch of­fi­ziell bis Jahres­ende geben, die Tätig­keit ist aber ein­gestellt“, sagt Obmann Hans Baranyai im KURIER-Ge­spräch. Es gibt auch schon Über­le­gun­gen, dass an­dere Vereine das Lern­projekt für Roma in Ober­wart weiter­füh­ren. „Wir hoffen, dass das so schnell wie mög­lich weiter­ge­hen kann“, sagt Ba­ranyai.

Grund für das Aus war die Höhe der Forderun­gen von etwa 160.000 Euro. „Es hät­te dem Steuer­zahler nur viel Geld ge­kos­tet, der Roma­verein hätte nichts davon ge­habt“, meint Stef­litsch. Grund für die hohen Außen­stände waren ver­zö­gerte Förder­gelder, die so lange nicht ein­tra­fen, bis die Bank einen Über­brückungs­kredit fäl­lig ge­stellt hat. „Un­gereimt­hei­ten oder straf­recht­li­che Proble­ma­ti­ken gibt es keine“, sagt Stef­litsch. Die Atten­tat-Gedenk­stätte soll al­ler­dings nicht ver­steigert wer­den. „Wir brauchen noch die Ge­neh­mi­gung des Gerichts, um es der Gebiets­körper­schaft, die es zum Zweck der Gedenk­stätte an den Verein über­tra­gen hat, zurück­zu­geben“, sagt Stef­litsch. Somit würde das Land das Grund­stück be­kom­men und sich um die Gedenk­stätte küm­mern. Read the rest of this entry »

Neue Online-Plattform: Mitreden!

September 29th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Politik

Dialogplattform 2013 zum Thema "Zugang zu Bildung" (Foto: Georg Stefanik, BKA)Österreichische Roma-Dialog­plattform star­tet On­line-Por­tal: Um­fra­ge – Ihre Mei­nung zur Roma-In­klusion in Ös­ter­reich

Durch den EU-Rahmen für Natio­nale Stra­te­gien zur Integra­tion der Roma bis 2020 sind die Mitglied­staa­ten der Euro­päi­schen Union auf­ge­for­dert, die aktive Einbindung der ge­sam­ten Roma-Zivilgesellschaft in die Um­setzung der na­tio­na­len Roma-Strategien zu för­dern. Die österreichi­sche Natio­nale Roma-Kontaktstelle im Bun­des­kanz­­ler­amt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma-Dialog­platt­form ge­schaf­fen. Mit einem neuen Online-Portal, das am Mitt­woch prä­sen­tiert wurde, möch­te die Natio­nale Roma-Kontakt­stelle nun die Mög­lich­keit geben, sich direkt an der Weiter­ent­wick­lung der öster­rei­chi­schen Roma-Strategie zu be­tei­li­gen. Die Kontakt­stelle lädt vor al­lem An­ge­hö­rige der Volks­gruppe ein, bei einer Umfrage Vor­schlä­ge zu den Berei­chen Wohnen, Arbeits­plätze und Soziales ein­zu­brin­gen. Zwei Monate lang haben Interes­sierte Ge­legen­heit, auf dem Online-Por­tal Fragen zu be­ant­wor­ten, etwa zum Hand­lungs­be­darf in den Berei­chen Bildung, Gesundheit und Be­kämp­fung von Diskri­mi­nie­rung. Auch das Strategiepapier kann on­line dis­ku­tiert wer­den. Im Fol­gen­den der Aufruf der Roma-Kon­takt­stelle:

Teilen Sie uns mit, welche Erwartungen Sie an die öster­rei­chi­sche Roma-Stra­te­gie haben. Wir möch­ten wis­sen, wel­che Themen Sie be­son­ders be­we­gen, wo Sie Ent­wick­lungs­poten­tial se­hen und wie Inklusion am wirk­sams­ten er­reicht wer­den kann: Read the rest of this entry »

Facts & Figures (142)

September 28th, 2016  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

1995 wurden in Pisa drei Ro­ma­kin­der durch 2 Spreng­fal­len, ver­steckt in ei­nem Mär­chen­buch und ei­ner Pup­pe, schwer ver­letzt.

(Quelle)

Hamburg: Brutaler Angriff auf Bettler

September 26th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Hamburg (Foto: Hinz&Kuntz)Hinz&Kunzt, 21.9.2016: Am hellichten Tag hat ein noch un­be­kann­ter Mann den 19-jäh­ri­gen ob­dach­lo­sen Niculaie L. über­fal­len und schwer miss­han­delt. Das Opfer liegt mit dop­pel­tem Schien­bein­bruch und Prel­lun­gen im Kran­ken­haus. Der mut­maß­li­che Tä­ter ist flüchtig.

Mittwoch (14.9.2016), 13.21 Uhr: Der junge Ob­dach­lose Niculaie L. sitzt auf dem Park­platz vor dem Pen­ny-Markt am Hegen­eck in Rahlstedt. Seit einem hal­ben Jahr er­bettelt sich der 19-jäh­ri­ge Rom hier ein biss­chen Geld zum Über­leben. Vor ihm auf dem Boden steht ein Papp­be­cher für Spen­den, auf ein altes Karton­stück hat er ge­schrie­ben, dass er als Diabetiker auf In­su­lin an­ge­wie­sen ist.

„Ein Wagen fuhr auf den Parkplatz, darin saßen zwei Män­ner und eine Frau“, sagt er. Aus dem Wagen habe laut Musik ge­dröhnt. Wäh­rend die Frau und einer der Män­ner in den Super­markt ge­gan­gen seien, habe sich der Drit­te vor ihm auf­ge­baut. „Er hat mit der Hand ge­zeigt, dass ich wei­ter soll, weg, weg!“, sagt Ni­cu­laie. Er be­schreibt den Mann als circa 1,85 Meter groß, höchs­tens 30 Jah­re alt, kräf­tig und mus­ku­lös, Glatze. Der Un­be­kann­te habe den Papp­becher und sein Karton­schild ge­packt sowie eine weiße Plastik­tüte. Diese ist für Ni­cu­laie be­son­ders wich­tig, denn darin be­wahrt der Diabetiker seine In­su­lin­ampul­len und sein Dia­be­ti­ker­besteck auf. „Der Mann hat alles ge­nom­men und in einen Müll­eimer ge­schmis­sen“, so Ni­cu­laie.

Der 19-Jährige ist schmächtig für sein Alter. Er wiegt nur 50 Kilo. Er habe die Situa­tion noch ent­schär­fen wol­len, sagt er: „Ich habe gesagt: ‚Ent­schul­di­gung, Ent­schul­di­gung, Chef, kein Problem!’“, habe aber seine Medi­ka­men­te zurückha­ben wol­len. Das habe den Mann aber nicht interes­siert. Als er ge­sehen habe, wie Nicu­laie kur­ze Zeit später im Müll nach sei­nen Sa­chen ge­sucht habe, sei er zurück­gekom­men. Plötz­lich sei alles ganz schnell ge­gan­gen, sagt Ni­cu­laie: „Er hat mir voll ins Gesicht ge­schla­gen.“ Als der junge Rom versucht zu fliehen, habe der Un­be­kann­te ihn ver­folgt und ihn fünf bis sechs Mal von hin­ten mit vol­ler Wucht in den Rücken und die Beine ge­treten. Der letzte Tritt habe ihn zwi­schen den Beinen ge­troffen. „Ich bin auf dem Asphalt gelandet. Ich hatte un­glaubliche Schmer­zen“, sagt er. Die Ärzte im Krank­en­haus wer­den später bei einer Not­operation einen dop­pel­te Frak­tur des rechten Schien­beins und di­verse Prel­lun­gen fest­stellen. Read the rest of this entry »

Nebel im August (Trailer)

September 25th, 2016  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

Spielfilm von Kai Wessel (A/D 2016) nach dem gleich­nami­gen Roman von Robert Domes (mehr hier). Website zum Film: www.nebelimaugust.de

Filmstart: 29.9.2016 (Deutschland), 7.10.2016 (Österreich)

ERRC: Apartheids-Kindergarten in Serbien?

September 23rd, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

ERRCDas European Roma Rights Centre (ERRC) hat den Fall einer segre­gier­ten Roma-Kin­der­gar­ten-Grup­pe in Serbien auf­ge­grif­fen. Das ERRC hat die Be­hör­den kontak­tiert und auf­ge­for­dert, die Pra­xis im Ljuba-Stanković-Kin­der­gar­ten in Beočin zu un­ter­su­chen und ent­spre­chen­de Maß­nah­men zu er­grei­fen.

Laut dem ERRC vor­lie­gen­den In­for­ma­tio­nen wer­den Roma-Kinder dort sys­te­ma­tisch von den ande­ren, ser­bi­schen Kindern ge­trennt. Die Direk­tion recht­fer­tigt die segre­gier­ten Klas­sen mit dem Hin­weis, dass die Roma-Kinder nur den kos­ten­güns­ti­ge­ren Halb­tags­kinder­garten be­such­ten und diese Gruppe am Nach­mittag an der Reihe sei. Die räum­li­chen Kapa­zi­tä­ten der Ein­rich­tung seien der­zeit so be­grenzt, dass keine ge­mein­same Grup­pen­ein­tei­lung mög­lich sei.

Für die Eltern der Roma-Kinder stellt sich dies je­doch an­ders dar: Die Stel­lung­nahme der Direk­tion könne nicht er­klä­ren, warum aus­schließ­lich Roma in der ge­trenn­ten Kinder­gruppe lan­den; außer­dem sei die Be­treu­ungs­qua­li­tät in den Grup­pen nicht die gleiche. Die rund 25 Roma-Kin­der, wel­che die Nach­mit­tags­gruppe be­suchen, haben dort kei­ner­lei Kon­takt mit Nicht-Roma und spre­chen dort durch­ge­hend Romani. Dass Ziel, die Bildungs­integra­tion voran­zu­trei­ben, indem Ro­ma-Kin­der dank gemisch­ter Klas­sen bereits im Vorschul­alter Ser­bisch er­ler­nen, werde auf diese Weise zu­nichte­ge­macht: „Die Kinder müs­sen Serbisch be­herr­schen, sodass sie die Grund­schule be­su­chen kön­nen“, zi­tiert das ERRC die Eltern. „Aber genau das pas­siert dort nicht. Read the rest of this entry »

Angry Buddha (Trailer)

September 22nd, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Religion

Angry Buddha | Der zornige Buddha
Ab 23. September 2016 in den österr. Kinos

Sajókaza, ein Dorf in Ostungarn. János Orsós hat hier ein buddhistisches Gymnasium für Roma-Ju­gend­li­che ge­grün­det. In einer ras­sis­tisch auf­ge­heiz­ten Um­ge­bung will er den Teen­agern den Weg in ein bes­se­res Leben zei­gen. Im Mikro­kos­mos eines ungari­schen Dor­fes zeigt sich, dass Europa mit seiner Roma-Min­der­heit vor einer bri­san­ten Ent­schei­dung steht: Integra­tion oder Aus­gren­zung?

Ein be­obach­ten­der Do­kumen­tar­film von Stefan Ludwig.

(www.derzornigebuddha.at)

Mehr hier: dROMaBlog, 12.3.2016

Virtujeli gondolipeskero than Kemetate

September 21st, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek

Plakat in Kemeten (Foto: VHS Roma)I sudburgenlanditiki gemajnde Kemeta imar but ber­scha le op­fe­ren­ge na use mukel jek gon­do­li­pes­keri tab­lina le Ro­men­ge, save le naci­jen­dar ledschim taj mur­dar­de ule, upre te terdscha­rel. Akan jek gon­do­li­pes­keri ini­ci­ja­tiva ando internet upro Roma Ke­me­tatar, save mur­dar­de ule, pal gon­do­li­pe te ke­rel.

200 dschene andar i tikni gemajnde Kemeta (be­cirk Erba) le naci­jo­nal­soci­ja­lis­ten­dar ledschim ule, kaj on Ro­ma si­na. Tschak pantsch Roma pal o ar le Dujte The­mes­kere Ha­bu­ristar 1945 Ke­me­tate pal ale. Pe­dar 70 berscha i ge­majn­de Kemeta meg min­dig jek upre terdscha­ji­pe jeka gon­do­li­pes­kera tab­li­na­tar le pal­gon­do­li­peske na use mukel. So andi Tikne Simeha, Neudörfl, Mattersburg vaj Tikne Bos­lina schaj ker­do ulo, up­ro kiva­nipe la flo­gos­kera grup­na­tar jek than te la­kel, kaj on bokreti taj mo­meltscha otscha schaj tschin, la ge­majn­de Ke­me­take, sar ar ditschol, ba­ro proble­mo ke­rel. O biro Johann Nussgraber (SPÖ) imar but ber­scha i skulp­tura la in­for­ma­ci­ja­kera tab­li­na­tar na up­re te terdscha­rel mu­kel. Imar desch ber­scha ando „Bauhof“ la ge­majn­de­ja­tar li pasch­lol. Aja koja na latschi­pe kerel, phen­do ol ando ge­majn­de­ja­kero birov­tschago.

Kaj schaj upro Roma Kemetate pal gondo­lim ol, akan jek vir­tu­je­li gon­do­li­pes­kero than del: fat­re­ter­tscha le faraj­nis­tar Refugius ando keri­pe le pro­jek­tos­tar „gon­do­li­pes­kero drom“ ando khe­tan butscha­li­nipe Ro­men­gere fatre­te­ren­ca kerdo lo ulo. „Af­ka akan ka­maha te pro­ba­li­nel, o kiva­nipe le tschu­le Ro­men­dar, save prik atschi­ne jek than le gon­do­li­pes­ke taj jek cajchn gejng o po­bis­te­ripe te del.“

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Petition für Roma in verseuchten UN-Lagern

September 19th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

#UNJustToRoma – Petition: Justice for the Kosovo Victims of Lead Poisoning!

ERRC: Das European Roma Rights Centre fordert den Gene­ral­sekretär der Ver­ein­ten Na­tio­nen auf, die Roma, Aschkali und Bal­kan-Ägypter, die in Mitrovica (Kosovo) einer Ver­gif­tung durch Blei aus­ge­setzt wa­ren, zu ent­schä­di­gen – in Über­ein­stim­mung mit dem Er­geb­nis des UN Human Rights Advisory Panel (26.2.2016), wo­nach die Ver­ein­ten Natio­nen für das Ge­sche­he­ne recht­lich ver­ant­wort­lich wa­ren. Der Kon­takt mit Blei in jed­we­der Menge ist ge­fähr­lich. Doch das Aus­maß in den Blut- und Haar­proben von Roma­kindern, die in den IDP-Lagern in Mitro­vica leb­ten, spreng­te die Ska­la – die euro­päi­schen und ame­ri­ka­ni­schen Wis­sen­schaft­ler hat­ten noch nie Ver­gleich­bares ge­se­hen. Read the rest of this entry »

Verdacht auf Brandanschlag in Frankfurt/M.

September 18th, 2016  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Brandanschlag auf Roma-Familien in Frankfurt/M.? (Foto: Feuerwehr Frankfurt)Schwerer Sachschaden bei Brand in Frank­furt-Fe­chen­heim. Im Haus leb­en vor­wie­gend Ro­ma-Fa­mi­li­en. Be­woh­ner äu­ßern „nach­drück­lich den Ver­dacht“, dass Feuer ge­legt wur­de.

Förderverein Roma, Presseerklärung 15.9.2016: In der Nacht vom 8. auf den 9.9.2016 brannte in der Pforten­straße 19 in Frankfurt am Main-Fechen­heim ein Haus, in dem drei Roma-Fa­milien wohn­ten. Über 30 Per­so­nen, darun­ter 13 Kinder, wur­den gegen 3.00 Uhr von dem Feuer über­rascht. Glück­li­cher­weise konn­ten sich alle recht­zei­tig in Sicher­heit brin­gen und nie­mand wurde ver­letzt. Die Parterre-Woh­nung ist zer­stört. Deren Be­woh­ner leben in einer Not­unter­kunft. Zwei Fa­mi­lien sind nur vorüber­ge­hend zu­rück­ge­kehrt. Ein­zel­ne Fami­lien­mit­glie­der äußer­ten gegen­über dem Förder­verein Roma nach­drück­lich den Ver­dacht, dass die Ur­sache des Feuers darauf zurück­zu­füh­ren ist, dass der vor dem An­wesen bereit­ge­stell­te Sperr­müll an­ge­zün­det wur­de. In der Straße und im Stadt­teil war be­kannt, dass das Haus mehr­heit­lich von Roma be­wohnt wur­de. Die Be­trof­fe­nen be­rich­te­ten wieder­holt von Kon­flik­ten. Als si­cher gilt, dass sich die Gegen­stän­de nicht selbst ent­zün­den konn­ten. An­ge­sichts der nähe­ren Um­stän­de des Brandes sowie der Tat­sa­che, dass seit Jahres­be­ginn al­lein 45 Brandanschläge auf Flüch­tlings­unter­künf­te zu ver­zeich­nen sind und auch der Hass, die Ab­leh­nung und Bedro­hung gegen­über Roma enorm zu­nimmt, ist eine Brand­stif­tung aus rassis­ti­schen Motiven nicht aus­zu­schlie­ßen. Auf­grund der Sach­lage for­dert der För­der­verein Roma eine rück­halt­lose Unter­su­chung des Brandes.

Pressemeldung Feuerwehr Frankfurt, 9.9.2016: Sachschaden in Höhe von 100.000 Euro ent­stand bei einem Feuer am 9.9.2016 um kurz vor drei Uhr in der Pforten­straße im Stadt­teil Fechen­heim. Aus­ge­gan­gen war das Feuer von einem bren­nen­den Sperr­müll­haufen, der sich vor dem Gebäude be­fand. Über ein Fenster ge­langte das Feuer schließ­lich in die Woh­nung im Erd­ge­schoss des vier­geschos­si­gen Wohn­hauses. Read the rest of this entry »

Turin: Web-Nachrichten für Roma

September 17th, 2016  |  Published in Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Medien & Presse

tgROM (Foto: Idea Rom)In Italien ging mit „TgROM Piemonte“ Anfang Mai erstmals ein Internet-Nachrichten­pro­gramm von und für Roma auf Sen­dung. In­zwi­schen wur­den be­reits 20 Aus­gaben des Nach­rich­ten­for­mats ver­öf­fent­licht.

Finanziert wird das Programm, als eines von 15 aus­ge­wähl­ten Jugend­pro­jek­ten, mit 21.000 Euro durch die Turiner Stif­tung Compagnia di San Paolo. Für die Rea­li­sie­rung ihres Medien­pro­jekts konn­te die Tu­ri­ner Roma-NGO „Idea Rom“ auf kom­pe­ten­te Unter­stützung aus der Me­dien­bran­che zäh­len. Mit an Bord ist als Pro­jekt­part­ner die On­li­ne-Tages­zei­tung Nuovasocietà. Den Eh­ren­schutz hat die Region Piemont über­nom­men.

Ein Einführungskurs in Videojournalismus be­rei­tet die jugend­li­chen Mit­wir­ken­den aus der Roma-Com­mu­nity auf ihre Auf­gabe vor. Schon vor Sen­dungs­beginn hat sich im Februar ein Dutzend jun­ger Roma zwi­schen 14 und 25 Jahren für die Teil­nahme ge­mel­det. „Un­ser Ziel ist es, zu er­reichen, dass die Jugend­li­chen selbst zu Pro­ta­go­nis­ten des Wan­dels wer­den“, erklärte Luca Remmert, Vor­sitzen­der von Com­pagnia di San Paolo, gegen­über der italie­ni­schen Presse. Read the rest of this entry »

Spanien: Schulunterricht über Roma-Kultur

September 16th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Politik

castillaDie spanische Region Castilla und León in­teg­riert Un­­ter­­richts­­ein­­hei­­ten über Ge­schich­te und Kul­tur der Gi­ta­nos (Roma) in den Lehr­plan.

Castilla-León wird als erste spani­sche Region künf­tig die Kul­tur und Geschichte der spa­ni­schen Roma (Gitanos) in den re­gu­lä­ren Lehr­plan in­tegrie­ren. Per Ver­ord­nung hat die Region schon im Feb­ru­ar die Bil­dung einer Arbeits­grup­pe zur Aus­arbei­tung be­tref­fen­der Unter­richts­mate­ria­lien be­schlos­sen. Dabei sind – neben 14 Bildungs­experten – auch sechs Gita­no-Or­ga­ni­sa­tio­nen mitein­be­zo­gen. Das Gremium soll die genaue Form der Ein­bin­dung des The­mas in den Unter­richt und in die Lehr­bücher er­ar­bei­ten.

„Wie kann es sein, dass die Kinder die Geschichte Spa­niens lernen, ohne dass auch nur ein ein­zi­ges Mal die Volks­gruppe der Gitanos er­wähnt wird? Nach 500 Jah­ren des Zu­sam­men­lebens be­han­deln wir sie noch im­mer, als wären sie völ­lig Frem­de“, er­läu­tert Fernando Rey, Leiter der Schul­be­hörde von Castilla und León und ehe­ma­li­ger Vor­stand der Fundación Secretariado Gitano (FSG). „Mo­men­tan sieht man ab­so­lut nichts davon im Lehr­plan“, er­klärt auch Diego Fernández, Di­rek­tor des Instituto de Cultura Gitana ge­gen­über El País: Es sei hoch an der Zeit, der Ge­schich­te und Kul­tur der Gi­ta­nos „in den Schu­len end­lich Sicht­bar­keit zu ver­lei­hen, da­mit die Kin­der das Ge­fühl ha­ben kön­nen, dass ihre Kultur in den Schulen einen Platz hat, und die an­de­ren Mit­schü­ler sie bes­ser ver­ste­hen“. Read the rest of this entry »

„… a zprackta braucht kaan karakta“

September 15th, 2016  |  Published in Literatur & Bücher

Harri Stojka als Literat: Buchpräsentation am 15. und 21. September„a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta“

Mundartgedichte und Zeichnungen von Harri Stojka und Walter Schmögner, Edition Keiper: Graz 2016, 112 Seiten. www.editionkeiper.at

Ando 15to septemberi 2016 presen­ti­ri­nen o Stojka taj o Schmögner puma­ri ken­va use Mora­wa andi Woll­zeile Betschis­te. Taj ando 21to sep­tem­beri ge­nel taj cidel o Stojka andi edi­­ci­­jona Keiper Ge­re­ciste.

Angle barikane iriniptscha taj barikane neve falati o Harri Stojka ande pri muschi­ka­schen­geri kari­jera na dara­no. Ham akan o gite­ra­schi ande pro lek terne­der pro­jekto nevo koja pro­ba­linel: jek dschivdo rika­ke­ro urtscha­jipe upro than la lite­ratu­ratar. Jek arodipe les­kera muja­kera poesi­ja­tar – alaves­kere khe­liptscha taj tschib­tscha­kere sik­li­pes­kere butja ando vodschi­kano betschi­tiko dija­lek­to – ando sep­tem­beri ando Gere­cis­kero Keiper-fa­log ari al.

Kerdo ulo ada erschti verk le schu­kar ana­ve­ha „a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta“ khe­tan le cajch­ne­riha Walter Schmögner. Schpi­ci pore­ha taj latsche pisoha phe­rel taj ko­men­ti­ri­nel o ilustra­tori o poe­siji les­kere paj­taschis­tar, save te ando tema­tischi diki­pe, tscha­tschi­kan betschi­tiko upre jek use an. Sa jek kari­ka pedar o vesti­na­schi, pedar o fe­leri vaj – hat – peder o mu­lipe kerel. Read the rest of this entry »

Gummiodla, Heisltopf

September 14th, 2016  |  Published in Literatur & Bücher

Harri Stojka als Literat: Buchpräsentation am 15. und 21. September„a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta“

Mundartgedichte und Zeichnungen von Harri Stojka und Walter Schmögner, Edition Keiper: Graz 2016, 112 Seiten. www.editionkeiper.at

Am 15. September 2016 präsentie­ren Stojka und Schmög­ner um 19:30 Uhr ihr Buch bei Mora­wa in der Woll­zeile in Wien. Und am 21. Sep­tem­ber liest und spielt Har­ri Stojka um 19 Uhr bei der Edtion Keiper in Graz (Ein­tritt: 10 Euro; An­mel­dung er­for­der­lich)

Vor überraschenden Wendungen und neuen Etap­pen ist Harri Stojka in seiner Musiker­lauf­bahn noch nie zurück­ge­schreckt. Et­was gänz­lich Neues wagt der Gitarrist nun aber in sei­nem jüngs­ten Pro­jekt: einen schwung­vollen Sei­ten­sprung aufs Par­kett der Literatur. Eine Aus­wahl sei­ner Mundart­ge­dichte – Wort­spiele und Zun­gen­übun­gen im herz­haf­ten Wiener Dialekt – er­scheint im Sep­tem­ber im Grazer Keiper-Verlag.

Entstanden ist das Erstlingswerk mit dem klin­gen­den Ti­tel „a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta“ in Zu­sam­men­arbeit mit dem Zeich­ner Walter Schmögner. Mit spitzer Fe­der und fei­nem Stift er­gänzt und kom­men­tiert der Illustra­tor die Gedichte sei­nes Freun­des, die auch in thema­ti­scher Hin­sicht recht wie­ne­risch daher­kom­men. Alles kreist da um ewige Außen­seiter und Ver­lierer, den Irr­tum oder – natür­lich – den Tod. Dabei suhlt sich Harri Stojka lust- und humor­voll im Reich­tum des Wiener Idioms mit sei­ner Klang­fülle und seinen Kaprio­len: „maggi­lokn – krokodü / fetzn­schedl – grippe­gspü / oasch mit kropf – knedl­kopf / gummi­odla – heisl­topf“, heißt es da bei­spiels­weise ein­mal reich­lich ver­spielt, nur um in einen Stoß­seuf­zer zu mün­den: „jo i waas, des hot kaan sinn!“

(dROMa)

Babiš: „Lety jek butjakero logeri sina“

September 12th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

BabisO tschechitiko dujto regirungakero schero Andrej Babiš pre tel va­ke­ri­pes­kere arphe­ni­peha pe­dar o holocaust up­ro Roma bari vrisch­tscha ker­tscha. „Hoha­jipe hi, hot o loge­ri Lety jek logeri si­na, ov but­ja­kero logeri sina – ko na buti ker­lahi, oda min­dschart odoj otscha pelo“, phe­nel ov. „Cajt­scha de­lahi, kada o Roma sa buti ker­nahi“, phe­nel o libe­rali popu­lis­ti­schi finacja­kero minis­teri taj kera­schi la ANO-par­ta­jatar uso khero­dipe le tschore dsche­nen­dar ando Varnsdorf, ando nor­di­tiko la Tsche­chi­jatar ando be­cirk Děčín.

Babiš sa pal lel so phentscha. On andar o kon­tekst ari tschin­de ule. „Me le na latsche li­ke­rav, hot jek tsche­chi­tiko regi­run­ga­kero poli­ti­keri patschal, hot ov o holocaust tel te dschu­minel sar tena le te dijahi“, phe­nel o angle­beschto le Christ­demokra­ten­dar (KDU-CSL) Pavel Belobradek, le pap­ru­schen­gere nevi­peske „Pravo“. I soci­jal­minis­ter­ki­ja Michaela Marksová le Ba­bišis­tar man­gel, hot ov o tscha­ven­gero grobo le gon­do­li­pes­kere tha­nestar Lety kher te rodel. „Odoj ter­dschon o anava vala­mi schel tscha­vendar kada upro them ale- taj kada mule – on atschi buti te kertscha­nahi dschi­meg mule?“, phe­nel i soci­jal­de­mokrat­kija.

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Virtueller Gedenkort für Kemeten

September 11th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek

Plakat in Kemeten (Foto: VHS Roma)Die südburgenländische Gemeinde Kemeten ver­wei­gert den Opfern des NS-Völker­mords an den Roma seit Jah­ren eine Gedenk­tafel. Nun er­innert eine Gedenk­initia­tive im Inter­net an die er­mor­de­ten Ro­ma von Kemeten.

An die 200 Einwohner der kleinen Gemeinde Kemeten (Be­zirk Oberwart) wur­den von den National­so­zia­lis­ten de­por­tiert, weil sie Roma waren. Nur fünf von ihnen kehr­ten nach der Be­frei­ung 1945 nach Ke­me­ten zu­rück. Über 70 Jahre spä­ter wei­gert sich die Ge­mein­de wei­ter­hin, mit einer Ge­denk­tafel an sie zu er­in­nern. Was etwa in Kleinpetersdorf, Neudörfl, Mattersburg oder Kleinbachselten mög­lich war (siehe das Gedenk­tafel­projekt un­se­res Vereins Roma-Ser­vice), näm­lich dem Wunsch der Volks­gruppe nach einem Platz für ihre Blumen und Ker­zen zu ent­spre­chen, stellt für die Ge­meinde­obe­ren von Ke­me­ten of­fen­bar ein un­über­wind­li­ches Hin­der­nis dar. Seit 2006 liegt zwar auch in Ke­me­ten ein Ge­mein­de­rats­be­schluss vor, wo­nach ein Denk­mal er­rich­tet wer­den soll, das neben­bei (auf einer von ins­ge­samt 15 Tafeln zur Orts­ge­schich­te) auch der Roma ge­denkt – pas­siert ist seit­her aber nichts (siehe: Die Schande von Kemeten). Bür­ger­meister Johann Nussgraber (SPÖ) ließ die Skulp­tur mit den In­for­ma­tions­tafeln nie auf­stellen. Seit zehn Jah­ren la­gern sie nun im Bauhof der Ge­meinde. Die Sache sei zu heikel, hieß es dazu aus dem Ge­meinde­amt.

Um dennoch an die Roma in Kemeten erinnern zu kön­nen, gibt es jetzt eine „virtuelle“ Gedenk­stätte: Ver­treter des Vereins Refugius haben sie im Rahmen des Pro­jekts „Gedenkweg“ in Zu­sam­men­ar­beit mit Roma-Ver­tre­tern ini­ti­iert: „Der Gedenkort in der dieser Form wurde notwen­dig, weil die Mehr­heit der poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gerIn­nen der Ge­mein­de Keme­ten einen rea­len Gedenk­ort mehr­mals ab­ge­lehnt ha­ben“, heißt es hier­zu auf der Web­site. „Auf diese Weise ver­suchen wir, dem Wunsch der we­ni­gen Hinter­blie­benen nach einem be­schei­de­nen und würde­vol­len Raum für Ge­den­ken und Ge­danken ge­recht zu wer­den und ein Zei­chen gegen das Ver­gessen und Tot­schwei­gen zu setzen.“ Read the rest of this entry »

KZ Lety: Regierung will Schweinemast kaufen

September 9th, 2016  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Schweinefarm auf dem KZ-Gelände von Lety (Foto: Romeo.cz)Tschechiens Regierung plant weiterhin Ankauf, um die Schweine­farm auf dem KZ-Areal still­zu­legen. Vize­premier Babiš be­such­te nach dem Skan­dal um seine Holo­caust-Re­la­ti­vie­rung die Ge­denk­stätte in Lety – und sprach dort von Ro­ma als „Pa­ra­si­ten“.

Seit den 70er Jahren besteht auf dem Ge­län­de des ehe­ma­li­gen na­tio­nal­so­zia­lis­tischen Roma-KZ im süd­böh­mi­schen Lety eine Schweine­farm. Tsche­chi­ens Men­schen­rechts­minis­ter, der Sozial­demo­krat Jiří Dienstbier, kün­dig­te diese Wo­che in Prag gegen­über Pres­se­ver­tre­tern an, dass die Re­gie­rung weiter ver­suchen werde, die um­strit­te­ne pri­vate Schweine­mast auf­zu­kau­fen. Laut Dienst­bier stehe man schon seit Mo­na­ten in Kontakt mit dem Un­ter­neh­men; seit Jänner habe es be­reits fünf Ge­sprä­che mit dem Eigen­tü­mer ge­ge­ben. Die Ver­hand­lun­gen be­zeich­nete der Minis­ter als „kompli­ziert und kor­rekt“. Ver­gan­ge­nen Montag ver­öf­fent­lich­te das Ka­bi­nett zu­dem seinen im März ge­fass­ten Be­schluss, in dem die Ab­sicht be­kräf­tig­t wurde, den Schwei­ne­mast­betrieb am Gedenk­ort still­zu­legen. Schon seit lan­gem wird ein An­kauf durch den Staat ge­fordert. Auch der Men­schen­rechts­aus­schuss der Ver­einten Natio­nen hatte die Tsche­chi­sche Re­publik vor drei Jahren dazu auf­ge­fordert. Konkre­te Er­fol­ge wur­den je­doch bis­lang nicht er­zielt.

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Facts & Figures (141)

September 9th, 2016  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

Von 1990 bis 1997 wur­den in Tsche­chi­en über 1.200 ge­walt­sa­me An­grif­fe von Skin­heads auf Roma re­gist­riert.

(Quelle)

Gondolipeskero than le Roma-holocaustiske

September 7th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken

NS-Lager Hodonín (Foto: Kapura)Ando aguno logeri Hodonín (Tschechija) jek nevo gon­do­li­pes­ke­ro than le opfe­ren­ge le Roma-ho­lo­caus­tis­tar ker­do ol.

Ando Hodonín u Kunštátu norditikon Brnojatar jek nevo go­ndo­li­pes­kero than le opfe­ren­ge le flo­gos­kere mur­da­ripes­tar upro Roma pal gon­do­lipe te kerel. Jek museum la nacijo­nal­socija­lis­ti­schi „Zi­geu­ner­ver­fol­gung“ake odoj ando lo­geri pe vid­minvla; pedar oda ari o art­schi­jipe le tra­di­peha le nimtsch­ken­dar palo habu­ri taj jeke muj­sini­pes­kere but­ja­kere lo­geri­ha ando 1950iger ber­scha donde pe be­schar­la. O art­schi­jipe ando august o arto bersch pra­do te ol. I buti schaj ando pantsch ber­scha palo kes­dipe ando juli kise­tim ol. O ke­ri­pe le gon­do­li­pes­kere tha­nestar la re­girun­ga­ke 83,6 mili­jon­tscha Euro kosch­ta­linla.

(dROMa)