Geschichte & Gedenken

Gedenkstätten: 107 Schändungen seit 2013

Mai 6th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Befreiungsfeier in Mauthausen 2019 (Foto: MKÖ)Gedenkstättenschändungen: Mauthausen-Komitee kri­ti­siert Tot­schwei­gen. Mernyi for­dert Trans­pa­renz und Ak­tions­plan

Gestern vor 75 Jahren wurde das KZ Mauthausen befreit. Für die Häft­linge war dieser Ort die Hölle. Noch immer kämpfen die Über­lebenden für ein „Niemals wieder“. Umso schockier­ter ist das Mauthau­sen-Ko­mitee Österreich (MKÖ) über die hohe Zahl an Schändungen von Ge­denk­stätten für NS-Opfer. Wie National­rats­abgeord­ne­te Sabine Schatz durch eine Parlamenta­ri­sche Anfrage an das Innen­ministe­rium heraus­gefunden hat, sind 107 Fälle allein seit 2013 akten­kundig [Anm. d. dROMa-Red.: Stichtag 3. Febru­ar 2020; spä­tere Vor­fälle wie dieser sind nicht in­klu­diert]! 22 dieser Fälle waren Schän­dun­gen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. (→An­frage­beant­wor­tung / PDF, 958 KB)

Die Öffentlichkeit hat nur von ganz wenigen dieser Straftaten er­fah­ren, zu­letzt im Jän­ner von der Beschmierung des nie­der­ländi­schen Denkmals in Maut­hau­sen mit fünf Ha­ken­kreuzen.

„Es ist völlig unverständlich, dass das Innenministerium, die Sicherheits­behörden und die ver­ant­wort­li­chen Politiker die aller­meis­ten Gedenk­stätten­schändungen bis­her tot­geschwiegen haben“, kriti­siert MKÖ-Vor­sitzender Willi Mernyi. „Wenn gerade an einem Ort, Read the rest of this entry »

NS-Opfer: Arolsen Archives öffnen Bestände

Mai 4th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Wissenschaft

Archiv Bad Arolsen26 Millionen Dokumente über NS-Verfolgte on­line

Ein weltweit einmaliges „Denkmal aus Papier“ ist nun im Internet ver­fügbar: Die histori­schen Bestände der Arolsen Archives ste­hen fast voll­stän­dig online. Nun können Interes­sierte auf der gan­zen Welt über das Online-Archiv auf 26 Mil­lio­nen Dokumente mit In­for­matio­nen zu 21 Mil­lio­nen Namen* von NS-Ver­folgten zu­greifen. Die Arolsen Archives ha­ben ihre Sammlung im Internet zu­letzt mit Doku­menten über Zwangsarbeiter und über Deportationen in die Kon­zentra­tions­lager er­wei­tert. Mit die­sem Schritt ist nun ein Groß­teil der Doku­mente aus dem weltweit um­fas­sendsten Archiv über NS-Verfolgung on­line ver­öffentlicht.

Innerhalb von weniger als einem Jahr haben die Arolsen Archives mit ihrem Partner, der In­ter­natio­na­len Holocaust-Ge­denkstätte Yad Vashem, Israel, eine der größ­ten Samm­lungen über die Opfer der National­sozialis­ten fast voll­ständig online g­estellt. Im Mai 2019 war das neue Online-Archiv mit 13 Mil­lionen Doku­menten an den Start ge­gangen. Yad Vashem stellte dafür seine hoch­moderne Technologie zum schnel­len Daten­abruf mit er­weiter­ter Ort- und Namensuche bereit, damit die Holocaust-Do­ku­menta­tion leichter zugäng­lich ist. Nun ist ein Meilen­stein er­reicht: Die zum UNESCO-Welt­dokumenten­erbe zäh­lende Sammlung zu den ver­schie­de­nen Opfergruppen des NS-Re­gimes, zur Zwangs­arbeit sowie zur Migration nach 1945 ist öffent­lich. Zu­letzt gingen zwei rie­sige Bestände online. Sie doku­mentie­ren die Verbrechen der Nazis mit einzig­arti­gen Beweisstücken und sind von un­schätz­barem Wert für die An­gehö­rigen der Verfolgten: Read the rest of this entry »

40. Jahrestag des Hungerstreiks in Dachau

April 10th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Von links oben: Pepi Schopper, Brala Ernst, Wallani Georg; unten Romani Rose, Jakob Bamberger (Foto: © Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)Am Karfreitag 1980, dem 4. April, traten zwölf Sinti, un­ter ihnen die Über­le­ben­den des Holocaust Jakob Bamberger, Hans Braun, Ranco Brandtner und Franz Wirbel, in der Evan­ge­li­schen Ver­söhnungs­kirche auf dem Ge­lände der KZ-Ge­denk­stätte Dachau in den Hunger­streik. Zentrale For­derungen waren die An­erken­nung des NS-Völ­ker­mords an den Sinti und Roma durch die Bundes­re­gierung, die sofortige Be­endigung der polizei­li­chen Sonder­erfassung von Sinti und Roma sowie die Heraus­gabe der NS-Akten aus dem ehe­ma­li­gen Reichs­sicher­heits­haupt­amt, die im Bayeri­schen Landes­kriminal­amt wei­ter­hin ver­wendet wor­den wa­ren. Der Protest löste eine breite inter­natio­nale Solidaritäts­welle aus und mar­kierte einen Wendepunkt in der öf­fentli­chen Wahr­neh­mung der Min­derheit.

„Die Anerkennung des Völkermords an den Sinti und Roma am 17. März 1982 durch Bundes­kanzler Helmut Schmidt stell­te die Er­füllung einer zentra­len Forderung des Hunger­streiks dar. Diese völker­recht­li­che Anerkennung be­deutete einen Neu­beginn im Ver­hältnis der Bundes­regie­rung zu den deutschen Sinti und Roma“, er­klärt Romani Rose.

Die polizeiliche Sondererfassung in der Bundesrepublik er­folg­te durch bayeri­sche Kri­minal­polizisten in der „Landfahrerzentrale“, die bis in die 1970er Jahre Namen, Finger­abdrücke und per­sön­li­che Daten von Sinti und Roma aus dem ge­sam­ten Bundes­gebiet in Akten er­fasste. Diese Erfassung setz­te direkt die NS-Er­fassung fort, und zwar auf der Grund­lage der NS-Akten und mit dem Personal aus dem ehe­mali­gen RSHA, die im Bayerischen LKA wie­der ver­beamtet wor­den waren – und die regel­mäßig in Ent­schädigungs­anträgen von Sinti und Roma als Gutachter fun­gierten. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (279)

April 5th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Im Mai 2009 wurde beim ehem. NS-Durch­gangs­la­ger in Bozen ei­ne Ge­denk­tafel für die de­port. Sin­ti ent­hüllt; schon im Okt. wur­de sie ge­schän­det.

(Quelle)

→Gedenktafel (Foto: Gedenkorte Europa)

Facts & Figures (278)

April 1st, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Unter den ca. 4.000 re­publi­kan. Spa­ni­ern, die im KZ Gu­sen (Maut­hau­sen) er­mor­det wur­den, be­fan­den sich auch meh­re­re Gi­ta­nos (Ro­ma).

(Quelle)

Pujsto tschijipe le gondolipeskere thanestar

März 7th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Geschändet: Umgestürztes Sinti-Mahnmal in Salzburg-Leopoldskron (Foto: Radiofabrik)Na prindscharde tetertscha ando ar le kur­­kestar o tik­no gon­­do­­li­­pes­­kero than „Niemals Vergessen“ an­de Leopolds­­kron-Moos (Salzburg) pha­re pujste tschite. Ada pal­gon­do­linel upro ande tscha­pime dschene le „Zigeuner-“ vaj. „Anhaltelager“istar le naci­jo­nal­so­cijalis­ten­dar ando pasche pasch­lo Max­glan. O Sinti taj Roma dschi 1945 ando lo­geri mur­darde ule.

O gondolipeskero than la Salzburger Radiofabrikatar 2010 ando keripe jek EU-ake­re pro­jek­tistar usi doku­men­tacija la logeris­kera histori­jatar ando foro Salzburg ker­do ulo. Jeke dsche­nesko suboton upre pelo o pujsto tschi­jipe le gondo­li­pes­kere tha­nestar. Pala­lal dikipe dsche­nendar i bavlal artscha­pim ol, hot o pujsto tschipe odotar al. I skulptura andar srasta igen pharo hi. O kascht pasche sasto. O pujsto tschi­jipe le gondo­lipekere tha­nestar uso haren­gere aun­sesim ulo. Odola gejng na prin­dscharde teter­tscha ermit­linen. Te poli­tischi aunasta­ripe sina, ada dschi­jakan na prin­dschardo hi.

Hitleriskeri reschiserkija Riefenstahl

O aguno logeri le nacijonalsocijalistendar ande Maxglan te la Hitler reschi­ser­kijatar Leni Riefenstahl te kerel hi. Oj ando haburi bari­kani filmis­keri kerasch­kija andi Germa­nija sina. Lakere filmiske „Tiefland“, savi oj ando 1940 dschi 1942 dranin­tscha taj erscht 1954 telal demokra­tischi situa­cija andi bun­dakeri re­publika ki­setin­tscha, lija oj ando „Dritten Reich“ schta­tisktscha andar i flogos­keri grupn le Romen­dar taj Sinti­jendar. Odola ale te andar o logeri Maxglan an­dar Salzburg. Read the rest of this entry »

Salzburger NS-Mahnmal geschändet

März 3rd, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Geschändet: Umgestürztes Sinti-Mahnmal in Salzburg-Leopoldskron (Foto: Radiofabrik)In Salzburg-Leopoldskron wur­de ein Holo­caust-Mahn­mal schwer be­schä­digt. Die Metall­skulp­tur er­innert seit zehn Jah­ren an die im NS-La­ger Maxglan in­ter­nier­ten und von dort de­por­tier­ten Sin­ti und Ro­ma.

Bislang unbekannte Täter haben das Salzburger Mahnmal geschändet, das unter dem Titel „Niemals vergessen“ im Stadtteil Leopolds­kron-Moos an die während der NS-Herrschaft zwangsinternierten Roma und Sinti erinnert. Den Salzburger Nachrichten zufolge hatte eine Anrainerin bereits am 29. Februar gemeldet, dass die Skulptur am Schwarzgrabenweg (Kreuzung Kräutlerweg) gewaltsam und unter großer Kraftaufwendung vom Steinsockel gestoßen worden war. Am Montag wurde auf einer Polizeiinspektion in der Stadt Salzburg auch eine formelle Anzeige eingebracht. Laut Aussendung der Landespolizeidirektion  fällt die Tat in die „Zeit zwischen 22. und 29. Februar 2020“. Die Schadenshöhe sei derzeit nicht bekannt. Der heftige Sturm, der letzte Woche in Salzburg für Sachschäden sorgte, kann jedenfalls nach einer Begehung als Ursache ausgeschlossen werden. Das Mahnmal wiegt mehrere Hundert Kilogramm, auch der sich daneben befindliche Baum ist intakt.

Das Denkmal wurde von der „Radiofabrik – das Freie Radio in Salzburg“ vor zehn Jahren im Rahmen eines EU-Projekts zur Aufarbeitung des NS-Anhaltelagers für Roma und Sinti auf einem Grundstück der Stadt Salzburg in der Nähe der Kendlersiedlung in Leopoldskron-Moos errichtet, um an die Internierten des „Anhalte“- bzw. „Zigeunerlagers“ Maxglan zu erinnern. Das Mahnmal wurde als „Hörmahnmal“ konzipiert, die Skulptur wurde vom Salzburger Künstler Zoltan Pap gestaltet. In Kooperation mit erinnern.at haben auch mehrere Schulen und der Verein Ketani an der Erinnerungsarbeit mitgewirkt.

Das „Zigeunerlager“ Maxglan

Das irreführenderweise nach dem unmittelbar angrenzenden Salzburger Stadtteil Maxglan benannte Zwangslager diente den Nationalsozialisten später als Ausgangspunkt für die Deportationen. Die meisten Lagerinsassen wurden in der Folge in Auschwitz-Birkenau ermordet. Read the rest of this entry »

RomaCajtung 1/2020 erschienen

Februar 27th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse

RomaCajtung 1-202025 Jahre Romaattentat
75 Jahre Befreiung KZ Auschwitz
Gedenkorte für Roma unter den Opfern des NS-Regimes in Oberpullendorf und Kemeten

→Download der Ausgabe 1/2002 (pdf)

Editorial:

Diese Ausgabe der RomaCajtung befasst sich mit einer Reihe von Gedenk­ver­anstal­tun­gen und der Gedenk­arbeit, die die Roma Volks­hoch­schule Bur­gen­land in Ko­ope­ra­tion mit an­deren Roma­vereinen und Gemeinden durch­führt. Auf der Tagung zum Inter­natio­na­len Roma­tag am 4.4.2020 be­rich­ten Ex­pertIn­nen über das euro­päi­sche Phäno­men der Ge­walt ge­gen Roma und wie unsere Gesell­schaft da­gegen vor­gehen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt unseres Frühjahrspro­gram­mes wid­met sich Roman, der Sprache der Roma. Die Roma VHS er­probt einer­seits ein neues Format unter dem Titel „Kurz & Kompakt“. In ein­tägigen Schnupper­kursen in Oberwart und Eisenstadt er­halten die Teil­neh­merInnen einen ers­ten, kom­pak­ten Einblick in diese immer sel­tener ver­wen­dete Sprache. In Ko­ope­ra­tion mit dem Verein Roma-Service wird aber auch ein in­ten­si­ver Sprachkurs an 10 Aben­den an­ge­boten.

Präsentationen neuer Publikationen von Katharina Janoska „KriegsROMAn. Die Ge­schich­te einer Fami­lie“ sowie von Mag. Dr. Gerhard Baumgartner und Mag. Dr. Herbert Brettl „Einfach weg! Ver­schwun­de­ne Roma­sied­lun­gen im Burgen­land“ wer­den sowohl im Früh­jahrs­pro­gramm als auch im Herbst­programm in Ko­opera­tion mit den Au­torIn­nen durch­geführt. Read the rest of this entry »

Gerhard Baumgartner: „Das Ende der Illusionen“

Februar 12th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken

Trauer nach dem Vierfachmord in OberwartDie von Gerhard Baumgartner, dem Wis­sen­schaft­li­chen Lei­ter des DÖW, im Rah­men der Ge­denk­feier für die Opfer des Bom­ben­atten­tats von Oberwart ge­hal­te­ne Rede zum Nach­lesen, ver­öf­fent­licht auf der Web­site des Do­ku­men­ta­tions­ar­chivs des ös­ter­rei­chi­schen Wi­der­stands.

Ansprache im Rahmen der Gedenkfeier für die Opfer des Bomben­attentats von Ober­wart vor 25 Jah­ren, Ober­wart, 4. Febru­ar 2020

Das Bombenattentat von Oberwart war der erste [Anm.: innen-]politische Mord der Nach­kriegs­zeit: ein Öster­reicher tötete vier seiner Landsleute aus politi­schen Motiven. Das Attentat mar­kiert das Ende von fünf Jahr­zehnten fried­fertiger und konsen­sualer Politik in Österreich und ein Wieder­erwachen eines mörde­ri­schen, rassisti­schen Rechts­extremis­mus. Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon wur­den Opfer einer rechts­extre­men Ideologie, die sich gegen Minder­heiten im eigenen Land und gegen Zu­wan­derer und Zu­wanderin­nen rich­tete und richtet.

Die Bombe von Oberwart war eine direkte Reaktion auf die Anerkennung der Roma als öster­rei­chi­sche Volks­gruppe. Mit ein­stim­migem Be­schluss des National­rates vom 16. Dezem­ber 1993 wurden die öster­reichi­schen Roma- und Sinti­gruppen unter der Bezeich­nung „Volksgruppe der Roma“ als sechs­te öster­reichi­sche Volksgruppe an­erkannt. Dem war ein langes und zähes Rin­gen voraus­gegan­gen. Schon seit den 1970er-Jah­ren hatten Ver­treter der österrei­chi­schen Volks­gruppen und inter­natio­nale Roma-Ak­tivis­ten immer wieder eine Anerken­nung im Sinne des Volks­gruppen­gesetzes 1976 ge­fordert. Am 15. Juli 1989 wurde hier in Oberwart der erste Ver­tretungs­verein der Volks­gruppe etabliert. Die Be­mühun­gen des Vereins unter der Leitung des ersten Prä­sidenten Ludwig Papai führten schon vier Jahre später zur offiziel­len An­erken­nung.

Mit dieser Anerkennung gelang es den österreichischen Roma und Sinti – wie es der erste Vor­sitzende des Volks­gruppen­beirates Prof. Rudolf Sarközi formulierte –, einen Schritt vom Rand der öster­reichi­schen Gesell­schaft in deren Mitte zu machen. Die An­erken­nung mar­kierte tatsächlich das Ende einer jahr­hunderte­langen institu­tio­na­lisier­ten Ver­folgungs­geschichte – auch durch die Re­publik Österreich.

In der Zwischenkriegszeit lebten rund 12.000 österreichische Roma und Sinti auf dem Gebiet des heuti­gen Österreich, die Mehr­zahl davon, rund 9.000, im Burgenland. Dem Rassen­wahn und der Ver­folgungs­politik der National­sozialisten fielen 90 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Roma­bevöl­kerung zum Opfer. Read the rest of this entry »

Podijumakeri diskusijona: 25 berscha atentato

Februar 10th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
3.2.2020 | (on demand)

Le gondolipeske le atentatistar Erbate, upral i rat le 4. upro 5. fe­be­ristar 1995, mu­la­tin­tscha i Roma VHS andi ko­pera­ci­ja la „AK-Bü­che­rei“iha jek po­di­ju­ma­keri dis­ku­si­jona.

Podiumsdiskussion in Oberwart: (v.l.) Peter Sitar, Walter Reiss, Ludwig Horvath, Erich Schneller, Manuela Horvath (Foto: volksgruppen.orf.at)Angle 25 berscha ando 4to feberi 1995 o Erwin Horvath, o Karl Horvath, o Peter Sarközi taj o Josef Simon use jek poli­tischi taj rasis­tischi moti­virimo bom­bakero aunasta­ripe, kada on jek tab­lina le pisi­ni­peha „Roma pal andi Indija“ tel te lel kam­nahi, mur­darde ule. Oda atentato bar duk la flogos­kera grup­nake le Romen­dar pal mukla. Medi­ja­kere fatre­ter­tscha, save ojs erschti odoj sina, taj pedar oda keripe schaj phu­kade, sina o agune ORF-iske­re jour­nalis­tscha Walter Reiss taj Erich Schneller, sar o Peter Sitar, Erbakero re­dak­teur uso papru­schen­geri nevipe „Kurier“. On pal gon­do­linde khe­tan le Ludwig Horvathiha, savo andi Roma sid­lung dschil, usi podi­juma­keri disku­sijona, upro di le te­rorjistar, savo andi his­torija ande gelo.

Ando kesdipe o mediji jeka „Fehde“jatar phukavnahi taj na jeke rasis­tischi moti­virti aunas­tari­pestar upro Roma. Aja infor­macija upro arphenip­tscha le haren­dar anglo than odotar ar gelo. Nisaj rodipe ko taj sar oda schaj sina imar infor­macija ari dim uli, savo o rasis­mus upri flogos­keri grupn le Romen­dar papal sika­tscha. Paloda ertschi o tscha­pinipe le nevi­pen­dar ari dim ulo taj jek di paloda phendo ulo, hot jek atentato sina, taj upri flogos­keri grupn le Romen­dar gelo.

O Walter Reiss andar o ORF Burgenland ande oja cajt phukav­laihi taj pal­gon­do­linel upro erschti ori la bibas­tatar. Erich Schneller, mit­glid la Flogos­kera Utscha Isch­kolatar taj vodaschi le Romen­gere mici­ni­pestar, o erschti vakerip­tscha le reste dsche­neca la flogos­kera grup­naha kertscha. But lendar trauma­tisirim sina. O trauma, so o bibas­talipe andi NS-akeri cajt terdschiv­do ulo, igen hor beschto sina, taj i dar savi imar jefkar ter­dschivde papal dschiv­do ulo. Read the rest of this entry »

Erinnerung, Bewältigung, Veränderung

Februar 7th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
3.2.2020 | (on demand)

Anlässlich des Gedenkens an das Attentat in Oberwart, in der Nacht vom 4. auf den 5. Febru­ar 1995, ver­an­stal­tete die Roma-VHS in Ko­ope­ra­tion mit der AK-Bü­cherei eine Podiums­dis­kus­si­on in Ober­wart.

Podiumsdiskussion in Oberwart: (v.l.) Peter Sitar, Walter Reiss, Ludwig Horvath, Erich Schneller, Manuela Horvath (Foto: volksgruppen.orf.at)Vor 25 Jahren tötete eine Rohrbombe vier Roma: Josef Simon, Erwin Horvath, Karl Horvath und Peter Sarközi. Das rassis­tisch moti­vierte Attentat hin­ter­ließ tiefe Wunden bei den Volks­gruppen­ange­höri­gen und rückte diese zugleich in den Fokus der Öffent­lich­keit. Medien­vertreter, die damals zu den Ersten ge­hörten, die über die Gescheh­nisse in Oberwart berich­teten, waren die ehe­mali­gen ORF-Jour­nalisten Walter Reiss und Erich Schneller sowie Peter Sitar, selbst Oberwarter und damals Redakteur beim Kurier. Sie er­inner­ten sich bei der Podiums­diskus­sion gemein­sam mit Ludwig Horvath, der in der Roma-Siedlung lebt, an jenen Tag, der als Tag des Terrors in die Geschichte ein­ge­gangen ist.

Noch bevor man von einem rassistisch motivierten Akt ausging, berichte­ten einige Medien von einer Fehde zwischen den Ein­wohnern der Roma­siedlung. Diese Infor­mation ging auf Aus­sagen von Ermitt­lungs­beamten vor Ort zurück. Noch bevor man Klarheit hatte, ver­breitete sich diese Infor­mation, die den Rassismus gegen Roma, drei Jahre nach­dem diese als Volks­gruppe an­erkannt worden waren, deut­lich werden ließ. Erst dann folgte eine Nach­rich­ten­sperre, bis schließ­lich klar­gestellt wurde: Es war ein Attentat, ab­gezielt auf die Volks­gruppe der Roma.

Walter Reiss berichtete damals für den ORF und erinnert sich an diese ersten Stunden nach dem Grauen. Die Dis­tanz als Journalist zu wahren, war für ihn damals die größte Heraus­forde­rung. Erich Schneller, Vor­stands­mitglied der Roma-Volks­hoch­schule und jahre­langer Weg­begleiter der Roma­bewegung, führte die ersten Interviews mit Betrof­fenen aus der Volksgruppe. Viele be­fanden sich in einer Art Schock­zustand. Read the rest of this entry »

Das Polizeiprotokoll zum Roma-Attentat

Februar 4th, 2020  |  Published in Dokumente & Berichte, Geschichte & Gedenken

Trauer nach dem Vierfachmord in OberwartNach der Explosion der tödlichen Rohr­bombe in der Roma­siedlung Oberwart vor 25 Jahren ist erst ein­ein­halb Tage später in Rich­tung Terror­an­schlag er­mittelt wor­den. Bis dahin wur­den auch eine Fehde unter Roma, ein miss­lun­ge­ner Spreng­ver­such und eben ein Anschlag als Mög­lich­kei­ten in Be­tracht ge­zogen.

Dem ORF Burgenland liegt exklusiv das Protokoll jenes Be­amten vor, der den Einsatz in Oberwart im Febru­ar 1995 zu Beginn ge­leitet hatte. Zu­nächst wurde gegen die vier toten Männer er­mittelt. So wurde zum Beispiel auch ver­mutet, dass sie die Tafel mit der Auf­schrift „Roma zurück nach Indien“ – als das die Rohr­bombe ge­tarnt war – selbst spren­gen hatten wollen. Es gab Haus­durch­suchun­gen in der Roma-Siedlung. Erst ein­einhalb Tage später wurde eine SOKO-Ober­wart der Einsatz­gruppe zur Be­kämpfung des Terrorismus ein­gesetzt. Das brach­te den Behörden viel Kritik ein: Die Opfer seien zu Tätern ge­macht worden, lau­tete der Vor­wurf.

Lesen Sie bitte den vollständigen Artikel mit den Auszügen aus dem Polizei­pro­to­koll auf burgenland.orf.at.

Oberwart: „Mussten mit der Angst leben“

Februar 4th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

Vanessa Berger, Alysea Nardai und Manuela Horvath haben gemeinsam mit der Europäischen Mittelschule einen Film für die Gedenkfeier gedreht. (© Bild: Roland Pittner, Kurier.at)Der Oberwarter Bombenanschlag jährt sich heuer zum 25. Mal. Die Volks­grup­pe hat sich seit da­mals ver­än­dert, vie­les ist bes­ser ge­wor­den.

Roland Pittner, Kurier: „Wenn ich heute dort bei der Romasiedlung runter schaue, sehe ich noch den Gatsch, das Blut und die Haut­fetzen“, sagt Tina Nardai. Sie war elf Jahre alt, als eine Rohr­bombe vier Ober­warter Roma in der Nacht auf 5. Februar 1995 in den Tod riss. Josef Simon (40), Peter Sarközi (27), Karl Horvath (22) und Erwin Horvath (18) wur­den tödlich verletzt. Die Bilder haben sich in Nardais Kopf ge­brannt.

Und dieser Tag im Februar war ein Tag, der die Volksgruppe verändert hat. „Wir waren Kinder, es hat nie­mand mit uns darüber ge­redet. Es gab kein Krisen­inter­ven­tions­team, wir haben damit leben müs­sen und mit der Angst nach dem Anschlag“, sagt Nardai. Ihre Tochter Alysea ist heute so alt wie sie damals beim Attentat. Sie und ihre Schul­kol­le­gen be­reiten ge­mein­sam mit Manuela Horvath vom Roma­pastoral der Diözese Eisenstadt die Gedenk­feier vor. „Es war to­tales Chaos in der Sied­lung“, schil­dert Horvath. Sie war zehn Jahre alt, als ihr On­kel am 5. Februar 1995 in der Früh am Rande der Siedlung die vier Leichen ent­deckte.

Angst

An die Angst können sich noch alle erinnern, keiner wusste damals, wer für die Bombe ver­ant­wortlich war und ob es weitere Anschläge ge­ben würde. „Beim Be­gräbnis waren ver­mumm­te Polizisten mit Gewehren am Dach der katho­li­schen Kirche. In der Zeit danach durf­ten wir nicht mehr ohne Er­wach­sene draußen spielen“, er­innert sich Horvath. Das Ge­schehene ganz zu ver­arbeiten, sei un­möglich. „Es gehört zur jüngs­ten Zeit­geschichte, diese rassisti­schen Anschläge kann man nicht ein­fach streichen. Es war nicht nur die Rohr­bombe in Oberwart“, sagt Hor­vath. Ge­meinsam mit den Schülern hat sie die Biografien der Opfer er­forscht. Mit einem Film haben die Jugend­li­chen das Geschehene auf­ge­arbeitet. „Wir haben bei der Gedenk­stätte gefilmt und Inter­views mit Zeitzeugen des At­ten­tats ge­führt. Der ehe­malige Bischof Paul Iby schil­derte uns, wie er diesen Tag er­lebt hat“, sagt Alysea Nardai. Die Mädchen machen bei der Volks­gruppen­arbeit gerne mit.

Veränderung

Dass sie Roma sind, ist für die Jugendlichen ganz normal. „Ich stehe dazu“, sagt Alysea. Read the rest of this entry »

Radijo: Internacijonali di le gondolipestar

Januar 31st, 2020  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
20.1.2020 | (on demand)

O internacijonali di le gondolipestar upro opfertscha le holocaustistar | International Holocaust Remembrance Day, ando 27to jeneri ando bersch 2005 le khetane nacijonendar uso gondolipe upro holocaust taj uso berscheskero di le putrinipestar le logeristar Auschwitz-Birkenaus, kerdo ulo.

"Sie kamen nie wieder", Ceija Stojka (Foto: Horst Horvath)Ada bersch imar 75 berscha hi, kada o logeri Auschwitz putrim ulo. Jek prindschardi and tschapimi ando logeri Auschwitz sina i pisimaschkija taj kinstlerkija Ceija Stojka, savi angle 7 berscha ando 28to jeneri muli. Oj ando bersch 1943 pra dajaha taj pra phenjaha ando logeri Auschwitz-Birkenau ledschim uli. I Ceija use jek betschitiki Lovara familija kerinlahi taj oj andi sendung pre terdschijiptscha uso aunajipe ando logeri Auschwitz phukal. But, save Auschwitz ledschim ule oni upre pisinipe mindschart ando gas bitschade ule. Ando erschti deschberschengero pal o haburiskero kisetinipe, falati le and tschapime dschenendar bejg sina, vaschoda tschak scheciniptscha ar dim ule. Read the rest of this entry »

Roma sam: Holocaust Remembrance Day

Januar 31st, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
20.1.2020 | (on demand)

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (International Holocaust Remembrance Day) am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

"Sie kamen nie wieder", Ceija Stojka (Foto: Horst Horvath)Heuer jährte sich, am Montag, die Befreiung des KZ Auschwitz zum 75. Mal. Eine der bekanntesten Inhaftierten im Lager Auschwitz war die österreichische Schriftstellerin und Künstlerin Ceija Stojka, die vor sieben Jahren schicksalhaft am 28. Jänner verstarb. Sie wurde 1943 mit ihrer Mutter und Schwester in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Ceija gehörte zu einer Wiener Lovara-Familie und erzählt in der Sendung ihre Eindrücke bei der Ankunft im Lager Auschwitz. Die meisten nach Auschwitz Deportierten wurden ohne Registrierung unmittelbar von der Rampe ins Gas geschickt. In den ersten Jahrzehnten nach Kriegsende waren Teile der Häftlingsunterlagen verschollen, es konnten daher vielfach nur Schätzungen publiziert werden. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (268)

Januar 30th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

1930 bis 1938 bestand im süd­bur­gen­län­di­schen Stegers­bach eine ein­klas­si­ge Apart­heids­schu­le nur für Ro­ma­kin­der („Zi­geu­ner­schu­le“).

(Quelle)

Requiem für Auschwitz im Berliner Dom

Januar 29th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-und-Sinti-Philharmoniker (Foto: Benjamin Renter/Zenralrat)Requiem für Auschwitz – Konzert zum Ge­den­ken an die Opfer des NS-Ver­nich­tungs­la­gers Auschwitz-Bir­kenau an­läss­lich des 75. Jah­res­tages der Be­freiung

Am Vorabend des Internationalen Holocaust-Ge­denk­tages führ­ten die Ro­ma-und-Sin­ti-Phil­har­mo­ni­ker ge­mein­sam mit dem Syna­gogal En­semble Berlin am 26. Ja­nuar 2020 das „Re­quiem für Auschwitz“ von Roger Moreno-Rathgeb im Ber­li­ner Dom auf. Zum ers­ten Mal traten dabei die Phil­har­moni­ker mit dem Ber­li­ner En­semble auf. Ge­mein­sam mu­si­zie­ren sie zur Wür­di­gung der Opfer und Über­leben­den sowie zum Ge­denken an den 75. Jahres­tag der Befreiung des Ver­nich­tungs­lagers Ausch­witz-Bir­kenau.

In seiner Rede betonte Romani Rose die Bedeutung eines leben­digen Geden­kens und rief auf zu einem ge­mein­sa­men Kampf für unsere demo­krati­sche Werte­ge­mein­schaft: „Der Name ‚Auschwitz‘ steht als Symbol für den Holocaust an den Sinti und Roma, in dem 500.000 Men­schen den Tod fan­den, für 6 Millio­nen ermor­dete Juden und für alle ande­ren Men­schen, die unter dem national­sozia­lis­ti­schen Terror ge­litten haben oder durch ihn um­kamen. Erinnern an die Opfer der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Mensch­heits­ver­brechen be­deutet immer auch ge­lebte Ver­ant­wortung für die Gegen­wart und für unser Gemein­wesen. Dabei darf Erinnern nicht zu einem lee­ren Ritual er­starren. Es muss ein leben­diges Gedenken sein – so wie diese Auf­führung, bei der die Mu­sikerin­nen und Musiker der Ro­ma-und-Sin­ti-Phil­har­moni­ker und des Syna­go­gal En­sembles Berlin ge­mein­sam aller Opfer des Holocaust ge­denken. […] Wir haben allen Grund stolz zu sein auf die Errun­gen­schaften unse­rer Demokratie, die unse­re Freiheit, und unse­ren Wohlstand ga­ran­tiert, die aber nur be­stehen kann, wenn die Ver­ant­wortung für das Gemein­wesen nicht durch ego­isti­sche Einzel­interes­sen aus­gehöhlt wird. Der Kampf gegen Antiziganismus, Anti­semi­tismus und jede Form von grup­pen­bezo­ge­ner Men­schen­feind­lich­keit ist eine gesamt­gesell­schaft­li­che Ver­pflich­tung. Read the rest of this entry »

Palal phutschlo: 25 berscha pal o atentato

Januar 28th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Emmerich Gärtner-HorvathPalal phutschlo: La historija but perspektivtscha hi

25 berscha pal o Erbakero aten­tato: O Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath, angle­be­scha­schi le flogos­kere grup­nakere baj­ro­tistar le Ro­men­dar taj schero le fa­raj­nistar Roma-Service, duach o artschi­jipe ando Kher la histo­ri­jatar Austrija vo­dinel.

Keden, 28to jeneri 2020, 16.30 orenge
Kher la historijatar Austrija
Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Betschi

Kada ando 4to feberi 1995 ando burgenlanditiko foro Erba schtar Roma murdarde ule, i republika telal bari dar terdscho­lahi: O dschi adi lek bare­der poli­tischi aten­tato sajt 1945 le austri­tike Romen taj Rom­nijen ando pra­dipe antscha – taj o murda­ripes­kero keripe le rasis­musistar gejng o Romnija taj Roma upre sikatscha. O Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath phukal, sar le o bibas­talo terdschi­jipe le ber­schestar 1995 pre­gintscha – ov ande oja cajt andi Erba o schero le erschti Romen­ge­re-fa­raj­nistar sina. Read the rest of this entry »

Nachgefragt: 25 Jahre nach Oberwart

Januar 27th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Emmerich Gärtner-HorvathNachgefragt – Geschichte hat viele Perspektiven

25 Jahre nach dem Attentat von Oberwart: Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volks­gruppen­beirats der Roma und Ob­mann des Vereins Roma-Ser­vice, führt durch die Aus­stel­lung im Haus der Geschichte Öster­reich.

Dienstag, 28. Jänner 2020, 16.30 Uhr
Haus der Geschichte Österreich
Neue Burg, Heldenplatz, Wien

Als am 4. Februar 1995 im burgenländischen Oberwart vier Roma getötet wur­den, stand die Republik unter Schock: Das bis heute größ­te poli­ti­sche Attentat seit 1945 brach­te die öster­rei­chi­schen Roma und Romnija in die Schlag­zeilen – und machte auf das mör­deri­sche Aus­maß von Rassismus ge­gen Rom­nija und Roma auf­merk­sam. Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath er­zählt, wie sehr ihn der ge­walt­same Ein­schnitt des Jahres 1995 ge­prägt hat – er war zu dieser Zeit in Ober­wart Ob­mann des ersten Ro­ma-Vereins. 25 Jahre nach dem Atten­tat blickt er aber auch zurück, wie sich das ge­wachsene poli­ti­sche Be­wusst­sein aus­gewirkt hat, und berich­tet über erfolg­reiche Pro­jekte von Arbeits­markt­maß­nah­men bis hin zum Ein­satz für den Erhalt der Sprache Burgen­land-Ro­man.

In der Reihe „Nachgefragt“ führen spannende Persönlichkeiten durch die Ausstellung – und brin­gen so ihren Blick­win­kel auf die letz­ten 100 Jahre öster­rei­chi­scher Ge­schichte ein.

→Haus der Geschichte Österreich

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Facts & Figures (266)

Januar 26th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Im Zweiten Weltkrieg bil­de­te sich Mit­te 1942 in Kro­a­ti­en bei Da­ru­var eine ers­te Ro­ma-Par­ti­sa­nen­ein­heit.

(Quelle/PDF)