Nachgefragt: 25 Jahre nach Oberwart
Januar 27th, 2020 | Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Nachgefragt – Geschichte hat viele Perspektiven
25 Jahre nach dem Attentat von Oberwart: Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma und Obmann des Vereins Roma-Service, führt durch die Ausstellung im Haus der Geschichte Österreich.
Dienstag, 28. Jänner 2020, 16.30 Uhr
Haus der Geschichte Österreich
Neue Burg, Heldenplatz, Wien
Als am 4. Februar 1995 im burgenländischen Oberwart vier Roma getötet wurden, stand die Republik unter Schock: Das bis heute größte politische Attentat seit 1945 brachte die österreichischen Roma und Romnija in die Schlagzeilen – und machte auf das mörderische Ausmaß von Rassismus gegen Romnija und Roma aufmerksam. Emmerich Gärtner-Horvath erzählt, wie sehr ihn der gewaltsame Einschnitt des Jahres 1995 geprägt hat – er war zu dieser Zeit in Oberwart Obmann des ersten Roma-Vereins. 25 Jahre nach dem Attentat blickt er aber auch zurück, wie sich das gewachsene politische Bewusstsein ausgewirkt hat, und berichtet über erfolgreiche Projekte von Arbeitsmarktmaßnahmen bis hin zum Einsatz für den Erhalt der Sprache Burgenland-Roman.
In der Reihe „Nachgefragt“ führen spannende Persönlichkeiten durch die Ausstellung – und bringen so ihren Blickwinkel auf die letzten 100 Jahre österreichischer Geschichte ein.
→Haus der Geschichte Österreich
Dauer: ca. eine Stunde. Führungspauschale: € 4 / erm.: € 3 pro Person zzgl. Eintritt; Tickets an der Museumskassa. →zur Anmeldung
(Text: www.hdgoe.at/volksgruppen.orf.at)