Geschichte & Gedenken

Maxglan: Stadt Salzburg übernimmt Mahnmal

Dezember 5th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken

Schenkung des Mahnmals an die Stadt Salzburg. Im Bild v. li: Christian Klippl (Obmann Kulturverein österreichischer Roma), Stadträtin Martina Berthold, Ludwig Csépai (Archivar Kulturverein österreichischer Roma), Alf Altendorf (Geschäftsführer Radiofabrik), Andreas Sarközi (Geschäftsführer Kulturverein österreichischer Roma) [© Stadt Salzburg/Susi Berger]Schenkung der Radiofabrik an die Stadt erfolgte am 8. Oktober. Bau­stadt­rä­tin Mar­ti­na Berthold dankt der Ra­dio­fabrik für En­gage­ment ge­gen das Ver­gessen

Der Schwarzgrabenweg an der Glan in Salzburg-Maxglan (bzw. im Leopolds­kro­ner Moos) ist ein idyl­li­scher Natur­raum. Was vielen Salz­bur­ger/in­nen nicht be­kannt ist: Wäh­rend der NS-Zeit befand sich hier das so­genannte „Zigeuner­anhalte­lager“ Salz­burg-Max­glan. Hun­derte Roma und Sinti waren hier ein­ge­sperrt und wurden zur Zwangs­arbeit ge­zwungen. Die mei­sten von ihnen wurden in Kon­zentra­tions­lagern er­mordet. 2009 hat die Radiofabrik (Anm.: das Salzburger Freie Radio) im Rah­men des Pro­jekts „Niemals vergessen“ vom Salz­bur­ger Bildhauer Zoltan Pap dort ein Mahnmal er­richten las­sen. Im Bei­sein von Ver­tretern des Kultur­vereins öster­rei­chi­scher Roma wurde es am 8. Oktober of­fiziell in die Obhut der Stadt über­geben. (Anm.: Im Februar 2020 wurde die Metall­skulptur von Un­bekann­ten be­schädigt.)

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Lackenbach: Gondolipeskero mulatintschago

November 16th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 16.11.2021 | 9.34 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Gedenken an NS-Opfer der Roma und Sinti im Burgenland

Ande Lackenbach suboton le Romenge taj Sintijen­ge anglo gondo­li­pes­kero than gondolim ulo. Odotar esertscha Roma taj Sinti ando minden­felitike logertscha ledschim taj murdarde ule. Ando bi­schutrito no­vem­beri de­schuenja schtar­var­deschto bersch ande jek aguni gadschen­geri vora o „Zigeuner­lager Lackenbach“ kerdo ulo. O ande­tscha­pime Roma taj Sinti ande schtali dschiv­nahi taj mujsini­peskeri buti iste kernahi. Le schtar eseri ande tscha­pime Romendar taj Sinti­jendar ando logeri Lackenbach ando terno dschend de­schuenja taj schtarvar desch taj jekto bersch, duj eseri ando gheto Lodz ledschim taj mur­darde ule. Valami trin vaj schtar schel dschene o logeri ande Lacken­bach prik dschivde. Buteder sar 100 khero­dasch­tscha andar i politik, khan­geri, Roma taj opferis­kere orga­ni­saciji le Romenge taj Sintijenge gondolinde. Imar tradicija hi, kaj ischko­lasch­tscha taj isch­kolasch­kij andar o gimnasijum Uprutni Puja uso gon­dolipes­kero mula­tin­tschago anglo gondoli­peskero than le Romenge taj Sinti­jenge ande Lackenbach, savi sako bersch ando novem­beri telikerdi ol, use hi. Te ada bersch o isch­kolasch­tscha taj isch­kolasch­kiji jek barikano vodschi­kano vakeripe likerde. Le khero­da­schenge akan anglo gondo­li­peskero than jek duj­tschib­tschen­geri tablina Romanes taj nimtschke QR-Codiha kerdo ulo, kaj pedar i historija andar o logeri Lackenbach infor­ma­cija te usch­tiden.

Vertreter der Politik, der Kirche und des Kulturvereins Öster­reichi­scher Roma haben am 13. Novem­ber 2021 in Lackenbach gemein­sam mit Über­lebenden und An­gehö­rigen der Roma- und Sinti-Opfer des National­sozialis­mus gedacht. Bei der Gedenk­ver­anstaltung, an der als Ver­treter der burgen­ländischen Landes­regierung LR Heinrich Dorner auch Bundes­ministerin Alma Zadić, Land­tags­prä­siden­tin Verena Dunst und der Lacken­bacher Vize­bürger­meister Norbert Cserinko teil­nahmen, wurde eine neue Tafel mit den wich­tigsten Informa­tionen zum Anhalte­lager in Lacken­bach enthüllt. Read the rest of this entry »

Zadić bei Gedenken in Lackenbach

November 14th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken

Mahnmal in LackenbachJustizministerin Zadić gedenkt der vom Nazi-Re­gime ver­folg­ten Roma und Sinti: „Alles beginnt mit der Hassrede. Sie de­fi­niert künf­ti­ge Opfer.“

Am Samstag, den 13.11.2021, nahm Justizministerin Alma Zadić an einem Gedenk­akt vor dem Mahn­mal für die im bur­gen­län­di­sche Lackenbach in­ter­nier­ten An­ge­höri­gen der Roma und Sinti teil. In ihren Er­öffnungs­worten be­dankte sich Bundes­minis­terin Alma Zadić für die Or­gani­sa­tion dieser wich­tigen Ver­an­stal­tung. „Wir gedenken heute der dun­kelsten Jahre in der Geschichte unseres Landes. Unter der Herr­schaft der National­sozialisten sind Men­schen auf­grund ihrer ethnischen Her­kunft, ihrer poli­tischen Über­zeugun­gen oder ihrer sexuellen Orien­tierung verfolgt und er­mordet worden“, sagt Justiz­minis­te­rin Zadić in ihrer Rede in Lacken­bach. Die Ver­ant­wortung der Nach­gebore­nen sei es aus der Geschichte zu lernen.

Eine wesentliche Gruppe unter den Opfern dieses Regimes waren Roma und Sinti. Lacken­bach war für viele von ihnen die letzte Station, bevor sie in Ver­nichtungs­lager ver­schleppt und ermordet wurden. In Lackenbach sind tau­sende Men­schen vor ihrer Depor­tation in das Ghetto Lodz oder nach Auschwitz in­haftiert ge­wesen. Nur wenige über­lebten die Lager bis zur Befreiung durch die sowjeti­schen Truppen. „Es ist be­schä­mend und er­schütternd, was hier während der Zeit des National­sozialismus pas­sierte“ sagt Justiz­ministerin Zadić an­lässlich der Gedenk­ver­anstal­tung in Lackenbach. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (397)

Oktober 28th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

Bis heute er­wäh­nen nicht alle deut­schen Schul­bü­cher, die den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus be­handeln, die NS-Ver­fol­gung von Ro­ma und Sin­ti.

(Quelle)

Jomakero rodipe ande Auschwitz-Birkenau

Oktober 26th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 25.10.2021 | 8.19 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

Johann Trattner: Spurensuche in Auschwitz-Birkenau

Johann Baranyai jomakero rodipe ande Auschwitz-Bir­kenau Betschiste de­schu­duj orenge o dschene, sar dschi­dov­tscha, Roma taj but­jaschtscha andar o nacijo­nal­fonds, save Auschwitz uso pra­dipe le blokistar de­schuefta akarde ule, pumen reste taj busiha upro drom pumen kerde. O cile dschene, save pumen upro drom Ausch­witzate kerde, jek bara dukaha ham te jek gondoha valaso te schunel taj valsao pedar i ajgeni familija te phukal so lenge adaj upre ada than kerdo ulo, jek aun­pasch­laripe sina. Na ar te gon­dolinel sina, so adaj sa upre ada than kerdo ulo taj soske? O pharo drom uso block deschutrin, kaj o art­schijipe ande Auschwitz le Ro­mendar hi, le Johann Baran­yaiske, sar lo agun butscho­lahi akan Trattner leskero fami­li­jakero anav hi, na loke sina. Kipi le Romendar, le fami­lijen­dar, muschi­ka­scherndar taj le tscha­vendar andar minden­felitike vilagi, kaj Roma anglo haburi dschiv­nahi ando block deschutrin butvar te dikel hi. So adaj le manu­schenca sa kerdo ulo taj saj idijo­logija adaj palal terdschini schoha te hajol ovla. Ando artschi­jipe ando block deschutrin te o anava le dsche­nendar, save ande Ausch­witz-Bir­kenau ledschim ule upre jek tab­lina hi. O Hansi, sar ov le Romen­dar ando Burgenland akar­do ol mindschart te rodel kes­dintscha le anevstar Baranyai. Upre jek kipo le artschi­ji­pestar o Johann Baranyai pra muam prin­dschartscha, savi ande Auschwitz Birkenau ledschim uli.

O Erich Finsches, dschido ando porintschago le Jo­hann Baran­yaiha phukal pedar pri terdschi­vi­pes­keri historija. O barakn, kaj o dschene iste sov­nahi, vaj upri khulali kaj iste dscha­nahi sikan saj sako­di­ves­kero bibastalo dschivipe le manu­schen odoj sina. Read the rest of this entry »

Nevo gondlipeskero artschijipe Auschwitzate

Oktober 12th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 8.10.2021 | 7.13 min | Redaktion: Adolf Gussak | Kamera/Schnitt: Elias Gärtner-Horvath

O pal gondolipe le opferendar schoha pobis­terdo tromdo te ol, ada iste amaro upre dipe hi, phentscha o bun­da­kero presi­dento Alexander Van der Bellen uso pra­dipe le neve austri­tike thanes­kere artschi­ji­pestar ando aguno logeri taj akan o musejum Auschwitz-Bir­kenau. O akaripe le angle­besch­tostar le kura­to­ri­jumistar le naci­jo­nal­fondsis­tar, naci­jonal­pre­siden­tostar Wolfgang Sobota sina. Politi­ker­tscha taj reste dschene pu­maro alav odoj asdine. O artschi­jipe ando block de­schuofto ande Auschwitz-Bir­kenau le khe­ro­da­schen­ge akan prado hi odoj schaj sako pedar i bibas­tali khetan his­torija la Austrijar, save le cilen pre­ginel valaso siklim schaj ol, kaj asaj bibas­tali historija scho­ha buter te al.

Eröffnung der neuen österreichischen Länder­aus­stel­lung in Auschwitz

Die Erinnerung an die Opfer zu bewahren sei „unser Wille und unse­re Ver­pflich­tung“. Das sagte Bun­des­prä­si­dent Alexander Van der Bellen am Montag, den 6.10.2021, zur Er­öffnung der neuen öster­rei­chi­schen Länder­aus­stellung im ehemaligen NS-Kon­zentra­tions­lager und nun­meh­ri­gen Museum Auschwitz-Bir­kenau. Die Gedenk­feier fand auf Ein­ladung des Vor­sitzen­den des Kurato­riums des National­fonds, Natio­nal­rats­präsident Wolfgang Sobotka, und des Direk­tors des Staat­lichen Museums Auschwitz-Bir­kenau, Piotr M. A. Cywinski, statt. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (394)

Oktober 3rd, 2021  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Musik

Bei einem Groß­kon­zert ungar. Roma-Mu­si­ker im Bu­da­pes­ter Volks­the­a­ter tra­ten 1908 ne­ben Star­gei­gern ca. 40 Bands bzw. 500 Mu­si­ker auf.

(Quelle)

Roma sam: Gondolipeskero bar Schtegate

September 25th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
20.9.2021 | (on demand)

Segnungsfeier in Stegersbach (Foto: Landesmedienservice Burgenland/Fenz)Ande amari adiveseskeri sendung phukavas pedar o sentelinipe le gondolipeskere barestar Schtegate le ledschime taj murdarde Romnijenge taj Romenge maschkar o dujto themeskero haburi. O upro dromeskero keresto Berggasse/Hinterforst upre terdschardo gondolipeskero bar, upre lende taj upre lengere terdschijiptscha pal te gondolinel.

But manuscha ando 10to septemberi andi Berg­gasse/Hin­ter­forst talalinde pumen, upro opfertscha adala bibas­tala cajtatar te gondo­linel. Upre oda than, kaj dschi ando 1960te berscha i lek bareder Romen­ge­ri-sid­lung Schtegatar terdscho­lahi – ando „Romano jarko“. Ande jek khetani mischa o raschaj Gerhard Harkam, o nevo raschaj la foros­kera ge­majndatar Schtega, Thorsten Craich taj o Romen­ge­ro-sel­sorgeri Matthias Platzer o sente­linipe le gondo­lipes­kere baristar kerde. O keripe le gondo­li­peskere baristar upro aun­de­finipe la Romen­gera-pas­to­ralatar la diö­cesejatar Tikni Martona taj le faraja­nistar Roma-Service pal dschal. Kerdo ulo o gondo­lipes­kero bar le baren­ge­rostar Alexander Fikisz Schte­gatar.

Jeke feder khetanipeske maschkar o Roma taj o avre

O anglebeschaschi le flogoskere grupnakere bajrotistar le Romen­dar, Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath citiri­nel andar i kenva „Amari Historija“ (Roma-Ser­vice), le Franz Schmaldienst andar Bocksdorf. I Manuela Horvath, schero la Romen­gera-pas­to­ralatar la diö­ce­sejatar Tikni Martona, o bari­kanipe le histo­ri­jakere upre butscha­li­ni­pestar jeke feder kheta­nipeske masch­kar i flo­goskeri grupn taj o avre, angle asdel. O thanes­kero rot Leonhard Schneemann phenel, hot ando Burgenland meg buteder gondo­li­peskere thana le opferenge le NS-re­schi­mistar iste kerde on, mint odoj, kaj lo pekamlo hi, iste pe la histo­rija­ke terdschardo ol. Read the rest of this entry »

Roma-Gedenkstein in Stegersbach

September 21st, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Religion, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
20.9.2021 | (on demand)

Segnungsfeier in Stegersbach (Foto: Landesmedienservice Burgenland/Fenz)In unserer heutigen Sendung berich­ten wir von der Segnung des Gedenk­steines in Stegersbach (Süd­burgen­land) für die depor­tierten und ermordeten Romnja und Roma während des Zweiten Welt­krieges. Das an der Kreu­zung Berg­gas­se/Hinter­forst auf­gestell­te Denkmal soll an sie und ihr Schicksal er­innern.

Zahlreicheiche Menschen fanden sich am 10. Septem­ber in der Berg­gas­se/Hin­ter­forst ein, um an die Opfer dieser grau­samen Zeit zu gedenken. An jenem Ort, wo bis in die 1960er Jahre die größte Stegers­ba­cher Roma-Sied­lung stand – im so ge­nann­ten „Zigeunergraben“. In einer öku­meni­schen Feier nahmen Pfarrer Gerhard Harkam, der neue Pfarrer der Markt­gemein­de Stegers­bach Thorsten Craich sowie der Roma-Seel­sorger Matthias Platzer die Segnung des Gedenk­steines vor. Die Errich­tung des Gedenksteines geht auf eine An­regung der Roma-Pastoral der Diö­zese Eisenstadt und des Vereins Roma-Service zu­rück. An­ge­fertigt wurde das Denk­mal vom Stegers­ba­cher Stein­metz Alexander Fikisz.

Für ein besseres Miteinander

Der Vorsitzende des Volksgruppenbeirates der Roma, Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath, zitiert aus dem Buch „Amari Historija“ (hrsg. vom Verein Roma-Ser­vice) den Bocksdorfer Zeit­zeugen Franz Schmaldienst. Manuela Horvath, Leiterin der Roma­pastoral der Diö­zese Eisen­stadt, unter­streicht die Wichtig­keit der Auf­arbeitung der Geschichte für ein bes­seres Mit­einander der Volks­gruppe und der Mehr­heits­bevöl­kerung. Landes­rat Leonhard Schneemann be­tont, dass im Burgenland noch meh­rere Gedenk­stätten für die Opfer des NS-Re­gimes folgen sollen, denn dort, wo es nötig ist, soll man sich der Geschichte stellen.

Etwa 200 Romnja und Roma lebten vor der Vernichtung durch die Natio­nal­sozialis­ten in Stegersbach. Nur wenige Roma kehr­ten zurück. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (392)

September 15th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

1951 wurde mit Un­ter­stüt­zung der Be­hör­den in Wałbrzych in Schle­sien die ers­te Ro­ma-Or­ga­ni­sa­tion Polens (Komitet Cygański) ge­grün­det.

(Quelle)

Recensijona: Bar oni anav

September 13th, 2021  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)

How I Became a Partisan: Die slowakische Regisseurin Vera Lacková auf Spurensuche im Wald, wo die Familie ihrers Urgroßvaters von deutschen Soldaten ermordet wurde (Foto: Media Voice)  La Vera Lackovákero jomakero rodipe „Sar me par­ti­san­kija ujom“


Ande lakero erschti dugo film i slova­kitiki Romni Vera Lacková jeka kora flatscka­ke ando nacijo­nali histo­ri­ja­kero kipo use pe iri­nel: uso vi­der­schtaund le Romen­dar ando dujto themes­kero haburi.

Ando kisetinipe le augustistar 1944 slovakitike partisantscha gejng o NS-be­schasch­tscha taj o faschis­tischi mari­jo­ne­ten­gero reschim pumen terdschar­de. O slova­kitiko nacijo­nakero upre terdscho­­jipe paloda uso keripes­kero mitos le khetani­pestar palo hauburi ulo – o falato, savo te Roma khelnahi, ham pedar desch­ber­­schen­gere na phukade: Le vider­schtaun­dis­kere dsche­nenge andar o tschu­lipe ando nacijonali histori­jakero kipo nana than. Kolektivi palgon­dolipe butschol mindig te jek selek­tivi pobiste­ripe. Mindig te na akarde del, saven­gero gondolipe asaj dur andar o pradipe ari dschumim ol, dschimeg o lejcti palgon­dolipe tschak pal use tscha­pinde vudara, andi briga lengere famili­jendar, bajder dschil.

O papuskero dad
Adale historischi koripeha na kamla pe i slovakitiki filmiskeri kerasch­kija Vera Lacková tel te lakel taj pro­balinel, i his­torija le Romen­ge­re-par­tisa­nendar, sar oj le phenel: „pal ando khe­tanipe“ te hulinel. Ande lakero doku­men­taci­jakero film „Sar me partisankija ujom“/„Wie ich Partisanin wurde“ (→Trailer) phukal oj pedar o terdschi­jipe lakere ajgeni papus­kere dadestar, Ján Lacko, savo pe 1944 ojs Rom le upre terdscho­ji­peske aun phandla taj pra cila familija use jek hosini­pes­keri akcijona le nimtschke bescha­schen­dar na­schatscha. Read the rest of this entry »

Unterwegs zum Genozid, 5.9.1938

September 9th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken

Im September vor 83 Jahren: „Burgenland bekämpft Zigeunerplage“. De­huma­ni­sie­rung, Zwangsarbeit, Berufs- und Schulverbot. Von dieser rassistischen Hetze war es nur mehr ein kleiner Schritt zum Völkermord. [Via Christian Cargnelli]

Aus: Neueste Zeitung. Das Innsbrucker Abendblatt, 5.9.1938, Nr. 200, S. 4. [ANNO]

Neueste Zeitung (Innsbruck), 5.9.1938

Siehe auch:
Unterwegs zum Genozid: Gestern vor 82 Jahren, 21.7.2021
Illustrierte Wochenpost, 3. März 1939, 11.3.2019

Rezension: Stein ohne Namen

September 6th, 2021  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)

How I Became a Partisan: Die slowakische Regisseurin Vera Lacková auf Spurensuche im Wald, wo die Familie ihrers Urgroßvaters von deutschen Soldaten ermordet wurde (Foto: Media Voice)  Vera Lackovás Spurensuche „Wie ich Partisanin wurde“


In ihrem Langfilmdebüt wendet sich die slo­wa­ki­sche Rom­ni Vera Lacková einem blin­den Fleck im na­tio­na­len Ge­schichts­bild zu: dem Wi­der­stand der Ro­ma im Zwei­ten Welt­krieg.

Ende August 1944 erhoben sich slowa­kische Par­ti­sanen gegen die NS-Be­satzer und das faschis­tische Mario­net­ten­re­gime. Der Slowa­ki­sche National­aufstand wurde später zum Gründungs­mythos der Nach­kriegs­gesell­schaft – den Anteil, den auch Roma dabei spiel­ten, hat man jedoch über Jahr­zehnte tot­ge­schwie­gen: Für Widerstands­helden aus der Min­der­­heit war im nationa­len Geschichts­bild kein Platz. Kollekti­ves Erinnern bedeu­tet schließ­lich immer auch selekti­ves Ver­gessen. Denn immer gibt es auch Ver­schwie­gene, deren An­denken so lange aus der Öffent­lich­keit gedrängt wird, bis die letzte Erinnerung an sie nur noch hinter ver­schlos­senen Türen, in der Trauer ihrer Familien, wei­ter­lebt.

Urgroßvater
Mit diesen historischen Blindstellen will sich die slowakische Filmemacherin Vera Lacková nicht ab­finden und versucht, die Ge­schichte der Roma-Par­ti­sanen, wie sie es for­muliert: „zurück in die Gesell­schaft“ zu holen. In ihrem Doku­mentar­­film „Wie ich Partisanin wurde“ (→Trailer) erzählt sie in erster Linie vom Schicksal ihres eige­nen Urgroß­vaters, Ján Lacko, der sich 1944 als Rom dem bewaff­neten Aufstand an­schloss und seine gesam­te Familie bei einer Vergeltungs­aktion der deutschen Besatzer verlor. Read the rest of this entry »

How I Became a Partisan (Trailer)

September 4th, 2021  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

How I Became a Partisan / Ako som sa stala partizánkou
Dokumentarfilm von Vera Lacková, SK/CZ 2020, 85 Min.

Eine ausführliche Besprechung des sehenswer­ten Films (und was er mit ak­tuel­len Ent­wick­lun­gen in­ner­halb der inter­na­tio­na­len Bür­ger­rechts­bewe­gung der Roma zu tun hat) fin­den Sie in der neuen Aus­gabe unse­res Ma­ga­zins dROMa.

Virtuelle Gedenkveranstaltung zum 2. August

August 2nd, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Veranstaltungen & Ausstellungen

Virtuelle Gedenlveranstaltung 2021 (Bild: Zentralrat)Virtuelles Gedenken zum Euro­pä­i­schen Holo­caust-Ge­denk­tag für Sin­ti und Ro­ma am 2. Au­gust: 2.8.2021, 12:00 – 13:30 Uhr

Am 2. August erinnern wir an die letzten 4.300 Sinti und Roma, die im Kon­zentra­tions- und Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau vor 77 Jahren – trotz ihres er­bitterten Wider­stands – von der SS er­mordet wurden. Erst vor sechs Jahren wurde der 2. August vom Euro­päischen Par­lament als Euro­päischer Holo­caust-Ge­denk­tag für Sinti und Roma an­er­kannt.

Auch in diesem Jahr ist eine virtuelle Gedenkveranstaltung für die 500.000 ermor­deten Sinti und Roma im NS-be­setzten Europa Mittel­punkt des Gedenk­ver­anstal­tung am 2. August 2021. Die zwei­sprachige (DE/EN) Ver­anstal­tung wird über die Website https://www.roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu/ zu­sammen mit einem breiten Infor­ma­tions­ange­bot (DE/EN/PL/Ro­ma­nes) zum Thema ver­fügbar sein. Durch das virtu­elle Ge­denken wird darüber hinaus eine hohe Sicht­barkeit der lokalen Gedenk­ver­anstal­tun­gen in ganz Europa er­möglicht. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, hebt die Be­deu­tung des Ge­den­kens her­vor:

Auschwitz ist das Gewissen, das an uns alle appelliert, unsere Stimme gegen den heute wieder um sich grei­fenden, mör­deri­schen Rassismus mit seinen zahl­reichen Toten zu er­heben. Es muss uns mit großer Sorge er­füllen, wenn wir auf den der­zei­tigen Zustand der Europäi­schen Union blicken. Read the rest of this entry »

Grüne für zentrales Roma-Mahnmal in Wien

August 1st, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Roma-Gedenken: Österreichs wichtigster Gedenkort liegt nicht zentral und allgemein sichtbar in der Hauptstadt, sondern in der Peripherie - die Gedenkstätte Lackenbach im Mittelburgenland (Foto: E. Gärtner-Horvath)Internationaler Tag des Gedenkens an den Ge­no­zid an den Ro­ma und Sin­ti am 2. Au­gust: Voglau­er und Blim­lin­ger (Grüne) for­dern zentra­les Mahn­mal für die er­mor­de­ten Ro­ma und Sin­ti in Wien

Während des Holocaust wurden rund 500.000 Roma und Sinti [...] er­mordet, darun­ter rund 10.000 aus Österreich. Roma und Sinti wurden in der Zeit des Natio­nal­sozia­lis­mus als „Zigeuner“ bzw. als „Asoziale“ ver­folgt und sys­tema­tisch er­mordet. Vor 1938 lebten rund 11.000 bis 12.000 Roma und Sinti in Öster­reich, die meis­ten da­von im Burgenland. „Bis heute gibt es in Öster­reich kein zentra­les Mahnmal für Roma und Sinti, wie es das für andere Opfer­grup­pen be­reits gibt. Es ist drin­gend not­wendig, hier end­lich tätig zu wer­den und in Wien ein Mahn­mal zu er­richten, um ein gesamt­öster­rei­chi­sches Ge­denken zu er­mög­lichen. Ge­mein­sam mit Ver­tre­ter*in­nen der Volks­gruppe werden wir hier in den nächs­ten Mo­naten auf die Suche nach einem ge­eig­ne­ten und vor al­lem auch würdigen Platz gehen“, sagt die Volks­gruppen­spreche­rin der Grünen, Olga Voglauer.

Roma und Sinti, aber auch Jenische, waren in Öster­reich bereits vor 1938 mas­siver Dis­krimi­nierung aus­ge­setzt. Die öster­rei­chi­schen Behörden er­fassten auf rassis­tischer Basis Roma und Sinti in einer Kartei, der so ge­nannten „Zigeuner­kartei“, die dann die Grund­lage der Ver­folgung und der Ver­nichtung der Roma und Sinti war. Um den „Porajmos“, was „Ver­schlin­gung“ oder „Zer­störung“ auf Romani be­deutet, stärker ins Be­wusst­sein der Bevöl­ke­rung zu rücken, sind Auf­klärung, aber auch Zeichen im öf­fent­li­chen Raum not­wendig. Read the rest of this entry »

Unterwegs zum Genozid: Gestern vor 82 Jahren

Juli 31st, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken

Gestern vor 82 Jahren. Von diesen rassis­ti­schen Zwangs­maß­nah­men war es nur mehr ein ganz klei­ner Schritt zum Holocaust. [Von Christian Cargnelli]

Aus: Steirische Grenzwacht. Wochenblatt für die Gerichtsbezirke Leibnitz, Radkersburg, Mureck, Wildon, Arnfels, 30.7.1939, Nr. 31, S. 2 [ANNO]:

Auf dem Weg zum Holocaust: "Lästige Nomaden", Steirische Grenzwacht, 30.7.1939

Anm. d. Red.: Schon 1938 waren 232 öster­rei­chi­sche Roma und Sinti in­haftiert und in Kon­zentra­tions­lager eingewiesen worden. Ein Jahr später ver­fügte das Reichs­kriminal­polizei­amt die Depor­ta­tion von wei­te­ren 3.000 arbeits­fähi­gen Män­nern und Frauen. Ab 1939 wur­den in Österreich eige­ne „Zigeuner­lager“ ein­ge­rich­tet (unter anderem 1940 in Lackenbach). Read the rest of this entry »

„Gedenk-Walk“ zum 2. August

Juli 30th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

„Instawalk am 2. August auf den Spuren der NS-Vernichtung: Volks­hilfe ruft am Roma-Ge­denk­tag zu ös­ter­reich­wei­tem „Ge­denk-Walk“ auf, um sich auf die Spu­ren von Ro­ma/Rom­nja und Sin­ti/Sin­tize zu ma­chen.

Gedenktafel im Barankapark in Wien (Foto: Romane Thana, Barbara Tiefenbacher)Rund 80 Jahre nach den NS-Verbrechen er­in­nern Gedenk­stätten und Orts­namen an die Ver­schleppung und Er­mordung von Ro­ma/Rom­nja und Sin­ti/Sin­tize in Österreich. Zum inter­nationa­len Gedenktag am 2. August ver­an­stal­tet die Volkshilfe einen Instawalk, um diesen Spuren nach­zu­gehen. Ganz Österreich ist ein­geladen, mit­zu­machen und in der eigenen Nach­bar­schaft Plätze zu finden, die an Ro­ma/Rom­nja und Sin­ti/Sin­tize er­innern, diese zu be­su­chen und Fotos unter dem Hash­tag #RomaGedenkwalk zu pos­ten.

„Wir dürfen dieses Kapitel der eigenen Geschichte nicht ver­ges­sen. In Öster­reich über­lebte von den über 10.000 Roma und Sinti nur jeder Zehnte die Ver­folgung während des Zwe­iten Welt­kriegs. Dieser Völker­mord darf nicht ver­drängt werden, nicht zu­letzt weil wir als Volks­gruppe auch heute noch Rassismus und Dis­kriminie­rung aus­gesetzt sind“, sagt Usnija Buligovic, die der Roma-Bil­dungs­ini­tia­tive „Thara“ der Volks­hilfe Öster­reich vor­steht.

Viele Gemeinden und Städte haben begonnen, die Schick­sale der ver­folg­ten Familien zu doku­men­tieren und Gedenk­stätten zu er­rich­ten. Etwa in Lackenbach, Oberwart, Villach, Mauthausen, Salzburg oder Weiz. Doch es wird im­mer noch zu wenig aktive Er­in­nerungs­arbeit betrieben und die Beschä­digung von Denk­mälern ist immer wieder traurige Realität“, mahnt Erich Fenninger, Di­rek­tor der Volks­hilfe Ös­terreich.

Auch in Wien gibt es eine Reihe von Gedenkorten, welche die Volks­hilfe am 2. August mit einem Instawalk durch fünf Bezirke be­schreiten wird. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (383)

Juli 27th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

1926 ordnete das faschis­ti­sche Italien an, die im Land be­find­li­chen aus­län­di­schen „Zi­geu­ner“ zur Gren­ze zu brin­gen und aus­zu­weisen.

(Quelle)

Ausstellung: Der ignorierte Völkermord

Juli 26th, 2021  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

2. August: Ausstellungseröffnung in Göttingen anlässlich des Roma-Holocaust-Gedenktags (Bild: RAN)Roma-Holocaust-Gedenktag am 2. August: Der igno­rier­te Völker­mord. Roma in der Ukraine 1941–1944

Ausstellung in Göttingen:
2. bis 30. Au­gust 2021 wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten des Neu­en Rat­hau­ses. Im Foyer des Neu­en Rathauses, Hiro­shi­ma­platz 1-4, Göttingen

Am 2. August 1944 wurden alle Roma und Sinti ermordet, die bis dahin im Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau überlebt hat­ten. 4.300 Men­schen wurden in die Gas­kammern ge­schickt und damit das „Z-Fa­milien­lager“ „liquidiert“. Daher ge­denken Roma welt­weit am 2. August der von den Deut­schen und ihren Ver­bün­deten er­mor­deten Roma Europas.

In diesem Jahr jährt sich der Überfall auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Der Ver­nichtungs­krieg ge­gen die Sowjet­union hat ca. 30 Millio­nen Men­schen das Leben ge­kostet, der über­wiegende Teil davon Zivi­list_in­nen. Mit dem Überfall begann auch die Ver­nichtung der sowjeti­schen Roma. Der Völker­mord gegen die Roma der Sowjetunion ist nach wie vor wenig erforscht und kaum bekannt.

Ab dem 2. August zeigt das Roma Center/Roma Anti­discri­mi­na­tion Network die Aus­stellung „Der ignorierte Völkermord. Roma in der Ukraine 1941–1944“. Die Ma­cher_innen der Aus­stellung sprechen be­wusst nicht von einem „ver­gessenen“, son­dern von einem ignorierten Völker­mord. Denn in den Familien der Über­lebenden war der Völkermord stets präsent, während die Mehr­heits­gesell­schaft ihn ignoriert habe. So­wohl in Deutschland als auch in der Ukraine.

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