Rassismus & Menschenrechte

Podcast: Antiziganismuskritische Bildungsarbeit

November 5th, 2021  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Transfer TogetherAntiziganismus, ein gesamtgesellschaftliches Problem

Podcast Transfer Together, Folge 35 (24:45 min, 59,4 MB)
→Anhören/Download (mp3)

Nadine Küßner im GesprächSinti und Roma werden seit Jahr­hunder­ten dis­krimi­niert, be­nach­teiligt und als Minderheit ver­folgt. Wie akut dieses Problem auch in Deutschland ist, unter­strich im Juli 2021 der Ab­schluss­bericht der Un­ab­hängi­gen Kom­mis­sion Anti­ziganis­mus. Der Bericht zeigte: Die Dis­kri­minie­rung von Sinti und Roma geht auch von staat­li­chen Insti­tutio­nen aus, wie etwa Schulen. Es man­gelt vor allem an Auf­klärung und Sen­si­bi­lisie­rung. Nadine Küßner hat im Rah­men von TRANSFER TOGETHER ein Weiter­bildungs­angebot ent­worfen, das genau das leisten soll. Im Pro­jekt-Pod­cast spricht sie mit Max Wetterauer über das Format und über ihre Arbeit in der anti­ziga­nismus­kriti­schen Bil­dungs­arbeit.

Arbeitsstelle Anti­ziganismus­prävention der PH Heidel­berg: Home­­page, Twitter, Face­­book

(Sendung und Text: Transfer Together)

Facts & Figures (398)

November 4th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

86% der 15- bis 30-Jährigen in Tschechien be­trach­ten das Zu­sam­men­le­ben von Roma u. Mehr­heit als „proble­ma­tisch“. 2014 wa­ren es 91%.

(Quelle)

„Kind in Handschellen abgeführt“: Interview

November 2nd, 2021  |  Published in Interview, Rassismus & Menschenrechte

Streifenwagen (Bild von Cornell Frühauf/Coernl auf Pixabay)RDL.de: →Anhören (9.16 min)

Das deutsche Radio Radio Dreyeck­land sprach mit Chana Dischereit, der Wis­sen­schaft­li­chen Re­feren­tin für Politik und Öf­fent­lich­keits­arbeit beim Ver­band Deut­scher Sinti & Roma Lan­des­ver­band Ba­den-Württem­berg e.V., über den Fall in Singen (wir be­rich­­te­­ten hier, hier und hier).

(Sendung von RDL.de, 26.10.2021)

Siehe auch:
Update: Neue Entwicklung im Fall in Singen, 23.10.2021
Kind in Handschellen: zweite Strafanzeige, 10.3.2021
Deutschland: Kind in Handschellen, 10.2.2021

Dumm gefragt: Kriminelle Roma?

Oktober 29th, 2021  |  Published in Internet & Blogothek, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Dumm gefragt: „Neigen Sinti und Roma zur Kri­mi­na­lität?!“
WDR/1LIVE, Podcastfolge vom 4.3.2021, 54:02 Min.
Verfügbar bis 4.3.2022

Sinti und Roma werden oft als „fahrendes Volk“ be­zeich­net, und darin steckt schon das erste Vorurteil gegen sie. Den Sinti und Roma wird nach­ge­sagt, sie seien faul, kriminell, wür­den in Wohn­wagen und Zelten leben und viel zu viele Kinder be­kommen. Diese Klischees existie­ren schon seit Jahr­hun­der­ten, wes­halb Sinti und Roma immer wieder ver­folgt und dis­kri­mi­niert wurden.

Fritz Schaefer klärt mit Taisiya und Sejnur, was dran ist und wie Men­schen der Sinti und Roma heute mit Vor­ur­tei­len um­gehen.

(Text: WDR/1Live)

Update: Neue Entwicklung im Fall in Singen

Oktober 23rd, 2021  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Streifenwagen (Bild von Cornell Frühauf/Coernl auf Pixabay)Deutschland: „Kind in Handschellen abgeführt“ – Arbeit des Lan­des­ver­bands der Sinti und Roma (VDSR-BW) zeigt Wir­kung

Die Staatsanwaltschaft Konstanz soll diese Woche Strafbefehl gegen zwei der vier Be­amten aus­ge­stellt haben, die am 6. Febru­ar 2021 ein elf­jähriges Kind in Singen (Ba­­den-Württem­­berg) in Hand­schellen ab­geführt und auf die Polizei­wache ge­bracht hatten (wir berich­te­ten hier und hier). Gegen zwei wei­tere tat­ver­dächtige Beamten soll das Verfahren gegen Auf­lagen ein­gestellt worden sein. Die Vor­würfe gegen das Kind haben sich als voll­kom­men haltlos er­wiesen.

Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des VDSR-BW: „Alle vier Beamten haben dem­nach rechts­widrig ge­handelt. Der Landes­verband be­grüßt, dass die Staats­anwalt­schaft dies fest­gestellt hat. Der Vorfall hat großes öffent­liches Interesse und Em­pörung aus­gelöst. Wir wün­schen uns und erwar­ten auch, dass es zu einer öffent­li­chen Verhandlung kommt.“

Die zwei Beamten, die einen Strafbefehl erhalten haben sollen, haben der Staats­anwalt­schaft zufolge Einspruch ein­gelegt. Eine öffent­liche Haupt­ver­hand­lung ist daher nicht aus­ge­schlossen. Die Staats­anwaltschaft soll bisher nicht von einer rassis­ti­schen bzw. anti­ziganis­ti­schen Motivation aus­gehen. Daniel Strauß, Vor­stands­vorsitzen­der: „Die mehr­fache Ver­wendung des antiziganistischen ‚Z.‘-Be­griffs ist belegt. Die Tat­moti­va­tion muss beim Namen ge­nannt werden.

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VHS Roma: Antiziganismus-Workshop in Wien

Oktober 18th, 2021  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Kurs der VHS RomaAntiziganismus erkennen – benennen – ent­ge­gen­wir­ken! Anti­cig­anis­mus esbe te lel – te aka­rel – gejng pe te terdscha­rel! Dream Road – Fort­bildung zu päda­go­gi­schen Metho­den gegen Anti­ziga­nismus

Die Roma-Volkshochschule Burgenland bietet Ihnen eine Work­shop­reihe bzw. Aus­bildung für Trainer/in­nen an, in der Sie bestens darauf vor­bereitet werden, in Schulen und Er­wach­senen­bildung zum Thema „Theorie und Praxis gegen Dis­krimi­nierung und Anti­ziganis­mus“ zu ar­beiten.

Sa., 23.10.2021, 09:30 – 15:30 Uhr
Ort: VHS Erlaa, Putzendoplerg. 4, 1230 Wien
Kursleitung: Melinda Tamás MA
Teilnehmer/innen: 6 bis 15 (kostenlos)
→Zur Anmeldung (Kurs-Nr.: 21DROM02)

Zielgruppe: Workshop für Trainierende, Pädagogin­nen und Pä­da­go­gen, Jugend­leiterin­nen und Jugend­leiter, Mul­tipli­kator/in­nen und an­dere In­teres­sierte

Methodik: Wissensvermittlung, Theorie Input, Kleingruppen- und Groß­gruppen­übungen, sozio­metri­sche (Auf­stel­lungs-)Übun­gen, im Falle von Prä­senz­unter­richt: Rollen­spiele

Das Training zielt auf die Auseinandersetzung mit den unterschied­li­chen Aus­prägungen des Anti­ziganismus ab und stellt Methoden für die schulische und außer­schulische Sensibili­sierungs- und Bildungs­arbeit vor. Neben Infor­ma­tionen zum historischen und aktuel­len Antiziganismus in Europa, ins­beson­dere in Österreich, sowie zur Struktur und Funktions­weise anti­ziga­nis­tischer Vorurteils­struk­turen, werden päda­gogische Kon­zepte und Methoden vor­ge­stellt und erprobt. Schwer­punkt des Trainings ist das prak­tische Erproben und Er­fahren der Übungen. Read the rest of this entry »

Minderheiten: Europarat ermahnt Tschechien

Oktober 17th, 2021  |  Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte

Bild: Kunstausstellung mit Tomáš Rafas Roma-Adaptierungen der tschechischen Flagge, 2013 (Foto: Romea-cz) Europarat fordert Tschechien zur Be­kämp­fung von Ste­reo­typen auf

Tschechien muss bei der Bekämpfung von Stereotypen, Vor­urteilen und feind­seligen Äußerun­gen gegen­über Minder­heiten seine An­stren­gungen ver­stär­ken. Dies steht in dem Bericht des Be­ratungs­aus­schusses zum Rahmen­über­ein­kommen zum Schutz nationa­ler Minderheiten des Europa­rates, der letzte Woche ver­öffent­licht wurde. Die Regie­rung in Prag wird zudem auf­ge­fordert, Frauen der Roma-Min­der­heit zu ent­schädigen, die in den Jahren zwi­schen 1966 und 2012 Opfer von Zwangs­sterilisie­run­gen wurden.

Der Beratungsausschuss würdigte gleichzeitig Fort­schritte bei der Be­kämpfung der Dis­kriminie­rung in Tschechien, vor allem im Bil­dungs- und Medien­be­reich. Der bereits fünfte Bericht dieser Art er­wähnt außer­dem positiv den Abriss des Schweine­zucht­betrie­bes auf dem Ge­lände des ehe­mali­gen Kon­zentra­tions­lagers für Sinti und Roma in Lety.

In Tschechien käme es dennoch immer wieder zu Anfeindungen von Roma, mus­limischen Ein­wan­derern oder auch Deutschen, und dies vor allem in den sozialen Netz­werken, heißt es im Bericht weiter. Read the rest of this entry »

„Selbstbestimmt – junge Rom*nja und Sinti*ze“

Oktober 15th, 2021  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Obwohl Rom*nja und Sinti*ze bereits seit dem 15. Jahrhundert in Österreich leben, wird ihre Geschichte noch immer nicht als Teil der öster­reichi­schen Ge­schichte be­trach­tet. Damit ver­härten sich die Vor­urteile und Rassismen, die sich über die Jahr­hun­derte in der Mehr­heits­gesell­schaft ein­genistet haben. Wäh­rend die ältere Gene­ration der Rom*nja und Sin­ti*ze ihre kultu­relle Her­kunft oft geheim ge­halten hat, um sich vor An­fein­dun­gen, Dis­krimi­nie­rungen und Gewalt zu schützen, tritt die junge Gene­ration selbst­sicher auf.

Wir als Community müssen unsere Ressourcen darauf kon­zentrie­ren, Men­schen zu em­powern. Jung bis alt müssen em­porwert werden. Wir haben lange genug darum ge­beten, einen Platz am Tisch der Do­mi­nanz­ge­sell­schaft zu be­kom­men. Wir müs­sen an­fangen, unse­ren eige­nen Tisch zu bauen.
Roxanna-Lorraine Witt

In diesem Feature lassen wir sieben Rom*nja und Sinti*ze aus Österreich und Deutschland über ihren Ak­ti­vis­mus und neue Narrative sprechen. Dazu gehören die beiden Grün­derin­nen  des Opre Heroes Collectives und Men­schen­rechts­trai­nerin­nen, Ioana und Irina Spataru, die bur­genlän­di­sche Jour­nalis­tin und Autorin Katharina Graf Janoska, Aktivis­tin und Grün­derin des Romblogs Gilda Horvarth, Sinti-Ak­ti­vis­tin und Exe­cu­tive Direc­tor von Save Space Roxan­na-Lorraine Witt und die beiden Grün­der des Rymecast-Podcasts Sejnur Memisi und Nino Novakovic. Read the rest of this entry »

LACKA – Ladislava Gažiová

Oktober 10th, 2021  |  Published in Film & Theater, Interview, Kunst & Fotografie, Rassismus & Menschenrechte

Dokumentarfilm von Jakub Jurásek
CZ 2019 | 20:32 Min. | artycok.tv/CC

Porträt der aus der Slowakei stammen­den Prager Künst­le­rin, Kura­torin und Akti­vis­tin mit Roma-Hin­ter­grund Ladislava Gažiová.

GAW: Diskriminierung melden!

Oktober 8th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

"Gemeinsam gegen Rassismus" (Broschüre der GAW im BKA)Die österreichische Gleich­be­hand­lungs­­an­walt­schaft (GAW, Infos und Kontakt →hier) wen­det sich mit fol­gen­der Aus­sendung an Roma-Or­ga­ni­sa­tio­nen und bit­tet um Mit­hilfe und Ver­brei­tung:

Antiziganismus bekämpfen, Diskriminierung melden!

Personen mit Rom:nja-Hintergrund in verschiedensten Situationen mit Rassismus und Anti­ziganis­mus kon­fron­tiert. Dies ist ein tief­wur­zel­ndes gesamt­gesell­schaft­li­ches Problem. In der Beratung be­richten uns Betrof­fene, dass sie aus Geschäften weg­geschickt wer­den sowie von rassisti­schen Be­schimpfun­gen im Rahmen ihres Arbeits­alltags. Die Gleich­be­hand­lungs­anwalt­schaft bietet hier Unter­stützung!

  • Wir erklären Betroffenen, was sie tun kön­nen.
  • Wir informieren sie über ihre Rechte und helfen ihnen, diese durch­zu­setzen.
  • Wir dokumentieren Diskriminierung und berich­ten an den Nationalrat.

Nur wenige Betroffene wenden sich mit Diskriminierungs­proble­men jedoch an die Gleich­behand­lungs­anwaltschaft. Einer­seits fehlt das Vertrauen, an­de­rer­seits das Wissen über be­ste­hen­de Rechtschutz­mög­lich­keiten.

Wir möchten diese Barrieren überwinden und ersuchen Sie dabei um Ihre Unter­stüt­zung.

Slowakei: Neue Wohnungen durch Selbsthilfe

September 29th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Bauprogramm in Rankovce (Foto: ETP)RTVS.sk: In der Romasiedlung Luník IX im ost­slowaki­sschen Košice wurde am Wochen­ende das Pro­jekt „Budujeme nádej“ (Bauen wir Hoffnung) of­fiziell ge­startet. Dieses be­inhal­tet den Bau gemein­schaft­li­cher Ein­richtun­gen und Wohnhäuser im Selbst­hilfe­verfahren. Als Erstes wird in Zu­sam­men­arbeit mit dem städtischen Sozial­betrieb ein Gemein­schafts­haus ge­schaffen, das allen am Projekt teil­habenden Familien dienen soll, später folgen Wohn­häuser für Familien. Der Bau erfolgt auf Basis eines Spar- und Mikro­kredit­programms, das die NGO ETP – Zentrum für nach­haltige Ent­wicklung (ETP Slovensko – Centrum pre udržateľný rozvoj) ko­ordi­niert. Durch die Errich­tung der Gebäude in Selbsthilfe sollen die Be­wohner auch Fertig­keiten erhalten, die ihnen später auf dem Arbeits­markt zugute­kommen können. Über den Projekt­start erfreut zeigte sich auch der Bürger­meister von Luník IX, Marcel Šaňa:Bald beginnt der Bau eines Muster­hauses, das den Bewoh­nern auch zeigen soll, dass das Projekt real ist, denn wir haben lange davon ge­sprochen. Der Weg war ziem­lich steinig, weil wir bei null be­gonnen haben – am Anfang gab es nicht einmal Grund­stücke dafür. Dann kam noch der lange Prozess einer urbanis­ti­schen Studie, wes­halb viele unserer Bewohner bereits den Glauben ans Projekt verloren haben und kein großes Interesse vor­handen war.“

Errichtet in den 1970er Jahren, war Luník IX ursprünglich als Wohn­gebiet für An­ge­hörige der Armee, der Polizei sowie der Roma-Be­völ­kerung vor­gesehen. Nach 1989 und dem Wegzug vieler Ein­wohner wurde der Stadt­teil zu­nehmend zu einem ethnischen Ghetto. Ur­sprüng­lich für etwa 2.000 Ein­wohner konzipiert, leben heute in Luník IX mehr als 6.000 Roma in teils ver­fallenen Plattenbauten. Read the rest of this entry »

Online: Schulbücher und Antiziganismus

September 28th, 2021  |  Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Schulbuchforschung in Deutschland: Eckert. Dossier Bd. 3Imke Rath und Riem Spielhaus:
Schulbücher und Antiziganismus

Zur Darstellung von Sinti und Roma in aktuellen deutschen Lehrplänen und Schulbüchern (=Eckert. Dossiers, vol. 3/2021), hrsg. vom Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, [Braunschweig] 2021. [CC BY 3.0]

→zur Download-Seite | →zur Projektseite

Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für inter­natio­nale Schul­buch­for­schung hat im Auf­trag der Un­abhän­gigen Kom­mis­sion Anti­ziganis­mus eine Expertise über die Dar­stellung von Sinti und Roma in deut­schen Schulbüchern er­stellt. Diese ist ab sofort online ver­füg­bar.

Imke Rath und Riem Spielhaus analysie­ren in der Exper­tise Schul­bücher aus den Fächern Geschichte, Politi­sche Bildung und Erdkunde, die 2019 in weiter­füh­ren­deb Schulen der 16 deut­schen Bundes­länder Teil der Lehrpläne waren. Die Wis­sen­schaft­lerin­nen unter­such­ten die in den Lehrplänen vor­ge­schla­ge­nen Themen sowie den Kontext, in dem Schulbücher Sinti*zze und Rom*nja er­wähnen. Ein beson­deres Augen­merk der qualitativen Schulbuch­analyse liegt auf dem Ver­hältnis zwi­schen passiven und aktiven Dar­stellungen von Sinti und Roma. Aber auch auf dominan­ten Mustern ihrer Darstellung, wie der Re­präsen­ta­tion als Gruppe von Außenseitern oder als passive Opfer ohne die Fähig­keit zu handeln oder sich gegen Ver­folgung zu wehren. Unter­sucht wurde auch der Umgang mit ab­werten­den Begriffen in Schul­büchern, ein­schließ­lich solcher, die abwertende Bezeich­nungen explizit thema­tisieren und als Aus­druck von Herrschafts- und Aus­grenzungs­praktiken ein­ordnen.

Die Expertise dokumentiert markante Darstellungen von Sinti und Roma in den Schulbüchern, um auf Poten­ziale zur dis­krimi­nie­rungs­sensib­len bzw. rassismus­kritischen Re­präsen­tation zu ver­weisen. Die Be­stands­aufnahme diente der Un­abhängigen Kommis­sion Anti­ziganis­mus als Grund­lage für Empfeh­lungen für die weitere Ent­wicklung von Lehr­plänen und Schulbüchern, die im Juni 2021 dem Deut­schen Bundestag in einem Bericht vor­gelegt wurden. Read the rest of this entry »

Luník IX: Kedveschno dad andar i Slovakija

September 19th, 2021  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Religion

Slowakei: Papst Franziskus in der Roma-Siedlung "Lunik 9" (Foto: vatican.va)O kedveschno dad Fran­zis­kus ando triti di les­ke­ra Slo­va­ki­ja-roa­satar, ke­de­nake palo­pla­ne jek Ro­men­geri-sid­lung an­do fo­ro Košice kher ro­dija.

O termin tipischi la Franziskusake­ra agen­dake hi – jek talali­nipe manu­schenca, save avrak i kheta­ni­pes­keri rik dschin. Kaj o schero la kato­lischi khan­ge­ri­jatar akan aja Romen­ge­ri-sid­lung kher rodija, te but poli­ti­ker­tschen le tha­nestar daratscha. Ada te jek cajchn la slova­ki­tika birov­tscha­gos­kera khan­geri­jake hi, phen­tscha o aguno pa­rlamentos­kero pre­siden­to taj simbo­lakeri figura la kato­lischi Slo­vaki­jatar, František Mikloško.

Anglo ladipe ande Luník IX, kamla o Franziskus ande Prešov use jek mischa use te ol. Oja palo bicanti­nischi ritus tel liker­di te ol, upre savo pumen but katoli­schi osti­tike khan­gertscha likeren. O Fran­ziskus pre mischi mindig ando römi­schi ritus mula­tintel. Kira­tiske meg jek talali­nipe ter­nenca ando lob­dakero khelipes­kero schta­dijon le faraj­nistar FC VSS Košice del. Terne manu­schen o 84 berschen­gero phuro argen­ti­ni­jakero mindig ande pre moli­niptscha ande phandel.

Andi lakere igen bibastale dschivipeskere situacijendar prin­dschardi sele­tos­keri bauni­ni­pes­keri sidlung Luník IX masch­kar 5.000 taj 6.000 manu­scha la Romen­ge­ra-flo­gos­kera grupnatar dschin.

(Josef M. Schmidt, volksgruppen.orf.at)

Grußadresse von Papst Franziskus an die Roma

September 17th, 2021  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Slowakei: Papst Franzskus in der Roma-Siedlung "Lunik 9" (Foto: vatican.va)Apostolische Reise von Papst Franziskus in die Slo­wa­kei: Be­geg­nung mit der Roma-Ge­mein­schaft in Luník IX (Košice), 14. Sep­tem­ber 2021 (mehr hier)

Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

Ich danke euch für den herzlichen Empfang und für eure lieben Worte. Ján hat daran er­innert, was der heilige Papst Paul VI. ein­mal zu euch gesagt hat: »Ihr steht in der Kirche nicht am Rand … Ihr seid im Herzen der Kirche« (Homilie, 26. Sep­tem­ber 1965). Nie­mand darf sich in der Kirche fehl am Platz oder bei­seite­gescho­ben fühlen. Das ist nicht nur eine Redens­art, son­dern ein Merkmal von Kir­che-Sein. Denn Kirche-Sein be­deutet als von Gott Zu­sammen­geru­fene zu leben, sich als Stamm­spieler im Leben zu fühlen und zur glei­chen Mann­schaft zu ge­hören. Ja, denn Gott möchte uns so haben, jeder ver­schie­den, aber alle um ihn vereint. Der Herr sieht uns im Mit­einander. Alle.

Und er sieht uns als Söhne und Töchter: er hat den Blick eines Vaters, den Blick der Vor­liebe für jedes seiner Kinder. Wenn ich diesen Blick auf mir an­nehme, lerne ich auch die an­deren richtig zu sehen: ich ent­decke, dass neben mir weitere Kinder Gottes stehen, die ich als Geschwister an­erken­nen kann. Das ist die Kirche, eine Familie von Brüdern und Schwestern mit dem glei­chen Vater, der uns Jesus als Bruder gegeben hat, damit wir ver­stehen, wie sehr er die Ge­schwis­ter­lich­keit liebt. Und er möchte, dass die ganze Mensch­heit eine weltweite Familie wird. Ihr hegt eine große Liebe für die Familie, und ihr schaut von dieser Er­fahrung her auf die Kirche. Ja, die Kirche ist ein Haus, sie ist euer Haus. Read the rest of this entry »

Welthaus: Papstbesuch weckt Hoffnung für Roma

September 16th, 2021  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Religion

Papst Franziskus zu Gast in der Roma-Siedlung Luník IX (Foto: vatican.va)Papst Franziskus hat bei seiner Slo­wa­kei-Reise eine Ro­ma-Sied­lung be­sucht und die Dis­kri­mi­nie­rung der Min­der­heit ver­ur­teilt. Das Welt­haus der Diö­ze­se Graz-Seckau, das die Roma vor Ort un­ter­stützt, sieht da­rin ein Zei­chen der Hoff­nung.

Papst Franziskus hat am 14. September am Stadtrand von Košice eine der größ­ten Roma-Sied­lun­gen in Europa be­sucht (mehr hier). Am Platz vor dem Sa­le­sianer­zentrum in der Platten­bau­siedlung Luník IX war die Stim­mung den ganzen Nach­mittag über fröh­lich und be­geis­ternd. Mit einem bunten Pro­gramm aus Liedern, Gebeten und Ge­sprä­chen mit Roma und Nicht-Roma wurde der Papst herz­lichst empfan­gen. „Ihr seid nicht am Rande, ihr ge­hört zur Kirche, zum Team“, war einer der ein­leiten­den Ge­danken von Franziskus. Bei seiner An­sprache war zu spüren, dass der Papst die Proble­me der Armut aus nächs­ter Nähe kennt: „Men­schen in Ghettos ab­zu­schieben, löst keine Probleme. Ab­ge­schlos­sen­heit führt zur Wut – der Weg führt über Dialog und Integration.“ Im Alltag führ­ten Beistand, Unter­stützung und konkretes Tun zur Ver­änderung – „nicht schnell, aber mit der Zeit“. Integra­tion ist für Fran­ziskus „ein vitaler Prozess“. Seine wich­tigste Botschaft, an die ganze Gesell­schaft ge­richtet, lautete: „Ihr seid allzu oft mit Vor­urteilen und un­barm­herzi­gen Ver­urteilun­gen kon­frontiert, mit Diskri­mi­nierung und beleidi­genden Worten und Gesten. Da­durch sind wir alle ärmer ge­worden. Ärmer in Mensch­lich­keit.“

Der Besuch des Papstes in Lunik IX sei mehr als symbolisch, meint Agnes Truger vom Welthaus der Diöze­se Graz-Seckau: „Massen­arbeits­losig­keit, Müll, Auto­wracks und zer­bro­che­ne Scheiben, verkohlte Haus­wände: Dieser Ort steht stell­ver­tretend für alle Orte der Aus­gren­zung, der bitteren Armut und des Versagens der Sozialpolitik eines Landes.“ Roma-Sied­lungen wie diese gäbe es in Europa viele. Der Papst­besuch käme zum rich­ti­gen Zeitpunkt, ist Truger über­zeugt: Read the rest of this entry »

Recensijona: Bar oni anav

September 13th, 2021  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)

How I Became a Partisan: Die slowakische Regisseurin Vera Lacková auf Spurensuche im Wald, wo die Familie ihrers Urgroßvaters von deutschen Soldaten ermordet wurde (Foto: Media Voice)  La Vera Lackovákero jomakero rodipe „Sar me par­ti­san­kija ujom“


Ande lakero erschti dugo film i slova­kitiki Romni Vera Lacková jeka kora flatscka­ke ando nacijo­nali histo­ri­ja­kero kipo use pe iri­nel: uso vi­der­schtaund le Romen­dar ando dujto themes­kero haburi.

Ando kisetinipe le augustistar 1944 slovakitike partisantscha gejng o NS-be­schasch­tscha taj o faschis­tischi mari­jo­ne­ten­gero reschim pumen terdschar­de. O slova­kitiko nacijo­nakero upre terdscho­­jipe paloda uso keripes­kero mitos le khetani­pestar palo hauburi ulo – o falato, savo te Roma khelnahi, ham pedar desch­ber­­schen­gere na phukade: Le vider­schtaun­dis­kere dsche­nenge andar o tschu­lipe ando nacijonali histori­jakero kipo nana than. Kolektivi palgon­dolipe butschol mindig te jek selek­tivi pobiste­ripe. Mindig te na akarde del, saven­gero gondolipe asaj dur andar o pradipe ari dschumim ol, dschimeg o lejcti palgon­dolipe tschak pal use tscha­pinde vudara, andi briga lengere famili­jendar, bajder dschil.

O papuskero dad
Adale historischi koripeha na kamla pe i slovakitiki filmiskeri kerasch­kija Vera Lacková tel te lakel taj pro­balinel, i his­torija le Romen­ge­re-par­tisa­nendar, sar oj le phenel: „pal ando khe­tanipe“ te hulinel. Ande lakero doku­men­taci­jakero film „Sar me partisankija ujom“/„Wie ich Partisanin wurde“ (→Trailer) phukal oj pedar o terdschi­jipe lakere ajgeni papus­kere dadestar, Ján Lacko, savo pe 1944 ojs Rom le upre terdscho­ji­peske aun phandla taj pra cila familija use jek hosini­pes­keri akcijona le nimtschke bescha­schen­dar na­schatscha. Read the rest of this entry »

Fake News, Hoaxes, Manipulationen

September 11th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Re-ACTAntiziganismus und Antisemitismus online – For­schungs­er­geb­nis­se des Pro­jekts Re-ACT (Re­mem­ber and Act!)

Hass, Gewalt und Ausgrenzung: Beide Gruppen, jüdische Menschen und Roma, wer­den als eine „Bedro­hung“ in und für die Gesell­schaft wahr­ge­nom­men. Seit dem Mittelalter bis heute sind Roma und Juden tra­ditio­nel­le Sündenböcke. Diese und an­dere Er­kennt­nisse prä­sen­tieren die analy­tischen und ver­glei­chen­den Studien, die im Rahmen des inter­natio­na­len Pro­jekts Remember and ACT! (Re-ACT) er­stellt wur­den, welches sich auf die Ervforschung „alter“ Hass­kon­zepte in ihren modernen Formen kon­zentriert.

Das Projekt wird von der Organisation ROMEA zusammen mit dem Inter­natio­na­len Netz­werk gegen Cyber-Hass (INACH), der fran­zösi­schen NGO LICRA und dem öster­reichi­schen Forschungs­unter­neh­men SYNYO durch­ge­führt.

Die von INACH für Kontinentaleuropa erstellte Analyse von hass­erfüll­ten On­line-Posts hat gezeigt, dass starke Ver­bindungen zwi­schen aktuel­len Hassreden im Internet und den Prakti­ken, welche üb­lich für Nazi-Pro­pa­ganda waren, be­stehen. Ziel der im Rah­men des Re-ACT-Projekts er­stellten Studien ist es, die Mechanis­men zu be­leuchten, mit denen alte Stereo­typen, Halb­wahrheiten und Mythen über Juden und Roma wieder­ver­wertet werden. Die Studien zielen darauf ab, die Prinzi­pien zu erläu­tern, die dem Wieder­aufleben dieser tief ver­wurzel­ten anti­jüdischen oder An­ti-Ro­ma-Ein­stel­lungen zu­grunde liegen, und zu zeigen, wie diese neuen Formen der­selben sich wieder­holen­den fremden­feind­lichen Ideen online in mo­dernen Formen existie­ren, ins­beson­dere in den sozialen Medien.

Antiziganismus

Nach den Erkenntnissen der im Projekt tätigen Analysten ist es offensichtlich, dass Anti­ziganis­mus online auf dem Vor­marsch ist. „Der Trend ist eine kon­tinuier­liche Normalisie­rung von Hassreden gegen Roma. Solche Reden werden heute nicht nur von Mit­glie­dern ultra-rech­ter Gruppen ver­breitet, sondern auch von ‘norma­len’ Men­schen oder Main­stream-Par­teien“, sagen Selma Muhič Dizdarevič und Jitka Votavová, die Autorin­nen der Studie über Anti­ziganismus.

„Fake News, Hoaxes und Manipulationen werden als Instrumente zur Verbreitung von Hass ein­gesetzt. Auch der Trend zu so­genann­tem humor­vollem Rassismus nimmt zu und schafft einen Cocktail aus Ironie, Spott und Erniedri­gung, der vor allem für junge Men­schen attraktiv ist“, so die Autoren. Read the rest of this entry »

Rezension: Stein ohne Namen

September 6th, 2021  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)

How I Became a Partisan: Die slowakische Regisseurin Vera Lacková auf Spurensuche im Wald, wo die Familie ihrers Urgroßvaters von deutschen Soldaten ermordet wurde (Foto: Media Voice)  Vera Lackovás Spurensuche „Wie ich Partisanin wurde“


In ihrem Langfilmdebüt wendet sich die slo­wa­ki­sche Rom­ni Vera Lacková einem blin­den Fleck im na­tio­na­len Ge­schichts­bild zu: dem Wi­der­stand der Ro­ma im Zwei­ten Welt­krieg.

Ende August 1944 erhoben sich slowa­kische Par­ti­sanen gegen die NS-Be­satzer und das faschis­tische Mario­net­ten­re­gime. Der Slowa­ki­sche National­aufstand wurde später zum Gründungs­mythos der Nach­kriegs­gesell­schaft – den Anteil, den auch Roma dabei spiel­ten, hat man jedoch über Jahr­zehnte tot­ge­schwie­gen: Für Widerstands­helden aus der Min­der­­heit war im nationa­len Geschichts­bild kein Platz. Kollekti­ves Erinnern bedeu­tet schließ­lich immer auch selekti­ves Ver­gessen. Denn immer gibt es auch Ver­schwie­gene, deren An­denken so lange aus der Öffent­lich­keit gedrängt wird, bis die letzte Erinnerung an sie nur noch hinter ver­schlos­senen Türen, in der Trauer ihrer Familien, wei­ter­lebt.

Urgroßvater
Mit diesen historischen Blindstellen will sich die slowakische Filmemacherin Vera Lacková nicht ab­finden und versucht, die Ge­schichte der Roma-Par­ti­sanen, wie sie es for­muliert: „zurück in die Gesell­schaft“ zu holen. In ihrem Doku­mentar­­film „Wie ich Partisanin wurde“ (→Trailer) erzählt sie in erster Linie vom Schicksal ihres eige­nen Urgroß­vaters, Ján Lacko, der sich 1944 als Rom dem bewaff­neten Aufstand an­schloss und seine gesam­te Familie bei einer Vergeltungs­aktion der deutschen Besatzer verlor. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (389)

August 31st, 2021  |  Published in Facts & Figures, Rassismus & Menschenrechte

Nach falschen Ge­rüch­ten über ein Ver­bre­chen nah­men mas­kier­te Po­li­zis­ten in Belarus am 16.5.2019 bei Raz­zi­en ca. 100 un­schul­di­ge Ro­ma fest.

(Quelle)

„Die Pandemie ist ein Brandbeschleuniger“

August 30th, 2021  |  Published in Dokumente & Berichte, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

DOSTA: Dokumentation 2019-2020Berlin: Amaro Foro veröffentlicht die Do­ku­men­ta­tion anti­zi­ga­nis­ti­scher Vor­fälle 2019 und 2020

→Zur Publikation (pdf)

2019 machte ein antiziganistischer Vorfall in Hameln bundes­weit Schlag­zeilen: Eine Frau, die sich bei einem Woh­nungs­unter­nehmen mehr­mals um eine Wohnung be­worben hatte, bekam ein Schreiben zu­ge­schickt, in dem stand: »Leich­ter Zigeuner-Ein­schlag. Bes­ser nichts an­bieten.« Das Schreiben war offen­bar für den inter­nen Ge­brauch be­stimmt und nur ver­sehent­lich ver­schickt worden. Damit war der Betrof­fenen auch klar, warum ihre Bewer­bungen seit Jahren erfolg­los waren – eine ein­deuti­ge anti­ziganis­tische Dis­kriminie­rung. Nach den Erkennt­nissen der Doku­men­ta­tions­stelle Anti­ziganis­mus (DOSTA) ist dieser Vorfall durchaus re­präsen­tativ für die Erfahrungen, die Men­schen mit tatsächlichem oder zu­geschrie­benem Roma-Hin­ter­grund auch heute noch in Deutschland ma­chen. DOSTA erfasst seit 2014 sys­tema­tisch anti­ziganis­ti­sche und dis­kriminie­rende Vorfälle, die sich in Berlin er­eignen. Über die Jahre wurden Hun­derte Vorfälle doku­men­tiert, es ist aber von einer deut­lich höhe­ren Dunkelziffer aus­zu­gehen.

„Menschen mit selbst- oder fremdzugeschriebe­nem Roma-Hin­ter­grund sind in Deutsch­land von viel­fältigen Aus­schlüssen und Stig­mati­sierun­gen be­troffen, auf struk­tureller und indi­vidueller Ebene. Auf diese ohnehin äußerst prekäre Situa­tion hat die Corona-Pan­de­mie wie ein Brand­be­schleu­niger ge­wirkt und zu öffent­lichen Diffamie­rungen ebenso wie existenz­be­droh­li­chen Lebens­lagen ge­führt“, er­klärt Georgi Ivanov, Vor­stands­mitglied von Amaro Foro.

In den Jahren 2019 und 2020 waren einige Themen beson­ders do­minant: In deutschen Behörden, be­sonders in Jobcentern, sind Men­schen mit selbst- oder fremd­zu­geschrie­be­nem Roma-Hin­tergrund einer syste­matischen und struk­turellen Krimi­nalisierung aus­gesetzt, die häufig zur rechts­widri­gen Ver­weige­rung von Leistungen führt. Read the rest of this entry »