Archive for November, 2020

Facts & Figures (329)

November 30th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

Nur 1% der Roma-Schü­ler/in­nen in Por­tu­gal und 2% in Grie­chen­land er­rei­chen mind. ei­nen Mit­tel­schul­ab­schluss. (FRA 2011)

(Quelle/pdf)

Analyse: der Angriff in Erbach-Dellmensingen

November 29th, 2020  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Wissenschaft

Romafeindlicher Angriff in Erbach-Dellmensingen (Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg)Der antiziganistische Angriff in Erbach-Dell­men­sin­gen – Ana­lyse in der neu­en Leip­zi­ger Auto­ri­ta­ris­mus-Studie

Chana Dischereit: Antiziganismus im Ländle: Ein Bericht aus dem laufenden Prozess am Landgericht Ulm, in: Oliver Decker/Elmar Brähler (Hg.): Autoritäre Dynamiken: Alte Ressentiments – neue Radikalität. Leipziger Autoritarismus Studie 2020, Gießen 2020, S. 353–378.

Der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landes­verband Ba­den-Württem­berg (VDSR-BW) hat an der ge­rade er­schie­ne­nen „Leipziger Auto­rita­ris­mus-Studie 2020“ (→pdf-Download) mit­ge­wirkt. Teil der Studie ist eine um­fang­reiche Analyse des anti­ziganis­ti­schen An­schlags in Er­bach-Dell­men­sin­gen in der Nähe von Ulm. Der Pro­zess vor dem Land­gericht Ulm ist Ende Sep­tem­ber 2020 zu Ende ge­gangen. Die fünf An­ge­klagten wur­den in 45 Fällen zu ge­mein­samer schwerer Nötigung nach dem Jugend­strafgesetz ver­ur­teilt. Der Staatsanwalt hat­te eine Ver­urteilung wegen ver­suchten Mordes ge­fordert. Es war eines der ers­ten Straf­verfahren in Deutschland über­haupt wegen Vertreibung. Die Analy­se der VDSR-BW-Mit­arbeiterin Chana Dischereit zeigt den all­täg­lichen Anti­ziganismus in der Mitte der Gesell­schaft auf. Diese Ein­stellung kann in Gewalt um­schlagen. In Erbach-Dell­mensin­gen fühlten sich junge Men­schen da­durch zu ihrer Tat legitimiert.

Die „Leipziger Autoritarismus-Studie 2020“ unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kom­petenz­zentrum für Rechts­extre­mis­mus- und Demo­kratie­forschung der Uni­ver­sität Leipzig nimmt die Ver­breitung von gruppen­bezogener Menschen­feind­lich­keit in der deut­schen Gesell­schaft in den Blick. Dazu gehört auch Anti­ziganismus, der gegen Sinti und Roma ge­rich­tete Rassismus.

Die Zahlen zum Antiziganismus entsprechen dem all­gemei­nen Trend der Studie – leich­ter Rück­gang bei weiter­hin hohem Niveau anti­ziganistischer und anderer men­schen­feind­licher Ein­stel­lungen. 52,9% der Be­fragten sind der Ansicht, dass Sinti und Roma zu Kriminalität nei­gen wür­den. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (328)

November 28th, 2020  |  Published in Facts & Figures

46 % der erwachsenen Ro­ma in Ru­mä­ni­en sind nicht kran­ken­ver­si­chert. (FRA 2016)

(Quelle)

Bleib stark – Gitta Martl zu Gast im RomnoKher

November 27th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Literarischer Abend mit Rosa Gitta Martl: In der Lesung ih­res Buches „Bleib stark“ be­rich­tet die ös­ter­rei­chi­sche Sintezza und Men­schen­rechts­ak­ti­vis­tin über die Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus, die Ver­nich­tung von Men­schen der Min­der­heit durch die Nazis, aber auch po­si­ti­ve Schrit­te eines mu­ti­gen Lebens als Mit­glied der Min­der­heit in neu­en Zeiten.

Sie malt mit Worten. Sie verdichtet die Fülle des Lebens auf weni­gen Seiten. Sie bringt mit einer Gedicht­zeile, einem Bild die Ver­gessenen wieder zum Leben. Sie erzählt in epi­scher Länge von den Grau­sam­keiten und den glück­li­chen Momen­ten, von Mördern und Helfern, von der Familie und ihren Feinden, von der Freude und der Trauer. Sie schreibt so exis­ten­ziell und auto­bio­graphisch, dass man ihre in­nersten Ge­danken und Gefühle zu spüren glaubt. Ihre Erzähl­kunst gibt zu­gleich Genera­tionen von Sinti eine Stimme, die Österreich lieben und seit Jahr­hun­der­ten dort leben. Ihre Sprache ist so intim und zart und doch von gewal­tiger Energie. Und sie liest so wunder­bar, geprägt vom Tonfall ihrer Linzer Heimat, aus ihrem Werk, mit einer Inten­sität und Ruhe, die keine Zu­hörerin und keinen Zu­hörer nicht er­griffen sein lassen. Nicht für eine Se­kunde lässt die Auf­merk­sam­keit des Publikums nach.

Die Covid-19-Pandemie hat dafür gesorgt, dass die Lesung von Gitta Martl am 4. Novem­ber in das „virtuelle Kultur­haus“ RomnoKher ver­legt wer­den musste. Das dop­pelte Format – Livestream auf dem Youtube-Ka­nal, Video­kon­ferenz für an­gemel­dete Teil­nehmer mit der Mög­lich­keit, am Ende ins Gespräch mit der Autorin zu kom­men – hat sich dabei be­währt. Read the rest of this entry »

Recherche-Stipendium in Deutschland

November 26th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte

Ran an die Tasten: Recherche-Stipendien für Roma-Themen (Foto: D. Friesenecker/Pixabay)Das Deutsche Institut für Menschenrechte schreibt sechs Re­cher­che-Sti­pen­dien zum Thema „Sin­ti_zze und Rom_nja in Deutschland“ aus. Das Ins­titut will damit anregen, das Thema aus men­schen­recht­licher Perspek­tive zu be­arbei­ten.

Die Be­werbung von Sin­ti/Sin­tizze und Ro­ma/Romnja wird be­son­ders be­grüßt. Die Bewer­bungs­frist läuft bis zum 21. De­z. 2020.

Wir geben im Folgenden die Aus­schrei­bung in Aus­zü­gen wieder:

Ziel des Recherche-Stipendiums ist es, rassismus­kritisches Schreiben im Jour­nalis­mus zu fördern und eine be­sondere Sensibilität ge­gen­über Sin­ti_zze- und Rom_nja-be­zo­ge­nen Themen zu schaf­fen, da diese bis­lang häufig fehler­haft oder dis­krimi­nie­rend dar­ge­stellt wer­den. Das Stipendium er­mög­licht den Jour­nalist_innen eine fun­dierte und men­schen­rechtlich quali­fizierte Bericht­erstattung.

Das Recherche-Stipendium des Deutschen Instituts für Menschenrechte richtet sich an alle (Nach­wuchs-)Jour­na­list_in­nen, die zum Thema Sint_iz­ze und Rom_nja in Deutschland ar­beiten möch­ten. Das Pro­jekt wird durch die Stiftung EVZ gefördert und ist Teil einer um­fassenden Ko­ope­ration mit RomaniPhen. Prämiert werden heraus­ragende Re­cher­che­konzepte für jour­nalis­tische Bei­träge. Ein Betrag in der Höhe von 1.500 Euro soll es den Sti­pen­diat_innen er­mög­lichen, frei von Akquise- und Geld­druck zu recher­chieren. Der Betrag wird nach Fertig­stellung des Beitrags aus­gezahlt. Die Ver­öffent­li­chung kann gedruckt, online (gerne auch als Video­format) oder im Hörfunk er­folgen.

Insgesamt werden sechs Stipendien vergeben, über deren Ver­gabe eine un­ab­hängi­ge Medien-Jury ent­scheidet. Die Jury be­steht aus: Read the rest of this entry »

Abschlussgala des Festivals „Ake Dikhea?“

November 24th, 2020  |  Published in Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen

Gestern ist das – erstmals online ausge­tra­gene – Roma-Film­festival „Ake Dikhea?“ (wir berichteten) mit einer live ge­stream­ten Ab­schluss­gala zu Ende ge­gangen, bei der die dies­jäh­ri­gen Preis­träger­filme be­kannt ge­ge­ben wur­den.

Sar sakova bersh, akale bersheski komisia – Katalin Barsony, Paul Dandos, Rebecca Heiler thay Lisa Smith – ka alosaren Mayshukar Filmi thay Maysuhkar Harno Filmi e festi­va­lesko. Artis­ti­kuno thay tekni­kuno kuali­teti khel­ela rola abokar kobar o socia­luno thay poli­tikuno im­pakti e filmen­go. Vash maybut, e publika puqlola vash o gndipe: E Publikaki Poqin popale ka aju­karel vash olake vija­yutne pe festi­valeski shtarto edicia! Festiva­lesko Artis­ti­kuno Direk­to­ri Hamze Bytyçi ka phiravel poqin­yengi cere­monia, koya ka sikavgyol live kotar Berlin club SO36. Gilavni, hra­marni thay aktora Riah Knight, gilavno, per­former thay aktori Lindy Larsson thay muzi­kantya Janko Lauenberger, Daniel Weltlinger thay Daniel Khan ka ama­li­nen o ovipe e muzika.

Wie jedes Jahr bestimmt auch die diesjährige Festivaljury – Katalin Barsony, Paul Dandos, Rebecca Heiler und Lisa Smith – den „Besten Film“ sowie „Besten Kurzfilm“ des Fes­ti­vals. Künst­lerische und hand­werk­liche Qualität spie­len dabei eben­so eine Rolle wie die gesell­schaft­li­che und politi­sche Wir­kung der Filme. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (327)

November 22nd, 2020  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

1983 or­ga­ni­sier­te der Euro­pa­rat erst­mals ein Fort­bildung­sse­mi­nar für Lehr­per­so­nen, die mit Ro­ma­kin­dern ar­bei­ten.

(Quelle)

Online-Veranstaltung mit Autor Meti Kamberi

November 21st, 2020  |  Published in Literatur & Bücher

Veranstaltung mit Meti Kamberi, Autor von "Grad Bola" Am 21. November 2020 um 19 Uhr ver­an­stal­tet Romska Antidiskriminaciona Mreža, die serbi­sche Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tion des Roma Anti­discrimination Network (RAN) in Deutsch­land, ein On­line-Event mit dem jungen Roma-Schrift­steller Meti Kamberi. Meti Kam­beri (Website) hat seinen ers­ten Roman ver­öf­fent­licht: Grad Bola (Stadt der Schmerzen).

→Zur Online-Veranstaltung

Als kleines Kind überlebten Meti und sein Bruder durch Betteln auf den Straßen von Niš (Serbien). Sozial­ar­bei­ter brach­ten ihn mit vier Jah­ren in einer Pflege­familie und schließ­lich in einem Heim unter. Er führte ein Leben am Ab­grund, kämpfte, über­lebte. Im Heim be­gann er an seinem auto­biografischen Roman Grad Bola zu ar­beiten. Als er voll­jährig wurde, musste er das Heim ver­lassen. Während er tags­über zehn Stunden auf dem Bau arbeitete, hat er nachts an seinem Roman ge­arbeitet. Schließ­lich hat er ihn mit nur 19 Jahren ver­öffentlicht.

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Facts & Figures (326)

November 19th, 2020  |  Published in Facts & Figures

In 51 % der kroatischen Roma-Haus­hal­te hat nicht je­de Per­son ein ei­ge­nes Bett. (UNDP 2011)

(Quelle)

ORF: Moša Šišic zu Gast bei „Stöckl“

November 18th, 2020  |  Published in Interview, Musik, Radio, Podcast & TV

Miša Šišic (Foto: www.mosa-sisic.at)Der Wiener Geiger Moša Šišic war in der ak­tu­el­len Aus­ga­be des ORF-Night­talks „Stöckl“ zu Gast bei Barbara Stöckl. Wei­te­re Gäste: die Ju­ris­tin und Ex-Po­li­ti­ke­rin Heide Schmidt, Ski­sprin­ge­rin Eva Pinkelnig und Ka­baret­tist Gunkl

→Nur noch kurz online verfügbar in der ORF-TVthek.

Moša Šišic (Website) entstammt einer serbischen Roma-Geiger­dy­nas­tie. Be­reits mit fünf Jahren er­lernte er von seinem Vater die ersten Takte auf der Geige, die bis heute seine gro­ße Liebe ge­blie­ben ist. Neben seinen inter­na­tio­na­len Erfolgen und Auf­tritten mit hei­mi­schen Größen wie Harri Stojka arbei­tet er auch in einem ganz boden­stän­di­gen Beruf: als Haus­meister be­treut er ein Haus in Wien-Ma­ria­hilf.

(Text: ORF)

Facts & Figures (325)

November 15th, 2020  |  Published in Facts & Figures

79 % der rumänischen Ro­ma-Haus­hal­te ver­fü­gen we­der über WC noch Bad oder Du­sche. (FRA 2016)

(Quelle)

O Rajko Đurić mulo

November 14th, 2020  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher

Rajko Đjurić (1947-2020) O ratschaskero schitiknojipe le alavendar

Me uscharv upro uferi la bara lenatar
Upro schitiknojipe le alavendar
Ando vojaschno than le egojismusistar
Upre tauchinel andar o paj
I vurclina andar o gendo trin
Prik o udud le tschonestar
O lek schukareder matscho karika cidel
O drom uso meripe mirinel
Trin ududane doriktscha le tschonestar
Ande mri jak
Trin fodri upre mro tschekat
Schitikno ol o alav
O drom uso meripe te dikel hi

Ando Burgenland-Romani o Josef Schmidt (dROMa) o prik be­scha­ri­pe kertscha.

Palo dugo pharo nasvalipe o Rajko Đurić ando 73ti bersch mulo. O Raj­ko Đurić an­do 3ti ok­to­be­ri 1947 ande Malo Orašje, Serbija, upro them alo taj ser­bitiko Ro­men­gero akti­vis­to, pisi­naschi taj po­li­tikeri sina.

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Facts & Figures (324)

November 13th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung

In Nordmazedonien stieg der Anteil der mar­gi­na­li­sier­ten Ro­ma-Kin­der, die ge­trenn­te Schu­len be­su­chen, von 25 % (2011) auf 40 % (2017).

(Quelle/pdf)

Rajko Đjurić (1947–2020)

November 13th, 2020  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher

Rajko Đjurić (1947-2020)Die Morgendämmerung der Worte

Ich warte am Ufer des Flusses
Auf die Dämmerung der Worte
In der heiteren Landschaft der Selbstsucht
Taucht aus dem Wasser auf
Die Wurzel aus der Zahl drei
Um den Schein des Mondes
Kreist der schönste Fisch
Misst den Weg zum Tode
Drei Strahlen des Mondes
In meinem Auge
Drei Falten auf meiner Stirn
Es dämmert das Wort
Man sieht den Weg zum Tode.

Rajko Đjurić, geboren 1947, war einer der einflussreichs­ten Roma-In­tel­lek­tu­el­len. Đjurić war serbi­scher Rom und Lyriker, Pub­lizist, Wis­sen­schaft­ler und Roma-Ak­tivist, un­ter an­de­rem als Prä­sident der Inter­natio­nal Romani Union (IRU). Von 1991 bis 2002 lebte er im Exil in Berlin. Rajko Đjurić ver­starb am 2. No­vem­ber 2020 im Alter von 73 Jah­ren in Belgrad.

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Lindy. The Return of Little Light (Trailer)

November 12th, 2020  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Dokumentarfilm von Ida Persson Lännerberg, SWE 2019
Eröffnungsfilm des Roma-Filmfestivals „Ake Dikhea?“

Am 19.11.2020, 18 Uhr, online zu sehen
(→zum Stream)

Lindy Larsson wuchs in einer klei­nen Papier­müh­len-Stadt in Süd­schweden auf. Er wurde nie als der akzep­tiert, der er ist. Er war im­mer anders. Als kleiner Junge war er dünn, mädchen­haft und ohne Freunde. Er floh in eine Fan­tasie­welt und wurde zu der von ihm ge­schaf­fe­nen Superhelden­figur – Little Light –, einem Jun­gen, der Licht aus­strah­len konn­te. Lindy und seine Familie sind Roma-Tra­vel­lers, eine Min­der­heit, die seit dem 16. Jahr­hun­dert in Schweden lebt. Noch heute wer­den Roma-Tra­vellers von der schwe­dischen Gesell­schaft diskri­mi­niert und erleben Miss­brauch und struk­tu­rel­len Rassismus.

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dROMa 59: „Literatur | Literatura“

November 9th, 2020  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Themenheft LITERATUR | Temakeri heftlina LITERATURA: dROMa 59 (2-3/2020) Sommer/Herbst | Linaj/Terno dschend 2020
Themenheft Literatur | Temakeri heftlina Literatura

Download (PDF) | Inhalt

Ausstellungen, Filme, Bücher – mit dem aktuel­len künst­le­ri­schen und lite­rari­schen Schaf­fen von Roma und Romnja ist schon seit ge­raumer Zeit kaum noch Schritt zu halten. Für diese Aus­gabe haben wir uns daher ent­schlos­sen, uns wieder ein­mal dem Bereich der Literatur zu­zu­wenden. Das so ent­standene Themen­heft ver­eint völlig unter­schied­liche litera­ri­sche Genres. Den Auftakt macht ein Stück zeit­genössi­scher Kurzprosa von Jovan Nikolić („Fuge für Notenblatt, Bier und Fahrrad“), das als melan­cho­lisches, bier­seliges Zeit­dokument die Corona-Ära über­dauern wird, von der es be­rich­tet. Roman Urbaner stellt Ihnen Katharina Graf-Janoskas familien­bio­gra­fischen Er­in­ne­rungs­bandKriegsROMAn“ vor. Ein wuch­tiger Comic­roman aus der Feder Davide Reviatis („Dreimal spucken“) er­zählt vom Er­wachsen­werden und der Roma­feind­lich­keit in der italieni­schen Provinz. Als Hom­mage an unseren lieben Freund Ludwig Horvath, der uns in unserer Arbeit über Jahre tat­kräftig unter­stützt hat und der am 18. Juni ver­storben ist, haben wir ein von ihm er­zähl­tes Roma-Märchen aus dem Burgenland hervor­gekramt. Und auf der Heft­rück­seite prä­sentieren wir Ih­nen noch ein Ge­dicht Raj­ko Đju­rićs (1947–2020), das längst seinen Platz im Kanon der Roma-Li­teratur ge­fun­den hat.

Artschijiptscha, filmtscha, kenvi – le ak­tu­jeli kinst­le­ri­schi taj lite­ra­ri­schi keri­peha Ro­men­dar taj Rom­ni­jendar, sajt du­geder cajt, buter joma te like­rel nan. Va­schoda adale ardi­peha, papal le litera­tura­kere thanes­ke aun amen lijam. I afka ari ali tema­keri heft­lina min­den­felitike litera­rischi falati khetan phan­del. O kes­dipe kerel jek falato adive­sakera harna pro­satar le Jovan Nikolićistar („Pha­rajipe la noten­gera patra­ke, schejros­ke taj kerekoske“), savo ojs melan­cho­lischi, schejros­kero cajtakero doku­mento i corona­keri-cajt prik dschivla, sa­vatar phukal. O Roman Urbaner la Kathari­na Graf-Ja­nos­kakeri fa­milijakeri bijogra­fischi palgon­do­lini­peskeri ken­vaKriegsROMAn“, angle terdscha­rel. Read the rest of this entry »

4. Roma-Filmfestival Ake Dikhea?

November 8th, 2020  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

LINDY. THE RETURN OF LITTLE LIGHT von Ida Persson Lännerberg (© Chinema Film Sweden AB)Das Berliner Roma-Filmfestival geht – online – in die vier­te Runde: Das Fes­ti­val zeigt 17 Filme, darun­ter Kurz­filme, Doku­men­tar- und Spiel­filme.

Vom 19. bis zum 23. November 2020 laufen in der vier­ten Festi­val-Edi­tion 17 Filme, darun­ter Kurzfilme, Doku­men­tar- und Spielfilme. AKE DIKHEA? findet dabei das ers­te Mal online statt. Wie wich­tig die An­passung an die aktuel­len Bedin­gungen ist, be­tont auch der Schirm­herr des Festivals, Dr. Klaus Lederer, Bürger­meis­ter von Berlin und Se­nator für Kultur und Europa:

Gerade in Krisen­zeiten braucht unsere Gesell­schaft Zusammenhalt, das Aufeinanderzugehen, Sich-ge­gen­seitig-Zu­hören. Und es ist es­sen­tiell, dass gerade Er­fah­run­gen von Roma, LGBTIQ-Men­schen und an­deren oft an­gefein­de­ten Men­schen sicht­bar wer­den. Das AKE DIKHEA?-Film­fes­tival bietet dazu seit vier Jah­ren eine groß­artige Platt­form.

Dr. Klaus Lederer über AKE DIKHEA?

Intersektionalität, Feminismus und Rechte von LGBTIQ+

Der thematische Fokus der diesjährigen Festivalausgabe liegt auf Inter­sek­tiona­lität. Men­schen werden oft nicht nur wegen einer, sondern meh­rerer Identitäts­merk­male be­nachteiligt und damit auch mehr­fach diskri­miniert. Dem­ent­spre­chend ist es ein Anliegen von AKE DIKHEA?, Solida­rität zu zeigen und zu üben – quer durch margi­nali­sierte Gruppen.

Eröffnet wird das Festival mit dem Kurzfilm TRAVELLER PRIDE von Lisa Smith und der inter­natio­na­len Premiere des Dokumentar­films LINDY. THE RETURN OF LITTLE LIGHT (Do, 19.11., 18.00 Uhr). Regisseu­rin Ida Persson Lännerberg be­gleitet darin den Sänger und Schauspieler Lindy Larsson bei der Suche nach seiner eigenen Identität als einem in Südschweden auf­gewach­se­nen Roma-Traveller. Dabei wird auch auf seine Arbeit als queerer Per­formance­künstler ein­gegan­gen sowie die damit ver­bun­dene Aus­einander­setzung mit dem Zu­sam­men­hang von Authen­ti­zität, Wahrheit und Zeugen­schaft. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (323)

November 4th, 2020  |  Published in Facts & Figures

Sean Connery ent­stamm­te vä­ter­li­cher­seits einer Fa­mi­lie aus der Min­der­heit der Irish Tra­vel­lers („Tin­kers“).

(Quelle/Video)