Archive for Dezember, 2019

Roma-Neujahrskonzert in Frankfurt

Dezember 31st, 2019  |  Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Riccardo M. Sahiti (Foto: Slovo21, via Radio Prag)Neujahrskonzert der Roma-und-Sinti-Philharmoniker im Bockenheimer Depot, Frankfurt a. M., 8.1.2020, 19:30 Uhr

Jedes neue Jahr beginnt, wie es sich gehört, mit dem Neujahrskonzert. Oder besser: mit zwei – denn auch das in Frankfurt beheimatete Orchester der Roma-und Sinti-Philharmoniker lädt zu seinem Neujahrskonzert. Die Philharmoniker unter der Leitung Riccardo M. Sahitis veranstalten ihr Neujahrs-Konzert unter dem Motto „Roma-Romantik“ mit einem Programm aus Oper, Operette und sinfonischer Literatur am Mittwoch, 8. Jänner im Bockenheimer Depot in Frankfurt. Konzertkarten sind im Vorverkauf des Opernhauses Frankfurt am Main erhältnlich.

Programm:

Johann Strauß II (1825–1899): Csárdás aus der Oper »Ritter Pásmán«, Op. 441
Pietro Mascagni (1863–1945): Intermezzo aus der Oper »L´amico Fritz«
Camille Saint Saens (1835–1921): Mon coeur s’ouvre à ta voix aus »Samson et Dalila«
Peter I. Tschaikowski (1840–1893): Der Nussknacker, Op. 71, Pas de deux
Franz Lehár (1870–1948): Meine Lippen, sie küssen so heiß (aus der Operette »Giuditta«)
Johann Strauss II (1825–899): Éljen A Magyar (Polka, op. 332) Read the rest of this entry »

Facts & Figures (262)

Dezember 31st, 2019  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Am Anfang der sog. „Stol­per­stei­ne“ stand 1990 Gun­ter Dem­nigs Ge­denk­pro­jekt „Spur der Er­in­ne­run­gen“ für die de­por­tier­ten Sin­ti und Ro­ma in Köln.

(Quelle)

Kai Dikhas: Stopping Places VII

Dezember 30th, 2019  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-Kunstausstellung in Berlin, Galerie Kai DikhasDie GALERIE KAI DIKHAS – die Galerie für zeit­genös­sis­che Kunst der Sinti und Roma – zeigt noch bis 31. Ja­nuar 2020 die Gruppen­aus­stel­lung STOPPING PLACES VII. Öff­nungs­zeiten: Mi. bis Sa. 14–18 Uhr u.n.V. Aus­­stel­lung mit Wer­ken von:

EMANUEL BARICA, MANOLO GÓMEZ, DAMIAN LE BAS, DELAINE LE BAS, VALÉRIE LERAY, NIHAD NINO PUŠIJA, MERSUD SELMAN, IMRICH TOMÁŠ, ALFRED ULLRICH, KÁLMÁN VÁRADY, GEORGE VASILESCU, DAVID WEISS

Kai Dikhas/Aufbauhaus: Die Galerie hält inne und wirft mit zwölf zeit­genös­si­schen Künst­lern*in­nen der Min­der­heit aus ganz Europa einen Blick zurück auf mehr als acht Jahre bewegter Aus­stel­lungs­arbeit und etwa 100 Aus­stel­lungen im In- und Aus­land. „Stopping Place“ heißt so viel wie Rast­platz oder Halte­punkt. Für uns sind diese Kunstwerke Weg­marken, an denen wir reflek­tie­rend zu­rück-, aber auch nach vor­ne blicken. Nach ihren jährlichen Vorgängerausstellungen STOPPING PLACES I–VI ist auch STOP­PING PLACES VII die Bilanz und Ge­gen­warts­dia­gnose der Galerie Kai Dikhas. Der dies­jähri­gen Ein­ladung sind zwölf sehr unter­schied­lich arbei­tende Künst­ler*in­nen gefolgt. Das Er­gebnis ist ein ab­wechs­lungs­reiches Kalei­doskop, so­wohl hin­sichtlich der unter­schiedli­chen künstle­ri­schen Aus­drucks­möglich­keiten wie auch des diver­gie­ren­den Um­gangs mit der sie oft einen­den Thematik.

STOPPING PLACES VII fragt wieder nach dem Umgang mit dem in Gesamt­europa eska­lie­renden Antiziganismus und Rechts­popu­lis­mus: DOES HISTORY RE­PEAT ITSELF? Read the rest of this entry »

Facts & Figures (261)

Dezember 26th, 2019  |  Published in Facts & Figures, Romani

Für die Verwendung der „Zi­geu­ner­spra­che“ sahen die Richt­linien Jo­sephs II. von 1783 eine Strafe von 24 Stock­schlä­gen vor.

(Quelle/pdf)

Boschitschani rat

Dezember 24th, 2019  |  Published in Allgemeines

Boschitschani rat (1832)

Le Nikolaus Lenauistar
Übersetzung/prik bescharipe: Josef Schmidt

Angli schil i diha baruni hi,
Patalinel o dschiv mre jomendar,
Geselinel mri diha, larmasinen mre tschor;
Tschak bejg, tschak mindig bajder bejg!

Saj mulatim o than hi mirno!
O tschon ududarel o phure fejovtscha,
Save, tatjarde uso mulipe pumen bandscharen,
I aga usi phuv pal dsschuminel.

Schilalipe! fadschin mange ando vodschi ande,
Hor ando jagalo micindo, varno!
Kaj jefkar mirnipe ande te ol,
Sar adaj ando ratjakero than!

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Winternacht (1832)

von Nikolaus Lenau

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!

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dROMa 57 (2019): „Orte der Roma 2“

Dezember 21st, 2019  |  Published in dROMa (Magazin)

dROMa 57Winter | Dschend 2019
Orte der Roma 2 | Thana le Romendar 2

Download (PDF) | Inhalt

Vor rund fünf Jahren sorgte das Wiener „Romano Centro“ mit der Aus­­stel­lung über „Romane Thana“, über „Orte der Roma und Sinti“, für Furore. Als kleine Ver­­beu­gung vor unseren Kol­­le­­gin­nen und Kol­­le­gen möch­ten wir diese Idee hier ein wenig weiter­­spin­nen. Mit dem zweiten Teil unse­rer Reihe über „Orte der Roma“ wenden wir uns wieder einigen Orten zu, die für Roma eine be­son­dere Be­deu­tung haben. Den An­fang macht Clemens Prinz mit einem recht trost­losen Lage­bericht aus Ungarn – trost­los vor allem für die ver­armten Gegen­den und ihre Roma. Im Dorf Berettyóújfalu je­doch malt und zeichnet eine Kunstschule für Roma­kinder erfolg­reich ge­gen das Elend an. Momčilo Nikolić stellt einige Über­legun­gen zum The­ma Museali­sie­rung an und bietet einen Über­blick über die wich­tigs­ten Roma-Museen in Europa. In Frankfurt a. M. schlug im Okto­ber die große Stunde der Roma-Literatur: Mit gleich zwei viel be­achte­ten Ständen war die Minder­heit bei der größ­ten Buchmesse der Welt zu Gast. Tobias Neuburger skiz­ziert den langen Kampf um An­erken­nung des NS-Ge­nozids, den die Sinti und Roma in Deutschland aus­fech­ten muss­ten: Vor 40 Jahren fand in Bergen-Belsen die erste Gedenk­feier statt. Und Roman Urbaner be­fasst sich mit der Central European University, die sich zur Kader­schmiede für Roma-Aka­de­miker ge­mausert hat. Von der Re­gie­rung drang­saliert musste sie ge­ra­de ihren Standort von Budapest nach Wien ver­legen.

Angle valami pantsch berscha o betschiti­ko „Romano Centro“ pre artschi­ji­peha pedar o „Romane Thana“, pedar „Orte der Roma und Sinti“, bare diki­peske sor­gintscha. Ojs tikno patija­ripe ka­maha amen ada gondo eknaj ar te bul­­harel. Amare dujte fala­toha amare redos­tar pedar „thana le Romen­dar“ papal poar tha­nenge use amen irinas, saven le Romen­ge igen baro bari­ka­nipe hi. O kes­dipe kerel o Clemens Prinz jeke bri­gaschne phu­kaji­peha andar o Ungriko – bri­gasch­no but­var le tscho­rikane thanen­dar taj lengere Romen­dar. Ando gav Berettyóújfalu ham jek kunstakeri isch­kola le Romen­gere tscha­venge, jerim gejng o tscho­ripe feschti­nel. O Momčilo Nikolić poar gondi usi tema muse­ja­li­si­ri­nipe sikal taj jek dikipe pedar o lek barikaneder Romenge­re-mu­seum­tscha andi Europa del. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (260)

Dezember 19th, 2019  |  Published in Facts & Figures

Genomanalysen ergaben, dass sich die Vor­fah­ren der europ. Ro­ma bis vor ca. 1500 Jah­ren im Nor­den bzw. Nord­wes­ten In­di­ens auf­hiel­ten.

(Quelle)

Facts & Figures (259)

Dezember 16th, 2019  |  Published in Facts & Figures

Die Zeitschrift Romano Kipo (dt.: Roma-Bild) kam erst­mals 1994 he­raus. Das deutsch­spra­chige Vereins­or­gan des Kul­tur­vereins er­scheint bis heu­te in Wien.

(Quelle/pdf)

Sobotka: Bekenntnis zu Volksgruppen

Dezember 16th, 2019  |  Published in Politik

25 Jahre Volksgruppenanerkennung der Roma in Österreich: Matinee im Nationalrat, 16.12.2018Anerkennung der Roma als Volksgruppe am 16. De­zem­ber 1993

Nationalratspräsident Sobotka: Vielfalt ist Teil der ös­ter­rei­chi­schen Identität

APA-OTS: Die Verantwortung gegenüber den Volksgruppen und ihren An­liegen betont Natio­nal­rats­präsi­dent Wolfgang Sobotka 26 Jahre nach Anerken­nung der Roma in Österreich. „In An­betracht welt­um­span­nen­der Trends wie Globali­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung ist es von be­son­derer Be­deutung, die eigene Identität zu stär­ken“, meint der Präsident des Nationalrats. Es sei daher not­wendig und zeit­gemäß, die Reich­haltig­keit der öster­rei­chi­schen Identität durch ihre Volks­gruppen in den Fokus zu rücken und diese Tat­sache im kollek­tiven Bewusst­sein der Men­schen zu ver­ankern, so Sobotka.

Ihm zufolge dürfe man die Bemühungen nicht nur auf Österreich be­schränken. „Ich halte dies für eine euro­päi­sche Haus­aufgabe, die es zu er­füllen gilt. Die Volks­gruppen und ein dies­bezüg­li­ches euro­päi­sches Be­wusst­sein müs­sen in allen Mitglied­staaten nach­haltig ge­fördert werden“, sagt Sobotka.

Zudem müsse die Auseinandersetzung mit den Volksgruppen auch in den Schulen ver­ankert und geför­dert werden. „Die Volks­gruppen dürfen nicht nur zu beson­deren kalen­da­ri­schen Gegeben­heiten in den Fokus ge­rückt werden, son­dern müssen per­ma­nent im emotio­na­len Bewusstsein der Men­schen vor­handen sein“, so der National­rats­präsident.

Die Roma und Sinti wurden am 16. Dezember 1993 als Volks­gruppe der Roma in Österreich an­er­kannt. Read the rest of this entry »

13 Porträts: Ausstellung in Graz

Dezember 15th, 2019  |  Published in Frauenrechte, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

13 Porträts aus Bulgarien: "In Between" von Anaïs Horn, im Rahmen der Ausstellung "Kunstraum Steiermark" (Foto: Neue Galerie Graz)Zu sehen bis 12.1.2020
in der Neuen Galerie in Graz (Ein­tritt frei)

Die Fotografin Anaïs Horn zeigt in der Sammel­aus­stel­lung „Kunst­raum Steiermark“ in der Neuen Gale­rie in Graz eine Porträt­serie von bul­ga­ri­schen Romnja. Im Zuge ihres Aus­lands­auf­ent­hal­tes in Plowdiw in Bulgarien setz­te sich Horn mit der Minder­heit der Roma aus­einan­der: Dabei sind 13 Porträts von jun­gen Roma-Frauen im Alter zwi­schen elf und 18 Jahren ent­stan­den, Mädchen und jungen Frauen, die entweder in Stolipinowo, einem der größten und be­kann­tes­ten Roma-Ghet­tos Europas, oder auch in ande­ren Roma-Com­mu­nitys rund um Plowdiw le­ben. Bereits im Okto­ber war die Foto­serie un­ter dem Titel IN-BETWEEN in Plow­diw selbst zu sehen. Im Ausstellungstext heißt es dazu:

„In her latest work IN-BETWEEN, Anaïs Horn (Paris/Vienna) puts herself in a long row of Romnia-portrayal, but chal­lenges and questions the tra­ditions, existing methods and aesthetics of this de­piction with her aware­ness for dif­ferent angles of female sub­jectivity. The por­trayed Romnia girls may come from different socio-eco­no­mi­cal back­grounds and live under diverse con­ditions within their home­town Plovdiv, but still share com­mon aspira­tions for their future life. Anaïs Horn de­velops an intimate dia­logue with the teenage girls and portrays them de­tached from their ever­yday environ­ment in a ’white cube‘ which leaves enough room for their per­so­na­lities to unfold. Read the rest of this entry »