Archive for Januar, 2020

Radijo: Internacijonali di le gondolipestar

Januar 31st, 2020  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
20.1.2020 | (on demand)

O internacijonali di le gondolipestar upro opfertscha le holocaustistar | International Holocaust Remembrance Day, ando 27to jeneri ando bersch 2005 le khetane nacijonendar uso gondolipe upro holocaust taj uso berscheskero di le putrinipestar le logeristar Auschwitz-Birkenaus, kerdo ulo.

"Sie kamen nie wieder", Ceija Stojka (Foto: Horst Horvath)Ada bersch imar 75 berscha hi, kada o logeri Auschwitz putrim ulo. Jek prindschardi and tschapimi ando logeri Auschwitz sina i pisimaschkija taj kinstlerkija Ceija Stojka, savi angle 7 berscha ando 28to jeneri muli. Oj ando bersch 1943 pra dajaha taj pra phenjaha ando logeri Auschwitz-Birkenau ledschim uli. I Ceija use jek betschitiki Lovara familija kerinlahi taj oj andi sendung pre terdschijiptscha uso aunajipe ando logeri Auschwitz phukal. But, save Auschwitz ledschim ule oni upre pisinipe mindschart ando gas bitschade ule. Ando erschti deschberschengero pal o haburiskero kisetinipe, falati le and tschapime dschenendar bejg sina, vaschoda tschak scheciniptscha ar dim ule. Read the rest of this entry »

Roma sam: Holocaust Remembrance Day

Januar 31st, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
20.1.2020 | (on demand)

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (International Holocaust Remembrance Day) am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

"Sie kamen nie wieder", Ceija Stojka (Foto: Horst Horvath)Heuer jährte sich, am Montag, die Befreiung des KZ Auschwitz zum 75. Mal. Eine der bekanntesten Inhaftierten im Lager Auschwitz war die österreichische Schriftstellerin und Künstlerin Ceija Stojka, die vor sieben Jahren schicksalhaft am 28. Jänner verstarb. Sie wurde 1943 mit ihrer Mutter und Schwester in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Ceija gehörte zu einer Wiener Lovara-Familie und erzählt in der Sendung ihre Eindrücke bei der Ankunft im Lager Auschwitz. Die meisten nach Auschwitz Deportierten wurden ohne Registrierung unmittelbar von der Rampe ins Gas geschickt. In den ersten Jahrzehnten nach Kriegsende waren Teile der Häftlingsunterlagen verschollen, es konnten daher vielfach nur Schätzungen publiziert werden. Read the rest of this entry »

Burgenland: Hango lädt zum Roma-Ball

Januar 30th, 2020  |  Published in Brauchtum & Tradition, Veranstaltungen & Ausstellungen

Plakat Romaball 2020Traditioneller Roma-Ball 2o2o
Romano Mulantintschago

Sa., 15. Feber 2020 um 20.00 Uhr

Gasthaus Knarr, Mischendorf, Getreideg. 40

Wir, der Verein HANGO Roma, haben die ehren­volle Auf­gabe, in Zu­kunft den tra­ditio­nel­len Roma-Ball zu ver­anstal­ten und so unse­re Kultur in der Öffent­lich­keit zu prä­sen­tieren und sicht­bar zu machen. Wei­ters soll der tra­ditio­nelle Roma-Ball Roma und Nicht-Roma die Ge­legen­heit geben, sich aus­zu­tauschen und mehr über die Kultur der Volks­gruppe der Roma zu er­fahren. Ziel ist es, Vor­urteile ab­zu­bauen und ein Mit­einander zu för­dern. Musi­ka­lisch um­rahmt wird der Roma-Ball 2020 von der Roma-Band Romano Rath so­wie von der Samer Banda und der Ungari­schen Volks­tanz­gruppe Jabing. Ein be­son­deres High­light und jahre­lange Tra­dition ist die Wahl und die Krö­nung der Roma-Königin 2020.

Read the rest of this entry »

Facts & Figures (268)

Januar 30th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

1930 bis 1938 bestand im süd­bur­gen­län­di­schen Stegers­bach eine ein­klas­si­ge Apart­heids­schu­le nur für Ro­ma­kin­der („Zi­geu­ner­schu­le“).

(Quelle)

Requiem für Auschwitz im Berliner Dom

Januar 29th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Roma-und-Sinti-Philharmoniker (Foto: Benjamin Renter/Zenralrat)Requiem für Auschwitz – Konzert zum Ge­den­ken an die Opfer des NS-Ver­nich­tungs­la­gers Auschwitz-Bir­kenau an­läss­lich des 75. Jah­res­tages der Be­freiung

Am Vorabend des Internationalen Holocaust-Ge­denk­tages führ­ten die Ro­ma-und-Sin­ti-Phil­har­mo­ni­ker ge­mein­sam mit dem Syna­gogal En­semble Berlin am 26. Ja­nuar 2020 das „Re­quiem für Auschwitz“ von Roger Moreno-Rathgeb im Ber­li­ner Dom auf. Zum ers­ten Mal traten dabei die Phil­har­moni­ker mit dem Ber­li­ner En­semble auf. Ge­mein­sam mu­si­zie­ren sie zur Wür­di­gung der Opfer und Über­leben­den sowie zum Ge­denken an den 75. Jahres­tag der Befreiung des Ver­nich­tungs­lagers Ausch­witz-Bir­kenau.

In seiner Rede betonte Romani Rose die Bedeutung eines leben­digen Geden­kens und rief auf zu einem ge­mein­sa­men Kampf für unsere demo­krati­sche Werte­ge­mein­schaft: „Der Name ‚Auschwitz‘ steht als Symbol für den Holocaust an den Sinti und Roma, in dem 500.000 Men­schen den Tod fan­den, für 6 Millio­nen ermor­dete Juden und für alle ande­ren Men­schen, die unter dem national­sozia­lis­ti­schen Terror ge­litten haben oder durch ihn um­kamen. Erinnern an die Opfer der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Mensch­heits­ver­brechen be­deutet immer auch ge­lebte Ver­ant­wortung für die Gegen­wart und für unser Gemein­wesen. Dabei darf Erinnern nicht zu einem lee­ren Ritual er­starren. Es muss ein leben­diges Gedenken sein – so wie diese Auf­führung, bei der die Mu­sikerin­nen und Musiker der Ro­ma-und-Sin­ti-Phil­har­moni­ker und des Syna­go­gal En­sembles Berlin ge­mein­sam aller Opfer des Holocaust ge­denken. […] Wir haben allen Grund stolz zu sein auf die Errun­gen­schaften unse­rer Demokratie, die unse­re Freiheit, und unse­ren Wohlstand ga­ran­tiert, die aber nur be­stehen kann, wenn die Ver­ant­wortung für das Gemein­wesen nicht durch ego­isti­sche Einzel­interes­sen aus­gehöhlt wird. Der Kampf gegen Antiziganismus, Anti­semi­tismus und jede Form von grup­pen­bezo­ge­ner Men­schen­feind­lich­keit ist eine gesamt­gesell­schaft­li­che Ver­pflich­tung. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (267)

Januar 28th, 2020  |  Published in Facts & Figures

Im September 2008 ver­an­stal­te­te die Euro­pä­i­sche Kom­mis­si­on in Brüs­sel erst­mals einen EU-Gip­fel zur Ro­ma­po­li­tik.

(Quelle/PDF)

Palal phutschlo: 25 berscha pal o atentato

Januar 28th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Emmerich Gärtner-HorvathPalal phutschlo: La historija but perspektivtscha hi

25 berscha pal o Erbakero aten­tato: O Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath, angle­be­scha­schi le flogos­kere grup­nakere baj­ro­tistar le Ro­men­dar taj schero le fa­raj­nistar Roma-Service, duach o artschi­jipe ando Kher la histo­ri­jatar Austrija vo­dinel.

Keden, 28to jeneri 2020, 16.30 orenge
Kher la historijatar Austrija
Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Betschi

Kada ando 4to feberi 1995 ando burgenlanditiko foro Erba schtar Roma murdarde ule, i republika telal bari dar terdscho­lahi: O dschi adi lek bare­der poli­tischi aten­tato sajt 1945 le austri­tike Romen taj Rom­nijen ando pra­dipe antscha – taj o murda­ripes­kero keripe le rasis­musistar gejng o Romnija taj Roma upre sikatscha. O Emme­rich Gärt­ner-Hor­vath phukal, sar le o bibas­talo terdschi­jipe le ber­schestar 1995 pre­gintscha – ov ande oja cajt andi Erba o schero le erschti Romen­ge­re-fa­raj­nistar sina. Read the rest of this entry »

Nachgefragt: 25 Jahre nach Oberwart

Januar 27th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Emmerich Gärtner-HorvathNachgefragt – Geschichte hat viele Perspektiven

25 Jahre nach dem Attentat von Oberwart: Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volks­gruppen­beirats der Roma und Ob­mann des Vereins Roma-Ser­vice, führt durch die Aus­stel­lung im Haus der Geschichte Öster­reich.

Dienstag, 28. Jänner 2020, 16.30 Uhr
Haus der Geschichte Österreich
Neue Burg, Heldenplatz, Wien

Als am 4. Februar 1995 im burgenländischen Oberwart vier Roma getötet wur­den, stand die Republik unter Schock: Das bis heute größ­te poli­ti­sche Attentat seit 1945 brach­te die öster­rei­chi­schen Roma und Romnija in die Schlag­zeilen – und machte auf das mör­deri­sche Aus­maß von Rassismus ge­gen Rom­nija und Roma auf­merk­sam. Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath er­zählt, wie sehr ihn der ge­walt­same Ein­schnitt des Jahres 1995 ge­prägt hat – er war zu dieser Zeit in Ober­wart Ob­mann des ersten Ro­ma-Vereins. 25 Jahre nach dem Atten­tat blickt er aber auch zurück, wie sich das ge­wachsene poli­ti­sche Be­wusst­sein aus­gewirkt hat, und berich­tet über erfolg­reiche Pro­jekte von Arbeits­markt­maß­nah­men bis hin zum Ein­satz für den Erhalt der Sprache Burgen­land-Ro­man.

In der Reihe „Nachgefragt“ führen spannende Persönlichkeiten durch die Ausstellung – und brin­gen so ihren Blick­win­kel auf die letz­ten 100 Jahre öster­rei­chi­scher Ge­schichte ein.

→Haus der Geschichte Österreich

Read the rest of this entry »

Facts & Figures (266)

Januar 26th, 2020  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Im Zweiten Weltkrieg bil­de­te sich Mit­te 1942 in Kro­a­ti­en bei Da­ru­var eine ers­te Ro­ma-Par­ti­sa­nen­ein­heit.

(Quelle/PDF)

Buteder flogoskere grupnengere loj

Januar 25th, 2020  |  Published in Politik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
6.1.2020 | (on demand)

O flogoskere grupnengere loj akan ando nevo re­gi­run­ga­ke­ro pro­gramo „utsche­der“ ovla, ham o cilo man­gipe le flo­gos­ke­re grup­nen­dar na prik be­schar­do ovla.

Gemeinsame Pressekonferenz der Volksgruppen, Dezember 2019 (Foto: volksgruppen.orf.at)O flogoskere grupnengere fartretertscha taj fartre­ter­kiji mangen dujvar atschi loj sar andar o bersch 1995 aun usch­tiden. Ada ovlahi valami 8 mili­joni Euro. Upre buteder sar 300 riktscha skicirinde o duj regi­runga­kere partaji pu­maro cukünf­tigi keripe ando pantsch berscha. Upri rik 13 le re­gi­rungake­re programistar o plan­tscha la neva bun­dakere regi­rungatar le aun­prin­dscharde flo­goskere grupnen­dar an­dar i Austrija ande hi. Jek schukar falato le man­gi­pendar le flogos­kere grup­nen­gere fartre­terendar taj farter­kijendar usi khetani prese­jakeri kon­ferenca angli boschi­tscha ando nevo regi­run­gakero programo ande lim ulo.

Vasteskero pisinipe le Kärntnerendar

Ko usi presejakeri konferenca ando 17. decemberi 2019 use sina, dschanel kaskero vastes­kero pisinipe adale regi­run­gakere man­gipestar ledschel. So ando nevo regi­runga­ke­ro programo ande terdschol usi pre­sejkeri kon­ferenca le fartre­teren­dar le Kärntner Slo­venendar Bernard Sadovnik manglo ulo. „Finacijeli tel like­ripe le flo­goskere grupnen­gere medi­jendar.“ Palo phe­nipe le Sadov­nikistar o flogos­kere grupnen­gere mediji o ledschasch­tscha la dajakera tschib­tschatar hi taj lojen­gero pomo­schago vasche dim te ol. Ada man­gipe ando programo le regi­rungakere par­tajendar ÖVP taj Selene jek barikano than uschtidija. Jek bari­kano tema sikal o man­gipe ojs aun­prindscha­ripe la Jenischi flogos­kera grup­natar andi Austrija. Read the rest of this entry »

Fact & Figuren (265)

Januar 23rd, 2020  |  Published in Facts & Figures, Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Der alte antiziganistische Topos der „kin­der­steh­len­den Zi­geu­ner“ war auch ein be­lieb­tes Mo­tiv des frü­hen US-Ki­nos (1905 bis 1910).

(Quelle/PDF)

Koalition: mehr Budget für Volksgruppen

Januar 21st, 2020  |  Published in Politik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
6.1.2020 | (on demand)

Nach 25 Jahren: Das Volksgruppenbudget wird nun nach dem neu­en Re­gie­rungs­pro­gramm „zeit­nahe“ er­höht, aber die For­de­rung der Volks­grup­pen blieb nicht ganz be­rück­sich­tigt.

Gemeinsame Pressekonferenz der Volksgruppen, Dezember 2019 (Voto: volksgruppen.orf.at)Die Volksgruppenvertreterinnen und -vertreter ver­langten und ver­langen eine exakte Ver­dop­pelung der Budget­summe von 1995, die ohne eine ein­zige Evaluie­rung bis heute etwa bei vier Mi­llio­nen stag­niert. Nach der For­derung der Volks­gruppen sollte das jetzige an­ge­passte Budget über acht Millio­nen Euro be­tragen. Seite 13 des Regierungs­über­ein­kom­mens be­inhaltet die Pläne der neuen Bundes­regierung be­treffend die an­erkann­ten Volksgruppen in Österreich. Ein be­acht­licher Teil der Forde­rungen von Volks­gruppen­vertretern/in­nen bei der gemein­sa­men Presse­konferenz vor Weih­nachten wurde in das neue Regie­rungs­programm in­kludiert.

Handschrift der Kärntner

Wer der Pressekonferenz der Volksgruppenvertreter/innen am 17. Dezem­ber 2019 bei­gewohnt hat, kann sich des Gefühls nicht er­wehren, dass das Regie­rungs­programm in puncto Volks­gruppen die Hand­schrift der Kärntner trägt. Genau das, was im neuen Re­gie­rungs­programm aus­drück­lich steht, wurde näm­lich bei der Presse­konferenz allem voran vom Ver­tre­ter der Kärntner Slowenen Bernard Sadovnik ge­fordert: „finan­zielle Sicher­stellung der Volks­gruppen­medien“. Nach Sadovnik seien die Volks­gruppen­medien Träger der Mutter­sprache und daher beson­ders för­de­rungs­würdig. Diese For­derung hat nun im Programm der Re­gie­rungs­parteien ÖVP und Grüne einen pro­minen­ten Platz.

Ein erfreuliches Thema stellt das Verfahren zur Anerkennung der Jenischen als österreichi­sche Volksgruppe dar. Bis jetzt wurde es zwar von den Volks­gruppen­institutio­nen, mit Aus­nahme der Kärntner Slowenen, nicht richtig sicht­bar the­matisiert, wird aber sicher­lich von allen Volks­gruppen gerne mit­ge­tragen. Read the rest of this entry »

„Elses Geschichte“ als interaktive Lernseite

Januar 17th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher

Elses GeschichteSeit dem Erscheinen des Kinder- und Jugendbuchs „Elses Ge­schichte“ von Michail Krausnick im Jahr 2007 hat die Ge­schichte der klei­nen Else Schmidt die Herzen vieler Men­schen berührt. Eine Geschichte, die die Schrecken der Nazi-Zeit mit einem gren­zen­losen und men­schen­ver­ach­ten­den Hass, der selbst vor Kindern keinen Halt machte, ge­nauso ein­dring­lich schil­dert wie das mutige Ver­hal­ten Einzelner, das Leben rettete. Else Schmidt hat dank ihres Pflege­vaters Emil Matulat über­lebt. Ihre Ent­lassung aus dem Kon­zentra­tions­lager gleicht einem Wunder. Doch das Erlebte hat tiefe Spuren und ein zer­stör­tes Men­schen­leben hinter­lassen.

Sie erinnert uns an die schwächsten der Opfer von Rassismus, Gewalt und Krieg: die Kinder. Sie ver­pflich­tet uns, heute nicht weg­zu­schauen, wenn Kinder zu Opfern wer­den und unse­re Hilfe brau­chen, und Kinder mit dem Ver­trauen in das Gute auf­wach­sen zu lassen.

Auf der Website www.elses-geschichte.de zusam­men­ge­stell­te In­for­ma­tio­nen möch­ten Leserin­nen und Leser bei der Be­geg­nung mit »Elses Geschichte« un­ter­stützen. Die »Hinter­grund­informa­tio­nen« bieten eine Ein­ordnung der Erzählung in den his­tori­schen Kon­text mit weiter­füh­ren­den Links und Lite­ra­tur­anga­ben. Die »Pädago­gi­schen Materialien« lie­fern An­regun­gen und Arbeits­mate­ria­lien für eine ver­tie­fende Aus­einander­setzung bei der Lektüre des Buches mit Kindern und Jugend­lichen. Read the rest of this entry »

Deutschland: Rassismus in Strafverfahren

Januar 15th, 2020  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert Dis­kri­mi­nie­rung in Straf­ver­fah­ren in Schles­wig-Hol­stein

Am Landgericht Itzehoe in Schleswig-Holstein wird ge­gen­wär­tig ge­gen meh­rere deut­sche und pol­ni­sche Staats­bürger wegen des Vor­wurfs ban­den­mä­ßi­gen Kfz-Ver­si­che­rungs­betrugs ver­han­delt. In­nen­mi­nis­ter Herbert Reul soll ras­sis­ti­schen Sprach­ge­brauch bei den Itzehoer Er­mitt­lungs­be­hör­den un­ter­suchen.

Von der Verteidigung der Angeklagten wurde der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma auf die pauscha­lie­ren­den und ras­sis­ti­schen Aus­sagen eines Zeugen, des Kriminal­haupt­kom­mis­sars E. von der Krimi­nal­inspek­tion Itzehoe auf­merk­sam ge­macht. In seinen Aus­führun­gen be­zeichnete der Kriminal­beamte die An­geklag­ten als „Zigeuner“, deren Fami­lien als „Stämme“, „Sippe“ und die Familien­mit­glie­der als „Stammes­angehörige“. Ein der­artiger Sprach­gebrauch nimmt die Sicht­weise des Natio­nal­sozia­lis­mus auf, wie sie in den bundes­deut­schen Polizei­behör­den auch nach 1945 noch über Jahr­zehnte ge­pflegt wurde und mit der durch die Kriminali­sie­rung der ge­sam­ten Minder­heit die Rehabilitierung der Täter be­trieben wurde.

Derart diskriminierende Aussagen eines Polizeibeamten sind in einem rechts­staatlichen Ver­fahren nicht hin­nehm­bar. Es muss hier auch Auf­gabe des Gerichts sein, sich gegen eine im Kern rassisti­sche Sprache zu wenden, die von der Itze­hoer Polizei ins Ver­fah­ren ein­gebracht wurde. Es besteht ins­beson­dere nach Kennt­nis des Zentral­rates keiner­lei sach­licher Bezug der von der Itzehoer Polizei vor­genom­me­nen ethnischen Kenn­zeich­nung der An­geklag­ten zu den vor­gewor­fe­nen Straftaten. Da­mit ver­stößt die Itzehoer Polizei be­wusst und ge­zielt gegen das Dis­krimi­nie­rungs­verbot des Grund­gesetzes.

Nachdem die Verteidigung den rassistischen Diffamierun­gen der An­geklagten deut­lich ent­gegen­getre­ten war, sind nach Auf­fas­sung des Zentral­rates Deut­scher Sinti und Roma jetzt Richter und Schöffen ge­fordert, eine klare Stellung­nahme zu diesen Aus­sagen zu for­mu­lieren.

„Es ist Aufgabe der Polizei, Kriminalität zu verfolgen und zwar ohne An­sehen der Person. Die Gerichte müs­sen beim Nach­weis von Krimina­lität ent­spre­chend unseren Gesetzen ihr Urteil spre­chen. Die Abstammung von Be­schul­dig­ten darf weder von der Polizei noch von den Gerichten als Maß­stab für ihr Handeln ge­nom­men werden, das ist die zentrale Lehre aus unse­rer deutschen Ge­schichte und des­halb grund­legen­des Prinzip unse­rer Demokra­tie und unse­res Rechts­staates. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (264)

Januar 12th, 2020  |  Published in Facts & Figures

In den Einheiten der Ust-Do­nau-Ko­sa­ken des frü­hen 19. Jh. fan­den sich auch bes­sa­ra­bi­sche Roma.

(Quelle/PDF)

25 berscha atentato Erbate

Januar 11th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Grundstück mit dem Oberwarter Roma-Mahnmal (Foto: Priwo/Wikipedia)Podijumakero vakeripe:
Palgondolipe | Putrinipe | Irinipe

Tscheterteko, 30kero jeneri 2020, 18:30 orenge
AK Oberwart, Lehargasse 5, Erba/Oberwart

O 5to feberi 1995 ojs di le teroristar andi austri­tiki histo­ri­ja ande gelo. Ersch­tivar andi dujti republi­ka schtar manu­scha – o Erwin Horvath, o Karl Horvath, o Peter Sarközi taj o Josef Simon – le diki­peha upre len­gero tel schta­minipe taj use keri­nipe murdar­de ule. O austriti­ke Roma, save erscht harne anglo­da ojs austritiki flogos­keri grupn aun prin­dscharde ule, upre jef­kar ando udud le pradi­pestar sina. Ando kurke taj masek­tscha pal o atentato o esbe lipe delahi, hot ada terschi­ji­pe la republika, taj adaj barikan i politik taj o mediji irintscha. 25 berscha paloda o phutscha­jipe del, saj dur oda mici­nipe sina, savo ande oja cajt duach o khe­ta­nipe gelo.

Adala dschene diskutirinen: Ludwig Horvath (dscheno andar i Roma-sidlung), o agune repor­ter­tscha Walter Reiss, Erich Schneller taj Peter Sitar taj o tha­nes­kero rot taj biro Georg Rosner (ÖVP, flo­gos­kero baj­rot le Romen­dar), o nacijo­nal­rot Mag. Christian Drobits (SPÖ) taj o tha­nes­kero rot Wolfgang Spitzmüller (O Selene)

Moderacijona: Mag. Silke Rois & Andreas Lehner
Keraschtscha le mulatintschagostar hi i AK-Bücherei Erba taj i VHS Roma


25 Jahre Attentat in Oberwart

Januar 10th, 2020  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen

Grundstück mit dem Oberwarter Roma-Mahnmal (Foto: Priwo/Wikipedia)Podiumsgespräch:
Erinnerung | Bewältigung | Veränderung

Do., 30. Jänner 2020, 18:30 Uhr
AK Oberwart, Lehargasse 5, Oberwart

Der 5. Februar 1995 ist als Tag des Terrors in die ös­ter­rei­chi­sche Geschichte ein­ge­gan­gen. Zum ers­ten Mal in der Zwei­ten Republik wa­ren vier Men­schen – Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon – mit Hin­weis auf ihre Herkunft und Zu­gehörig­keit ermordet wor­den. Die österreichi­schen Roma, die erst kurz davor als österreichi­sche Volksgruppe an­erkannt wor­den waren, rückten schlag­artig ins Licht der Öffent­lich­keit. In den Wochen und Mo­naten nach dem Attentat konn­te man den Eindruck ge­winnen, das Ereignis habe die Republik, ins­beson­dere Politik und Medien ver­ändert. 25 Jahre später stellt sich die Frage, wie nach­hal­tig jener Ruck war, der damals durch die Gesell­schaft ge­gan­gen ist.

Es diskutieren: Ludwig Horvath (Bewohner der Romasiedlung), die da­mali­gen Jour­nalis­ten Walter Reiss, Erich Schneller und Peter Sitar so­wie LAbg. Bgm. Georg Rosner (ÖVP, Volks­gruppen­beirat der Roma), NR Mag. Christian Drobits (SPÖ) und LAbg. Wolfgang Spitzmüller (Die Grünen)

Read the rest of this entry »

Facts & Figures (263)

Januar 6th, 2020  |  Published in Facts & Figures

Im frühen 19. Jh. wurden im Be­zirk Ak­ker­man am Schwar­zen Meer zwei Kosaken­dör­fer für bes­sa­ra­bi­sche Ro­ma ge­grün­det: Faraonovka und Kair.

(Quelle/PDF)