Prag: Roma wollen NS-Enteignungen aufarbeiten

Dezember 1st, 2019  |  Published in Geschichte & Gedenken, Wissenschaft

Bild: Kunstausstellung mit Tomáš Rafas Roma-Adaptierungen der tschechischen Flagge, 2013 (Foto: Romea-cz) Tschechien: Rat für Roma-Angelegenheiten plant Ana­ly­se von Vor­kriegs-Eigen­tums­ver­hält­nis­sen

Der Rat für Roma-Angelegenheiten bei der Re­gie­rung plant eine Analy­se von Eigentums­ver­hält­nis­sen von An­gehöri­gen der Minder­heit vor dem Zweiten Weltkrieg. So soll fest­ge­stellt wer­den, wie viel des Eigen­tums wäh­rend der deutschen Besatzung in den Jah­ren 1938 bis 1945 enr­eignet wurde und wie hoch mög­liche Ent­schädi­gungen sein könn­ten. Darüber be­rich­tete die Presse­agen­tur ČTK am Sonn­tag. Der Rat fordert von der Regie­rung nun die nöti­gen Mittel für die Forschungen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden rund 5.500 tschechi­sche Roma in Kon­zentra­tions­lager ver­schleppt, nur rund 500 kehr­ten nach Ende des Krieges in ihre Heimat zurück. Kurz nach 1945 leb­ten somit nur rund 800 Roma in Böhmen und Mähren.

(Text: www.radio.cz)

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