März 31st, 2018 |
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Rassismus & Menschenrechte
Das Düsseldorfer Wohncamp an den Bahngleisen wurde ohne Vorankündigung geräumt, auch Kleidung und Lebensmittel der Bewohner wurden zerstört.
Aussendung des Düsseldorfer Straßenmagazins „fiftyfifty“, das die acht Bewohner/innen betreut:
Das Camp befand sich auf einem Grundstück, welches sich im Besitz der Deutschen Bahn AG befindet. Es wurden sämtliche Hütten dem Erdboden gleich gemacht und alle Habseligkeiten der Bewohner/innen mit einem Radlader auf einen Kipplaster geladen. Auf die Bitte eines Camp-Bewohners wenigstens Kleidung und Lebensmittel retten zu dürfen, wurde laut seiner Aussage nicht reagiert und ihm der Zugang zum Gelände verwehrt. Die DB Immobilien sicherte noch im Herbst letzten Jahres zu, dass sie das Straßenmagazin „fiftyfifty“ informieren würden, sobald die Räumung bevorstehen würde. Doch nun kam die Räumung unerwartet und trifft die Bewohner/innen, die nun im Dauerregen vor dem Nichts stehen, besonders hart. Selbst die Lebensmittel fehlen, da diese wie beschrieben ebenso entsorgt wurden. Weiterhin wurden auch sämtliche Geschenke, die die Bewohner/innen für ihre Kinder für das Osterfest gekauft hatten mit den anderen Sachen als Müll entsorgt. Problematisch an dieser Situation ist unter anderem, dass die Roma als EU-Bürger/innen noch nicht einmal Obdach in einer der städtischen Notunterkünfte finden, da ihnen der Zugang im Sommer (seit dem 26. März) zu diesen auf kommunaler Ebene verwehrt wird. Somit blieb den Bewohner/innen nichts anderes übrig, als die erste Nacht nach der Räumung am Düsseldorfer Hauptbahnhof zu verbringen. Read the rest of this entry »
März 30th, 2018 |
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Einrichtungen, Jugend & Bildung, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak (Redaktion). Kamera: Julius Horvath, Emmerich Gärtner-Horvath. Schnitt: Adolf Gussak
Zentralmusikschule Oberwart
I muschikakeri ischkola Erba ando bersch 1947 kerdi uli. Usar i furula dschi usi elektrischi gitara mindenfelitike muschikakere instrumentscha schaj siklim on. 2006 jek khetanipe la muschikakera ischkolaha Szombathely kerdi uli – taj o orchesteri, i „Sinfonijeta Erba – Szombathely“, kerdi sina. Sajt oja cajt te o nevo berschengero koncerto la ZMSatar Erba del, savo ada bersch ando 13ti jeneri andi maschkarutni ischkola sina.
Die Musikschule Oberwart wurde im Jahr 1947 gegründet. Man kann von der Blockflöte bis zur E-Gitarre verschiedenste Musikinstrumente erlernen. 2006 wurde auch ein Kooperationsvertrag mit der Musikschule Szombathely abgeschlossen – und das Orchester, die „Sinfonietta Oberwart – Szombathely“, war geboren. Read the rest of this entry »
März 30th, 2018 |
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Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Kerstin Horvath (Redaktion), Schnitt: Marcel Horvath
Sind Burschenschaften noch zeitgemäß?
„Burschenschaften“ nan per se nacijonalsocijalistisch, on butvar „deutsch-nacijonali“ hi. Afka te phenel ovlahi, hot dschene, save ando khetanipe nejonacijengere keripenca upre peren, butvar te dschene jeka deutsch nacijonali, maripeskera „Burschenschaftatar“ hi.
Burschenschaften sind nicht per se nationalsozialistisch, sondern vielmehr deutschnational. Korrekter wäre es zu sagen, dass Personen, die im Zusammenhang mit neonazistischen Tätigkeiten auffallen, häufig auch Mitglieder einer deutschnationalen, schlagenden Burschenschaft sind.
(Redakcijona: Kerstin Horvath. Tschinaschi: Marcel Horvath)
März 28th, 2018 |
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Dokumente & Berichte, Politik, Rassismus & Menschenrechte
The Wall of Anti-Gypsyism – Roma in Western Balkans
Antiziganismus am Westlichen Balkan – Publikation der Menschenrechtsorganisation „Civil Rights Defenders“
Die Menschenrechtsorganisation „Civil Rights Defenders“ hat kürzlich mehrere Berichte zur Situation der Roma in den Staaten des Westlichen Balkan (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien) vorgelegt: einen Überblicksbericht sowie Länderberichte zu den einzelnen Ländern.
Civil Rights Defenders stellte fest, dass es zwar zu Verbesserungen in einigen Bereichen gekommen ist, ein systemischer Wandel ist aber bis jetzt weder erreicht worden, noch ist ein solcher Wandel in Sicht. Diskriminierung und andere Ausdrucksformen von Antiziganismus bestimmen weiterhin das Leben der Roma. Für einen beträchtlichen Teil der Roma blieb Migration der einzige Ausweg, der Diskriminierung zu entkommen und die einzige Aussicht auf ein besseres Leben. Nach Schätzungen haben zwischen 2008 und 2016 über 200.000 Roma aus den Ländern des Westlichen Balkans Asyl in einem der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union beantragt. Dies entspricht 20 Prozent der gesamten Roma-Bevölkerung im Westlichen Balkan.
Eine Verbesserung der Situation der Roma könnte nur dann erreicht werden, wenn der Antiziganismus als tatsächlicher Grund für die Lage der Roma anerkannt und entsprechend bekämpft würde. Dazu können sich aber weder die Regierungen im Westlichen Balkan noch die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union – mit der Ausnahme des Europaparlaments, das im November auch Stellung zum Antiziganismus im Westlichen Balkan genommen hat – entschließen. Die Anerkennung und Bekämpfung des Antiziganismus stellt aber die Grundvoraussetzung dar, um die Lage der Roma im Westlichen Balkan zu verbessern.
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März 27th, 2018 |
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Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht, Veranstaltungen & Ausstellungen
Racial Profiling und erweiterte DNA-Analysen in kriminalpolizeilichen Ermittlungen: Gemeinsame Fachveranstaltung von Zentralrat und Amadeu Antonio Stiftung
27.03.2018, 11:00 bis 16:30 Uhr
DokuZ Sinti und Roma Berlin
Prinzenstraße 84.2 – 10969 Berlin
Seit November 2016 haben Ermittler, Politiker und Journalisten die Forderung erhoben, die Anwendung erweiterter forensischer DNA-Analysen in Deutschland gesetzlich zuzulassen. Es geht dabei insbesondere um die Bestimmung der Haut-, Haar- und Augenfarbe (was unter dem Begriff DNA-phenotyping zusammengefasst wird) sowie der sogenannten „biogeografischen Herkunft“.
Aus Sicht von Wissenschaftler und Minderheiten-Vertretern sind erweiterte DNA-Analysen in der Forensik äußerst problematisch, da sich ein solches Verfahren vor allen Dingen gegen Minderheiten richtet. Schon 2016 formierte sich ein breites akademisches Bündnis und übte Kritik an der bevorstehenden Gesetzgebung, da zahlreiche Fragen zu den wissenschaftlichen Grundlagen, der Praxisanwendung oder den weitreichenden gesellschaftlichen Folgen nach wie vor ungeklärt waren und sind. Dennoch wurden diese Technologien in vielen Medien, in der Politik und von Seiten der Ermittlungsbehörden einseitig als positiv dargestellt.
Bislang kam es in Deutschland offiziell nur in einem Fall zu einer erweiterten biogeographischen Herkunftsanalyse mittels DNA, und zwar im Fall der von dem sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordeten Polizistin Michelle Kiesewetter. Diese erste Anwendung einer biogeographischen Herkunftsanalyse richtete sich ausschließlich gegen Angehörige der Minderheit der Sinti und Roma. Der Fall wurde als das „Heilbronn-Phantom“ (mehr hier/pdf) bekannt und ein über Amtshilfe in Österreich erstelltes Gutachten führte dazu, dass Sinti und Roma massiv in den Fokus der Polizei gerieten. Die Ermittlungsakten dokumentieren eindeutig den antiziganistischen Charakter der polizeilichen Ermittlungen, der sich dann in der Medienberichterstattung widerspiegelte.
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März 26th, 2018 |
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Kunst & Fotografie, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV
ORF2 – „kulturMontag“
Sendetermin: 26. März 2018, 22.30 Uhr
Zur Sendung: TVthek
Der von Clarissa Stadler moderierte „kulturMontag“ präsentiert eine spannende Themenpalette: So befasst sich die Sendung mit „Faust“ in der Kunst. Weiters blickt der „kulturMontag“ nach Ungarn und befragt anlässlich der Parlamentswahlen am 8. April Künstlerinnen und Künstler zur aktuellen politischen Situation. Am 8. April ist auch Internationaler Tag der Roma: Aus diesem Anlass blickt die Sendung anhand zweier Kunstprojekte auf die Lebenswelt und Kultur der Roma:
„Werde glücklich!“ – Samuel Mágós Kurzgeschichten über Roma in Wien und Budapest
In seinem zweisprachigen Erzählband „Der Glücksmacher“, den er gemeinsam mit seinem Bruder Károly verfasst hat, berichtet Autor und Roma-Aktivist Samuel Mágó aus der Lebenswelt der Roma. Ihre Erzählungen beruhen auf eigenen Familiengeschichten und entwickeln sich entlang wichtiger zeitgeschichtlicher Eckdaten wie der NS-Zeit, der ungarischen Revolution 1956 und dem Fall des Eisernen Vorhangs bis in die Gegenwart. Geboren in Budapest in eine traditionsreiche Musikerfamilie und aufgewachsen in Wien, führt Samuel Mágó durch seine Heimatstadt und spricht im „kulturMontag“ kurz vor dem Internationalen Roma-Tag am 8. April darüber, was es heute bedeutet, Roma zu sein.
Christine Turnauer nähert sich den Roma auf ganz andere Weise. Für ihr neues Buch hat die Fotografin Roma von Indien über Bulgarien und Rumänien bis zum Kosovo besucht und fernab aller kitschigen Klischees Menschen fotografiert, „bei deren Anblick wir nicht Mitleid, sondern Bewunderung verspüren“, so der Schriftsteller Karl-Markus Gauß in einer Würdigung.
(ORF.at)
März 25th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Rassismus & Menschenrechte
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Christina Horvath (Redaktion), Kamera: Julius Horvath, Ton: Marcel Horvath, Schnitt: Marcel Horvath, Interviews: Eva Horvath und Adolf Gussak
Gondolipe taj mangipe – gondolipe andi Erba
Am 4. Februar 1995 kamen vier Roma in Oberwart bei einem Bombenanschlag ums Leben. Seitdem gibt es jährlich eine Gedenkfeier für die Opfer dieser grausamen und rassistisch motivierten Tat. Wir befragten Besucher der Gedenkfeier zur aktuellen politischen Situation über Roma in Europa. Veranstaltet wurde die Gedenkfeier von der Roma-Pastoral Burgenland.
Ando 4to feberi 1995 schtar Roma, Erbate use jek bombakero atentato pumaro ileto naschade. Sajt oja cajt, sako bersch jek gondolipeskero mulatintschago le opferenge odole bibastale taj rasistischi atentatostar del. Read the rest of this entry »
März 24th, 2018 |
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Einrichtungen, Film & Theater, Musik, Radio, Podcast & TV
Die Roma-und-Sinti-Philharmoniker
Ein Film von Margarete Kreuzer
ARTE, 24.3.2018 (Erstsendung: 25.1.2015)
➔verfügbar bis 30.3.2018
Es ist ein besonderes Symphonieorchester: Alle Mitglieder sind Sinti oder Roma, und alle sind Profis – klassisch ausgebildete Musiker, die in Berufsorchestern in ganz Europa spielen. So oft wie möglich finden sie zusammen, um als Botschafter ihres Volkes gegen Klischees, Vertreibung und Vergessen anzuspielen. Ein Porträt eines ungewöhnlichen Orchesters und seiner Mitglieder.
Die Dokumentation begleitet das Orchester während der Vorbereitungen zu einem Konzert und verlässt mit einzelnen Musikern immer wieder den musikalischen Kosmos, um einen Einblick ihr privates Leben zu gewinnen. Im Mittelpunkt des Films steht der Dirigent Riccardo Sahiti, Gründer des Orchesters und sein leidenschaftlicher Spiritus Rector.
Sein Traum: Er möchte die „Roma und Sinti Philharmoniker“ zu einer festen Institution machen, um nicht länger um ihre Existenz bangen zu müssen. Ob Auswärtiges Amt, Zentralrat deutscher Sinti und Roma oder Europäisches Parlament – Riccardo Sahiti, unfreiwillig auch Manager des Orchesters, spricht überall vor. Der Film begleitet ihn aber auch auf einer sehr emotionalen Reise in seine Heimat, den Kosovo, wo er Krieg und Vertreibung erlebt hat. Read the rest of this entry »
März 23rd, 2018 |
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Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Marcel Horvath, Julius Horvath (Redaktion), Schnitt: Marcel Horvath
Pannonix – bijografija
Im Jahre 2006 gründete der Burgenlandkroate Robert Balaskovits mit zwei Freunden die Band „Pannonix“. Nach und nach wurde die Besetzung erweitert, und durch zahlreiche Auftritte erlangte die Band in der Volksgruppenszene einen hohen Bekanntheitsgrad.
Ando bersch 2006 o burgenlanditiko horvacko Robert Balaskovits duj pajtaschenca i banda „Pannonix“ kertscha. La cajtaha o dschene la bandatar avrijal ule, taj duach o but cidiptscha i nevi kerdi banda, andi flogoskeri grupnakeri scena, jek utscho prindscharipe uschtidija.
(Redakcijona: Marcel Horvath taj Julius Horvath; tschinaschi: Marcel Horvath)
März 23rd, 2018 |
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Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak, Jennifer Papai (Redaktion), Schnitt: Adolf Gussak
Oberwart: Das Einkaufscenter „EO“ im neuen Glanz
Adi pedar o lek feder andkinipeskero centeri ando suditiko Burgenland, o andkinipeskero centeri Erba (EO) phukavas. Sajt leskero pradipe, o andkinipeskero centeri use jek barikani handlinipeskeri- taj naphandlipeskeri destinacijona uli. Ande valami 13 masektscha o andkinipeskero kher la Rutter imobilijakera grupnatar baunim ulo. Valami 500 manuscha ando andkinipeskero centeri Erba butschalinen.
Heute berichten wir über das bestbesuchte Einkaufscenter im Südburgenland, das Einkaufscenter Oberwart (EO). Seit seiner Eröffnung entwickelte sich das Einkaufscenter zu einer wichtigen Handels- und Freizeitdestination. Read the rest of this entry »
März 21st, 2018 |
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Dokumente & Berichte, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte
ZARA präsentiert „Rassismus-Report 2017“: Weitere Zunahme rassistischer Vorfälle – Online-Hass und -Hetze auf neuem Höchststand
ZARA (Hg.): Rassismus Report 2017
Einzelfall-Bericht über rassistische Übergriffe und Strukturen in Österreich
Wien, März 2018 ➔Download (pdf)
Mit 1.162 rassistischen Vorfällen, die „ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit“ 2017 dokumentiert und bearbeitet hat, hat die österreichweit tätige Organisation einen neuen Höchststand verzeichnen müssen. Zurückzuführen ist diese Entwicklung im Wesentlichen auf die weiterhin steigende Zahl an Hasspostings, die der Organisation gezielt seit der Einrichtung der Beratungsstelle #GegenHassimNetz im Herbst 2017 gemeldet werden. 2017 machten die rassistischen Artikel, Postings und Kommentare, die über Online-Portale oder soziale Netzwerke verbreitet wurden, 44 Prozent aller von ZARA dokumentierten Fälle aus.
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März 21st, 2018 |
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Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Rassismus & Menschenrechte
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Julius Horvath und Adolf Gussak (Redaktion), Schnitt: Adolf Gussak
Zigeuner oder Roma & Sinti
Andi sendung vasch o alav „Zigeuner“ dschal. O gendo le dschenendar adala flogoskera grupnatar andi Austrija, tschatschikan nan dschando. O schecinipe upre valami 30.000 dschi 50.000 manuscha dschal. Kekaj i Austrija ando europitiko dikipe uso umgejipe le Romenca taj Sintijenca ando khetanipe latsche adaj terdschol taj mindig kamli ol, te use amende argranicalipe, diskriminacija taj stigmatisirinipe la flogoskeri grupnatar del.
Im Beitrag geht es um das Wort „Zigeuner“. Die Anzahl der in Österreich lebenden Angehörigen dieser Volksgruppe ist umstritten. Doch die Schätzungen belaufen sich auf ca. 30.000 bis 50.000 Menschen. Auch wenn Österreich im europäischen Vergleich bei der Teilhabe von Roma und Sinti in der Gesellschaft gut dasteht und immer wieder gelobt wird, gibt es auch bei uns Ausgrenzung, Diskriminierung und Stigmatisierung der Volksgruppe.
(Redakcijona: Julius Horvath taj Adolf Gussak; tschinaschi: Adolf Gussak)
März 20th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Eva Horvath, Schnitt: Marcel Horvath, Eva Horvath
Internationaler Holocaust-Gedenktag 2018
Sajt 13 berscha, o 27to jeneri o internacijonali holocaustiskero gondolipeskero di, kaj amen upro opfertscha le NS-reschimistar gondolinas, hi. Angle 73 berscha – ando 27to jeneri 1945 – o Lole Nimci o logeri Auschwitz putrinde. Igen but manuscha vasch pumaro telschtaminipe, vasch pumaro patschajipe taj vasch pumaro seksujeli orijentirinipe tradim taj murdarde ule. La NS-maschinerijatar valami 500.000 dschene la flogoskera grupnatar le Romendar murdarde ule. Vaschoda igen barikano hi, hot rasismus, antisemitismus, homofobija taj faschismus andi adiveseskeri, moderni cajt, nisaj than na uschtiden. Jek igen barikano aspekto hi, hot adala bibastale keriptscha na pobisterde te on.
Seit 13 Jahren ist der 27. Jänner der Internationale Holocaust-Gedenktag, an dem wir der Opfer des NS-Regimes gedenken. Vor 73 Jahren – am 27. Jänner 1945 – befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Sehr viele Menschen wurden wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens und ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und ermordet. Read the rest of this entry »
März 18th, 2018 |
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Facts & Figures
Seit 1993 heißt ein Platz im Viertel Gràcia in Barcelona zu Ehren der Roma „Plaça del Poble Romaní“ („Platz des Roma-Volkes“).
(Quelle)
März 14th, 2018 |
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Brauchtum & Tradition, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak (Redaktion), Kamera: Julius Horvath, Ton: Katharina Karaman, Schnitt: Marcel Horvath, Interviewführung: Eva Horvath
Suboton, ando 13ti jeneri 2018, papal asaj dur sina: O Roma-Ball ando kulturakero kher „Ungarischer Hof“ Tenu Erbate tel likerdo ulo. O barikanipe le kiratistar o völinipe usi Romengeri-kiralkija 2018 sina. I korona la Indira Gussakatar, savi ando lejcti bersch jerintscha, la 19 berschengera Jennifer Papaijake prik dim uli. I Jenny jek bersch i representantkija la flogoskera grupnatar le Romendar hi. Le sako berscheskere Roma-Balliha, te jek tradicija upre likerdi ol taj jek schajipe le talalinipeske maschkar o Roma taj o gadsche del.
Am Samstag, den 13. Jänner 2018, war es wieder soweit: Der Roma-Ball im Kulturhaus „Ungarischer Hof“ in Unterwart fand statt. Highlight des Abends war die Wahl zur Roma-Königin 2018. Die Krone wurde von der Vorjahressiegerin Indira Gussak an die 19-jährige Oberwarterin Jennifer Papai übergeben. Jenny ist ein Jahr lang die Repräsentantin der Volksgruppe der Roma. Mit dem alljährlichen Roma-Ball wird auch eine Tradition aufrechterhalten und eine weitere Möglichkeit der Begegnung zwischen Roma und Nicht-Roma geboten.
(Redakcijona: Adolf Gussak, kamera: Julius Horvath, hango: Katharina Karaman, tschinaschi: Marcel Horvath, vakeripe: Eva Horvath )
März 13th, 2018 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Kerstin Horvath & Eva Horvath, Schnitt: Marcel Horvath
Rathaus Oberwart
O Erbakero gemajndakero kher, savo sajt 1905 upro scheroskero than terdschol, jek kher jeka historijaha hi. Kekaj intensivi rescherschtscha kerde ule, tschak tschule informaciji pedar o aguno kher del. Jek koja vaschodo hi, hot telal o nacijonalsocijalistscha, save ando 12to merc 1938 o rajipe prik line, o cile historischi datscha, tharde ule. And dikipe pedar i buteder sar schelberschengeri historija le gemajndakere kherestar, i butschaschkija la pradipeskera butjatar, Zsifkovits-Taferner, del. Sajt o 4to novemberi 2012, o Georg Rosner, biro la foroskera gemajndatar Erba hi. I foroskeri gemajnde Erba ojs angle sikipeskeri gemajnde le Burgenlandistar hi, mint o khetan dschivipe le cile flogoskere grupnendar taj konfesijonendar igen latscho hi. Pasche leskere but butja, o foroskero schero, te dscheno le flogoskere grupnakere bajrotistar le Romendar hi.
Das Oberwarter Rathaus, das seit 1905 am Hauptplatz steht, ist ein Gebäude mit Geschichte. Trotz intensiver Recherchen findet man zum ursprünglichen Gebäude nur spärliche Informationen. Ein Grund dafür ist, dass unter den Nationalsozialisten, die am 12. März 1938 die Macht übernommen haben, alle historischen Dokumente vernichtet wurden. Einblick in die über hundertjährige Geschichte des Oberwarter Rathauses gibt die zuständige Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Frau Mag. Zsifkovits-Taferner. Seit 4. November 2012 ist Georg Rosner Bürgermeister der Stadtgemeinde Oberwart. Die Stadtgemeinde Oberwart gilt als Vorzeigegemeinde des Burgenlandes, denn das Zusammenleben aller Volksgruppen und Konfessionen funktioniert tadellos. Neben seinen zahlreichen Tätigkeiten ist der Stadtchef auch Mitglied des Volksgruppenbeirates der Roma.
(Jek keripe la Kerstin Horvathatar taj la Kerstin Horvathatar, tschinaschi: Marcel Horvath)
März 11th, 2018 |
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Interview, Rassismus & Menschenrechte
Gianni Jovanovic bekam schon als Kind einen Pflasterstein ins Gesicht – mitten in der Nacht bei einem rassistischen Anschlag. Als schwuler Deutsch-Rom erlebt der Gründer der Initiative „Queer Roma“ auch homofeindliche Diskriminierung, gegen die er ankämpft.
Gianni Jovanovic berichtet auf Amnesty.de über den Weg zur Gründung von „Queer Roma“:
Mit Mitte 20 hatte ich mein Coming-Out und war auf schwierige Reaktionen gefasst. Aber letztlich ist man doch nie vorbereitet. Mein Vater war furchtbar aufgebracht, meine Mutter fiel auf der Stelle in Ohnmacht. Ihnen zuliebe habe ich mich zu einem Arzt schleifen lassen. Auch der konnte ihnen nichts anderes sagen, als dass mit mir alles bestens in Ordnung ist. Doch wie sollten sie das verstehen? Sie sind einfache Roma und leben in einer Community mit teils noch immer extrem konservativen Werten. Homosexualität gibt es bei uns nicht, so die Haltung der meisten.
Ich wusste, dass das nicht stimmt und dass mit mir „alles in Ordnung ist“. Weil man die Strukturen aber verinnerlicht, in denen man aufwächst, habe ich mich gefügt: Mit 14 habe ich geheiratet, mit 16 wurde ich das erste Mal Vater, mit 18 das zweite Mal. Ich hatte damals keine Kraft, meinem Umfeld zu erzählen, wer ich wirklich bin. Ausgrenzung kannte ich schon auf anderer Ebene, ich brauchte meine Community als Halt.
Mit antiziganistischem Rassismus bin ich groß geworden. Ich habe eine Narbe an der Stirn, weil unsere Unterkunft in den achtziger Jahren mit Molotowcocktails beworfen wurde. Als Rom bist du in Deutschland heute noch Außenseiter. Read the rest of this entry »
März 11th, 2018 |
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Interview, Rassismus & Menschenrechte
„Es ist das Wichtigste, das ich in meinem Leben getan habe“, sagt Gianni Jovanovic über sein Coming-out. Aufgewachsen in einer traditionellen Roma-Familie, zwangsverheiratet und mit 18 zweifacher Vater, kämpft Jovanovic heute mit der Initiative „Queer Roma“ gegen Homophobie und Rassismus.
Gianni Jovanovics Eltern sind traditionelle Roma und kamen als Gastarbeiter nach Deutschland. Er war damals sieben Jahre alt und erinnert sich, wie die Familie zunächst sehr herzlich aufgenommen wurde, sich dann aber das Blatt auf erschreckende Weise wendete. Schließlich traf ihn sogar ein Stein und auf das Haus der Familie wurde ein Molotowcocktail geworfen. Es habe aber auch Menschen gegeben, die ihm sehr geholfen hätten.
Als Teenager wurde er zwangsverheiratet und war mit 18 Jahren bereits Vater zweier Kinder. Mit Mitte 20 merkte er, dass irgendetwas nicht stimmte: „Ich fühlte mich komplett fremdbestimmt.“ Schließlich offenbarte er den Eltern seine Homosexualität. Für sie brach eine Welt zusammen. Doch Gianni Jovanovic bereute seinen folgenreichen Schritt nicht. Nach Jahren des quälenden Doppellebens fühlte er sich befreit und kämpft heute mit seiner Kölner Initiative „Queer Roma“ gegen Homophobie und Rassismus. Die Roma-Community hat gelernt, ihn zu akzeptieren, zu seinen Kindern und Enkeln hat er eine liebevolle Beziehung, und seit kurzem ist er auch wieder verheiratet: mit dem Mann seines Lebens.
Lesen bzw. hören Sie bitte den hier nur auszugsweise wiedergegebenen Beitrag in voller Länge auf deutschlandfunkkultur.de.
Siehe auch:
Initiative „Queer Roma“: „Roma und schwul, geht das überhaupt?“
Gianni Jovanovic ist Roma und schwul
März 8th, 2018 |
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Frauenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Von 8. März bis 11. April 2018 wird im Festsaal des Amtshauses Margareten eine Ausstellung über die Sichtbarkeit von Romnja in Wien gezeigt.
Der Verein „Vivaro – Viva Romnja“ zeigt in Kooperation mit der Fotografin Jenny Olaya-Peickner – passend zum Motto des Margaretner Frauentags „100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich/Empowerment heute“ – eine Ausstellung im Rahmen des Projekts „Sichtbarkeit: Romnja mitten in Wien“. Diese Porträts und die verschiedenen Biographien von Romnja heben die Diversität hervor und betonen eine positive Sichtbarkeit. Selbstermächtigend erheben die Frauen somit ihre Stimmen, um Stereotypen, Klischees und „romantisierenden“ Bildern entgegenzuwirken und vor allem autonom das Bild über sich selbst zu zeichnen. Wie kann Empowerment gelingen?
Vernissage und Diskussion
Über die Thematik „Mein Weg als unabhängige Romni?!“ wird anlässlich der Vernissage am 8. März um 19 Uhr im Amtshaus Margareten unter der Moderation von Gilda-Nancy Horvath mit Katharina Janoska, Gorica Krajnjanovic, Alisa Sajin und Simonida Selimovic diskutiert. Zum Ausklang gibt es ein Buffet mit Getränken.
Die Ausstellung wird im Anschluss von 9. bis 20. März und von 2. bis 11. April 2018 im Amtshaus Margareten im Sitzungssaal im 2. Stock zu sehen sein.
Veranstaltungsdetails:
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März 6th, 2018 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen
Kurzfilmabend in Heidelberg
Dienstag, 13.03.2018 18:00 Uhr
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Bremeneckgasse 2, Heidelberg
Ankündigung des Dokumentations- und Kulturzentrums:
Binnen weniger Stunden entwickelte sich am 23. Oktober 1956 aus einer Demonstration von Studierenden in Budapest der Ungarische Volksaufstand. Das Aufbegehren der Menschen wurde in den folgenden Tagen und Wochen mit besonderer Härte niedergeschlagen. Zahlreiche Menschen wurden hingerichtet, zehntausende wurden in Internierungslager oder Gefängnisse verschleppt, 200.000 Menschen verließen ihre Heimat. Auch für zahlreiche Roma war es selbstverständlich, sich dem Freiheitskampf anzuschließen, als sie den legendären Aufruf der Revolution hörten: „Wer Ungar ist, hält mit!“
Beim Kurzfilmabend führen wir im Gespräch mit den Besucher/innen durch die Filminstallation „Roma Helden 1956“. Sie weist auf die Beteiligung dieser Menschen hin und gibt ihnen ein Gesicht: In kurzen Filmen werden die Geschichten von Gyula Dandos, Gabor Dilinko, Istvan Fatyol, Csanyi Sandor und Ilonka Szabo erzählt.
(www.sintiundroma.de)