Archive for April, 2018

FRA-Bericht zu Antiziganismus erschienen

April 30th, 2018  |  Published in Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte

FRA Studie 2018EU-Grundrechteagentur FRA stellt ersten Bericht zu Antiziganismus vor

European Union Agency for Fundamental Rights (FRA): A persisting concern: anti-Gypsyism as a barrier to Roma inclusion, Pub­li­ca­tions Of­fice of the Euro­pean Union: Lu­xem­bourg 2018

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Schlechte sanitäre Bedingungen, Hunger, Ju­gend­arbeits­losig­keit – nach neu­es­tem Bericht der Agentur der Euro­päi­schen Union für Grund­rechte müs­sen sich Roma in der EU je­den Tag diesen grund­lie­gen­den Heraus­for­de­run­gen stellen. Der Bericht zeigt auf, dass die Un­gleich­hei­ten fort­be­ste­hen, unter de­nen Roma in Europa – einer der reichs­ten Re­gio­nen der Welt – in vielen Län­dern nach wie vor zu lei­den haben.

„Romafeindlichkeit von Diskriminierung bis zu Hasskriminalität sind der Treib­stoff für den Teu­fels­kreis der Aus­gren­zung der Roma. Sie blei­ben gesell­schaft­lich aus­ge­grenzt und wer­den auf eine in­akzep­table stereo­type Weise be­han­delt,” er­klärt FRA-Di­rek­tor Michael O’Flaherty: „Wir müs­sen diesen Teufels­kreis auf­bre­chen. Warum tun wir also nicht das Nahe­lie­gendste und stel­len sicher, dass jeder und jede Roma die­sel­ben Rechte wie die ande­ren EU-Bür­ge­rin­nen und -Bürger wahr­neh­men kön­nen?“

Der FRA-Bericht „A persisting concern: anti-Gypsyism as a barrier to Roma inclusion“ unter­sucht die an­dauern­de Sorge, dass Roma­feind­lich­keit die Barriere für Roma­integra­tion ist. Er macht deut­lich, wie die Mit­glied­staaten trotz bis­heri­ger Be­mühun­gen ihre In­tegra­tions­ziele nicht er­reichen. Read the rest of this entry »

„Heimat Fremde Heimat“ am 29. April

April 29th, 2018  |  Published in Film & Theater, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Heimat Fremde HeimatStefan Lenglinger präsentiert im ORF-Magazin „Hei­mat Frem­de Heimat“ in ORF 2 (online ansehen) u.a. fol­gen­de Beiträge:

Roma und Europa – Die unendliche Geschichte der Dis­kri­mi­nie­rung

Es ist die Zeit der Utopien, auch für die europäi­schen Roma: Die jenische Schrift­stel­le­rin Simone Schönett the­ma­ti­siert in ihrem Roman die Idee eines ei­ge­nen eu­ro­pä­i­schen Roma-Staates, je­doch ohne Land. Das Berli­ner Maxim-Gor­ki-The­ater pro­vo­ziert die­ser Tage mit dem Stück „Roma-Armee“, das nach einer Idee der be­iden Wiener Rom­ni­ja Sandra und Simonida Selimović ent­stan­den ist. Nicht mit Waffen, aber mit Kunst wol­le man gegen die nicht enden wol­len­de Diskri­mi­nie­rung an­kämpfen, so die Haupt­dar­stel­le­rin Sandra Seli­mo­vić. Die öster­rei­chi­schen Volks­grup­pen­ver­tre­ter for­dern einen euro­päi­schen gesetz­li­chen Rahmen, der Anti­ziganis­mus unter Strafe stellt und einen euro­päi­schen Kom­mis­sar, der sich für die Be­lange der größ­ten euro­päi­schen Volks­gruppe ein­setzt. Sabina Zwitter be­rich­tet.

Roma-Literatur – Was ist das eigentlich?

Immer wieder werden Roma als ungebildetes, nicht litera­ri­sches Volk stig­ma­ti­siert. Viel­mehr wur­den aber die Weis­heiten, Erin­ne­run­gen und Er­zählun­gen bei den Roma münd­lich über­liefert. Dabei diente ihnen ihre Sprache in Zei­ten der Ver­fol­gung als Schutz, den sie logi­scher­weise nicht auf­geben woll­ten. Mit der Kodi­fi­zie­rung des Romani in Österreich setz­te die öster­rei­chi­sche Volks­gruppe ein Signal der Öff­nung, aber auch litera­ri­sche Zeichen. „Was ist Roma-Li­te­ra­tur? Ist es Literatur, die in Ro­ma­ni ge­schrie­ben wur­de, oder Litera­tur, die von Roma ge­schrie­ben wurde? Oder viel­leicht Litera­tur, die sich mit Roma-Themen aus­einan­der­setzt? Diese Fragen be­ant­worten die Schrift­steller und Brü­der Samuel und Károly Mágó sowie die Lite­ra­tur­wis­sen­schafte­rin Katharina Janoska. Ein Beitrag von Sabina Zwitter.

(Text: ORF, Programmankündigung)

Jagd auf Roma in Kiew

April 27th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Geduldeter Pogrom: Am Hitler-Geburtstag schlug die ukrainische Organi­sa­tion C14 zu. Auch Jour­na­lis­ten ge­hö­ren zu den Opfern die­ser faschis­ti­schen Or­ga­ni­sa­tion

Ulrich Heyden: Wie ukrainische Medien berichten, überfielen Mit­glie­der der faschis­ti­schen Orga­ni­sa­tion C14 in der Nacht vom 20. auf den 21. April eine zeit­wei­se Roma-Siedlung mit 15 Zelten im Park Lysaja Gora in Kiew. Meh­re­re Zelte wurden ab­ge­brannt. In einem Video, wel­ches jetzt im ukrai­ni­schen Internet auf­tauch­te, ist zu sehen, wie mas­kier­te junge Männer die Roma – unter ihnen viele Kinder – mit Steinen und Reizgas jagen und die Ver­folg­ten nach der Polizei rufen.

Der Führer der Organisation C14, Sergej Masur, erklärte gegen­über Jour­nalis­ten, dass die Roma den Park Lysaja Gora nach „über­zeu­gen­den gesetz­li­chen Ar­gumen­ten“ ver­lassen hät­ten. Der Leiter der Kiewer Polizei, Andrej Krischenko, er­klärte, dass im Bezirk Lysaja Gora bei Rei­ni­gungs­arbei­ten Müll ver­brannt wor­den sei. Eine Roma-Sied­lung sei nicht an­ge­steckt worden. Amnesty Inter­natio­nal fordert die Auf­klä­rung des Verbrechens.

C14-Mitglieder werden auch an dem Mord an dem regierungs­kriti­schen Jour­nalis­ten Oles Busina am 16. April 2015 ver­däch­tigt. Am 1. Juli 2017 griffen Mit­glieder von C14 den regierungs­kriti­schen Journalis­ten Ruslan Kotsaba an. Bisher wurde kein ein­zi­ger Überfall der C 14-Faschisten von den ukraini­schen Behör­den auf­ge­klärt und die Ver­ant­wort­li­chen vor Gericht ge­stellt. Read the rest of this entry »

Das Erste: Spaniens starke „Gitanas“

April 25th, 2018  |  Published in Frauenrechte, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV

Spaniens Gitanas: Bildung als Ausweg (Filmstill)Das Erste, Europamagazin
verfügbar bis 8.4.2019

➜Beitrag ansehen (05:11 Min.)

In Spanien nennen sie sich „Gitanos“, „Zigeuner“, – und für sie ist das kein Schimpf­wort. Si­cher, auch hier haben Roma mit Vor­urtei­len zu kämpfen. Auch hier ist ihr all­gemei­ner Gesund­heits­zustand schlech­ter, ihr Bildungs­stand niedri­ger, sind ihre Chan­cen auf dem Arbeits­markt gerin­ger als im Landes­durch­schnitt. Und doch schaf­fen es im­mer mehr Gitanos, sich ihren Platz in der Mitte der Gesell­schaft zu er­kämp­fen. Be­son­ders gut ge­lingt dabei den Frauen der Spagat zwi­schen Her­kunft und Zu­kunft: Vor ein paar Jahren noch wäre eine Ro­ma-Anwältin, -Ärztin oder -Ingenieurin ein exo­ti­sches Rand­phä­no­men ge­we­sen. Heute sind die starken Gitanas selbst­ver­ständ­li­cher Teil des spani­schen All­tags.

Autorin: Natalia Bachmayer

(Video und Text: www.daserste.de)

Soldaţii. Poveste din Ferentari

April 22nd, 2018  |  Published in Film & Theater

Eine Liebe in Rumänien: Soldatii-Poveste-din-Ferentari_Soldiers-A-Story-from-Ferentari (Foto: Crossing Europe 2018)Soldiers. A Story from Ferentari

Spielfilm von Ivana Mladenović
119 min., Rumänien / Serbien / Belgien 2017

Crossing Europe: 25.4. & 26.4.2018

Der 40-jährige Anthropologe Adi wurde gera­de von sei­ner Freun­din ver­lassen. Nun zieht er nach Ferentari, be­rüch­tigt als de­sola­tes­tes Vier­tel Bukarests, um an einer Studie über Manele­musik zu schrei­ben. Diese Pop­musik dient in der Roma-Com­mu­nity man­chen als Aus­weg, vor al­lem aber ist es ein weite­rer Trick für Mafio­si, um ihre Musiker aus­zu­neh­men und sie in skla­ven­arti­gen Um­stän­den zu hal­ten. Der Rom Alberto, ein Ex-Häft­ling und Bär von einem Mann, ver­spricht Adi bei seiner Re­cher­che zu hel­fen. Aus der Arbeits­freund­schaft ent­wickelt sich eine Ro­manze, die all­mäh­lich zu ech­ter Liebe wird: eine mo­der­ne Romeo-und-Ju­lia-Ge­schich­te vom Ran­de Bu­ka­rests.

Ivana Mladenović:
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#GegenHassimNetz stellt sich vor

April 20th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

#GegenHassimNetzAm 25. April 2018 präsentiert das Romano Centro in Wien die neue Be­ra­tungs­stelle #GegenHassimNetz: 18:00 Uhr, Hof­manns­thal­gasse 2/2, 1030 Wien

Die Beratungsstelle #GegenHassimNetz des Vereins „ZARA – Zivil­cou­rage und An­ti-Rassismus-Ar­beit“ hat im Sep­tem­ber 2017 ihre opera­tive Arbeit auf­ge­nom­men. Seit diesem Zeit­punkt wur­den über 700 Fäl­le von Hass im Netz doku­men­tiert und be­arbei­tet. Die juris­tisch und psycho­sozial ge­schul­ten Mit­arbei­ter/in­nen ge­ben eine recht­liche Erst­aus­kunft und bespre­chen mit Klien­ten/in­nen wei­te­re Hand­lungs­optio­nen. Maß­nah­men in­klu­dieren die Ent­fernung von In­halten, Ver­suche außer­gericht­li­cher Eini­gun­gen, Anzeigen­erhe­bung von straf­rechtlich re­le­van­ten In­hal­ten etc.

An die­sem Abend wer­den die Bera­tungs­stelle #Gegen­Hass­im­Netz, ihr spezi­fi­scher Tätig­keits­bereich so­wie Er­fah­rungen aus dem ers­ten hal­ben Jahr vor­gestellt.

(Romano Centro)

Radio: Herbert Heuß im Gespräch

April 19th, 2018  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radiointerview: Herbert Heuß, wissenschaftlicher Leiter des Zentralrats in Deutschland (Foto: minderheitensekretariat.de)Sendung von Radio LORA München
Gestaltung: Andrasch Neunert, 15:36 min, 11 MB

➜Anhören (mp3)

Am 8. April wurde der Internationale Roma-Tag be­gan­gen. Nun zähl­ten die Sinti und Roma mit den Schwu­len zu den letz­ten ehe­maligen Häft­lingen, die nach dem Krieg ent­schä­digt wur­den, ihre Qual blieb lange Zeit ein Tabu. Radio LORA München frag­te Herbert Heuß, den wis­sen­schaft­li­chen Lei­ter beim Zentral­rat Deut­scher Sinti und Roma, nach dem, was Sinti und Roma an die­sem Tag durch den Kopf geht … sicher nicht nur, aber doch auch die Opfer ihrer Vor­fah­ren in den Nazi-KZs. Her­bert Heuß über die Not­wen­dig­keit, ebenso wie Homo­phobie und Anti­semitis­mus auch den Anti­ziganismus kon­se­quent zu be­kämpfen.

(Sendung und Text: Radio LORA/Freie-Radios.net)

Tanzen mit meinem Selbst

April 17th, 2018  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Gipsyland Europa, Damian Le Bas (Bild: Damian Le Bas via freitag.de)Identitätssuche: Am Berliner Maxim-Gorki-Theater fand die weltweit erste Roma-Biennale statt

Freitag (15/2018): Eine Biennale nur für Roma, das war der Traum des Künst­lers Damian Le Bas, seit er und seine Frau De­laine 2007 im ers­ten Roma-Pavillon auf der re­nom­mier­ten Bien­nale in Venedig aus­stell­ten. Damian Le Bas ist ver­gan­ge­nen De­zem­ber gestor­ben, Delaine hat den Traum nun al­lei­ne um­ge­setzt. Ob­wohl die Frau mit den lan­gen roten Haaren das nie­mals so sagen würde, denn das Festival war eine Team­arbeit und sie „nur“ die Kura­to­rin. Ge­mein­sam mit dem Autor und Schau­spieler Hamze Bytyçi hat sie dazu ver­schie­de­ne Roma-Künst­ler ins Maxim-Gor­ki-The­ater ge­holt, die mit Schauspie­lern des En­semb­les Per­for­man­ces er­arbei­tet haben, in denen sie von ih­rem Coming-out er­zäh­len, als Roma. Gorki-Haus­regisseu­rin Yael Ronen zeigt ihr Theater­stück Roma Armee, die Utopie ei­ner ge­mein­sa­men Ver­tei­di­gungs­stra­te­gie. Die De­monstra­tion Romaday Parade führt vom Denk­mal für die ermor­de­ten Sinti und Roma zum Bran­den­burger Tor und schließ­lich zum Ma­xim-Gor­ki-The­a­ter. Dort ist auch unter dem Ti­tel Gypsyland ei­ne Retro­spek­ti­ve der Wer­ke von Damian Le Bas zu se­hen. Seine Ideen für eine Welt, in der sich natio­nale Grenzen zu einem Land der Roma ver­schie­ben las­sen, hat er in Plakaten und Instal­la­tio­nen um­ge­setzt. Er will ihnen einen Raum schaf­fen, eine Re­gie­rung, eine eige­ne Armee. Er­öff­net wird das Festival mit der Lan­gen Nacht des Coming-Outs, einer Performance, in de­ren Ver­lauf sich zwölf Künst­le­rin­nen und Künstler auf un­ter­schied­li­che Weise mit ihrer Iden­tität auseinan­der­setzen. (…)

Lesen Sie bitte den hier nur in einem einleitenden Auszug wie­der­gege­be­nen um­fang­rei­chen Ar­ti­kel von Mile­na Fee Has­sen­kamp in voller Länge auf Freitag.de.

VAB: Sensibilisierung gegen Vorurteile

April 14th, 2018  |  Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Verwaltungsakademie des Bundes in Schloss Laudon (Foto: CC Haeferl/Wikipedia)Sensibilisierung gegen antiziganistische Vorurteile

Eintägige Veranstaltung der Ver­wal­tungs­aka­de­mie des Bun­des (VAB) am 7. Mai 2018 in Schloss Laudon (Se­mi­nar­nr: BS 207)

Inhalt und Ziele: Oft werden Vorurteile und Klischees von der Mehr­heits­gesell­schaft kritik­los über­nom­men und an Minder­heiten aus­ge­lebt. Am Bei­spiel des Anti­ziganis­mus er­fah­ren Sie, wie Stereotype wir­ken und in wel­cher Weise sie de­konstru­iert wer­den kön­nen. Sie kön­nen nach­voll­ziehen, dass die Diskrimi­nie­rung einer Volksgruppe deren Lebens­qua­li­tät er­heb­lich be­ein­träch­tigt und dass ein Um­den­ken der Zivil­gesell­schaft auch von den öf­fent­lich Bediens­te­ten mit­zu­gestal­ten ist.

  • Relevante Begrifflichkeiten (z. B. Eigen- und Fremdbezeichnungen)
  • Geschichte und Verfolgung der Roma und Sinti
  • Fragen zur gegenwärtigen Diskriminierungssituation von Sinti und Roma un­ter Be­rück­sich­ti­gung des Anti­ziga­nismus­be­rich­tes – Stand der For­schung
  • Individuelle und kollektive Selbstbehauptungspraktiken
  • Österreichische Beispiele für Best Practice: Präsen­ta­tion von Pro­jek­ten aus dem öf­fent­li­chen Sek­tor, die zu einer bes­se­ren In­klu­sion von Roma und Sinti bei­tragen.

Lernmethode: Erfahrungsorientiertes und interaktives Lernen, Übungen, Theorie-In­put, Diskussion, Be­ar­bei­tung konkre­ter Bei­spie­le aus der Praxis

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Erba: 80 berscha aunphandlipe

April 13th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Eva Horvath (Redaktion), Kamera: Julius Horvath, Ton: Kerstin Horvath, Schnitt: Marcel Horvath, Fotos: Jennifer Papai

80 Jahre „Anschluss“ – Gedenken in Oberwart

Suboton, ando 24to feberi 2018, vasch o „80 ber­scha aun­phand­lipe“ le opfe­ren­ge le naci­jo­nal­soci­ja­lis­musis­tar jek mu­la­tin­tscha­go Erbate tel liker­do ulo. O gon­doli­pes­kero drom an­do bersch 2015 Erbate ker­do ulo.

Am Samstag, den 24. Feber 2018, fand an­läss­lich „80 Jahre ,An­schluss‘“ für die Opfer des National­sozia­lis­mus eine Ver­an­stal­tung in Oberwart statt. Der Ge­denk­weg in Ober­wart wur­de 2015 er­rich­tet.

(Redakcijona: Eva Horvath. Kamera: Julius Horvath, han­go: Kerstin Horvath, tschi­na­schi: Marcel Horvath, kipi: Jennifer Papai)


Facts & Figures (187)

April 12th, 2018  |  Published in Facts & Figures, Romani

15 der 25 Län­der, die die Eur. Char­ta der Re­gio­nal- od. Min­der­heiten­spra­chen ra­ti­fi­zier­ten, haben Ro­ma­nes als Min­der­hei­ten­spra­che an­er­kannt.

(Quelle)

Phuro na butschol nisaj hango te ol!

April 11th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Rassismus & Menschenrechte

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai (Redaktion). Schnitt: Marcel Horvath

Alt sein heißt nicht stumm sein! Omas gegen Rechts

Babi gejng „Rechts“: O babi i lek hipsti grupn ando pro­testa­kero mici­nipe hi. Fesch­time gutsch­menca o babi gejng „Rechts“ upro posch­tito dschan, pe le manu­schen­gere tscha­tschi­penge ande te bescha­rel. Angle trin kurke i seletoskeri forma „Omas gegen Rechts Süd­bur­gen­land“ kerdi uli. Suboton, ando 17to feberi 2018 Erbate ando foros­kero park i erschti de­monstra­cija gejng o telis­pi­dipe naschi­geja­schen­dar sina.

Die Omas sind wohl die hippste Gruppe in der Protest­bewe­gung. Mit knal­li­gen Strick­mützen gehen die „Omas gegen Rechts“ auf die Straße, um sich für die Men­schen­rechte ein­zu­setzen. Vor ein­igen Wo­chen wurde die Platt­form „Omas gegen Rechts Süd­burgenland“ ge­gründet. Read the rest of this entry »

8. April: „Djelem, Djelem“ goes Flamenco

April 8th, 2018  |  Published in Musik

„Djelem, Djelem“ („Gelem, gelem“) ist die Hymne der Roma-Bewegung, die – wie die blau-grüne Flagge und die Dach­be­zeich­nung Roma – beim ers­ten Roma-Welt­kongress am 8. April 1971 in London fest­gelegt wur­de. Der Lied­text, ver­fasst von Jarko Jovanović nach einer tra­d­itio­nel­len Me­lo­die, er­zählt von der Ver­folgung der euro­päi­schen Roma wäh­rend des Zwe­iten Welt­kriegs. (Mehr dazu auf: Rombase)

Zum heutigen Internationalen Roma-Tag hier eine Flamenco-Version der Hymne, vorgetragen von Pedro El Granaíno und El Perla bei einem Festakt zum Roma-Tag 2015 im katalanischen Parlament in Barcelona. Opre Roma!

Internationaler Roma-Tag in Oberwart

April 6th, 2018  |  Published in Jugend & Bildung, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Offenes Haus Oberwart (OHO)Symposium zum Internationalen Romatag in Oberwart: „Eine neue Generation von Euro­pä­erIn­nen? Junge Roma und Romnija und deren Selbst­ver­ständnis“

Sa., 7. April 2018, 14:00 Uhr im OHO, Lisztg. 12
ab 19:30 Uhr – Diskussion, Ausstellung und Konzert (siehe unten), Eintritt frei

Eine Tagung der Volkshochschule der Burgenländischen Roma in Ko­ope­ra­tion mit dem Offenen Haus Oberwart, un­ter­stützt von der Stadt­ge­mein­de Oberwart, ge­för­dert von der Öster­rei­chi­schen Gesellschaft für Politische Bildung

Oft passiert es, wenn sich junge Menschen enga­gie­ren, dass die älte­ren eher ab­war­tend, skep­tisch, manch­mal mit Un­ver­ständ­nis und gar nicht selten mit of­fe­ner Ableh­nung diesen Akti­vi­tä­ten gegen­über­stehen. Seit eini­ger Zeit macht eine neue Gene­ra­tion Roma mit ihren Aktionen auf sich auf­merk­sam, die sich in­halt­lich und vom Stil her von Bis­heri­gem unter­schei­det. Junge Roma werden aktiv und deu­ten an, dass sich die Schwer­punkte der Volks­gruppen­arbeit in Zu­kunft doch er­heb­lich ver­schie­ben könn­ten. Nicht mehr aus­schließ­lich die Frage nach Gleich­berech­ti­gung, nach gesell­schaft­li­cher An­er­ken­nung der Lei­den im Porajmos (Völ­ker­mord an den euro­päi­schen Roma in der Zeit des National­sozia­lis­mus) oder nach bes­se­ren Lebens­ver­hält­nis­sen steht im Blick­feld, son­dern ver­stärkt die Frage nach der Identität (oder den Iden­ti­tä­ten) von (jun­gen) Romnija und Roma in einer plu­ra­lis­ti­schen und meist auch urbanen Ge­sell­schaft.

Junge Roma haben auch historisch gesehen eine ganz zentra­le Rolle für die Volks­gruppe in Österreich ge­spielt. Und hät­ten sie da­mals auf die Alten ge­hört, wäre die Geschichte mög­li­cher­weise ganz anders ver­lau­fen. Vor 35 Jah­ren wurde näm­lich in Oberwart die Roma-Bür­ger­rechts­bewe­gung in Öster­reich von jugend­li­chen Roma be­zie­hungs­weise da­mals sehr jungen Per­so­nen ins Le­ben ge­rufen. Read the rest of this entry »

COME OUT NOW!

April 5th, 2018  |  Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

„1st Roma Biennale“ ist die erste selbst­orga­ni­sier­te Biennale von und mit Roma-Künst­lerin­nen und Künst­lern aus ganz Euro­pa. Die spar­ten­über­grei­fen­de Aus­einan­der­setzung mit der Kunst und dem Le­ben von Roma und Sinti in Euro­pa fin­det an­läss­lich des Welt-Roma-Tags vom 7. April bis zum 10. April 2018 im Berliner „Maxim Gorki Theater“ statt und soll künf­tig alle zwei Jahre aus­ge­rich­tet wer­den.

Die Bien­nale will der zeit­genös­si­schen Kunst der Roma-Com­mu­ni­ties und ihrer Re­le­vanz für ak­tuelle öf­fent­liche Dis­kurse in Europa Sicht­bar­keit ver­schaf­fen. Insbesondere die feministische und queere Roma-Be­we­gung macht die Wech­sel­wir­kung zwi­schen Rassis­mus, Sexismus und Homo­phobie deut­lich und offen­bart, dass die Gren­zen der Feind­selig­keit gegen­über „den Ande­ren“ leicht zu ver­schie­ben sind – und dass an einem ge­wis­sen Punkt jede und jeder von uns einer Minder­heit an­ge­hört. Un­ter dem Ti­tel „COME OUT NOW!“ for­mu­lie­ren die Künstler/in­nen da­her eine Ein­la­dung an alle, sich zu soli­da­ri­sieren. Im Mittelpunkt der Biennale stehen die „Lange Nacht des Coming-Outs“ mit kol­lek­tiv er­arbei­te­ten  Performances (Sa., 7. April, 19.30 Uhr), eine Parade mit Kund­ge­bung und Musik vom Denk­mal für die im Natio­nal­sozia­lis­mus ermor­de­ten Sinti und Roma Euro­pas zum Maxim Gorki Theater (So., 8. April, 13 Uhr) sowie die Ausstellung „GYPSYLAND“, eine Retro­spek­tive auf das Werk des bil­den­den Künst­lers Damian Le Bas, auf des­sen Initia­tive hin die ers­te Roma-Bien­nale ins Leben ge­ru­fen wurde. Read the rest of this entry »

Neues Webportal zum Roma-Holocaust

April 4th, 2018  |  Published in Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen

Deutschland: Neues Webportal zum Völkermord an den Sinti und RomaNeues Onlineportal informiert über den Holocaust an den Sinti und Roma

Das Dokumentations- und Kul­tur­zentrum Deu­tscher Sinti und Roma hat am Diens­tag das Web­portal „‘Ras­sen­diagno­se: Zigeuner‘. Der Völ­ker­mord an den Sinti und Roma und der lan­ge Kampf um An­erken­nung“ ge­launcht (Pro­jekt­lei­tung: Frank Reuter, Mit­ar­beit: Verena Meier). Unter www.sintiundroma.org wird an­hand zahl­rei­cher Videos, Inter­views, Fotos und Do­ku­mente der Holocaust an der Min­der­heit the­ma­ti­siert. Außer­dem doku­men­tiert die In­ter­net­seite die Geschichte der Über­leben­den im Nach­kriegs­deutschland, die Er­fol­ge der Bür­ger­rechts­bewe­gung so­wie die Men­schen­rechts­situa­tion in Europa nach 1989.

Ab März 1943 wurden annähernd 23.000 Sinti und Roma auf­grund des De­por­ta­tions­be­fehls Heinrich Himmlers nach Auschwitz-Bir­kenau de­por­tiert, der größ­te Teil stamm­te aus dem Reichs­ge­biet. Zahl­reiche Gedenk­ver­anstal­tun­gen er­in­nern die­ser Tage deutsch­land­weit an dieses un­vor­stell­bare Ver­bre­chen. Der natio­nal­sozialis­ti­sche Völkermord an den Sinti und Roma ist in der jahr­hun­der­te­lan­gen ge­mein­sa­men Ge­schich­te von Min­der­heit und Mehr­heit ohne Bei­spiel. Den­noch war er nicht voraus­set­zungs­los: Eine von Vor­urteilen und Feind­se­lig­keit ge­präg­te Hal­tung gegen­über Sinti und Roma ist tief in der euro­päi­schen Ge­schich­te ver­an­kert. Das Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deut­scher Sinti und Roma möch­te mit seinem neuen Webportal www.sintiundroma.org ei­ner­seits diese Vor­ur­tei­le und Feind­selig­kei­ten wi­der­le­gen, an­derer­seits den Völker­mord an den Sinti und Roma do­ku­men­ti­eren: von der Aus­gren­zung und Ent­rech­tung der Min­der­heit im Deutschen Reich bis zu ihrer sys­te­ma­ti­schen Vernichtung im be­set­zten Europa.

Der menschenverachtenden Perspektive der Täter wer­den Zeug­nis­se der Opfer gegen­über­ge­stellt. His­to­ri­sche Fa­mi­lien­fotos von Sinti und Roma geben Ein­blicke in die Lebens­wirk­lich­keit der Men­schen und las­sen sie als Indi­vi­duen her­vor­tre­ten. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (186)

April 3rd, 2018  |  Published in Facts & Figures

Vor 20 Jahren, am 1.3.1998, trat die Eur. Char­ta der Re­gio­nal- od. Min­der­heiten­spra­chen in Kraft. In Ös­ter­reich ist sie seit 1.10.2001 rechts­wirk­sam.

(Quelle)

Strafantrag nach Räumung in Düsseldorf

April 2nd, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Räumung in Düsseldorf: vier der ehemaligen Bewohner, alle Fiftyfifty-Verkäufer, am Platz, wo ihre Unterkünfte standen (Foto: Helene Pawlitzki/RP)Bei der Räumung von Be­helfs­unter­künf­ten in Düs­sel­dorf-Oberbilk (wir berich­te­ten) durch die Deut­sche Bahn AG wur­de auch das Eigen­tum der Be­woh­ner ver­nich­tet. Julia von Lindern, Sozial­pä­da­go­gin bei „fifty­fif­ty“, berich­tet im Ge­spräch mit der jW (31.3.2018) von der Lage der ver­trie­be­­nen Roma, die von den städti­schen Not­unter­künf­ten aus­ge­sperrt wer­den, und recht­li­chen Kon­se­quen­zen.

Als Argument mussten Beschwerden von Anwohnern her­hal­ten – das Camp be­fand sich je­doch an den Bahn­glei­sen im In­dustrie­gebiet, war von außen nicht ein­seh­bar, und man muss­te schon wis­sen, wo es ist, da­mit man es fin­det. (…) Alles ist in Containern vermüllt worden. Ein Bewohner kam am Mor­gen der Räu­mung ins Camp, weil er sein Fahr­rad holen wollte. Er be­merkte die Räu­mung und woll­te zu­min­dest einen Teil seiner Sachen retten. Das wurde ihm je­doch ver­bo­ten. Am schlimmsten fan­den es die Be­wohner, dass die neu ein­gekauf­ten Lebens­mittel im Wert von 50 Euro sowie die Gas­kocher ver­schrot­tet wurden. Ihnen wurde damit die Über­lebens­grund­lage ge­nom­men. Au­ßer­dem hat­ten sie aus dem Erlös des Fifty­fifty-Ver­kaufs Oster­geschenke für ihre Kinder in Rumänien er­stan­den, die sie ver­schicken wollten. Die Kinder war­ten jetzt ver­geb­lich auf ihr Oster­päckchen.

Die Bewohner werden einen Strafantrag gegen die DB wegen Sach­beschädigung stellen. Nur weil jemand arm ist, ist er nicht recht­los. Unser An­walt Jasper Prigge wird uns dabei juris­tisch zur Seite ste­hen. Weiterhin überlegen wir, gemeinsam mit den Bewohnern den Zu­gang zu den Not­schlaf­stel­len zu erstreiten. Denn ab April ist die »Winter­regelung« aus­gesetzt, das heißt, alle EU-Woh­nungs­losen gelten als Touristen und kön­nen die Not­schlaf­stellen nicht nutzen. Diese Ab­weisung ist jedoch rechts­widrig, jeder Wohnungs­lose, un­ab­hän­gig von seinem Pass, hat ein Recht auf Zu­wei­sung in eine Not­unter­kunft. Die der­zeitige Praxis der Stadt Düsseldorf, aber auch die fast aller an­de­ren Städte deutschland­weit, ist rechts­widrig – und zu­min­dest in Düsseldorf gibt die Ver­waltung das auch zu. Read the rest of this entry »