Tanzen mit meinem Selbst
April 17th, 2018 | Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Identitätssuche: Am Berliner Maxim-Gorki-Theater fand die weltweit erste Roma-Biennale statt
Freitag (15/2018): Eine Biennale nur für Roma, das war der Traum des Künstlers Damian Le Bas, seit er und seine Frau Delaine 2007 im ersten Roma-Pavillon auf der renommierten Biennale in Venedig ausstellten. Damian Le Bas ist vergangenen Dezember gestorben, Delaine hat den Traum nun alleine umgesetzt. Obwohl die Frau mit den langen roten Haaren das niemals so sagen würde, denn das Festival war eine Teamarbeit und sie „nur“ die Kuratorin. Gemeinsam mit dem Autor und Schauspieler Hamze Bytyçi hat sie dazu verschiedene Roma-Künstler ins Maxim-Gorki-Theater geholt, die mit Schauspielern des Ensembles Performances erarbeitet haben, in denen sie von ihrem Coming-out erzählen, als Roma. Gorki-Hausregisseurin Yael Ronen zeigt ihr Theaterstück Roma Armee, die Utopie einer gemeinsamen Verteidigungsstrategie. Die Demonstration Romaday Parade führt vom Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma zum Brandenburger Tor und schließlich zum Maxim-Gorki-Theater. Dort ist auch unter dem Titel Gypsyland eine Retrospektive der Werke von Damian Le Bas zu sehen. Seine Ideen für eine Welt, in der sich nationale Grenzen zu einem Land der Roma verschieben lassen, hat er in Plakaten und Installationen umgesetzt. Er will ihnen einen Raum schaffen, eine Regierung, eine eigene Armee. Eröffnet wird das Festival mit der Langen Nacht des Coming-Outs, einer Performance, in deren Verlauf sich zwölf Künstlerinnen und Künstler auf unterschiedliche Weise mit ihrer Identität auseinandersetzen. (…)
Lesen Sie bitte den hier nur in einem einleitenden Auszug wiedergegebenen umfangreichen Artikel von Milena Fee Hassenkamp in voller Länge auf Freitag.de.