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Jagd auf Roma in Kiew

April 27th, 2018  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Geduldeter Pogrom: Am Hitler-Geburtstag schlug die ukrainische Organi­sa­tion C14 zu. Auch Jour­na­lis­ten ge­hö­ren zu den Opfern die­ser faschis­ti­schen Or­ga­ni­sa­tion

Ulrich Heyden: Wie ukrainische Medien berichten, überfielen Mit­glie­der der faschis­ti­schen Orga­ni­sa­tion C14 in der Nacht vom 20. auf den 21. April eine zeit­wei­se Roma-Siedlung mit 15 Zelten im Park Lysaja Gora in Kiew. Meh­re­re Zelte wurden ab­ge­brannt. In einem Video, wel­ches jetzt im ukrai­ni­schen Internet auf­tauch­te, ist zu sehen, wie mas­kier­te junge Männer die Roma – unter ihnen viele Kinder – mit Steinen und Reizgas jagen und die Ver­folg­ten nach der Polizei rufen.

Der Führer der Organisation C14, Sergej Masur, erklärte gegen­über Jour­nalis­ten, dass die Roma den Park Lysaja Gora nach „über­zeu­gen­den gesetz­li­chen Ar­gumen­ten“ ver­lassen hät­ten. Der Leiter der Kiewer Polizei, Andrej Krischenko, er­klärte, dass im Bezirk Lysaja Gora bei Rei­ni­gungs­arbei­ten Müll ver­brannt wor­den sei. Eine Roma-Sied­lung sei nicht an­ge­steckt worden. Amnesty Inter­natio­nal fordert die Auf­klä­rung des Verbrechens.

C14-Mitglieder werden auch an dem Mord an dem regierungs­kriti­schen Jour­nalis­ten Oles Busina am 16. April 2015 ver­däch­tigt. Am 1. Juli 2017 griffen Mit­glieder von C14 den regierungs­kriti­schen Journalis­ten Ruslan Kotsaba an. Bisher wurde kein ein­zi­ger Überfall der C 14-Faschisten von den ukraini­schen Behör­den auf­ge­klärt und die Ver­ant­wort­li­chen vor Gericht ge­stellt. Read the rest of this entry »